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Full text of "Urkunden und Akten der Stadt Strassburg"

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URKUNDEN UND 
AKTEN DER STADT 

STRASSBURG: 
HERAUSGEGEBEN 

MIT... 

Strassburg (Germany), Wilhelm 

Wiegand 



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THE 
UNIVERSITY 
OF CHICAGO 
LIBRARY 



ÜRKÜNDENBÜCH 

IH:i5 

STADT .STRASSimRG. 



FÜNFfEIl liANl) 

/WEITK HAI.m-; 

I'UIJTISCIIK URKUNÜKN VON mö IIIS 1:180 

riFAnnm-i I 

HANN WITTE ,;nu mm', WOLPKAM. 



ST [r\^snriiii 

vi':i;i.,\i; i . i( 



URKUNÜENBUCH 

DEH 

STADT STRASSBURti. 



FÜNFTER BAND 

PÜUTIISGHE URKUNDEN VON 1332 m 1380 

BEARBEITET 

VON 

HANS WITTE und GfiOKG WOLFRAM. 



ISTRAIS iSRURÜ 

VERLAG VON KAAL J. TROUNER 
1896. 



[ cosciä 

\ . • • • 



EINLEITUNG. 



Ucr roy/if Btiuff tsl ran II. Will'' Hud (i . Wolfram i/aiwinsnoi hctirbfilit 
uy»rdeii. Wol/ram war luuuchxl coa der C'ommijisiuu allein benuflrayl, das auf die 
Gerücht» iSfiMUsburgt benigliche UrktaMtenmaUriiU von 1332 bis I400keram:uye(/eti, 
N«ck mekryikriytm Sammeln kam er jedoch wder U«bene«gvnff, da$s die&rdrüekeude 
Fülle de$ Materials es uicfil (/eslalle, den gesniiiuilen Stoff in einem Bande ZU 
rereiniypu . Fr Ix-srlirän ktt: sich in der Folge mit Zustimiuinig dir Commission darauf, 
die Urkunden ziinnchsl his zum Jahre I.'iSO zusammen :ii hrin;/rn. Diese Arbeit 
wurde auf längere Zeit durch, die mit A. Schulte geuietusam besorgte IJeramgabe 
von Band /F, S des ürktatdenbuck* Witerbroehen, denkaib sah sieh Wolfram, als 
ihm n» Jahre 1888 die LeUn»§ des Lefkrinffiseheu Betirhs-Arekivs übertrage» 
u-io-di-, genolhigt, das noch unfertige Manascript des corliegrnden Bandes mit nach 
Metz zu nehmen, in drr f/o/fiiung, von dort aus die Vollendung des Werkes herbei- 
führeu zu können, liuless die Anforderungen seines wupn Amtes auf einem roii 
der Forschung bisher weuig in Angriff geuomuienen Arbeitsgebiete, insbesondre auch 
die Thäti^heii für die co» ihm im am(lieh0% Auftrage mitbegrundele CfeseBsekaft 
förZeikriMgiseke Qesehiehte und A liertkumskimds «ud die Jfferaasgabe eütes Jakrbuekes 
diese* Oesellschuft, gestaltete» ihm leider niekt seiiae Absicht »ur Ausführung tu 
dringen. Xnch Drucklegung einigrr Bogen erwiesen sich die Schxcierigkeitcn so 
gross, dass er sich endlich geiuiingen sah, die Commission um Entbindung ton 
seinem Auftrage iu bitten. Die Fertigstellung des Bandes wurde hierauf im April 
1894 H. Wm§ Uirtragm. 

Bogeu 1—16 lagsu daatals bereits im ßsiaidruek tor, Begs» 17—20 varw 
gasest und wngebroekeH, so dass WiUe's Mitarbeit abgesehen von einer letzten Revision 
jener tier Bogen erst tnit Bogen 21 beginnt. Für die folgenden Bogen stfind zwar 
da^ chronnlogisch geordurti' Maauscri/d Wolframs :vr Verfügung, aber dank der 
inzwischen torgenommencn Neuordnung des Strassburger Stadtarchivs war es 
möglich, wahrend der Bmvisiekt des Manuscripies und noch später während 
der Ifmchlegung zahlreiche neue Htncke von zum Theil erheblicher politischer 



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VI 



BINLEITDttC. 



Bei«niu»fi kin»ii*n/Uffm. ßie Ifekrmkt ier t« diettn Band wfgwmmeneK 
njubUietten od/r nin- mU 7'nf/'s/ififitm rr/w'r/irniui Stiirh'' war bei Uebernakme des 
}fanujscripts wtc/i nicht der rhi-'tnnliHjisi fn u f)i il,iu,i i/ l iii^efiujt. Sit; an richtit/er 
Sli'Uc einznreihi'u iriir diu unrhstt' inrlil>i/f Aufiinhit. Du- durch d{,> }Ia^srnhnfl\(jke'ü 
des Stoffes hediitgU BeschranklheU des /iauftie.i hat es nichl ijestatUt, jeder derart 
torgaunuHetien Ihttierwtg eine erschöpfende Begrüudwg Uizug^ett. Jkts iotmie nnr 
6ei SISeleH w» iertorraffender WiehtigkeÜ geschehen. Im ttUffeMeinen mMSle ein 
inner ffiuweit anf die Nnmmer», mit deren Hülft die Binreikmng geschehen vnr, 
ffeuifffe». //ie und da. tri, der ZusammeHhaitg mit nueni zaffirh /iahen bekannten 
/ireiynissf fin nvyrnfnJInjir irnr. houiifr mn-h cmi ^tiitf/n so/rhrn I/imraise Ahslaad 
genommen uerden. — JJie mhlreicht:ii sdtdlisch'^H C<trrei]«>nd*'iiZKn u itrden mlur- 
gemäes in erster Linie naek der AnUsdaner der genauHten Stättmeister datiert 
Wo diese nur ein Jnkr betrug» sind die Stücke troU des in der Vorlage nicht 
genannten Jahres teUkemmen datiert, «nd ^ede Begründnng der eingesehen Jakres' 
zahl war nherßüssig. Eiiu; solche trar /wi sliidfis'-hi» ('nrrcsintndiynzcn nur da 
UHerliiSs/ifh , wo sirh dif A>i'(sdtiii'>r di s Mi-i\(i rs nv f ri rKch n^dcm: .Inhrr i rstncklf. 

Wahrend dit-ser roröfnu/rndeii 'llinliijkcit wurden ferner, iro sich diu (ritlet/eii- 
keit dazu bot, die Abschriften mit den arcAica/ischeu Vorlagen coUatiouiert. IHe 
grosse Mehrtahl der Stück» konnte allerdings aus Orunden der Zeitersparmg erst 
während des Bmekes, der im Oktober S804 wieder anfgemammien, vsvrde, collationiert 
voerdcii. Attsi/cschhssen daron mit.sstun nur dw irenii/en Stucke hltlhen. deren 
Vorlatjeu in den Strasshiiri^fr Arrhiren mrht r>irh(ti<df h irnri'ii, und ganz cereinzelte, 
die an der angegeOencn Archirslelle nicht mehr aufzulindcn icaren. 

Bei der DndiiegiDig stnd mögliehst dis oms den früheren Binden bei^wten 
Fditioniprineipien gewahrt oder wieder anfgenommen worden. Nur die grossen 
Anfangsbudistt^en bei Beginn der StUte mnssten beibehalten werden, da sie in 
den schon früher gedrucktem Bogen im Gegensatz zu den torauf gehenden lidndeH 
angenotnnien irurden uaren. WeHer mnehtf die Fiille des Mulerials Kürzviujen 
nothicendig, nie sie in den früheren politische i rkunden enthaUendcn Banden 
bisher nicht angewandt waren. Bei den in extenso gegebenen Briefen ist die Adresse 
der Bückst gmndsäUlieh ni$r dann abgedruckt wordenf wenn sie nicAt bereits 
in den Bingtmgsworten des Textes enthalten war, Bie grosse Menge der Briefe ist 
noch weiter terkürit worden, indem nach Voranslellimg des Absenders und des 
.Idressaten, unter For/Jassi/'i'/ der ublichru Fonn'ilil'ifrn, der eigentliche Inhalt des 
Briefes in wirtlicher Wiedcrgni/e mit Anftihrungazetrhen /olgl. 

Auf den Inhalt des Bandes hier näher einzugehen, verbietet die Beschränktkeit 
des Reutmes und die FüUe des nenen Materials. Wer den Band nur fi4ehtig 
dnrehblattert, wird schon den Bindmeh von einer tief bewßgten Zeit gewinnen^ in 
der Sirassburg eine Rulle 'jrspieji hat, wie sie nur wenigen städtischen Gemeinwesen 
cergOnnt war. Und mich der kundige Forscher rrird — so hoffen vir — es begriissen, 
dass hier endlich cereoiii/l geholen wird, was die grossen Ereignisse unseres 
Zeitabschnittes, die Judenterfoigung und der zweimalige £ngländereinfall, an 
urkundlicher Ueberlieferung au f ^ns haben überhammen lassen. Wenn der vorliegende 
Band aneh in erster Linie ein Benhmal der Gesehickte unserer Stadt Strassburg 
darstellen soltf so gewinnt er dant den weit vertweigten Betiehmgen ewes mSehtigen 



üigiiizea by GoOglc 



EINLEITI'NO. 



VII 



Gemeinwesens voriüghch für die f^ennvulfn grosseren Eri^liinhsf eine liidi-niiinff , 
dif. }neit üher den provinziellen lin/onen des Elsass hindu-si/c/n-nd auch für die 
benachbarlen deutsch und französisch redenden Landschaften fruchtbar zu werden 
vertpriekt. Auf du FBrderwng der Reiehsgeachiekte dwrek den Abdnteh uAhtiehw 
Hsiar nur m kimm Avsatf ieimiUer oder naeA ffiiuUeh whehtnMter JCaiSßrwrkimden 
mtas MV MSktfyf hingewiesen sein. 

Von Anfang an hat xich die vorliegende Arbeit vielsei(if/i-r I<''ih-dcrnng zu 
erfreuen gehahl. Vor allem sti hier den Leitern der Strassöurf/")- Archive und 
Bibliotheken der gebührende Dank für das stets beu^iesene freundiic/u Entgegen- 
Jtammm ansgesprochen, desgkicken de» VantäHden der Arekioe t» Sasel, Cobrnv, 
Frtiiitrg, ZMrieh «. A., die dwtek die bereUioiUige JBeoMivmUgUff pel^eutHeker 
Anfragen die Bearbeiter dieses Bandes verpflichtet hohen. Besonderer Bank gebiArt 
Herrn Prof. Dr. Wiegand, der sich der Mühe unterzogen hat, die zu-cile Correctur 
dieses Bandes zu lesen. — Auch die hingebende Mitarbeit der i'niversitats- 
Buchdruckerei von JJeitz und Mündel sei erwähnt, die durch die lüchnelligheii der 
Drucklegung den AhchhM der Arbeit in Mkem Grade gefSrdert hat. SekUettUek 
«ei Mcft «w ieeondre NaeheieJU ^eMm f'Sr verseHedene UngleieJhHäseiffJUite» der 
Arbeit und des Drucks, namentlich in den ersten Bogen, die durch die Schwierig- 
keiten bei der it^tehung dieses Bandes ihre Erklärung finden. Soweit dieselben 
in Versetzung der Ordnungsnummer der Urkunden und in Verschirbung der Zeilen 
bestehen, sind sie im Fehlerterteichniss am Schluss des Bandes leicht zu überblicken. 



Strasburg, den i. ßeinutr i896. 



NACUTUAÜl': UNI) lUClUCHTKiUNGKN, 



S. 45 ZdU 6 atatt ii3 tte» 33 > 

S. 47 » 19 > HamburK lie$ Hombnrir. 

8. 48 • 16 > brtden Ue$ sniderii. 

> ► 2r > «rili/nnillcrri /i>v siUtzmiiltiTii 
S. ÜO iwiidteu Jküe 1 und 2 Ht rnuuxrhifiHtn S. (>:>. /.ntc Ä. 70. ZriU t2. 

8. 70 XeOe 13ff. itt tmat$aiietim am 8. 69. Zeäe M. 

6 71 XeOe 9 HM IS:» Dor 14 /irt 188» Dee. 17. 
» • if > 183Ö lia 1332. 

8. 79 » M • Janukr SO Ke» Janmr 80 
8, 7{ • ^3 • nobi)< lief vnbis. 

83 > 31 > 13»S F.'liniar Iim 1888 Febmsr Sl. 
a. 05 * 36 > /MTj 89. 
8.103 nr. 96 fOM. 
S 104 Zeile 39 statt Swarbrr /ifx Zotli. 
S. Hl » 16 » eojnanclOH he* coigunctos. 
8. 169 nr. 900 UOwiim fftirwH M Bmdter 510. 
S. 208 nr. 320 gedruckt bei Brucker 535 

S. 303 nr 343 mit Anm. tu dntirren JS'iS .Tum 35 infolge nr. 45S. 
S. 324 nr. 380 geitort tcahrtchatUtch in das JaJir 1370. 

8. 39» m. 48S hei HtAer rtg. AtielM. «r. 886 witer dem fäMm Datum [m» J«m 14J. 

7 '■'^0 nr. 641 am daHsnm Maie da tkr JOntM aUU JUmm ÜMnicni JMohr III 

wn Basel ttt. 

8. 777 ZeOe 9 etatt Tkomu Kcf Niool»i». 

S. 801 ' 2 ' Ochscnstoin lies Kiburg. 

3. 884 nr. 1141 gMrt dem Jakr 1376 am; rkhUs S. 912 nr. 1953. 



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1864-1366 



881 



€43. Bischof JöhaDn [II] > an meisler und rat: bitlet Heinridi dem frflge* 
messer sft Seselsbeim nnversO^ich recht widerfahran su lassen, da er nicht 
lange vun seinem dorfe bleiben kann «und sine mo li-singea mos, alse sine 
pfirAnde gelegen ist. Datum Borre in octava fesli penlhecosles.» 
• [13a^l39ä Juni 8] Barr, 

air. 8LÄ.kk 1401 J». €8. «r. «k. Vt. d. t.ti§,i»9. 4^pr. wud. 



644. Tagenordnunt/ für eiaeih Bmdestag gegeii die Engländer zu Ulraßburg. 

[IMö vor Jwtt 9.J 

IMa holten von herren und sielten süUent wider heim zieheo. Das man einre 
10 zal I6les äbereinkome zü ros und yA ftis z& vclde zA ziehende, und daz iegliche, 
die mit nammen in der liunlnüsze sint, vür sich selber dar zu srliickent eine zal, 
alse man danue übereia koiuel. Der summe sol sin 2U luseal zü iilä uud 120Ü glefeu, 
alse ez vor waz. 

Man sol nch fteh her&tan, oho man diz minrea oder merren sdlle. 
15 Uaa das man gewinne von gemeinem kosten aoldener die geste sint drie mo- 
nade s& ieglicbem monade, die mau sus tegeliche bruchel z& lanlwerungc und 5ch 
uf dem Velde, obe man dar uf ziehende wurde, uulze an fünf liundert erbers, die zft 
wäiTeo b6rcnt, uud den selbeo einen höplmau. 

Man sol ücb gedencken umbe sehs böpllüle z(k machende oder me. 
fp Man sol Ach gedencken, ohe es nütze sie, den grafen von Mäntpligart in den • 
hunl zu nemende oder nit. 

Wclichen berren oder slal nit gefüglich were, in den bunt zö konieode uf dem 
dagc zCi Strazburg oder sin nit gewall bellent, so mögenl ia doch die Ahrigen 
volieluren alse er stände wirl. 
n Der dag sol sin s& Slrazburg, daz man da an der herbergen sie an dem ersten 
mentdage sfi naht nach usgander pfingestwochen, daz man momdes an dem sina- ^■'^"<>^ 
dage frftge von der Sachen und dem hnnde rede. 

Man sol ucli ieglicbem hotten gewalt geben, daz man heaorge, ob man uf du 
vclt zügc, diiz rn.'Hi einen huptman liabe. 
M l^uf der Rv.ckseiie von gleicher //aHd:\ 

Her Jacob von Scbönoowe von dez bischoifes wegen. 

G&nlse Bodie von den von Strasbuig. 

öslerrich: Heinrich Hagembacb. 

Basiiienses: her Cönrat von Berenfeils. 
ff Friburgenses : ber Heinrich Turner. 

Dez rjcba stelle: her Wallber scbuUbeisz von Colmer. 

liaa die sehae sdllent Ach g^walt haben, die 500 zA gewinnende, weone ez sie 
notd6rAig dnncket. 

Str. St. A. Q. U. F. lad. B. 46 nr. 21. BafierblaU, hs. d. 3. EülfU du XIV. Jh. 



M t 2iaA dm SugtL 



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&82 



1364-1365 



645. Bischof Johann [II] an ineisler und ral : «Wir Iftnt Ach wiaien, das wir 
allen herren und Stetten vdraehriben hant, ala ir uns vArbolsehaftel liabent, usxewendig 

den von Worms, Spiro und von Wiszemburg, das wir nmb saclien under wegen 
gelascn hobcnl. als wir üch wol sagende \v.T(l. nt. so wir zö üch kumment. Da- 
lum Dabiclienslein die sabbali posl feslum corporis Christi». • 

[iaS4-lSeS Jmmi 24] JMMh. 
Str, SL Ä. kk 140t nr. 9b. or. dk. Ut. eL e ni «»fr. «mC 

646. Bischof Johann [Ilj * an meister und rat : biltel der sache, die sein schul- 
thdax von Kriegesheim mit ihnen «i schaffen hat, ein ende machen in wollen. 
«Dalum Dabidienstein feria tereia post Barraba.« (J9S4—1S$S Jimt iTJ IkuMtlm. w 

Str. St, Ä. AA 1402 nr. iH. or. ch. lU. cl. e. »ig, in v. impr. mul. 

647. Joia»» £rb€ m Slraäbwg: Ifwhrickten Her die £ Unländer. 

[ t.W/S kurz nach Juni 18.] 
Unsere herren meisler und rat zu Strazburg. Wisseul umbe diesen nesten 

Ami ml mendag, der lär ist, das der enebriester mime herren hern Buroharte ein brief u 
aante und swene rilter do mitte ; die troate min herre gen Metae und Ar min herre 

,AiN( MI, uf diese neste miltew&che, die vor santc Jolians dag ist« mit in z& dem erzebriester, 
ein gespreche zu bände mit itne und wil mit inimc dar. Und waz mer danne 
min herre bevindet oder ich, daz wenl wir ücl» lossen wissen, ficb daz die geselle- 
schaA by vier milen by Metzeo lit und willen haut in unser laut, also* sü selber m 
•ageni und ficli mime herren Terbolsehafl ist, wanne ir ein gros volg ist. Das Iru- 
wet min herre Och wol z& erfarende, wie vil ir ist. Die swene rftter die Mi sft 
mime herren komcn sint, die hant mime herren gesdt, sä welle nAt han sft 
dünde mit dem herzogen von Brabant. Obe daz wor sy oder nül, daz weiz niemnn 
wanne noch ir sage. Man meinet ucli, daz der zü Melze gerihtel solle werden. \\ is- «* 
sent 6ch, daz ich mine hem Burcbarl fasle gedanket han von uwern wegen und 
er meinet, waz dem lande und Ach liep und nAlse ist, das wil er allewegent dftn. 
Und was ich Ach hie scribe, das han ich gedon mit mins herren hem fiurcharls 
von Vinslingen rot, [der]** dez kriegez ein höpman ist und alle mer wd wen. 
Besigelt mit Hugcz von Bulach ingesigele, wenne ich min ingpsigele nnt nn zi\ mol a« 
bi mir han. Wissent öch, daz der grave von ^^'i'^leraonl dot ist und ist begraben. 

Von mir Johans Erben min dienst, also ich billich soi. 
{J% «arie] Den wisen bescheiden dem meister und dem rat sft Straabuig. 
Ar. A. AA 8t. or. (ft. Ml dl «. tig. A» «. AqN*. M. 

•) Vorl. «so. b} Vorl. «M. ^ 

1 Nach dem Sügd, 



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ia54-.ta66 583 

• 64S. Bfsdiof Johann an meisler und rat: Ultel in der suche swiaohen 
dem kirdiherrcn und dem li'iprieslere von Rotenkirchen einer, und «den Icloaenerin s& 

RoUMikirclieiii andrerseitä nidil riclilen zu wollen und es stehen zu lassen, bis er 
nach Siruszburg komme. «Dalum Dabichcnsleiu feria sexlu ante festum hcali 
Johannis baptisto. [l3JSd—13«S JutU »0} Dachstein, 

8tr.8LA.AlL 140» v. Ua.». th.UUAciit.m9. imi». nmi. 



€49. />tc Straßhur ger Kapild com MiktsUr^t. 2%oma* imi i. Peter tmUti^ 
tick §ese% die Ueierffrifi der BeUeUwde». • iMff JmU »M. 

Noa Johannes de KjbnTg prepositua . . Johannes de Ohasenslein deoanus totum* 

qoe capilulum ecdesie Ai^gentinensis, Nicolaus dictus Spender prcposilus. Johannea 
de Kagenecke deconus totumque capitulum snncli Thome el Oolzo ili* <irostein prc- 
posilus, Joliatines SculU-li decunus loluinque capilulurn sancli Telri, Arf^cntinensium 
ecclesiaruin, nolum facimus tenore preseucium univcrsis, quod iu capilulo dicte 
Argentinenaia cedesie ob neceaalates noloriaa dictarum ecciesiarttm nostraram et 
aliamm ipna annexarum necnon prelatomm rectorum parroohialium eccleaiaram et 
clericorum omniuiti, prescrtim curam animurum habeoeium, in civitate et dyocesi 
Argenlinensi pro infriiscriplis agendis spccialiler congrcpiti, traclalibiis eciatn nonnullis 
el delibcracionibus lam iu capiluli.i diclariun ecclesiarum iioslrannn specialiler quaui 
eciam iu diclu capilulo ecclesie Argenlincnsis predicle cummuniler aiilea prehabitis 
Ticibus Tsriis et diversia aaper articulia subscriptis, videltcet quod predicatores, 
minores. Angnstinenses, GarmeUte, Wilhelmile et aliorum mendicanoiom ordinum 
firatres infrn et extra dictas civitatem el djoceaim Aiigentinenaes domos et babila- 
cioncs seu congregacioncs et convenlus habenies contra lenores constiüicionuni iinius 
vidclicel, que incipit Super cathcdrain, a pie mcmorio Bonifacio papa oclavo cdilam 
el tu geuerali Vieuuensi coocilio inuovalaiu et allenus, que incipit Heligiosi. cdilani 
in dido condlio Viennensi, in parrochüs diotarom eoclesiamm noatrarura et eis 
annexarum et aliarnm parroohialium civitatis et djfocesis predictarara sine eleocione 
el presenlaciouc el licenda (Hdinarii confessiunLS andira et parrocliialium ecclesiarum 
subditis ipsis confilenlibus minislrare eukarislie sai.Tum, prelalis el clero publice in 
sermonibiis suis delrahere annis pluribus rclroaclis presiiüipserunl el presumunl, 
quodque de obvencionibus funeralibus funerum illorum, qui apud ipsos haclenus sunt 
septtiti el in poatenun elcgerint sepeliri, necnon de datis vel Amalia in motte aea 
mortis arlieulo aut in infirmitate dentis Tel donantis, de qua decesaerit» legatia ant 
alias qualiiereumque relictis quartam in dicla conatiludone, qne incijnt Super catha- 
dram, taxatam el limitalam nobis parrochialibus sacerdotibus, recloribus ecclesiarum, 
curatis aliis civitatis el dyocesis aiitptliclftriini solvcrc deni'garunt lutctenus, sicut 
adbuc denegant minus ju^te in liiclurum nu-lrarum el aliarum ecclesiarum nostrique 
el loliuä cleri injuriam, prejudicium uun luudicum el gravamen: deliberacionem habui- 



1 UmA dtm «Mftt. 



laes 



mus et traclatum et post mulloe traolatue omniuni nostrain in hoc ooocora et finalis 
deliberacio nostra resedit, videlicel ([nod injiirins, prejudicia et gravamina supradicta 
nec vellemus nec possemus pati ilcincfps a Iratriljus anlodirlis (jiiuJiiiio diolos frntres 
in et pro pn'mis!;is injuriis. prcjinlii iis el pniviiiiitni!»ii'< el corum occasione coram 
jiidicibus conpelenlibus noslris comuiunibus suiiipubus et expcnsis in jus vocare * 
velitnus el causam seu causas super eisdem el eoniro oocasioue in curia Romana et 
extra, prout magis expediens fiierit, contra eosdem fralres proaequi et tractare 
et quod quilibet noslrum absque contradiccione quacumque pro proaecucione diele 
cause sccundum exigenciam faoullalum siiarum poclesiuslicarura el proul ipsiim 
tnagis vcl miniis dicla causa laiigi-re \c\ conoornere ditiosriiur, contriltnoionrni facere »« 
debeat, proul a personis ad hoc a nobis coiicurdiler eleclis fucrit arbilralum. Videiicet 
honorabiles dominoa Johannem de (Hiasmatein deeanum, Eberhardum de Kyburg 
porlarium ecctesie Argentinensis et Nioolaum {Mrepoaitum, Ülrioum caatorem sancti 
Tliome ao Gfttsonem prepoaitum cl Nicolaam soolaaticum sancti Pclri eccleaiamm Ar^ 
genlinensium ; el si quemquam doiuinorum prcdiclorum ul sif eleclorum abesse con« '» 
lingat vel alias quomodolibel infiediri, tunc alius siius codortii«! non prepodilns ctijns- 
libel eccK'sie -ilium de collegio sue ccclcsie sibi assuraal et adjuiigere possil et dcbcal, 
qui eciam assumptus hujusmodi honus sibi assumere tenealur sub peois juramcn» 
tonun aubscriptonun. Unaaimiter igttur et concorditer, deliberacione diligenli et ma- 
tnra prdbainta, nos omnes el singuli suprascripti deliberate et ex cerla scienda per m 
juramenta, que ecclcsiis noslris prediclis preslitimus, cl pena siibscripla tociens com- 
niitlenda, qiiocicns contra factum l'ueril, ])roniisiiiiiis el promillimus tf^nore presenciiim 
lillerurum prosecucioni diele cause cunlra tratres prediclos pro prescriplis injuriis, 
prejudiciis el gravamittibus ineboande nobis haclenus illatis per ipsos el inposlerum 
inferendis ante decisionem finalem cause anledicte coromunil«r et conoorditer inherere, » 
expensas communes pro ejus proseoucione et deeisione fioali facere et quilibet nostrum 
ratam sibi inposilam conlribucre secunduni modum cl formam preexpressos, prout 
a prc.scriplis personis ad boc electis a iioliis semel vel pluries, si el quociens ncn-sse 
fucrit, contigerit arbilrari, el a prosecucionc ejus in parte vel in tolo per dicla jura- 
menta nullatenns desislere seu aliqualenus declinare, donec ipsa causa jure vel fioali 
et nobis Omnibus placabUi coocordia Aierit lerminala et finaliter diffinita, nisi aliud 
de unanimi et conoordi nostrum omnium processerit volunlate. El si, quod absil, 
aliqui noslrum contra premissa promissa sine aliorum consensu a prosecucione diele 
cause el expensarum ejus conlribucione ante ipsius decisionem finalem deslilcrint 
seu quomudulibet declinariiil el ratam sibi inposilam solvere recusariDt, aiits nun a& 
conscuciculibuä el eandem causam ullerius prosequenübus, dcsisleoles deelinantes 
dneentaa marcas puri argenti ponderis Argentinensis pene nomine absque contra* 
diocaone quacumque solvere teneantur alils hujusmodi causam seu causas prose- 
quentibos per juramenta preatita antedicla, diclaque pena tociens committi ]Kr cos 
dehoat, quociens cotitrn premissa seu preraisnorum aliqua per ipsos factum fucrit sive «o 
veulum. Kl ad prediclam pcnam solveiidam, si contra premissa fecerimus el quo- 
ciens, quod absil, fucril contra factum, nos iuvicem per slipulacionem soUeropnem 
obligamns et eandem solvere absque contradiccione promittimus tenore presencium 



üigiiizea by GoOglc 



1365 



555 



litterarum, reaunciantes qnoad premissa et premissonim sinpula omnilms cl singulis 
nc^MSonibus et defensiouibus juris et facti, quibus contra premissa et premissorum 
eliquB nos vel aliqui noatrom tarn communiter quam divisim esaviic vel inpoBlenim 
Aicere poaaemus quomodolibet Tel juvari, et apaeialilar legi dioenti tenuneiacionem 

* in genere non valere. Et ia eTidens tesUmonium omDium premissoram sigilla pre- 
scriplorum nostronim decanorutn, prcposilorum et capilulorum occlcsiarinn ]tnvli' tf)riim 
presenlibus sunt appensa. Dalum et ;iclum 11 kalcndas julii anno domini mille- 
simo treceDlesiroo sexagesimo quinto. Hurum lilterarum tria sunt paria, quarum 
anam apnd deoanum et eaj^talum Aigentinenais. aliam apud deeannm et caintnlum 

*• s. Tbome, reliqnam apnd deeannm et capitnlnm s. Petri Argentinen^ ecdesiarum 
predietanim Tolumna femtnere. 

A Ar. Beg. JL O t79B. «r. Mft. «. 9 tüg. pati. (1 Mt.) 

B coU. Str. Thom. A lad. 1. or. mh. e. 9 xiq jj'-n ? 

Nach B gedruckt bei Ch. Sdmidt, hist. äu tAa/>. lie s. Ilonas 377. 



i& 650. UngemnnUr an den Leutpriester ton Alt s. Peter: JVachric/it über die 
Engländer. [J.to.i •Tnhi.J 

(rncdiger herre mynen uiidernlenigen dienst und losze uwere gnade und wisheil 
wiszia, alz der ral von Sarburg oiynea gnedigen berren von Slrasiburg vou dem 
folke, das in deslant mhet. veraebriben bei, do wiiseni, das es «or ist und scbetaet 
•t man by nns, das es in Qlaas gerabte. Aber war sie den kopb werdent leerende, 
dtiz kein nocli nyman wisssin ; und waz ich vorbas erfnr, in/, wil icb VCb nnverSGg« 
Uchen losxin wiszin, als verre ich kan. Oebietent mir alle ziit. 

Der uDgenaalca. 

t Str. 8t. A kk Sl. or. dk. Ut. d. e. tif. V, Amw. M. 
M Ottbmdtt M aUkOter, KinigaL 900. 

f51. Btintsemann w» U«9mSM$Ur m StraMurg: Her die Snglander. 

113GS Juni.] 

Den erbern wisen dera meislcr und dem rate zu Strasburg. Wisseut, daz der 
kleine buflb tqq den Engelender lit s& Wiedersdorf nnd der grose bufiTe noch n&t 
M xft in knmmen ist und liegent noeb nmb Metse. Also sagent die berre, und stnt 
Doeb nül gewesen z(i Alben noch zA Buckenbeim, und wil ich filkrbas riten, das iob 
reibe merre bewiode von den and«. 

Ileinczeiuan von Masemüusler. 

Str. St. A. kk 81. or. ch. lit. pat. c. »ig. in v. impr. del. 
m (MtmcM tri &MKr, Xtmgih. 901, 

65S. etwa «0» FinHinfen m Straßburg: ükr die Engländer. 

[136S Juni 26.] 

Den erbern wisen und den bescheiden dem meisler und dem rad - vou Stras- 
bürg enbule ich Cläre von Viu^lingen gravin zCi Sarwerde allez licp und gAl und 



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m 1866. 

/«NIM. lan ueh.vissea, 4*« euwer boUen Af disen dftnrealag by mir sft Sarverde «arent 
und liatent micb* daz uch wohc sc-hritK*n elwaz von (It'ii Kngenlender. IK) \v'issent. 

(Inz tinsor diener von .Mi u I.r;iii«^ii --inl uii.l siif,'.Mit. daz ir v,o] driszig dösint sinl 
und duz in vvl fulkiv. nullunnc na kuinL', und sinl ir t-vii dcil her us gezoget und 
sint wol fuuf inyleu we{;ez ua by uus und meinet man sieber, daz sie geo Elsas * 
veUent. Als liant mir die geseit, die do her kümeal. 

Str. St. Ä. AA 61. or. eh. t*t. d. e. $ig. im v. impr. daL 
OmMst bei SAUUr, Mämigih. MO. 

65:t. SchleiUUidt «m Straßiurg : Ein HMfe der Engländer liegt im Thal 
WH at. DU. [IMS Jumi 97,] t» 

Den wiaen wolbescheiden dr in . . tneisttir und dem . . ral zß Slrazburg enbielen 
wir der . . meisler und der ml von Slflz^lnl unsern willipcn dienst. Wir lassenl uwer 
fruniekeil wi^isen, daz uns gewur nieren koinnien und geseit sinl, diiz der Engel- 
lender zwei luseol z& den von Parrey gezogen sint und uiT dise nabt in sanl Diedacz 
tal ligent und das a& aicber xe atant bar ua in daa lanl dehen wellent. Do von u 
biUen wir üdi eraatlicb, das ir dar sü gedenken vellenl, wie daa laut veraeben 
werde, das nAt gros scbade von in ufslande. Wand wir nio\ ncnt dar zQ berrit ain 
ze tftnde. was wir ninpenl od«T sullenl tun. Twer nnlwirl laut UQ8 wider wiaaen. 
Datum leria bcxla poal nalivilatein ht-iiti Jubanniä linpli.sic. 

Str. St. Ä. AA 8L or. cA. M «. «i^. M *. imgr. id. M 
OMbwelt M SMUr^ JTAiifiA. 908. 

654. Johann S^ttneke Simßiurg.- ßfaehridie» Her denManekderSng' 
Under. [MB98 Jimt »t-sbaJ 

Dem meiater und dem rat sft Strasburg enbiel icb Johana Scbencke min dienet. 
Also uwer boUc bi mir was, so dftn ich ücb zu wissende, duz der ersebriealer und •* 

sin gesellescliafl do bar zuhel und kein andern willen liant, denno in unser lanl zö 
zieliende. Und hei mir daz geseit Claus .-Minim dt z cr/.chricslcrs knchl. Ocli wissL-nl, 
Juni te. daz SU au dunreslage zu naht logenl die hundeisleu umlie Diclersdorf und in Was- 
aicher dal und bellen die f5rdersten den köpf gekerei gen Dunnflfer* und geu 
Blankenberg us. War sA aber ua wellent, das kon ich noch n61 f&r wor wiaaen, w 
Ober die- Steige tür Zabern oder obenan us. 

Str. St. A. AA 81. or. rh. ht ct. e tig. in 9- imfr.iA 
Gedrudct bei Sehüter, Königth 901. 

655. Botitceil an, Straßburg .- will Hilfe gegen die Engländer schicken und die 
tehwSduehen Städte aitr HUftlmtung terantassen. [M998) Juni M. m 

Den erwirdigen wiaen dem maisler und dem rat gemaiolicb der slal ze Stras- 
burg, Anaeren aunderen gAlen frAnden, embielenl wir der aobultbai», der burger- 



Üigiiizeü by LiOOgle 



1854—1365 



82? 



inaisler uud der ral zc Kutwii üiisern willigen dienst mit vcslen, frünllichen Iruwen 
«e allen silen berait und was wir iemer wirdi und wen vermAgeot. Als ir Ans 
enboUen hant mit üwerm brwf von der unredelieher geselleschaft vegen der Engel- 
schen, das die ligen uf der Slaige ze Zabern und üch und daz lant bi üch schadegen 

6 wellent, sonl ir wizzen, daz uns daz und olles daz, daz üch zc kümbcrlnisle und 
ze ungeniach ane gat, mit gülen Irüwcti lail is(, als ez billirh sin sol. Uud wissinl, 
do üwer botschafl mit üwerm briet zu uns kam, daz wir du ze stunde unser crber 
bolaebtft santenl Ulme, da des nehea a(et alle gemaintidi in Swaben nf diaen 
tag ze samen koment, der swo and drisaig sint, nnd babent Anserm bollen enpholben, 

10 daz er veatedich und ernstlich mit den stellen rede alle üwer und dez landes noi> 
dürft und waz er wisse, daz nütz oder gut sie, daz üch ze holde uiul ze Irosl komen 
niüf;, daz sol er ernstlich werben und endan. Dar zü wellen ouch wir nilil lazzen, 
wir wellen üch eltelicheo schützen in ünserr cosle zc helifc senden uud schikeo. 
Und dar s& so babent wir offisnUob wrktMäk, wer tuäk umb Awem solt dienan 

1» welle, es aae se roeae oder ae fllase, das das Anser wille sie und niht wider Ana 
Ifigent. Darzö so habenl wir verkAodet, weri daz icman, über den wir ze gebieten 
babent, zfl den Engelscben ritte oder gicnge, daz üns der umb libe und umh gfit 
vervallen weri. Und wizzint, daz wir zu der sachc tun wellent alles, daz wir kunnen 
oder n)ugent» wen wir alle zile gern tügeut und tun wellent alles, daz wir wissenl, 

» das Awerr wirdi und wiaaebait dienalUch und Ueb ist. als wir gftten frAnden billich 
tftn sAllent. Geben an aanl Pelera und sant Paulus lag. Wir babent oucb Anaerm 
botten enpholben, daz sü daz in iren Stetten und in irem lande ouch umb und 
imil) verkünden, als oucb wir das verkAot babent, und das sA Acb ouob ze belffe 
komen. 

** ßtr, 8t. A. Ak 91, or. dk lä, et. s. ttg. Ht V. iwpr. dA 

656. Bischof Johann [II) an meisler und rat: Eberbart von Kyhurg sein oheim 
hat ihm gesagt, dasz er vom rate seiner brüder wegen auf die pfnlz entboten sei. 
Der bischof kann aiigftiblicklich nicht alles sclireihen, was dazu notwendig wäre, und 
bittet deshalb um aufschub. Freitag will er in Slraszburg sein. «Dalum Liehtenöwe 
w in die beatomm Petri et Pauli apoelolOTttm.» ti9B4—i9ßS] jtML99 tMOmtmh 

Str. St A A&. 1402 nr. Sft. er. eh. lü. d. c. »ig. in v. impr. »tut. 

(S7. Jfätft M Stntßiiirgf MM der Süft ftgm iit SngUfider iOerAote» 
§m verdmt 4* sei» Bitehof «to» gettor^ «n. [iMS Jmu 90,] 

Unaem sundem gftten flrAnden dem . . mciater und dem , . rate von Stn8bui;g 
» erobielen wir Otman Sobaler riller burganneister und der . , rat von Basel unaem 

dienst. Als ir uns gebellen hant umbe belfle üohze tflnde wider die geselli srlinf! iet 
Engeischen, der wir öch willig und gehorsam sinl üch ze Iftndo, als billich ist, so 
hei sich leider gef&gt, das unser gnediger lieber herre der . . bischof von Basel an 



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eSB 1854-1965 

disem in«ilag, als dirre Inief geben tel, ein tlunde vor miUnn tag gecfaliogen tot und 
von dirre weit gescheiden ist. Da vun uir in grossem kumber sin, das gotzhuse 

ze versorgende und die voslin ze besetzende, siändt riich als es ielz urnbe das lanl 
Slal von dirre Engeischen und ander grosser slusse wegen, so das gotzbus wider 
die welschen herrcu bei, als wir des gebunden sinl. Dar umbe wir üch mit sunderm i 
fliese lutlent, m&gent ir uns nu t» male dis diensles über haben, das ir das Iftnt, 
wonde wir das gotdiu« und die vesUn mit den unsero beseüten mAsaent. Ist des 
nät, so wellent v,ir doch zQ üch komen dar noch, als es nu gevarn ist und umbe 
uns slat, so wir bi ste mügenl. Und verscbril)ont uns har umbe üwern willen und 
lueinunge, so ir furderlicliesl miigenl bi disom boUen. üebeu au meulag morades »• 
nach sant Peters und saut Paulus lug der zweier zwelfbollen ze vesper stt. 

Str. St. A. AA 81. f)r w') lit. d. e. siy. in r. impr. de] 
Gedruckt bei ücluUcr, Kumgsh. 'Jüü u. TrouüUU IV, 22Ü nr. 100. 



€38. KmHT Kwrl IV fartUrt Meithr und Sat vma Siraßiurg a«/, ieUitnt tu 
iMcieHt daß Provianf nach Seh sicher vnd goHfl^ei geßkri leerien könne. u 

iMÜJmlil StiM, 

Wir Kar! von pols gnaden Romisclier keyser r.c nllen Zeiten raerer des 
reicbs und kuiiig ze Heheiiu einbilen dem atnmatimeisler, dem ineisler und dem 
rat der stal zu Strasburg, unscra und doz heiligen reicbs liben gelrewea, uuscr 
gnad und alles gut. Liben gelrewen. Wann wir ilsnnd umb dez landes not sc 
Sels ligen und fursten, grsTen, herren, stet, ritter, knecbt und ander erwerg 
16te zu uns und von uns le^^lichen rei'< ti. habra wir da heizzen rftffen oflVnlichen 
ein ofTenn vreyen markt, daz igder man kusl zu un^erre und der unseren notdurfl gen 
Sels sieher und zollrey füren mtigen und di da verln ibeii und verkaulfen. Dar 
umb uaneu und beizzen wir euch mit erensl, daz ir ze Slrazburg daz selbe tuet » 
ouch offenlich beraffen, also wer kost gen Sels Airel, das der sicher und auch ledig 
und vrey sey aller solle in der slat ze Strasburg, uff dem land und uff dem wasser, 
und daz da wider nymad gehindert werde. Geben r.n Sels au dem dynslang nach 
san<I !^>t r ihr! Paul tag« unserre reiche in deme neulzehen und des keysertums in 
dem ejuleflen jar. •> 

Sti-. St A. AA 77. or. ch. lit. pat. c. tig. in v. i'Hi; r 
Gedruckt bei Wender, coU. arch. Stil. — üuber reg. nr. US8. 

659- Bischof Johann [II] an meister und rat: bittet die sache zwischen dem 

probst und etlichen domherren von sancl Peter einer-, der Sblissin von Erstheim 
andrerseits bis zu seiner ankunft in Slias/.burg sieben zu lassen. «Datum Borre as 
feria quarla posl Pclri et Pauli aposluiorum.* [136ä—13(iS Juli X] Barr, 



Üigiiizeü by LiüOgle 



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1365 ' SSO 

660. Knrl IV an Straßhurrj : billef um Freilassung des WirirA JiuUer, daviit 
dieser sich vor dem Landtogt teraatworleit könne, iS6a Juli 3 SeU, 

Karl voD gots gnaden Römischer ketaer se allen czeilen merer des reidie und 

kunig ze Beheim. 

» Lieben gelruwen. Als wir uch kurczlich gebclen lian vor Wyrich Biiller, den 
ir ballet gefangen, daz ir denselben umb unser liebe ledig sagdet und licszel von 
seinem gdimgnisse, wann er sidi vor unserm lantfi^l in Elsas entschuldigen 
und r^nigen wü, vas ir uff yn habet se sprechen, dovon bieten und manen vir 
XKWX truwe mit ernst, daz ir den vorgenanien Wyrich BuUer seiner gefengnizz ledig 

to saget und uns doriinib mil diesem botlen uwern willen und antwort embiedel. 
Geben zu Selz an dem necbslen donreslag nacb sant Petors und Pauls lag, UDsir 
reiche in deme neuczendon und des keiscrlums in dem eylflen j;ir. 

[In Terso\ Dem meisier, dem rat und den bürgeren von Slrazburg, unseren und 
des heiligen reichs lieben getniwen. 

it Str St. A. AA 'S?, or. cft. A». cL e. «qr* *(• « «Vr. waO. 

HvJ)er reg. nr. 4189. 

6(1. SoUmeU e» Stnßiutf: üUet um NeehridU^ »b RUfe nStig ist. 

[136SJ .TuH ^ 

Den erwirdigen wisen dem niaislor und dem ral geniainlich lier slal ze Strasburg, 

to unseren sunderen guten früridpii, embielenl wir der scbullliaizz, der hurgennaisler 
und der ral ze Kolwil ünsern willigen dienst mil veslen früntlichcn irüwen ze allen 
siten beniit und was wir iemer wirdi und eren vermugent. Als ir üns n& nehste 
enbnttent mit Awerm hrief umb helffe gen der unredelicher geselleschail gen den 
Engellendera und wir üch do ze aniwrt gabcnl, daz wir nihl lozzent wAllint, wir 

» wßllint üch ellewic manigcn in ünscrre cosle zc helfle senden und sfliiken, dar zTi 
habenl ouch wir lius gerililel, do?, wir darzu mit gontzcm gülem willen herait sienl, 
und babenl ouch ünser schuUcn uz gerihlel, daz die aller ding gehhl sinl. Nü ist 
uns Ittifcomen, das ir mit der selben geaellesehaft ettewas über ain komen aent, das 
wir niht wiasent, ob das war ist oder niht. Dar umb so bitten wir Awer frAntlich 

w wizzehail mit ernst ilizsseclicb, daz ir uns aigenlich lazzenl wizzen mit üwerm brief 
bi disem holten, wie ez in allen sachen uuih üch und umb iiwer aidgnosscn und 
urab üwcr laut geii der selben gesellescliaft stände, und oh ir ünscrs dicnstes be- 
durflenl oder niht, oder ob wir unser schützen sulien lazzen hclibcn oder niht, oder 
wenne oder of weihen tag wir Adi die senden sAllent und was Awer wiQe und 

m mainunge dar umb Me und wie es in allen sachen umb Ach Stande; dar nmb laut 
Ans Awer anlwrl wider wizzen mil Awenn bricf bi disem botten. Das wdlent wir 
iemer umb Ach verdienen. Dalum processi Martiniani. 

Sbr. 8L A, Äk BI. at, A UL d. e. t^. in 9. iiyr. M. 

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sao 



1365 



662. ff od weil an Oöii Wilhelm: will 4em Kalter tmf itum MkAnw^ mit 
ialier Maehl g^em dU Engländer nuieke», [iMSnnOkJiMA»] 

Dem wi$en mtnoe hera G&Cxen Wyllehelmen se Slrazburg, AoseriD mindern 
g&teD fründe, embieten wir der schullheiss, der burgermaisler und der rll ae RftlwU 

ünsern willigen dienst mit frünllicken tniwen. Wissiiil daz wir t'tns mit änsereil • 
stln'uzen oller dinge gerihlcl liallcn und wollenl üch ze helfe komen sin, ol-^ wir 
ücb gesclirüif 11 hallent. Und do wir lui in-listo niirkliarl den Esselinger unsera 
crbcrn bullen zu ücli geseal halleu ze werben und luil dem rul ze Strasburg ze 
reden, lU Ach wol knnk iat, do gap ime der ammannwisler le enlwrt, Anser bcrrff 
der kayaer w6Ue Ans und ander siette manen üch und dem lande se helfe ; wax i« 
uns der enbutte, daz ftuch vir daz tetint und uns dar nach rihtiot. Dez hat Auch 
uns unser herre der kayscr gemant uns und ander sletle, und wissint, daz wir mit 
halber mahl unvcrzogenlich ziehen wellenl, und gclrnwenl, daz wir und mangelich 
ain Varl tägeol, die ücb und dem lande und der criälenbail Irostelich sie uud bel- 
felich. Wir bitten tacb Ach mit allem dem ernst« als wir Icmer mAgnnt, das ir Ans >* 
aigmlich verschribent nnd wisaen Inaaent, wie es in allen Sachen nmb Ach atanda 
und umb daz lanl gemaiolicb» und was die unredelich geselleschafl l&ge und was 
Sil icczo angrifTen und wa sü ligen oder wie sü ligen und wa daz volke lige von 
den oberen slellen ihhI landen nnd wa die zA ünserm herren dem kayscr und ouch 
zil üch komcn welkiit uder wie und ob ir üch ül vcrsebenl, ob die Engeulender w 
Ton der sache komen mAgint oder ob sA da bi bdiben mflsaint Und in allöi Sachen 
lant Ans aigenlich wissen, wie es gange ; das wellen wir in vil merran eschen iemer 
umb Ach vndioien. 

Ütr. SL A. tk.k 118. or. ch. lU cl. c. »ig. in v. impr. dd. 



663. N&rdlingen nn Straßiwy : wSnse^U der Siadt gegen die Engländer Glück » 
und Meil. [ims imn* JuU 4»} 

Unser willig underlenig dienst vorgeselst. Wirdigen herren. Uns ist kunt 
getan, wie die tyrannen, die man nemt geselsdisft verflttdites folk gen got, itleh 

und ewer stat bescbedigi, angriffe und gar Sere hekummer, des wir hofTen zü got. 
diis ;ilso nihl ze sin, iedoch wönschcn wir xmd bilten begirlich mit Iruwen den «0 
almehligen got, iüch ze geben slcrk, kraft und mahl von sinen gnauden, den selben 
lyrannen widerzcslcn und ir hilfe niderzelegen in gülem gelingen. Und bitten ouch 
ewer erberkeit gar vlisselidien, dss ir uns gerOchen knnt se tuen, wie es iflch 
mit in gange, nnd gelegenheit der geselscbefll, die ir wiaaen nnd ssgbem sien, des 
wir ewerm gclnkc, daz gol teglich merre, beaandcr girlich fr<5wde cnphahen m 
rougen und pelniwes niilliden haben in ewcrn n'jlen, die iuch gol wende und von 
sinen gnauden minner inuciie und genlzlich zerfiire. Scheppfer alier weide geh ewcrr 
fursililiger wissheil wol gelingen, gelük uud heil iti allen machen nach ewerr begirdc 
und nsch wdgevallen in gol. 



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1368 SM 

Bürgermeister und burger gemeinlicb des rauls der stal zu NordUngeo ewer 
nndeiteii^. 

[/« veno] Eltern und fursilitigea mannen amman, meister und den herren ge- 
mainlidi des rauls der alal in Strasilraig. 

Ar. 8t. A. Ak tL §r, dt. Vt. d. c $iff. i» V. imfir. M. 



664. Wirich BüUcr ein edclknecht schwört der sladt SLraszhurg urfehde «von der 
gefenckenisze und des angriiTes wegen, als mich die vurgenanlcn moislcr und rat 
angdOent und vieugeni, noch von alles des sdiaden und ooslen wegen, den idider 
adben gefenckeniase halp genomen und gefaebet habe, in velr bände das ge- 

M scheben und gewesen ist ane geverde, und verlröste öch bi dem vorgenanten mime 
eide vür Ciinlzen Hirleslal und Cönlzclin Gebürlin mine kuehle, die mit mir f^f- 
fangen wurdent, von der urfelite wegen, als sie öch bede gesworn und gelan hanl 
ze haltende gegen den vorgenanlen meister und rate ziü Slrazburg». £r siegelt. 
An dnn mten mendage naeh sant Ölrielies dagc des beiigen biaobofes 1965. 

II 199S J$M 7, 

Ar. A. J. 0. D. P. lad. Ifi8b «r. nt. e. «f. fCHd. 



[1995] 9 Mb 

Von uns dem keiaer. 

« Lieben getrawen. Wir senden den von Lyningen zu dem erczprisler, als ir 
wol wizzet. Mit dem sendet eyneu von nwenn rade. Dalum Sels die 8 julii reg- 
norum noslrorum etc. 

dominus imperator oommisU 
Rud. 

» [/« fl«r«e] Dm rate von Strasburg unsem lieben getruven. 

Ar. A. AA 77. or. «ft. W. dL e. fl^ «. ttajr. ML 
IMfr fi^ «r. 4t9L 



666. P/uilendorf «» StraÜbwg.- über die Gerüchte, daß Kaiser Karl die Eng- 
linder int Land »ieien noMe. [2999 JvM 9,J 

M Den erwirdigen wisen und beschaiden . . dem slellmaister und . . dem rat der 
- Blatt xe StrtssbuTg enbietent «ir . . der amman und . . der rat se Fbullendorff tos 
sdbwillig und underlftnig su allen dienslen. Üwer ere wissent, das Ans geseit ist, 

das unser berre der kayser ze Saltz syge mit den Engellendem und du ain brugg 
über Hin scblab und sü ze Swäbcn füren welle und vi! underr mär, der wir nit aller 
n vcrschriben kunnint. Davon bitten wir üch ilizzeclich, daz ir uns mit üwerm be- 
schlossenen hriefr die m&r eobietint und uns geniezzea lassint, daz wir o&ch dem 



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532 



1854-1865 



batligen rieh su gehftrinl und ich elto zit and in allen sadien ae üweren dunalen 
willig und gehorsam gern wftrini, «a ir des gerftchtint. Dalmn feria quarta anta 
featum sancte Margarethe vii^nis. 

8lr. St. A. AA IIH. or. mI>. iit. d. c. »ig. in r. im/r, dd. Jkrmaam Teü dm Brirftt 
durch einen Waaaetfiecken atari veneiteht. t> 

6(>7. Meister und Rat VOH Slraßt/tn-if t/tun kund, daß sie Arnold ron Certola 
sic/ieres Geleit zum Kaiser und ZHrHcK gegeben haben. j.w.n •htll J'i Strtuvtburg.^ 

Nos Joliannes diclus Mülheim magister et consules civitatis ArgeDtinensis notum 
facimus universis per prt'j^entes, quo«! nos uobili doniino doinino Arnoldo de Cervola 
ad cesarie niajcslatis preseDliam venieDdi cum cenlum lanceis et vigioU archeriis, » 
slandi cum domino nostro imperatore et redeundi ab eodem hao vioe bonum aalvum 
et aecttnim conductnm pronobis et nostris dedimua etdamns niehilominus per pfe> 
sentes« voleates ipsum dominum Arnoldutn cum personis ut premiltilur ac eunim 
equis, bonis el rebus inobilibiis el imniubilibus liac vice omnimoda securilale gaudere. 
In cujus rei testimonium sigilluin nuslre civitatis prelibale preseoUbus esl appensum. >» 
Dalum Ärgentinc 12 die mensis julii anno domini 1365. 

i!>'tr. üi, Jl AA 78. or. m^. c. »ig. pend. t^Stegd autgeritten.) 
Suibtr rtg. SeidUttuhmt «r. HL 

668. Oolnutt" M Straßkurgt frugt an Hier das OerMi» daß eOieha ffenan 
mU da» JBngl&adern verkandel», [iMS Jim xsj n 

Den Visen notfesleo und beadimden dem burgermeialer und dem rat le Strass- 
burg enlneten wir der scholthei», der raeister und der rat von Gelmer nnsem dienst. 
Wir tftnd Awerr wisbeit lieimlicli ze wissend, daz men Ans geseit bei, das aoUGh 
mcre in üwerr stal und Ach hie oben in dem lande IflOeüt, daz elwaz berren, die 
in disem lande sint, an die Engeilender elwaz werbenl. Und können wir nüt für » 
war dar umb ervarn und bitlent üch mit ernst, ist daz ir dar umb ül eupfunden 
hant od» enpfindent, das k tos das lasieni wissen. Als IMen vir Mi Aeb, be- 
enden vir tA f&r'vor, iemer durch ünseres dienstes viUen. Dalum sabbalo ante 
lüirgarethe Virginia. 

Str. tU.Ä,kkti.. ». d^VLActlgimif. imfr. 4A m 

669. Bischof Johann (IQ* an metster und rat: bittet Clausen HegeUn seinen 

biirgcr von Gegenbach ein unverzogen recbt von Hugcn Judenbreter thun SU vollen. 

«Datum Ortenberg dominica ante diem beale Marga reibe virginis.» 

[13S4—lS6a Juli 13] OrUsnöerff. 
8tr.Bt.A.kk im ar. 86. or. ck. Kf. cL c m «. ütfr. «wt. m 



< U„tn damdhm Datum tim sMcktauUndtr QdritHMtf da Jtfmm IL Sbmdort AA 

1402 nr. 93. cop. cli. coacv, 
• Natk dm «tttl> 



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670. Ä'arl IV an, SlraÜkarg : soll Brot und WeU für das Heer bereit kalleti. 

[1M8J MUJt Mb, 

Von ans dem keiser. 

Lidwu gclruwen. Wir bieten uch mil allem Üizze, duz ir bestellet zu Stras- 
% hmg, das man da Unt, boc&e imd brol und tvin da den nnsem beoeheideDlicli ver* 
keufe. Dalom Sds die 16 juUi regnorum nostrorum elc. 
[/» veno] Dem rate in Slnsboi^, nnaern lieben getrawen. 

Ar. A. J. A4 77 ar. ft. «r. cft. W. «L e. äff. in 9. imgr. deL 



10 671. Kalter Karl IV an BUchof Johann II ton ütraiil/urij . ladet ihn mit den 
SfüUeMen tur Beratung naek iSfh. jses J^uU 19 Sdbi, 

Von nna Am kejser. 

Libor neve und Amte. Dimm brief bau trir wol verstanden ; doramme las nit, 
du eil aihes morne titlidi lue nns su Sehe mit der siede zu Strasburg. FHburg und 

u Basel boten, als du uns gescbrebin host, so wollen wir bii uns verboten al dar 
uusern swager herczogen Ruprachlen deu allen und der stedo zu Mencze, Worinesze 
und Spire frunde, die nalie bii uns ligcn, und woln (Ion inil eyn ander zu rade 
werden, wez wir so grifBn, daz dem riebe uud dein laude zu El^uzeu erlicb und 
nncsUch sie. Od>en sn Sola an mitwochin nadi sante Margareten tage, unser 

w riebe in dem nunesebendan und des k^^rtums in dem eilflea Jare. 

[In wno] Dem erwertigen Jobanse Inaaoffe su Strasbuig, unsenn lieben neven 
und f&ralen. 

Str. 8t. A. AA 77 nr. 49. «r. cA. Ml d. e. $ig. im t. ^iqw. mut. 
GakmH M Waiker, eaU, ank 38». — JETnöer ny. «r. 419L Zeittehrift /, Geiek. d. 
m Obtrrk XXIU, 4S4. 

672. Straßbnrg an Freiburg: mahnt «m Bundtskilfe gegen die Engländer, 

tt»98 Jim »tQ 

Unsem snndam g&ten llrAnden dem meister und dem nte s5 FHbuig embielen 
vir Jobans Molabeim der mdaler und der rat von Strasburg unsern dienst. Wir 

» tAnt öch kuut, daz die b6se geselleschaft, den man sprichet die Engellender, an 
unserre vorslal gewesen sint und uns und unsern burgern groszen schaden und 
unlusl getan hanl mit brande, r5be, morde und andern bösen dingen. Und dar 
umbe so baut wir einbellekliche in unserm rate erkant uf unsere eyde, daz uns das 
selbe btee vdlk da mil unrebt tftnl und getän bant, nod das vir ücb dsr umbe billieb 

» msnen sAllent und m^gent. Und dar umbe so manenl vir 6cb nwers eydea und der 
verbüntnüsze, die ir and wir mitenander hant, wände Ach wir üch vormals dar umbe 
gemani baut, das ir una b& belfe kement unversögenlicbe und in alles beiten mil 



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831 



uwerm volke und lAlen tft ros und sft f&s und da mit ift niis siehmt nnd U uns 
blibeot unUe an die stunde, daz wir uns dez selben volkes und der geselleschafl 
erwerent und in widerstAnl. Und dar zfi l&nt, ahc wir ücb des wol getiuvenl. Und 
dirre manunge elo. Datum feria secunda posl Margarethe. 

Ar. A. ^ AA 81. Mjp. Mtl. epMV. • 

673. IIer:n(j Ri/precht der ältere an Straä^urg: Nachrichten 'nhcr den Auf- 
bruch gesell die Engländer. isßa JuU XI atatJemat*. 

Von uns liertsog Ruprecht dem dtem. 

Erbero wiseu lüde, der meislcr und die bürgere vom radc gemevnlichen der 
sisd sft Sirasatpnrg. Als ir von uns gescheiden aiut off diseu buligen dag. lazen m 
vir ouch «iszen« das unser bere der keyser uns empodlen hat, er welle morae, 
Mu. daz ist off sanl Marien Magdalenen dage zft Sdse offbrechen und sA . . Hagieno^r 

<Mi »s. ligen und au millewoch welle er offbrecben zQ Hagenowe und zwuschsn Slraszpui^ 

und Ilagenowe sich legen, da unser obeim der bisschof von Meulze, wir und die 
andern ouch dan sin wclleu mil godz hülfe. Geben zh veldc des monlagis für u 
[sancle] Marien Magdaleaeu zii Slackemalle oydea an Zutzenhusen anno C5. 

Str. St. A. AA m nr. 8. or. ch. lit. d. c. ing. m r. tmpr. - Dmth FMkUfMl lltelM^ 
tfaUgr, Reg. mr. 3571. Huber reg. Retchu. «r. 7^. 



674. Battil an Straßiiwf t «mü«/ «si Bmdnhüfe gtgtn iie Buflinim', 

ISeS Juli 22, u 

Unsern sundiTn gi'ilen früixlen dorn . . mpi>!lpr und dem . . rale von Strasburg 
einbielen wir OUemaii Schaler riller luirgi rnii tslcr mid der . . ral von Bnsel unsern 
dienst. Als ir uns vcrschnbeu haut, wie die böse geselleschall, dea man spricht 
die KigeUender. an Awer vwstat gewesen «entnnd Aoh nnd Avem bürgern groswo 
schaden und nnlusl mit brande, r&he, morde und sndem hAaen dingen getan babent, » 
nnd uns dar umbe gemanl haut* das wir üch so belflb komeot unverzogenlich und 
ane alles heilen mit unserm Volke und lülen ze rosze und ze fösze zft ücb ziehen 
und ftch bi üch beliben unlz an die stunde, das ir üch des selben volkes und ge- 
sclleschafll erwercnl und widerslanl, lasseul wir üch wissen, das nach der maauugc, 
so ir uns emales getan hattent, vir unser belffe sfi üch schidctent und bi Adi ge- „ 
hebt hant in der masse, das wir iruwent, das debdn bresle dar an si gesin. Nu 
ist die selbe bfiee gesellescfaafl vuu üch hör uf zt^ uns gezogt und schadigenl uns 
und unser bürgere berlich und gr6s>olich und sinl als nahe bi uns, das wir mit 
wissent, weHn s tnj^ps und wellier zil ^i für uns ziehenl. Da von wir üwer hilffe 
wol bedurllciU und nutdurllig sinl, wie wir iuen wider slandeol, und hant eiu- w 
beileklich in unserm . . rale erkenl uil'e den eil, dss uns die egenante geselleschaft 



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1865 



885 



und bflae vnSk tüa gar ttni«dii lAnl und getan bant, dai wir üch dar nmbe billidh 
manen aAlleut und mAgent. Und dar ambe ao aianeot wir Aöh üwera eidea und 

der verhüntnisze. so ir und wir mit eiuander hant, das ir una ae helffe koment 
fünlcrlich und une aücs rcrxiehen inil üwer ganfzer maclil ze rosze und ze ITlszc 
i und da milte zu uns ziciicnt und hi uns belihont unlz an dif» slunde, dos wir uns 
des selben volkes und der geseliescbaU erwerent und inen widerätanl. Wennc das 
besdiiobt und die geaatteaeliafte von uns geziebent, daa wir ir aidm* ain, so sint 
wir allewenl gdioraam gegen öeb ae tflnde von üwer manunge wegen, waa wir 
billich sAllent. Und dirre manunge ze urkAnde ao ist uoserre alMte Ingeaigd ae 
rügken f^flruckcl uf disen brief. Der geh^n worl des jores, do man zalle von golles 
gebürle drülzehen hundert seciilzig und fünf jar an sant Marien Magdalenen tag. 

Ar. A. iL AA 81 w. wib. ht. paL e. ttf. in «. impr. itL 

Otdruckt bfi SthiVfr. KOnigsh.'SOl. — Iirr,r<;t >,■; S\hr.ptlin, AI.'. ilijUtlfHr. — JIMcr 
reg. Beichtt. nr. 42St. — Erwähnt bei TroutUal 1 V, noie. 

u 675- Mms ao» (MiHnttei» a» SirtU^rg .■ ktii keiMn Teü «» 4^«» Angriff» 
ikrt» VHItn 0^m&»M lutd du «o» FUeUnstein, llMö «or Augtut t,J 

Wir Mene juncfrowe von Ohsenslein enbietenl den wisen und bescheindeu demme 
meister und demme rate zQ Slrazburg waz ich eren und g&tes mag. Als ir mir 
enboUoi baut von Ollomana mina valler wegen und dca Ton Flec&enalnn, do wiaaent 
m nmbe den angrif, den min vetter geton bei, das mir dax leii ial und idi dar umbe 

nül enwüsle noch nieman von minen wegen, und ouch min vetler vier dage vor 
und vier dage noch gen Richeshoven nül fnknm, unlz icli noch imme santte von 
unserrc arme lüle wegen, den er och daz ir geuouien iielle mit des von Flecken- 
stein lülen. Wenne ich es imme vor zA swein niolen gcbolscbeflet helle und er 

« midi nAt eren wdte« dar nmbe ao mAate ieb nocb imme aenden. Ala ir mir öcb 
enboiten bant» das er na nnd in vare aA Ridiedioven, do wiaaent, daa Ridieaboven 
▼on alter bar also gefriget und gelegen iat, dax iedarman mag us und in riten sinen 
pfenning zeren uf sin reht, also daz er nieman dar ns noch dar in schedige. Her 
umbe so bille ich uch flisziclichen, dez ir mir lielleiil min reht beheben, sit alles 

M daz ich habe uwer ist und uch mille gehörsam sol sin, wenne ir wellenl, und daz 
fldi gerne tA. Wiaaenl Acb, daz dea von Fleckenatdn lute ir vibe aAblent in unsem 
gnihlen. Do biea nnd gebot icb und min velter unsem ambabt tAten» wo aA ir 
vihe vAndent. daz men sü es z& slunt liesze wider nemen one gerihte. Und daz 
ziehe wir an her Erbe LAselin und ander erbcr li'itc, die es von uns liortenl. Wissent 

** och, daz ich nü zemole ein wening kräng bin, ich were anders selber her in kuinmen. 
Wollen! aber ir misselouben, als icb do vor geschriben han, so biUe ich uch, daz ir 
mir ein^ dag beadiaidenl, ao ^il ieb adber vur uob Irommen und wU mkih fArent* 
wurlen* das ir micb keine Abeln aibent. 

Str. st, Ä.Q. D. P. lad. 168 ar. 14. or. cA. M. d- c. sig. in v. mpr. dd. 



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1354— 1866 



S7€- SUehof Johann II an Jfeitier und Xat: ariietet tiek wr Vermiftlmig 
fwiieken Siraß6«rg mnd teinem Oktim Ottmann ton OeUenstein, 

[iamtj* Jmgmt 1 Anw 

JohsDoes epiaooims Argentineiisit. 

Lieben gelra««a. Uns ist fArknmmeD, das ir unaem mftnen Menen helfen » 

wclltnt uf unsern öhcitn Olleinau. Dn tntlonl wir uch, isl es also, daz ir daz uf 
zieücnt und iiwerc bolleii -m uns scliickenl gegen Zubern, iif welen lag ir wellenl 
in dirrc woclieii, und uns den laszenl zilliche vor wissen, so wellenl wir Am\ ege- 
□anten Oltemun uch besenüen uod üch niiU-inander rilitco, wie wir gelünl, wenne 
der selbe Olleman allewege getan bet, was uns und Aeh liep gewesen isl. Utrer m 
antwort lant ans wider wissen. Dalum Borre in die beati Petii ad ▼inenla. 

air.aLA.kk 1401 nr. 80. «r. cA. «t. d. e. «ir. Ai Mifr. nwt. 

677. Bischof JühauM, II an Meister und Hai: sendet Nnrkrlrhtm über die 
Bn^lSnder. [laeSJ August » Jiarr. 

Johannes episcopns Argenlinensis. u 

Lieben gelnnven. Wir lant uch wissen, daz uns gcslern bollescbafl kummen 
isl, daz die geselleächail iigc zu Porte. So isl hüte des bischoves hovemeisler von 
llelae flkr uns gevaren und hat uns emboUen, 6n der gesdleschaft ein teil sie sft 
Belbrt; obe das war si, das wisse wir nAl. Dis vericAnde wir Aeh; lant uns wissen, 
was ir s& rate sint worden und ob ir nnaer AI bedArfenl in keinen aaohen. Geben tt 
zA Borre an aanl Laurencien abent. 

Ar. BL Ä. AA 1408 m. U*. «r. tk. Vt A c, mg, in 9. imgr, M. 

€78. Bisßbof Johann [II]' an melster und rat: sendet seinen marschalk cvon 
etlicher slAize wegen swisc^en den von MAloheim und unserm Titatftm» mit mflnd» 
liehen auftrSgen und baglaabigt ihn. «Datum Borre sabbato proximo poat inven- m 
cionem sancti Stq>banni.> [195^1969 Augmf 9J Bttrr, 

Ar. a. X AA 1401 nr. 81. «r. dL Ut. er. e. «4^ m «. imfr. 

679. Johmtn IfeUman* «. «. eniwMden einen StttU tioiiaktm ian Sekmieitn 
und Orewqwm, ig^g Amgtut «. 

In der aussag undt ansprach, alss die tehmidi hatten an die grempen, dssisie w 
neAwer wercikh feyl heltendt unndt damit griflbndt in ihr handtwercbh unnd thaien 
ihnen damit nnredit, da veranlwortten sich die grempen und spiraohendt, sie hettendl 



1 IhUert nach nr. 68S. 
* Smek dem Siegd. 



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1865 



837 



nidilita nettwes übjI, dann dan sie umb die sdimidt kauffea unnd ihnen machlent 
timb ihren lohn. Nach ansfumeh anndt anlwOTlt zu den heeden adthen kamen «ie 

an mich Jobannes Heilmann, do ich zu nächst ein ammcister wnsz, dasz ich »e 
miteinander iiberlruge unnd erkaiile, wie sie* sich halten sollen zue boclcn srilhen ; 
k das wollen sie siele haben. Desz halben ich ralils genohmmen der allen aiiimeisler 
unnd anderer weyszen leülhe unndt spreche es auch zu recht, dasz die grempen zu 
kdner handt neüwe werckh aolieni fe;l haben noch verkaufen, sie noch ihr ge- 
«Ddte noch iemandt von ihrenlwegen, hdmlich noch öffentlich; wass ihn die 
schmiedt selber nikanffoo gehen oder ihnen niacliten umb ihren lohn, welcher bandt 

10 das ist, das mögen sie wohl feyl \r,i\irn niindl v, rk;iiifTcn. Halt aber ein grcmp 
anders fcyl, dann hie vorgescb rieben sluhl, iinudL wurdl damit hcgritlen, so soll er 
es l>eäzcrn, er mache es dann kundlichen, das/, er es umh einen scbmidl kaulll habe 
oder nmb die achmidt, die ihr recht unnd meinung haben. Es soll auch kein gremp 
kdn neQwe hefll machen von mefaem walde kl«n oder gross; ein alt hefll mag er 

* wohl schaden unndl heszem unndl ein comelle darein setzen oder stoszcn ohn alle 
gevehnle. Die schmidt sollen ihnen hefTl unndl scheiden machen unnd sollenl auch 
kein gcbotl über die grempen machen, dasz mann es ihnen nil Ihun solle. Die 
grempeu mOgen auch wohl neüwe scherdcnmcszer feyl haben unndl kein spitze 
messer, es weren dann basselmesser ohn alle gefehrde. Doch alsso das sie 

M ihnen keines adlent macben noch knechte haben heimlich noch offeotlidi, die die 
machtendl, noch auch kein frümb werckh machen, es seye alt oder neüw; ihnen 
selber mögen sie wohl alle werckli machen. Die grempen mögen auch wolil spiesz 
fcyl haben alt unndl neüw, die grempen sollent auch keiner handt neüwe gcscbuudlete 
feyl haben, es seye dann inn diszeni burgbanu oder inn der statt gemacht und kauilt 

» nmb die, die ihr recht unnd mdnunge habent, es seyen schlösse, blech, eckhesl, 
niste, hangisien, hechleo, dreyfösz, scbeeren, hämmer oder wie es genant ist oder 
ist, das neflw heiset. Wer der oder die seindt, die der vorgenanten sluckh oder 
articul einen hrecbendt, alszo dickh sie es lliillcn, der beszerl fiinü" Schilling; unnd 
was ein schmidt da belinden würdt, uh es geschehe, die beszerung soll fallen in ihr 

M gemeine büchsz, unndl sollen die geschwohrne under den schmidten Aber die stuckb, 
die sie autreito unndt gehören, als« vorgescbriben stoht, von ihres handverokha 
wegen darfiber hOeten nnndt richten bey dem eydt, den sie einem ammeisler ge> 
Ihan hahente. Gleicher weisz so sollent die grempenmeistw hüten, richten unnd 
rechtferligen die articul, die auch ihr handlwerckh angehören, unndt die stuckb, die 

» ihr handwerckh antrelTcndt : unndl wasz davon nUlel, da.sz soll alles gohn iuii ihr 
bücbsze. Wo die schmidt sehen oder befindeudl, dasz mann es nit hille, alss da 
TOfgeachriben steht, von ihres bandwerckhs wegen, dasz sollent unndt mögen sie den 
granpenmdatem fürbringen, unnd sollenl auch dann die grenipenmei^ter ein gericht 
machen unnd unverzogenlich richten und heszerunge nehmmen, alsz davor geschribcn 

«• stobt, bey dem ehegenanten ihrem eydt. Auch wo die grempen sehen oder befindcnl, 
(];isz mann die stuckh unndl articul nil hielte noch tbüle, alsz TorgeschribeD stobt, 
so sollen unndl mügeudl sie es der schmidle meister färbringen, uundt sollen die 



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538 



1364-1365 



ein gericlile mochen zu slundt unndl das richten unod rechtferligea anndt bester- 
uDgen inn ihre bttchssen nehmmen von dem, der des breche, gleicher weiss sin 

TOD den grempen ge<vchrichou stolit. Die grempen mOgcn auch wohl nagel feyl 
habent, wo sie die kauffendt. Die grempen soUenl auch kein gebott Ober die 
Schmidt inaclioii. s 

Undl dc-rcu dinge zu urkLunde so haben wür Johannes Ileilmann, Conradt 
Boppe, Alhrecht Schalg die ammeisler, Clausz Scfanider, Herman m Kirchgassc, 
Rulin Kremer, Oölse Wilhelm. Johannes Cbaroagd unndt Johannes Uuunollsheim 
UDSzere insigel an diszen brieff gehenckht. Der gehen wardl an dem sambstage 
vor unszcrer frauwen tage der gehen[cdcilrt.] in dem jubr, da mann sabll von goUes i« 
geburUe dreyzehen buuderl füniT und sechzig jähr. 

An A. J. SchmwJtwMift «f. th. täte. XVJL 

680. Bischof Johann [II] an mcistcr und rat : cAls ir uns embotten baut, daz wir 

süllenl heiszen vervellen in dem Brüschlal, daz wellen wir p'^rne Iftn und liant es 
unseim v5gtc von Girbadeu eroboUeo. Dalum Borre feria lercia posi <lirm Inati ^ 
Laureucii marliris.» (lüßH AuguH l^J Harr. 

Str. St. Ä. AA. 1402 ur. III. or. cA. Ut. d. c. hg. in v. tmpr. dd. 

681. Bischof .loliunii [II] an meisler und ral : billel «für dir; schützen, die ir ge- 
fangen hanl, üU mca una geseil hei, daz ir den gucdiciiche liiu wellenl durch 
UDsern willen. Und ist es das s6 Ach in deheinen weg enAmel hanl, das Ir das n 
dnreb unaem willen übersehen wellenl und sä des nnsem geniesien laaienl; da 
tflnt ir uns ein sänder fr&nlschad an, der wir üch billich danckcn wellenl mit cim 
sonimplichen oder eim merren. Und Ifuit licr zh als wir üch gelrüwenl. Dalum 
Borrcn feria lercia post diem beali Laurcnlii marliris*. [130JH Auguat JüJ Barr» 

Str. SLA, AA 1401 or. M> «r. ck. Iii. «L t. t^. m ». wi|ir. M, « 

f>Jt?, Bischof Johann [II] an meister und ral : hitlel Ilenselin zö dem Bc'imc ihren 
biirger zu veranlassen, dasz er den lag, der monlag zwischen ihm und mcislcr Bern- 
harle dem artzol auf der pfalz sein sollte, acht tage aufschlage, «wanne er bi unserm 
brftder ist zft SdiAneoke, der sin do bedarf imd in nf dise ii( Ton dannan nti wü 
lassen. Geben xft Borren an dem nehsten samstdage nach Laurencien lag.» ■» 

[1354-130.% AuguM MJ Bom 
Str. St. A. AA 1401 nr. id. or. ch. lit. d. e. hg. in «. imjjr. lau. 

683. Aarl IV an Straßburg.- wegen des Zolles tu Seh. 

IMS AMguat 90 Mtoefe. 
Karl von goU gnaden Römischer keiser so ollen caeiten merer des reiehs und « 

kunig ze Behcim. 

Lieben gelrewen. Allein daz sy. daz wir gen ew haben gercld, daz wir an ewren 



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laes 



S30 



willen lind «ort cbeinen tornos mer wAUen lauen nf hdien uf dem soU ze Sels» 
doch d&rlfen wir von redlicher sach wegen ze disen czeilen, dax wir noch einen 
lürnos da lazzcn uf liebon. Darmiib hileii wir euch ernsllicli, daz ir daz durch 
uDsern willen lazzel gut sin ze disen czeilen. Ot-heu ze Sultzpach an milwochen 
ft Tur saol Barlholomei tag, uoserre reich des ilömischeu in dem czwiulzigistem, des 
Bdieiinbobcn in dem neunbenden und des keisertuma in dem eiUlea jare. 

\In veno] Dem amamndsler, dem rate und den bufgern gemeinlich der stat ae 
StraqpuTg, unaern und dea heiligen reicha lieben gelnwen. 

Str. St. A. AA 77. or. ch. lit. cl c sig. iii v. impr. dd. 
M im Jmmv giit. bti Stnbd Ocac*. d. EU. II, 361 (tu Aug.!»). •> £M«r n^b nr. iMR. 

684. Judex curie Arg. nolum facit, civilalom Arg. elegisse Hugonem presbyfamm 
de sancto Ursicino ad cuslodiam allaris s. Marie sili in ecclesia Arp et illurn sacra- 
meulo se adalhxisse. Actum 10 kal. sept. a. d. 13C5. ilujus ioatrutnenti duo sunt. 

ISea Augtut »s* 

la Str. St. A, V. D. 0. Ud. 63 nr. i. or. mb. e. »ig. yend. 

683. Ottemauu ton Ockseiutein der junge schließt eine» Frieiett nsi der SUtit 
StraUurg^ dtr msi 6. — 14. Septemier wütm soü, iMS Svtumibtr 4» 

Idi Oltaman ▼<» (ttiaenalein der jange vergihe an diaem briefe, daa ich einen 
geintwen steten friden vür mich, alle mine fr&nde, diener und lielPere halte und Ach 

M hafion wil inil den erl)ern hescheiilfn (h^tn nn'isler, dem rate und den burgern ge- 
nieinliche der slal zü Strasburg, allen iren helfcrn und diiMicrn. der an g;ui sol au 
aamsdage n& z& nehste und sol weren unlze an den nchsteu suuueudag nach unserre stpt. «. 
firowen dage der jungem nft aft nehate und den selben annnendag allen In geverde. aiqA m. 
Ware ea 6di das in, iren bürgern, hdfem und dienern denbein adiade in dIaem 

ift friden geschehe von hern Berbtolt Stangen von B^mburg, Reiohart StrdtTcn von 
Laiideuibcrg und Fridericli /oüpr von Liningen, da so! ich min bestes zu lün, ob 
der schade widerkerl werden müge. Und dez zu einem Urkunde so habe ich min 
ingesigel ih. rucken uf disen brief gedruckel. Dalum fcria quinta ante nativilatem 
beate vii^^nia Marie anno domini 1365. 

10 Str. A. 0. U. P. lad. 196w or. m6. Ut pat. c. $ig. in 9. impr. dd. 

686. Siraßburg an Basel: mahnt um Buhdesliilß gegen die Engländer, 

Unaem aondem gAten frftnden dem . . meiater und dam . . rate aft fiaael em- 
bielen wir Helael Marckea der mttater und der . . rat von Strazburg unscrn dienst. 
15 Wir haot venramen, alae una geaeit ist vür die warfaeil, das das böse volke die 



> WU Hr. &0{ a. durt die MchUehen Abweichungen unter Et 



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540 t90& 

Engelleoder nahe Itgent an der Sieige'bi Zabers and aber neben wdlent in Elaas. 
Nft hant sie uns und unsern bürgern un l M\ «It m Innde grossen schaden geUin 

mit niordeiul*', rolic iiiid braiulo. Und ditr iiuiIpi' .su hiiut wir erkanl uf unsern eil, 
daz sie uns und unsern burgorii und och deui l-iiidt.' unrehl ^i-liin lianl, und daz 
wir ücU billicU dar umbe zu luaueude haul. Und dur umbc su maucMil wtr uch ■ 
uwers «des und der verbAntnüsse, die ir und vir mil enander banl» daa ir An 
allen vAraog tA uns zogenl >& rosse und zA fltsse, so ir beste mAgent, wände wir 
dei notdürftig sint, und uns gegen in gerälen und beholfen aint, alae unser ver- 
bünlnusse slat, unlze an die slundt\ daz wir uns gegen in erworcnt, und üch och 
bewarciit mit splse und küsU'ii, di^r ir bcilurfriii. l'nd dirrt* niauutigt' z5 Urkunde w 
ist unserre slclle iugcsigcl um diseu britl zu rucken gcdruckel, Dalum feria 
aexta posl decollationem saneti Johannis bapliste.' 

Str. St. A. AA öl. CO/«, mb. coaec. 

(>8i. Straßbur^ nn Bern . l/UUt um JJilfe gegen die Engländer. 

[JMS SegitMiher S,] u 
Den erbern besebeiden unsern gilklen frAnden dem . . schuUbeisa, dem . . burger- 
meister und dem . . rate aA Berne etnbieten wir Iletzel Marckes der mmaler und 

der . . rat von Strazburg uosern rrünllichen dienst und als g&l. Lieben fründe, wir 
küiidenl üch, daz die Engelleuder ligeul jeiisile nahe an d»>r Sleij^e bi Zabern und 
daz uns vür war geseit ist, daz sie aber in EUaz ziehen welleul. Und dar umbe so to 
bilent wir üch in allen truweo, daz ir uos und dein lande zt helfe koment mit 
uwerm volke sft ros und 2& Rka unvercAgenlicb und t& uns sft velde aiebenl und 
uns und dem lande bebolfen aint, daz wir uns ir erwerent; undkerent uwememate 
har zfi, also wir üch golruwcnl, durch daz daz lanl nil also t>erlich von in ver- 
derbe und undergange. IJwer enlwurte embictent uns wider. Datum feria aexta m 
ante nativilalctu I)eate virginis Marie. 

SU. St. A. AA »I. A»{f FergameM torgfäUig geidtritbm mit Jdnm SfkimU, ubtr 
tUme SUgelspureu. 

fMnuM M fidUUer, XSmgA. 687. 

688. Strai^urg a» wine Boten: hU sein» BiäffeHosse», dasu Mkbt$ und die m 
SeieAtefädte gegen, die Engländer gemahnt; ereneht den Herzog um Hüfe eaam- 
gthen, [IMS ae ge em Ur sp 

Wir Hclzel Mardcea der meister und der ml von Strasburg embielenl liern 

Jolians von Mühiheim und den andern unsern erbern hellen als Heb und gül. Wir 
tünl üch kunt, daz die Kngfllciidcr ii,:^rni jensite nohc an dor Sleigen bi Zabern, » 
und das uns vür war gcseil isl, daz sie in Elsaz wellcnl, und daz wir dar umbe 



1 Ebmkt etH ^fei'dUlemteiMfat Sekreten imfer jifei^m Ddlirm om Spet/er. top mb. cunkv. 

« Unter gleichem Datutn ■J:„!.'Ji ,;u die Bolen lu rti ■ nntzen Bocke und lu>iii Joh.iiiK Kiirna-rl , . . 
and dar nmbe lo h»at wir alle uuger eytgaouen oben und uiden (emant, «las sie gerüitet and gewuoet 



Üigiiizeü by LiOOgle 



1865 



541 



alle muere eytgDoazeit oben und niden gemanl hant, dn tie UDVwiAgenlidie s& 
uns «jgent ift ros und sft flb, so sie best mAgeul. Dar sft so hsnt wir die von 

Henlze und 8ch dez rycbs stelle in Elsaz gebeten, daz sie unverzAgenliche mit ircm 
Volke zÖ ros und zö fÖs ftch zft uns ziehent. Und dar umbe so billenl öch ir den 
' herlzogen umbe helfe, und daz er da mit dar zu tu durch dez landes willen, das es 
in erea blibe. Dalum feria sexta ante nativilalem bcale virgiois Marie. 

8lr 8t. A. Aä. 81. or. mb, Iii d. 

<Mhidtt M AMtor, ESm^ 8tt, - Ifalvr. S«f, «r. 411» mitir dm fitaOm Lahm 
inv 7 1 BMtd jrorab» mar n<cM 23», MMfcm J3W UeSä». 



i» €89. «» ^rtMHrg: ist hreit gefen die Engländer Hilfe zu stelle». 

[1.3(1,' nach Sri)temhpr S.J 

Erberen wisea lulen unseren bisAndero guten fr&nden . . dem mciäler und . . 
dem reite zu Slntburg enbieten «ir . . dt« bftrgermeislere und .-. der rait zu Ifeinlse 
ODseraD dienst mit allen Jravmi. Lieben fr&nde. Als ir und andere uwere erberen 

w boUen und fri^nde uns in uweren emstlichen brievea batenl* umb hdSe wieder die 
bose geselschafl der Engelender uch und dem gemeinen lande in Elsazzen zu tfinde, 
der selben und uwerr brieve anlwerleu wir uwerr wisheit, das wir umb uwcrr liebe 
und auch umb dez gemeynen lands noil zu helfle kommen und uns auch nach dem 
besten volke, die wir bii uns beben uiugeu, und wol erzugel stellen wollen. BiltM 

M wir uoh ersllichen und fmntlidien, das ir ans umb aUe sacken und wie die ge- 
legen aint Ton der geselsdiefte wegen den grünt der warbeit nnd wanne ir unserr 



■itzent and zft ans siehent, so wir w« nmb« b«]fe anrKffent. Und bant wir dez selben gel>«ten die von 
ZArioh, TOB Bmn, Lobwnie, der rycha statt« iu Eins «ad die von Montsa. IStaidartulbtt or. mt. 

» KK. cL — Naheru tbtr üe Lage der Dinge um ditte XtU erfahre» mr au» etium SSAmten, da» m 
Hagenau gerichtet war und ton äi'jscr Stadt Slrursbartj zur Kenntniunnfunr idifranndl icurde : Frumtnen 
nnd wisen. Dem meister nnd dem rate von Uogenowe enbüt ich . . . (der Nanu ist dick auigestrictun) 
ein edelkneht minen gewilligen dienest Ich Ifta ich wissen, daz die Britton sint in Weisterricb zft 
Molsperg nnd do umbe in ettewie nunigen Stetten nnd enist ir ndt m« ingeneta dtniM Vit t&nt 

•0 hundert glefen one gebAbe. Und bant sicher willen gcin Eilsas nnd wellent diien wtnter fnmo 
lande bliben so zft Weisterricfi uml kd in Elisas, si'i eMwcident ii;\niici bestritten und ns iK riuiic lande 
getriben. Ond der erzepriester ist geritten gegen Franckriche noch me volkes- Und dez warten die 
gesellen, die in Weisterriche sint, aA iMfini udart ingenote in me Innde, gelarftent sü es itm. Do 
bestellent üch nnd lant ea wisMB «nw fttea fr&nt nnd nochgeboren, das s& das ire ntaer wego 

SS dftnt an die stette, do tA ein tieher eint, wanne sA sicher hüben wellent in me lande so zft Eüsas so 
zft Wf'istcrrich disen winter, man wiilcitta in JnutR'. Und enwartent nüt anders, danne dez erzejirii sters, 
daz der kämme mit me Volkes, öch wissent, befinden ich üt andera. du dch niitae ist nnd gftl. daz 
Inn ich fieh nito lifc iriMeii, ao ich lemer beot kaa «ad nag. OA wU maa in widerstan oder sA 
vertriben, so were ez niemer so gftt ulzo ingcnote. e danne sä sich gesterkent und dewilo sd sich 

40 geteilt hant, wanne es sicher ist, daz sn disen winter 7.ü Tiitsclien landen blibeii. Und wellent ir &t 
zfi d:sen ilmi^en ilt\ii. do »'il ich gerne dftn mit botschcftcn und mit allen andern stucken, was ich 
dar zft ghtea getfta mag. Uch wiaseat, das ich nf disen aonnentag der Tdrgsngea iat waa uf eime tage, 
do dar aiaapriaitar id gegea «aa, dao ad rieharliahaa af dia Mstar «ollant aad daa atrieb ab« nad 
den Bjn wider nf. 0(^bi(>tent mir alle zit. Dttam faria aezita i^nt 8arba(g aata fisatam nativitatis 

«S beate llarie virgiois glunose anno G'i. (a»fUm^r 9.) 

Str. St. A. KK Sl. cop. cti. c&atv. 
(Mrutkl te* SehUltr, M6nig$h. »M. 



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648 



1886 



bdflb bedurfent nod ir aiioh nit langer geratea enmugmt,' mit diewm hoMta schribm 
wolnt. das wir uns dM bas dar naeh geriobten Iconnen nnd wir auch dar su genqr- 
gel sin. 

Str. £>t. A. AA fll. or. ch. Ut. ci. r. »ig. tu v. imi>r. mwi. 

OdAwcM M SUkOttr, KBmgA. 908. . • 

690. Formular su einem Briefe, i% velehem tick die Stadt Straßiwf gegen 

das Gi^nirht, ah hohe He den Ä'aisrr Karl IV des BinverHeimeni mit de» B%g~ 
läiulem beechuldigt^ termü^H eo/l. [1995 Emde /MI— JriMs g^pfcwilfli'J 

Wir die biiigermeislere und der rat der stat z& Slrasbui^ bekennen und t&ai 

kunl n. f ir, Venne der allerdurchlühtigste fürsle und berre her Karl Romisrhcr i« 
keyser ze allen ziten tncrer des riches und künig z& Beheim, unser lieber gnediger 
lierre, sich uiil anderu fürsleo, graveu, frjcu. edelu und stellen des riches gnedeo- 
licb, v]iflieeltcb and nüt «Ueo tniwen gearbejtet het, wie das die acbedelliAe geselle- 
sebafl, die von EDgeUanl und Ach enderswa geaamment was, in der der erlsprieater 
bc^blmun gewesen ist und die vor uns sfi Strasburg und ftcb vor* andern stellen » 
in Elsnz pewospn siut, mit sinre kcyserlichcn mahl vertriben wurde, nls uns daz 
und mengelicbem knnilig ist, weniie wir daz seihe mit liplichen Agen gesehen und 
genlzelich erfunden haben, do von were daz sache, daz man unserrc burger z& Stras- 
burg oder ieman anders dm egeoanten unsem gnedigen berren des beaehnldigei 
oder beredt bette, das^ er die egenante gesellesebaft in das [lant]« sA Elsas ge- h 
laden bette, der tfll ime nnreht und het dAI die warheil gescil. Wenne wir in den 
cgenanlen suchen sine gnade, sine truwe und sinen vlis wol und gentaelich erfunden 
habenl, als do vorgeschriben stat. Mit Urkunde dis brii'fes etc. 

Dirre vorgeschriben hrief sol ollon sin, wenne unser herre der keyser in seU>er 
bi ime belialten wil, nnd naeb des selben brii^ lata aSilent die andern stau. | ] „ 

Auf der andern. Stile de* Blattei.' 

Zh dem ersten sol nun schrillen dem IcAnige von Ungern, der do beiaset bar 

Ludewig, also : dem durchlüchtigem hochgehorn fürslen hem Ludewig kunig zü 
Ungern, unserm lieben gnedigen herren, enbielen wir der meister nnd der rat von 
Strasburg etc. Der brief sol ollen sin und z& rücken besigelt. « 
Item der sielten Wormsze, Meolze, Kölle, Basel 

item ZAridi item Halle ilem Swebeswerde 

Rolwil Anspn^ Constentie 

Eszclingcn Ulme Hafenspurg 

Rütelingea Nördelingen Rotenburg in Franoken. » 

Ar. SL A. O. D. P. lad. 48/1» B 49. fim; 4. «om c». 



c) Vorl. SM. 



< Tkr Entwurf i$t woM Au FwmHar, da$ wm Bi$chof Jdkmm mf YereaSatmmg da XoAwr» 
rfem J^^^.■ Ziujf-ytrlH ironleii Mf f.71' >]r. 701). Er gehört demnach vor 13C5 Sej.t^ 13 (ToJesta,/ dtf «o 
ätitdu^»). Du atraßburgtr haUn detn jrln«Hiien da Jiüdmf» tunädut meU getotU/ahrt (ixrgl. Hr. 701J. 



Üigiiizeü by UOOgle 



1853-1368 



691. Bischof Johann II erläßt Verordauu^eu bezüglich des Trägem^ (Ur Tonsvr, 
der J^ßbekleiduHff u. a. m. ii3S3—13gs.] 

Johannes dei gralia episcopus Argenlineosis universis et singulis prelatis. cano- 
nicis aliisque clericis civitalis et dyocesis itoslre Argenlineosis. cujuscumquc urdi- 
nie fnerini» eeiani ordinis aooUlalus, dmiiiiiodo gandere voluerint privilegio elericati, 
flalttlem io domina Licet etter alia derioalis hooestaa jure teslanle io Umrara el Co- 
rona congruentibus exislat, nonnuIH lamen ex nobis circa observationes hujusmodi 
tonsure el corone congruenciuin se exibcnl ncglicntcs, immo (|iiod Severins est 
ipsis pcnilus nun ulunUir ncc baclenus ulcbanlur, quod nun soluiu est saens canoni- 

M bus inimicum, 8«d eciam periculoM lakoa scaodalizat, sicul experiencia docuil alque 
doeelp OOS vcdmla peiwoIoMm hojasmodi iie|^eiieiam nipplere, prout noalri officii 
ddnlnin ezigit el requiritt ^ el qaemlibet yeslrum horlamar in domioo el pa- 
terna suadela monemus, ul quivis veslnim a foslo penlecosles proximc vcnturo in- 
anlea secundum majus et minus juxla sui stattis el ordinis prerogativas hujusmodi 

I» lousura et corona utalur sub pcna excommuuicacioDis late sentencie. quam exlunc 
ut exDunc in biis scriplis ferimis in rebelies, qua eciam senleniia excommunicacio- 
nis qaemlibet vestram leneri el aslringi Tolamiis, qui a dieto ftslo inantea poiia- 
veril oaligaa omoino raliei, viridis oroceique ooloris. Volumus eoiam et mandantos sab 
pena, de qua premittiiar, ut nuUus sacerdolum nobis subjeclonim a Teslo beati Jo* 4vmtu, 

n bannis baptisle proxime venluro inanlea prebendam nliquam officiare presumnl, nisi 
hujusmodi jirelseiula de bonis, redditibus seu provenlibus perpeluis dolula fueril el 
super hujusmodi salione publicum inalrumenlum sigillo curie noslre habenl com- 
mositum, injungeotes omnibus . . . 

Am dem Melker Codex 7*'. Eine epätere Hand hat an den Hand geschrieben deficiunt bio 
u 4ao Mi«. 



t9t. Msrbgrsf Rndolf von Baden an meislar und ral xn Strssdiurg : «Uns ist 
flkrltommen« daz unsir mome die Weckerinne unsDr armen liite in dem Riete angrifTen 
habe und angrife an beten und stüren und andern dinsten swerlich und hohir, dan 
gewonlich sii gewest bilz her, und übir ir Lrife sage.» Bittet mit ihr zu reden. Meint 
M sie recht zu haben, so will er seinen rat auf einen gelegenen lag schicken. «Dalum 
Baden feria seennda posl festitm Micbeelis». [1995 OeUbtr €J na^M Ifgasw, 

Str. St. A. nr. 61. or. ck. Iii. cL e. »ig. in v. impr. 

€93. Hnbardos didos in Altsri miles senesoallas dncalns Lnoembui^nsis a Jo- 
m banne de Mulnheim magislro ac consulibus civitatis Arg. pctit, ut ducentos florenos, 
quos Fridericus de Gherollzecke armiger a Thielmanno de Remiche extor?erat, resli- 
luanl. «Quod si secus fecerilis iie iriircmini, si contra vestros palrialos procedamus». 
Dalum in Luccmburg 11 die inensis oclobris. [ISßSJ Octobtr XI Lwcetubutif, 

Str. St. JL ÄA. 1191, or. eh. Ut, e. tig, in 9. impr. M. 



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1366 



$94. JHe SMt Stnßkwt iitM Pofst Urk» V, ikr JoUiuut w» Oekttn- 
ttei» «der Bgw ton Kiiurff alt JH^kof tu güen. lats Oet&Ber aj» 

Dem allerbeiligslen in Crislo valer und herren faemn Urbano von dar gAUi- 
ehea TAraihltkeil der heiligen kirchen sA Borne und aller kirehen Aberslem Uschof. 
Uwer andchligcD Johans Vün Hoshrim der mcisler, der ral imd die gemeinde der ' 

stelle zö Sirazburg cnbiclenl (l.-inuligo wirdikcil mil ganlzem hertzen und neigunge 
uwerrc heiligen (usse. Heiliger valler und crwirdiger herre. Die heiligen veler 
lerenl von der wirdiger heiiikeil, daz billich zCi geiäUicher wirdikeil die siul zii 
vArdenode, die in bre^en mägent vor gesin und die in nAlie sini und die lAbdldi 
gesAgoftsse hant «erlidis und erbers lebendes und es die also oflbienl, mit den sie w 
-wandelenl. Unde wände rniwt-lich dez zwölften dages des monats aeplembris ' unser 
guter liirlc der bischof, daz wir gruslicli heswert sinl, vervam ist und sinen geist 
sinem schcpfcr widergelien liet, und von siuem dode wir und die slift und tich daz 
bistümc genUliche beswerl sint und dar umbe künllich breslen lidenl in geisUichen 
und in wdtlidien sacken und siner ftcb* mangelt in vdtliohen aaohen, die uns i* 
rftrenl, der er uns half ein achirmer sQ sinde und aller mdat gegen daa volk der 
Engellcnder, die daz bial&m und unser gegen gröalicb geachadigel hant in me- 
nigerley wise, daz kume mag widerkomen, [ez] sie dnnne von der stifte daz ir uns 
gebeul einen zö einem bischof von den zweien personen mit nnnten liem Johans von 
Ohsensleio den dechan oder hern Kjzen von Habsburg, den grai'en von Kiburg, dez m 
lanigrafen aun voa Bürgünden [de.sj ussem laute, einen tÄmdienen und duirbi- 
acboffe der aelben atifl, von der einem wir, die stifl und das bistftme m6gent wider 
beschirmet werden, dez wir Iruwenl, von der Engclleuder wegen, den ir uns geul 
z& einem bischofTe und nil von einem [andern] und mügenl ueh in peisilichen und 
in welllichen sachon wol versehen werden. Und dar umbe so iiileiil wir uwere hei- » 
likeil vleheklicb, daz ir uns eine peraone von den vorgcnanlen zweien |)eräunen zü 
einem bischof gerAchenl und ueh wirdigent zft gebende von [tmwejUeher heiliger 
miltekeit wegen. Uwer heilikeit gesunl und fr&Uch behalt der atmeblige got in 
merunge aller selikeit. Geben s& Strasburg nnder unserre stetle ingesigel ge* - 
tmekel in disen brief dez hinderslen dages des monats octobris. ae 

Ar. a. A AA llOOk «f. (iMd.) m». nun. <M J W ieU Mw'l mkt M k Uigt , 

695. Straßburf mahnt FreHmrg und Basel gegen, die Engländer. 

JMS jrowmW 9» 

Communitali Friburgensi cl Bobilieuäi. 

Und tünl üch kunt, daz uns Iber]** Arnolt der erlzpricster der bt^tman ...««• 
hftpUAte, wie die genant sinl, der geselleachsA, die msn nennet die Engellender, 

•) So für jitlrifktna : and une gerablikeil. h'/ t, 3 BucktUU» imkurlitk, c) S — 40 Wortt 



1 Knrh ihr Ornhfrhrift in (Jrr Johnnpf'o-npdk »tarh der Bilchof MHO I88ft UÜMU llUftMlllfia 
(ikpt. JJ.j. Krauts, Kumt und AlUrtuM m Elsaß-Lothringen I, 487. 49 



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idd6 



und öch die selbe geäclleschaft uns und unscni burgern grossen schaden liatil ge- 
tän mit brande, nome und mordende wider gol und alles rebl, alse leider wol scliiu- 
ber ist, und hanl dar tiiDbe erkanl uf onsern eil einhellekliehe in uoserm rale, das 
sie uns und ansem Imre^ dar an iinrefat gtlln baut, und das wir Ach billieh 

5 dar uinbe manen süllent und mügent. Und dar umbe so manent wir Ach nwers 
eides und der verbünlnüsse, die ir und wir inil cnander hanl, dnz ir uns uf sie ge- 
raten und beholfen sinl und ir Übe und ir gut angritient und öch 'm uns zugent, 
80 ir beste mägeni, mil uwerre bereitschefl, so ez uns noldürflig von iren wegen 
wArda und Aoh das von uns gebolsdieflet wirt unls an die stunde, das wir uns ir 

M erwerenl. Und dirre mannnge etc. Datum dominica ante Martini anno 05. 

Ar. 8L, Ä. AA 1789. cme «ft. nuammengehefut mit der Makntimg gtf^ üe vm FaUmi* 
Acte. Air Ji4tm§ durch dAmuU tmd Wai$efßedte» eum Tiü tmUtaUeh. 



696. Straßburg mahnt die «o» Frnlmrg und Basel Jehannea nnd Lude- 
•M» von WaitettAeim, laes jr^wmber O* 

** Also sinl die von Basel und Friburg getuanl sub una forma. 

Und tftnt üch kunt, daz Julintis von Waltenheim und Ludemon sin brüder uns 
und unsere l)urger groslichc luitii^el hanl mil geveiigmisze, l)rüiule und mit 
Domc. Dar zu so isl einre, den mau nennet Slopfes. der krieget uns und unser slal 
wider rdil nnd beaeheidenbeit, und mAasent ain in voriiten sin &n schulde. Und 

M hanl erkanl uf unsern eyl einhellelclidie in unaemi rale, das uns die vorgenanten 
persona und unsern bürgern unrehl iQnt und geliln bant und das wir Ach billieh 
dar umbe manen .süüenl und mügenl. Und dar umbe so manent wir üch nwers 
pydt's und der verbüntmisze, die ir und wir mit enonder hanl, daz ir uns uf die 
vorgenanleu pcrsone, alle ir diener und bclfer und uf alle die, die sie oder ir den- 

«» belnen entbaltent. busent oder bofent oder die das getftn haut, gerftten und beholfen 
aint uf alle ir lip und gAt untae an die stunde, das wir nnd die unaem von in 
unklageber werdenl. Und dirre manunge etc. Dalum die dominica ante Hartini 
episcopi anno 65. 

Or.aLAAk im. «oae. «A. 



697. Abt Hennemann von Moyenmmiiier an Straßburg: üher dir Englmdet 
nichts Neues; Naehriehi Hier den Mersef wn Lothringen und den ErzMschof von 
Trier. [i:iGS.J » 

Viris providis ac boncslis magislro ac consulibus Argcnlineiisis civilalis . . Ili-niifl- 
mannus dei providencia abbas" Mediani monaslcrii servicium suuiu cum omni dilec- 
lione preparalum. PredilecU domini mei. Noverilis me %'eslraä lillcras hac feria se- 



1 13e5 Od. 38 verbündeU $idt H«rsog Johaxm von Lothringai mit der Stadt Trier gt§»n äm 



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546 



1365 



conda ouper elapaa recepiase, 8up«T qnihus qtie queritis, videlicet de Brilonibus, nulla 

ccria nova od prescns po^sum vobis" Ininsmitlere. Taraeu de dotnino meo duce 
Lolhoriiigie. proul cercius o pliirihus domiiiis iiiois (idt üter iiiquisivi, verum micLi 
relaliim est, quud diclus dux duminus tneus super duuiinum urchiepiäcopum Treve* 
rensem didlur desscedisse el quaddam vfllam diclain Sallebourg propc Monlem ctanim ■ 
accepisse el in dtcta villa iuleresse. Srientea, prediiccti domini m«, si aliqua nova 
possurn percipere, cicius quam polero vobis per me vel fide dignum transmillcre 
curabo. Procipito michi in omnibus lanquam fideli subdilo veslro. Valele in domino 
per Icmpora longiora. 

Str. SLA. Ak tl. or. mfr. Ut. d. e. 01 ■Mf-r. JUL 

698. Cfinrat von Borcnvels rillcr liürgcruu islcr und der ral von Basel an . . 
lueisicr und . . ral vou SlruzLurg : Auf das Straszburgcr schreiben, dasz der edel berre 
her Tbieball berre xe NAwenburg wegvn der stAsse mit den Baslem gern vor den 
hersog von östericb, die flInfiKhn des landfriedcns oder vor den rat von Strasibarg 
kommen wolle, antworten sie, wenn der genannte nm all die sachen, die er nut 
lierrn Heinrich Grafen von Müiiliiilig;irl licrren ze Mi'insfaetim ihrem hürger und ihnen 
habe, vor die Slrasxburger kommen wolle, so seien auch sie bereit zu erscheinen. 

f For 

gtr. St. A, kk 1190. «r. UL d. c ai§ äi •> A^pr. 

6lf9. Heinrietts comes U ontisbiligardi a civibvs Baailienaibns petil, ut conaulca 
dvitalia Arg. flagitenl, nt ipsi a serviloribus ducis Bavarie liberationem qnonindam 

ilrt* iUorum burgensium Uontiabiligardi postnlent. Datum in Monlebiligardo pene- 
4m 99. ultima julü mensis die. /ForlMtfJ* 

Btt.aLA.kk ins. er. cft. Kl. d. e. ^p. Ai «. irngf. 

700. Olle herrc zu Ohsenslein an meisler und ral : «Ich losse üch wissen, daz M 
uiine vordem von aller her, min brfider selige und öch ich das reht hant gehebet, 
wenne das bisl&m von Strasburg osture atunl, das men uns Mullesheim die slal, die 
irietse inne hant, Mulzbichc, Berse und Girhaden in unser hant gap und in anl- 
wurle von dem capillcl bilze an oin einmüligen hischof in fögel<'s wis. mid sinl öoh 
allewppi- bilze her die rehtcn l'ugele gewesen, und isl dijz kunüich. Dar umb so 
billc ich uwer erberkeil uiil ganlzein ernesle, daz ir mich an der fögclige ungeirrel 



I HeinriA «M Mi^mt^igBrA Mf hin mß. Oowui «m Arnwcb tmUert MwMm 1SS5 mä JMS 

(c. J4 mal)- 

$ WthnduiiiUA im /«dir 199S fdiSrifi tgL nr. 67». 



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1965-1886 



547 



lossenl und mich do bi losscnl bliben, aise da/, öcli von minec altfordern bilze her 
an mich kuimneo ist. Ich gelruwe dem dürnherrea wol, das sii nucli Id minen reli- 
ten lossent bliben, und du ir mir dar sft gelmwelicb bebolfen und geraten sollenl 

sin, sid su daz andern lutea in semelicher mosse gclon und gegunnel bant, daz 6ch 
ich iemer desle hall wil tAfi, was ich «eis, das &ck Uep isU Uwer aolwurte lotit 
mich wider wissen.» [tMö^p 

atr.SLJLkk tut. 9r.^m.d.t,tt§.im9. impr. idL 

701. Sittlkof LamfTwii «O» Speyer an Straßburg: der Kaiser führe Klage 
wgen tm^redkUr s§gt% üb» »hOmtr BtaeJMiiffmtffe» htzMglieh der EnfUMw, 
«ew^M der Pfahlbürger wid tnfge» ewe* neuen BreuedueUe; er iaie detiaH eine» 
Tag muA JilUmierg wfeeeiei. (JUne] Junmmr B r^m^ 

Wir Lamprecht vod gots gnadeo bisohoff su Spirs eabieten den erbem be- 
scheiden Avisen dem burgermeister und dem rat der slal zu Slrazburg unsern frünt* 
liehen priiz. Liehen bfsnn lcrn rniiid. Wir laut üch wissen, daz unser herre der kcyser, 

u alz wir von i:n veniociien und geliurel halum, von urh claget, daz ir im und dem 
rieh unrecht lünd, und wie ir in furgcbcnt, daz mit sim willen und rat die £nge- 
lisdi gesallsehafl in das land gen £l8ass Icomeu werenl. Und das also gericht und 
bereit ward von nuserm harren dem bisehoff von Strasburg seligen, dem da got 
genad, das ir sultcnd verschriben mit üwern lirieftMi berren und stellen,' den da 

to unser herre der kevser hiez scliribcn, daz die rede nil war und gelogen wer. Und 
daz helt an üoli geforderl der erwirdig her Dietrich zu den zilen hischolT zu Wormz 
UD bischotr zu Metz' von uusera herrcn dez keysers wegen, und daz enist nit ge- 
aebehen. Och liwiael naaer herre der keyser, das ir pfalbnrger haUent «Ider des 
richs und der cnrfQnleD gemein gesebt und gebot. Und durch das die von Hagnow 

ts ir pfalbiirger, die sy von unser» hcrren doz kt-vscrs und der curfiirsten gemein ge- 
holt gelaszen betten ellwelLin;;, nntl sy die wider wollen liaben eiipfangen, do ir sy 
nil wollenl lassen, do hanl ir die selhmi von Ilagnow, die dez riclis sind, ln'scssen, 
gebranl und gescbedgel anc"dez richs gericht. Och meinet unser herre der kciser, 
das ir im und dem rieh daran unrecht Iftnd, das ir einen n&wen soll uffdieBr&seh 

M gemacht haut und den in uwer atat gesogen, das da nieman aftlle noch mftge gelon 
d^n ein Römischer kunig oder kcyser; und meinet och unser herre der keyser die 
TOrgeachriben slQke se bandeln and uss se tragen mit rat der cnrAirslen, ander 



» -1S66 IVfi. JedenfaÜB nicht vor IMO, ia dar Amitkllir der ürk. Hi dakm immer dmt Jkmmt OUemmm 
führte; tffL Ltkmannn 11, 15. 

* Jkm Ibnmdar diMM Bri0i weiikBirftm imi Städte^ m dktrfttcmdt werdneM, A» nr. 990, 
» In T(Vm < ist Bischof DietriA «ocft JIL /hV JSCff wKAmMof, ob Keektf mm Miete ereeMei 

er 3. Ikc. ViC6. Gatut »er. tp. 



Üigiiizeü by LiOOgle 



548 



laee 



Airsten, graven, herren uod sielten des riehs su Narenberg» waDU die vorgeoanten 

»• fursIcD und herren uff den sunnetag so man siiigel Oculi in der vaslen gen Nuren- 
berg kamen siillenl. Und dar umb so han wir ui-h diz verschriben, dnz ir iiiil uwer 
fründ Till (Inz undcrstand, wi«- ir in unscrs herren doz keysers Indden und gnaden 
blibent, wanu cz uns gar leid wer, daz ir in kein niüge kernen sollend. Und be- * 
d&rrend ir unser in keinen weg dar so, so vissent» das wir 6ch getr&lichen nach 
nnser roftgent wellenl helfen und dienen, das ir in unaers herren des keyaera huldea 
und gnade belibent. Wissent o<-h, daz unser lierre hersog Ruprecht von Beyern 
der eher zu Praj; ist bi nnserrn lierren dem keyscr und hat alle VOIgeschriben 
sluke gebort. Geben zu Prag an dem zwelflen tag etc. *• 

Sir. St. A. AA 81. or. ch Iii. «L 1^ i» V. impr, dd. 

Gtdrud* bei SOOter, Käia^ 89S. — Hilter nf. Bmitt. «r. 4i9. 



702. EnUrurf ei/ies Sc/ireii/ois. in dem die Üladl Ütraßburg das Geri'-rht, der 
Ktmer habe die Engländer ins Land gebracht» fir tine fiügeke Setchuldigung er- 
kläri. [1996 Anfang] u 

Wir die meister uthI fler ruf di r stad 7.n Straszburg den und den elc. Lieben 
frund, wir luzeu uch wissen umbe soliciie rede, als vorkommen isl dem allerdurch- 
luchligisten furstcn und berren elc, daz wir gesprochen sollen habin und davon 
geredt, das er die lüde, die man nennet die bose geselleschall, in das land solle 
habin bracht. Des apreoben wir und tnn uch kunt und virantwerlen des Ata vor- sa 
genanlen unsem herren den keyser. Wers das unser bnrger odir yman andirs daz 
gcredl odir gesprochen helle von dem egenanlen «nscrm herren, daz yrae der unrecht 
gelan hal, wan wir ny anders an yme Funden habin, dan daz er uns und dem laude 
zu iroste und zu helfe kommen was und quam und sieb gnedeclicb darzu irzogete. 
Und entschuldigen des denselbin unsem herren mit disem offen briefe. * 

£<r. St. A. AA 81. conc. ch. nocA Mandtehrift, Sprache und Ortitogrt^fhie rncAl i» der 

SlnMmrffir Kandei «t d i im i d M, vM. «m Sitdttf Lampnehi terrtuimd. 
Geiruekl M TTdudbr, ilugNW. ie «tibNfy. 87. (*eeiievt»i 



70:5. Jolinns von Rosbeim der meisler und der ral von Slrazburg besliiligen dem 
spilal zwei alle rulsbricle.' An s. Agnes duge 13<36. lSß0 Jattuar 21, ao 

Str. Am^ A. I lad. i fate. 1. or. mb. e. aif. pend. 

•} 7ert. leknUt nrd. 



> CR nr. M vnd //, nr. 938> 



Üigiiizeü by LiOOgle 



18M 



704. lieiiu-k/i ton Sachsen, Verweser des Kistum Straßburg, teilt mit, daß er 
«1/ OruMd ehut SehrHieiu des Oarimah ChtUlermtu die A^^HuiM to» *. Stephn 
M» Urem /Sekwmrt keuu Sinßhayerüute» uteikr w iAr Khster M«/lm$uAme>h dit- 
pentieri habe. im9 «numor 99, 

s Hdnricus de Saxonia canonictta eoelesle Banliensis, vioariui aoeiesie Argenli- 
neoflia in spiritnalibua generalis a venerabilibus dominis . . prepoaito, decaoo et capi- 
tulo ejuadem ecciesie, sede paslore vacante, specialiler depulatua, univerais preHentes 

lilleras insppcUiris in Christo Jhesu viiiiMiluin carilalis. Lilleras reverendissinii in 
Chrislo patris et dornini doraini üuilienni miseracione divina lituli sjincli L;nircnoii in 

10 Luciua presbyleri sancle Romane ecciesie cardioalis domiui noslri pape priinarii sanas 
et inlegras, non vioiataa, non oanodlataa ac ipstua domini oardiaalis sigUlo, quo pro 
Inno nlebalur, pendenli a^^illataa, ul in prima fade apparebat, nobts pw veoerabileni 
dominam domlnam Brigidam de Landesberg abbaliasam eodeaie sancti Stephan! Argen- 
linensis presenlalas cum ea qua decuil reverencia recepimus sub hac forma: [Folgt 

11 iir. 560]. Quibus quidem litteris noliis ut premiltilur prcsenlatis et per nos receplis, 
prefala domina abbalissa nobis humililer supplicavil, qualenus jiiramealum per ipsam 
prestilam in hujusmodi juxta (enorem prescriptaram liUeranim relazare miserioorditer 
dignaiemur. Nos igitur de Terilate premisRorani et de juramenti prestili tenore illicilo 
anf&denter informati hujusmodi juramenlnm (emerarie prestUom repulantes, ipaam 

M dominam abbatissam ab hujusmodi excessu auctorilate nobis in hac parte commissa 
duximns absolvendam et in dei nomine prediclum jiiramentum eideia relaxarites absül- 
vimus per presenles, injuuclaque aihi pro teuieritale jurandi pcnitenlia salulari. In cujus 
rd lesümoDium digUlum vicarialus noütri dusimus appendendum. Actum et dalum 
anno domini 1366, 7 Icalendaa febroarii. 

I» Ar. Bu, Ä. H 2eX). or. mb. e. mg. pend. 



705. 'Atbtitti» md XtgtUel ee» «. Sl^han trefe% BeeUmwumgen Her die 
AMfiMktM neuer MUgHeder. [Ketdt 139t Jatmar MJ 

Wir Bryde von Landeaberg von golz gnaden eptisaen and daa cappitel gemdn- 
fidien des vddidien doalers der stifte sft sant Sl^ban In der stal i fi Strasibarg 

m gdegen Straasburger bjstflms t&nt kunt meogelichem mit disem briefc, das wir mit 
wolbedachlem mftle. rchler wissende, zilelicher vorbelralilunge und öch umbe nülze 
und notdürfte willen unser unde unsers closlcrs und künftigen schaden da mit z& 
versehende, der uns und unsertoe dosier uferslan möhle, were es obc wir dise 
ordenunge nüt mahtent und u&altent, darumbc so habent wir die eptissin und das 

» cappiltel gemdnlieben des voigenanten unsers dostera, wände wir ouch cappittel 
dammbe gebebet baut, willeldicbai und einbdliUidi under einander in dem sdben 
uDsenne cappitlel in cappillels wisc ufgesctzel, gcordent und gemabl und sclzent ouch 
uf und ordent und machent ouch mit crafte diz gcgenwertif^t^n briotes : das wir 
sammenlhaft noch besunder noch unser nachkommen in dem selb«u uuserme closter 



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560 



1866 



nicman zh keinrc Ih&mfrowen erwelen, cmplialien noch uemiuen söllent noch en- 
weUent sfi deheiore pfrftnden in unser dosier, sie sU danue vor und e ledig worden, 
wände das under ans in dem selben unserme dosier ödi also bar kommen und ge- 
hallen ist. Unde weltie wir also erwdent, emirfkhenl unde iu unser dosler zu einre 
pfrfinden lasseiil komon, und tlic von uns der opdssin oder einre e])lissen, die danne » 
zft zilen cjdissiu isl, conlirmierl wirl, die sol uns um] unserme closli r gülc Wer- 
burgen und uiilächuldener gebeu und seUeu, sdis persunen, die in der ätul zu 
SUraaibui^ und dem lande da umbe aebsshaft unde wonende aint, damit wir und un- 
ser cappiltel ein b^nAgen baut ane alle geverde. Und aftllenl aidi oucb die selben adis 
personen unversdieidenlichen vür sich und alle ir erben rehle weren und mit- w 
schuldcuere setzen gegen unsz, unscrnK- closier und unsem nachkonien und sich ver- 
binden und verspreclieu, werc es saclie, das wir oder unser nachkoniinen lu dem 
selben unserme dosier oder unser oder unters cloülers gitlere der selben pfriündea 
erwalunge, empfengnäsie und oonfinnacio halb, oder in wellidien w^ es were, nAtsit 
axgenommen, von aollieber vorgeschriben pfr&nden wegen yemer geacbftd^, au- u 
gelanget, angespruclien oder bekämbert würdeol vor bebeslen, keysern, künigen, 
l)!srliAf.Mi n !i'r andern fürslen, Herren, geislliclien oder weltlichen gerihlen oder rihlem 
oder au wellichen enden oder stellen das werc, von wemme oder waz jwrsonen daz 
beschehe, das sie danne die seltje pfrAnde alle zite bauthabcu und sie an allen stellen 
verslan, verantwtirten und sdürmen söllent ane unsero, unsers dosters und unserre m 
nachkommen kosten und schaden, und söllent oueh uns und unsem nachkommeD 
und unser closter alle zitc vor schaden hüten ane geverde. Were es aber das wür 
dar ulier satninenlhofle oder hesunder oder unser naehkommen in dem seihen unserme 
closter oder unser oiler uusers closlers gulerc der empfcugnüsze, waluug, pfrüudea 
und coDfirinacio halb zü dehetuem kosten oder schaden ketnent. von wemme, was m 
personen oder in welliehen weg das were, also Vorbescheiden ist, es wen» mit gerikle 
oder ane gerihle nülsit us genommen in dbeinen weg ane geverde, da s&llent die 
selben milschuldenere oder irc erlicn uns, unsern nachkommen tind unserme dosier 
den söllirlsen kosten und sciiaden iillcn ufrihlen und hezalen f;eiilzlichen und gar in 
abte lugen den nehsten nach dem, so sie von uns oder unsem nachkommen darumbe ao 
geinaut werdenl oder ez an sie gefordert würl ; oder solleut sich aber die selben mit» 
achuldenere alle mit iren selbes liben oder ieglicber eynen knehte mit ejme pferde 
an sine atat, der mit sin selbes Übe n&t leyslen wolle, in den vorgenanten ahle tagen 
anlwürlen und l^en gein Straszburg in die slat in eins oflen würtes hns, das 
ynen von uns danne benanl würl, und sAllent also dar ynne hlihen und leisten und » 
rehte giselschall hallen und niemer da von gelassen, sii babenl danne vor und e 
uns, uusern nachkommen und uaserme dosier ufgerihlel und bezalt gentdiöhen und 
gar allen kosten und schaden, den wir und unser ctosler genommen oder gditlen 
hettent, als Vorbescheiden ist ane geverde. Unde wenne ein monatde vArkeme nach 
der manungc, sie leislenl oder ni'il, das dujine wir und unsere nachkommen in dem «o 
selben unserme closier und alle unsere und unters closters helll'ere die selben mil- 
schuldenere alle suinntenlhall oder besunder und Ire gulerc oder ire erben und der 

t'«W. welUiclwii, 



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1905-1908 6M 

g&lere uod ir und irre erben l&te und der eellieD l&te gfliere ligende und verende an 
eilen sielten mil geietiiehem oder «eltlidiem gerihte oder ene gerihte mttlenl ane 
grilTen und pfendeo, und sfillenl sie doch alle nüt desto minre leisten tinlzo uf die 
zile, (las uns und unserme dosier volletan würt von nlleiii kosten und scliiidcn, den 

» wiir und unser dosier f^i iininmen oder gelitten lietlenl, also Vorbescheiden ist, oder 
der des angriQ'endcs und ptendendes halp uferslande würde, in wcllicben weg das 
«ere, und genUUi^ien nnaotiadehäfl und nnclagebaft gemäht werdent aoe allerslahte 
geverde. Und umb aUen vorgenanteo kosten und schaden unser und unserre nach- 
kommen in dem selben unserinc dosier cinFalligen werten z& gl^>l>cnden sei sin, ane 

X» cide und andere geziigniszc z& tünde, ane alle geverdr. Unde söllenl sich oudi dar uf 
die selben milschuldenere unverscheidcnlicheu vür sich und nlh" irn erben begeben und 
Terzihea aller der helfe, friheil und schirme, so ienian erdenckcn künde oder m61ite, 
damit sie sich wider die vorgeschriben dinge bebelfen oder bescliinnen mdhtent, 
es vere mit gerihte oder ane gerihte nütsit usgenommen in dheinen «eg sne ge- 
verde. Und sftUenl fich dieselben niilsdiuldcnerc s(jlliche sli'icke, büulnüsze und 
arlickel, olse vorgeschriben stat, vür sich und alle ire erben unverseheideiilichen 
verjehcn und globen in eime guten versij^elten instruinfuto und brief und ir icplti-}>.er 
sweren liplichcn an den heiligen, sie siele unde vesle m iiallende und zu volitlürcnde, 
und sich aller verschriben dinge rehte achnldenere und weren setsen gegen uns 

» und unserme doeter und nnseni nachkommen in dem selben unserme doster ane 
•Ilerslahie geverde. Und aol ddi nieinan sünderbar under nna der epti^sin und dem 
cappiltel und unsern nachkommen in dem vor^enanten unserme closter solithes 
kosten und schaden, den wir oder unser elnsler also nemmeiit oder liltent, also 
Vorbescheiden ist, nioman varn lassen noch schouckeu ane wissende, willen und ge- 

m helle unser der eptiasin und des cappittels gemeinlichen des voi^enanten unsers 
dofliers ane alle geverde. Unde wellent 4cb wir die epUssin und das cappilid ge- 
mcinliche in dem vorgenanteo unserme dosier bi gftlen tmwen, das dise ordenAnge 
und die vorgescliriljLn dinge von uns und allen unsern nachkommen in dem vor 
genanten unserme dosier getruwelich und vesleklich gehalten werdenl ane alle argen 

w lisle und geverde. Unde warl dise ordenunge und die vorgeschriben dinge io unserme 
cappiltel einbeUekticben in cappittels wise u%esetzel, geordent und gemäht an dem 
nehslen. 

Ar. Sa. Ä. H 86S0. cBf, eft. cvmm. 

706. Enlvyurf eines ßihtdnisses der Städte Afaim, Slraßbur/j, Won/is narl 
a» Speger ml dem Hermg Ruprecht, [laes AprU ll~136€ rebruar 23,]^ 

. . . liehen der sletde Meinlze, Slraszburg, Wormezze und Spiro verjehenl' . . . 
seheat oder hArent lesen» das wir mil wol vorbedahteo m&te d&rch . . . uns und die 

•) Di* sa»t( Ldngf des Blallts hrrai Uf tU St«rk, rf. t ant' jrdtr ZtiU titlleirlit 16 — U Buckslaitm 
Aatl«, aigtriue». Dit Ltekt der trilen tecis ZtiUit ttt nack mm c. 10— tS Bucktlaben großtr. 



■ Dau(r der Wonnsrr lieiduaekt, m^üt fM im(m (8. 558, U Jf^ fettgimUlt Ammimdb*-' 
ttimmumg nmr baiehen kaim. 



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niiteni lip und gAt vor unrebler gewalt und kri^go die bu . . . und Terbinden an 
dnem bnefo und hant globel eine gemeine helfe sA ... als hernacli gescbriben siel. 
Und 80l die helfe und verbüntiiisse ielze angcn von dem . . . der nehst kummel über 
vier i'are, die nelisl narlieuander koincnl, zum crsWu . . . und vesliclichen lioliolfen 
soUenl sin ane allerlcy hiiuiernissc und verzog sunder alle argclisle wie . . . iUt uns i 
schädiget, leidiget oder lelzel an übe oder an gfit mil raube» mit brande, mil gefcng 
... das geschehen mag. Ouch ist l>eretd, das wir herlsoge Rnpreeht Torgenant aollent 
helfen sft dirre Terbftnt . . . fünfzig gieren nf unser vertust, koste und schaden, und hanl 
oticli {Tlol>el und glühen nii tliscin briefe . . . unsere fünfzig gleven sollenl senden 7.i\ irren 
nolcn anc verzog, wanne und wie dickt' sie dtiz . . . einen, welicher der ist. dez ntit tage lo 
vor ermaacQt ane geverde. Du wider sollen wir die vurgcnanten . . . helfen zu dirre helle 
und volnintnima mit namen die von Heinlse mil viertxig gleven . . . von Wörmes mit 
fbnf und svenUig gleven und die von Spire mit fünf und swenlsig . . . und schaden 
ane verzog, wanne und wie dicke uns der vor^enunte Allste her (zöge Ruprecht oder 
. . . vor cnbiclent ane alle peverde. Ouch han wir herlzoge Ruprecht vorgcnant globel n 
und globcn an . . . iin'^crn nniptlulen, die wir ielzunt hant und hernach gowinnent. 
bestellen sollen und wuiien daz . . . ligcu umhe den Rin iegwedersile fünf inilen 
weges von oben an zu SftUse bi Gauwilre den Rin . . . belfern und dienern gehorsam 
soUent sin und in die sdben unsere sletde und vesten ftffen . . . allen iren nfiten und 
kriegen ane Widerrede und ane geverde. Und in demselben sile iegweder site . . . m 
vorgenanlen stete dem pgeiifiiiliti fi'rslt'n (liciifii mil nnserre vorgenanten liclfe und 
nil fftrbaz, wir dun ez danne gerne . . . giilcn Iriiwen und glol)en an di;!em liriefe, 
daz wir dem vorgenanten furslen und sincn dienern sollcul ülTen . . . hehelfeu zu 
nlleii ainen kriegen, die in selbe anganl, siwder wider die obegenanten uzgenomen 
personen . . . uns* iegwederaile ieman achadigete mit brande, ronbe, name oder mil « 
andern dingen in . . . dig der selben zile gesessen und beliuset were, ufden Undnf 
die soUent wir enander gelruwelich . , . liclier wisc, als ol) er in den vorgenanlen 
ziln und dem kreise gesessen were ane geverde. Kz ist ouch zwu . . . steidi-n hereld 
welher ral under uns den slelden und den, die von uusern dcz herlzogen wegen . . . 
diget und unrebl gelan habe und dar umbe die andern manettt umbe helfe, das w 
dammbe die . . . rÄtverUgen darumbe aollent. Was krieges ouch in disen sih, die 
wile dirre bunt weret . . . uns besuuder angienge, dar s& aollent wir iiadi disen vor» 
genanten zilen enander heholfen sin nnize . . . verrihtel und gesönel wirl ane alle 
geverde. Ouch ist berekl in dirre liell'e und verhuntnisse . . . ytzit z& schaffennc oder 
zü sprechende hetdenl oder gewinnent an die vorgenanlen sletde suuder oder samenl b» 
. . . ne rilen an die alat, an die sie alao sft schaffiMide oder s& sprechende hant, und 
sollent dar umbe . . . und wider entwurle spredient uf den eii das reht rii, doeh alao 
ohe die selben unaere dienere ... die vorgenanten Steide, ire bmgere oder dienere 
angriffent ane gerihte, daz sie daz selbe sollent . . . entwurte kein gcriht dar umbe 
verhöre als vorgcschriben siel, und sollent daz dftn in vierlzehen . . . daz sie danne 40 
ylschit zö sprechende hcldenl an die vorgenanlen Steide beide oder eine oder me, so 
. . . [wijdcredc in vierlzehen tagen ane ffiirzog. Und werez daz unsere dienere nit 

•) MtHltf ftslrickm icflira. 



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1366 



SS3 



videcdeteDl ab do ... sie beboUbn sio, «anae ale uns dar umbe emanent ane allen 
f&nog und gareide. Wen . . . od«r dienere die seh sprecliende heldent oder gevinnent 
an den egenanten furslen hertzogc Ruprocht sincn . . . anspräche und Widerrede 
nemmen. wnz fün^ uz dez selben herlzo^'f llnprcclil nil, die wir . . . relil dar umbe 

* sii. Und die sell)en funfe, die wir danne luimeiit, die sol der seihe herlzog . . . henl nnc 
furzog. Doch also obe unsere dienere oder bürgere angrilTeut une gerihlc den vor- 
gcoanten . . . widerkeren in vierladien tagen iedem manne nach anspräche and widere 
rede . . . geadiriben atet. Wanne oudi widerkeret wirt, als voi^esehriben stet, so aol 
man in danne relil . . . Ware ooch das unsere bürgere und dienere nit widcredct« i i , ;.1<; 

10 vorgeschribcn stet, so sollen wir . . . dar umbe ermanel ane furzo<^ und gcverdo, docli 
mit solichen fTirworlen und underscheide . . . Mcinlzc von Slniszlturfr und von Spire 
der slal uml burgern von Woruiezze, die wile sie in . . . begriffen sinl, von dirre ver- 
b&ntnisse wegen nihi adraldig sollen L ain m helfenne, wir dftn . . . also doch das 
UDB den voigenanten atetden wner alte verbnntnisae, die wir vmr mitenander baut 

» . . . daran nit letzen noch krenken in dehcin wise ane geverde. Oudl han wir 
herlzope Hnprecht . . . Slraszburf^, Wonnz und Spirc nf beide parle uzgenomen und 
nemmen uz in dirre verbüriliDsse . . . und sunderlingcn han wir herlzog Ruprecht 
vorgenant uzgenomen in dirre verbiantnisse herlzugen Huprecht . . . stete suuder- 
Ungen uzgenomen unser ieglicbe iren bisobof und stifl uod dar sft den edeln herren 

» . . . icgwedersite von dis verbuntniase wegen wider die vorgeschrihen uagenomen 
personell enander . . . hdfe Dodh mit enthellnisse ane geverde, ez were danne da/ 
der vorgenanten ii7^pnomen personen . . . hat, der stnl sollonl wir hertzoge Ruproclil 
und die andern Steide behülfen sin wider den uzpenonKii . . . euer uf den eil, daz in 
unrebt geschehen sii" uz** iren bischof und iren stift und die Steide Basil, I'^riburg, 

» Priaacb und Mowemburg . . . niaae mit in haben und machen mogent in alle die 
wise, als sie tmwent ... sin ane gererde, und sol ouch im in den bftnden, die sie 
also mit yn machent ... de sin noch die seihen bunde in keinen weg letsen od» 
krenken in deheine . . . 

Ar. A iU 0. ü. P. lad. 44149 B. 4b. teite. A. 

M i07. Meister und Jtat von Slraßburg mahnen Konrad von Lichtenberg u. a. 
§lt MrfM die SekM in unteriaun BiUhofi Jokmm II ohuiraye». 

1M9 MOr» 11. 

Dem edeln herren bern Cöi r U von Liehlenberg. jungherre Heinrich von Ge« 
roltzecke von Lare, Bcnlzcn von Snollingen und Roblin dem vogle einbielcn wir 
K Johans Zorn der Lappe der meisler und der . . rat von Slrazburp uiiscrn dienst. 
Alse ir wol wiszent umbe die schulde, die unser berre bischof Johans selige uns 
und unsere stat schuldig btiben ist, da vdr ir ond Ach ander mitschaldener und 

■) Alf rnarh «her itr XtiU WMt md in itr ft^richt» wir (ttkuMiit ooch dar itat vm Siim- 
burg, <lax lia . . . mit nit itat BinI, FVibnrg md Brlneh «id weh vdt ndira harran 

M und stetden, do ex sie n&tzlicli . . . dia« unser liftntnisse nil Ic'.zi'n lujch krenken ane eile 

gev«rde. b) Dm WtiUn Ul com torkcrgektHtka Ue^lricAeaen dank letrt» Raum gtlftaul. 

70 



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654 



1366 



bürgen sitil, doch 80 ist uns der M^de en teile vergolten und stet uns noch ein 
idle usze unTeigolten. Da manent w Ach uwers eydes, den ir dar umbe getin 

hsnl, das ir schaflent, daz tins die schulde gcntzlicli bezall werde in den nehslen 
ahl dagen, so üch dirre niHnebrief gt'*>g<*l wirl, oder uns aber dar nach in den neh- 
slen ahte dagen Icislent bi uwerin eiile, alsc ir üch an dem briefe verhtuulen liant, s 
den wir über üch liaot. Dalum fcria quarla proxima posl douiiuicam Ucali sub 
anno domini 1366. 

Str Sf. A. AA UnO. cop. mh. cwicr 

Uimuuk gtdruekt in der ZeUtchr. für Goch. d. Uberrh. XXI, 393. 



708. Uagenav, an Strüßburg : bittet die Reiehsleute in gewissen Dörfern wegen i* 
itr Sekvtwng gegen die Engländer nieit tu Mästigen. [1996 rpr Mär» SS.J 

Den erbern bescheiden dem raeislcr und dem nile zü Strasbnrp: fnlMflfii wir 
der meisler und der* ralc von ilagcnowe unsem dienst. Uns haiU gekuudel dcd 
liehe» Inle von Kinttvilre, Bitachofea, Uberache, ZAtiendorf und Schafhuaen, das ir 
86 habent gebeissen angriffien und oueh angriffen sint von der sehatsange wegen m 

wider die Engellender, das nna aer umbillich het, wan ir an uwerm bfiche, dazvon 
der selben schatzunge wegen gemäht und zcirlif-nl ist, wol sdiprit, d;iz die selben 
d(!prfer dem rieh und uns zugesribcn sinl. l ud dar uiniif liitk' wir uwer b^jsclieiden- 
hcil, daz ir die selben ddrfcr lidig und los sagcnt, ^euier durch unsern diensl, wan 
die adben dftrfier uns die selbe sdiatsunge vor langen siten geben baut. Uw«r eni- » 
würt anbieten uns wider. 

Str. St. A. AA til. or. mb. Ut. d. c. aig. in c. imfr. id. 



709. HegtiM» m Straßburg .■ der Landvogt Aat den Heteisilösieru und D6r- 
f§r% Beistemvr wr ScMtwng wttenagf, (1999 vor Mär» 19,J 

Den erbern bescheiden dem meisler und dem ralc zu Strasburg cnbiclen wir •» 
der meisler und der rat von llagcnowe unsern dienst. Wir iant ucb wissen von 
der aehatsungc wegen, die una bevolhen ist sft aammende von der glefen wegen, das 
unser herre der lanlfout cUSstem und dftrfern» die under dem rieh gdegen aint, ver- 

bollen het, daz sü uns nüt geben sullenl, daz uf sü geleit ist. Dis verkünde wir 
uch bar umbe, dnz ir wissen snüfMit, daz uns nieman nüt gil. So sprechonl euch die »o 
von Scise, daz sü mit vorworicn und bedinge in den lantfrideu kummen siat, also 
daz sü kein geil geben suUent. 

Sir. 8t. A. Ak 81. «r* mb. Ut. d. e. a^, üt v. iagtr. deL 

•) Vcrt. im. 



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Idee 



555 



711. Symund «mi Lükteniaf iAtU luni, daß wf dem Tagt ton Sekleltstait 
fferren und SUitt im Mlteß einer Sehaitwif w^en iiereinffekommen nud. 

1300 3Mrx IS. 

Künl si allen den, die disen brief auschenl oder hörenl lesen, doz ich Sy- 
» mund herre Liehtemberg anders uül cnweis und mich anders nüt verslande, 
wenn« dai uf dem läge, der do tMs s& Sletalat, «orenl der erwirdige min berra 
von lIArbedi. die edeln Welther und Herman herren von der Dicke von des cepiU 
tele and der slyfl wegen von Slraszburg, der veste ritter her JohftttS von Vcstem- 
berg nnderlanlvögl iu Eylsasz, und heltenl die von Slraszburg und des ryches stelle 
>» in Kylsasz ouch ir erberu bullen do. Und komenl überein einlielleclicbc vun der 
schalzünge wegen, die mau in daz lanl legen solle, in der moszen als hie nachgu- 
•ebrilten etat : das ist ift wissende, das min herre von 11 ftrbach spraeh fibr sidi und 
die sinen ; Wather und Hennen von der Dicke sprachent tia das oajnUd und die 
siyfl, die pfafheil und die z& der slifl gehArent; der von Simszbuig hotten spra- 
«» chenl fiir sich und alle ir burger und mit naminen für hern Ha uoman von Liehlem- 
berg, hern Ollen von Ohsscnsli in und die herren von Hnpullslcine ; die bolten von 
des riches stellen sprachent für sich und ir burger und geiubleul ouch gemeinlich 
einander sft helfende wider alle die, die do sehssent in dem b^flb, als berat wart, 
und nAt vrollenl gdicnam sin der selben sdiatsAnge, s6 dar umbe an aft griSbnde. 
Und ginge fich kein koste oder schaden der uf, den soltcnt die selben gellen. Und 
des zG Urkunde ban ich min ingesigel uf disen brief gelnicket. Der geben wnrl nn 
dem sunneulage zö balbfaslen, so men singel in der hcilgen kirchen Lelare, in dem 
jare do man zalte von golz gebürle drüzehenhünderl sehszig und sebsz jare. 

&r. 8t. Ä. kk 81. or.<k.e,$ig. tmU. impr. dtL 
m MmeH M AMtor. SM/dt. m LMg RA, TU, 38. SagfOltt. OB. IT, 

711. GroßhaM von Roshtim an den Ammanmfister Conrad }fßnfr: sendet 
XacJtrichlcn übfr die Aisickten des Kaisers, unter anderm über feindliehe gfjen 
Sli-aßijitrg geplante Maßref/eh. [1906 etwa Mitte Miirz]^ i'rag. 

Dem crbcrii frommen muntic hern Cünrat Muller ammanmcisler zu ülrazburg en- 
M büt ich Groshans von Rosheim miaea diensl. Wizsent, daz der keiser sol zCL Wiene sin 
uf sant Jecigen dag. Dar sol kämmen «Ue herren und lantfögele, die die hArtzogeu Afra tx. 
von dalerrieh hant. und sünt dem keiser sweren, gant die swene hArlsogen ahe one 
libes erben, so sol alle ir lant deskeiserssin. Von Wiene wil der keiser gen Ungern 
und wil sime süne des küniges von Ungern bröder tholer geben. Dar noch, so gat 
» die mere gemeinlich, .so wil er die von Slrazburg kriegen mit lelichen kriegen und 
mit der ahle und wii siicn herreo der von Slrazburg lip und gCit erlöbeo und ge- 
bieten an sA grifltode, sA rihten sich dsn mit ime. Dar umh so duhte mich gAt, 
das ir Ach fürantwirten, e dan man üch f&rsdiriben hat. Wissent daz vU sielte von 



> JedenfaUt muß diaer Brief vor nr. 716 (Märt 29) (u%ge9etst «Nnim, do mek tlktm WortUmt 
*» StrtMurt «och ktkm Vtr hmibu iga i mit dm Kaiur ei^lfiut hat. 



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596 1866 

uDsern berreo von Straibarg gcclagenl hant von lies ungeltes vegen. Das bdMt 
der keiaer gar hohe uf. Dar sft ich gAt bin» so gebieten tber mich. Lieber hene, 

ich liil ücU durch minen ewigeu dienst, wil mich ietnan schedigen an mime doffle 
zu Bledeiisheiin, (hiz ir dar zu min bestes Ifinl, nls icli üch getniwp, unde uoder- 
windenl i'ich miiis brietTt's, den i'u li iiiiiii' mm wcr h-iit wiseiidt", den mir der keiser * 
dise Varl Lal geben. Wizücul, duz ez mir wol gul iu miaen sacbeo ; dü mit püege 
uwer got. Geben sfi Proge. 

Slr. St. A. AA 78. or. ch. Ut. cl. t. »ig. in c. impr. del. 
BtAer ng. UWeitof. «r. 434. 

712. NodauStJobans und Barkart von Swandeggritter an meialer und ral: «Als " 

ir t&Qs cmbotcn hant umb die missctal, so Jftkli Ansers brftder sciligea suo getan bet, 
daz cz uns leid ist, und bitten üch fliskliclien und ernstlichen, daz ir daz verkiesenl 
durch unser bell willen, waii wir wol vcrnftmen hnhen, daz er von b6ser geselle- 
schatl dar zü komen isl. Wir su^t^'Q ücli sicher für uns und ander ünser fründ umb 
die vanknüsl und umb den angrilf, so an J&klin bescheheo isl, und getrAwmi das is 
üwer bescbeidenbeit wol, das üch des von Ans ben&ge». Sie wegdn. 1966 an 
dem nftsten sinstag nach aant Gregorien tag. 19M Märm ir* 

Str. 8t. Ä, IT. IlftSL ar.mb.e.3 ng pend., {Hdrub 1 M. 

713. Bischof Lamprecht ton, Speyer a* StraOhti^: hat in AHmier^ di« Straß' 
iitryer Boten uieif ffeinjfit»; falls sie eint Soteekaft tn den JTttieer tenden eilten, u 
teraprieht er UntersHUtung. Meldet Verkeinttaig tufeier Tffekter dee Kaieers. 

[1S66 Mflt-z 19] rrag. 

Wir Lamprecht von pols gnaden hiselioff zu Spire enbielen den crbcrn be- 
scheiden wisen dem meister und dem rat der älal zu Strasburg uusern gr&s und 
was wir frOnlacbaft und gftts vermögen. Lieben frünt. Wir laut Üch wissen, das » 
lun u. wir an dem sunetag su mitlelvasten frft komen gen Nurenberg von Avian ; do ws> 
rent uwer hotten widerkerl beim an dem sampstag da vor* und heUcnd wir sy da 
fotiden, daz wer uns lieb gewesen, und heltend in och gern geraten und geholfen 
iu flwer saclien, alz verr alz wir möchten. Und wer ez daz ir ze rat würdeul, daz 
ir üwern botschafl wultcnd tüu zu unserm herrcn dem keiser, daz laot uns so 
wissen, so wellen wir si mit unsern gftten frftnden, abt verre als wir mugen. fllrdem 
und baut Och ettwas mit unserm berren dem keiser da von gerett. Ooh lan wir 
üch wissen, das marggrnve Oll von Brandenburg u(T disen lag hett genomen su der 
ee die hcrczogin von üslcrrich, «nsers herrcn dez keisers lochtcr, und herczog Al- 
brecht von Osterrich hell genomen och zu der ee unsers vorgenanlen herren dez M 
keisers tochlcr die jungem. Gebeu zu Prag am durnstag nach ' unser frowen lag. 

Ar. fit. X AA 140». or, eh. Ut. A e. m 9. ünpr. id. 



Ea niiß heißen vor, da der Brief am UoduetUtage »elber foehri^eu iM. 



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1366 



557 



714. Karl IV fordert raeistcr und rat vou Straszburg auf, genante flüchtige per- 
soneu, die wider ibu, das reich, deu rat und seia gcrichl zu Frankfurt freveallich 
gehandelt haben, wenn ne naeh StraKburg kommen sollten, an&nhaltMi, bis üb 
genngünning gsleistel haben. Prag an dem nebeslen durnstage nach aoser firattwen 

• tag annnnciacio a. reg. 20, imp. 11. 

per dominum imperatorem 
Rudolfus episcopus Verdensis. 

1366 März »6 Prag, 

Ski. M. A, JJk n. «r. wA. UL foi. e. aig. im 9. Avr. In«. 
w GMriKil M Mmtr cmL JUbniq^. 707. — fiiftfr ny. «r. 4888. 

715. Frtiiur^ m StnOherg : klagt Her die Feindt^ifieiien det Gtafat Bgo% 
«Ol» Freüwff und HtM um Mßlfe, [iMtMän 99,] 

Uasern sundem güten fründen . . dem mcislcr und dem rate ze Strasburg 
embi^ent wir Diethrieh Snewli im Hof ritter burgenneisler und der rat le Fribnrg 

u ODsem willig«! dienst. Wir kAndent und klagenl Ach eraadicfaen als unsem gftlen 
jfHknden den mort, der an uns beschehen solle sin, und das gros übel, das uns und 
den unsem bescheben ist und noch alle /.it bcschiltl mit brande, mit morde und mit 
röbe, und lassent ücb wissen, das uns das graf Egen von FnLturg lül mit eime 
grossen volk und mit vil hcrren, die er in unser gegeiu het brahl unwissender und 

» unwidersdler dinge, dar Aber das wir uns kdnes Abels sü im versahent und an- 
ders nit wieaende warenl, denne das wir einen gnedigen henen an im wandenthan; 
und das er sider dem mal, das wir in ze herren nament, dar z& wir im mit unsonn 
grossen kosten ImllTent, nie klage noch vorderunge an uns balle uocli gewau. Und 
da ir uns üwer früntliche hotschafl und warnunge vou der samenungc wegen latent, 

» da besanteot wir in für uns in unsern rat und rellcnt mit im uud balenl in, das 
er uns seile, ob er twd der selben samenange AI wissele. Da sprseh er : «Ja, ich 
weiss wd etawas dar umb; ich weiss aber nit war. Wol ssge idi Ach, das mich 
Heinrich von Oeroltsegk von Lar gebetten het, im ze dienende das lande ab.» Des 
woltont wir in erwendet han und bi uns behebt, und let ouch er dem glich, wie er 

M gerne bliben wAlle. Da wurdenl wir da ze rate, das uns gftt duhte, das er fure und 
das er zweoe unserre dicner mit im neme. Were so er empfunde, war sich das 
gevnde kerle, das er die botten wider umb Ton im sanle, und das er uns U den 
etawas liesse wissen. Vememe aber er, daa es Aber uns gsn sAlle, das er denne 
snelliklich wider umb S& uns kerlc, als wir im gelrüweten. Das globte ouch er uns 

SB ze tQnde. Und da er gen Ettenhein zQ dem gesinde kam, da vieng er alle unser 
diener beide die, die wir in trüwer wiso mit im geschigket hattent, und ouch die, 
die von üch da her uf rillen z£i im, uud ouch die, die wir vormales usgeseudel 
hatlenl und im geseil halten, wo die legen. Dia hant wir ouch Awern erbern botlen 
enall und gaseit daa Abel, daa an unabesdiehen ist. Die aelben Awer boUen uns 

m von Awern wegen ernstlichen geklagt hanl, das üch unser arbeil und kumber an 
IrAwen leit sie. Des wir Ach ouch flissiglich dankenl und ouch suaderlich vol ge- 



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568 



Irüwenl, und wcre uns öch billich an trüwca leil, wo üch solich arbeit aogienge. 
Wir helteni Ach ouch dia Tormales vmKhribeo ; da mobtent wir es ml wol gelAs 
von QDserre grossen uornftt und arbeil wegen, die wir banl gebebt unser ttat ae 

besorgende. Ouch wissenl, daz wir uoh von aller göler frünlschafl, die wir und ir 
von aller her latif^e rnitenaiuler gebebt banl, noch iUc zit aller früiitscbafl wol » 
geln'iwenl. L'nd dur utnb so rütreiil wir üch an und i)itlenl üch gn^diglicli und 
frünllicb, das ir uns üwr beiffe wider die vorgenanien unser vigeudc scbigkcn 
weUent, wand wir mit f^nsem eignossen von Basel, von Brisaeb und von NAwen- 
borg mit der helffe goltes den selben unsem vigenden meinent se widerstände. Und 
tönt lier zü als fri'intlicl; und als fürderlich, eis wir üch wol gelrüwcnl, dnrch dss» *• 
ob üch od'T ilii' üwern (It'hi-int'rhande arbeil angit-nge. daz wir dar zu gegen üch 
tün wullciii, daz wir getruwrieul, das üch dankber von uoä were. Uwer anlwurl 
embielenl uns wider. Dutum in vigiliu palmaruin. 

Str. St. A. IV. lad. 116. or. w6. lU. «L e. tif. i» 9 impr. M. 

716. Kaiser Karl IV <j lebt der Stadt StroMurg iis Jinii '3i sirhrra; Geleit^ » 
wenn sie mit iAm terAanäei» loolle, law Mürz St» iVwg. 

Wir Karl von gols gnaden Romischer keiser czu allen czeilen merer des reichs 
und ktiiiig zu Hchetn bekennen und tun kunt oHrulicli niil disein hrieve allcti den, 
die vn seheu oder boren lesen, das wir mit wollR jaclilem mute und mit rechler wiz- 
zeo . . dem araplineisler . . dem rate und den bürgern gemeinlicb der slal czu Slroz- w 
buif Aide und sicberbeil geben baben und geben yn die mit craft dies briefs, also 
M. das «e von dison heAtigem tage uncz uff sant Johansen baptisten tsg, der nebest cxu- 
kumflig isl, czu uds in unser siele und festen sicher und on alle tat riten mugen, 
ire Sachen mit uns reden und lotlinppn und wf-rhen, was Sie CSU uns czu schaffen 
haben, und von uns sicher czirheu W-ün^h und gutes für allen den, die durch nnseru «4 
und des reichs willen tun und lazzen wollen on alles geverdc. Geben czu Präge 
noch Gristus geburte dreuosenhundert Jar domoch in dem aechs und secbcsigstem 
jare an dem palntsge in der vaslen, unser reiche in dem oswenesigsten und des 
keisertums in dem eylflen jare. 

per dominum . . de Koldicz ao 
decanns Glogoviensis. 

5er 5t. il. AA 77. or. mb. lU. paL e. $ig. m «. impr. 
HtAer ng, nr, tS93, 

717. Herzog Ruprecht d. ä. an meisler und rat: sendet und beglaubigt riller 
Choiirod Snydelocli mit der anfrage, ob sie gcniäsz der veraliredung von Germers- •* 
heim ihre boten zu einem versöhnungsveniuch zwischen Egon vou Freiburg und der 
Stadt Pretbuiig sobi^en wollen. «Dalum Wyntaengen sezla feria inlm octavas 
pasche.» jo; Whtwimgmu 

Slr Sl. A. AA 105. or. th. UL d. A tif, im «. impr. id. 
IJttitgr. Rtg. m. 99J6i 



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1866 



71 B. Die iSladt ^Straßhurg beschließt hundert Glefen außtistellen. 1366 AprU 17. 

Unser lujrn'ti ineisler und rat, scliuird und ainman .siiil üherciii komen, daz 
man 100 gleien sul urbriogeti und gewinnen von den, die in dirre slul sint, ez sie 
von rittern» knehten, bürgern und anlwei]gltilen. Und «A der rat dric* erber manne 
i kyesen die sft gewinnende nnd^ swene bAptmanne Aber die glefen macbenl und man« 
überkome, waz man ieglicbem undcr den liöpllülen und den glefen geben sülUk 
Und daz sie fleh gerüstet und gespnnnen silzetil unlze w " •nniililen nu zu nchsle. otuU. 
Wclre ('ich undcr den selben ein pferit oder einen hengesl hol von'' geholtes wogen, 
der mag wol dar zd köQen hengcst oder pferidc und da mit »Iso rilen und warten 

w das* selbe sil. Ein iegUeber valler mag Ädi einem s&ne wol pferide oder sine hen- 
geste gdien« da er danne mit sitaet» das er Acb da mil geapannen sitae. Were dob 
ob man zA einem hufTcn ritende wärde oder ' uf ein gejctze von gelieisze der höpt- 
liile, wurde danne denheinem under in sin licngest oder sin pferit in* dem buflen 
oder uf einem gejegeze crsloclien oder cr-clios^'.en oder gcergorl, und daz die höpt- 

15 lüte erkanlent, daz ime daz rcdelicbe geschehen und widervaren were und daz man 
sie ime gelten Inllicb soUe, dem sot man efe &ch gelten, alse'^ man danne erkennet, 
wie tire man aie ime gellen sAIle. Hetle öcb under den hundert glefen denbcinre. 
der ' seihe dritte ritte, einen gcwoflenlen kneht bi ime, der och reyserher were, 
da süllent die selben drie och erkennen, waz dem dar umbe geben und l&n SÜlle« 

<o Actum feria scxta post dominicam Quasi modo anoo 60. 

Str. SL A. kk 81. com. cA. 
<MnKb hti SehüUr, JOmgA. 892. 

719' Kaiser Karl IV bestätigt dem bischof Lamprecht von Speyer die Privilegien 
aefaMS boobatiAa und aldit £a eidiiaoMfe Ton Trier, Mains und Köln, die pfals- 
» gnfen am Rbdn und die stldte Mains, Worma und Straasburg als beaehfltser der 
biadiflfe und der kirclie von Speyer auf. 19M ÄfrU iB Xtmg, 

y«A Stlbtr rtg, NT. 4S9S $. dort dk Drudt». Wbmm tJB. II, 400. 

7S9. Johana fon Eybmg domprobat zu Straasburg, Eberharl von Kyburg pfi&rtner 
daselbst, Heinrich von Tuwingen herr zu Oerollsecke, Wallher von der IHoke, 

•» Heinrich von Gerollzecke herr zu Lore, Cflnrat von Schowenburg und Gerhart von 
Endingen, rilter, verbürgen sich der Stadl Slraszburg und dem unlerlandvogl Johans 
von Vestenberg fQr die Sicherheit der Fre»burger gegen graf Egon von Freiburg auf 
dem tage, den die beiden parleien zu Schleltsladl miteinander halten wollen. Da« 
tum feria aeconda proiiroa anle Georü a. d. 1386.. 1396 Apra 9€k 

m ar. a. A. Q. V. V. UL 1«& tr.mi.a.8 «y. jmrA, purum M iO. 

•} tierfttcAr. fir getii: man Tünfe. b) Aitnutek fttlr. dat fteh 41«. e} man 9h*r§ttd». 
6) Ton — pferide überjttcKr, ftr gtttr. der mtg wol von der consufel, der er ift gcbArt. 
•iaao htagßfA odw eis fCarit dar A tm>m. «) du — nl Mitrgtnkr, t\ od«r 
Updftli ÜMfimb». — (nffl*** *k^t»Ar. h) da« — («llco idU» «Inyorilr. 

49 9 dar — liU« etfiytwlp. 



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SOO 1866 

. 721. Ewios [Wenttn wn Luxmhtrg «» SiniOmrft imiU ßr dü /^erndtieke 
Anfitakm» det Buekoft /«kann IIL [199$] MM Uf Bramel, 

. . Dux . . Lnccemburgensis et ftabantinus. 

Amici carissimi. A dileclis cunsanguioei noslri cpiscopi Argenlin nsis consuH« 
bus et Qostris, quos una seornn 9ä vos pro reoepcion« dicti sni e}4ärupala8 desti- » 
oaveranras, iDtellcximtiap ijMOS amore oosiri gralanter fütsae exceptatoa. De quo 
vobis ex toU noatri oordis affedu, uldignum est, rograciamur vos rogaoles. quatenua 
diclo nostro coasanguineo , sicul hnciisijue fiüslis , ob noslri arnorem favorabiles 
exislatis. In quo nobis conplaccuciarn ulique cl fnvoreni cxhibobitis recoleudos, si 
uUo tempore noslro servicio indigeretis afTuluro. AUissituus vos conservet. Scrip- i« 
tnoi Broxelle 15 die mensis maji. 

[/• veno] Honorabilibus et prudealibus viris magiatro dvimn» aeabinia acoon- 
aulibva eivilatia Ai^ntinen^a« amicia ooatria dtleolia. 

Btr. St. Ä. n. hä. iii. m tk. 10. €L c tif. m 9. A^r- 



722. H&dolf von Ejcli, ein cdclknechl, Ihul kund, dasz er um allen scbadcn, u 
der ibm «mit Iftter« elaende und mit andern dingen in dem dorfle sft Ejch gc- 
acheben iat von der atetle aft Slrasbuig dienern nnd aoldenem, da aie in dem 
selben dorfTc lägent»» gerichtet vnd geaeblichlel iat. Gdien an dem heiligen 
pfiogestAbende 1306. 1999 Mat 99. 

mr.St.A.Q. D. P. UA. IGt. «r. aft. e. «v> «. nipr. M. H 



7t3. IH$ SinßHffer Befm terMUen^ daß fferzog [RupreehÜ dtm Städte» «•» 
Bündnit angetragen iat. (1398 vor jm 17.J 

Ueben berren viaaent. daa dea herta&gen rot ial s& Bpira geweaan und aieh 
ander rel baut mit den botten von den atetten und bant vna do geben aft fluatoode« 

das sü truwent. das der hertzAge in disen zillcn eine frintschafl und einen bontmil n 
den Stetten mache, also die abcsorifl slolh, also os fiV molcs in rede was,* us ge- 
nuniincn das mcn bcsurgc, wer es das der keiser oder iemnn anders in oder die 
sielte Irengen wollte, wie er oder die stelle her kummen werent mit dem rieh an 
fribeit odxT an gewonheit oder an reib, wie men do annander bebülfen wer. Wenne 
dea bertiAgen botten bant flir una geaeit, dea der keiaer welle daa rieb sieben an » 
die cr&ne gen Beben, und het des gchullen di r hissof und die stiit von Mratae. 
Do wider wil der berlzCi^e sin. Nu ist für bas rede gewesen under uns: si'illle 
men zö eime bunde kummen, wie die helfe merrer wirde, denne in dem abescrif 
begriilen ist, und in welen weg und in welen zilen men bliben mit dem bunde sol. 
Ka ial öch von nhm. Jörn gercl, daa der bunt «er«n aftUte, nnd StA war iilcennen » 



> tflL iir. 7KW. 



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Idee' 



S61 



süllle umbe helfTc vun dem hcrUQgen uud wou deu sielten. Dise rede ist gezügea 
hAnder sich fikr den herren und die relle und ist ein dacli berel gen Germershein. 
Do ml der hertsAge selber sin an diseme nehensten friltage zft nath noch saoUe Mt n. 
Margreden dach. Der uf bcdeockent üch, was uwers willen ist, das lont uns wissen 
6 mit uwer holschafl, das wir uus do noch gerilttn künnont. Wisscnl Ach. das wir 
für bas siiil zi\ dem bissof von Menlze, also wir von uiili peschcidcn sinl, und 
wcUent uf dem tage zü GermcrsheiD siu, also wir uich lue lür gescribcnh hant. 
Und lAnt bi uich blihen dise rede. 

Str. St. A. Q. ü. P. lad. 40,40 B. 46, Auf Papier; oJiiie Unterschrift, Adresse und Ver- 

1» adWetiMMMkiiAfe. 



724. M'in Bürger ton Siems M den Ammeister Kunz Müller: giebl Naek- 
rieht 4ier die Engländer. taae JtM 81, 

Venerabili ac mague discrecionis viro Coiirudu diclo Mollilor civitatis ArgenÜ- 
Densis scabinoruni magislro Johannes diclus Largus alias didns Ii Poulain civis 

II Remeosis aalutm in domino et post eure temporalis gubernacula prospere eonsummata 
ad regni odeslis gaudia feliciler pervenire. Sane quidem, dilccle mi, vclud nimio 
eslu, siculi rccenter super me rorastis dulcpdinem et yinbrcm leticic perfudistis, 
niichi vobis dilecle significantes prospcri" vos ngcre, quod eciam, sospitale, duci- 
niini quodque morum honeslale ac virlulum decenciu exigcute legislaloris superna 

» gracia ad apicem politid reiginitnis pervenislis, cujus rei grada nunc aasurgo» ut 
teneor, ad gradamm innumeras acdonea. Cum enim, dilecte mi, id vestra deposcat 
intendu, nl tarn de md Status aroioommque meoram quam de potrie rumoribus 
nonnulla por Inlorem presencium renunciem, quam ob rem, nc sceleris arguor ul in- 
grnlus, lidfliluti veslre dileccionis significu, ine ipsum, cousurlem ac lihfros necnon 

e et consunguineus dei gracia pros^jcrilale gaudere et salutc corporali, revera promp- 
toa animo ad Tohis bene^adla cordialiter ac paratos. Gcterumqu« cum de patrie 
ac dvitalis Remensis statu rumores poposeerilis, quod roichi pro presenti licet, ut 
verum falear vdud glutinio fiddilatia michi Semper copulalo, qtie apud nos feruntur, 
fi luciiiiilfT denuneio in forma subseqnenli: primihis quidem, qtind in parlibus nostris 

to circumvicinis silicet et adjacenlibus civitalibiis Heiiiünsi et (lülhiiluncnsi Iiomines 
armorum in gravi mulliludine, qui scilicel Brilones usilalo nomine nuncupantur, per 
spatiuni (rium ebdonrndarum TiUas campestres cl planara patriam occuparunt, villas 
honis Omnibus quad spoliantes, homines depredantes, ad redempdonem quosdam 
capientes, sed plurimos gladio Iruddanies, virgines et viduas quasHbelque sibi 

B mulieres complarenles indifferenter corrnmpenles, loca quam plurima destruenles 
incendio sicque, quod lanienlubile est, quasi lolam palriaiii, quam fuorunl aggrcssi, 
dissiparunt ; verum tarnen nuUi civiiati neque castro palrie dederunt insuUum. Nampe 
•pud nonnuUos ▼erisaimile videf ur, quod patriam planem adnullarc peuilus eonsrentur. 
Quantum vero ad regimen dvitaUs Remensis veslre dilecüoni innotescat, quod lani ma- 

40 jores dvitatcs, mediocres ac eciam minoris Status vulgares conseusus unanimis con- 
cordiler exUlerunl adeo siquidem, quod contra predictos Brilones lelanter exivissenl 

71 



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S02 



1366 



ad bellum, nisi lilteras domioi r^is Britones dixissent se habere decnon et de 
domini regia esse famulatu. Ob quam causam plures etiam alie eivitalea contra 
prefatoa rebellaro non rnnriuit sou potius dcssimilaTcrunt. Insnper dilecte ini 
nyverilis, qiioJ siiner iiiiili-iul.iljliiH aiilelalis tivilns Hoiiionsis alieqiic plurcs domino 
regi liUinililLr .supjilicavtTuiil, tjiialiiius palric desoiale compaciens prefalus nialig- 
naoles expcUercL Qui quidein per liUeras el nuncios revereneie capUanna deslinatoa 
precepil, quod omnioo recedereDl, ein aulem polentia aui excercitus expugnarel 
eosdem. Sicque factum est, quod eorum quidem adliuc in petria per quindenam 
pcrmcnseruut post mandotiini, elapsis vcro paucis dichus ad partes alliores ut 
pula versus civiloles Alli>>iuilorons(iii d Niverneiiscin Iroiistneaniiil. El qii;iiiliim ><» 
ad ipsüs Brilones quidquam ulkritis liarnirt' vtTnoiler nun valerein, ne tarnen 
silencio pcrlranseam, quod non licoi, Miper . prediclis ordioacionem domioi nostri 
regia, aroicicie vestre iDsinuo per presentcs, quod doroinua rex Franeie predicloa Tolena 
inaequi utinam el persequi cxccrcilum virorum nobiliuin et potenlium, quorum con- 
gregationeni in civitale Trccensi prcirpil conveniri. Horum quoque nobiliiim copiusa » 
multitudo por civitaU-in Rcmeiisem roenlcr pcrtriiiisivil, inier quos ex.sliteruul no- 
biles el dumiui, quurum numina subscribuiilur : priuio (piidein cuuoätabularius I<'ra!u-ie 
comes de Dompno Marlino, dominus de Couciaco, dominus de Caslellione, dominus 
de Remoeval magisler balialariomm Francic plureaquc baronea alit, vexlUarii multi 
ac milites in roultitudine oopiosa. Porro per alias contratas eciam prout ferlur pre- w 
diclos Brilones iusequolur inniiiiu^rabilcs viri gencrosi. quorum tarnen ilinera pcnitus 
iguoramiis. Dicitur eci;nn a[ini! iius. düniiiiiuii ihicein Burgundie ciuii grandi exct-rctlu 
prefalis Briluuibus ubviuui adveuisäc, ul iscilicol dei Ju^licia cunduiiimle taiii iiiique 
mandiun sie destruentca miserabiliter cundudantur. De persona vero domini regia 
noslri ignoramua, an dcbeat buic facto interease: si enim quosquam alios rumores » 
scribi diguos haberemua vobisque forel utile, gaudenter nunciarem ut amico perpetuo 
special!. Nampe lam per qiiosdam de no^lris, qui apud Brilones caplivi fucrunl. 
quam oriiun pnr ipsonnn plures pillarrlos, qui upud nos laqueo sunt suspensi, seiilirc 
püssunius apparenlcr, quod parlcä Alciuaiinic prefali non inlrabunl, lim virtule ac 
polencia iiupugnantium fugitivi compellantür. Pro^perilalem vestri atalus amicoruroque m 
vestrorum coosenrare dignetur altissimua feliciter et longere cum augmento gracie 
et honoris hominis ulriusque. Datum Remis ultima die mensis julü atmo domini 
millesimo trecenlesimo sexagesimo sexto. Latorem presenlium per duos dies Rolemü 
variis negotiis imjieiiiliis. 

Tolus vc6ler Jobuuuvs aulcdiclus. sa 

Ar. St. Ä. Ak 81. «r. »ft. Kt. d. 



72"). Johons III bisc'li<il <und das rnppillel der increni slilTl zu Slraszburg» 
niacbcn hekannl, dosz sie wegeu der «nollurlU, kuuiberiiisse und scbadcn, deu 
unser sliiFi gebept bei uiil uaramcn von der gcselscbatll wegen, die man nante die 
Engehlender» verfcauil haben dem mci&ler und dem rat au Straazburg 220 pfund m 



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S63 



Sir. pf. auf dem geistlichen gerichle des hores su Slrsszburg för 4400 pfand Str. pf. ; 

so dasz «Claus von Erslheiin unser ingesi{i;cler, der das gell sammenct an dem vor- 
genanten geislliclien gericlit, swcren sol», dasz die rcnle noch bezahlung des ofilcials 
und der Schreiber jährlich von s. Johannis bis s. Mnrlinslag der sladl überliefert nÖp. ti'. 
% Krerden soll. Der Insehof verpflichtet steh, des gericht, solange die rttile dsreuf 
mht, nicht aus der sladt ca sieben. A. 3. Zur grosseren Sicherheit seist der btschof 
der btadt die •pllogde Bernslein» znm pfand. Der rückkanf ist vorbeholten (Tor ft*^. * 
liclitniesz). Siegel des biscliofs. c;i])il(>ls «nd der stsdt. «An dem erslcn frylng noch 
sanL LaurenUeo tag des heiligen marlerers» 1366. isß9 Augtut tA. 

M Slr. Bez. Ä. G 14U. Mjp, dk. «. X7I AMWrf. 

Str. St. A. Briefb. B 98 IE, 

72fi. Bisrliof JoTiann III gestaltet RnJmnnn Merstrln für rUc Dauer von 12 
Jahven die Einset znng der Priester im Kloster zum Griiiiemcerd . I3üß Auffutt 17. 

In nomine doniini ninen. Joliannesdei el aposlolice sedis gracia ejiiscopns Argenli- 

]5 nensis universis Clirisli lidelilms sti|)srri]iloriim noliciain et sahiteni. (lotiunissi nohis 
pasloralis oiBcii debilum el soUiciludo requiril, ul ad slalum e( profeclum ecclesiarum 
et monssteriomm noNs subjectorum, ne in bono deficisnt» qmntnm possibile fneril, 
ocnlos dirigamus et ad ca precipue, que divini cullus augmenlum in eis efficlunl 
majori quo possumus soUidtudinis atndio intendainus, ne minuatur noslrts lempo- 

» ribns sed pooiiis angcntnr. Cum ilaque, ul dih'genti inquisicione prcmissa conpfTimus, 
monaslerium dicluin zi'i dem Oruncnwcriie silum in suburlno civiUilid Argenlinensis. 
in ejus primordio ordinis canonicorum reguiamiin, pustea mouasterio in Altorfe ordiuis 
SBDCli Benedict! nostre dyocesis apostolica auctoritale ex causis legittimis et oerlis 
unitum, in qao cullos divinus olim laudabililer floruil, hospitalitss servabatar et 

a viguii observancia regularis, sit facuUalibus el pnssi ssionibus penilus deslilulum cl 
ad lalem ao tanlam pfnuriam cl pauperlalem deveneril, quod in eo persone reguläres 
pro divirio culln ibuiein perogendo de celero iioii liahcnliir ner hnboliaiilur jn:n riiultis 
aouis cl teniporibus relroaclis sicque iu eudem mouasleno personarum cflicienle def- 
fectu cullus non babebatur divinus neo habetur, sicnt dd)el et esigit instilucio et re- 

so ligio monasterii antedteti, eo quod idem monasleriom caret fscullatibns pro personis 
hujusmodi sustenlandis, curoque edsm roonasteriutn in Allorfc principale predicluni, cui 
prelaclnm monaslerium in Grönenwcrde uniluiii <iinors(-iUir, pro lempore prcscnli tan- 
tuin faciillalihus non liahiindel, quod ulrimqiif pro diviiio cullu perogfudo sicut deliol 
personas nccessarias ponerc valcal el cisdem iu vilu necessariis providere nec cciani 

» de alüs monasteriis ejusdem ordinis et religionis seu eciam religionis el ordinis aUo> 
mm infra dvilalem vel dyocesim nostram aut eciani aliunde persone possint haben 
pro divino culm in antediclo inonaslerio in Gr&nenwerde peragendo ex eo maxime, 
quod pro aleiidis fl suslentandis persouis liiijusiiiodi dicli monaslerii non snppelunt 
fnciillalos ; cumque insuper Hulmannus diclus Merswin civis Argeiiliiierisis, homo 

40 devülus, pia devocionc molus delleclum cullus divini in prcfalo monaslerio ul pre- 
mittilur existentem pio proposito desideret relevare et certos redditns et posessiones 




S64 1366 

ac toi et tantos de boois sibi a deo collstts de]>ulare pro tot prespilerts habitus secu- 
laris,qui pro divinocultn in dicto monasterioin Orftnen werde peragendosuffidantet di» 
vinam cuUum in co subLitum n-siniKTe el cullidie peni^erevaleant.aicatreqairitmslilo* 

rio monasterii prcdicli. t-l iii !>i> supplicaril Iniindiler, ul ejus proposito bono in liac parte 
favcrc sibique id siiUt-m a 1 It'inpns ciTluin presbyloris prcdictis jiro diviiii cullus » 
augnicnto presertiin dicla exigeiile necessilatc ordinaria auctonlalc coiicederc digna* 
remur, igiiur urgcntibus et nosad boc moventibus causis necessariis suprataclis neque 
deinc^ ia dicto moDasterio cuUus divinns deficial sicntprius, iostantibus edam ad boe 
ob cansas premissas abbat« et conventii mooaslerii in AUorfe antedicti, et de eorundem 
abbalis el convcnlus exprcsso boiiopliK ilD ol consMns'i «lirli Rillinanni projMisilo an- m 
Hilf nies juris ooninuinis suffdlti siilli iij^in (Mdciii HiiIhkiiuk) ad spacimu duodtviui auno- 
rum duuilaxal iDcbuuuduiutu a tempure daiepn-seuciuiu, nl in diclo iiiouaslerioprodivino 
coltu ioibi dictis duodedm duraotibus annis peragendu presbyteros legales et ydoiMos 
babitus secularia, vite probate el oonversacionis boneste noslra auctoritale ponere 
valeat, ordinaria auctorilatc deliberate et ex certa scicncia concessiniiis el Indulaimas, i» 
conccdiinus et presfidibus indul^einus. Ouibus quidcin presbyleris idcn» Hulmnnnns de 
bonis suis propriis obsque cnnlribucioiif* dicti nioii.i'^terii in vile necessariis pro l urutn 
suslenluciuDc el aliis, {iruut opus fueril, pruvidebil. Cunccdcules et iadulgenles insuper 
eisdem presbyteris, qu«>tl .Npacio diclorum duodedm annomm durante infra scpia ipsius 
monasterii et in attinentibus cdifidis ad ipsum monasteriam pertinentibus ae redpere el m 
ibidem raorari valeantnecnon divina ofHcia nocturna pariter eldiurna staiuiis tempwibua 
in ipso mnnaslcrio ])eraf;ere el bcite celf*hr;iri', il.i lamen quod idi-iii liulmaunus et 
ejus cxecutdics per ip>um tlLj)ul;ili in lüic ]iiirlc, videlicel lleiilzeiiiaiinus diclus NN'rtzfl 
miles el Juhuuues Merswin civis Argeuliiienses seu, diclo Rülmauno aul aili ro 
dictorum execotonim defuncto, ille, quem alii duo superstites in locum tunc defuncli m 
elegerint, qnos ad providendum dictis presbyteris ao redditibus et posesdonibus pro 
eorundem presbyteronim suslentacione deputolis deputavit, dictum nionaslerium el 
ejus edificia ad ij)sinn perlinencia in bona slriiclura |mt spacium diclorum diiodcciin 
annorum dcLebunl conservare. Kl quascumque expt'n>as stu inj i iisas pro slmcliira 
inonaslerii el ejus edificiorum prediclorum feceriut, lapso diclorum aiaiorum spacio» m 
abbas et eonventua monasterii in AUorfe antedicti eidem Rftlmanno vel ejus exeeu- 
toribus predictis seu dectia ab eis in locum defunctomm resütuere debebunt integraliter 
et in toto, super quibus quidem expenda seu inpensis el carum summa juraroento 
Rülmaniii prefali vel ejus execulorum prediclorum seu eleclorum ab eis in lornra 
dcfunclorum absque probalione alia ^lilndum eril el credendum, Ac tinilo diclorum ^ 
duodecim aunorum spacio Rülmannus anlediclus ejusque execulures auLedicti vel ab 
eis electi ui premiltitur vd edam prcsbyleri in ipsu pusiti per eum ul prescribitar 
in sepedido monasterio in Grünenverdo el ejus attinentibua edificiia vd pertinendis 
aliis nil juris occasione concessionis el indulgende prescriple sibi poterunl quomo- 
dolibet vcudicore, scd poslquain expense seu inpeii>io pro slniclura ejnsdi^in monaslerii ^ 
et ejus cdilioionim fncli' per eos y>'r dirlr).s eihli.itciii <,-l ciiiivcnliiiii iiiniiiislerii in 
Aiuni aiiicdicli eidcni Küluiunuü vtl ejus execuloribus ad boc depulalis per eum 
prescriplia resütute fuerinl et plcnurie persolute, extunc, eist nova concessio vel in> 



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ided 565 

dulgencia per sedem aposlolicam aut per nosmet ipsos vel noslrus succcssores facta 
fueril in premissis, prespiteri in ipso monaslerio positi per R&lmanoum anlediclum 
ad requisioionein abbatia et oonTentas predicloram cedere et ipsuro monaslerinm et 
ejaa edifida omnino vacua dimiltere debebunt et abinde reoedere, coatradictiose 

8 eonjm el alionitn fiuorurncumque qualibel quiesccnle. In qiiorum omnium evidens 
lestimoniiim sigilhiin noslrum episcopale una cum sigillis abbalis ot oonvenlus 
tnünaslerii in Allori'e predicloruin duxinius appcDdeudum. Kos vero alibaä cl con- 
ventua monasterii in Alloife anledicU, quia premissa omnia et aingala de unaoimi 
noatri oonsenau et benepladlo processenint et per prediclum dominum noalram . . 
to epiaoopum legillima et ex causia necessarüs premissis ad noslri eciam inalanctam» ul 
prescribitiir, f;i( la noscunliir, igittir in teslimonium el evidcuciam eciara omniiim pre- 
niissorum sigilla noslri ahlialis et convenliis prodiolonim pres- iililms ilnximus ap- 
peudenda. Dalum anno liomini luilleäimo Iroccnlcäirao sexa^^t'äiiuü st-xlo, decima ' 
septlnia die mensis augusii. 

1» Ütr. Bez. Ä. H VM)2. or. mb. c 3 »ig. peud. 

727. Adelheil marggrelin zu Baden, genannt die Weckerin, leiil mit, dai« sie 
mit Rüprechl dem ellern pfalzgrafe bi Ryne und marggraf Rftdolf Ton Baden ge- 
richtet iat, wie die briefe besagen, «und die selben briefe die erbern wisen der meister 
und der rat der atat m& Strasburg durch unserre bete willen mit tu» mit irem grossen 

» stelle anljangendem ingesigel versigclt lianl, daz wir die vorgcnanle Adelhcil marg- 
grelin hant mülwilleküclie goswurn an den heiligen mit ufgeheptcr haut, daz wir von 
der vorgenanten beider rihliuugeii wegen nieiner anspräche noch vorderunge in den- 
beiuen weg gehaben süllent noch niemaa von unsern wegen an den meisler» den 
rat, noch an die burgcr getneinlicbe der stelle zA Strasburg und in niemer leit nooh 

» achad«! dar umbe getün noch schaffen getftn werden in denheinen weg. Und globent 
öch, daz sA t5nde und siele zii habende viir uns, alle unsere erben und nachkomen 
in all«' die wise, alse da vor ist hcsclieiden an alle gevorde, wände wir sunderliclip wol 
Ijekenucnt, daz sich die vorgenanten meisler und rat zu Slrazburg durch unsern 
willen vasle und uianigvalleklicbe gearbeitet hont in den selben unsern sachen und sie 

m groasen kosten dar inne gehabt baut, des wir in billich dancken sAUent und wellent.» 
Geben an dem ersten snnnendage nach sant Adolphea dsge 1366. 1899 Avgwt so 

Sir. Si. A. 0. U. F. lad. ISS. ar. mb. e. jwimI. 
Markgr. Btg. «r. 1990. 

728. Rfldolf markgraf zu Baden gewährt den bürgern und bürgerinnen von 
» Slraszburg, welche um zu baden nach Baden kommen wollen, auf dem hin- und 

rückwege gegen Cüuraleu von Tellingen genannt Slatfecunczlin und älopfseu, die 
in feindschaft mit dw aladt sind, bis auf den heiligen Chrisltag stcberheil. An jhe. 
dem oehaten ft;ylag vor sant Michds tag 1366. satt »!pumbtr 

Ar. St, A. Ak H. ot. mb. e. Hg. petti. M. 
MaHt§r. Stf. nr. 18U, 



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666 laeo 

729. Ulrich von E^ppenbach ein edellcnehl setiwOrt gegen meister. rat und 
bürgcr der sladt Siraszburg urrelidc «dar umbc, dat ich mich in die selbe ire atal 

entwurlen möslc, und daz icli uoch nicman von ininon wegen von aller der gelele 
wegen, so mir von in, ireii liclfern nnd dienern gescliclien und widervnrn ist niube 
die Doine, die ich dcnt gcLsliichen lierrcii, dem appele dcz dualer^ zü Euenheim- » 
mAnsler, irem burger, genonaen habe, dem meiater, dem rate and den bürgern gc- 
meinlicbe der stelle sA Slrasxburg, allen iren belfern und dienern und den, die 
in geborent, und sunderliclie dem vorgcnanlen appclc zti EUenhcinuiiriii>ter, sinem 
dosier da selhe.s, dez .st-lheii cI i-l* rs anipllülen und ollen den, die zu dem seihen 
Cluster gehorenl, d.ir tiinite un Mier leil noeli scliaden gelünl noch si ha(Tent pel.'iii werden i» 
in denheiuea weg an alle geverde. Doch also, weune midi lucislcr und rat zu Slraz- 
bürg, die danne aint, mancnt mit tren gewissen holten oder briefea aft huse oder s& 
- hofe oder mnnt wider munt von der nome wegen, die ich also dem vorgenanten 
appete genomen liulie, duz ich diinne in den nehsten ahte dagen dar nach den 
appete iiiid dem clusler zii Ellenhi iiiiinuiisler sol die sellir rmini- ci^nlzliclie wider- >* 
tun oder niieli alier in dt-n seliien iihle iht'^'cii entwurlen zii Slrazl)urg in die slal 
und nicnier dar uz konien, idi habe dünne wr ilnu appelc und dem dosier die vor» 
genante nome widerlin und sie da von unklar« hall gemacbet nach dem, alse mdsler 
und rat xA Strazburg, die danne sinl, erkennenl flu alle geverde. Wer e« Ach das 
ich umbe die vor^etinnle sacheodcr von aller anderre Sachen wegen, wiediewerent *• 
oder ge^in nu'igenl, zu selioffende •^i-w ünne mit dem appele und dem vorgenanlen 
dosier, oder waz mispraclic ic!i ifincr an sie helle oder gewuiiue, dar unibe sol ich 
noch nieman von mincn we^eu in iiiemer leil noch sdjaden gelüa nod» schaffen getäa 
werden in denheinen weg anders, danne das ich die selbe aache sot aielien vAr 
meiater und rat z& Strasiburg, die danne sinl, und den die selbe sache vürlegen. u 
Und waz die dar inne s|»recbenl und dar über erkennent» daz sol icii siele haben 
4n alle geverde. Geben au dem ersten samsdage vor sanl Hicluls dage» incc. 

ISae September Üß, 

Sir. St. A. V. C. Q. Corp. K lad. or. mO. f. fig, faul. 



730. Bischof Johann jUl] an nioisler und ral: hat den dumdecliant Joliaus von so 
Ohssenstein gesandt, acinen friden xA beredende zwAscbent grave Egen und der 
stat von Friburg. NA hant die von Rosheim und andere des rychs stelle etliche 

misschelle und slosze niil ymme und den sinen VOn der von Herse wegen. Dar 
umlie s'i !m(I< u wir üeh ernsllieb, wer es daz die vorgcnanlen di s rvcbs stelle do 
zwüseheiil keinen ulir.f an ymme oder an den sineii wollenl tun oder sä schedigen, 34 
daz ir danne üweru erneut durch unseru willen dar zu kereu wollcul, daz es luU 
geschehe. Datum Benefelt aahbalo posl Uauricii». [3U99ß September 9S] Jte^feM. 

fitr. 8t. JL kk 1402 nr. 120. or. cA. Ut. d. e. »ig. im «. impr. met. 



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1366 



567 



731. Raispntokoü über Fnthusmig der SSldner, AußriHguHg einer Schätzung^ 
Tüg ZaierUt JfitndesangehgenIMi mit Freibury und Basel, Oeldstre^e». 

[1366t Oetober 7.J 

VAn !• ;] duhle gut, daz man die soldeuer behübe, und eia teil, daz man sie lieaae 
» gdu uulze au 0 und 4 soliülzen. 

Daz taaii sul beileii uulzc nach discin dagc, der sin sol z& Öletzslal. Und danne 
der nl sol 13 macheo« und sAllenl die v&rderlicbe und nieman zfl liebe noch xft 
leide dar Aber sitsea und gedencken, vie man ein gftl ufbringe, daz aller glichest 
sie. Und süllotil d<'r 13 sin von riUern, knclilcn, bürgern und aolwercken. 
M Daz ander teil dnlile güt. daz man dar über solle salzen in den conslafeln und 
under den antwerckcn, daz sie iedennan under in süileul lün swern, duz er in sicli 
selber gange und scLelze, waz er güles und jerlichs gelles Laben müge, er sie 
pfaflTe oder leje, nnd daz er da ie ^on 100 lib. 5 sol. in einen sag lege. 

Man sol den hotten voUen gewalt geben, die uT den dag gegen Zabem varende 
u werdenl. Komel der biscliof von Ifetas nit in den bunt, wellcnt in danne die berren, 
dez rvclts ^^teiLen und die andern nenten, das sie in danne öch ufnemen süllent von 
unsern wegen. 

Man sol floh den bunt mit deu von Friburg und Basel zu crnuwernde also 
huiCD Ilgen aft diaen siten und nAtzil dar s& Iftn.* 
1» Peria qnarta posi Remigü. 

Welre under dem raic und den 21 nil kotuel zu den ziten, alse in benant wirt 

und alse sie kernen süUent in irre danne reilf'.irlic ^achc, dif er gesnpen kan, der 
sol geben 5 sul. und ieglich ineislrr tuider den % kt iiilmi^Iim ii uiul der uininanineisler 
10 sol. Und welre meister daz varn lat, der sol sie vür jenen geben, und süllent 
n das die andern bi irem eyde nit varn lassen. 

Str. St. Ä. Ordnangen a. Decreta tom. 21 f. 197. l'u^iaseltd. Iis. der 2. Iläiftc de» 
XIK. JUM. 



732. RatAwMüsst ietre/Pind eine VermiUluag zwitche» der Marlgräfin [Adel- 
AeidJ und dm Senog [ÜtgtreeJU d. Kestenterteiltmg der Voretadtie/'esiigitnff «. a. 

[MWt]* OeMer 17. 

Crastino Galli. 

Daz man mit dem scliriber rede, duz er die briete grussiere und niiiclii- und 
sie danne zu beidensiten eulwurle. l'ud WLijue daz gescbilit, duz man duuue boUeu 

b] iiciitktn ditKM Artiktl un4 dtm fulgeitikn Dalum «la kantr Strick. 



' Die AblehHung der £rueueruHg des BUmiitinses inii Basel und Freiburg weint mit Bestimmtheit 
auf He Zeit von 1365 See. 11 — 1370 Sept. 20, tcodurch obige HeteUüste auf d,>' Jdhre i:m, 07, CS 
tt. r.9 beaehränkt werdmt. 1986 J^fril 17 kalte Str. die AufateUtu^ mr 100 Gie/eu beseUosstn; die 
HundesHchließung mit den Berren, KMcArafOften u. «. htm sieh nur auf den Landfrieden («m 1S(S9, 

Ott. 17, I.L.-irh.U. 

< Hiernach war durch die Richtung vom Äug. 30 nr. 727 der Streit ^wieclien Markgräfin uud 
Hentg «loek «nefef eiki^ NaA dem 8tmd$ der Tentßdfießelitmf hAmm Mge Ju cMiw « dm 
Jelm im emgMnn. 



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fies idCd 

aa den berlzugca mache and In ernsUicbe von der marggrefin wegen billenl, das 
er sie bi reble lasze. Wolle aber er des nit tOn, das man ir danne bdiolfen sie, 

daz sie (Ui bi blibi'. 

Kz -siilleiil «"n li alle vorstelle die zweiloil dcz kosten geben, den man da hei ge- 
bebt mit den letzen nnd dem bu«(>, nnd duz ungelt daz drilleil. Und süllenl uch t 
die, den die ieUeu uf ir evgeii geiituhl siul, iuglicher sine lelzeu und die graben, 
die uf sinem eygcn und da vor atänt, in g&lem bawe behaben, und sol man das 
an ieglicbem under in, sinem gftte und dem sdben eygen warten. Wer sie aber 
anders abe breche, der bessert jar und dfi^' und r> üb. 

Man sol udi Burckart Mey^er bebenden und in frogen, wie ez nnilie tlaz kora i« 
sie, da/. CQiil/.e MiilliT kufl lu l, und ocli umbe die zwei und zwenlzi^' bumlert güldin, 
die Berhlold zürn Kycl bevolheu süllenl siu von dem gute, daz abe dem lürae 
komen ist. 

Sir, A. A, Ocdmaagm e. D«ertte ton. SO f. 11 u*. «one. wt. 

l'.Vi. Die liischüfe tun Stra&hurg und BaaeU mehrere AeOle und Herren, dit u 
Pfandgut eoM Hoim (ktUrrtieh hahe%, die Städte Straßburg^ Basel n. s. «o. 
eeUießen eine» LandfirMim i^uf zwei Johre nnd Seite» daför eins ßreiteknerhm-' 
»issio» ei». iMS Oetober 17. 

In goltes namen amen. Wir Johans von gottes gnaden . . Inscbof sA SIrasabarg 

. . Johans von goU gnaden bischoff zd Basel . . Eberbart von golles gnaden . . appet to 

der slift zQ Wiszenhurg Johans von dez selben gnaden appel der slifl zu Morbach, 
do nach an slal und in uammen der berselialt von (Astcrrich wir, die hie nach aller 
nehest nabeuauder gescribeti slunl und pbanlgül oder phlegnissc inne kant oder be- 
siUent von der selben herschafl. alse daz mil genanten werten bie naob besdiMd«! tat, 
wie die rede von der hersobafl und unser selbes wegen alsua sidi anvabel . . wir Adel- m 
beit die . . marggreGn von Baden mil Beflbrt dem pfände und waz dar zA gehört, 
Frene grefin von Nftwenbörg eliche wirlin grafe Hannes von Ilabsburg mil dem 
pfaode I\otenberg der vesten nnd waz dar zft f^eborel, Ulrich hcrre z& Rapolslein 
mit dem pfände . . Landespurg der vesten und waz dar zu gehöret . ■ Ulman von Ttirl 
lantfugel z& Elsasz mil der ptlege Datleoriel, Blftmenbcrg und was in die pHegnisze 
geboret und denne mit dem pfände der vesten Pbirl und waz dar tu geborst, Diethe« 
rieh vom Ilfis mit dem pTande Landeser und waz dar zft gehöret . . Herman von Lan- 
denberg mil dem pfände . . Allkirch und woz dsrzA gehöret . . Eppe von Hadslal mit 
detn pfände . , Burglieiin und woz dar zu fieberet . . Heinrich, Fridericb und Cuntze 
gcbruder von Iladstat mil dem pfände . . Bereheim und waz dar zu geboret . . Lulze- 
man von Rotersdorf mit Rosenfeils dem pfände und waz dar zCi geboret . . Johans von s» 
Waltpach mit den pfänden . . Ensiszheim . . Sennheim . . Tanne, der barg . . Rotenberg 
. . Uasem&uster und waz dar zft geboret . . Otte der elter berre sft Ohszensletn . . 
LQdewig, Heinrich sin sfin . . Ileinrirli der oller und Syraönlherren zft Lichtenberg . . 
Johans berre zu Ratpolslein . . Kridericli berre zu Cieroltzopp am Wasichen, do nach 
. . wir die bürgermeistcr, die rcte uud die bürger gemciuUch der sielte . . Slrazburg . . 



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1366 600 



Basel . . HagnA . . Gdmar . . Sletsslal . . WisKoburg . . Eheoheim . . Boscheim . . MftlhiMui 
. . Keyser^erg . . D&renkeim . . Münster . . Selss und deniie wir Werlin von Landesperg 

der voget, dar zft der rat und die bürger gemeinlich von Richeuwilre mit allem. . .* 
von der herscliafl von Wirlenberg zi\ der selben voj;eliye gelioret, und sundcrlich ich 
der egnanlc Werlin von min selbes wegen verjehenl alle und lunl kfinl mit disme 
briet' allen den, die in ansehen oder horent lesen, daz wir von guudeu, erloubung, ge- 
heisre und oach gebolle des aller durclierlulilen fürsten und berren kern Karin des 
R6miacben keysers tft allen silen merer des riches und knnig sft Bebem, unser» 
gnedigen herren, durch ansihtige notdurft und fruhtbern künftigen n&tz des landes 

10 und der lüte geracinlich . . . gemäht und uucli gesworn zu den heiligen ein gemei- 
nen lantfriden in dem hindc zu Elsusz vestic]i< It sl< ti' zu hultcndc mit allen blinden 
und artickelcn, als hie nach au dismc brief gescnben slal. Und sal der lantfride angan 
au der bürg zü Houwenstetn dar . . . dannan die riht unlx an den Wissensteiu und dannan 
die ribt nntz an Slossberg, dannan unts an Goldenfeils, dannan unts xer Yle, dannan an 

u L&ders das closter, dannan an den Wasichen und do für an allen enden zwo roile bie 
dissile Rines die slihte bar abe unlz . . . Monlal do selbes begriiren hcl zii VVissen- 
biirg und von dem stein zft sclieidi; dos dtjiilVsi, der die Montat scheidet, und en- 
Iwerhes übern wall bitz ull die slrasz, die gegen .. Nüwenburg gat, und der sirasz 
Ihr sieb nach über Rin bitz gegen Nüwenburg und als ... Nuweuburg begriflen 

•» bat, und von Nnwenbarg bar uf bits gegen D&rmersheim dannan gelicbes tüber an 
den Swarlzwalt und den Swarlzwalt für sich uf untz an die vorgenanle bürg 
Howcnstein und ielweder site des gebirges als die sneschleiiTe gant . . . [an alle g]e- 
vcrde; ouch umbe die lanlslrnsze, die für Breilenstein hindor Lielitenherg har gat, 
weunc man für den selben Üreitensteiu har gegen dem Uinc kommet, so sul man 

IS in dem lantfriden sin nss und in z& wandelnde. Wir sctzenl ouch und gebietent, 
das man uff [toeUer wie nr. 159, 6i* angreiflen und pfenden, als man untz bar 
gewonlicben getan bat], doch dez riches und der herschafl von Österrich lanl 
und lute sol nienian angrifFen umbc dehein schulde, die daz rieh oder die selbe 
berschaflt scliuldig werenl, es si denne umbc zinse und umbc fi^ülle. Wer ouch 

*• in dismcj lantfriden zil geseszen ist, er si hcrrc, rilter oder kneht, der sol zwi- 
scbent bis und sanl Kyclaus lag n(i nebest diseu lantfriden sweren, die berren nws. «. 
und ir gewissen ampl&l vor dem drisehendmanne und die rilter und die knebt 
vor den vorgeoanten berren [und Stetten oder iren] gewissen amplluten. [IVeiter 
xrie nr. 159 bis uberfert.] Ouch ist zu wiszcnde, daz man von diz lanlfriden 

•» wegen alle berren, rilter, kneht und mcngelichen, wer in dem lande zu Elsosz 
dem besten teil und der gewonlichesten gcgenen geseszen und mit vestcu bchusel 
ist, sol soli«^ baben und sft des wisen. daz sA disen lanlfriden swerent nscb 
den vorbescbeiden w(Nrten. Und wenne die driseben, von den bie nach wol ge- 
scriben ist, erkennent, daz er nftlz nnd gftt sft disme lantfriden sü, der do 

« geseszen ist, als do vor gescribcn stat, den mügenl su wol dar in onch nenimen 
und eropfaben alles bitz zu dem egenanlen zil sanl Nyclaüs lag. Geschehe ouch 

• ■) Sm »mi iit mtiUmt ZltiM tMltUuuU» Atni «mm* Uubr/htk. 

79 



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S70 



1366 



dBi ieman gcscbcdigel wurde [urgiter ißie nr, 159 iü ieweder sH Ullieh und von 
rdit tuo sAllenl. Hinter schade uflj^ribtet wird i$t nngt^koben als vol nach 

dem lanifriden, so er us kerne, alse ob er dennoch werte aoe alle geverde]. 

Wolle aber iemon des dem andern ungehorsam sin und des rehten also uszgan, 
wider den sol der lunlfride beholfen sin und in solich li;in. daz er soliches reliles • 
gehorsam wirt. Wer ouch daz icman wideräilc ollen viginUcbaHl oder krieg in di« 
sem lantfriden brabt h^te, wax saclieu oder schaden do von vonnalen uferslanden 
oder erwabsien wer, dar sft sol man n&t beboIlTen sin von dis lanlfHden wegen. 
Wolle man aber den selben färbass me kriegen über daz, daz er rehtes steh erbülle 
und gehorsam woll sin vor den drilzelien, so sol man nn uff den eyt von des lanl- t« 
friden wegen beiiolfen sin umbe alles daz, so ime dar nach geseli- Iie und widerfüre 
zu sciiaden und miszevange. Duch so ist in disem vorgescriben arlickolu uszgonom- 
men und beballen den cgcnanleu bürgern und der slal von . . Basel, daz er die an 
eyde nodi an ere wider Ir ersten bfinde nät r&ren sol noch in kein schade nn, 
und sol der lantfiride an dem slAcke gegen inen stan, alse ob s& in nye geswora u 
hellen noch dar in nie werent l<'Miiei). Ilar über <Usen lanifriden zu erkennende 
sinl gekosen und geselzel . . drilzehen aiitbere manne von unser des vorgonanlen . . 
bischofes wegen von , . Slraszburg zwene, von unser des bischofes wegen von 
Basel einre, von der bcrscüeft wegen von . . Oslerrich und der. die do vor mit Jrem 
lande an der hwschafl und ir selbes stal redent, zwene, do nach von unser der tt 
egenanlen anderre herren aller wegen und der vogetige von Bichenwilre ouch swene, 
von der slal wegen zu Slraszburg swene, von der slat wegen /u Rasel einre, von 
der egenanlen des riches stelle wegen zwene, und sol der veste riller lu r Lulzeman von 
Rolersdorfl" von des viir<j<'natileii iinsers lierren des keysers und des heiligen Römi- 
schen riches wegen ein gemein dnlzehende man sin uns den egenanlen herren, u 
atetlen und allen den, die sft disem lantfriden gehorent gemeinlich, ünd sAllent die 
selben drilzehen uff Ir eyde, die sA lipltch dar über geswom habent, nngeverlich allen 
den, die in disem lanifriden geschedigel werdenl, dem armen glich als dem riehen, 
gemein urteil sprechen \\ri:i(i'r mut . mn( . wie »r. 159 //W do sullenl sü hin kommen, 
(locA sollen die l)rfi:>'hi :i' Cm'/iuir :u.<ifiiHmeiiAom)iie/i.] Wer ouch daz der driizt^lxMier m 
einre abegieuge oder siech wer oder in laude uül euwere in süsz redelich sache irrete, 
daz er nüt zu den tagen kommen mfthte oder daz in die wandeln woltent, die in dar 
geben oder gesetzel beltent, oder er sich selber wolte wandeln und nAt leoger do bü 
hüben und ouch daz kunl tele zu rehler zit den, von der wegen er p -sd wer, da« 
mag wol sin luid sul 'm nn sinem eyde nul schaden, und sol aber deniie der herre oder ss 
die slal, von wes wegeti er vormals do geseszin ist, ein erbern man zti den luidern an 
sine slat senden, und sol der bii iu siUen und rihleu und sol swereii, als der cr^le swur, 
der vor im do sass, und sol onch des urleil gellen. Und wenne Jcnre erst, ob er dennoch 
lebet, wider sA tage gesendet wirt und gesetzit, alse er vor sasz, so sol denne der, 
der iu verwesen hct, lidig sin sines eydes. l'nd mit oammen wer daz der egenante 40 
gemein drilzehende man stürbe oder abegiengc brcslen halp sines lilics, daz er zu 
läge nüt komcn mölile, wenne daz geschehe, so sönl die andern zwollf hü Jrmc 
eyde ane iürzog is den i*iil lagen darnach, weuue sü es beliiident, zu süuuuea varn 




1866 



574 



iQ die slal geiu Colmar und uiemer daanan kommen, a& alle oder der merrcleil 
UD^r in habenl e nf den eyt ein andern an sine stat, den n&üteslen und den we« 
geslen dem lande» ao vene sA sich verstant, geliosen und erwell, der in allem nam- 

men rillte und ouch ein gemein drilzelicude man si, aise der erste was ane alle 
6 gevcrde. Wer ouch daz deliein liorre oder ietnan anders der drilzehener innen oder 
die bolten, die die lierren oder die stette zi'i den dritzelien schicketent, dar umbe 
kriegen oder bek&mern wollenl umbe daz, daz sü ir urteil wider su gesprochen 
hellenl oder die bellen äber sd gevordert hellen! vor den drilzehen, den aol man in 
disem Sil und nach disem all heholfen ain uf den eyt von des lanlfriden wegen, 

>• nutz daz er sin entladen wirl ane alle geverde. Wirt ouch ietnan gemanl, der su 
disem lantfriden gehöret, zu oime uszoge oder zä eime gesesze ein vesten zu pe- 
>\'innende, der sol dar zu dieneu uü siu eyt uach den dingen, alse die drilzeheu oder 
der merrc teil erkenncul, w ic im daz gelegen si, dar zu er gemenl ist. Und mit oam- 
men so sAnt die sdben dritsehen oder der merre teil under in mabt und gewalt han 

f sA erkennende uf ir eyde umbe alle helfe und dienste sA dem lantfriden sä tände 
mit l&lzil oder vil, zu rosz oder zu füäz g>>It und giil zü gebende von dez lantfriden 
wegen, wie sich daz alliz heischet nacli noldorfl dez landcs ane alle geverde. Wirt 
man ouch ein sesz haben vor einre vollen von des lantfriden wegen, waz koätünge 
man do hei mit grabende, dümbelern, wercken und \i;ergl&len oder dehein andern 

w kosten von b&wes wegen, den kosten sullent gelten alle herren, alle sielte und alle 
die, die s& disem Isnlfriden gehorenl, alse aich die driczehen oder der merre teil 
under in erkenuent, daz bescheidenlich ist. Gefiigele es sich ouch, das man reisende 
wurde von des lüiilfriden wegen, so sol man es tun in solicher wise bestall, daz 
weder roüp noch braut den fründen mit geschehe; überfür aber daz ieman, der dar 

t> an büszwirdig und scliuldig füuden wirde mit g&ter küntschaft, daz er mit gever- 
den und düroh m&lwillen bar an missetan belle, der sol es bessern naob mtigeli- 
eben dingen, wie denne die dncsdien oder der merre teil under in sich erkennent, 
daz es gelimpflich und rehl si ane geverde. Wir die vorgenanlen herren und stette 
und wer an disem hriefe redende ist nen»ment ouch in disotn lantfriden i'isz und wol- 

*) lent, daz unser heiliger valier der habest, dar zu der vorgenanle unser herre der 
kej'ser. daz heilige Römische rieh und ouch uns selber alle ir und unser friheit, rehl 
und g6l gewonheil behalten si, und sol inen und uns diser lantfride dar an kein 
schade ain. Dar su ao behalten wir uns selber und ncmment usz alle unsere eitge- 
noszen und verbünluisz, die wir vormals getan lialn iit oder ilzünl baut, alse ouch 

tb die brief safi' iit. die dar über geiiiahl sint; und ob wir su forbaz lengern oder cr- 
niiwern wirdenl und ob wir uns zu iemau bindende wirdent, wer der were, daz 
mögen wir wol li^n, und sol uns der lantfride dar an kein schade sin. Sünderling 
dar sA so bat der vorgenante . . bisohof von . . Basel mit nsmmen har inne usz- 
genommen den . . grafen von HAmtpelgarL Wir wollenl ouoh und sulleni alle 

M schedelich und argwenige lüle. die in discn lantfriden zilen rilent oder gant, angrif« 
fen alse verre wir mügent bi unserm eyde und uff zu stellen alse verre wir mogonl 
ane geverde und s6nl sü ouch ulT den eyt halten und von in rihten nach der mis- 
belal, ulsc sü denne bcgougeu hant und alse wir denuc erkenuent, wie ez dem lande 



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579 laM 

n6lslich und notdürftig si» und sol sö do Tor debeine fribeit nAt scbirmeo, die wir 
alle oder ieroan beaänder bant an alle geverde. Und aol dirre lanirride anegan an 
dem tag« alse dirre hriofT geben ist, und sol weren unverbrochenlicb und an alles 

wiJomilTt'ii liitz ufT tlon licili^'tMi \vili»Miii;iht tag, iWt un scliieresl liominet, und von 
dem si'lbeii wiln iinalil [ufi zwei gaiitz jar, die naiienaiHier kuuiiueul une uiiderlosz. » 
Wer üueh daz doheinä herreu. deheiiire slul oder iemauä, der an disem briefd do 
vor redet und gescriben bat, ingcsigeLi gebreste» das nAl an disem brieff binge, so 
sol docb dirre brieff stete sin und in sinen tägenden und kretlen bliben alse er be- 
acriben slal gegen allen den, ilie in versigell hanl ane iille geverde. Und daz der 
TOfgenante lanlfride und all.! dise vorgescriben ding ganlz vesle nnd stiele Llibeal, lo 
80 liabenl wir unsere in^ si^ele gelienkit an disen bricf. Geben an dem uchesleu 
sauicälag nach sanl Gallen (a^ in dem jar, do man zall nach Criäluü gebürl lü^eut 
dmbündert sebtzig und sebsz jarc. 

Str. St. A. 0. V. P. lad. 44Hi. top. mb. eoae». 

Cidr ,Sc/i. y /f /, iliiJ. II. sr.O ur. l!,ipi)olist I B. II, Si',. — Haber reg. ReiAu. » 

nr. Hl. MarLijr. Reg. nr. Mossmaim, Cmt. de Mvliwtue II, 540. 

734. ITaiser Karl IV fordert die Sludt Straßdurg au/"^ teinem tum ReieJU- 
wkar grtutnufe» Bruder Wenzel gehorsam »% sein. 1999 OeMer 97 Jfürm l t tr g . 

Wir Karl von gots gnaden RAmiscber keyser se allen siten merer des ricbs 

und künig se Bebeim embiten dem . iMnginneisler, dein rate und den bürgern « 
gcmeinliclien ze Slrazzlmrp, unsern nnd des lieiliV*' n rii lis liljon getrewen. tuiser 
hulde und alles gnt. Liben jiretiewen. Wannr wir niil rate der . . fursten, gralen 
und herren des heiligen riclis nsil wulbedahleni mul und mil fehler wizzeu den 
hochgeboren Wentila berlzugeu se Lutxemburg. se Bralwnt und se Limburg, 
unsern üben bruder, unsem und des bciligen riobs gemeinen Ticarten gemacht m 
baben in Deutschen landen und in allen andern landen und creizsen, die disseit 
des Lampardischeu gehirges gelegen sind, und haben imc gantxe macht gegebea 
se tun und zo schikken alles, daz wir seiher geldn molilen, als in unsern hrifen 
sftlcb unser meinuug voUckumeulichcr uud genlzlicher hegriüen ist, davon gebitcn 
-wir ewem truwen emsllicben und vesliklicben by unsern und des ricbs huldeu to 
und manen euch der eyd und der gesworen trewe, damit ir uns und dem beiligen 
riebe verpunden seil, daz ir dem egenanten unserm üben bruder und vicarien 
oder wem er daz mit sinen brifen k&nllichen empnihcl, ze allen sacbeu, kriegen 
oder leydinf,'en, die er hal oder l'nrbaz gewinnet ze handeln oder ze tun von des 
beiligen ricbs wegen, uiil aller ewer nialil heholfen, gehorsam und wartend seil, als 
oft er des bedarf und ir des von sinen wegen werdet ermaut, gleicberwise als uns 
selber on Widerrede und on alles widerspredien. Geben se Nuremberg unter unser 
keiaerlichen majeslat insigel an der beiligen czwelfpoten abende Symonis et JudOt 
nnserre riebe in dem ein und cswinsigslen und des ketsertums in dem oswelAen jare. 

[Auf det» Bug] per dominum canoellarium «o 
Gtotherus Xokler de Babenberg, 

Str. St. A. kk 78. or. mfr. paL e. rif, pend. 

Gedrudtt bei Wender appar. arch. 213. — Heg. t'n der ZeiUdir. /Br €tekk. i. Oberrk. 
XXIII, 454. Huber reg. nr. 4412. 



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isee 



873 



735. Kaiser Karl IV beanflragt die bischöfe Jobaas zu Strasburg. Lantprecht 
XU Spire, den edeln Symon von Liechtenberg, bargermeisler, rat und geschwome su 

Slraszburg, den biscbof von Basel einer-, den rat und die bärger andererseits, die 
mit einander um etliche rtn lile und f'roilicileu in zwisl sind, auf einen gegebenen 
» lag vor sich zu bescheiden und ilirc handfrslen, brief'e etc. zu prüfen. Darüber sollen 
sie daun ihm, dem kaiscr, bcricLl erslalten und den slrcilenden einen tag zur eul- 
gegennahiiM des kaiseriidieii Urteils bestimmen. Nfimberg 1366 mitwoch nach 
aller beigen tag a. reg. 21, imp. 12. iim jrmmmher 4 Jromtorv 

liach dem Druck bti Trouiilat, moHuuienU (U VhUloire de l'auvim rcrchc de Buie IV, S37, 
10 — Hmber ny, mr. 44S9. 



7;16. Bischof Johann III erldßl BeslimmuHffen hezügtick der JJtulerlassen- 
Hhaß der Geistlieken. ism Kov»mb«r 7. 

Johannes dci (rraria . . episoopus Areenlinensis ouuiibus et sinj^ulis . . iirr!ii|>ro<hy- 
leriä noälrurum uivilaliä el d^ucesis Argenlinen.'jiura :>alulcm el^inccram in duuuno can- 

» tatem. Subjectonim comodis jugiler inteodeoles, nedun ea, per que vivenübus consuli- 
tur, sdUiciler' medilamur, quin immo el iIHs inlendimus, per que decedenlibus in relicUa 
el dispoaitis per ipsos plcna procurala überlas in ileccdendo eis inorienlibus tranquUH- 
latem meneium et jani del'unctis saluleni confurüt ;inimarum ; altendentes ipilur quod'* 
frequcnlcr hactcnus obcunlibus sacerdolibus el clericis civilalis et diocesis « arundotn, 

an poslquam obieranl per huc, quod res el bona eorum posl ipsorum decesätim per duini- 
Dos temporales et . . oflidalea eonim illorum in quibus vilam iinierant et nonnuroqüam 
edam per . . ofBdales noslros seculares, advocalos videlicel el seculares eorumque fa- 
miliäres, pretcr noslrsm Hcenciam vel indultum rapiebantnr, dcciipabanlur et recipie- 
bantur indehile, gravis irrof^ahalnr injuria in lanluni, (luud Ic^iKiini siirressores seu 

» execulores uUimarum volunlalum ipsuruni decedenciuni de eis ipsoruni exequi pias el 
ralionabilcs ullimas non polcranl Tolunlutes; vulenlcsque huiu morbo salubri remedio 
providere» universia . . dominis temporalibus ae ipaorum el eciam noslris . . ofiiciali- 
bos . . edvocatia et aeulletis aeeularibus seu familiaribus eorundem ac quibusvis aliis 
parentibua vel amicis dcccdencium inantca prcdiclorum, vel eciam si sc pretendanl 

M ipsonini fore hcTcdes vel Ii-^Mtlimos suceessores. finniler el dislricle suh peiiis inferius 
annolalis lenure prescnoiuin luhibennis, ne post decessuin cujuscunque sacerdolis vei 
clerici civilaliä et diocesis prediclaruni, quesilu quuvis ingenio vel colorc, res el bona 
decedenlis ipsius mobiles vel inmobilea vel eciam se movenles seu quodcumque sup- 
pellez vel utensilia domua« qne idem decedens in morle reliqaeril vel ipsius fore dum 

a vixit tempore mortis sue seu eciam in morte vel lecto cgriludinis ipsius, preier el 
conlra voluntateni ipsius invadere, capere, recipcre seu quoinodolibi-l j er se, aüum vel 
alios occupare presumat. Celerum tarnen, cum nuslra ex deinlo oHicii pasloralis iu- 
leräit, decedcncium ullimas voluDtales ex reliclis per eoa execucioni debile demandari, 
vobia . . archipresbyteris universis et cuilibel vestrum in archipresbyleratu suo auc- 

^ •) Vorl. »olUcilew. b Yorl, que. 



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574 1366 

lorilale nostra ordtnaria commitlimus el tnaudamus, quatenus, quandocamqut ^uis- 
quam saccrdos vel dericus benefictalus in dvilale vel dioc«si predictis deinceps fuerit 
vila funclua, ille ex vobis . . archiprcsbyler, in cujus archipresbylerata diclus decedens 
domum, res el bona, quasciiinquc rdi([iionnt, de eis Ijoais et rebus äiitgulis diligen- 
cius inv( sli*.'i'l nc eciiiiii se iiilrumiUcil <Ic eis nisloiliciKlis ar por sc el funiilian'S snos s 
ipsus ciisloiiiri lucial el tiiJelilcr couservuri, ^ii" vidclit d ijuüd voslra diiijj;< nciu iii 
bac parle vuleat cuniiiiendari, ul nobiü fcrlone nu:»lru Iv^ulo vel alias jure iu eis non 
quesilo ülis ipsas res el bona reliclas ruddal et tradal» quibus jus competil ad easdem 
seu quibüs de jure sunt Iradendc, invocalo ad hoc si opus fuerit auctoritate preflila 
auxilii bracliii secularis, et si. quod absit, quisquam vel quiquaro fuerit vel fuerint, " 
qui coiilra pn-sfiilcni nuslrfiin iiiliiliieiotiem ausii lemirario in preiiiissis queniquam 
veslrum pre.siimpsiTiiil iaipeJire seu viiii vel fraudem aliquas < (uimiiUi re iu eis seu 
auxilium dcbilum denegore, cum fueril vel fuerint requisilus vel lequisili, in iüum 
et illos, Irina canonica nonicione premissa, exoommunicadonis senlencias el in locum 
et loca ipsitts vel ipsornm, si lod vel tocorum aliqnoram vel alicujns dominus vel » 
domini iberil vel ftieritit, el si . . uniciaUa . . advocalus vel . . scttllelus nosler vel 
oujusquam allerius luent scruiaris, in lufntn seu lot^a sui territorii seu jurisdiccionis 
sue, seu si quisquam alius privalus vel privala persuua ecclesiaslica fueril seu eciam 
secularis, iu lucum domidlii ipsius usque ad salisfacdonem debilam iulerdidi senlen» 
dam prorerimus in hiis scripUs, quam extunc eciam cessando in ipsis pcoitus a divinis *• 
auctoritate nostra prefata precipimus inviolabiliter observari preterquam in dvitate 
Argenlinensi, ad quam vel ad ejus suburbia presrns exlendi uülumus iiit<Tdictum. 
Prelerea quarneunifjiie aiii'loril.ilfiii vi»!»!-^ . . ar<'Iii]iri'>li_\ lei u in linnis iilioniin <iicfilrtieium 
eoni'osiiniis, illam . . cain<*rüriu liliiis arcliipiesin leialus eunceiiiiiius, ulii queiuqne ex 
vubis . . arcliipresbvleris liuirc euuligeril dies suos. Celeruui quevis inlerdicla auc- *» 
toritate nostra in quascumque lata ecdeaias vel loca in illis tenore presendum illts 
diebus, quando et cum sacerdotcs vel elerici decedentis seu confiratris capituli cujus- 
cnmque exequias, scplimum, Iricesiiuum vel ooogregacionem capituli cujuscumque 
conligeril fipi, auclorilale iioslru pmlicta ^Mvrt. rnliinns in liiis scriplis. Quo cirea vubis 
Omnibus el suignlis arciiipi i sli\ d i is supr.i iiLii;- vuNlriäque eonfratribus universis lenorc »o 
preseiicium precipimus ürmiler el dislricle, qualenus presenles noslras ordinaciuneui, 
Processus et senlencias ac oronia et singula supradicla singulis diebus dominicis 
proximis post jejunia qualuor temporum ac aliis diebus, quandoonrnque vel quociens- 
CUmquc fuerit oporlunutn, annis quibusübet iu futurum . . otnnibus Christi tidelibus 
vestris subtlilis inlimelis publice in cancellis. DaUun Arj^entinc sub sij^iUu iiuslro u 
parvo, quo ulimur in liac parle, prestMililms aperlis in l<'>li[iiuniuni premissuruin ap- 
peusu sabbalu proximu posl feslum oiauauu sanulorum aunu domini millesimu trc" 
cenlesimo sexagesimo sexto. 

Str. Bet. A. Q 1401. «r. w». Ut. pat. e. tif, pend. tUl. 



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, Dtr BeieAsterweser Wenzel /ordert mit Sinweis auf den bezilglichen 
Brief des Jtauert^ daß die Stadt Straßburp den in seinem Namen gesandten Boten 
GeAorsam leiUe. laoe Jrmmnbw HS BrüseA 

Wir Wcnceslaus von Belieitu von goU guadeu herczog von Lucsembürg, vun 
I Brabant nnd von Lemburg, des heiligen richs disseil des LBrnpartischen gebirges 
gemeiner viearias in allen landen, entbieten dem burgermeister, dem rftt und der 

stal gcmeinelichen c;;u Slraszburg unsem frunllid)t>n gr&sz und alles gQl. Wanne 
der allprdurcliliKlitigst fnrst iinspr lieber gnedif^cr berre . . bor Karl von gols 
gnaden Römischer keiner czu ollen czid rt incrf t di s riclis und kiinip czu Bebcim 

10 uns empfolhcD und gcraacbt hal ozu einrin gL-aiemcn vicurica des heiligen ricbs 
in allen landen disseil des Lamparlischen gebirges und uch gemeinelicben geböten 
und ermanl hat der cid und gesworen truwen, als ir ymt und dem riche verbon- 
den seil, daz ir uns von sincn und dvs rielis wegen geborsam, underlenig und 
gcwarlend seit cze allen s.iclien gelicberwis als yinc selben, als ir wol sebl an den 

u bricfcn. die er ucb unter ;iitii'r majcslal insigel bat gesanl; mid wanne wir von nol- 
licber sacbc wegen, die uns unligeud sein, C2Ü dcseu czilen selber czü ewer gegen- 
werdikeil nihl Icftmen mAgen, dar nmb senden wir czft euweren trftwen den edelen 
gralT Jebann von Nassowen, unsem Heben neven, Huwarten berren cx& Eiteren 
ritlere und Heinrich von RomaingDe unsern secreluriuin. Und als unser vorbenanler 
bcrre der keiser eurb ermaiit bat. nlsos liit. n und begeren wir ernsllioben, daz ir 
den Sellien unsern gi ln'nvcn oder ozwi in von yn, den wir des gancz niabl geben 
cze nenieu luil disen brjel, von unser wegen und an unser slat von des ricbs wegeu 
gelobet, daz csa lün, als unser vorbenanter herre der keiser hal geboten. Und wsz 
ir unsem egenanten getrawen oder cswein von yn alsoa gelobet, daz genüget uns 

■ als wol, als ir uns selben gelobt hellet. Und wenn ir daz habt getan, so. geloben 
wir ucb inil disen brief, daz wir ucb und die ogcnanle slal bi allem recbl, fribeilen, 
lianfe.stfii und ^'uleii gewonbciliii, die ir von Roini'^cbeii keisern und kunigen von 
allen und von uuweu czileu erworben banl, ungehiuderl laisaen suUcn und oucb daz 
wir uch schimen und befriden willen vor allem unreht und gewall, alsos verre als 

» wir hflnnent oder m&gent. Vort geloben wir uch cze halden, waz uch die vor> 
benanten unsere gclruwe oder czwein von yn von unsem wegen gclobent. Alle die 
vorscbriben gelobde und arliclen geloben wir ucb in guten truwen und ofT unser 
fürsllicber erc wol und genczlicben cze ballen sonder argtist und <:* V( rd.' Des zft 
urkout hau wir uusero iusigel an desen brief luo beiiken. Der geben ibl in unser 

» stat CZ& Braessella off sende Katheiine tag der heiliger junkfirowen, do man czall 
nach Christus gdiurla drflczebenhondert ses und seszocig jar. 



S(r. St. A. AA lOS. or. mb c. »ig. priid. del. Unkr dem Ilug S. H. de Ro[aiaigae]. 
Ebenda cop. ch. eoaeo. und ein Vidimue auegettdlt vom judex curi« Arg. (i proxima 
po«t fntnm btttl inooM epi. 13T0 (fleetmber ü). 
M OeinuM hei Wem^ VP"*"' «i^- — IfxAer rqf. Seidtu. nr. 44T. 



576 



1366 



TIS. Paptt Urban V heouftragt de» Deka» to» JuHf' *. Peler^ fewiste Zwü 
stiffkeite» iwisehe» Hvgel'M to% £he»hem «. A. bei:nl(i/c)i. 

J.'fOO yovember 26 Ariynon. 
T'^rbatnis e[)iN< ü|»us sci vus ^orvurlun clei thkclu iiüü dccano eccN'sie sancU Peiri 
Argeiilitieiiäis i>alii(i-iM <:l upo^ilulicaiu hoiiedictionom. Couquu!>luä cäl nobU Ilugelinuä de » 
Ehenheim civis ArgenlineDsis cniccsignaius. qiiod Volmarns dtelU8 de Geod^heiait 
Johannes de Odroczbeim annigeri, Reymboldus de Windecice alias diclua de Lansberg, 
Joli:ii I - iclus Meshoiisolin. Cunradtis Kolze de Roisheim el Nioolaas dielufl der Wire 
de Obcrwüre jiropi* Larc, layci dich' dyin -i^, shiht rpiilinsdani peccmn'anirn sumtnis, 
lerris, posst-ssinnüiiis el rcliiis aliis injunaulur culeu), prupler ijuod noii sm execucio lo 
impedilur. Ideuque discreciuni lue per ti)x>älulica scripta mandaiuus, qualenus parlibus 
oonvoeatis audias causam el upputladone remota nsuris cessanlibna debilo fine deci- 
das faciens, quod decreveris, per oensuram ecdestasticam firmiter observari. Testes 
auleni, qtii ruerant nominali, si se gracia, ulio v. l timore sublrazerint, censura 
simili aiipelldciotie cessaiile cotn])ellas veritalis teslimuiiiiitn probtbere. Dalum u 
Aviniuue 6 Itaiendas deceuibris poalilicalus uo:ilri anno quinlo. 

Äfr. Sl .1. V (' i!. Coij' K lail. 'J'i'i fi(i. n\h. r siij. yind ihl. nuitgexUllt vom }n<io\ 
cutie domini Johannis de Kybuig prepostü ccclemu Arg, 1307 Febr. Ii3, ^feria '6 »Dl» 
di«m b Matbie »pMloli.) 



739. T/iOfuu^icapUel triß Beslimmungen iUter Vergebung der Pfründe», m 

1999 2fw9mh9r M. 

Noa Nicolaus Spender . . prepositus, Heinricus de Reno tbesaurarius, Ölricus 

de Toffingcn cantor, Erlewiims de Dainbach porlarius, Jobannes de Canipana, Jo- 
hannes de Sani, Jobaniirs Iliiniljerli, Kridericus dietiis nernlmrl ranouici eaptlulares 
ecclesie sanrli Tliome Argeiilinensis üoliiin facinins leriorc pre.senciiiin univcrsis, quud in « 
cupiluiu diele uuälre ccclesie pro iulruäcripli.s agendiä capilulariter congregali comiuuni 
Iraclatu et super infrascriptis deliberacione prcbabila diligenli ob evidentem utUi- 
talem noslre ecclesie el ad vilandum discordias et ranoores, que interdum ex variia 
rccepeiouibus personanini ad vacnnlcs in dicln nostra ecclesia prebendas factis sunt 
siilRirle, ordinacioneni de conferendi.s ])relK'iuIi.s in dieta noslra ecclesia vacaliiris dudum so 
factam per canonieos ipsins eeolesio in lillera nominalos,' cui presens litlera est 
Irauälixa, in onuieni uiudiua el furmain, pruut facta diuoscilur, ad canonicus ipsius 
noslre ecclesie, qui in ea posl dalam littere, cui presens liltera est transfixa, in cano« 
nicos sunt reoepti et infra decennium redpientur proximo afTatunim, oapitalariter 
el concordiler duximus exlendendum, capilulariter, commaniler el ooncordiler statu- » 
enles et ordinanlcs per prescnlcs, (pind q-iilibel canonieornm jiosl dalam lillerc, cui 
presens lillera est translixii, in <3iri;i im im ecclesia in cauouicum rrceiilns cl qui 
infra decennium proxiuiu tuluiiiiii itciph-iiUir, publquam nominali canonici in ipsa 
lillera, quos adkuo ordo coUacionis non leligil, vicissitudinaliler vacatnras predictas 



> Ytrg^ Hr. »8L «» 



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1366 897 

coRtttlenint secundam ordinem aue recepcionis, polesUtem habere d^eat unam 

prel>en(lam caDonicalem tunc Tacanletn, cum eiun ordo letigerit, nuniine tocius capi- 
tuli cum pleniludino juris cnnoniri confVTi'nili in nrniiorn inodiitn vi fbrmam, proiil 
Dominali in lillera canonici poluiTiuit el j)u>.siHi(, cui presoiis lilltTii <'sl (riinsfixa. 

> proiuillenles per juramenla super hoc a uubi:> uiunibus supradiolis curpuruliler pre- 
slita, dictam ordiaaciooem eodem jure el modo simili irrefragabiliter et absquc con- 
Iradieckme inviolabiliter observare quoad canonicos in acpcdicla nostra ecclesia post 
datain littere, cui presens littera est (ransfixa.receptos el qui infra decennium proxi- 
mum recipienlur, sicul quoad iiuminalo.s in liltera predida f;>l liaclcnus ohscrvalum. 

10 El in premissorutn omtiium teslimoniuin sipiüa noslnim oninium prcscriplüriim 
preseolibus sunl appensa. Dalum viccäiiua scxla die inensis novembris auuo du- 
miiii millesimo IreoenteaiiDO sexageaimo sexto. 

Str. ThoM. A. lad. 2 (itatnts). or. mb. c. 8 »ig. pmd, 
EnpÜrni Ut Ck. tkkmUt, JWW. 4» dkaj). «k $. XhaHk, 49. 



u 740. Genannte Sirnßhvrgrr Bürger vnreigern SteHersakluHg ^ und werden zu 
tfrschiedenen Verbannung utrafat, verurteiU. [1966*] 

Kneht, e er sie gebe, er wollo e liallier erslocht-n werden. Itein lli nselin Stange 
jach: *v{iT wenl nioman nülzil geben.» Ilorii Heiiilze .Iinlemlireler h;il den \on Mi'iln- 
heim mil iine gAu viir den rat. Ilem Jerkelin Hader: «icii wil iiil gen.» Ilcm F\ne1il 

M and Slameier: «sie buwenl lurue durl inne; wir went nüUil gen» sprucli er ziiui 
Bocke. Item Haneman Seyler aeite, das «r helle gehArl -von Heintie Stammeier, 
das er hatte gesprochen, da der ammanmeister den m^sler hies die rede aelzen, 
dss er da gesprodien helle, sali ' f r, ilaz man in hencken solle, und meinde den 
ammanmeister. Ilein* Slaheler und da noch die andern sprochenl, .sie wollent nülzil 

ts gen. Item llerinan Uulin, Werlin am Tiche spruclienl, hie wollenl nieman nnlzil. gon. 
Ilem man sol Scholle bcäenden, duz er sage, daz die under wagenera zü den in 
GmleDowe soUent gAn; die «oltent nAtsii gen und sich dar wider aetsen. Item 
Heintae Waaaicher sprooh zftm ammanmeister s6mliche: «sprechent ir nit, es dnhte 
mich gfils und sprach da nach: «sprechent vaste». Item Ilerman RüUin sprach z& 

w Heintzcn von Krsdieirn: «liesz( Sl du den nianlel da iiideiian! dir wurl z(\ lieisn 
und meinde abe der plallz. Ilein Bnrearl Sello-se sprach zu Kluwon'', ez uu'isle gros 
ding beschchen, e danne man daz gell gebe, und sprach och: «wir went nülzit 
gen«. Item 

JeckeUn Bader sol niemerme sft Stiazbarg komen. Wo er in die mile komet, 

•» 80 sol man in crtrencken.*^ 

Ilem llenselin Stange 10 jar. 

•) «kiycMlr. 1 Jw. b) AhtrgttOir, /kr gutr. Glftg«. «)tD «rtnadwa kt Junkgenr. 



n 



Üigiiizeü by LiOOgle 



578 



1866 



Item Herman RUin 10 jar. 
Item Slammeier iemerme. 

Ilem Knehl 2 jare. 
Item Stnlipl«T 1 jar. 

Item Wernliu am Tichc 5 jar. • 
Ileiu Ileinlze WassicLer. 
Ilem Burcart Sellose 2 jar. 

Str. St. Ä AA 81. cmc. ch. an/ da- Üuckscite de* KHltchuidigtingtentviurfa an dm 
Xaim^ NT. 70)2. 

741. Ralsrorlaffeu belreffeud das neue Ungeld, Befestigung der Vontädte u. a. le 

Ilem man sol dem ralt- vürlegcn : 

Ilem duz man den vun Ilagcnowe mit einem bollen Lolscliefle und aa in er« 
vare, obe Wirich Püller uf uns und un^cr slal geLullcu liabe oder uil. ' 

Item man aol umbe daa nuwe ungelt es also lasieii Iriben, iintae das die boUni w 
vom Iceyaer bar wider koment, und sAlleot unsere boUen dax beste an die von 
Frauckenfurt werben von des zoIles w<^en, den sie bi in nemmen wellcnl. 

Ilem man sol dem ineister tnnl <1<-ni ammanmeislergetruweiit ombe dasscheocken, 
daz sie da mit iCiul, daz sie gut duncke. 

Ilem daz die, der die eygeuscheflc sinl au den husern uud g&lern, die in den m 
vorstellen in dem buwe gelegen sinl, den man da gemacbet hei. und die die 
da uffe baut. Ach i^licber nadi margsal da von geben sAUe. 

Item daz man mit den tAmberrcn rede voü der lüOOO güldin wegen, doz sie 
IQgcut, wie sie inis die pchetil, wollenl ober sie dez nil li'iii, daz man danne sciiöilel 
und amman besamae uud mil den zü rale werde, daz mau dcz cappiUels g&ler dar « 
umbc angriire. 

Str. Si. A. AA 81. conc ch. ,wf der Jtäcfaette «Itr Jn/HhtoinwwiKwh i iiy «M 3996, «r. 719. 

GedrudU bei Schiller, KunigtK 893. 

742. ReekensekafUberkht über dü Verwendung des der StuU geMrigeu Ei" 
sewonats. [1999.] wa 

Und dül die süme dez ysens überal, daz mir geenlwrlet ist von unaem berreD 
wegen, 5(i lyber y.sens und 8 sebinen und 9';', sol. stehe und 1 slap. 
Ilem 6 schinen vsens nam der lieiluian. Iii<;s der ammanmeister. 
> ein slap ysens nam ber Gölse Wilhelm und aber 2 siebe, bies her Obnlkt. 
» meisler Sytse der smit nam 2 aol. ysena s5 rosse nageln, bies her ClAwea » 
sftr M^ede. 



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iaa6 



S79 



» Heibe in Jadeqgasi« um 2 sol. jtena sft rotte nageln» hiea her Qftwes 

zftr Megede. 

» meisier Kaiiizeler nam Z soi. jsena Ach z& rosse nageln, hiea der z&r 

> 2 sol. yäeuä iiain unserre herrea smil, bies her Obrchl Schalg, und koment 

A nageln an den nnwen tum. 
» 4 adliinen nam SpeUenagd, hies her Reinbolt Kloheloeh. 
» 4 stehe nam unserre herren smil, hies her Ohrehl, komcut sft |i6Ien. 

* 4 stehe nam Spellenagel der smil, hies her Obrehl Schalg. 

Do hct aber unserre herren smil genümen 3 sol. ysens» hies her Obreht. 
Item 8 blatten nam der Merswiti, hies her Obreht. 

> Zorn der smil hei genümen •) sul. ysens, hies her Obreht. 

s unaerre herren smitheleber genümen 3 sol. ysens, hies her Obraht Schalg. 
» der ammanmeister her Obrdil Schalg het mir gehen 3 lyb. den. von 
unserre herren jatna w^en. Daz gelt Iii an dem Merswin. 

• Z sol. ysens nam unserre herren smil und aber 2 sol. 

Do nam der lunherre 10 sol. ysens, wrdont ime hdn gschickel. 
Ilem ein so!, ysens nam her CCiiilze Hog. 
» 12 blaUcn wrdent verköfl, komcnl zü 32 den., daz gell hei der zinsmeisler. 

> 5 sol. ysens nam nnaerre baren amit, hies her Cftntrot Müller der am* 

manmeisler. 

> 1 lyb. ysens nam der von Heilgenalein, der lonherre, hies her CSftnral 

Müller der ammanmeister. 
» 1 lyb. ysens nam der von Hcilgenslcin, htcs der ammaumeisler. 

Dis 1 lyb. ysens bei Walther Kuroagel us geben. 
» der blatten iat noeh 7 ad. 
» nnd der atebe one 4 9 aol. 

iSÜr. St. A. AK 78. oi^f einem l^pierstret/enf Hs. des atugehenden XIV. Jh. 



743. £äii9orh^ iegßgliek ^ei^ieAer Saekt$rMMäigWt Sl^ttnitietsunf im 
wütliekem GeriM md Zelktpnuuiim g€gt% CbAmr. (1998>P 

Man sol dem rate vürlcgen, duz man von dez selgercle.s wegen und umbe die 
g&ler, die die stiften in selber köflent, wiser pfatTen rat habe und mit den dar über 
sitae und t& rate werde, das das nAtallcheat sie. 

Item dm man dem ammanmetoler befelbe, das der aftdie Ute, die da gftt 
sint an die welllichen gerichte, und das man die mit den Uten hesetse, das den 
lAten und der mdngen gftt aie. 



1 Fm dbrnOM Baai «it «r. m «WähwA^ guArkbe». 



ä80 



1366-1367 



Daz man von dez zoUes wegen, den die von Colmer von unsern bufgera bi 
in neinent, von Iren bürgern ncmmc noch alse vil, alse sie von den unsem nemment, 
ffnd äüUent wir da« nemmeil von aller der Wnianschaft, die sie in unserre sUl 
kftiTent oder verkAffent. 

Str. 8t. A. OrdBOOgen n. Deeni» Ion. 80 f. 13. Apurwfffl Ha, dL f. Mä(flä 4m XTF. 3K * 



744. Ahl mtd Content t«» Altderf leike» ton Hvbumu Werwin 500 MärA 

anbei', tiefen Riickzfifdi'i' ijlnrJtzitt'uj v)il der liüehijahe des Klosters zum Orünen 
Wörth durch Menw'm erfolgen soll, jedoch nicht vor Ablauf ton 30 Jahren. 

lä«7 Januar H, 

lu dei iiomioG amen. Nos Fridericus abbas el conventos monaaterii in Altdorf lo 
ordinis sancti Benedicli Argenlinensis dyocesis ad universorum et idngalorum pre- 
sens scriptum inlcencium noticiam cupimus pcrvenire, quod nos in diclo noslro 
monasterio in Idco. in quo capilluluin congregari seiet, capilulariter congregati con- 

sedimiis de iilililalihus ac de subleviii.'iuiie nccessitalum cjusdem noslri monaslfri et 
spccialiler de subscriptis sollerte cugilanles, primo cum curiam ad inliabilandum per i& 
nos i-l ad reä el bona nuslru cunservanda in civilulu Argeatinensi uuu }iabereinus 
et ad excolendum bona dipli monasterii noslri, que ex gentis Anglioe devastaclone 
deserta el inculta jacebant, el res nobilcs ad presens nobis non sobpelerent» landein 
in hoo nnanimi' conaensti omninm nostrum resedit assenstts, ut di^c^etum virum 
noslrum specialem araicnni Riilnuinnuin dictum Mcrswin, civem Argenlinenscin, de m 
qmt iioM iiuidi( am fidem bucusquo gcssimus cl adbuc gcrimus, acccderemus ipsiim- 
quc pru rclevatidis eisdcm iiuslris DiTc^ü^ilalibus rugarcmus et soUicilaremus, ul cer- 
tam aummam argenli spedaliter inluila et pro amore dei nobis ooncederel et mulua- 
ret. Qui Rftlmannns ex mera amicicia, quam erga nos babuil et adhuo babei, el 
specialiler ob elemi premü retribuciouem noslris necessitalibus in hiis compacicndo » 
nobis quingentas nutrcnri argenli ponderis, sipni, aduslionis civitatis Argenlinensis 
nobis nniUiavil el loiicessil. Quns (juiJcm quingonlas uiarcaä argenli cuulitemur 
nos ab eudem Riälmannu picne el inl<!graliler reccpissc nobisque ponderatas et tradi- 
tas esse el in noatro» dictique noslri monasterii et spedaliter in aublevadonem pre- 
seriptarum nostrarum necessitalum usus tolaliler convertisse. Ob magnam edam a» 
amiciciam alque fidem, qnam erga nos et dictum noslrum monaslerium habet, et 
specialiler ob niiinnMu dei omnipolenlis pro se el illis, qni jjresens inslnimenliim 
penes se lenuerinl, vuluil el in boc: exiut sse consonsil, quod äuprascriplum debiluui 
quingcnlurum marcaruui argculi per nus el successores nostros in diclo noslro 
monasterio universos nullaienus exsolvatur sen persolvi defaeat nisi ad islud tempas» » 
quo nos et sueoessores nostn» cenobium noslrum nucupalum sA dorn Orftnen Werde 
extra niuros Argenlinc silum eidem RQlmanno per nos locatum et concessum ab 
eodem Ruhnanno et ;d) hiis, qui presens Inslrumentum penes se liMiuerinl vel 
habuerinl, rehalRTu el ad nos perlinere vohierimus. l'relalus eiciam Külmaunus el 
hü, qui preseus instrumcntum el cenobium predictom sAm Orftnctt Werde penes se m 



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habuerint, a nobis abbale et convenlu dicti noslri monasterii in AUdorf supradicloni 
debilum quingentarum mareanim aigenü nsqae ad prefixum lermiDum, quo aupra- 
scriptum oenobium t& dem Gr&aen Werde rebabere vdverimiis, ut pretangilur, ntölla- 
tenus pelne aut exigere dehent nequo valent modo qualicunque nee DOS noslrum- 

• que. Idem Rülmannus el delincutes hoc instrumcnlum cl ceiiobiiun stipradiclnm 
zürn Urüneu Werde penes se babuerinl, luunaslerium in Alldorff prescriplutu uoslrosque 
succossores in eodem quoscuoque uec booa ejusdem noslri mouaslerii mobilia et 
ismobflia super solachme el dacione auprascripli debiti quingentarum mareanim 
•igenli me^o tonpore inpeteret oocnpere el invadere aen vexara debent atque yalent 

M tut boc fieri procurarc per se vel per alios quoqnomodo, nist rehabere voluerimus 
ipsiim rcnobiuin zQ dem Gri"iiicii Wcrd« precxprossiim ; ul si quas eciam imji^nsas 
vel expcnsas prcfalus Hülmauus el illi, qui presens iuslrumentum et ceoobiuiu pre- 
diclum z&m Gr&oen Werde penes se habuerint, in ipso cenobio z& dem Grünen Werde 
el circa edificia ejusdem oenobii sA dem Gr&aen Werde medio tempore feeisaent, super 

u quibus ejusdem R&lmanni el detinendum penes se boe instrumentum el eenobtum 
sft dem OrAnen Werde prenolalum juramenlo a se preslaudo standum eril, tales 
impensa et expense eisdeiii priino et precipne per nos cl successores nostros predic- 
tOS persolvcnde eninl. Quibus eciam quingenliä inarcis urgenti ac expeiisis faclis 
circa ediCcia ejusdem ceuobü iotegraliler persolulis ul prescribitur, cxtuuo R&l« 

N mannus prelblua el hoc iDstmmenlum penes se ac ipsnm cenobinm detinentea i. 
diclo cenobio s& dem OrAnen Werde abaque quavia oootradiocion« diverlera debent 
Dobisque abbati et conventui ilirii monasterii in Altdorff nostrisque snocessoribus in 
eodem ipsum cenobiurn zu dem Orrincii Werde mm omnihus suis juribus el alli- 
nenciis rcsliluere ac liljerc el absolute presentare ac nos el successores noslros pre- 

» diclos in ejusdem oenobii zu dem Gr&aen Werde el ejus jurium possessionem mitlcre 
lenebuntur. Ob singularem quoque amicidam magnamque fidem, quam prefalus 
RftlmannuB in premissis circa nos exercuit, volenles eidraa . ; noa abbaa et con- 
ventus dicti monasterii in Altdorff vicissiludinem rependerc, successoribus nostris 
prediclis promiltimus et nos successoresque noslros jircdiclos ad hoc prcsenlibus 

10 obligamus erga prefalum li&lmannum et delincules tiuc iiistrumenlum penes se. quod 
prescriptum cenobiurn s& dem Gr&nen Werde cum suis juribus aale spacium Iriginta 
annorum oonlinuomm a data presendum compulandorum ad nos et ad dictum nostrum 
monaslerium in Alldorff non recipiamua» non atrahamua nee rcpulamus ipsumque 
Rftlmannum et eos, qui presens instrumentum ex parle aui penes se tenuerinl, in 

» eodem cenobio z&m Grünen Werde et in ejus jurihus non inpediamus vel inpelamua 
aut vexemus aul buc modo qualicunque ßeri procuremus. Quandocunque vero post 
lapsum Iriginta auuorum diclorum nos abbas el convenlus dicti monasterii in All« 
dorlT el successores noslri in eodem qiungenlas marcas argeotl ponderis prescripti 
cum expei^s ftctis el habilis circa edificia ejusdem cenobii zü dem Gr&nen Werde, 

« de quibus prescribilur, prefelo R&Imanno et delinenlibus hoc instrumentum ac dictum 
cenobiurn zürn Grünen Werde penes se oblnlcrimus et traderinins, cxtunc nobis et 
successoribus noslris prediclis prescriptum cenobiurn zum Grünen Werde cum suis 
juribus restituendum eril el in ejusdem cenobii possessionem integralem debemus 



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milUi tamqnam si locacio cl concessio, de quibus supra fit inencio. numquam fuisset 
farla m»*iicio nliqualis, framk' el dolo in onniiliiis cl singulis pretnishis ]>ci]i(i]8 
excliisis. Et ul prelalo llulinaimo diclo Merswiii el doliiionühiis lioe insinimenlmn 
ac predicluui cenobium zum Urütion Werde pcnes se tcnucrit de oiuuibus el singulis 
prcmissis sibi DOS adimpleiidia ul prefertar naagis lanlum ezialal« eiadem lytulo * 
pigDod« sett ypolece expraaae oMigaTimus et preseDÜbaa pro nobis et auoceaaoribns 
nostris prediclis obligamus alque tradinus oronia jura, que nos huljemns iaqaiDque 
agris frugifcris silis iiiler ipsnin rtMiol)iiim zu dein (iruiicn Werde el monastcrimn 
sanclc Margarete; ilein oirinia jura que liatximis in anletinri niria .sila anle ipsum 
ceaobium zti dem Grünen Werde, der do slossel uf der lullen gewiheleu kircbbof ; m 
ilem omnia jura que habemoa in dmnibus, curiis, areia et oHia circa ipsam ceno- 
bium jaeentibiis et ad ipsum cenobium aft dem Gr&nen Werde et ad dos spectantl- 
bua consenssu, volunlale et approbaoione reverendi* in Christo patria et dominl 
nostri domini Johannis episcnpi Argentinensis qiiüad preiniss<), in quanlnm nos 
abhatem el conventum dicti nuslri inoiioslfrii in AitdorlF cüiir»rniuit, intervenienti- «» 
bus. El in omnium et singuloruin ])reii]i>s'>rum leslimouium reverendi in Christo 
palris et domini domini Jobannis epi.si upi ]<redicti stKÜlnm magnum ac Rfllmanni 
dicti Herawin predicti aigillum nostraque abbatis et conventua dicti toonaaterii in 
AltduriT aigilla preaentibua aunt appensaa. Nos Joliannoadeigracia epiaebopna Argen- 
linensis predictus recogiioseimus. omnia el singula snprascripta, in quantum ipsum aa 
monasteriurn in Alldorir conlingunt, (h> noslra volunlale, consenssu et approbacione 
processiäse. Idcirco sigillum nustrum magnum presentibus est appensum. Et ego 
Rftlmannua dietna Herawin prefalua proGleor, omnia el singula dcsupra scripta vere 
eaae et ea laliter gest« fore, quemadmodum aunt preacripla» et promitto pro me 
ac flUa. qui presens inslrumenUiiu peiies se tenuerint, ea rata tenerc alquc firma n 
nec conlra en faccre vcl venire aut hoc fieri procurare quoquomodo. Et in hujus rei 
leslimonium sigültnn nieiun presenlibiis est appenssum. Dalum crastino circum- 
cisionis domini nusln Jhesu Christi anno duuiini niillesimo Irccenlosimo sexagesimo 
sepliroo. 

Ar. Bu, Ä. E 1S6S. tr, mb. e. 4 tig. fend. (i M) a» 

745. Aöt und CoHcciU tun AUdorf ydobeu ton Rulmaun Mersvsin vor Ablauf 
von 100 Jahren das Kloster zum Oritnen Wörth nickt zurückzufordern. 

1967 Jtmmmr 9» 

Wir Friderich von gocz gnaden abhel und der convenlc gemeinlichen dez closl( rs 
zft AlldortT s I .s I enediclus ordeus, gelegen in Slrazbür^i^r histiim, tund kunt a& 
aller mengclic'ie n ii;e di.seu brief anesehent oder hurenl lt>en nfi oder bar nach, 
daz wir uns d<% in dttem gemeinen cappilel cinmuleklihen bedahl banl, daz uns 
Rfileman Meravln. p<n bArger afi Strasburg, alao grosse Ir&we und frAnlacliaft Ana 
und unaerm dosiere getan hat. Und durch die groaie fMutacbafl, die wir biUichen 
wider umbe a6 yme haben adllent, dar umbe so Tersprechenl wir uns der voiKe- «• 



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nanle abbel und der convenle gemeinlichen dez closlers zü Alldortl gegen dem vor- 
genanlea RCilmannc Merswin und gelobent ymm 5ch an diaem gegenwerligen briefe 
fbr uns uad aller unsere noehkummeo in dem VOTgenanlen dosiere i& Altdoift das 
weder wir noch nnaere nocbknmmen daz dosier aft dana Gr&nen Werde sft SUraa^ 

• bürg vor hündert jaren noch indewendig hQnderl jaren niemcr sollent wider an uns 
gcfordrrn noch den, der dan daz vorgenante closlrr zfl dem Grftncn Werde inne het 
und diseii brief, dar ati nie mer geirren noch schallen dar an geirrel werden in dehein 
weg in den vorgenanlen hundert jaren nach einander ze zaleude von der date dis 
briefes an alle geferde. Wanne aber sidi das Torgenante al vngangen hat und 

1* die hundert jar nsx aint, wer dan ebbet und convenle ist in dem voigenanten dosier 
z& AUdorf, die mftgenl denn wol mahl und gcwalt haben, daz clo^tt r y.h dem Gr&nen 
Werde widerumbe ze nemende. Sii sAllenl ahrr vorhin allz dax hezDU und gowert 
haben, die schulde und gebü, der daran verbuwen ist, also die briete s.at^enl, die 
über daz selbe dosier zürn Gr&nen Werde gemäht sinl mit dez abbcles und dez con- 

tt venles ingesilen und mit eins bischofes iogesigel von Slrazbdirg. Wenne es nfl be-> 
•ohiht, das dis vorgenanle sil vergangen ist nnd sy alles das bezalt baut, also alle 
die briefe sagenl, die dar über gescrihen sint, wer dann ulTe die zil daz dosier zü 
dem Gr&nen Werde inne würt habende, der sol denn uffe die zil gebunden sin, daz 
dosier z&m Gr&nen Werde wider umbe zc gebende ane alle Widerrede. Nfi furbas 

i> me, wir der vorgenanle abbet und der convenle gemeinlichen dez doslers z& Alldorflf, 
wir verapredient uns öcb in disem gegenwerligen briefe und gelotmit (kh für üna 
und alle unsere nochkummen : wann es besohith das uns der vorgenante RlUman 
Iferswin oder wer disen brief inne liel uns manenl, das wir jnen ein bette brief 
an einen habest — daz wir ein baF>f st belend, daz er ein ewip ding uszer dem 

» Gruuen Werde liesze werden — den brief gelobtnl wir ^ aen ze gebende, wanne er 
wil und also dicke er wil, aber allez ane unsern coslen. Nu daz alle dise vorge- 
icribett ding alle war und vesto und alite bliben aöUenl» dar umbe habmt wir der 
voigensnie abbet und der. convente von Alldorff nnaere ingesigele an diaen brief 
gebenoket. Der wart geben uff den neheslen sameslag nach unscrs herren bc- 

M snidängen in dem jare, do men zalle von gols gnaden diücsehenhündert sechzig und 
süben jare. 

Ar. BML A B UAB. «r. »i, t. 3 mg. gati. 

746. «Von der miaaehelle unde ansproclic wegen, so die gerwer z& Slrazburg bat- 

lent an Johannesen dem man sprichel Kantzeler den seckclcr, das su der selbe Joliannes 
» Kanlzeler irrele an irme anllwercke», entscheiden die zu scliiedsrichtern bestellten 
C&nrat Müller der ummanmeiäler und die alten ammanmcislcr, dasz Johannes, <wol 
mag gerwen wie loäet, das er v6r wirdcen wil mit sinen fcnehten, also das er dea 
leders nieman sft kftffende gebe lülael noch vil. Doch was der selbe Johannes 
Kanlzeler gealonete leders gar oder achcnn machet, das gcalunct ist, daz mag er 
M wol vürköiTen wem er wilt. Er «mag &ch kölTen gar leder oder scheHn leder uudc was 
dem gelich isl>. t£r sol öch den gerwern von dem leder, das er alsus kölTel, den- 



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kein gelt ia ir bübsse schuldig sin». WeoQ er aber «uf dem aebinthuse oder anders 
wo kftfle rube hule oder grftne, da sol er den gerwern geben in ir bübsse von 

semlichea hüten* ebenso wie die gerher. «Geschehe es Ach das der egenanle 
Johannes Kanizeler denheinre hando dmg vürhreclie, dnz der gerwer anlwerg anhörte 
unde daz sü helleul gesworn zfi rihlende, do niühlenl imc die gerwer gebieleu für » 
gerihle uude iu zu rede .slossen. Doch sol der selbe Johannes Kanizeler den 
gerwern geborssm sin dobin als dober von des deinen einunges wegen.» «Günlae 
Muller der ammanmeister, GAnral Boppe« meister Hernian, Clana Snider, Rftlin 
Crcnier, Johannes Ilcilman, G6lie IK^lbelm, Johannes Kumagel unde Johannes von 
Munollzbeim, die alten «nraannieisler» siegeln. cAn sanl Erbartcs la^^e» i:u;7. i» 

1967 Jtuiuar S. 

Sir. St. A. ZadfankttBdMi. «r. e. 9 «jr* pavt. id. 

747. Der EdOkMeÜ miJkelm von Sieh nMUÜt Fried«» mit ier 8Udt 
StraMwrg bis 7 Mir». IMfJtmmtar 8, 

Ich Wilhelm von Ejrche ein edelkneht vergibe an disem briefe, das ich einen u 
g&ten frlden habe und haben wil mit den erbern besiheiden dem . . meisler, dem 

. . rate und den burp;ern von Slrazburg geineiiili( ln' und ircn dienern nnize an 
ilh-t 7. den sunnendag dem man spricliel die grosse vääluahl nü zu nehmte und den selben 
suuneudag allen än geverde, und globe uch den selben friden vür mich und die zd 
mir gehfirent gegen in das vorgenanle stl «tele sA habende An alle geverde. Mil m 
nrkAnde dia briefes sü rucken versigell mil minem ingesigel. Dotum feria sexta 
proxima posi ^pbaniam domini anno domini 1367. 

Ar. St, A»Q,1L2. tsd. 198. ar. mI. «. tig. mAL impr. M. 

74H. Ix'tinfiard von Wittdeck u. A. geloU» imerkoü seeh* Jahren gegen die 
atadt atraßburg nichts zu unleruehmen. . . , 1M7 Jumtar 19. ts 

Wir Reinhart von Windecke bern Cfinrats seligen snn von Windeeke» Ludewig 

Röder dem man sprichel WiderobAsch und Alberlin R6der sin hrfider edelknehte 
verjehont an discin brii fe, daz wir uns verbunden lianl bi den eydcn, die wir alle 
und ieglicher under uns bcsunder geswürn hant an den heiligen, daz wir wider 
meister noch rat noch die bürgere gemeinliche oder besundcr der stelle zu Slraz- m 
bttig dise nebslen sehs jsre, die sich anhaben sAlIent an der dale dis briefes, niemer 
getflot noch schaffisnt gelfin werden in denbeinen weg, und das ich der vorgenante 
Reinhart wider meisler und rat noch die bürgere gemeinlirlic der sfcttr zh Strad>iiig 
nieman in minre vestin zh Windecke enlhalle, huse no- h hole, die wilo ihiz vorpe- 
nanle zil weret, ez \vcre danne daz die von Slrazburg krieg gewünnent mil dem b& 
edeln uiineu) guedigen berreu marggrufc R&dolf von Baden oder mit grafe Wilhelm 
von Ebersteini von den die selbe mine vestin sft leben gftt, so mag ich wol die 



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selben miae berreu dar uile cDlbalteo wider sie und sie iu die selbe miae veslia 
lasien, und sol mir das an minem eyde noch an disem briefe kein schade ain In 
alle geverde. Wen teh dai die bürgere der aleUe zft Strasburg von iren eyt- 

gtioszcn, die sie ielzeul Laut udcr z& den sie sieb bar nacb verbündciit, oder von 
» dem lanlfiiden zii Elsaz gcmunl wiirdeut uf uns, so niiifrcnl sie wol wider uns tön 
und in uf uns beliolfen sin also doch, daz sie uus duz st-lhc. <o sie widt-r uns also 
tfln wellenl in dem vorgcuaaleu zile, ahle dage vor vi-ikundeut und eü uns laszenl 
wiezen durch das, das wir uns dar nach gerihlen mügeut. Wenne ficb die kriege, 
dar nmbe die von Strasburg von iren eylgooasen oder von dem lanlfriden uf uns 

w gemant werent, versfinel und vcrrihtel i^ ürdenl, dos danne dise unsor verbünlnusie 
gegen der selben slat und d-n hurgorn zft Slrazhurg ganlz vosle und stelo sol sio 
und blibon die vorgenanlcn schs jare uz in alle die wiso, alse da vor ist hesclieiden 
in alle geverde. Und dez zü einem urkiinde so banl wir die vorgeuaulen Reinbark 
von Windedie, Ludevig RMer dem man sprichel WidemhOsch und AlherUn BAder 

'» sin brflder unsere ingeaigel an dtsen brief gehenoket. Der wart gdien an dem 
ersten samsdage nach sant Helarien dage dez bischofes in dem jare, da man salle 
von gols gebürte drüUebeabundert jare sebasig und syben jare. 

dHr. AJ. 0. 0. P. lad. 2S nr. 8. «ük dh. «omw. 

749. Kaiser Karl Jl' nsiir/t/ die Sladl Straß/jitri/ ihm (liiingebea, mit wit 
M viel Leuten sie ihm auf seiner bevorstehenden Romfahrt dienen, wolle. 

IMT Jummmr 91 MM U ngig Ud , 
IVir Karl von gots gnaden Römischer keiser zu allen seilen merer des rioha und 
konig sn Bebeim embteten dem amman, dem rate und burgern gemeiolich der stat su 
Strazburg, unscrn und des ricbs lieben gelruwen, unsirgnad und alles gut. Liehen pelre- 

• wen. Wenn unsir Ijt-ilij^'er vnller der habst uns angerufTcii hat als einen vogl und > liiraier 
der heiligen kircheu und hat uns erusllich gebeten, daz wir yn zu Hotne in sant rders 
stul Airen wellen, und wenn wir auch durch des heiligen richs ere willen die varl tun 
wellen und des nicht lassen, dorumb manen wir nch ernaüich, das ir von unsem w^en 
ewer iesle antwert dor über gebt dem erwirdigen Lamprechle bisschove su Spire, unaerm 

• lieben furaten, heimlichen rate und andecbtigcm, mit wie vil guter lule gewapend ir uns 
dienen willel gein Rome steleclich sechs niande bei uns zu hliben, an zu zelen die 
manden so ir von buse ziehet. Und dienet uns als erlich, daz wir und daz rieb des 
ere haben und neh des goedecUch sa* danken haben. Und weren uns die aachen 
niehl als emat, ao aenten wir su neh nidit ala erher und ematlioh unser hotachafl ; 

a und was er mit nch tedinget in der sache, das wellen wir gentzlicb stete und veste 
halten in aller weiae, ala ob wir daz selben dclen ; und gloubl im auch, waz er nch 
sagen wirdet von unsern wep^en, als uns selber. Wo uch auch der egcnante unsir 
furste mit seineu brieveu odir i)ollen embutel, daz ir zu im kumeu suUel, do kumet 



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au im bei unsero und des richs hulden. Geben su HeitingafeU an sant Agnes 
lag, unsir riebe in dem ein und awentiigislen und dea keiaerlflinia in dem zwelf- 
ten jare. 

per duiuitium iriiperalurem 
Rudolfus episcopus V^enais. • 

Str. St. A. kk Tl. or. eh. tit. pat. c. nig. in v. impr. 

fast daMtlbt Sehrt ihm <iii die W'ellerauischen Rfiehsstädte, gedruckt Itd KV^/dntf, Wetzlar. 
Beürägt III, 35i. äesgi an H«g€mm, Zeilukr. für Cm«*, d. Oberrh. X2Ur, 179 
(Begeat). — After reg. nr. 4483— 44$S. 

7.)0. Die (rfscHfi <}''.'! S(hii!imnrherhnH(b'-i rks- sft:eii rine Trinh.ttuhenordnHHg w 
auf und ernainen eine ViererkomiHissio», zur Auf rechter haltung derselben. 

MMIf Wtbmar 1» 

Wir die geaellen gemeinliche ach&hemacfaer, die do rebl banl an der Irincke- 

stuben, der men sprichcl z(\ dem alten U>selitt, gelegen bi der metzigen ze Slraz- 
burg, tönl kunl allnn den, die di.scn hrief ienier gesehenl oder Ix'ircnl lesen, das wir m 
alle einhellekliclie durch gof , dun li gül, durch friden und durcli liehe Icheiis willen 
gütlicbcQ über ein siul kouieu aller der dinge, die hie nach geschriben älant: Wir 
gonl aft Samen dnnSi Udie« dureb frAntaebaft und durcb kursewile unaern pfenning 
aeren. Do von wdknt wir n6t, das dekeinre bände unfBge noch unfHde under nna 
bescbchc. Dar umbe Iianl wir under uns erkosen vier erber biderbc gesellen ; die •» 
a&Uent dis jor uf der .sluhen unser hnbllüle sin alle ding under uns zö besorgende, 
sft rflgendc und zu nlilende hi iren Iruwen, ul)e dekein utilCi^e under uns heschehe, 
und sol sich niemau do wider setzen. ^^ er daz dele, der bessert 4 den. Unde 
welre under una den andern ^1 handdt mit Worten« das einre ein bieaie liegen, 
aine mflter ane gon oder anders Abel, das dem gelich were, das s& kriege IreiTo, » 
der bessert -1 den. Und siillenl denne die viere und die gesellen alle der zA reden 
und dem gebieten zi\ swigi n Ji , der unrebt het, und kein unfridcn noch krieg ge- 
stallen. Woll er denne nul du von sin, wnz die viere denne dar unihe erkennenl. 
daz sol er öch bessern. Wer uch daz einrc ein sliesze, slügc oder zockezct oder 
dn mcsaer Aber dn zubte in emeat in der aluben oder d» vor oder in der gaasen, w 
(d» es sieb uf der sluhen erhdiet helfe, der bessert 1 aol. Wer Öch ein alao wandet, 
der bessert 2 sol. und sol in alles ir reht behallen sin vor unsem berren. Nieman 
sol uch dem andern sine spise vor ime zucken noch uf heben über sin willen, noch 
kein spise noch kein win verbergen noch ahc trngen noch uz unserre llesehen nocTi 
uz kennen Irincken. W er daz brichel bessert 2 den. Wer ein michol brichet, der 
bessert 4 den., ein güUerlin 1 den., ein krAaelin 1 den. Wer jkb in den disck 
oder diacblacben stiebet oder snidet, der bessert 2 den. Wer dch anderawo sin 
notdnrft dfit» dannS do n.t u < s tun sol, der bessert 2 den. Nieman sol under uns 
swcren noch got ühelhandcin. Wer daz dele, doz süllcnl die viere vor anden und 
der nrich die gesellen alle. Die liesserunge sol an den vieren slan, dar umbe zö m 
erkennende. W'cu wir och nu nie bin zu gesellen enpfahenl, der sol geben 2 sol. 
sft dem husrat unserre stuben. Wir sftllent öch alle virlage ein wurl haben nach 



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der »Ich deir schilte, eiare noch dem andern oder uf dn liliten wercketsg oder vf 
ein tag, so wir einte scbencken sAUent, es wante denne not oder das einre vAt in 
der st8l were» so sol der ander noch ime wurt sin oae Widerrede. Und wenne ginre 

komel oder t'S gelfln mag, so sol er geliorsam sin, wurl zu 'iintle, an den es ge- 

4 vcllet. Ein wurl sol (>ch dienen, die .slul>c wcrmcn und ulie ding kullen und der 
l>csorgeu, wie er es den geseUeu wol gebiete und nohc komcnt. Und weune wir 
«me achenckenl oder geste baut, so unser inl isl, so siUlent ieweder site die ndieste 
swene schüfe bi dem warte ime bdfen dienen und besorgoi. Wer bar an sAmig 
were und des nül dele» siso vor besclu idon ist, die besscrnngc stal an den vieren. 

to Ein wurl nch hcwiiren, daz nülziil abc getragen werde, üescbelie es dar über, 
er sol es (gellen one <iie liosscrunge. Mon sol Ach gev\unliche nüt me über nomen 
geben noch in dem vasse haben denne 2 den. zu einre ürteu' oder 4 den. zu 
eine jmlnsse. Und was in dem vasae also blibet, das aol der vieren einre ge» 
Imlten. Und wenne es der noch komet, das swene sft einre Arten oder viere sA 

tt eim imbisze i' !mt innTien sint, 80 sol er sü der geben, und sol uch nieman anders 
der gesellen gelt gehalten denne einre iinder den vieren. Men sol ("ich nieman uf 
unserrc stuben scbencken, der nül rehl do bei, es erkenneut denne die viere, oder 
daz meiste teil uoder in. Men sol uch unserre gesellen keime scbencken zt leide, do 
es verrer ist danne geswisleride Idnt, und sft Uelie ftcb. Wer 0ch ein gast dmf 
füret» der sd teh fAr in besalen. ünde wenne men unser eime schlicken sol s& 
liebe oder sft leide, so sol man ime ein gantzen tag schenckea. Wenne (^cll unserre 
gesellen einre vnn lande verl, lol er die Iclze^ 1 sol., men sol iine scliencken, so 
er kummet, ein ürlen und ein irahis. Lot er (i den., uien so! iiue nuwent ein ürlen 
schenckeu. Lal er keine letze, mau sol ime nül scbencken. Wir süUent uch uieman 

» xA gesdien enpfaben, es gevslle drane unsern gesellen allen wol. Wir sAllent öch 
kein gssl uf die slube Jftren unser kdnre, do wir wissent oder bevindent, der vientp 
Schaft mil unserre gesellen keime habe. Wer das dcle der bessert 1 sol. Unser 
keinrc sol nül bober mit dem andern spilen d-mne unibe 1 .sol. und uc!t an kein 
pfant, es erlöbent in danne die viere. Wer daz briciiet, der bessert -1 den. Nieman 

10 sol öch keiu liebt noch kein wurfcl der legen wanne vou der gesellen wegen ge- 
mdnlidie. Und was von spile gcnomen wurt» das sol men aniwArtm der vieren 
eime, der der gesellen gelt gehsltet. Wer under uns sft spote komet und sidi der 
Arten versumet, der sol halb ürlen geben oder zwene den. oder ein. Keme er sft 
spote über tisch, daz ime sin teil nüt volle würde, ein wurt sul es "eh an inn^ er- 

» kennen. W ir snllenl uch nnsern wurl tüpenlüch hezalen. so er nuibe enphaiiel, mit 
gülen pfänden und pleuningen, und sol nieman unbczall hin weg gon über sinen 
willen. Wer das brtcbet, der bessert 4 den. Wir sAllenl &ch jares unsern sins 
von der Stobra rtfateklicbe geben. Wer dar an sAmig were und es die viere von 
ime klagelen, der bessert 1 sol. Unde wenne men jares vor dein mAosler geswert, 

m so sAllent die viere, die das jor sint gewesen, vier ander die wegesten und« uns 



I z= Zethyelti'j''. 

* c: Abschmltgttchenk. 



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kiesen und sAllent den düen brief in ir Irawe bevelben alele ift ballende. Und wele 

ic Jareselso dar zA erkoscn wonleiU, die süllenl daz jor dar zfl gebunden sin, alle 
diso vorgesi-]inl)cn ding zu bcMorgcnil.', zu riiilcnde uude zß rügende. n!so dieke es 
besdiilil. und niemnti tiülzül varen zii lassende hi ircn Iruweu. Und waz gelles 
▼eilet und genunien wirl, daz sul kouicn in der gesellen gemeinen nütz, also daz 5 
dirre brief nnder uns und unsem nachkonen der selben gesellcschaft weren und 
bliben sol, und s&Ilent öch wir alle 1h unsern Iruwen in gebunden sin sft ballende 
mil allen den arlickeln. so do vor gesebriben stat on aller slahle geverde. Unde 
aller dirre vorgi sdirilten dini;e zu eiine woren slrlen iirkutidr und zu einre ganizen 
sielierln il su luml wir die vorgtMianlen gesellen alle geuieinlu li gebellcn die erbern lo 
wisen unser genedigen berren bern Julians licilcinan den ammanineister ze Straz- 
bnrg, bem Herroan in Kircbgnsze, bern Jobans Kumagel, kern Jobans Ton Mnnolls- 
beim und bem GAUien Wilhelm die allen ammanneiater. den Acb dirre brief vol 
gevelkt, wann su in gebAret kant lesen, und mil Iren willen liescbelien ist, das sA 
ir inpesipele zü einre gezi'rgnisze und zü einrc gfilen besletiguni:e dirre dinge an » 
disen brief hont gelit'ni kel. Daz wir die selben ammanmeisler und all atnmanmeisler 
gerne gelon hanl durcb belle willen der vorgenanten gesellescliafl, wann uns dirre 
brief wol gevellel vnd mit unserm willen bescbeben ist. Dis gescbadt und wart 
dirre brief geben uf unserre firftwen obent der liebtmes des jores, do man lalle von 
gelles gebArte drAacben bunderl Jor und aüben und sessig Jore. m 

Str. 8t. A. 0. D. P. ladL 14 or. «ik e. £ siff. ptHd. id. 



751. Verioi Klottergüter tu ttrkmtfen oder su terleiken o/t ir Znstinmunff der 
Pfizer. 1367 ft^rumr IX. 

Feria quinia ante Valenlini 13G7' . 

Unsere hcrrcn etc. daz denliein dosier under den frowen clüslcrn, die bi um » 
gelegen sint, dcnheinen köf. ez sienl slAnde kftH'e, prccarie oder lipgedinpe. von irre 
cl6slcr wegen tun noch verkud'en noch kein g&t nicman zu einem erbe iiben, ez 
sient ligeude g&ler. hAser oder hdfe. An willen und wissende der pfleger, die ieglickem 
doster under in sft pflegem geben sint oder geben werden! von meisler nnd rat 
sft Strazburg; doch wo ez geschclieii were vor dirre satziinge, daz sol in sinen kreflen f 
blilicn. Wol mag ein ieglich capitlel drt sellx n dosier einem ganizen capillel ein piil 
wol verlihen 9jar und nit me An irre plleger willen. Also wurdenl die closlerfrowen 
in irem capillel umbe setliche libuugen sluszig und daz sie ir nit einhelleklicbe über- 
ein kement, so sAllent sie es iren pllegem v&rbringcn ; und wss die danne da mil 
Iflnt, das sol einen vArgang beben. m 

Str. St. A. Ordnangen tom. XXIX. fol. 1. amc. th. 
CMhidtt bei Bndter im. 

■} 1^67 fo« $iiältrtf B«»d kUtHStfigt, ak*f nroil rieJttig, 4a titk ««/ itr lUekttit* d»* Bntfk- 



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980 



752. Speyer 9% StraßkK^t Her Teilnahme tmRfmersu ff. [isw* rvbmttrJAJ 

Erbcra wiseo lulen uDsern besundern fründcn und eitgenozzcn dem nieisler 
und nte sft Slrazbai^ enbielen wir der ral lu Qpyn unsem dienst. Lieben frAnde. 
Uwem brief bsn wir wol verstanden and Issaen ueh dsr uf wider wissen, das wir 

• mit onsem fründen in unserre slat zu rate worden sin. daz wir on unsorm teil 
unscrni herren dem keiser dionen wollen nach unsern sladoii, lieber m clanckc dannc 
zu uudanckc. Doch so lian wir unserm herren dem bischove von S|iirc uf die vor- 
derunge dez selben dieostes noch nil volliclicben gecnlwürlet und liuii gesproelien, 
wir wollen mit uch und andern unsem eilgenonen sn rate werden, was wir inie 

N dar nf entw6rten wolloi. Als tr wol wissent. das ir nwer erbem bolden bis nu 

sundag zu naht by uns haben woUent, daz han wir gein Wormz und goin Meinls Mr. m 
ouch verbolscheftel, daz sie ire rrl»prn [t'iidcn uf die selbe zil oiicli liv uns haben 
mit enander zu ralslagcn von den und andern Sachen, die den sletden und dem 
lande noldurflig sinl. Dalum feria i>ccuuda posl Valenlini marlyris. 

» Str.8t.A,kk 116. or. mb. Iitd.ttif.m9. ntfr. iA 

753. Dischor Johann [III]* an den deilian Johans von Ohssenslein: ibm isl heute 
abend bolstdiüfi gekommen, «wie daz Johans am Berge von der veslen sie und sü 
die von Mülnlicim in habenl gcnüninien in oHit der maszen, als ir es belögdingel 
hellem, und zuhel das volg dar von. Dar umbe so widerbietenl 6cb den von Slraz- 

n borg and fi&rdern tteh her nf s& nna, das wir mii üch do von und dch von andern 
sacben und briefen m^gan sft rate werdent, was uns sft Ifinde sie, wand uns der 
von Blancketnberg und die von HArbetach briefe geschickel hant in welsch gcschri- 
hen, wir beltent sü üch anders gesanl roil disem briefe. Dalum Benefell feria 
sexla post dominicam Lelare b«ne larde>. [IMfAfrti 9] Be$»fttd, 

n Ar. dt. ji. AA MOl nr. I. «r cft. M. cL e. « «. impr. Mut. 

754. Eberbsrl graf sii ZweinbrAcken, Gerbart Hamescb von Wiskirche riUar und 

Lamprecht Slreufle von Bünletnbach edelkneoht verbanden sieb den dreizehn und 
dem landfrideii ?.n Olier- und Niederelsasz gegen Ilaneman und Svmiint genannt 
W.-cker gr.Td ii von Zsvi-inbrücken nnd herren zu Bilsch und verpflicliten sich : 

*» kein abkommen mil ihnen zu treffen ohne des landfriedens willen; vierzig mann 
mit glefen tu Ifiglicfaeni kriege in ihre sur Schädigung des feindes günslig gelegenen 
vesten au legen. «Were oueb das wir sft velde sieben wollenl sA sft bcsilsende oder 
aber daz sü sich mil uns s&nen wollenl, so mögen wir umb ie das stAcke weles uns 
fuglich isl ie zik zilen besenden die drizehcn des vorgenanlen lanlfriden mil unsern 

» briefeo oder gewissen bollen und sülienl die LotscbaA tftn . . meister und . . rate 



1 Datiert nach nr, 749. 

« JAm* Am aftfA. VidL Mck «Ahm der fdgetideH Jahre bi$ 2370 iW OHgehmg 



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500 



1867 



der stelle s(k Colmar und in einen lag verk<inden aht dage bevor gen Wisaembaig 
in die slaUi Sie stellen hier swei vertreler, ebenso der landfriede swei. Gemeiner 
mann ist herr Syinund herrc zu Liehlemberg. Was die fllof bescblieszen, wollen sie 
TollAkhren. Sie siegeln. An dem mcndage nadi usgaoder osterwochen i:{07. ' 

ISei Aprü 26, a 

Str. ar. X G. U. P. lad 44/46. or. wA. t. 9 $it. jmmL 

755. Egelolf und Wirich gebrfider von LAtadnbarg erUSren, dMs sie gütlich 
mil der Stadl Sirassbuig gerichtet nnd gesühnt sind «von der gelete wegen, eise 

wir ir biirger mit namen Glaus Closoman, Henädin Hanse Karle» sun, Ilenselin 
Abcrlin Kurien sclipt-n sun, Jccklin Diefeiiant, Cunlzen örlin von Mutzich, Frille- n 
man den gerwor uinl ('Inns von II;igeno\vi! den woücslalier gevangcn hellont, und 
von der sache wegen und anspreche, übe wir an die burger und die slal zu Straz- 
bnig sA sprechende hettent, dar umbe mt die vorgmanlMi ir burger vicngenl.» 
Geben an dem ersten fridage nach sant Gerien dage 1967. 1397 AprU 99, 

Sir. ik. A. Q. U. P. Ud. 160. or. mb. c. 3 atg. pend. 1» 



756. Rudolf markgraf zu Huden tröstet für sich und seine diener alle Strasz- 
burger, die «durch ire noldorfl» ii;.ch Baden fahren, werhea und wandeln müssen, 
so weit sdn geleil im laude geht, «daz i^l von Feltur aue oberä^l Slalhofen 
gelegen biz gen Baden nnd von Baden wieder da bien ungeverlich. Und wert dise 

Hot. 4t. selbe IrAsl&nge von dem läge, als dirre brief geben ist, bis ae sant Marlina tagnechsl m 
IcomeU. Er siegell. Itolum Baden ipsa die invencionis sancte crucis anno domini 

1367. JM7 Mat S Badei^Baden, 

Str. St. A.. AA or, ch. Ut. jiat. c. sig. in v. impr. 
Murtfr. Stf. mr. IHt. 

757. Burekari Bwr t» Finstinge» sekließt mU der StatU Stmßimrg n 
JHini»u auf fihif JaAre. XM7 Mai »S, 

Wir Burckarl berre zQ Vinslingen und z& Scbönnecke verjehenl nnd fcündent 
menglichem mit disem briete, das wir uns verbunden haut gegen den erbem be- 
scheiden dem meister, dem rate und den bürgern gemeinlicbe der stat z& Slrazburg 
in diäe wise, eise lue nach gcscbriben stät : Z& dem ersten, das wir den selben m 

von Strazhurg beholfen süUent sin wider menglichen, uzgenomen alse bie noch gc- 
scbriben slul, hinnunl untze zu sant Juhans dage zfi sünegibten nü z& nebsle und 
Jnilt ^^^"^^^ über fAnf ganlze jare die nehiilen dar nach fin underlas und daz wir in mit 
allen unsern vesün gehorsam säUenl sin und sie in ißk nf tün das selbe sil uz. Wir 



> Em gleieher Vertrag tum 0eiAem JXofinn von seite» Jyaitgrtif Rt/fttOitt ä. «Utrm (Mttdit er » 
80 gbfen}. «Geben zn der Nnwenstad dez montagia iMchste naeh das Motag Qnsii nddo ganiti» 1M7. 
gtä l d a. lad. 48/49. or, mb, e, sig. pend. fherauagariueiO. 



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1367 



5dl 



liaal Aeh tutgenoineii uoaere herrea, der man wir sini, mit naminen unsera herren den 
hertsogen von BrAbaDl, item den herUogen von Lothoringen, item den faiadiof von 

Tryerc, den bischof von Melze und den appet ven Prinie, uud süllcnl wir den von 
Strazburg nil bebolfcn sin wiJcr die selben unsere herren in den kriegen, da 

& die herren selber böpllüte wcrcnt. \\'u aber die berreu uit selber böpllüle werent, 
ao s&llent wir den von Strazburg gegen in beUolfen sin in alle £e viae, alae har an 
geacbriben at&l. WArdant öch die von Straabaig mit den selben henen at^iasig, so 
a&llent wir unser beatea und vegestes dar zft t&n. vrie der krieg und die misse* 
helle gerihlcl werde än gevordc. Wir hant (Vh uzgenoinen unsere dienere und un- 

10 sere manne, die mit rehle lje)^!!Ui.'eii wil. Were aber daz sie slöszig würdenl niil 
den von Slrazburg und unsere dienere uud manne mil rcbte nil begnügen wolle; 
g^en den von Strasburg, so aüUenl wir den von Strazburg wider sie bebolfen 
sin untaa an die stunde, das sie den von Strazburg rebtea gehorsam sienl sft 
tAnde an den statten, da cz die von Strszburg billidi tftn a&Uent. Dar sft hanl 

I» öch wir der vorgenanto Run karl berre zu Vinslingen uzgenomen bar inne unsere 
swogere, unsere swcstern und unserre swcslcr süne, an die die berscbafl vellel, der 
sie zü gebörenl, uud den grafen von Sarbrückc; gienge aber der abc, so solle daz 
usnemmen uz ain gegen mate herscbalt; und unsere brüdere von Vinslingen und 
die swene von Salmeu. Were ftch das die von Strazburg krieg gew&nnent jensile 
der Sleigen oder ieman ire vygcnde enlbielte da jensitc oder sie schadigelc, wo das ge- 
schehe, daz wir in dar /.u gelruweliche geraten und bebolfen sient An ireo kosten 
und schaden, ez were danne daz die von Strazburg ein gesinde hin über schicke- 
teut, wo wir oder die unsern da bi werent. Dar uinbe süllcnt sie uns t&n daz be- 
aebeidenlieh ist. Hanatent ria uns aber har Aber die Steige mit einem gesinde, so 

* aftUent die von Strazburg die uaacm halten und in geben also andern iren solde- 
nem. Die voigenanten von Strazburg süllcnl uns ucb nit umbe me gesindes 
manen danne umbe driszig oder viertzig glefen. Und ist gein'itmossct, daz sie uns, 
so wir in irre helfe sient, geben sülleut zu iegliclicr woclien fünf und zwenlziggül- 
din. Sie süUent uns öch geben, die wile die vurgeuanlen fünf jare werent, umbe 

M die vorgenanle unsere verböntnüsza alle jare ahtefaundert güldin, und sol dodi der 
namma tuaent g^din sin. Were öch das una schade geschehe mil brande, r&be oder 
an nnsem vestin, nad das dar rürte von der von Strazburg wegen, dar umbe sällent 
una die von Slrazburg nAlztt gebunden sin zCi Ißnde noch zfi gebende An alle ge- 
verde. Alles daz, daz da vor von uns dem vorgeuatilen Bnrckarl herren zu Vinslingen 

» und vou unsern wegen geschriben slal, globent wir bi den e^den, die wir unsern 
herren getan bunt, stete zil habende uud zu voUefftrende in alle die wise, alse da 
vor iat bescheiden In alle geverde. Und des sft einem urkAnde ao ist unser des 
vocgenanten Bnrekart herren sft Vinslingen und sft SdiAnneeke ingesigel an disen 
brief gehencket. Dar wari g^ban an dem ersten snnncndage vorsanl Urbans dage 

« in dem jare, da man aalte yon golz gebürte drilzehenbundert jare sebszig und 
s^bea jare. 

Str. St. A G. ü. P. lad. 4 1/45. or. wb. c tig. pend. 

Oedrvckt bei Weitcker disquis de «yrtmy. M. Lktif MA XlV, 738. ~ Sigett M 
Sehöftfitn AU. dipL 11, Ü&S. 



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609 



1367 



Sab anno 1307 scxta die inoiisis junii, hora nona, in looo capilulari ec- 
clesie s. Thüme Arg. Küdoirus Frowelurii Iheääururius ec^ledie Böüilieusiä, procurator 
domini JohtDiiis Ryae «lias dtcU de Rotwllre. presbyieri canonici ccdeaie s. Thome, 
ad oomportacionem iniendam inter Joliannein ex una et capildam s. Tkome ex 
altera parle in discordiis super distribucionibus collidiaois ecclesic s. Thome apiMl aedem t 
apostolicam diuhmi cxortis vi vciililulis, in quibus ideni Jülianiies duas contra ca- 
pilnlum senlencias rt'jtorliivil et oiileni düinino Johaiuii per eusdein difTinitivas sen- 
leucias capiluluin in pcrceptis fructibus et qui peruipi poluerunl et litis expenäis 
oondempoatum fuenl, quaram expenaaram summa «eoundum taxaciooem anditomm, 
qui diclas aenteneias tuleranU ad aex viginli et octo flor. panroa auraca ae extendit, u 
ab ipso domino Johanne Bysc procura lor deputatus, conoordiam cum oaptlnlo 
8. Thome iniil in hunc moduin : Cum idem duminus Johannes sine vitc et rerum pe- 
riciilo non po.ssil in civitale Argcntinensi apiid diclara ecclcsiam s. Thome tute 
murari et lu ea pcrsouoliter deservire. fruclus groäsos diele prebende suc, dislribu- 
eionibua ooltidiania et hiis, que inleresaenlilMia diviois taoliuD aolent miniatrari, » 
dumtaxat exoeplia, cum ea iotegrilale perolpen debeal quolibet anno, qna eosdem 
fructus Uli percipianl, qui in civilate Argenlinensi apud dictam eodeaiBm s. Thome 
resident, licet divinis orßciis non inlersinl ; dum tarnen, cum ordo eum (eligcril in 
diviniä oflieiiä deserviendi, id ]<i^r alium lieri prucuret pro salario conpL-leuli, cü (amen 
salvo, äi pro coupelenli salaiiu alii^uem habere nou posscl, quud extunc penam w 
slatnti ecdesie non incurrat; et quod idem Johannes v^ore diiAaram aenlenciarum 
prooedeie non debeat oonln decanum, capilulum et oanoniooa neo eeiam nilo 
unqunm tempore fructus peroqitoa et «tpeoaas sibi adjudicatas* exigere ab 
eisdt III, dum tainen preinissa servenlur per eos, sed pactum de non petendo ipsis 
facere, quod paclum idem prucurator decano, capitalo et canonicis fecil in persona u 
ejusdem Johannis et pro ipso. In quem moduni decanus, capilulum et canonici äla- 
tulum aoUempne edidemnt. [A'aci dieum folgt der WorihiU der PreewnUerente»- 
ming «ew April 30, qua videlicet dominua aoster papa de Avinione recessil pro 
eundo ad partes Ylalic.] Johannes de Engelberg publicus aucloritale imperiali nutarius 
juratus inslrumenlum confccil et signo suo signavil. Acta sunl hec anno etc. ul m 
supra, prcsenlibus magislro lieinrico de HascUi advocLilo in causis curiurum Arg., 
Heiarico de Wiogerslieim s. Thome et Laulino diclo Knecht s. rein juuioris Arg. 
vicariia ad premiaaa vocalis.* iMTJimU €, 

Ar. Tkm. A. lad. 8. «r. Mt^ Ketarüdäiulnmmii. 

759. IHe SrOder Bannemmn md tSfymwtd vm ZvnMehtn eeUieße» mU dar m 
Stadi Str^ß^wf Frieden flbif Jükre. iM7 ^«mC 1» Webmmt^mrg* 

Wir Haneman und Sym&nd genant Wecker gebHUIere graren von Zwein> 
brücken nnd berren sft Bilach Iftnt kAnt allen den» die diam brief anaahent oder 



> 1367 Sept. 34 ratijuiert Joluuuies de Botwilr dieten VergkiA. — Jäbeiubtrtttlbti or. m6. Nih 49 



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m 



liuruul letieu, daz wir uns verbänden liaul und verbuidoiil uns mit uiscia britfe, 

das «ir von sanlJohanoes dagc bai>Usleii nehesl kämmende Aber ftinf jare widw. . ^„'„Vli. 

meister und . . ral der siat s& Strasburg noch wtder alle Ire bürgere noch wider 

der selben lüle und g5t noch wider die, die under den selljen iren burgern gesessen 

» sinl, mit lün cnsüllenl noch schalTen geUm werden noch gi'sl.'illen, daz uss^t Hit^Lli, 
Lemberg nocli deheinen unsoni veslen, die wir iclzoiit liaiit oder iier nach gowiiniicnl, 
uoch keinen unsern dörfcrn, weiden oder gerillten une gevcrde in dehein schade ge- 
schehe, noch auch nuKoan hallen, laasen wonen noch ain in deheinen unaern 
vo^nanlen veaten nnd begriffen, alaa vorgeschribttn stal, der sA aehedige oder 

10 des s6 in sorgen oder in vorhien aint, alaeverreuna dazkünl ist oder gekündet würl 
onegeverde. Ouch imigent die vorgenfintcn . . meister und . . rat der sin! zh Strasburg 
und ire bürgere und der si-llien irn? bürj;*;r h'Ue und (Iii; iiiKb-r den selben gesessen sint 
uns pfenden, bekümbern und ougritien und tun angritfen mit gerihlc und onc gerillte 
«imbe künlliehe gAlle und sinae, die wir whAldig w^rent, und urobe schAlde, der aA he« 

n «igelte brlefe von una heUent oder gAte kAntadiaft. Wer es ouoh das die obgenanten 
. . meister und . . rat der stal zu Straszbnrg oder irc bdrgere oder der selben irre 
biirger h'ite oder die, die under den selben gesessen sinl, wider uns wcrenl in krieges 
wis und daz küntHclien were, so niohteiil wir zu den zilen wider sü oder die selben 
uns weren den oder die kriege usz, und sol uns daz an diser geliibde dehein schade 

m aio. Wenne ooch der krieg gcsunet wArl, so aAllenl wir gebunden ain, alles das 
sft haltende gegen in oder den aelhen und nAt wider sA sA lAnde, alse vorgeschriben 
stal. Geschehe ouch daz etliche Herren oder edellAte, die irnsburger weren t, unsere 
fr!:iit, tiiisere msnni' ndor burginniine oder unsere diencr kriegelenl und die vor- 
genanten . . tneisler nnd . . rat crkanteiil, daz sü in nnl zu dem kriege helfen sol- 

» tenl, dem oder den mügent wir beholfen sin wider den oder die selben den krieg 
nss ; wenae ouch der krieg gcsünet wArt. so sAUent wir gebAnden sin, all» das 
sft haltende gegen in oder den aelhen und nAt wider aA z& tAnde, alse vorgeschri- 
ben slat. Wir n«^mcnt ouch usz den aüerdürolilnhtigeslen fArsten unsern gnedigen 
herren keyser Karlen und daz lieilgc Unmischc rych. daz wir dar wider nül sin en- 

w süUent, dtxh nut behellni>sf 'lirre bunlnis^e, daz die verübe in iren kreften, und 
Dement ouch usz den dürciiluiiiigen hocligcbornen fürslen unsern gnedigen herren 
hertsoge RApreht den etltem pfallzgrave bi Rjne. des heiigen R&miachen ryches 
6berster drAhaseaae und herlxoge in Peygem, das wir dem mfigent mit unsern 
vesten gehorsam sin zu iQnde alles, daz wir ymc verbünden sinl, und nimenl 

tt ouch usz unsere gnedigen herren den biseliof von Metze nnd den bcrlzngen von 
Lülriiigen und ninrggrnven, der lidige man wir sint, mit suliclier besclieidenhcil. 
weune die selben herren mit ires selbes übe zü veldc sinl und uns manent, so 
luugen wir mit in riehen, alae unserre lehen rehl ist, und sol uns das an dirre ver- 
hAntniaae dehein achade sin. und sol dise hAntnisse doch in iren kreften hüben, 

«0 alae an disem briete geschriben und bescheiden ist. Wir verldndent uns ouch bi 
unsern eyden, die wir lipliclien mit uf geheblen benden und gelerten werten ge- 
sworen hant, vesteclichcn, getrüweliiiien und ungeverlichcn zu lialleutle und zö 
voUefureudc alles, daz hie vor und nach geschriben slal. Geschehe ouch ungever- 




604 1367 

liehen das der sU'icke deheios ubcrfaren wArde, in welen weg daz geschehe, das 

süUent wir unvcrzoj^i'tiliflien uT rihlcn uml die, dfii die geschilil j^fsciiehcn were, 
unclageli.in iiMcIn-ii iiiul iii iH nemni die M'll>e geschilit. Wo nhiT daz iiiil geschehe 
unverzü^enlichea, .-suUetU wir in oiiu iiiuuud da nacii, so e^ au uu«» gevorderl 
w6rl mil munde, bricrun oder bolten, z& liuse oder sft hofe, uns enlwArlen mit > 
unsera selbes übe und iegliclier mil uns drie, die zh dem schilte gelwren aiat, in 
die .slal gen Ilugeiiowe, und siillenl wir iiii l die seihen nienicr daniian uszkümmen, 
wir lirsli'Mii iliuine uiicliigelu'iU geiaiihl und vollelan dem oder den, un dem oder nn 
den uberliiren were. lieschehe ouch, du vorgulsi, duz wir nülenhiellenl und volic- 
fftrlent alloa, das do vor und nach gejcUriben stat, oder einen (eil, so süllenl wir » 
sin trdwelon, erloaz und meineydig, und mAgeal sü und ulle die, die es an^at, 
und nlle, die dar zi\ helfen wellenl, uns dar umlie schedigoii. iioiigen. heküin- 
hern unsere lihe, unsere veslen, unser gtil. iiii>''r lute und der gut. Und ensol 
uns, unser lülc und der gül do vor uül schiriueu deheinc friüeil, reht noch 
gewonheit, n&altunge oder briefe von bebeslen, kcysern, kAnigen, fl&rslen, u 
herren noeh stellen, des wir una alles veraihent mit diaem gegenwertigen briefe. 
Und zü Urkunde nüer der vorge.schrihen dinge und iegüclies bisündcr hant wir 
Hancman und Syinuiul genrnil Wecker gehrüdere vorgenant uusere iugesigele 
an discn briet gehcuckct. Der wart geben zü Wissemburg ao dem nebeslen sam- 
mesldage nach unsera herren fronlychams dage in dem jsre, do man salle von m 
gols gebürte dräzehen hindert sehsug und sAben jare. 

Sir. St. A ü U. P laJ. or. mb c. 3 »ig pend. 

Gedruckt Itft Wencktr «/i.v^^uijt de HsAioy. 90. £AlM> SA. XJV, — RegeH tü 

Sdmpfiin AU. dip(. U, äi3. 



760- Haneman und Symünd genannt Wecker gcbrudcr, grafen von Zwein- m 
brücken und hcrrcn zu Bitscli, knimnen mit den dreizehn und dem hindfricden zu 
Elsasz fibereiu, dasz sie. bis zur suuune von zebulousend gülden allen schaden 
wiederkehren, der von ihnen oder aus ihren veslen dem landfrieden und seinen uiil- 
gltedem geacbehen iai. E; commission, in die iede porlei swei verlreler sendet, 
stpuM. und deren obmann der riUer L>ünl/!e Snvllelnch ist, soll vor unser Trauen tag der *• 
JV«r. «. jungem oder späleslens bis >ancl Marlins tag dnriilicr au'sgesprociien haben. Spricht 
Snyllcloch bis daliin niclit, so soll herzog Riipreclil der allere binnen 14 tagen 
Am »• einen andern obmann gebeii, und der soll bis Weihnachten aussprechen. Seine fur- 
JM n. derung soU der landfriede bis Margarellien tag nach BAhswilre geschrieben einreichen. 
Mi tu. Die vier ralleute und der obmann sollen millwocb nach s. Jacobslage zu nacht za » 
Bühswilre sein, und am donncrslagc sollen die vier rutlcule die verliandlungen be- 
ginm ii. Werden sie an diesem läge nicht einig, so sollen sie ihr spri'cben dem ob- 
mann antworten. Wenn ein teil seine liolen nicht schickt, so urlcill der ubmaun 
auf grund der aussage der anwesenden partei. Her enlscheidung des obmanns un- 
terwerfen sich die grafen oder antworten sich mit noch dr«, die s« dem schtlde «o 
geboren sind, nach Ilagenau, bis die forderungen erAllll sind. Sie verpflichten sich, 



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1367 5B6 

90 längs der Iaodfri«de wfihrt, nicbls gegen denselben su unternehmen. Die land- 

friedensmilglieder dürfen sie um •küntliclie gull« und zinsc» angreifen. Bekriegt sie 
der landfriede, so sollen sie zu iliesor Zeil sioh wclirrii d^irfeu, oliiui (l;is gi»lülnlo zu 
brechen. Sie nelinaeu aus kaiser Karl, den bischul von jleU, den licrzog von Lolli- 
■ ringen, so dass, wenn diese herren pcrsuulioh im felde liegen und sie uiabueu, sie 
Dsdi lebensrecht mit ihnen ziehn. Brechen sie eines der vorgenannten stocke, so. 
antworten sie sidi niil drei, die zu dem scliilde goliorcn sind, nach Hagenau, bis 
geniipe pi schc'lipn isl. Beide si<\i,'o!n. Wisseinburg an dem nchesten samesldage 
nach uQsers hurrcn troni^chams dage 1Ü67. ^ 1S67 Juni 19 WeUmtbtirg, 

M Str. 8t. A, 0. V. P. lad. 19a «r. vA. e. S »ig. ptma. 

761. JTäiser JTarl IV heßehll Stfvßiiirf, dem Ora/Im w» WiiHaiAerg tcegen du 
U^rfMt M Wildiad dereu M^muff Hitfe z» lehten. 1397 JhU 7 XMfeniwv. 

Wir Karl von goleä gnaden Römischer keiser zii allen Zeiten uierer dez rciclies 
und kunig lA Behem erobieten den burgemdsler, dem rat und den bürgern ge- 
n metnlich der etat sA Strassbnrg, unscm und des reiches lieben getreten, unser 

gnade und alles gut. Lieben f^dreuwen. Uns ist furgclcgl, wie daz die edelu 
Wulff von Eberälcin und sein bruder Conrad von Smiileiislein und sein bruder 
lian.sc und ander ire liciiter, gesellen und diener geriten und zü fuz2 die 
edeln Bberbarten den ellem und Ulrich seinen sone graven xu Wirtemberg. unser 

•* nnd des reiches lieben getrewen, ire eliche gmahel und ir gesinde, das »e do bey 
in halten, bey irem Willpad bey naht an alles widersagen, do sie sich nichstes 
wüsten vor yniandes zu besorpMi. morllirli niid raiiiilioh ubprvallcn. biTiiubl und 
übet gehandelt hun und uucli cliichu ircr dieuer er^iugou, gewunl und gcvangen 
ban. Und wann uns und dem reich nicht loblich were, das sulchc misselat 

B ungebesaert blib, do von gebieten wir euch ernstlich bey unsern und des reiches 
hulden und maneu cucli der trew, do mit ir uns und dem reich vorpunden seil, 
daz ir zu h.inl on vcrzilicn, wenn ir de.s ermancl werdeul, den vorgenanlen von 
Wirtemberg beholilen seil und zQ hilll' komet und .. in zihel von unsern und 
des reiches wegen wider die egenaulen von Sbersiein und ir obgenanten heUfor» 



Vi ' Der Schiedftpruch wird nach einem undalieHen cone. eh. im Sir. St. A. 0. D. P. lad IftS nr. 11 
'j'f 'Ut durch den edeln herren gr.ifc Joh:ins von SarwerJe utul Hu9seti Toppelstcin tdilkii , Hutlriite 
dtr Grafen von Ziceibrücken und CUnlzcn Bocke uikI iiLTwarleu den alten vogt von Hjchenwilre, 
BtätuU des Ltiiidfrieden», unter der Obmaiinschnfl des liiUcrs Cfinizon SnittelArh. Was . . , di« bemn 
Im Htiluricb der «Iter Q«d her Symont henon zft Liehtenberg. ire l&te und die voqjeuftnteii panoiwa 

B (t ' die bnrger Ton 8tmtmr((] nnd ieglidie peraon nnder in bcannder kfintlielie maebent mit twelen 

od*r rni- Piln-rri porr-i irii'M luid lütnii. dir f.'. iiit aiig!\( 7l\ ijuvinnn ri'ifli V( vi',!-.!, daz in der scliado, iioni'"' 
oder getät geschehen sie und widervara von den vorgeiKint- ii zweien gr.ifen von Zw ciiilii ui ke, den 
iren ader ircn dienern oder nz Iren vcitin oder dar in [;>:'t:''ichrn sie, daz das die vorgenante-n swen* 
gnCm Ton Zweiobraeke in widertan und nfrihton tüUent. In der Utk. au^fährlidte Angabe der gf 
« tdMtgttm l^nemm AHvk du da beidiMli »ft OlWilre; itun von der bobb wegen, die Siopfin getSa 
■Ol knbm sft ZntaelMl Ja «ed d«a m Nanilfo. 



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SM 1367 

geseUen vnd di«ner und mit namen wider die doch in es gewhelien ut oder die 

sie fiirlias ftevelich und wissentlich holiausen, bekosligfii und lieimen wollen, mit 
sulclier liilfTo iüh! üuicIiI, dnz .siilrlii- nii.-.selul olso widerten und f^'i-hessert werde, 
das uns und dem rciclie ore und wirde dovon konie. üeben uÜ' dem berge zü der 
Ghulten am noclisleu iiiilwüclieu nach saute Ulreiche:> tage, uuser reich in dem ein & 
und sweinciigslen, des keiserlnms in dem dreuezenden jare. 

atr. St. Ä AA "M. Inttitiri iH rin Vtilimiit w» 1424 Ikc. 16 nusgetteilt ton Wtroberos 
Potri Wenizel de Lutern cicricus MagniitiiKiisig diooMia, pnblieat impcruli ineloiiut« 
notario» jnralns, auf Antrag det Johaanea Vcaator junsrabtanaaeiiilatia Arg. 

StAtr ng. nr, 4537, m 



atraßburg an lirtycHuu ; anlivorkt auf eine Beschwerde über Eudreibung 
einer Sehahnng. ^ [1997 August 29.] 

Den erberu bescheiden den» nieister und dem rate z& Ilögcnowe ernbielen wir 
Johans Albreht R&Ienderlin der nieister und der rat von Strasburg unscrn dienst. 
Abe ir ans geschriben hant. das unser bolle habe sehatxnnge gevordert von des ^ 
lanlfriden wgen vcm Scbflfliusen dem dorfTe, daz Dienwir Hogener.s und Iklatliises 
sins swagers, uwerre burger, Irlien sif* vou dem ryche, also kündent wir uch, 
alse ir öch selber wol wiszenl, dez wir truwent, daz unser berre der bischof vou 
Strasburg, des riches stelle und wir einre Schätzungen liberkomenl, die uch die 
vnaern hallen und geben m&ssenL Ond was also Aberkomen ist oder der lant- ** 
frlde genuichrl Ik-1, dar zA mü^eul wir allcine nil f^eliin noch abe gelassen, wände 
wir sin Ach alleine keine mahl hanl ztk. ändernde. Dalum furia quinla poal Bar- 
Uiolomei aposloli. 

Ar. BL A kk IIS. Jbif Atymiml mmI Airem mf UMuetH», «ter «km 8 t» § 0i^ gm r m. 

T63. JH» Dreiteün über den, Ltmdfr'udeti t* FUaß nutinen die SUidt Stfetum^ • 
Slratöurg ßr erlittenen Sikade» vnlUaffehaß eu niaekmt oder eiek s» venaUworieM^ 

JS67 Si^ttfnthrr fi. 

Den erbern bescheiden den» nieister und dem rat von Ilagenowe cmbiclen wir 
die drizehen, die über den lanlfriden ze Elsaz sinl geselzel, unsern dienst. Uns 
hant f&rgeleit die erbem bescheiden der meister and der rat von Strasburg, das in ** 
uwer bürgere und lule. die ir in die rovse schiktent, ir luirp re imd lale gcbranl- 
schelzzel übelgeliandtll habenl uud in iloz ir gcnomcn babent, daz uns unbillich 
dunkel. Dar umb nianen wir ücli uwors eides, den ir dem lanlfriden hant getan, duz 
ir die vorgcnanlen von Strasburg und ir bürgere und lüle uuclaghafl machenl 
uod in widerl&nt und sie ouch des hranlschatses lidig sagenl nnverzog^nlich oder » 
Adk aber dar umb vor Ans verenlwertent se Golmer, da wir bi einander welieol sin 



> J BHiJ g dukOt Sdkrelbmiin ObmMk^ kurJtdoAitmmeri diaic li wmSm 41« nfM teUktaai 



« 

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Id67 



TOD des Unlftyen v«g«n an dam eralen me&lag nach der fronvaslea, die na nelieat s«i. m. 
konel« gfifs^^ im dage. Teleal ir de« nät, eo mfistent wir dar ift tfto, als ans der 
lanifrid wisel. Dalum* feria secmda proxima ante festam nalivilatis beste Marie 

virgiius anno domini 1367. 

> Str. 8t. Q. D. P. kiL 4^4» B. 48. w. eft. lit. paL e. »ig. i» 9. im/r. M. 

764. A'arl IV an S'fnrßf.'i'/-^/: f/dlel um Anfwor/ in (hr AnjeleffenksUj 4«r 
er vor Zeilen Bischof Lamprecht eon Spej/er betraut luit. (JtomfoArt.) ^ 

Karl von gots gnaden Roroiseher keisw su allen oseiten merer des reiehs and 

M kunig zu Bchcm. 

Lieben gelrewen. Als wir vor czeilen dem erwirdigen Lamprcclil bischove 
zu Spier, uuseriu liebea fursleo, Leimliclieu rale und aodcchligen, mil euch 
zu reden empfoUien hallen Ton unsern wegen, als ir wol wissenl, und uns deraelb 
unser fnrsle desselben noeh keine antwurte geben helle, des hat er uns fargelegl 

I» von ewren W^n. das ir daz vorczogen habt ttff daz, daz er selber EU ewäl komc, 
SO wellent ir gerne zu rale werden und uns ein anlwurte lassen wissen. Und 
«anno wir gerne ein aulwurle hellen, so begereu wir von euch, das ir uns ein 
anlwurte lanet wissen des ersten, so derselb unsw Airsle oder ander uiuer boten 
Ton unsern wegen eu eueh kernen, wann wir euch wol gelrawen, das ir euch 

n gegen uns und dem reiche haldet gelrewlieb, ab ir bilKch sullent. Geben su Frag 
am snntag vor saut Michels i^i; unser reiche in dem cswei und cswenosigslen und des 
keisertums in dem dreuczendetu jare. 

[In ««n«] Dem . . hmgumäsiti&t, dem . . rate und dem rate^ gmeinlkb der slal zu 
Strasburg, unsern und des reiehs lieben getrewen. 

m Btr. St. A. kk 77. or. dL Mt, d, e. iif. it 9. ^Npr. M. 

Bkbtr rtf. «r. MS8. 

76."». Meisler und Rat «SS Slraßiurf ver^reeie» JoAa»» Ytnrer die nächsten 
viersehn Tage Sicherheit. J367 October 21, 

Wir Johans Albreht Rölenderlin der mcisler und der ral von Strazburg 
»> eiiihielcn Jübanscn Vcrwer als lieb und giit und kündcnl dir, daz wir dich dise 
uehäteu vierlzehea dage in unserre slal tr^lenl vür aus und unsere burger, daz dir 
von uns noch in kein I«t noch sehsde an dinem libe nodi geliden da swisehent 
beschihl noch widerverl. Und dez z& einem Urkunde so ist unserre stelle ingesigel 
zu rucken 11 T disen brief gedrucket. Delttm feria quinta post diem beati Luce 
» ewangelislc anno domini 1367. 

&r. St. A. Q. D. P. iMU 190. «r. mb. Ut. pat. e. »ig. in «. imgr, dd, 

•) l»ini«4 ftHriOm Goliuahwk. b) nto m/' Jbiw». 

I Vergi. nr. 74$i 



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80B 



1867 



766. Friedrick Qrtif tu Leiningen an Straßburg.- biUel iA% bei seinem gegen 
den Kaiser geplante» Angriffe nicht hindern tu leollen. im? Oetober »9 Lt lnimg n», 

Wir Friederich gruve zu Lyiiin^cu der junge inbieden den erbern wisen Inden 
dem meister und dem rede zA SIrailmrg iimero fruatliobea grAs und alks güt. 
lieben besundcrn frunde. Wir senden uch hie eine abescliriefl des brieves. den wir s 
von unseniie pnedip-n hcrrin di-m kci>i r hnn von der sclailde wctrin. die er uns 
scliuldig ial, dt;ä wir verderblichen äcliudcu gulicdeu han und noch allen dag iiden, 
und bieden och frantlicben, worden wir unaern Torgenanten gnedigen herrin den 
keiaer angrifen, das ir uns dar ane nit irren noch bindern wollen!, wan wir uch 
noc!i 5'm!i». Jie n'l phanlbar vor das rieb werin, node nnizrifen wollen. Und hiedea m 
uch, lifln ii fniiide', d;iz ir uns in diesen sudiiMi aüewcpe her of veraulw erlin wollent, 
des wir uch auch glcuhen und gelruweu, wan wir ez auch bii den von Menlze, von 
Worms, von Spiem auch uzgedragia bao io der naxin, als wir aeh hie gescbribea 
han. Uwer anlwerl lant uns wieder wiazen. Dalum Lyningen aexia feria poat 
Galli oonresaoris anno 67. is 

an 5». A. Q. 0. F. Ud. 10& nr. 10. er. «h. t». d. e. ti§. in impr. Iget. 



767. Fridericus abbas lolusque cuaveulus monaslerii in Alldorf ordinis s. De- 
nedieti Arg. dyoc. urgentibus debitomni oneribua gravaU de conailto et auctorilate 
donüni Johannis epiacopi Arg. vendunt diserelo . . viro R&lnaanno diclo Herswin 
dvi A^. bona infniscripla p. p. c. I. pro precio 60 lib. den. Arg. A. 2. Specifica- » 

cio bonorum vendifoniin : duo curie, anterior et poslerior, seplrin domus el nrce 
ipsaruiii, (res urli, duo viviiria exlra muros Arg. nuucupali zu dein üruncu Werde 
cum edificiiä, iiUinenciis clc. und slosscnl iif der stelle hurggraljen x& Slrausburg 
und an der lengo uf den gemeinen graben des closlers aft aanl Margreden und 
afller uf die Brüschc, tnonnstorio seu eeelesia ae ciinilcrio et aliis locis el rebus B 
consecralis inter jjrescripia l;<Ji]a silis uc cis.ii-ni njiilii^uis el anne\is duinlaxal cx- 
ceplis. Sigilla cpiscupi, ubhali^ el couvenluä sunt uppcnsa. Dutum .1 kult inlas 
dcceiubris a. d. 1307. 1307 Xottutber 2it. 

Str. Bu. A.Ü mi. or.mb.c3 »tg. »end. (i dd.) 



768. Worms an 6'peyer: /brdert sur Betekieiung eine* gegen die Engländer m 
ta^eraumten Tages auf. 1997 J>ecember Sl, 

Brbem wiaen l&ten unaern gftden fiundcn und eytgenosaen dem rade z& Spiro 
enbieten wir die hurgcrrneislen« ini<l der rat zü Wormezz unsern dienst. lachen 
firflnde. Wir laszen uwer svisheil wI^zeIl, daz wir von nnsern guden hc^niclichen 
frfinden, deu wol zu gleube» siel, mit der warheil ges iget und vorkonen ist, die » 
man uch wol nennende wirt, so unser frAnde by uch fcomenl« das die boae gesebel- 
leschaft aber k&rtzlich keinen wuile an deu Ryn und iiaben sieb licrwe^n, wazyn 



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1367-1868 680 

dar nmb gAschehea möge. Nft sin wir in nnsenn nde Ton der selben aludce wegen 

ubirkomen, daz wir unsere erbere l)odeti iimbe die selben stucke by uch haben 
W ullen uf den iieheslen samslag nach dem zwnlflon dage sciiicrslc kumrael ziillichen, 
und bau daz auch uwern und utjbern c^igenoszeu vun Mcnlze verboläcbeflel, das 
» sie ir fir&nde ur die seil» siii by uch beben, nf des man etwsz von der selben aadie 
wegen by ndi geralslsge. das es dem lande und uns stelden sft ere und zft nolse 
komen raoge. Und ber umb so d&nkct uns g'it sin. daz ir cz öwern und unsem 
eylgenoszcn von Slraszbürg bendcclinf^en und anc \ erzog in uwern hrieven verbot- 
scbeUcn, daz sie auch ire erbere boden uf die zelbe ziil by uch hüben und den 

w volle maht geben in den vorgenenlen eschen und auch in den stucken, als unsere 
erbere boden von den sletden nebest sA H«delberg mit ein retde hatten dUkrch des 
willen, daz wir daz lanl und uns gemeinlichen vor der bösen gescllescbafl desle bas 
beschirmen und behalden mögen. Lieben frönde, nn \ hiszont diez in rüdes wisc by 
ucii verüben. Auch isl uns vorkomen, daz der künig von Frangrich daz selbe hose 

1» volg gentslidhen von yme geckauft habe. Dalum fein sexta posl feslum nalivi- 
tatis Christi anno 67. 

Str. 8t. Ak 81. «opL A. eüat», mit yjwdtfdhmjuwliiiirfeii. 
CMr. M StkOltr, XBmfdL 884. 

769. Glans Zorn dem man spricbel Lappe rilter, Claus Ilster ein edelkndit 

to und Bcrhtolt Zorn dem man spricbel Scluillhcisi ritler versöhnen sich mit Freiburg 
«umbe seinliche gelat und fircschihl, so zcm WiLcr gcschelien ist, und umh die 
totslege, so an Johann Zorn dum man sprach Lappen, min des egeuaulen Claus 
Zornes sun, und an Cftne Maler seligen» min des obgenanten Qaua Malers sun, 
geschehen sint», und um allen verlost vorbebalUidi eines Spruches der dreiaehn des 

« elsasst sehen landfriedena. «An dem nehsten samstag nach sanl Hihrioniai:« 

iaS8 Januar Iß, 

IMi ftAnA«r IM6»rgtr ÜB. I,80iff, 



770. GMrad ZMtseiade ieredet mm» Frigit» xwueke» Herzog JiupredU im 
Ülem Mttd der Stadt StnMurg ets«r- »luf Ifietker «m OHrAejf» «miettrteiU. 

M Jaiitiftr •>,•/. 

Ich Cunrad Lanlschade vilzdura zu der Nuwenslad herkennen micii au discin 
brieve ofleulicheu und dun kunl allen l&ten, die ya aue sebcnt oder borenl lesen» 
daz ich eynen fryden beret han suschen dem allir durebluohligesten hoehgebom 
fSrsten myme genedigen herren berzugen Ruprechle deme eitern und .s\ nt n dynem 

a und uwerme meislcr, rade und uwer slat und uwern dynem und heifern uf eyne 
»ilc und zusclien Dylher von Obirkcyu den man nennet Slops und allen sinen 
belfern uf die andere silc. Und sproch ich Cunrad Laulschude vorgeaani vor den 
vorgeoanlen Oyther von Obirkeyn und alle syne belfere, das der fryde gehalten sal 
werden in allur der maasen, als hernach gesehriben slet; mit namen der TOrgenanle 

t« fryde sal sne gen uf den nesten snndsg vor unsir frauwen dag kerzewihe nach /m. w 



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aoo ladd 

*». dsla di4 briev«9 uod sei werra bis of dea nesten suodag vor halb fasten, der nesle 

dar nach kuinmel. Also wercs daz die he;yiierley anegriff besohehe hiu ztHolien vou 
beyden sitcii. (htz man den kcre mit der nanie ane alle gcverde und auch also mil 
boheltnisze, cln:^ irh Ctinr.id I-anlsnhade des uw^i^ liaho zu Ix^sagen uf die beyden 
»ilen, wie ic'u iz lieiel liubc atie alle geverde. bcz zu Urkunde ai) bau ich Cunrad * 
Lanlschtde obgenant min ingesigel gcdrficket an die aebrifl dis brives. Datam 
anno domtni 1368 ipsa die dominica ante couTersionem aancti Pauli apostoli. 
[In terso] Der von Straszbu^ brief. 

Ar. O. iL 0. D. P. lad IM. or. dk. tfl. jmI. e- mM. tejw. 

771. Sdkiedupmck in einer SlreiUaehe twiseAe» JoidH» ßoUe und der SUdt n 
Siraßiurff, die desee» BUekUt^t ah /auie Waare ua Wamr geworfen hat. 

l.lßS .Tanuar 29. 

Kfinl sy allen luden, dye dyesen bryet aiic sehenl odir liorenl lesen, daz in 
der mjrshel und zweyänge, dyc da was cinsille zwoschen den erberu wysea luden 
deme meyater nnd deme rade und den bargeren gemeinlieben der atad a& StraasbUi^, u 
ander sitte Juhan Uolttu von Dflsb&rg, der ilz&nt woncnde ist ift Ifenlsen; dye 
myosseliel uml zwcyüni^e dar rörlt von bui^inge \vep>n, dye der vortrennnle Jnhnu 
meynel, daz emc dye von Slraszburg vorgeiianl verworlFea haben in ein wnszer für 
boae gut, daz doch gi^t gCil were, aU er sprach, uod schedicle eme daz zwey düsenl 
gülden ; dye selbe myessebel und swey&nge der beacbeyden nan WerenUer Storm von m 
der voi gl iiiinten siede \\'<'gL>n zu Straszbiirg gemeinlieben und Johan Hoden TOrge- 
nant in: -irli nnd alle ^iiu' fnliil iiiiil ii\c zu eme pelioretit, ptMilzlichrii an uns 
nschgcnante lünf geineyne lüde in der saciie gangen sinl bit namen lieihnan Bün- 
lelcQ ein bürgen zü Si)ire, llennyu Bcgker ein bürger zft Woruie^e, Ebirharl 
Harolt sA der Somerwonen, Glas all der O&ben und Contse Harweaeh bAigere sft » 
Menlzen, ein recht zh sprechen, nach deme als wir uns versLen nach anspracbe 
und klaffe und kunlschafl des vorgcnniid-n Johan RoJeii und nacli nnUvertc und 
kftnlscljaft des vorpenanlen Wcrenlu r Slnnm .s von der vorgenanlen siede wcgeu zft 
Slraszbürg. Und sicul d}'e vorgenanlen parlieu zö beyden silen uf unser vorgeuaal 
f&nrer apredien odir der merendeil gentzlichen gesünet nnd bant of dn ander ver- m 
siegen von der vorgenanten b&ginge und schaden und zweyunge wegen nnd waas 
da von erslandcti ist bit of dyesen liüligen dag, nnd hanl auch dye vorgenanlen 
parlyen zfi l). (ien sillen daz globit bil t^nden Iri'icn iin eydcr tad und mit rechter 
warheil iiii iialden, wye wir dye vorgenanlen lünfe gcmeyue lüde odir unser daz 
mere deyl ein recht dar uhir aprechen nadi deme, daz wir ans versten, das eye daz » 
yewcdir aitte steda und veste beiden aollent anne alle geverde und argelyest. A&ch 
hanl uns den vorgenanlen fiinfen dyc vorgenanlen parlyen zü beden sillen globit 
bil trüi-n an t'ydcstnd, wasz wir sprechen in der vorgenanten Sachen odir der merc 
deyl undir uns t'unfen, daz sie uns zü bcydcn sillen dar umb nümcr des dye inädyger 
werden soUent noch anspräche noch vorder&nge an unser keinen noch an nyemanen «o 
von unseren wegen gehaben aollent noch schaffen tft düne in keineu w^ anne 



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laes 601 

alle geverde and »rgcliest. Und ab wir dye vorgenanlen fftnre gem^ne manne klage 

und anlwerle. kuntschafl und worheil, lüde Tin ! brycfe veifaort haben und der ege- 
lumli' W'croiiher Storm von der vorgcnanlcu sUde \vf>t:cn zfi Slr;t?zl)ürg künllicU 
gemaclil hat. Uaz zwcy slro bügiugc uud ayal ine vou düiae vurgenauleu büginge 
» beseben worden von den gesworen undirkeufferen s& Slreasbftrg und aye of Ire 
eyde namen und beeaten, das sie (Oi und bose waren» und auch mit rechtem 
goryt'ditc uud ortheil verdeillit worden nach der stcde rechte und gewonheil zu 
Str«!^7.b<!rp. daz man sie in daz wiiszor wcrfTen solde fiir hose gut, und der ander bftging 
ubir dvc vorgcnaulco zwe^' airo gefiirel wart gen Fr^burg in Ollant, gen Zsbereu in 

M Elsaszen und gen Broraol und ouclt da bose gentadbt wart, als der stede da recht 
und gewonheit ist : so sprechen wir dry imdir den vorgenanlen f&nf gemeinen 
raanen bil namen Hejlman Bünlellen, Hennyn Bcgker und Ebirbart Harolt vorge- 
nant zu pynem rochli-n und für ein roclil of unsere eyde, wnn wir uns selber 
bcszcres niel en verbleu, daz dyo crbern der meisler, der ral und dye büiger 

M gemeinUch der atad sft Sirasiburg der vorgeuanten anspräche und vorderünge von 
deme vorgenanten Johane Roden gentdicben qfiid, ledig und los sin solleot. Und 
sal der vorgenanle Johan Rode noch nyeman von sinen \s-<-^en vorderünge. noch 
anspraclic von der vorgenanlen soeben wegen zu den von Slraszbürg ümli zu den 
iren und dje z& en geboreol nümerme gohabcn und sal aucli dye vorgcaaulo äüne 

n baMen in aller der »aasen, als da vorgeäckrieben sted anne alle geverde und argc- 
lyest. Dea sA einem waren Steden urküinde so han ich Hcilman Bftntellen und 
Heiiiiyn Bcgker und ich Kbirliarl Ilaroll vorgcnunl unsere ingesiegelle gehangen an 
dyi >^«'u bryef. Dyeser brycf wart gcgi bcn in deme jare, da niiiii zallf nat h golz 
geburle düseul jar drü iiünderl jar in deme cclil und sechczigislcmc jarc of dcmo 

tt nebslen aamesslage nach senle Pauwels tage, uh er bekaril wart. 

8tr. 8t. A. 0. D. P. lad 166. ar. mfr. c. 3 tig. jwiid. mut. 

T72. Futstettnng gewUser Punkte» die ei» iateerlic/ter Brief enthalten soll. 

[Vor lans Frhruar 7.J 

In dem bricle, den unser herrc der ke^ser sul der slul zu Slrazhurg geben, 
i» s&IIent die betten afteben disen artickel, das der stände sft ende "an sinem briefe, 
der sich alsua anhaben aal und 9ch also slSn sei: Wir wellent und gebietenl Ach 

allen unsern und dez rychs stellen, die wir in Elsaz ligende hanl, mit nammen 
Hagenowe, Colmer, Sletzstnt. Flionbeim, Rosheim, Mri]nhn--en, Kiysersbcrg, Tü- 
rinckeim, Münslcr, Wiszcmburg uud Scls, werc obe icuiau der ätal und deu burgern 
» sft Strasburg denheinen schaden dete, in wellte wlse das were, wider dem rebten, 
und der rat der selben stat erkante, das es in widw dem rehten geschehen were, 
das in danne die selben unsere und dcz ryclid stelle beholfen si'illenl sin indcwendig 
Elsaz mit aller irre mahl, so es von der selben stelle w^en zä iälrazburg au sie 
gevorderl wirl. 

19 •) sfi «ad« Ml fwnnirif / «i oMdtttML f 

78 



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eos 



Mag aber der ertiokd nil dar gftn, so sälleot disen arlickel an dez selben alat 

s&chcn lind ncmmen, der alsus staudc: Wir wclK'tit ini'l p.'!)i('(cnl ncli allen nitscni 
und dez riches slellfii, di»^ wir in Kl>nz lippmlc liHtil, mil nainmcii den uud dt.Ti, 
-were obe icmaa wcre, der die stat und die bürgt r von Strasburg noUgte oder 
•chadigen irolle, das sie in danne gegen den geräten und beholfen sieot, so ez tod • 
in an ne gevordert wirt sft glicher wise, alae obe es uns und unser und des rycbs 
g&ler selber ongiengo. 

Und welrc arlickel undcr ili^ii zweien vür sich g;°il, so s>A dirre in dem seihen 
briefe dar nucii stiiu : Dar z& günneut wir den selben unseru und dez r^chs sielten 
in Elsas, das aie sich bindenl und binden mügenl sft der slat und den bürgern ge* u 
mdnUcbe z& Strasburg, die wile mr gelebent. 

So wirt an unserm briefe, den wir dar gegen dem keyser gebende werdenl, stände 
an slnl dez arlickels, der da slal : Wir s')!lenl (Vh denhcin brintnüsze oder frünt- 
schatl machen etc., der uch durchstrichen ist, dirre arlickel : Wir mögenl öch wol 
bände nemmen, doch also das diso unsere TerbAntnösse in allen iren Icreften bliben u 
sAlle in alle gevcrde. 

M6gent aber die selben beiden arlickele uz unserm briefe bliben. so sällenl sie 
sie beide usze lassen und uosern brief mit den andern sinen stücken nf nemen und 
lassen zd gSn.* 

B^.SLA.Q. 0. F. lad. 48/49, c. tue. 4. eonc eh. •» 

773. B^Jhßwfm/Mt vom Ktittr aussusülleiide» Brie/iu, [r«e 1998 r^truar 7.] 

Wir Karl von gotz gnaden u. s. ir. lu'kemient öfTenlicb und Iflnl kunt etc., das 
die erbem lüle der nieister iiml der r.il der zii Slra/.inirg, unser und des heiigen 
riches licbeu gelruwen, uns und dem heilgcn richc niilzcciich und willeclich gedienel 
habent und Aob in kftmfUgen silcn gedienen nAgent. Und dar nmbe, das die selben • 
meister und rat und die bürgere gemeinlioh der stal sft Strssburg, ire nacbkomen 
und die slal z& Strasburg bi iren friheilen, rebten und g&len gewonbeiten l)liben 
s611enl und mogenl, so han wir sie von angcborner keyserlicbcr gnSdc gncdeclicb 
bedaht, doz wir die vurgcnauten mcislcr und rat und die bürgere gemeinlich der 
stal ift Strasbuig bi allen iren friheilen, rditen und gdten gewonbeiten hanthdioi «t 
und aehirmen s611ent und wellent in sftlicber mSsse, als bar nadi geacbriben stat. 
Were es daz icman were, der die vorgenanten raeister, rat und die bürgere gemeia« 
liehe und die slal zft Strasburg an iren fribeiten. reblen und göten gewordleiten 
schedigen, hiuderu oder krencken wolle, so süUen und wellen wir als ein 



• Ebenda Unjl noch ein Zettel, der einige tceitere Punkte für die gtädiitche GcgrturkiaruHi] enthäit. jj 
Diuäben »eilten mich den beistchrndrn Zricheti irgendreo eingefügt vxrden. 

Mit noier hama den bischore von Straibarg «od mit äll«n Stetten aad mit den bon«n in BilMi 
ud aolknt otaenoien noMm Herren den keiser KnrI «ad du ridi. Woltta aber wir nn« Uadm suden 
daiute do for gesehriben stot, das tbWt wir ndt d6n one ansen herrw d«a kaiMM «Jüan and Winande. 

b. Ware oooh daz nnaer bem der keyser ron lande fbre, wer das anttB mb and das riohs «g 
«jeaiia «an^ das wir dan dam* baboUui itn gliohir wia da f«r gaaebtikaa tat 



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laes 



608 



R&misoher kejaer die obgenaotea meisler, rat und die bürgere gemeinlieb bl 
den vorgenanlen ftiheiteD, rehten und g&tee gewonbeilen banthabeo, schirmen und 

behallen mit aller unserre und des riches tnaht, die wir ia Elsaz liabent. Und ge- 
lobctit üch mit krafl dis briefes, nlle vurgesdiriben arlickele slcle z& haltende UDd se 
* laszeude une alle geverde, die wile wir lebeul. Dez zö. Urkunde elc. 

8tr.8t.Ä.Q. D. P. lad. 4flt4> B. 49 ta«. 4. omc cik. 

774. Zweittr mi dritter JSntwwr/ einet Käiter auszuitellmden Briefes. 

[Vor 13GS Februar 7.J 

Wir Karl von golz gnaden elc. [iceUer wie der erste Entwurf, nr. 773 bis Elsaz 
M habent]. Wir wdlent und gebieten! öcfa allen unsem vnd des ryebs stellen, die wir 

in Elsaz ligendc hant, mil natninen Hitgcnowe, Colmer, SIelzstal, Ehenheim, Rosheim, 
Mülnliuseu, Kcysersbcrg, Türinckeim, Münster, Wiszemburg und Scls, wcre* obo 
ieraan der slal und den burgern z(\ Slrazburg denheincn schaden dele, in weihe 
wise daz were, wider dem rehlen, und der ral der selbeu slal erkanle, daz ez in 

I» wider dem rehten geschehen were» das in danoe die selben unsere und des rydks 
stelle beboiren süUent sin indewendig Elsas mit aller irre mabl. Were >> es ouch 
daz wir von laude füren, wer dun zu czilen unser und dez richs vicarie wcrc, da 
wollen und gebilen wir, daz er in bcholfin sie glicher wis, also hie vor gescliriben 
ist, so ez von der selbeu slelle wegen ziü Slrazburg an sie gevorderl wirl. Dar ih 

to günnent wir den selben nnsern und des rycbs Stetten in Elsas, das sie sidi Undent 
und binden mAgent sfi der slal und den bürgern gemeinliche sft Strasburg, die wOe 
wir gelebenl. Und globeiil üch mil krafl diz briefes alle vorgescriben arlickele siele 
zu haltende und z& laszeude &u alle geverde, die wile wir gelebenU Oes sfil ur- 
küude elc. 

M arr. a. iL 0. D. f. lad. 48/49. B. 49 {aca. 4. eonc. A. 

775. Entwurf eines Bündnisses, durch welches sich SlraQburg zur UiUersliltziuig 
d€$ Kideere im Bhaß terpßieAM, fFor 1898 Whhmar 7.J 

Wir der meister, der ral und die bürgere genieiulich der slal za Slrazburg be- 
kennen etc., das wir mit rate und willen unserre g&ten frAnde, als unserre slat ge> 
» wonbeil ist. haben bedaht, das der aller durchluhtigsler fbrste unser gnediger 

hcrre her Karl Römischer keyser zö allen zilen mcrcr des riches und känij:^ zü 
Bebeim uns, unser bürgere tmd unser slat bi allen Cribeilen, rehlen und guten ge- 
wonbeiteo gnedcclich gebaulbabel het und er uns öch von sineu guadeu in küutligca 
silen bi den selben unsem IHbeilen, rehlen und gftten gewoohetten hantbaben wil, 
m als sine k^serliehen briefe sagent, die er uns dar Aber bei geben. Und dar umbe, 

a) ß III : wer« ei ob iemin wer«, dar di* »Ut und ille liiir|.'i'r von Suoiliurg nötiget« odiT 
ec'fiu wolU, duz sie in diiiti« gvf:«a den ger&ten uml Ki-u Itcn b'ivul, so cz vod Id in lit 

^vordert win (& glicbcr wiae, »Im ob ex um oad unser und de* r^cb* gfticr Mlb«r •■tgiieaf«. 
Dar tft giiMM n. «; m. kl «m— fMchribn bl m B N «um mtifHimfint 



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«04 1368 

das sine gtiaJe deslc gnedeclicher und vesleoUcber an una Uibe, so babent wir 

mil wolbedtilitern tnulc \uu\ luit roliler wiszon vür uns, unser nnclikomcn, hnrccre 
peinpinlich \m>\ unser sM zii Slrazbiirjj; zu dem vorgcnanlen unscnn gocdigcn 
herreu lioru Kurlu iludiiäclieii keyser verbunden und verbinden uns öch mil discm 
briefe* in sfticher masse, ab her nach gescbriben atal. das vir dem vorgenanten * 
unserm herren dem kevser Karlen helfen sullent und wellcnl gelruwelioh wider meii- 
frelidi in Klsaz inil aUer unser uialil. Wcrc es uch <laz unser vorf;en;)nler lierre 
mit yemanue ze schallende helle iisz-wetuhf; Klsaz, so sollen wirnihl anders verbunden 
sin ze dieudc, wanne wir"* vuu güler gcwuulieile gebunden sint von oller lier dem 
riebe ze diende.* Wenne es Ach were, das got durch sine gnade lange wende, das w 
unser Torgenanler herre keyser Karl abi^gingc von lodes we;^en, so sol dirre Ijrief 
keine macht mc IuiImmi. Allv vor-r-,rlirihr ri slücla- und arlickrle ^rluhenl wir die 
vorgenanten meisler, rul vur uiimt u.iciikouiea die burger geaieinlich und die slal zü 
Strasburg slclle zu hallende und zd laazeude in aller der masze. ab vorgeächribca 
stat ane geverde. Und des sä urkAnde elc. u 

Str. St. A. 0. ü. P. Ud 4S/41». B 4a fwc. 4 conc. ch. 



TTß. Kaiser Karl IV rfrspric/it ihr Slit>f( S l rn dhv rg sie bei allen ihreii Rei'lf^n 
zu handhaben und erlaudl ihr mit dem Bischof un'l an tl ein Herren und Slaillen Bund- 
nme zu schließen. 13ÜH Februar 7 Frankfurt a. M. 

Wir Karl von gols gnaden Romischer keiser czu allen ezcilen mercr des reichs so 
und kunig czu Bcheui bekennen und lun kunl otleuliclt mit diaem brieve allen den, 
die in sehen oder borenl lesen, das wir durch manigvallige trewe und willige 
dieaale, die ans und dem reiche die ersamen die . . meisler, der rate vnd die 
burger gemeinlich der slalczu Strazpurck, unser und des iKÜi^^cn reiches lieben ge- 
Ircwcn, ofTl nnczücli erczeii:<i li;ib» n, ti MÜch erezeigen und noch lun sullen tiiid »a 
mögen in kunfligen czcilen, in und der gcuieyue der cgcnanlcn stat Sirazburk sulche 
gnade mit wolbedacbtem mute getan haben und tun yn die mil rechter wissen und 
mit orafl dils brievea, das wir sie bey allen iren rechten, fteiheiten und guten ge> 
wonbeiten, die sie von aldcr gehabt und iicrbracht haben, getrewlichen hanthaben, 
schirmen und schewern woHtn uml sullen. Also wer das ymande, wer der were, so 
der die vorgeiirmten . . tien meisler , . den rale und liie burgor gemeinlich czu Straz- 
burk an denselben ircn rechten, vreibeilen und gnleu gewoulieilen scbedigen, bindern 
oder Icrenken wolte in dheinem weis, das wir denn als ein Romischer heiser mit 
aller unser und des reiches machl, die wir in Elsazzeu haben, sie bey denselben 
iren reclilen, vrciheilen und guten gewonheilen in aller der mozzc, als sie die von » 
alliT ccl;a'»l ""d herbracht haben, banlbabeu, schirmen und schewern sullen und 
wollen geUewlich und genediclich ane alle geverde. Und darumbe so gebieten wir . . 

a) hitrMth gtttr. wtDM wir Och du kilUch tftal. 1») UernacA gtsit. von r«)ile «wd. c) JUrr- 
«mI gtiir, wir lAllMt tA MuAm UmaniiM od«r (HUitoctoft awdm oder ttn in Mpm vtg , 
a» 4o •cbaddklt tlDt miMnii gncdigm licrm Iwni Ksrica «orgcnaot a. g. «o 



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1888 



den burRcrmcislern . . den relen und den Inirgorn gemt.'inlii licii der siele in EU 
sazzen, Hagenow, Colm;ir, SIclzstal, Egeiilieiin, Rozzhi'iin, Miilltus' ti, KcisiTspcrck, 
Turynkhcim, Munslcr, Weizzeinburg und Sels, unsern und den rcicljs \i\m\ gi lrewen, 
ernsUich und veslicUcheD bey unaem und des reichs huldeu, wer das sacbc das 

• ymand. wer der were, die burger und die slat otu Slrazbnrk an irn voiigeaebriben 
rcclilen, rreiheilen und guten gewonheilen ^oliedigen oder bindern wolle in dlieinein 
weis, u!so iliis der rnle ntid die bnrpor iliis.'lbs czii Slrtizlmrk erkniil'-i^ , 'l.is in 
wider rechte gescliclicn wiTi-, das sie denn alle und ir iglidie besiuider mit ollor 
irer macht iuneweudig dem laude czu Elsazzei» wider sulchcs unrecht gelrewHcben 

i9 snlleD beigeslendig und bebolffen aein, wenne and wie dicke aie des von wegen 
derselben atat czu Strazburck ermonel werden. Oueb von sunderlicben gnaden 
so gunnen und erioul)en wir den cpcnatiliMi biirpern czu Strazburk, das sie sich 
mit eynem byscliüvc czu Slrazburg, der in czeiten wirdel, mil den bcrren und den 
egenauleu sielen in Elsazzeu und uuch uiil uiiderii fielen und susl uiil n^uiaude 
andera, sie teten es danne mit ansern willen und wissen, die cseit die wdl wir 
leben, ^^l•n allermenlcUch verbinden und vereynen mögen, uzgenomen allewege 
uns und dem heiligen reiche. Wer ouch das wir uz Deutsehen landen füren, 
so so) unser imd des reichs vicarie, der in czeilen wirdel, sie iianlliabeii, schirmen 
uud scbewern gleicher weis als wir selber in aller der niazze, als dovor geächribeu 

» sleet. Und dieselben slucke und arlikel. als hie vor bcgriiTen ist, gtoben wir in 
guten trcwen und an alles geverde. die weil wir geleben, sleel und gaulz czu 
haben nin! i zu I f li ihlen. Mil urkunl diez l)rieves versigell mit unser keiseilielien 
uiajeslal iiigesigele. Der geben isl czu Erunkcnifurd uü' den« Moyne nach Cnslus 
gtipurle dreuLzeuhunderl jur duruach in dem acbt und sechczigsten jarc an dem 

m nehsten monlage nacb aand JJorotbeen tage der heiligen jungfrawen, unser reiche 
in dem czw« und csweinexigsten und des keiserlums in dem dreucaenden jare. 

[An/' dem Buff\ ad mandatum dominC imperaloris 

Petras Jaurcnsis. 

{In, cefso\ lt. Juhanncs de Geylnhusen. 

M Ä Sir. St. A. AA 3 nr. 4 nr. nih r nig i>nr> 

B ebentia nr. 7. vtd. mb. c. stg. uusgcstdll vom judex curio Arg. JJiO Dtc. 7. 

0 «ft<iHb nr. ft. vid. wb. autgaldU durdt dm Sotar liadoirus dietni ia Rymeb «Isriew 
Constaneiensia dyocesis Arj^entine commorans J3T7 Aphl 3J. 

Gtdritdct bei Wcndtcr dit^uü. de uttburg. SH. Lunig HA. XI TJ9. - Reffest Sehöpßi» 
n 4k.ditL II, MS mr. ma. — Subar ng. nr. 4SO0. 



777. Elisabeth impcralris civilali Argcnlincusi nulilical per honorabilcm 
ülriciim prothonotaiium suuu, se feria secunda proxima post domtnicam Exsurge nir $i, 
hora quasi seplima in nocte proleni masculinam corpore et membris singuiis 
cleganiem in lucem mundi produxisse. Dalum Präge (!i>< in mensis ft bruarii 
M a. reg. 5. laßH irOn-uar tQ l'raa* 

NaA im Dndtt hei Wtndm- coV. ortA. m Jfuier rt§. OeMoMunwa nr. 30. 



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606 



178. BiteJiof Lmt^ekt vm Speyer m Siraßbwrg : enttuM da» SlnMmrftr 
Coktingent tnr Sow^ahrt an f den Oaterabend nadk Weiden, [iM9 rvkruar »8J Vim, 

LampertiM cpiscopus S|)ireDsi8. 

Ulisero fntndidten grAs bevor. Als wir udi vormals von unsers herren des 

ktnscrs lieyszo verkuiulcl liaiil, duz ir deine selben unscrm lierren dem keyser mil • 
giildem vvolt lttTcitJcn liitrleii uff die fart, die er hal niul geiii \{omn zu tundc, 
dienen öuilen, maneu, Lciäzea und gebieldvn wir uch von des selben unsers berren 
des ke^üers wegco, der uns oucfa dsz andirwuriw sanderlichea bevolben bat, und 
geheiszen in eile die wiso, alse wir ueh vormals geheisieo und gemant haut, das 
ir dir lutde, mit den ir dem selben unser berreu dem keyser zii der egescblüien w 
fort dienen wulh ii, scbickenl wulc bereil unde verligenl, daz sie ufT den nehesten 
Apra «. osterabenl aue Verzug siul zu der Wydcn in P«-yt>rn vor deme üebeymscben 
walde. Da findenl sie danne male nnsers bem des keyscrs erber bolachaft, mit 
der sie sft ieme forbasi rieben sollent. Geben s& Ulme an dem mantage nach 
Malbie apoaloli t& nebesle. u 

rf nv;] Dt-n erbern wiseo o&d wolebescheiden, unsera besundera (ininden,dem 
ralde und der slat zii Slrassbmg. 

filr. SL A. AA 1408. «r. c*. Kt. cT. e. At v it^. dd. 

779. RtUtbetehl^w Hier Beratmgen mit den Landfriedenmii^liedem, Mer 
RüsUmjen tum Zuge üher Berg. [1398 w Män i9j " 

Das man unsem botlen vollen gewali gebe, die «Am lanlfiriden lilende werdent, 

das man da rede, daz man von des lanlfriden wegen diencr und lüle gewinne, die 
nszer lande sient, und daz man bfsor<;t' die vorslelle und alle letzen besetze und 
iejjliclien nemmelicben sage, war und an wellien enden ieglicher sin und löffen sülle, 
äu ez uot tut, und daz menglich 06hc lu dem laude. Man sol öch vier* lonberren » 
macben an vier ende dirre sielte, des die die slet an allen enden besoigent nach 
dem werlicbeslen. 

Die entwurle dem keyser zil gebende, alse der LAselin gesprochen bei, daz 
man iii Itilli', daz er tiu zfi male dcz dirnslcs itne zf\ tfinde uns überbebe, wände 
wir der unsern von unsern und dez bindes wegen von der Engeilender wegen woi «> 
bi uns bedftrflent, und dar umbe in dez beslea bilte. dez man danne mag. 

Uaz man boUen sende zftm decban und dem cüsler und dem ofBciale und die 
bitte, daz sie zö sammen gangent, und sie bitte von der cl6ster wegen von der 
vunieruiige wegen, die sie an sie g(>!icht bant, und dar nach von den barfiiszen uud 
von andern klustern von ieglichen» klosler zweae ueme und der klOsler briefc vür 
sich lege und die verhöre and sich dar nach rihte. 

Der Bocke wtl sagen her Symondes rede von der uzburger wegen. 

Die da verende werdent mit dem keyser sol man iegUchem geben sfim monade 

•) UtfMtk fMif. «arg. 



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eoff 



30 flor. and 60 flor. s& ufHktlttnge aiid da nach eile dage einen g&ldin. Werdent 
sie aber wendig» ao aol man ieglichem geben 40 flor. und nit dar Aber undaol man 

das nit dem rale* värlegen. 

Ilpm daz man mcngliVhcn anscliribc und uz den die Ix'slen acnic und w . . . 
• Mau sol niemau keia pferit noch iu erslücke gellen, duz imc abe gäl, ez wcre 
danne,^ das ime das atae reddiche' erslodien vftrde, das es ein bdptman erkanle, 
daz ez ime ledelicbie abe gienge und erstochen were, dem aol man ein sAUch pferide * 
und sin crstückc gellen. 

Ilem wie man 'ch licngcslc und pferide niuslerl und schelzel, alse sol 
10 man öch ez ansctinbcn. Ilem man sol 6ch nuwenl 1^ kiesen uud da nach einen 
hAptoMn. 

Man* aol einem hflplmaa gaboi 100 flor. sft nfrdslnoge und 00 flor. sAm monade 
vur sich und drie vamde läle und den sroit, ^ er I» ime in einem kosten haben 
sol, und sol die stat die geritten macben. 

1» Str Sl. A. AA 78. conc. ch. Auf der andern Att» $lAt dtr StUmuf dt* Bri^ «» dm 

Kaiur tu» Nachlaß der UÜ/e ur. 780, 



780. [Straüiwrgl an Kaiur £»rl JV,- bUUt um Erlaß der BdeiUgvng am 
Zu^e üöer Berg. 11998 ca, Mär* 18.] 

to Dem allerdurhluhtigston fürslen iinserm gnedigcn hcrrcn herren Karlen von 
golz gnaden R<5mschem keyser zu allen zilen merer dez ryelis und künig zi'i Boheitn 
cmbielen wir etc. unscrn undcrlcnigcn willigen diensl und waz wir ieiucr wirdi und creu 
irermAgent. Gnediger herre. Uns haut unsere erbem holten, die wir nft sft nebsle s& 
uwem gnMen gesendet hettenl gegen Franckenfnrt, wol gesell, wie ir mit endern uwern 

ts gnedigen worlen zu in reldenl und uwe e meiniinge gewe.sen sie, daz wir ücli dienen 
süllenl über berg, lich und dem heiligen rvrlie zii helfe. Und dar umbe, gnediger 
bcrre, kündenl wir uwern gnaden, daz daz laal gemeinliche zu Elstiz und wir lege- 
liehe und sft allen siten erscbrftckenliche gewamel werdent vor dem bOaen volkc, 
die man tmael die Engelachen, und das der meinunge An alten swilbl sie, in das 

w selbe lanl zfl komcndc ; daz uwern gnAden Ach wol mag vörkomen sin, des wir 
Iruwenl. Dar zfi wir ftch uwere hclfb'Tliebe gtiAde begirlirbe nnrufiende möslenl 
sin, daz ir uns gegen in scbirmelenl und uns zii belle kemenl, so sie also iu daz 
lant und sA uns gezügenl, wände wir voran nwerre gnedigen helfe nnd dar nach 
aller herren und stette hdib wol bedArftest, das das lant, uwere und des ryoba stetle 

I» da selbes und wir uns mit der helfe gegen in beschirmicnt und uns in etlichen weg 
gegen in gcsalzlent. Dar zi'i so ist man ir legelicbe also sicher, daz sie komen 
süllenl gegen Eisaz. daz man von gebeisze dez laulfriden &n underlas dar inne flöhet 

Ttfrf. lote. \i\ ii(i'nt)'-\ jfslr, sin orsU'icke. r) M'r..t,rfk ijfUi'. bIi« (.•fi-njtc. i\\ pferidc 
aia üktrjttrkr. e) ikkiUet dritckl ditsea Ai ttktl am Aufaug. In it.- VuHagt iltkl tr am 
4t Mimi Ar JMelMjtt BUm 



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laes 



ttod abe wege Ifit alles daz, das in dem selben lande ist. Und dar umbe, gnediger 

hcrre, so Mltent wir u\voih> kevsorliclie hoeheit. der wir Ad swiM wol gelruwcDt, alse 
dciin'iU'kliclio iiiul IIi>/.rldH ii«', iilso wir inil {;ttnlzeiii hcrlzen icmer mügcnt, daz ir 
durch der lüle, dcz landcs zu Kl^az und unserre ausihlige oolditrA willen uwere 
gnftde dar z& neigen wellent und unsere bete gnedeltliche erli6reB und unt des • 
dienstes, alse ir mii den selben unsem botton geretde haut, Ach über berg xtk 
tündc u& s& male überlMbea und erias/'.- n LU Mleklichc wellent. wände duz laut, die 
slelle da innc und wir im-iTri- lüle und iiRiiglichs helfe zu diseii zitcn siinderliclie 
wol bi uus hcdürtlenl uii 1 ir iiüldürllig siul. Und läiil uns diso unsere bele wol 
gegen uwerre kejrserliclier gnade ersebiesxen» das vir mit gfttem willen iemer umbe w 
uwere gnftde and dax RAmsclie [rieb]* verdienen wellent, alse wir es &eb allewegent 
da har gotau habeut. De uil erfrowent ir ans und alle die« die zft dem lande mit 
enander und sü ons gebSrenl.* 

Str. St. A. AA 7H, coiic. ch. 

Utdruckt bet SchtiUr, Kunigih. 1072, — Uuber reg. Beichai. nr. 4M. u 

781. Meister und Rat, üchSffel und Amma» erlassen BestimiHUiu/rn für den 
Zug iif^er Ji' ^i/. i.fos [Mitrs.] 

buh doniino Eberlino de Muhiheitn niagislro niihlc anno (iS do komeul unser 
berren meisler und ral, M.-iiöirel und aiuan ühercin daz mau unserme herren deme 
keyser dienen wolle gen Rome sft deme bobesle*, und wurffent und beAilhent die m 
scljuirel dt'ii (lieusl deme rote, den selben dieusl us zu rihtende und zu besorgende; 
und komeul öcli unsere herren nieisler und rul überein der dingo, die liie noch ge- 
sclirihen slonl: Zürn erslen daz man vmnio dieiu-ii wolle mit 20 riüer u uinl kiK'hten 
und daz man der ^egelichuiuu gedien üullc alle nionuUe 30 guldia und jcgclichcme 
swene monalte für und solle yegelicbieme geben 60 guldin sft ufrüslunge; treffe as 
es aber nüt einen ganlzcn monat, do sol man sü benln noch der margzal. 
Man sol och einie hühelmanne geben llor." z(i ufrüslunge und sol imnie 
100 flor. schencken und sul Imme olle munyl gehen OO llur. zü süldc, und sol er 
zwcne pDiilTer und einen louher' und einen sunt do von verköstigen und hy imnic 
in einer serungen haben, und sol man die varenden lüte und den smil geritten machen, 
ttftüstange und loo geben von deme ungellto.« Doch so sol er deme rote gelruwen 
umb den einen varenden man umbe den kosten, wenne man nutze har gewon'.ichc 
nuvvcnl zwene varciidt» lunu inil eime hubel schihte. Die zwentzig s&ldener sollenl 
öch ir ycgcliciicr nül minrc mit in fürcu deuue lOU harler ilor. und suUenl &ch die 

■) IVr.'. fi.i. L) B n^i!. a!o uiisfr h*rr<' <irr ki-vsrr ilicu-l uni hflfT» vorJfrte an unser slal 3^ 
Ül>rr biTj." jirfirn Homr. c) t. il. IkiIu sI«! fehlt in U. iX) A 6ti rgtttknchf» ii.'ä nufyr- 
tti-irltfn umler licn öi !i io^-lj 1 1 r i'vi is j-ewuiriti km-lil l>i iiiie falben sol. »•) B ifl - 
tj,r«iiglirk, dann ahtr gttlrichtu li^O gUdia. t) iaftr 1« B driga MraiMlt ntn. B 
»M. vmm ttM» öch ir haseMU uDd phwt nutarn« 



> y^. SvAtr ftg, MtUku. wv *eo u. 46S. «e 



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nüt abe d&a noch wider geben in dehein weg, wenn« sA sAllent $& by in behauten 

zii irrfi noldurfl, zoriingp und koslcn die selbe varl us onc alle geverde. Es sol 
öfli ir keinrc minre fVfti tlie selbe vnrl donn»! vier stucke au liengesten und pfcrden, 
und sol man in 5cli die iicngesle und pferl mustern und sul in duz nül sagen, wie 

i 8Ü geacbeteet eint. Man sol in Ach keine argeningc noch SäAutl an hengeeten 
noeh an pferden gdUen, wurde aber ir keime sin habe erstochen oder eralagen of 
eime slrille oder geschelle also r rliclie und ungoverliclip, wolle denne ocli der sweren, 
der sin habe also verlorn luHlc, daz es ungcvcrlicho gcst hehen were mil eins höbcl- 
maones wissende und wille, daz sol man gellten, also es gcschclzel'' und gemustert 

M ist. Es sol Ach nieman die vart weder heogest noch pfert mit irnme füren, do mitte 
man sitiel wm geholtes wegen.* Wol mag einre sios vatler oder sinre mftter pfert 
f&ren one schaden.^ Wo ßch eime höbet manne, also er me ritten raflg denne ein 
anderre oder do er undor dcme pi siiule einen, zwcue oder me schilite zu versiahende 
oder daz gesinde zä fürwarlende oder anders zu t&ode, der gesellen noldurR zd 

u werbende, nne habe abeginge, in wele wise daz were, wo denne der hObetman by 
sime eyde spreche, das in duhte, daz es redelicbe verlorn were und daz men es 
hilliche gellt' n sMle, daz sol denne an eime rote ston, waz man inime do von Ifin 
sol noch heschcidcnlichen dintrpn. Ks sol uch ir kcinre weder hengfsl nocli pfcrl, die 
imme gemustert werdent, verköllen, untzesü bar wider kummenl, one eins hül>etmannes 

m wissende «md willen. Ginge deh ir kein» rin eratfteka aha, so aol er ein ander er- 
stücke* an die selbe slat haben in deme nehesten monot do noch aller nebest oder 
so t'z tli-r lioptman an in vordert, alse es dannc den höpttnan gut duncicet one ge* 
vt-rdo. Man" sol och deme liubclmanne us der selben zal ein bydcrman zn p< ln'n, was 
deme höbctmanne breste oder in welen weg er by deme gesinde mit mohte sin, 

m daz sü deme in allen Sachen gehorsam waren alse deme b5belmanne unUee an die 
atunt, das der hftbetman wider sft in kerne.' Wer Ach deme hObetmaone sft geben 
wurt oder wie dicke sich daz ändert, die sfillent sich keins gewaltlcs an nemen noch 
haben, do der linlielman zfl gpgen ist. Wer es 'h'Ii daz deine ul brcslc, den der 
rot eime liobelnianne zii geben helte, welen denne der hnlietnian von sinen gesellen 

•o dar zu erwelt und bondmet^ an des stat, der denne abe gungen ist, den er Iruwet, 
der dar zA der nutzeste und der wegeste si. deme sAUent die sAldener alle gehorasm 
8in. so der hObelman mit by in ist, untze er wider zu in kuml, in alle wise also 
deme höbetmanne und also do vor bescheiden ist. Und sol man deme, der eime 
hnbelinanne zfl geben wurt so man hat, wider kunt geben, daz ein rot bescheiden- 

ss lieh duneket noch den dingen, also er sich geerbeittet und vcrkosligcl bat und also 
die vart Ach weret. das aol er eime rote getmwen.* Der hAbetman sol Ach maht 

a) B om. grtchctMt. b] B adJ, es ver denno einre, der sellwr fBi«, der UMft wol dn «eTbea 
p!ii rt ::-nl hengcste rftr«ii, d i miUe er «Utet. cJ In B ftlU wo JSlIi — i;ft'. Im 1; ■ »ni; 
gvTerde. d) A g$$lritkeu du tUo pAt »i. e] B dibd boUp Ach rimc höLirtmunnr i'ii>ro 

^ t ydtm— » Q Btii.: und komcnl Ach überein, dat der sAldencr kcinre minre fbrcn t-AUe 
Ulk Ihm nwag Um täm bugMUi, kMdw, baniMcb npd <U>«r iUm, d«i s& lin« UIm bAit, 
doat 100 flor. ift dner aoldiirft mA MnmgcD «wl atlM dar Seil nlt «Im kitmnn wna» 
al^o <]r) vor bcscii'ibcn slo! a a. g. mihI /dirf dS(M /b>-> : und koroont Sch l'ibcreio, Wer es 
dsz infn i'jl hreste der demo hi\belmaniie h. ». «r. g) B om. an — si. Ii) B ifdd,: 

^ der hSbetman aol Och deme rote getruweo von des kosten wegen eins varenden mannes, 

■lao er itift nnoda an (ftrt nad imd «UewaBB« buwhiI twana f&rt. Hier tcilitßt B. 

77 



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610 



1868 



han sft gebietende sA geschellen and s& ailen «odero suchen, die von in oder 
iwAsdient in uferalonl oder von iren Icnehlcn, in alle die wise und by allen den 

pcncn uud gcLollen, also ein nieislcr zö Slrashurg mahl hei z5 gebiiMeiidc, die 
wile er rililcr ist. So t'cli üt also von in ppschflio oder uT ersläridt», so mag der 
denne ir hubettaan isl zwene oder drige oder me zu imnic nemmeu und mag es > 
rihten; und wie er es rihtent das sAIlent sA ballten fay iten eyden. 

Die a&ldener und alle ir knehte sfillent versweren alles spilfo&reD und alles das 
den Pfenning gesolinden oder dar uf troffen mng, iinlzc daz sü har wider kummenl 
one alle geverde * Su und ir kneldt- s<')llent iVh nieinenne nül nemnien sagrAp noch 
nül anders denne e^äen und Iriuckcn unc alle gcverde. Wo sü aber die vygeade i» 
geschadegen ni6gent, das sol in an dirre gelAbede nül aebaden. Es 8ol öch kein 
kndiU der mit sinta berren oder jungherren von bnsa vart, nAt von innw kämmen, 
untze sü har wider l;«tnmenl. denne inil sinre herscliafl wissende und gftlen willen, 
in irre denne libesnol by iren eyden nne p-verde. Der ln'belman sol iVh mil den 
uosera sich zum kcyser machen und by imme blilicn, wo er ist. also verre er mag, m 
und milta dftn das beste. S& aÖIlent aich öch an einen endeltdien Mraemen bencn 
macben, der &cb mit dcme kejsar vert, dufch das das aä desto bas gebantbabet 
werdent von ymmc und vor gcschelle desto bas beschirmet, ob es sü gül duoket. 
Der h'tbelmnn sol *i<-l) sweren nlle-« dnz ■/.*! ((^nde und zil hallende, dnz von imme 
do vorgescribcn slol, und der stelle von Strasburg nutz und ere lii werbende und m 
sft tAnde ane aller dable ge verde und sumnisse; und aftllent dch «Qe die mitte 
imme die selbe vart vareni und ir kneble sweren an den beiigen dame bAbatmanne 
gehorsam z& sinde oder deme und den, die an sinre slat b&bell6te werdent« s& glicher 
wise also imme und also do vorhe-oheiden ist und Ach olles daz zö tflnde und zft 
balttcndc, daz do vor vou in gescbrtben slot one aller slahte geverdc sumnisse und s» 
aigenlist.* 

Welidi seidener oder ire kneble nil geswAm h^lent ond da es dem vwgenantea 

hern Eberlin dem höptmanne vürkeme, der oder die süllent dem sellion hern Eberlia 
swern zu hald-nde und zn tflnde alles daz, das die andern geswAm haut und da 

vor isl bescheidi 11 .in ulle gcverde. m 

A Sir. St. Ä. AA 'ib. etmc. du 

B cett. tbtHda; eMe. A. die taMkhm Ymimlem $M eiKgM^agm, 
etdnuM mA Ä bei SdUHtr^ ICAi^tft. lOr*. 



782. VerseidHif der Straßiurffer, veiek« dem EaUer um Zuge Hier Berg 
folgen wolle», uM [Man.] 

Sub domino Eberliuo de Mülnheim niagislru anno 68 do doltent dise perSOfien 
anschriben deme kcjrser über berg gen Roma sA dienende, sAm ersten 

A eierjrifl. irf f.i Hill/ iririf'r «,•'■ .,. <'! , rlfi li ir.ijprnl iV.e s lileuer tc-ll>cr j& eiiicui •laß« 

einen (.üMiu \<n!.| iln in weli S.eii wcc sie wcllcnl und iiüt me. bj J>te,ni]eh anJnt Unuil, 
^•■.i -ifKr.i : <;i -L!icliP Ii iliMi ^Iben Mldeoern oder iren knehtcn üliit mit ^'evengoi'isze oder 
mit »Odern dingen, dar umha mI man im« aAliit giebmdra «d tft belftod« aocb sft Iftad«, 
wcnm «t mI «B meiittr and nl ift Strasburg «An i. i. g. 



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1868 



011 



hte Jobaos LAselin der meister einrc. 

Item her Johans Lösclin sin vcicr Ulrich SUD- Item Erbe von Scbiltdceim. * 
» her Weczel Nfarsiliiis der juDge. 
■ her Johans voa SUlie. 
» > Johans Lunbart. 

> Heoadia Bog heni Cftno» Bodcea son. 

• ReinböU IIüfTelin hern Hancmnns sun. 

> her Hcczel Marx. Item Jobaos Clobelöcb. 
» Örlelia Mansse. 

t » bar Claus von Eagenecke. 

> Hensatin iftm StAffa. 

» her Ileiczcman OUefriderich. 
» her Rnhiian Swarbcr. 

• Bockelin Symunded sun. Ilem Jubaoä von Pfelleasheim. '* 
k > Hanselui von Kagenecke Rainboll ann. 

» Tbumman von Endingen. 

» WüUher von Eiidingcn. 

> her* Ilcnselin Zörnelin hprn Jühaiis Zornes siin. 

» Bl&melin Gurleler. Ilem llenschn MoUUhcim hcra Johans ann. 
I > her Patar Rebertog. 
» IHatrich Bnrggrava.* 
» Ci^ne von Rümelnbeim. 
» Rödulf von Vegcrsheiin. 

> Friderich von Duuczenheim. 
t » Pauwelin Hoanng. 

» ReinbAlt von yegerabdn. 

» Claus von Ileilgenslein hern Friczschcn sun. 

» her Heinrich von Mülnheim hern Bischovis 8Un. 

• R&d51f RCid61fes sun von Vegcrsheim. 

I » her Haneman hern Bischovis ann von HAlnheim. 
« her HAgelin Klette. 
» her Johans öbrcht. 

• Peler Volozscho. Kern sin bröder Henaeltn. ' 
» her Wullher von Mülnheim. 

t » II. hern Burkarls sttn von Mülnheim. 

> RdnbftU sft Zorn uf Rinecke.' 

•) xtfm Krl« V. S. ro» ixmlfr'r Unirl :Hgr$r%,-iri'n. V) rofi jV,' //ifjf .-n -,4/v>Jfii. e) luV 
iberijr^rkr. tl) ilifsti- uxd äir i'iJm Soturn r-i» «i ) / , • , durh »icit »älttf 

der Reikt. «) Af<r»<ic* «li'jfilrickea iu-in Hcn?flin her Wcru-iir Sturm«*! sun iluui 

I HcMclia P»a«r«lliD. Q kUtiuuk futruJkf: item her JoImm Hicbenberg von UAlalieiiB. 



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laee 



Ilem Hdlnbeim Hensdin, Heaselins seligen sun. 
» Gencslin zfir Mrgede hern Johaos seligen sun. 

iStr. SL A. AK 78. etme eA. 

Otdruckt hti Schütir. Ki'tii<i'li. ]07T. - Fin iirdtrr gliuh:'it(iirr l-'titteurf tbcnda beginnt. 
Und »int <Mt die du cimiU wuidoii xu vaieiide von mvi^ier und rate : tb enten i 
her Rbcriin von Mi'ilnheim der bAbetmun, item her Uensciin Lögelin der vier in«isttr 
einn du «mrt erwelt dem« hAbtlnuui ift s& gcband« «.«.«■ dunkttridim. 

TH:5. A'"l\cr Karl IV an Hdnrkli Gräf in Veldenz und Jen Frankfurter Zand' 
frieden: Befiehlt die Hiraßburger gegen Stopg rtu» Obirkeyn tu vulerstülze». 

136S Aprii » Jhe«a, lo 

Wir Karl von gots genaden Romscher keyser cni allen cieiten merer des reiclks 
und kiinig czu Bchcm cnihicten tlciu cdcln Heinrich giüfiii czu Veltlenlz und dem 
lanlfride. der p-inaclil ist czu Frankenfurt, unsern und dis rcicls lieben gclruwen, 
unser geuad und alles gut. Lieben gctruweu. Wir haben vernuinen, das Slops von 
Obirfcayn sweiiioli beschedige die bürgere der slal czu Slrazxburg, naser Heben gm- u 
trewen. Davon gebieten wir ewern trewen emsllieb und wollen und meynen, das ir vor> 
bieten sullel von unscra nnd dt's reiL-hos wegen und ho^tellc^, das man den 
egenanlen Slops niclil hawse noi li Imf./ in iÜk yneweis. Und wirih l ilfs not s<»vn, 
das ir auch den egenanlen vou Slruz/.burg beliullen sullel sevn czu yrcin reclilen 
wider den egenanten Slops und sejue belfere. Geben czu l'ragc au dem Palmlage m 
nnaerr reiche in dem cswei und oswencsigslen und des k^serlums in dem dreotaen- 
dem jare. 

Ar. St. A. Ak 17. «r. ck. Ut. fok e. mg. im «. unjw. dA 
SMer ny. «r. 4918, 

784. Markgraf Rudolf ton Badcii (rüstet die StraLburger für sich und » 
IHetrieh «m iXiriejf» iü sitm PfingsUag l>e:ügliek des Weges ntek Baien. 

1998 AprU US Badi n-ItoOem. 

Wir Rudolf von gols gnaden niarggrafe zu Baden vergehen und bekennen 
ofTeulicb au die;>cm briefe uiiib sulieh vicndschoft, so die von Straszbürg babon an 
Dielhern von Oberkein den man ^pricht Stüphs und er wieder urab an sie, daz ao 
wir die selben von Slraszbnrg gemeinltcb f&r den selben St5pbs und für sine bel- 
fere vertrösten und sicher sagen in der wise, als er uns dez sincu oßen bricf geben 
hat,' dez wir ein abeschrifl hic niilpfben, und Irostcn sie oucli fnr uns, für unsere 
dienere und die zu uns boren von Straszbürg liie dissil Hynes biz gen Baden und 
Maiu, wieder danneu ane alle gcverde hie zwischen und dem heiligen pbingeslage nechsl sa 
komt und den tag allen, also das sie wol sicher da swiscfaen rileut wandeln und 
foren mögen als Vorbescheiden ist. Geschehe aber das ir deheinr da zwischen wftrde 



• Diellier von Oberkein din man nennet Slöphs nn Rudolf mark i:riif ;ii nnil> n : tröslet um seinet- 
wiUtli dio ätraazbnrgcr swi&cUen Baden nnd ätratzburg auf der rechten atraszen bis ptütgsten. Uf 
im ostaroUat iSwS. (AiirU 8) EbtHdoHtdUa. «of. eft. coara. - Markgr. Stf. «r. ms, «• 



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Idas 



angegriffen, gelcj digt oder gescbadigct voo den als vorgescbribtti ist« do ^llen wir 
also iinaern ernst sft leeren und also da wk tfin, als ob es uns selber an^nge und 

geschehen were. Mit Urkunde diz offen bricFs. der mit unserm eygen ingesigel sa 
rucken bcsigell ist. Datum Baden sabbalo prozimo post feslom pasebe anno 

a domini 13(i8. 

Str Sir. A. A.\ 84. or. tnh. Ut. tt». «. itt 9, imy. fUL ' 

Uarkgr. iUg. »r. 1254. 

783. Bisehof Johann III mn Slfttßiurf und die Stadt StraiUwrg xerbünde)i 
Siek oMf tekn Jahre miieimuder. im8 Mai 20. 

10 In golz namincii amen. Wir Johans von golz gnaden biacliof -/Ji Str izburg und 
wir Johans Buman der ineisler, der ral und dii; bürgere gemcinlicliu der stelle zö 
Slrazburg tünt kunt allen den, die disen brief sehent oder gehörent lesen, daz wir 
uns einmülekliche und mit g&ter betrsLlunge z& ssmmen baut verbunden, alsa hie 
nach gesehriben stit, dnrdi gnide und gemeinen nuts der slift, der stetle und des 

u landes etuuider getruweliche z& rillende und z& bclfeiide gegen mengliclieni, der 
uns schüiiigcl. uzgenomen der, die hie nach gescliriben slant, bi den cyden, die wir 
zu beiden üilea dar umbe geswAru haut an den hciligcu, wände wir zusammen ge- 
h6reut. Z&m ersten were es das uns den vorgeuanlen biscbof, unsere stifi oder unser 
dw Stift l&te oder gftter oder uns den meisler. den rat, die sft den siten sint, ödere unsere 

n bürgere gemeine oder besuadcr unscrre stette sft Strasburg oder ur.^ rr hUe oder gftter 
ieman angriffe, kricgle oder schadigelc, es were mil röbe, mil brande oder geveng- 
nüäze oder anders, in weihen weg daz were, und wir der vorgenanle biscbof mit 
sehs erbern mannen zii uns, die unsern rat gesw&rn hanl, erkauleut, daz uns, uuserre 
Stift oder unser der stift Iftten oder gfttem da mit unrdil bescbehen were, und er 

m uns den mcister und rat, die danne werent, manete; oder wenne wir meister und 
rat, die diinne zü Strn^^burg sint, oder der nicrreleil unscrs rates erkennenl, dnz uns, 
unsern burgern gemeine oder besunder, unscru liilen oder gölcrn och in sölichcr 
wise unrchl geschehen ist, und sie uns deu vorgeuanlen biscbof dar umbe maueul, 
und von wederm teile ander ans die selbe mannnge gesefaibt, so süllent wir snellek- 

M lidie und 3n alles hdten enander gerälcn und bcbolfen sin uf den und uf die, 
die uns und die zii uns gehörenl gesciiadigct !i;i;it, und sülkiil dar zö enander gerä- 
tcn lind heliolfen sin getruweliche alse lange, unlze daz wir und die zü uns f:e- 
h&renl gcalziiche abc geleil werdent und uns und lu gculzliche vollcläu wirt und 
ficb der krieg gesftnet wirt. Und sftllent Odh wir sft bridensiten deoheine Icgdinge, 

« friden oder stlne <1n enander nemmen in denluHnen weg ün wisSMlda und willen 
unser zfl beidi-nsileii. Es süllent öch alle unsere dez bischofes stelle und vestiii 
oHen sin den burgeni und der slat zü Slrazburg und den iren zu allen iren kriegen 
und nülen, die wile dise verbüulnüsze weret. daz sie sich dar in und dar uz behelfen 
nnd des beste in sdber gelftn mftgant Sn alle geverde. Und aol ftch unser des 

M meisters, des rates und der bürgere stat sft Strssburg dem aelben unserm herren 



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614 



1868 



dem bischofe offen sia z& allen sincn kriegen und n6len, die wile dise verbAnlndsn 
werel, daz sie sich dar in und dar uz hclielfen und ime selber daz bcsle gelön mag 
än alle geverde. Gescliehe öch [icei/er wie nr. 483 Art. .V und 4.] \u disem 
uuserm buude banl wir %\x beidesiten uzgenomeo unseru gnedigeu berren kejser 
Kaikn w» Rome und das Rftmiohe rjeh, gnedigtt hemn dem . . k&nig von • 

Ffaackridl, herren Weiilzelaus herlxog lABrflbant uud sA Ldtcemburg und unsern des 
vorgenanlen biscbofes bröder, den man nennel Gwydo von Lulembnrg grafe von 
Liny und sanle Pauli. Ks ist (Vii zwischent uns zQ beideusiUn berelde, were cz 
daz wir der vorgenanle bischuC kriege oder sl6sze gewünneul ini( dez rychs Stetten, 
die ia Elsaz ligenl, in weihe «ise die «erent, das uns danne die vorgenanlen m 
imitier und rat noch die bürgere z& Stradinrg gegen in nit bebolfcn süllent sin 
v<tn (liz blindes wegen, sie tönl ez danne gerne. Sie süllent öch in denheinen weg 
dcz ryclis ätelten in Elsaz wider uns bebolfen sin an alle geverde. Glichcr wise 
gewünnenl wir der meisler. der rul uud die bürgere gemeinliche zu älrazburg kriege 
oder stOsse nit den selben des rycha sletten in Elsas, so sol uns der votgenanto » 
unser herre der bischof fon Strasburg öch nit gegen in von diz bundes wegen be- 
bolfcn sin. er tii ez danne gerne, und sol öch den selben sielten nit wider uns bebolfen 
sin in dcnlipincn ^v(•p; i^n uUe gi'vcrde. Wir mv'igenl öcli mitenandor in dise unsere 
verbiiulniis^u: cinpfaheu herreu und slette, obe wir truweul, daz uz uns nulze und 
g&l sie. öob nsdigent wir in lantfiriden kommen, obe wir wellent, obe lantfiriden » 
har nach gemachet würdent. Dise unsere verbAntnüsie sd Adi nil leisen die 
bünlnüszen, die wir die vorgenanten meisler und rat bant mit den stellen Wenns 
und Spire, und obe wir sie lengern wollent oder obe wir büntniiszcn machen 
WüUent mit den Stetten Basel, Friburg, Brisach und Nuwemburg oder mit 
etlichen nnder in oder mit andern sletten, wer die werenl« das sAllenl wir gftle • 
maht haben sA tAnde. Doch also das wir dem vorgenanlen unserm herren dem 
bischofe nil dest minrc beholfen süllent sin von dirre TerbüntnÜ!<ze wegen, alsc da 
vorgeschriben stäl, 4n daz wir ime doch nit beholfen süllent sin gegen den vor- 
genaoten unsern eylgnoszea noch den andern Stetten, zä den wir uns also bündeot, 
das wir ime gegen den Ach nit hdiolfen Sailen sint dar nadi und nach der sit, so at 
wir uns tA in verbunden haut vnd die hünlnAssen bastetiget werenl In alle gevode. 
Mit weihen stellen wir der vorgenanle bischof büntnüszen machen wollent, daz 
süllent wir göte maht haben zG tünde, doch also, daz wir dem mei.sler, dem rate, 
die danne sint, und den burgern geweinliche der stat zö Slrazburg nil dest miure 
beholfen sdllent sin von dirre verbAnlnAsse w^en, eise da vor gesohrihen slAt, An » 
das wir in doch nil bebolfen sAIlent sin gegen den Stetten. sA den wir nna also 
bAndent dar nach und nach der zit, so wir uns z& in verbunden bant und die bünl- 
nüszen besleligcl werenl An alle geverde. Und sol dise unsere verbüntnüsze zwischent 
uns z& beidensiten wereu von dem dage, alse dirre brief geben ist, unzerbruchen- 
liehe sehen gantze jsre die nehslen, die nachenander loment nnd Ach das hislAm sA « 
Strasburg in unserre dez vorgenanten biaebofes haut in den selben sehen jaren ist 
An underlaz und Sn alle geverde. Und daz dise bAntnäsze gantz veste und stete blibe 
das vo^oanle zil uz, dar umbe so bant wir der vorgenanle bischof Jobans zA einem 



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1868 



«15 



waren urkftade uiiaer ingeaigel und wir die vois«naoten meiater und rat umerre 
alette iogesigel an disen brief gehencket. Der wart geben an dem ersten samsdage 
nach luisers lierren uffarl dage in demjare, danuiB aalte TOD golsgeb&rle drütaeli«i> 
hundert jarc sebszig und ahte Jare. 

• air^at. Ä. a. O. f. M. 44ftk, tr w*.€.a$ig. jMNdL 

7W. Mkeitf /«Um« III tekUittt mU Skvßktri «mm» Yttlrag auf tdut 
Jährt mbtr iU ÄMOmrftr. 1M9 JKM 

Wir Johaos von golz gnaden Inacliof zft Slraiburg verjehent und kündent 
mengUcbem mit dkem briefe, das wir t(mi aller der lAle wegen, die der etelte aft 
N Slrazburg uibiirgere sint und Ander uns und in allen unsern stellen, dörßern und 

gebieten gescszen sint, frünllicbe sinl überkommfn mit den (Tbeni wisen dem 
meisler, dem rale und den bürgern gemeinliche der slelle zu Slrazburg, daz der seihen 
vorgenanlea sielte zCl Strazburg uzburgere, die also under uns und in unsern 
gebieten geseaien atnl und Ire heimwiaa da babenl, uns nock niemanne von unaem 
wegen jares nil me dienen noch geben süllent danne die alten gemeinen banbelen* 
die in den selben unsern gebieten und in ieglichcn unsern sielten und dftrfTem 
danne geleil werdent, nach dem alse ez von aller har komen ist 3n alle geverde. 
Also wanne uiun die selben gemeinen alten banbeten legen wil, su süUeul die uusem 
der iroQ Straiburg uxbnrgere, die danne also in iefl^ehen unaem atetten, dteflbm und 
m gebieten geseszen sint, da man danne die bete legen wil. nach dem, eise danne der 
unsern da bi isl, nach der margzal 'ch flnr rÄ nemmcn, daz die da hi silzond und 
die bcle Iselfeiil legen nach dem gliclieslen durch daz, duz sie desi buz inügcul 
wiszen, daz in da mit reht geschehe än alle geverde. Die selben ire uzburgere 
sAUent in iegliefaen unaem atetten, dArffara und gebieten, da sie danne aeabaft alnl, 

t» mit andern unsern löten geben und dienen z& ofenhüsero, burnen, siege und zü 
wege alse vil, alse sie nach der margzal und zu irem teile an gcbürl dar 7.\i zö 
gebende 3n alle geverde. Sie süllent öch helfen wachen und graben in misern 
slellou, d6rffern und gebieten mit andern unsern lutea, su man sie ez äu geverde 
heiaaet und es an ale kommet. Sie sAllent Och alle gemtine eynungen, die in geverde 

M in unaem stellen, dörfTem and gelneten gemachet und nf geaetzet werdent, halten 
glichcr wise alse die andern nnserc lute, die da selbes scshafl sinl h\ geverde. 
Und süUenl öch irre uzburgere nach der margzal, alse vi! dünne der andern isl, da 
bi sitzen und helfen die selben eynungen uf setzen und machen äu alle geverde. Wir 
aöUent 9ch daa gesinde und die kneble, die die ingesesieR bürgere aft Strasburg 

m uf iren g6l«m und kAfen hant» die nndar uua gakgen aint, denkeina bala tiangen 
s& gebende noch sie sus nötigen noch nieman von unsern wegen, da söliche ire 
kneble oder gesinde uns vormals jares zehen Schillinge pfenninge oder minre 
gedienel hant. Weihe aber under den me daooe zehen Schillinge jares gedienet 
helttni, die aAIlenl uns bete gebm, alae da vor gaacbriben alll; wenne wir sällent 

♦» aae 8n die da mit laasan Uihaa in Iren alten reblen und g&ten gewonhaitan, alse 



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•16 



sie von allorliar komea aint fln alle gcvcrdc. Die seihen ire iizburgere suUent mit 
aiulerii lülen in unsorn siellpn, duriri rn und gefielen zu c rüile gan an peverde. 
Weihe ire uzburgere die von Slrazlinrg vi'ir edellüle einjdangen oder sus vür edellülc 
hant und die under uns und in unsere gebiete zugcnt und da seshafl sinl ua die, 
die vormals in onsera sletlen, d&rfferii uad gebielen bete geben hant, die sAUenl • 
bele fry da sin, und süllenl wir noch nienian von uiisern wegen sie nil Irengen 
noch nolif^cn zu Ifiude anders, daniio alle aiidi're clelhile lunt, die under uns 
geseszen sint So alle geverde. Und iiher duz und die slücke, die da vorgesclifibcn 
släul, süUcnt wir noch nicman von unsern wegen der vorgeuaulen stelle zu Slraz- 
burg tusbnrgere, in weihen unsem Stetten, dArlTern, gerihlen und gebieten die aesliafl m 
sint iii' lirimwisü da hant, nil iiuligrn. Irciigen noch bekümbern. noch sie zu 
S{'hu(li'n iiii^T y.ii arl)ciU;n diir uIht briiip' ii in <lfn!ii'incn wetr "m nüi' goverde. Und 
dez zi'i einem urkünde so ist unser dez vorgenanlen biscliof .1' liii:;s ingesigel au 
disen brief gchenckel durch daz, daz diz überkommen zwiscbeuL uns und den vor- 
genanlen dem meister, dem rate nnd den bnrgero gemeinliche der statte ift Stran» u 
bürg weren sol von dem dage, ,1!^- dirre brief geben ist, unzerbr^Krhenlicbe eehen 
pniitzn jare die nchslen, die nocl.eiijuidor l<onn'nt, und och daz ]«is(uin zu Sirazbuig 
in uuserre d«'z vorgenanlen biscboles haut in den selben zelieii jareu ist iln underlas 
und an alle geverde. Der wart geben an dem ersten samsdage nach unsers berren 
uffiirt dage in dem jare* da man aalte von gols geborte drAliehoihandert jare adissig m 
vnd ahte jare. 

Slr. St A. <!. II P. lad. 1'71. or. mh. c. sig. i,nuL 

Gedruckt bei Wtncker dütert. de p/olb, bä. — Lünig MÄ. VU, 280. 

7!!T. J)ic' iiliidte Slraßhtirg, Colmar, Ilai/ciiait, Schlettsfadl rerbfinrlen xich bis 
Pfingsten «ber zwei Jahre und s((:en eine üiiebenercommissiou ein. isos Mai 26. ■» 

In gols namnien nmm . . Wir die burgcrmciskrc, die refe und die burpero 
gemeinliche de sielte Strazburg, Colmer, Ilagenowe und Slctzstal lünl kunl allen 
den, die disen brief sehcnl oder gehurcnl lesen, daz wir durch nutz, noldurA, friden 
und frommen und Ach umbe sunder frAntschafl uns z& sammen hant gemacbet und 
gebunden mit den eyden, die wir dar umbe geswArn hant, untie s& dem heiligen m 
pfingesldage nü zö nthslc tind von dem selben pfingesldage zwei gantze jare die 
rH'lisl(Mi, die danne nach Liinmlcr koaunenl iln underlaz, mit sulichcr bcx hcidenlieit, 
alsc hie nach geschribcn slät : daz wir enauder gelruweliche gcrfilen und beholien 
•üllent ain sft allen den kiiegen, die wir in dem vorgenanten zile gewinnen! oder 
uns anvallent, und wider aller menglichen uzgenomen unsern gnedigen hcrrcn . . m 
keyser Karlen von Home und daz llümsche rych. Und süllenl wir zu allen 
unsern kri^'^en und nnhui "r.ander heliolfcn sin. alse die syben oder daz merreleil 
undcr in ui ire cyde erkeniicul, die von unsern und unserre slcltc aller wegen dar 
i& benibnet und gesetzet werdenl in die wiae, alae hie nach geschriben stAl und 
undersehetden iat. Z&m ersten so hant wir die von Strasburg von unsern und «« 
uoserre atetle wegen dar sft gegeben und gesetset drie mit nammcn Cftntsen Bocke, 



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Johans Schilt und Jobaos Hdlman uod wir die von Colmer» Hageoowe und SIelzatal jUdi 
drie erber manne von unsern und unscrrc stctte aller dricr wegen milnammen Frantze 
Nefen, Cänlzen Roscl)(\m tind Johnns nolzheim; und süllcnt wir die von Sirnzhiirg 
ein halp jar einen s^bendeuian, daz isl der fromme ritler her Claus vuu RymelD- 

» haiin, uod wir die Torbenautea drie ryebs stetle Aeh dar nadi ein Lalp jar einen 
sybendeman haben und dar zft aelsen, das ist der veste rilter her Weltsehin tou 
Bebelnbeim. Und sAlIent wir die von Sirazburg daz erste halbe Jar haben unsem 
sybendeinan und daz ander halbe jar dar nacli wir die vorgenanlen andern drye 
rycbs stelle den unsern, und dar nach ie wir die vun Slrazburg ein halp jar den 

M umem und die vorgenanlen drie stelle Colmer, Ilagenowe und Sletsstat den iien 
Ml ein halp Jar. untie das das vorgenaote zll und dise unaere verbäntnüsse us- 
koiii' 1 rii alle geverde. Und dar umbe so hant Ach die vorgenanlen sebse und 
der .sybendcman geswurn nn den lieiligcn, doz rclil zQ sprechendo nnibe die Sachen» 
die von uns vür sie wcrderit bralit, in alle die wi.-se, alse übe wir die vorgenanlen 

1» stelle in frömde werent und sie zu uns noch z& denheiore stal under uns gehorlent. 
Wenne sie sAIIent bi den sdben iren eyden weder durch gunsl, liebe, miete noch 
mielewon nit sprechen dannc daz rehl ieglicher slal under uns, also verre sie sieh 
danne verstf'nil r.n ülie gevcrde. l'iid ist doz under uns den vorgenanlen stellen 
denheine deniieinrchandc not oder bresten angicnge. daz man sie angrilFe, kriegele 

M oder scfaadigclc, in weihe wise daz were, so mag die selbe slat den andern stellen 
▼erscbriben und sie roanen, das sie unveRAgenliehe die iren, die sie dar sft gegeben 
und gesetzet hant, uod die iren sybendeman. die in danne und sft der aelben zil haben 
siillent, in die slat gegen Slrazburg scliickcnt. <\:<^ sachen uns die von Slrazburg 
oder von Ilagenowe angiengenl. Giengenl alun- .söliche suchen die von Colmer oder 

tt von Slelzstal an, daz man sie danne schicke und bringe gegen Beuefell in die stal. 
IMe adben Ach bi iren qrden unTen&genliche dar varen süllent, und sol danne 
die slat, die da geschadigel oder angegriflen uoder uns ist, den syben iren bresten 
vürlegcn, die Ach die sache viir sich netnmeii si'illenl und dar umbe in den nelislen 
zweien dagcn dur nach haben erkanl. \v;r/, sie bi iren eyden dunckel, du/ n-lil dar 

w innc sie, alse verre sie sich danne dar umbe verstiinl üu alle gcverde, es were danne 
das sie es sus mit der klagenden stetle willen übertragen mAhtent. Und was 
die syben oder der merreteil under in dar umbe erkeonent, das der klagenden stet 
zft töndc, zu helfende oder zö rSlende sie mit uszßgen und mit allen Sachen, daz 
sullent wir die vfirgcnantcn stelle alle bi nnsern eyden gelniwcliche voliefüren 5n 

«5 alles aiidt r erkcuuen, än alles sumen und hindernüsze. Doch also waz helfe die 
selben syben oder der merreteil under in erkennen! A tftnde, daz sft der hdfe wir 
die Ton Strasburg nit me dienen noch helftn sftllent, es sie mit gerittem oder mit 
fÖsgfmdem volke oder mit kosten zÜ habende, danne wir die andern vorgenanlen 
rychs stetle alle drie. Were aber daz der vorgenanlen sybenrc einre oder me, 

40 so sie uf söliche dage varen suUenl, nit beime wereul oder dar uf nit kommen 
mAhtent oder ein rat die iren andern wdte, ao sol die slal andere an der oder 
des alal dar sft schicken nnvenögenliche ; und suUent danne die oder der, so dar sft 
gescbicket also werdent, swern, das rcht sft sprechende in alle die wise, alse da 

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vor isl bescheideu, und alles dfz mahl haben sft erkc-iiiicikl«", daz der oder die 
heltcnl, an der slal sie daiine da siut «In alle peverdc. Waz krii-ges ficli in 
disen ziln deoheine stat uudcr uus augevalleu were und iu diseti zilu nil gerihlet 
noch vers&Det w6rde, dar xA s&Uent wir nadi den tiln onand«r gerftlen und 
hebolfen sin nach dem, alse danne die ayben oder dax merreleU under in erkennent » 
An alle geverde. Waz sachen oder kriege sich öch crhftbent under einem sjbenden- 
mannc, von wem der du werc, die sol i' ■ h lUr scl!)e svhendeinnn «zrihlen und in 
ende geben, wicdoch daz ein ander s^bendeiuan dar geben und gesclzel were än 
alle geverde. Wir siol fleh den mit oianAsr überein komen, wax nuwes ungeltz 
der iftUe ieglicbe atal under uns in unseni stellen gemaehel und uf geaetzek w 
hant oder bar nach iu imscrn sletlen und von Uüsern wegen gcmachel und of 
geselxet WÜrdenl, ez sie mit willen unsers lierren dez k( vsr rs oder in wellien weg 
ez sie, daz denhcinre der andern stelle bürgere noch seidenere dar inne dez selben 
ungelles noch Zolles nützit geben süUeul ; wände sie süllent s&licbcr z6Uc und 
ungdle dar inne abe und enUaden ain sft gebende In aUe geverde. Wwa Ach das u 
unsere itr vorgenanten drier lyebs sielte bürgere denheinrc dcnheine unfftge dete 
in andern stellen oder gcrihlen und der oder die dar uuibe zft Jlhle gelAn 
würdenl, die siillenl die selben gerihlc srln'ilien und nil dar in kommen. Würdenl 
sie aber in s61icbeu geriblea begritien, du sie also geunfiigel heltenl, woUent 
danne wir uns da wider selxen oder ieman dar um!» kriegen, dar s& sAUenl t» 
uns die von Slraxbarg nil gebunden sin zA helfende. Were alier das unsere bürgere, 
die sölichc unfugen dclcnl in andern gerillten, nil begriflen würdenl und mil dem 
Übe da von keineul und daz selbe geiiiile, dar inne ez beschclien were, den oder 
dez gät, der also entwichen were, ungrifcn und sich dez undorziehen wollenl, dar 
s& und sft sAUchen sachm sAUent uns die von Slrasbuig hebolfen sin sA glkhcr n 
wise, alse sie Iren buigein in sAlichen geliehen sachen delent und nil vArbas in 
alle geverde. Were bch daz wir die vorgenunten drie rychs stelle mit icmanne, 
wer der were, s'os oder bri sten gewünnenl von unserre uzburgcrc wegen, dar z& 
sülleul uus die von älrazburg ml gebunden sin anders zü helfende, daune alse sie 
iren usburgem in sAlichen glichen sachen lAnt und anders nit In alle geverde. m 
Das Ach wir die vorgenanten vier stelle desl fti&nllidier und frieddicher mit- 
enander geleben mügent, so sint wir dez mitenander überkommen, uz welher stal 
under uns ein burger oder burgerin zühet in eine ander stat under uns vier stellen, 
waz Sachen oder roissehelle der selbe burger oder burgerin belle gegen der stal, 
dannan ns er oder sie gezogen werent, oder gegen der selben sIeUe bürgern und sidk « 
das vormals erhdbl hei oder angevangen ist und danne er oder sie in eise andere 
alat under uns gezügent oder bürgere worden werent, z& allen sAliehen sacbcn sol 
in die slal nil bcholfcn sin, da sie dar nach bürgere oder burgerin worden sinl, 
gegen der slat noch den bürgern, dar uz sie gezogen siol, und sich öch nil dar an 
keran, wände die einte slal sol die sadie unihten, aba sie danna dunckel, daz sie 
reht Iftnt, nach dem alse sidi Ach die selbe sache bi in erhebt het, die wila sie ire 
bürgere oder burgerin warant &n alle geverde. Umbc andere sachen und slücke, 
SO i^licbe slal under uns von rebl oder von gewoobeil hei» die nil hie begriffen 




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«9 



nnl, die süUenl Ach ieglicher stet behaUen sin In alle gcverde. In disea 

dingtMi hanl wir die von Strazbiirg ti/L'^'tiomon unsern herren den bischof von Slraz- 
burg, (liiz wir den vorgenanten sielten Colmer, Hogenowe und Slelzslal gegen inie 
von diz bundes wegen uit beliolfeo sülleul sin noch dem selben uoäerm herren dem 
• biscfaofe gegen in, were « obe sie kri^e oder stAsse gegen enander gew&nnent fin 
alle geverde. Waz bünde uch wir die von Colmer, Hagenowe und SIeUsial vormals 
gemachel Lant mit den andern dez rychs stellen in Elsaz, die süllent (Vh in 
allen iren krefleu sin und bliben Än alle geverde. Wir mügent Ach milcnanJcr 
in dise unsere verbünlnüsze empfaben herren und stelle, obe wir Iruwent, daz ez 

le VM dAIw und g&t sie. deb mAgeot vir in lanlfriden kommen obe wir weUeot, 
obe laotfriden har nadi gemacbet w&rdenL Dise btotnAaie aol fleh nit letaen 
die bunlnuszen, die wir die von Strazburg hanl mit den slflten Worms und Rpire. 
Und obe wir sie leiigern woUent oder obe wir liüiitmiszi-ii woUeiU machen mit andern 
herren oder sielten, wer die werent, daz süllent wir gute luabt haben zu tüude, 

tft doch also das wir die von Slrasborg den voi^nanten stellen Colmer, Hagenowe and 
Slelsslat nit deal minre bebolfen sAlIent sin von dirre verb&ntnAsse wegen, tn das 
wir in doch nil beholfen suUenl sin gegen den vorgenanlen unsern e\ ignos/cri und 
also flii vor geschribt'ii stftt fln alle govcnlc. Wenno Ach ein ml abe gal undcr 
uns den vorgenanlen vier stellen, so sol ie der alle rat dem uuwen rale in den cyl 

M geben, dise verbAntnAsie und disen brief stete sft habende untze sA dem vorgenanlen 
slle An alle geverde. Und daz dise voi^achriben verbunlnüsie und dirre gegen- 
werlige brief ganlz vcsle und slcle blibc, so habent wir die vorgenanlen rele von 
Slrnzluirg, Colmer, Ilagcnowc und von Slelzslal unsprre .slclle ingcsii^clo an discii lu icf 
gehencket. Der wart geben an dem ersten fritdagc nach sunt Urbuns dage dez 

» heiligen bfthates in dem jars, da man lalte von gols gebürte dHUzebenhundwt und 
seliasig und ahle jare. 

Str. St. A, Q. U. P. lad 44/45. or. mb. c. 4 »ig. penJ., quorum t (Cdinar) dtL 



788. BesehliLsse der SieieHcrcommission itier RüstuH(/en. [136S nach Mai 20.] 

ao Die syhen duhle gftl, daz man versorge und hcsiclK- mit den cunslafeln, daz 
mcngelich gehorsam si, es si zü rilende oder anders zil lunde, daz denne notdürftig 
ist, und daz mau dar uf eine strenge bcsseruuge mahle, daz mcngclich luusle ge- 
horsam sin. 

Item sie düble Ach gftt sin, daz man sich underredo mit onserm herren 
ai dem bischofe, wir daz man dii- l:i-rren, die Ach dirre Icrieg nngat, von des lanl- 
friden wegen iif einen dag hebende und sich niil den iinderrede, were es obe 
daz lunl keiu kumber oder not anginge, wie sie sich dar inne hallen woUent. 

Und das man fldi mit dem bischofo rede, das er sine gUibn und sehtoen gein 
Zabem lege dem lande sft hdfe, alae fleh vormals mit ime übertragen nnd beredt 



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Sie Juble »Vh pul, daz man besorge, als «Vh nie in reJe ist gewissen, du 
mengelicli. die so pewiniiig und so uiik«'islelich siiil und es die kunlslafelere oder 
die anlwerkincisliT erkiintenl, duz sie pferl liai)"u ^nlii>iil, daz sie Ach das lün sulleut 
und daz &ich vch üls nienuin vcreiilwurle nocii eiilslahe. 

Sir. St. A. G. U. P. Ud. 48/4» B. 4«. auf Tiipier, Schrift der 2. Hä^ de» XIY. Jh. • 

7»9. Nftnliihi r;,, Wlniwk md Frifdrick Hemmer sein Knecht scheSttn der 
Stadt Straaburg Urftkde. t998 «rwnl iA 

Ich Reinhart tod Windecke ein riller und ich Friedrich Hammer von Rüdmi 

sin knehl verjelienl an di^enl briefe, daz wir beide banl geswflrn un den beiligen. 
eine güle siele nrvehle zu liallcmle und zu hal)ende gegen den erbern beselieiden lo 
deiii ineislcr, dem rulc und den burgern geroeiDÜche zu Slrazburg, allen iren belfern 
und dienern und den, die i& in |{ehdrent, von der gelele und gevengoAsie wegen, 
abe wir von in gevangen «urdent, und von alles des kumbers und schaden wegen, 
so wir da von gehobl und gelitten hant, und das wir in dar nmbe niemer leit nocli 
schaden gelunl nocb silintreiil ^^eliin werden beimeüebe noch olFenlicbe in den- i» 
beinen weg uii alle geverde. W'az bucben oder unsjiracbe icb der vorgenaole Reinbarl 
von Windecke gehebl habe mit den bürgern von Strasburg oder mit denheinem 
irem buiger unlse uf disen bAUgen dag und ich vorderunge dar umbe an sie gehebt 
habe, waz sacben die sinl, umbe soliclie ansprachen und vordcrungcn so! icb daz 
fehl von den selben iren bürgern niergcnl anderswo sCc^ben nocli nenimen dannc v» 
vor ineislcr und ral zi^ blrazburg, die daune sinl, uud sol sie uch anders iu dcn- 
heine andere wege dar umbe trengen An alle geverde. Dar sOt ao verlnnde ich mich 
mit disem hriefe, were es das der vorgenanle Fridcrich Hammer min knebl die vor» 
11 ante urvehle und daz von ime da \orge>cril)eii slal nil bie'.le. alse er ez geswörn 
bei und da vor isl bescheiden, «nd dar liber den iiurgern zu Slrazbtir;,' oder ieinanne, » 
der zä iu geborte, schaden tele von der vorgenunleu geveugnüsze uii>l getcle wegen, 
alse ime von in geschehen ist, und mich meisler und ral sft Stnzburg, die danne 
sint, dar umbe manlent mii iren holten oder briefen oder munt wider munt, sft huse 
oder zß bofe, daz ich daiine sehafFen m'iHc, daz in der schade unverzflgenlidie 
widerkerl werdt' utnl da/, iif <;crihlet f^i iilzhchc, daz er danne wider sie, ire bnrger«^ 3« 
oder burgerin also geUin licile. Oder ich sol nticb über bi dem vorgcnuuleu iniiieiu 
eyde in den nebslen ahle dtrgen nach der selben irre manunge enlwurten sA Stras- 
burg in die stal in «ns offen wurtes hus s& veilem kAffe unverdinget in rehter 
gyselschafl zi^ leistende und nit dar uz zu kummende nutze an die stunde, das 
ineister uud rate zfi Slra/.lairg und iren burf;< rn oder burgerin widerlan und uf » 
geriblel geuUlicbe wirl der schade, der in von duia vorgenanlen Fridericb Hammer 
geschdien und widervarn Ist In alle geverde. 6ch soi der brirf, den ich den von 
Stnidjnrg vormals gehen habe, dar an stat, das ich in sehs jaren nach des adban 
briefes date nil wider sie noch ire bürgere tun sol. in allen sinen kreften dieselben 
süe US sin und bliben &n alle geverde. Und dez zd eJoem urkAnde ao habe ich der 4» 




021 



Tongmaole Reinhart von Windeelm ein ritter von minen und des vorgpuMten 

Friderich Hammers wegen mins knelitos min ingesigel an disen bricf gchencket, des 
öch ich der selbe Friderich Hammer vergilic uii disetn bricfe, wände ich eig«'ns in- 
gesigel nil enliabe. Lud banl wir beide gcbeLeu dea erbera riller hern Arbogast 

• BAder und Reinbolt von Windeck« von Landesberg, das sie s& eioem vrkdtnde ire 
ingesigde sft miDem des voi^DSDlen Reioharls ingesigdi haot gehencket an diaen 
bricf. Daz fleh wir der vorgenant - Arltogasl RtVler und Reinbolt von Windecke von 
Liiiulc.slMTff verjehenl an discm hriele, wände wir öch da bi wfirenl und sultenl und 
liurleiit, daz zwiscbcnt io und den vorgeoanlcD tncisler und rate und den burgern 

I* belcgdingel wart, alae da vor ist beadidden &n alle geverde. Der wart gegeben an 
der ersten nitvrochen nach unsera harren fironlidiani dage in dem Jare» da man 
ssUe vom gols gehörte drAlsdienhundert jare aehsxig und ahte jare. 

Ar. 8L A O. D, P. lad. 9> w. 8. eme. dt. 



790. Ihr Sisdkof wm Sttvßiufy» die Htrrm tm Ocise»fi«in, die Stadl Straß- 
u iitrff «. s. Vf. hetdUieße» Anwerhaatg te» SStdnen. laea Juiu ao» 

Feria sexta piroxima post diem beatoram Petri et Pauli apostolonim anno 68 da 
übcrkoment unser harre der hischof von Strazbuig, her Otleman herre sft Ohsensteio, 

her Lnilcwig, her Svmonl und her Heinrich der ellere herren zh Liebleuberg, 

jungherre Fridonch von (JcroHzeckc ua.l der liicnuc-ligenanlen stelle erbern hoUoii 
» Slrazburg, Hagenowe, SleUslat, Elienheim, Uoshcim und VViszemburg, daz sie 

durch des landes und der läte noldurfl hahen wolteol 60 glefen und Ander den drie 

hAptmanne und solleni die versolden untze wihennahlen und fleh dar nach, obe man dm. tx. 

ir vürbas bedurrte. Und sol zd dem solde lihon ieglich herre und die Stetle alse vil 

nach der marpzai. alsc danne iegliclu- glefen verlegen sülleul. 
n liiid sol der bischot 18' glcfoa verlegen, ilum die slat lU glefen, ileni Liehlen- 

herg,^ item Ohaenslein,« ilam junghcr Friderich 7 glefen, item des rjchs stetle 

9' glefen. 

Johans von Oberkirche sol man geben urabe daz, daz er )i*>p(mau ist, untze 
wihennahlon 100 Ub. zö ufrüslunge und '.¥) flor. zflm nionade, tind sol er haben eine 
w glefen und zweue schützen ime, und sol man den ödh geben 100 llor. zu ufrüs- 
tunge, und sol man den sweien sinen seh&lxen gehen emn glefen soll und die ander 
g^fe versolden. Und sol er mit den gebunden sin, dasf beste s& t&nde unlae «iben« 
nahten. DArfte man sin aber dar nach, so sol er aber also gebunden sin, und sol 
man ime Ach dar nach dar wmhc geben* alle dage einen g61din, die wile er in des 
u lautfridea dienst ist nacli wihennahlen. 

Johans Ramstein geben 60 IIb.' ufri^tunge und 30 flor. sftm mtmade,' vnd 

•) MitTgaeMr. für rnnfitaflkk. 19. b) dttUntti- nuiije,ir. S. e} MUnlnr «itjwllr. S. 4} 
f*f t*1r- 18. ■) Umctk fttlr. nach dar margi«!, atch den «Im idM laUeat g^ea iat. 
0 flfMyMdr. /Ür ICO flor. g) iBn mmni» «tnyMeAp. 



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IM 



sol er swene sohAtien ift ine haben, und sol nan den gdwn 25 lU».* sft ofrtstnnge 

und 30 flor. zfi einem iiiotiadc aUe einre glefen. 

Item Bcrlilolt z&m Uvi t also Johans von Ratnstein. 
Juli : Item au dunresdage zu priiiie zit suUenl die füure, die durch dez ]andes 
willen gdLOsen eint, und fldt die, die seidenere werden wdlent, lA Stnzburg sin, • 
und sdllent die funfe mil der hdptlAle ral die seidener gewinnen, die sie danne 
die besten duncliet an bi iren eydeo. 

8tr. 8t, A.Ü. U. P. lad. 20 ar. 8. ttne. dk. 

791. Burkard Herr tu FintUngeK und Luimamm w» LiekitiAerf ttMießen 
mit der Stadt Straßbnrg eine» Vertrag betiglick der AueHrger. 1998 JmU 9, la 

Wir Burekart herre zu Vinslingen und zu .Schöanecke und Lademen von 
Lielilcmberf; vcrjt'licnl und kümit nl inenf^lichein iiiil discin bricfc, daz wir von aller 
d»T lütc wegen, die der st' tli" zu Slnizburg uzlmrgcre sinl und undcr uns in den 
zweien durtferu uud gLTiiilcu zü Weslbofen und zü Üuldcburne, die uus iu pfaudes 
wiae ^ gebArent, gesessen sinl, frAntlidbe sinl Aberkommen mit den erbern wisen dem u 
meisler, dem raie und den bürgern gemeinlicbe der sielte sft Strasburg iwtUer sm»- 
talis mutnndis u-ie nr. 7SG.] Der wart peben an dem ersten samsdsge naoh 

o 

saut Ulrichs dage dez heiligen bischufes in dem jarc «. s. tc. 1308. 

Ar. 8t. Ä. 0. D. P. lad. 271. or. mb. e 3 »ig päd, qtunm 1 dd. 

OedntdU bei Weneker duqHÜ. de iu»burg 94. — lAtig BA. XIV, 740. — ltege»t bei lo 
SdOtßim Ak. d^ II, XO. 

792. SymuDl lierr zu Liehtenberg an den rat von Straasburg : Wie die Straszburger 

wiszcn, bat er mil den Hfipenauern einen anlnsz gclban vor dem kniscr bezüglich 
der lu-rberge in den dörfcrn zu «Hilden, Rulersbofen, den zwein BclensdörlTern» und 
deiun (iie dazu gcbüren. Der kaiäer bat ihm die herbcrge zugesprochen uud er tu 
bat aie genossen mebr denn 16 jähre. Nun hat er die von Rftienbofen von der 
Aug. it, herbecge wegen angegriffen, und darauf haben die von Hagenau freitag nach Lan> 
rencienlap seinen leulen zu Merzcwilrc, zu Morshnrne und zu llegene genommen, 
was sie ballen an pferdm und rindern. Uitlet um weitere vcrbreilUDg dieser nacbricbl. 
Dalum sabbato pust Liiurenen unno (iS. l.'tOS Aufftut 12, » 

Sir. St. A. 0. D. P. lad. lUH nr. 10. or. ch. Iii. d. e. »ig. m v. impr. del. 

7ä3. Aar/ IV a» Ulraßburg dankt für die geleisteten Dienste. 

13ßS AuffuM 18 Modena» 

Karl von gots genaden Romischer heiser au allen caeilen merer des reiebs und 
hunig SU Bebem. m 
Lieben getreweu. Der dienst, den ir mit ewien leulen uns und dem reiche aa 

•) 4lny«(rAf. /kr $tittr. M Sor. 



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diaer vari geUiD habt, ist uim von euch wol zu danke und wdlen es wnb euoh 

und die slat zu Slrüzburg in czeiten, so des not geschieht, gnediclich erkennen und 
verschulden, als ir ihiz wul ernnden sullet, wonne es zu scliuldon kuinet. Geben 
ZU Modin am freilog luich unser frawen lag assuiiipcio. unser rriclii' di's noaiischen 
« in dem drejr und czwcuczigsleu, des Belieuiiöcliea in dem czsvei und czwcnczigslea 
und dei keisertums in dem viemendem jare. 

per dominum de Coldicc 
Petrus Jaurensis. 

[In tfrsfi] Dem . . bnrgcrrneisler, dem . . rate und den . . bürgern gemeincUoh 
10 der ätal zu Strasburg, unscro uod dcz reiclis liebeu gulreweo. 

Sir. St. A. AA 77 nr. 62. or. ch. Nt. d. c. sig. in v. impr. «W. 

Mitber reg. nr. 4677. im Atusug bei Stroiiei, Gudi. d. EU II, 35t unter dem ftUtehm 
Jhbm 1369 AHfHit iA. 

794. Kaiser Karl IV bewilligt Erbe Löselin, Langhans Löselin und Iltitel 
u MiarckUt iUiß ii$ aar Zfyung ürfr tm JteieAe rührende» Pfitndgüter mir gegen 
ikn mnd sein« IfIteUomme» im Out nfM^ Oeid äee Heiekes xerpßichM sind. 

hlGH August 18 Modena. 

Wir Karl von gutz guaden H6mischcr ke^ser zu allen ziten tnerer des riclies 
nnd künig ift Bdieim hekennent und t&al konl oiEeoUch mit diaem briefe allen den, 
« dw in aebart oder hinnt kaan, dn wir habenl angesehen gelrawen steten dienst, 

die uns und dem riebe die edcln Erbe Lösciin, Langhans Löselin und Hetze] Marckes 
genant, unsere und des riches lieben gelruwen, ofle getan habenl und noch gel&n 
mügent in künifligea zilea, und lunl in die goade und mc^ncnl und welient, daz 
sie alle pranig&ler, Aa sie von dem riebe bar brobt babent, als aie die mit briefen 

u oder aüt anderra reddicber kuntachaft bewiaen mägent, niemanne pflieblig ayant 
geben z& lösende sunder uns oder unsem nadikomen an dem riebe umbc des riches 
eigen gul und gell. Mit Urkunde diz briefes versigcU niil unserre kp\ si-rliclien majeslat 
ingesigel. J>er geben ist zü Modjn nach Crisles gebürlc drüzehenhuuderl jare dar 
oadi in dem acht nnd aediiigstem jare an dem uebaten fritage nach nnaerre Drftwen 

M läge aasnmpoio, nnserre riebe des Rftmisdiem in dem dri und aweintzigstem, des Be- 
heimadien in dem tarei nnd sweinsigeslett nnd des keyserlAms in dem viersehen» 
dem jare. 

Slr. St. A, AA 77. cojp. cA. coatv. 
BiAer ng, ter. ißn. 

u 795. Karl IV an Straßburg: eehickt Naekridikn Hier imt gnUn Fortgang 
seiner SaeAe «» lUtlien. isw Auma* »ti ModMut, 

Karolus quarlus divina favcnle clemetKia iiouianorum imperalor Semper au- 
gnstoa et Boemie rex. 

Fidelea dileeU. Novitalem noalforam aucoessnum fidei vestre inlimaie diatn» 



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eu 1398 

linras, donec aliqaa hujoainocli eontingereol, qoibi» Tesb» valeret fidditaa merito 

cotisolnri. I'^i qnia BttDC auxüianle dcü noslra el imperii sacri negocia in parti- 
Lus Ilalie ad voln snccpdrinl, vobis si^iiincninus eadem, sinit videbitis, specifice 
singula in copia arlicutonitn prescntibus inlcrclusa.* i'ropler quod üdelilatem 
veslram hortamur et sludiose rcquirimus vobis eciam aucloritate ceaarw aniodtia • 
iojuDgenles, qualenus durante noatra ebaencia in partiboa Ilalie, uln pro rei publice 
oomodis et prorcctibus demoramur, ad promocionem pacis cl tranqtülHlalia jttxla 
fidci vostrp dcbilnm invigilelis freqiiciilcr. siciil erga majcslfilt^m cesaream da 
virluosi opciis i-xereicio valcalis merilo conmendari. Dalum Mutine die 2ä augnsli 
regnorum uoälroruui atiuo viccäiiuo lerciu, imperii voro quarlu decimu. m 

per dominum . . imi>eralorem 
Petrus scolasticiis Lubucensis. 

[/;; ra-so] Mit^'isiris oiviiiin . . cousulibua el communilali civitatis Argentioenais» 
suis el imperii iidclibus diicctis. 

Str. fit. A. kk 77. or. dk Iii. d. e. M>. i» a irnj/r. dd. la 
Huber reg. nr 4690. 



791). k'ifi'fr Karl n' it.i Slraßhurff j 'f(i>iht für de» Dirii-tf V)>d entschuldigt 
sich, weil er eine Bille abschlägig btscheidea muß. 19ß9 September 21 Bimu 

Karl von gota gnaden Romiacher keiaer su aUen idten merer des reichs und 

kunig zu nebeim. ^ 

Lieben gelrewen. Wir danken ucb Ilizzlich des erbergen willigen dinstes, 
den ir uns in Welachen landen ao wberlichen und getreweiichen getan habt, und 
wellen desselben mit bulfe gota su ewerm besten allewege gedenken. Und ob in 

diesen Zeilen soliclie ewer begerung, als von ewern wegcit uns Fberlinrd von 
Miillit'im tiiid Ilclzcl Marks fnr^^i legel baben, niclil gcschiclit diirrh clzliclicr Sachen t» 
willen, des sullel ir nichl erschrecken, wann wir mit hülfe gots des necbsten, als 
wir gein Dutscheo landen kernen, in den und andern Sachen, die uch angeeu, uns 
also gnedeclich bewiaen wollen, das ir nna allewege ewern gnedigen berren findet. 
Dornach wie ex nna ga in "Welschen Umdcn und wie alle sachen sich erlaufen haben, 
dos siilli-n lind mögen die vorgonaiitLii Kijorliiird und Helzel ewir Irewe bescheide- m 
lieh und genl/.licli uiuicrw iseu. Geben zu P^se an sanl Malheus tag unsirre riebe 
in dem dreu und zwentzigislem und des keiscrtums in dem virlzenden jare. 

\Jh xerso\ Dem burgcrnicisler und dem rate gemeinlich zu Strasburg, unsern 
und des heiligen ricbs Heben getreweu. 

Str. St. Ä. Ak 78. or. eh. ht. d. e. ng. m r. impr. mu(. ss 
EiAer rtg. nr. 469». — Emälmt tei StrtM, Oodk. A II, <ffl «mtoribM JMr IMSw 



1 mau MWhwdm; dlsdt bei der Triem Av^lert^fmi/, Oedr. tei übntiM» MW. 2Vw. U. 198. 



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1366 eS5 

797- Wilhelm von Ropach ein edclknecht ihnt kund, dass er lieplicli und g&lclich 
hericlit i.sl mit der Stadl Slraszljiirg um alle onsprache, die er an sie Imt, und gelolit 
ihr nie um diese saciie laster noch leid zu Ibun. 1368 «an dem neclislen mcntog 
vor aller heiligen vor vircn.» 1398 OeUtber SO» 

mr. St. Ä. 0. D. F. lad. IGG. or. mb. c. stg. jtcud. 



7911. /*a/w/ L'rötDi VI yesldttet Jx'nlmnuii Merswia, in ff>'i- Di-r'n-in'ujfiritskcj'enc 
fww CfrSnen Wffrtk rkr Knplonicn ein:uxH:rn. i>e<<mber ü Uom. 

Urbaous cpiscopus servu» servorum dei dileclu lilio . . ofHiciali Argeulinensi salulem 
et apwU^oam bmadictioiieiii. Piia votis fidelium, per que divini nomiDW eiiUnt 
posnt wgeri, bemvalum imperttmur uaensom iUaqae libenter farore prosequtmur 
oportuno. Sane pelilio pro ])arle dilecti hlii Raolmanm Merswin civis ArgenÜnensis 
nobis exhibila conlinebat, quod ipse providf alli'ndi'ns, quod capcUa sanclc IriniUilis 
zuo den ürueuen \N'erde sita e.xlra muros Argentinenses a mouaslerio in AUorf 
ordinis saocU BeoedicU ArgeDlinensis diocesis dependens el ab eodem monaslerio 
per duas magoas leuoas Alamaiinioaa dislans qtiari miUa bona et redditiis habere 
dinoacitar et divioia ofBetis est destilula, nisi quia idem civis a modico tempore cilra 
inibi ]><^r quatuor cnpollanos hujusiiindi cliviiia faril oflii ia crlclirari ipsoqne ad divini 
noiniiiis laudem cjusqiie cultus augmentum pro äue cl parcnlum suorum auimaruai 
Salute to dicla capella qualuor capellaniaa iiutitui easque in certis annuis perpeluts 
redditiboa pro quatuor perpetnis capellanis ibidem domiao serrUurla suffioienter dotare 
dewderat et proponit. Quare pro parte dicti civis nobis fuit bumiliter supplicalura, 
ut, cum dileclorura fiüorntM Friilorici nhbnüs et convenlus dicli rnonasicrii ad id 
accedat asäensus, ei faciendi premisäa licentiaui cuncedcre de benigtiilale aposlulica 
dignaremur. Nos ilaque ipsius civis in bac parte pium ac laudabile proposilnm 
muliiplictler in domino commendantes bujuamodi supplicalionibus incUnati disereUoni 
tue per apostoliea scripta mandamus, quatinus si est IIa, dolc sufficienli prins per 
dictum civera pro premissis omnibus primitu^ a^^sipnaln, cidcm civi inslilueiidt hujus- 
niodi qualuor nut plures capcllanias in dicla capella, jure parrocliialis ccck-.sit; el 
cuju^slibet aUeiius in omnibus sumper salvu jureque prcaeatundi peräonas yduneaä ad 
bujuamodi capellaniaa predicto civi et ejus aacceasoribus resenrato, auclonlateaposloUca 
licentiam lai^aris. Datum Roma apud aanctam Petrum 4 nonaa decerabris ponti» 
fieatus noatri anno aeplimo. 

Skr, Bit. A, H 18fi8. «r. mb. mit JMfe «n Aw/Mbwr, mf dan Itaf ndüs Bmuudm, 

wtkr dm Bug IMte V , ianmkr A. i» Fabrim; «ff JUtdinft B. 

999. Das Sh-aßhirffer IkmkafUel fewöM dm JTicffAm de» Peler-Pault«Han 
dm» Jm9 r^MorU. Jt89$ Jtaemiter Jß, 

No8 Jobannea de Eybui^ prepoailna, Jdiamies de Obsenslein deeanua, 8jm- 
muodua de GeroUxecke eellerarius, Rftdolfaa de Heven theaaurarioa, Eberhardus da 

79 



626 



I36d 



Geminoponle, Uermannus von der Dicke, Fridericna de LdUelsteiD, Frtdcrieus de 
NeUenbarg. Fridericus de Zolre et Ileiariciu de Vinstingen. canonici enelene Ar- 

genlinensiä capilulariter con<^ri-^iiti ininuimns ac coiKcdimiiä lihere prescnti flcriplo 
IIn>roiii (!«• Wassuhihfiin, rapi lhuio -iii pn-hcndario nltnri-- lu alorum IV-lri cl Pauli 
aposlolorum, sili bublus aiiiltuiu'iii ri i Icsie Arffcnliii»>n>is |)ri;dicte, ac suis succcsso- > 
ribus uniTersis in prebendt seu cap{Klliiniu prodiciu jus refectorii in omnem euoi 
modum tale,* quäle alii prebendarii cbori noslre ecclesie predicte in refectorio aepe« 
diele eoclesie habere consueverunl. El ii> Ii is Ilng.) et ant auccossorcs graves ao 
onerosi in percepcione dicli juris fürcnl uul . xisL-itnl, volnil et ordinavil diclus 
Hugo pro se el suis su<*c<>>soribus univeräi:» prcdiclis, dari ac prcscnlari debere pro lo 
refeodone predictu p< r cupellanos dicli allaris eznunc vel inpoalerum ezialeDles 
aiugnlia annis redditua aex quartalium ailiginia de omnibua bonia ad dietam ca- 
pellaniam seu allarc spoctanliljus reft-ctorio cccieaie predicte vel procuraloribus 
ejusdcm. Ac «lirh- capellaiiic el l id-'m [)r<>siili^nli in rpcoiiipoiisain diolururn ri-<lililinim 
sex quarlalium äiliginis de suo proprio aunuuä rcddiluü duarum librarum dcnariurum is 
Argentinennum conscriplos in inalrumeDlo* de quo infra proxime fit numcio, assig- 
navil et depulavit per eundem presidentem ulifruendoa, boe lamen condicto, quod 
si successor quicumrinc hujusmodi juria refccoiouis proittcr aaaignadonem hujuamodi 
reddilimm sox qiiarlaliinn silipinis percipcre nullet ol reddilus sex quarlalium prcdiclos 
ac refecciuiiem releclurio prediclu ussignare recusarel, quod luuc reddilus duarum to 
librarum hujusmodi ex toto cedant et eedere debeanl juri dicti refeclorii, nuUa rcfec- 
eione hujusmodi contradicenli ac ejua auccessoribus reservata. Actum 17 kalen> 
daa januarii anno domlni millesimo Irocenlesimo sexagenmo octavo inatupa, in qua 
tempore hyemali congregamur. 

Am im XMtr Code» 10^. n 

800. JHe ßreizekn de$ Land/rieden» im JSlsaß m«l»eH dessen Mitglieder gegen 
Jmker ffeinriek to» £air-Oerofdseei und andere. im8 BeemtHber 29 Cotmar. 

Allen herren und atetteo, die z5 dem lanlTriden in Elsfta gehArrent, enbietent 

wir die drizehen, die über den selben lanlfriden sinl gesetzt, ünscrn dienaL Wir tönt 
ücli ze wissenn, daz wir Ilanson i\> \\ Inil r iiml Ilatis. ii Verrcn hurper von Koslenlz ^ 
hclf und ral erlailt haut ull den edeln iierrcn junclier liainricb von Lur von Gc- 
rollzzegg, ufl siuen sclniltliuissen Andreren von OUenbaitu, ufT Andres von Wald* 
atein. Won wir nu nfich des lanlfriden eilen allen den, die vor Ana usaerelegt 
hänt, als wol schuldig sinl ze helfenn als vor, als <Vli des lanlfridt-ii l)rief ^^ioil, der 
dar über geben ist, d'irumb so mancnl wir ücli alle und üwcr ieklii iien sundcrbar u 
üucrs eidcs und eraii, so ir dem laiilf'iiden gelän baut, daz ir die vorgeneuiplea 
herren und personen, als liic vor ge^cbribeu sUl, und ir gül mit gericbl behabint 
und hallint unvercogenlich, wenn vfk oder ir gftt zft Ach in Awer stalte, veste oder 
gerichte koment und ir des ermant werdent mit diaem brief also lange, nots das 

■) Vort. lalcm. 



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136d 



627 



die voigeoaoten kAflI6t von in unklagber wcrdcnt. Geben ze Kolmer an sanl 
Thomans abcnl do man zeit von goltes geb&rl drüzehehuaderl jär und dfir näch in 
dem acht und sechsligostcn j.\r. 

Str. St. Ä. 0. U. V. lad. Mjtö B. 40. cap. eh. coan. mit r«rMckickHnga$thmttm. 

» 801- I^ie Dreüeitt des Landfriedeiin mahmn die 6'(a</( üitraßbta'ff luit i/trfn 
Btiirag. 1968 Deeember 90 Colmar. 

Dea erbern bescheiden dem meisler und dem rat z& Slrazburg etnbieleu wir 
die dritaehen, die Aber den lanlfriden sft Eilsas gcsclzel sint, unaern dienst. Wir 
(Qut ücb x& wissende, das wir mit recbenici}^ f.nulen liani, do invi-r crbem boiiou 

so bi siiil gewesen, TOn des götcs wegen, so wir vif ilcii nidern Icil von des lanlfridon 
wfgen j^'-'Irii bant, wenne uch »wer schulde, die zwei bunderl und drü und 
vierUig pliunl, und die hundert phunl, diu uch der von Bebeinheim von des 
lantfriden wegen achvldig ist. abegeslagen wirl. das ir und unser bcrre der 
b]->L'li<jr von Slrazburg noch dcnuc von dt s lantfriden wegen samnen und ufheben 

u SMiil viiT liiiiulcrl si iiczig und siben plmnt. Nncli denne so f^tit abe unserm vor- 
geuanleii berren von Slrtizburg, ucli, den von Ihigiiowe und den von Wisscnhtirg 
hundert und fünf und drissig phunt, die der lautfride in ncmmeu sol von des 
riches d6r0eni. Des sdUent aber die von Hagnowe und die von Wissenbnrg 
samnen und ufheben, was nidewendig der Sorren lit, und unser herre von Straz- 

K biirg und ir söllent samnen und ufhel»en was obwendig der Sorten lit unlz gen 
Slelxsl;il, als lins nwer erbern hotlen ges<'it liant und d;is bui h wiscl, das von des 
laiilfridcn wegen dar über geiuaiil ist. über das alles so uiauenl wir [uclij» uwcrs 
eides, den ir dem lantfriden getan hant, das ir noch allen abeslegen das uberig. so 
ir von des lantfriden wegen schuldig sint z& samnende und uf x& hebend, gebent 

r, und antwirtenl von des Innlfriden wegen dein Isescbeiden manne Jolians Merswin 
von Slriizliurg. Wo aber ir des m'il lelint, des wir t'i' h doch mit gelrnwenl, so mag 
man uch dar umbe von des lantfriden wegen augrUlen, und ssul ouch der idiUfrid 
dar s& beholffen sin, als des lantfriden brielT seit, der dar über geben ist. Und des 
sft eim Urkunde so hant wir des vorgensnten lantfriden ingesigel zft rdcke uf disen 

so brief getrucket. Der geben wart z& Colmar an sanl Thomans obent nach g0lsge> 
burl drilzebea hundert jar und ehtcwc und s<-hlzig jar. 

air. fit. iL 0. D. P. lad. ISS nr. 6. or. eh. lU. pat. c $ig. im A ü^fr. 

8(12. l'ii: dreizelin iiber den biinllrieilen zu Klsusz ibun den mitgliedern des 
laudfriedeus kund, dasz sie Sigelman zü der Megde. einem Straszburgcr bürger, 
as von seines brndersohns wegen auf herm Johans sft dem Wiger, ritter, hilfe und rat 
erteilt haben. Sie mahnen deshalb, den Johans aum Wiger und sein gut festen- 
nehmen, bis Sigehnan nnUaghaft ist. Colmar an sant Thomas nbent 

1308 UeccMber Colnmr. 
81t, SL A. Q. 0. P. lad. IM ar. 10. or. A. UL ptt. c «>. in *. Mi|ir. 



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6SB 



1368—1868 



t03. Die dreiaehn über den landfriedea in Elaius Uran dea mitgliedeni des- 
selben kuml, (las/, .si«? von lU-s landfricdcus wegeu den Slra.szljuigrm gc^n u graf Ra> 
tlulf von llalispury bilfe mni rul i-rteiU liahün. Sic nuihnen d^■•^lIillb ci' - !i-VIiiRton 
leule und giilcr unzuliullen, bis iälraszburg unklagehafl ist. Geben ze Colmar an 
sanl Thomas nbenl VMS. 1.7(7« jh^rrmfu^r 20 Colmar. » 

mr. St A. (i. a. P. lad 168 ttt. 18. er. dt. lü. jhU. c. tig. in v. tmpr. 

804. UngtMnnte Juden biUe» «m Wi«ä«rtatfMhm i» Siraß&urf. f««*» IMA.; 

Den crbcrn mcistrc und rat z& Straspurg enbiclen wir arme Juden iinsern dienst. 
Und da inil billen wir ncli, daz ir uns ^Iciil und laszenl uns bi uch sitzen, 

al.se !t:i-'M- al'lt-r Iii uwiTii alden saszen uiul uii.-> uinli/re frie stcl begenadel bau, die »o 
von Meiitzo, W ui iiioz, Spiro und ander vil sleL und grozzu berren. . der pobesl, den 
ir for ainen faller hant, der Rftmesclier kuoie . . die korfuraten und dar i& menich 
herren. Und aehent an unser grozz not und erbeit, die wir geliUen bant unveracboU. 
Wiszent. daz wir ainen soliclicn belle brief uweren Izunfleu och gesendet haben. 
Uwer gnedige enlworl laszeul uus wider wissen mit disem botlen. n 

Str. St. Ä. 0. IT p. kd 174 nr. 7k. or. «k. M. dL e. Ai c. i'ajr. 

Gedr. bei Slrol/el II, 364. 

Jtüö. Kniser Karl JV ^estattft dem Jtitter Johann Erhe, die rom Reiche ter- 
pßndeten Dörfer GrafeHStadeti, Illkirck und Illmckeisheim einzulSsen und als 
ReiehsUheii behalten. jm9 Jitmmr 1» Stetim. w 

Wir Karl von gols genaden Römischer keiaer au allen czeilen mcrer des reicha 
und kunig su Beheim bekennen und lun kunt oflenlieh mit diaem hrieve allen den, 
die yn sehent oder horenl lesen, das wir baljeii ati<;eseben merklichen Uttdgelrewen 

<li''i!st, den uns nml dem reirlie der edel Jobans Krlic riUer, un.ser und des reiclis 
lieber gclrcwer, vurnials oille und nu sunderlicb ull' unser varl gen Italien gclan bat s» 
und noch lun sol und mag in kunfligca czeilen. Und haben yai erleubel und ge- 
gikunet, erleuben nnd gunnen oucfa mit reohter wissen von keiaerlieher macht und 
mil krafl dicz bri« v< s, daz er die dörfer Grafensladen, llienltircbcn und ouch IUe> 
wikersbeira mil allen iren rccliten und zugehorungen, wie man die benennen mag 
mil sunderliebeti worlen, die von dem reiche lür ein genanl summe gells vorpfendel m 
und voräeczel sein, umb ulsovii geltes, ab sie sleeo und als brieve die doruber geben 
sein beweisen mugen, von den, den sie vorpfendel sein, su ym lozen und ledigm 
mAge, und das er und sein erben dieselben dorfer mit iren zugeboruogen, als dovor 
gcscbribeu sleel, in pfundes weis besiczeu und ynneballen sulle als lange, uncz das 
wir nrltjr nnser nacbkonieu an dem reiebe, Hümischc keiser oder kniiige. dieselben ss 
döricr mil neu zugeborungeu umb ulaovil geltä, uU er sie luzel, von yin oder seiueu 
erben ledigen und lAien. Mit urfcnnt dies briefea voraigell mit unaer keiserlichen 
majeslat insigel. Der geben iat m Senis naehCrislusgebArtadreucsenhttndertJare 



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1360 eso 

darnach in dem newn and aedioagsten Jare an dem neebatea fteilag nacli dem 
oliristen tag, den man nennel lu laiin Epiphania, unser reiche in dem dtey und 
cxwencsigslea und des keiaertttma in dem vierexendem jare. 

{äm/' im 3ufi reeit*] per dominum . . cancellarium. 

Pelras scolasUciis Lubucensis. 

[In wrto] R. \S ilhelmu3 Curtelang. 

Str. St. A. \. C. Q, Corp. B lad. 22. or. mh Ut. pat. c. »ig. pend. mut. 

Gtdnekt naA BcMb. A S71 Sehögßi», M», dieL U, 265 nr. U40. - Hiibar ng. nr. 4708. 



806. A'aiser Karl IV an den Heichsvencescr Weustl: soll f rufen, ob die Fähre 
u :u ümfenstaden Reichshhen sei, und sie dtmn J(dUm» SrSe urlnken, 

1999 tTmiKKr 19 SIemu 

Wir Kurl von gols genaJcu Ronnys ;]ier kciser zu allea czeilen merer dea reidia 
und kunig zu Beheiin pinliidi ii de;u Ijocligobornon Wenczlawen hcrczopj zu Luczem- 
burg, zu Limburg und zu Urubanl, des heiligen rciclis in DuUclien landen geine^'uem 

u vicarieo, uaserm lieben bruder und fiirslen, unser genad und alles gut. Lieber bruder 
und fiirste. Fftr una ist komen der edel Johana Erbe, unser lieber getrewer, und bat 
una rtir^ek'gt, daz das uifar über die lUen zu r>raven.slal in Elsazxeo, das von 
uns und dem reiche zu lelien ruret, von elliclifu ItuU'u von lunf;»'» rzeiten uncz 
ber vorä\\igeu und heimlich vorhalten sey, also daz uns und dem reiche dovon in 

w langen czeilen kein recht widerfiiren iat« dorumb ea von recht an uns und das reidie 
vorfeilen aey. Und alleine du von solcher gewalt als unser und des reiehs in Dutsoben 
]aoden gemcyner vicari des volle macht hast. Doch durch merer sicherheil willen 
empfellien wir deiner lie!) mit. ganczern ernste, duz du alle die dieselben leben ynno- 
haben für dich eischest und ladesl und die vurgenaulc suche wol und kunllich er- 

>» fareal. Und erfindest du, das die obgenanien leben, als uns furgegehen ist, vor- 
halten nnd vorswlgen und an una und das reiche vorfallen seyn, so wollen wir, 
dax da dasselbe ur&r und vare zuGravenslaten als un>er und des rcichs Idien dem 
obgenanien Johansen Erben von unsern und de/, reiehs wehren virleihesl von yni 
und seineu erben zu besiezen in sulchem rechte und dienst, als leben die von dem 

at reiche rureu gewonlicb sint au bariczen. Hit urknnt dies brieves vorngdt mit 
unaer keiaerlicben majestat iosigel. Der geben ist m Senis nach Crlslus geborte 
dreuczenhundert jare darnach in dem newn und sechczigslem jare an dem necbslen 
freilag nach dem nbristen lag, den man nennet Kpiphaiiia, unser reiche indem drey 
und czwenczigslen und des keiscrlums iu dem vierczendeta jure. 

^ {Auf imi^ Bug r«dUs\ ad relacionetn domini . . cancellarii 

Petrus scolaslicus Lubucensis. 

\Ju verso] R. Wilhelmus Curlelaug. 

8br. A. 4. T. C O. Geip. B lad. 97. or. wik. VL jftd. e. n^. ftiA 



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630 



M7. Symnd Herr tu Liektenberg terHniet Siek mit Straßhrf gtgtn Qraf 
Jofftid 90» LeiniHgen. 1M9 Jb>riMi r t» 

Wir Symund herre sft Liehleiaborg luiit kunl incngeliclicin, daz wir übenia 
loinmen sinl iiiil den wiseii und hosclicideii di iii iiit isler, dem rale und diu hnrf:;ern 
gcmciül:! lu'U der sUil voti Slnislturjj;, iluz wir incn und ircn nachkommen gclruwe- * 
liehen liL'lUcn und rätou Milkul uider deu edeln gral'o Julfril von Liiiiiigeu und alle 
sioe hellTer den krieg in, den vir mil ime haot von des laolfrideo ««gen A Blsass, 
den der aller dureblAliligeste färsto hcrrc Karlo Mjn gols gnaden Römischer keyaer 
zu «illcn zilon riurer di z ryclifs und künig zu Helu-im, unser gnediger hcrrc, salzte 
und inalilc. Ocli sullcnl wir «m.s nül sunen noch fridcn machen noch ncnuncn. lo 
uoch kt-ineu gcvangeu, deu wir vicngeul, ledig laüzeu nocli 2il geben uue nicisler 
und ratcs c& Slrasbnrg, die danne sint, villcn. Alle dise vorgescbriben at&cke bant 
wir globet nnd uns verbunden für uns und alle unsere erben getr&welichen, vealelcr 
liehen und ungevcrlichcn zu hallende und zft volled'ircnde also und mil der gcdinge, 
wenne dt-r seihe kri' gi-siuiel wirl, das danne di>' iiiislic gcluhde und vcrbünl- is 
niüze und dirre hriel dot uud ahu üiu sul und keine krall me haben in denhcinea 
weg in alle geverde. Und des sü einem urkAnde banl wir unser inge^igel geheuckel 
an disen bricf. Der wart geben an dem ersten dunrestdage vor aanl Agathen dage 
in dem Jare, do man xalte von golz gebärte drütsehenhundcrt jare sehszig und 
QÜn jare. M 
Ar. 8t. A. kK 17sl2. «r. m6. e. »ig. fieud. 



KUli. liischof Johann Iii an uieiäler und ral : sendet eingeschloäsen die ab- 
schrift eines an ihn gerichtelen widersagebriefes von Hensd von BIftmenftwe dem 
allen, llenael Schantx, Lempsch, GAtxe von Ingenheim, Clawes von Windeberg von 

ihres hcnn wegen des grafen Svmumles von Zweinl)rücke, herren zu Bitsch. «Wand 
wir in lieber haut zfl siiii'' retilen danne uoh und wellenl uns gegen üch do niille 
Apr t II. wül bcwarel hau uiil di.sem briel'e, der do geben wart aa der nebeslen miltewocheu 
nach Quasi modo» 1369. Sie aollen denken, was zu thun sei. Dalum Benefelt feria' 
sexta post dominicam Quasi modo. 19» AprU 19 BeitfHiL 

Sir. St. A, kk 1403. er. A Kt. d. whI eeip. «k. eoon. 



809. Bischfrf' Johann [III] aa meialer nnd rat: tnttet um Sendung ihrer boten 
«gen NAwilre uf den dag, den wir aldo haben wellent mit den von BUaeh an aanl 
AprH u. Gcorien dag friiye, wand wir oudi mil unters selbes übe do wäUent sm. Weres 

aber daz derselbe lag uf einen andern lag danne uf den egcnanlen sant 
ücorieu dag gcleil würde, daz woUeut wir ücb uuch laszen wissen. Dalum Benefelt » 
fbria tereia post dommtcam Misericordia domini.» [isßo* April 17} Beu/eid. 

Str. St. A. AA 1402 nr. 74 or. cli. lit cl. c. sig. in v imj>r. mut. 



*■ Bwr XhHenmg vtrgt, nr. 808. Da$ Sitsd iH 4m JMomm III, dahtr mkkt m 1358 fekSrig, 



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I36d 



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810. Rudolf markgraf zu Baden Iröslel die Lürger von Straszburg für sich, 
Htnseti «Am Wiger. rilter, und Diether vtm Oberkein, genanul Slupfä, dies»eil des 
Rheins «af dem wege ttaoli Baden bis a. Johanstag xu s&negihten. Sollte ein Strass- u. 

biirger von iemand anders als den vorgennnnlcn angegrifffn werden, dnnn will er 
i auch dos seinigo dngcgen tbun. «Dalum ßaden ipsa die hoiilorutn Pltilippi t-t .Tiicohi 
apOSlolorum a. d. 1369 Mai l Itailen-Baden, 

Sir. St. A AA 8t nr. 7. «r ch. Ut. fot, e, tig. tn v. imfr, 
Markgr. Reg. nr. 1263. 

*• 811. J^ey RiUer Egdolf coti Aiaplz m/hnt sich mil der Stadl ÜlraßhHrg am, 

199B JtM S Cbiuteiub 

Ich . . Kgelolf vou , . Amplz ritter . . (ün kiinl ini 1 viTpili ntTfiilich niil disern 
hrief allen, die in ansehent older h'in nt li sm, dir', ich lii [iliL!i und gralich vcrrihlet 
und veraiuberl bin mil dea wolbcschaidco dem luaiäler, dem ral und . . den . . burgern 
gemsiolioh le . . Slrasabarg umb die . . haflting. die ellich ir . . burgur . . lalenl an 

» minem . . knebt . . Jobansen to» Überlingen and an dem Iclainol und mtnem gftt, das 
in ir stal zc Strasshurg gcheflel und verbellen ward, also doz ich ire ^n\. fri'ind 
worden bin nmh die scl!)en sachc. Doch mil d<-i!i i.'(>din^e und mit diT liescliaiden- 
heit, daz . . die selben . . burgcr vou Slrasshutg mir daz selb gäl und kluinot, was 
sin danne noch in ir alat ist, daz dimi aelben minem knebt Johansen gelieftet ward, 

t» erberlicb ane minen schaden anlw&rlen sont gen Wolfiich dem acbulUiaissen ane alle 
geverdc. Und wenn« sin der gewert wirl, so bin ich sin gewerl und sag si des ledig. 
Die selben ])nr£!or und . . der rate ze Slrassfjiir^' sunt o. h darzu schallen, daz der vor- 
beoenl Ukiu knehl . . Jobaus von . . Ubcrliugen utid die . . bürgen uud Irostuug, 
die er SS Siraasbaiig von der obgenanlen baflung wegen geben and verselzet hatte, 

» ledig s^n, also das der sdb Jobans min diener nit före darumb bekrankel aol 
werden. Und nmb den meiden . den Claus von Roahain dem selben minrni diener 
Johansen von Uberlingen leh, den soiil die Sellien d^r niai-ler und der rat /.e Slrns*?- 
buff; dammb uoklagbafl machen mit dum gedingc, duz dersclb min diener Johaus 
och dammb nil föro n& noch hernach darumb bekümberl noch angesprochen sol 

M werden. Und des alles se waram nnd dfeme urkAnd aller dirre voiigeschriben dinge 
gib ich . . der vorgenante . . Egelolf von . . Amplz min insigel an disen brief. 
Der isl ze flostr^ntz gehen, do man von Crisles gehurt zalt dnizciienliundert jnr 
darnach in dem nun und sebtzigoslen jar au dem nchslen samslag nach des hailigcn 
crützes tag in ain mayen. 

M Str. St. A. 0. U. F. Ud. 16& or. wb. c. tig. pend. 

RI2. Ifie Iferi-en ton Lichtenberg N. Ä. verbüuden skk der Stadl Slmßhtrg 
gegen Jakoh Jost von Ftersheim. L'iG» Mai 18. 

Wir Heinrich der eiltcr uud Symunt herrcn zu Lichtenberg, Ilatincman grave 
von Zweiubrückeu berre z& Büsch uud Jacob berre zQ Vin^lingen lunt kunt allen 



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633 



1360 



den, die disen brief Bnsehenl oder hfirenl lesen, daz v, lv uns fürbunden hant und 
vcrhiinli'til iiiil disem gr^'enwrrlipfii liriff*', (laz wir gelru\vt?li(;lien helfen wel'u nt und 
siillcol den wiscn und bcächcidcu dcui mciüter, dem rate und den burgern gemeiu- 
licbe der slat sft Strasburg wider Jacob Jost vcm Flerdieim und wider alle sine 
belfer, die er nu bet oder ber nacb gewinoet. den krieg us, den wir bant mit dem • 
Torgenanten Jost. Gescbebea Ocb daz wir alle oder deheinre under uns deheincn ge- 
vnnpon vi. ncrrni der stÜicii )iiis<rrr vicruk", die süllen wir gemeinlichc halten und 
nül liilig lii.söt'n narh zil ^*'h<'ii tloheinre under uns otie der andern göl wille und 
gebclle und cDsülleul deheinre under uns sich s&nen noch fridcu ooe der aDdern 
g&t wille und gehelle. Alle dise vo^seriben ding verbinde wir uns getniwelichen m 
«nd nngeverlieben zA haltende und /.n vullefurende. Und ift urkAnde allir dirre vor- 
gescbriben dinge und durch hclc willi n der vorgenRnton unserro licljen öhctiieu 
Hanneman graven von Zweinbruckon herren zü Bitsch und Jacobes herren zö. 
Viuslingeu haul wir die vorgeuank-u herren z& Liehlenberg unsere ingesigele ge> 
benket an disen brief. Der geben wart an dem fritage vor dem hefl^a pfinkest- u 
dage des jores» do men lalle von goUe gebürte driiebenbunderl aehasig und nün Jare. 

8ür.8LA.Q. D. P. IdL *4itt. «r. mi. c. a pari. 

813. J^ie Herrdi ton lArhlenhnd v. A. und die Sfadi (:ilraßburg Terhünden 
sich nach Einnahme det' Fesle Rukiibtirg gegen Jtdett, der sie im weiteren Verlaufe 
dei Krieffet teiSdi^e» will. fia99 c«r Mat 9».]* w 

Wir Heinrich der eillern und S^munl herren ze Liehlenberg, Uauneman uud 
Wecker graven von Zweinbrikcken berren xft Bitacbe und Jaoob berre sü Van> 
stingen* und wir der meister und der rat gemeinlicben der stal cft Slraabutg tftnl 
kunt allen den, die disen brief iumor tiiisehent oder InVent lesen, daz wir uns alle 
zö snmmen viTliiitKlrn ]i;ui( uinl vorhitidcnl mit disem Ropcn\vorli|Teii IjriiTe für*" uns, ts 
alle unser erben und iiciolikutiiuien aläc von der vc^>len wegen lioleuburg, die wir 
gcwunnen bant <^ and brechen wellent: Wen» das ieman wer der were« der uns die 
egenanten berren und die egenante stat x& Slrasbu^ und die sft ans allen gebArenl, leidi- 
gete oder schedigete» in welen weg daz were, daz wir do einander gelnnvelic-hen beraten 
und beliülfen sijlli'til und wellenl sin wider oller iiu^npolichem. die uns'' srlinli^'ent oiUt" w 
leidelenl von des selben krieges, seszes und gelele wc^ea uud W8Z do von utcrslaudeu üt 
oder noch ufentan mAble, in welen weg dai geaebehe»' daz wir do anander ge- 
trawdichen beraten und beholfen sällent sien die selben kriege ns, die do von ufer- 
Blanden aint oder noch do von uferslan möbtent* also lange unlie an die stnnt, das 



•) Utriiotk euijf ttf. Ifta kunt. b] für — Mcbkurunrn ahrgtttkr. e) ImH — mlUat «fp. 
gmlur. fUr 4»fcJUifr md gebrocbca Itwt «Im. i) hifmark gtHr. ilio g« r) oder 
lakhlaiit «fwyfwAr. /kr Inttnl ^mt dto wnwt. f) aUrfttekr, fltr mm. g] ahrrgt^ 
«cAr. vmi tuifatr, in wdm weg dw nwrat. 



* tatit Uri. nr. 614 itt m dieim Tage ik fimy bereiU t^roeheM. 




laa« 683 

die selben kriege genlzUohen vara&ael, gerihlet und geslililel werdent. Vfit säOetit 
Ml alle weder «ftne noch fkide in* disem kriege nemen oder zft lassen g«n noeli 

keinen gevangen, obe wir keiue vicngent, lidig sagen oder zil geben dcniie mit unser 
aller wissende und willen. Wir süllenl (V-h die egcnanten veslen niemer lassen 

» wider gebuwen, es sie denne loil unser der cgeoanlen berren aller oder^ unser erben 
nnd der stelle von Strasburg wissende und wille. Weres aber das das ieman nndor* 
slan wedle, die* veslen wider sft buwende, wer der were, daz sAllen wir alle weren 
mit aller unser tnaht und fürmügende nnd einander getruwclichen beraten und be- 
holfen sien glidifir wise nlsc do vor gcschribcn stul. Ks isl ovh hprel, wer es daz 

10 Jacob Jost von Fiershciin. Jekoliu von Ollerbach und Kriderich'' von Lutem edel- 
koebte und alle, die uf der egenanten vesteo woreut, do'wir sü gewunnenl, die 
aftne und urföile breobent, die sA geswom bant gegen uns den egenanten berren 
und dw slal sA' Strasburg, so süllen wir alle wider die, die sü nlso gebrochen 
hettenl, getruwclichen einander beraten und behülfen sin in alle die wise, olsc 

I» wirif do vor einander beraten und l)ehollen süUcnt sin. Waz do vor von uns den 
egenanten berren und uns der egenanten slal gcschribcn stat, daz globen wir und'* 
verbindenl nns die vorgenanlen berren hj den eiden, die wir nnsem berren ge- 
swom bant, und wir die egenanten me ister nnd rat xA Strasburg bi unsern eydcn vesle und 
stete z'i lialxinde in alle wise, olse do vorpeschriben stul. Und dos zh Urkunde so 

ao bant wir die cgcnfinton herrcn nnd dif sial zu Strasburg unsere ingcsigele gehenket 
an disen brief uns und unser erbcu und nacbkutnmen eweküchen zii ubersagende 
aller der dinge, ^e do vor von uns gesobriben staut. 

iSitr. St. Ä. G. U. P. lad. 48,49 B. 48. fuc 2. oonc. cA. 

814. Dir Herren ton TArhtenherg «. A. rerppichten sich der S(adt Slntßhnrg 
a& zu keife» gegen alle, die sie wegen der Zersiäruug roa Rotenburg etwa augrcifai 

wMtn, 1369 Mai V2. 

"Wir Heinrich der eiller und Symunt herren zü Liehlenberg und Hannemun graiu 
von Zweinbrückm berre sft Ktache tftnt kunt allen den, die disen brief an aebenl 
oder bArmt lesen, dai wir und unser erben getmwelieben helfen stillent und wdlent 
so den wisen und bescheiden dem raeister und dem rate zfi Strasburg nnd den Iren 
wider alle die, die sn leidipf ti ul oder schcdigclent, in welen weg daz were, von der 
gescbihl und gelelc wegeu, alse uns die egenanten meister und rat von Strasburg 
geholfen bant Rotenburg die bürg' gewinnen uode brechen. Und were es das s6 

■) ia — gan tiirgntkr. f*r imrtkitr. annen. k} oder — «rb«o Hitrftiekr. e) die — widar 
m ttiffoOf. 4) «IwyMcir'. /Sr dbMitfr. Hana. a) 4v — uamaMait iltrytidip. I)' 

il«tyM(|p. /fer m. |) vir -* ain iank uHmtlm DMinciniffa fttMuri «*• alaa do «ar 
jairttttin iM. h) öd — um aiirgucXr. fi^ Jwti«^. gilnnraliclMa, vaalaklicbca nad 
0. t. g. ift kahaadc vir. 



> Nach ESniysh. 800 im JUn 2S98 «M iut Sintbtifgein MraUrt Beule SniM cAh Satt 

M Schlottei' nv. von NiederbroiM. 

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634 



1369 



b'1'<o von ieinan j;<'<rlH'(li^^pl oder Relcidiget würdenl, wer die werent, von der cpe- 
nantcn gesrhilite wegen, wenne uns dcnne die egenonleii inoisler und rat zü Stras- 
burg darumbc verbolschaneut, so stillen wir la unvcrz6geulichen gegen den be* 
h<dfen und beraten «in, die sA denn« gesehedigel habent s& glicher wiM, «be obe 
UM der scbade seiher gescbeben were one alle geverde. Und gelobeni Och daz veste • 
und Siele zii habende für uns und unser erben gegen der egenanlen slat zö Stras- 
burg hy den eyden. die wir unsern herren gelan linnt. Unde des zi'i Urkunde so 
bant wir unsere tugesigcle geheakel an disen briet, uns und alle uuser erben i& 
Übersagende aller der dinge, die do vor von uns geschriben alant. Der geben wart 
ao dem ndieelen zinsiage nach dem heiligen pGnkesIdage in dem jare« do neu m 
aalte von gottes gebärte drAsebenhunderl sebssig und dAd jare. 

Str. 8t. A, 0. D. P. lad. IflS. «r. «A. e. « fmi, 

81$. Kschof Jobann pU] an den deean Johannes ton Obssenslein : Gftliemaa 
If&nidi ist «obl mit 40 glefen vor Rnfaeh gewesen and hat dort die pfode ge- 
nommen. Unter denen waren «viere von Rrandeiss, die uns docli nül widerseit u 

hanl». Deshalb soll der dccan die von Strasburg unverzüplich mahnen, dasz sie 
ihm zu hilfe kommen, «wand unsere dienere, die igenolen do ubeman sinl, nil uiugeul 
geschaffim noch gelftn. Datum Btadblt in festo corporis Christi». 

[1369 1 JM 91] »H^MU 
Str,St.A.kA. 140t nr. M. ar. dt. Ut. A e. aig. m «. Myr. mML m 

IIS. Papst Urh» V im^ingt Mmaui Mtrtm», m im Bucktf Ltmttrt 
«M S^tt 3000 ß, mutusoile». iM9 «Tihi« i» JCam^aeeewe. 

ürbanns episeopus serrus serronim dei dileclo fiUo Johanni Varavein uH 

Argentincnsi salutem et aposlolioam benedictionem. Cum sicut acccpimus de pecuniis 
dudnm pro derima olim per nos iniposila archiepiseopis, episoopis eelerisque personis n 
ecclesiasliciü in partibus Alamannic cunsistenlibus et levala per cerlos collectores 
ad id per nos deputatos receplis, quas per quosdam commissarioa noatroa erogari 
mandavimaa quibusdam gentibus armigeris juxte ordinaeionem et volnnlalem carissinii 
io QirislO filii oostri Caroli Romanorum impcratoris sempcr augusti et Boemie regis 
illustris, apud te tria milia florenorum auri deposita fuerint illaque adhuc prnes te ao 
habeas et nomine nostro ac Humane ecclesic teueas, discrelioni tue presencium lenore 
mandamus, quaiinus hujusmodi tria milia florenorum venerabili firatri noatro Lamperlo 
qdacopo Spireasi vel ejus procuratori ad hoc auffieiana asandatttm habanti, pealquam 
tibi cooslilerit per dicli imperatoris ütteraa, qood ad id ipains imperatoria aeoedni 



' Datiert ncuh nr. fi.5S. — Vielleicht besirht sich auf diene Fehde auch der Brief de$ Bischoft, M 
in dem er von Strasburg HO oder 40 Glefrtt auf drn durch den Vogt von Berniteim miUmteüemUn 
Jag nhaut. Dfttnm feria <\\\m\.a. poüt Mi> enc. i .lia domM l> BtBtMt fUSf Jy. 19). JEB I W 
dort»db»t ar. SO. or. ch. Ut. d. c ug. in «. tmjfr. ffiut. 




1869 



096 



•laratas, Indas rediter et assIgiiM. Nos enim ddem episcopo quitandt et Ubenndi 
t0 aiielorilal« noBtre de liujusmodi summa* Irium miliDia florenorani. postqaam «am 

sibi iit preffrlnr assignaveris, plenam et liberam per noslras ülteras concessimus 
facuUaiem. Dalum apud Morlemflasconem 2 idus juuü pooliticalus noslri aooo 
fr septiuio. 

Ar. A. ▲ T. D. 0. lad. 88. or. mb. BuUt autgrrissen. Auf dem Bug rechU : M. dt 
ChaatiM. üidtr dm Sitf lmk$: Xt äamnttr 8. Fotewadi, raehtt Nie At^f itr J Ua c te i « B. 

817. Bisckof Johann III vberirägt dem Probst ton s. Arbogast Siegfried Mer- 
svcin auf twti Jahre die C'usloäie seines Uli fies. Lifö» Juni 12 HtruMburg. 

10 Jobannes dei et aposlolice sedis gracia episcopus Argenlincnsis dilcclo nubis ia 
Qiristo Syfrido Mcrswin preposito mouaslerii s. Arbogasli cuaonicoruiu rcgulariun 
per prepoeituiB ngularem aolili gabernari extra man» Argentinenaes aiti aalulem 
in domino. Com nuper ex olntu Pelri dicti Rebestog canonici regularia ofGcium 
cuslodie ibidem vacare inceperil el odbuc vacel, cujus collacio ad te pertinere 

]fr dinoscilur, cujus eciutn fruclus el obvenciones undecuniqiie obvenientPS siirntnam 
quiudecim librarum denanurum ÄrguulioeDsium nou exceduut, pru pariequu tua 
Bobia exttteril aai^Ucatiun« cum Ihielua, provoilua et obvencionea lue prepoeiture 
■c oiiatodie piedicle ita tenues et in tantum dimionte exiataat, qnod nullo modo 
onera el jura ex ipsis dependencia lu vcl qnivis possessor eorundem supportare 

10 valeas, qualeiiiis dignaremur diclam cuslodiatu cum ipsiiis fruclibus < l provenlibua 
tibi tradere ia comniendaiu ad spacium duorum aonorum a data prescocmiu incboaa- 
dorum, cum bujuamodi commendam tno monaaterio ac dide ciiatodie mvltom in- 
tetligaa et conaiderea profutonm, unde luis meriiis et iudusirüs. quibus apud aoa 
persona tua miillum (.•ornmendalur, ac necessitalibus ol ulililalibus dicli lui üiMiinslerii 

11 ac cuslodie prefale pcnsati-s diligenler, tibi prescnlibus Burlorilale oidinüria diclam 
cuslodiam cum omuibus fructibuü, obveucionibu.s el proveulibus commillimus el 
eommendamna ex eauaia pradictia per te motia et eciam noalrum animum movenlibua 
per te leocndam ex titulo eommend« ad apaotum tantum duomm annontm n data 
presencium computandonim, posl laj>s\Mti t^orundem presenlibus minimc valiluris. 

tu Vohuinis tarnen per (e vel alium dicU lui njonuölcrii canonicum rcgu'nreni per le 
bumendum diele cuslodie provideri, ac si auiuiarum cura vel quodiibcl ouuä perso- 
nale eidem immineat, inlerim minima negligatur, super quibua tuam conactoiciam 
onernmna. Datum Argenline sub aigUlo noatro aecrelo preaeutiboa appenao 
feria lercia poat diem beati Baraaba anno domini miUeaimo treceoteaimo aexa- 

u geaimo oono. 

S». St. A. kk 1408. or. mb. üL fot e. tig. ptmi. 

818. Johanaes de Ohsensleiu decanus ecclesie Arg., ccmmissarius a domino 
Jubauue episcopo Arg. speoialiler deputalus, lilem inier Göczoueui de PraOeuLoven 
perpetuum vioarinm eodeaie parrocbialis a. Martini Arg. el oappeUanoa «Baadern 

^ •) bujnandi ■— ■ «/ Amüt. 



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eas iao0 

ecdesia super celebraciooe missarum orlam pacat in modam infrascriplam et decernit 

perpetuo inviolabiliter obscrvaiulurn : in pririiix qnod omnes beneficiali pcrpelui in 
ecclesia s. Marlini nstciKlcn" dt lit ul in ipi luo vii ;iria instrumenta fuudaeionum bene- 
ficioruiu suorum, ul cx eu sein puäsil, quundu luiääas celebrare el quid perpeloo 
Ticario focere debeanl et ipse eisdem viceversa. Ilem quod nomina mortuorum Tel • 
lestalonim io libram anaiveTaarioram aeribere vel de ipao delere tum debent aine 
scitu sno. Quod alteracioneni, alicnacionem vel contrartnm de bonis communibus 
facere non debent sine consensii perpettii vicarii. Quod subdili ad lumina ponenda 
super sepulcra morluurum Icmpurc anuivcrsariorum per beuelicialus \c\ cornin pro- 
coratorem indud non debeant, quod lumina communia eoruio supn . i^wl l a punanl. i« 
nee talta lumioa poni debent saper ipsa aepalcra, sed tantnm lumina perpelni 
viearii, sicut hucasque fleri est consuelum. Item quod qui non intranl choris diobus 
dominiris et feslivis, pnniri dehenl per j)er{)«tuum vicariiim, proiil in statulis sino- 
dalibus est dccreluio, vidcliccl in duubus deu., qui converluulur ad caiidelum, quando 
deratttr corpus Christi. Item quod ordinacionem de missis aecandum ordinem oele> » 
Imndls diebus feriatis et ante summam missam dicbus dominieis et festivla et sine 
prejudicio juris parrochialis dchenl inviolabiliter observare. Qui vcro mtssas suas 
neglexeriul celi brare, npfrlifrenciani corum suplenlibus salisfacere debent, vidclicet dando 
eis pro qualtbel luissa 4 den. Quud pro cusluditi lilerarum, instrumcnlorum et 
doeumentonun habere debent «oystam oommunem oam tribus davibus diversamm « 
speciernm, ita quod una clavis sine allis duabus cistam non valeat reserare», qnantn 
davium nnam perpeliius vicarius liabebil, et relique due claves aput duos de bene» 
ficieitis anti(piioribus remaneliunt. Sigillum decaoi est appensum. Dai iin i ius 
juDÜ a. d. 13öi>. 1369 Juni IS. 

Ar. Btt. Ä, 0 Silo. or. wib. e. immI. u 



819. Xuiser Karl JV e» Straßinrgi nuida «ine» M Attuo 9ier «Ute Mm 
QeHÜtdittft iavenffetrt^ene» Sieg. smb JmM 18 iMtea, 

lieben gatnwen. Wände unsere Ic^serl. ivirdikeit lange bedaht het, widenunbe 
gen T&tachen landen zu körnende» wanne das ez irrste eine sidier geschieht die der 

Rocmisclicr. Ii Idrtben begegent ist. Danne von allem volkc, cz sie von Tatschen m 
lüten, Kii^li-^clien und von gesatneltem volk, waz eine grosze boese c;e>ellesclinfl, 
die mit bucücu biuucu uud mit gclal nieindcnl scbedeltcbc zu schädigende uf dca 
velden die h. R. kircbe und das rreveUich zu tunde, also verre sie noehtent, und 
ndndent unsern herren den obersten bischof damit vigentUche su verdruckende an 
den Stetten, da sine per.sone zugcj^en wcre. Derselben boesen nieinungc wollen wir ■» 
begegnen, daz die h. kirciie nil scliadon davou ncme, und dez h. ryclis pelruwen 
Baote unser wirdikeit ein groz gewalTenl vulk in ciure groszen eile zu widerstände 
Juni 49 denselben, die by des rkshs stat an s. Vits dag daraelben gesellescfaaA Ton geschieht 
beg^entent und nnder dem adeler, das da ist des h. lydis seichen, damit des 
lychs hanier ufgerihtet wart, behieltent dm gewalt und den atrit und suditent alse «• 



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iddo 



63? 



groendidMii, das «ie angengtent deraelben boesen geselleschtfl und viogeDt hertaoigeit 

und erdugeul vil. also daz mit gotlea hilfe Ifltxel davoa komenl und von s. Vits 
gnaden, der huzherre da ist. Und also Ton gols gnaden, an dem dii- ryche slänt, 
frowet sich die ii. kirche und ist sicher, daz igenoUea das h. r^che sine uuderlanea 
• und das ▼olk in den g^n sn LanparieD in d«n allerbesten frid«! ravel ete. 
Datmoft sa Lneke an dem 18 dage des braclimonts. 

Nach dem Drucke bei Wencker coli. arch. 467. — Iluber ttg. nr. 4703. 



820. Gra/" Hug ton Fürslenhtrg und Georg ton Gerohlseck hekmdtn, daß 
:iriscAeii Bischof Johann und der Stadt SlraGhurg einer-, denen von Ilorubtrg 
10 und FalkcmUin audefeueiti ein Friede auf vierzehu Tage getchloasen ist,^ 

IMBJmUMM* 

Wir grafe Hug von F&ratemberg berre sA Haaelabe und Georie von GcTollseeka 
Terjehenl nnd Icikndent mengelichem mit disem briefe, du ein fride beret ist zwAscheot 

dem erwirdigen herreu bischor Johanse und der stal z& Strasburg und gegen allen 

u den, die bi in worenl uf dem velde vor dem nuwen Inrnc, da er gewunnen wart, 
und aiieo irea bürgern, dienern und hellem und den, die z£i dem cgeuanten bischoie, 
der aüli sA Straibnrg und der atal gebikent nf eine aile «nd andersUe allen von 
Horembeig und allen von Valckenslein, dem man spriehel von Bamslein, also das 
die aelben von tloremberg und von Valckcnstein in disem friJon denheincn halten, 

•0 husen noch bofen sullfiit, diiz denhein schade in disem friden zu in noch von in 
geschehe dem cgeuaulen biscbofe, der slifl und der slal zü Slrazburg und den, die 
zd in geh6rent, also daz der egenante bischof und die stat zA Stmbnig den tum 
in disem üriden buwen nnd macben sAllent und mit den bAUen und dem boltsverelce 
tAn und laszen suUent, und sol daz disen friden nül rüren. Öch süllent die uf dem 

m turne ainl uf die von Ilorcmberg noch uf iren lülcn nül füllern Su geverde. Were 
ez ftch daz z& beidensiten ül ubergrilleu würde in disem frideu, daz sol man mit 
der nome widerkeren, und sol doch der fride stete bliben. Und sol Ach der selbe 
finde wereo unize von nA disem nebstoi sunnendage Aber vierIzehen dage und den Mtt. 
selben biuderslca sunnondag gerwc 3n alle gc verde. Und wände wir die V<Hge&anten 

«0 grafe IIm^ von Fürslemberg und Georie von Gerollzccke von der vorgenanlen von 
Finreinherg und von Valckenslein aller wegen vür den friden zü haltende in die wise, 
aise da vurgeschriben släl, vertröstet und versprochen baut, so banl wir beide 
unsere ingcsigele an disen brief gebenoket. Oer wart geben an dem ersten fintdage 
vor sant Johans baplisten dn^e in dem jare, do man saUe von gotz gd)Arle drAlsefaen- 

» bundert jare sebszig und nun jare. 

JKr. A. A. Q U. f. HL IBä. «r. wb. t. 9 $^ fmti. 



t Vgl. «far OtM Vorgingt ik tum JMir M JDii^ 790 (m ^68.) 



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iao9 



821. JCtUer K0tl JV hfieJUt der Siadt Straßburg, im Iniwtgt Ulriek ra» 
Füutinge» taut ^isl«« «o» «fer WeUeHmSU gegen Basel, dat die SÜfe Mm Zug 
übet Berg terweigeri Maie, heiwmtehen. im» jm M Imeetu 

Wir Kail von golea gnadin Ronuacher keiaer ctu allen eiailMi nererdea racfas 

und kung czu Behcm embiclcn dan buigemieialerD , c]pni rote und dtn bnfgam ge*- * 
meiulicli der stal czu Slrauburk, unsern und des reichs liebeu getruwen, unser gnad 
UDd alles gUl. Liebeu gelruwen. Waane wir beide mil uusern briefen und ouch 
gntar botacbaft gamanat haben nnd gebeten den rat und die burger gemeinlich der 
Blal CSU Baail vnb hilfe und dieoale nna und dam reiche gen Lamparlcn nnd über 
bolc o«i Ion, als das ander unser und des reichs freye stet getan beben, und we m 
uns das versessen haben und nicbl tun wolden, dovon so wellen wir von unsern 
und des richs wegen das von in gebessert haben. Und des enipfelhen und geben den 
edaln Ulrich von Vynatingen lantfogt au Etaaxien und Süaiew«! vou der Weylen- 
mul, unaern und des reioba lieben getruwen, nnaem vollen gewalt und nadit mit 
den selben von Basil un li solchen wandet und bcsserunge von unaern nnd dea reichs *a 
wegen cz« reden und czu teidingen und (»lu^h die hesseruuge incziincmcn, czu luii und 
CKU lazzcn giicher weiz, alz obc wir selber gegenwurlig wereu. W ere aber sache 
daa aie das nicht tun wolden, so haben 'wir in geboten, das sie mil uwer und andere 
unaerr und des riebe lieben getruwen hilf aie mit angreifen und andern uotdQrAigen 
Sachen, wie sie des bedürfen werden, von unsern wegen dorcsu h.iM« ii sullcn also a» 
lauge, bis das sie uns und dem reiche oder d- ii eccnnnlen Ulrich un 1 S'.islawen 
czu uusern und des reichs banden sulche vcrsiczuuge abe legen und bessern alz 
billicb ist. Und dorumb so gebieleu wir uwem truwen mit disem briefe ernstlich 
und veaticlicb und manen neb oneb bei den eyden und truwen, als ir una und dem 
reiche verbunden seil, sei daa sache das die selben unser gelruwen Ulrich und as 
Slislav czu den selben Sachen uwer hillV, ralcs und furdninge bedürfen werden, das 
ir in do mit wider die egenanlen vun Basil beige^tendig und beholfen sein suUel 
noch irr begerunge, alx oil und wie dik ir des von in erinanel werdet, gleicherweis 
als abe wir daa selbe an ucb Torderten. Geben csu Lude an aand Jobana tage des 
taufers, unserr reiche in dem drey und cswencsigsteni und des leeisertunips in so 
dem fumfcxebenden jare. 

ad niandalum cesaris 
Petrus Jaurensis. 

Sir, 8t A. Äk 11, er. ck Ut. paL «. fy. m «. Mypr. AL 

Altar rtg. «r. 47167. m 

82S. Biadwr Johann [III] an meiater und rat: Da er mil GAtaeman HAnicIi 
einen frieden hat von nunmootag über 8 tage, so «rsucht er sie die gegen GAlzeman 

erbetenon 8 plefen «hie nidenan» bleiben zu lassen. aDalum Benefell in vigilia 
bealoruiu Petri vi i'uuii apuslulonun. " [1!t69]^ Juni 28 Benfeta. 

Str. St Ä. AA 1402 nr. V>2. oi: ch. M. cl. c. sig. in r. im/>r. Mut. ^ 



1 IkUkr* MMk «r. 808. 



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laee 



823. Straßhurg an Kaiser Karl IV: bittet den Ritler Johann Eri« fW 
Preisgabe teiner Antprüche auf Jllkirck, Orafautade» und lUwicht rsheim zu r^r- 
unltutm. it399 Juli 2] > strMOmrg, 

Dem aller durehUkhligslem fbnfen unsenn gudigen herren herren Karlen von 

5 golz gnaden R6mschem keyser zh allen zileü merer dez rychs und künig Beheim 
embielen wir Johons Twinger der int'isU'r ntid der ral von Slrazburg unsern under- 
lenigen willigen dienst und waz \\-ir iemor wurdi und eren vermögeul. Gnediger 
bem. Wir Iwgereal nwere keyaerliche gnäde 3tft wiazende, das ber Johans Erbe ein 
ritter Bich angenomen bei und sich meinet aft nndenidiende der dftrfler ntekirche» 

jo Grafenstaden und lllewickersheim, gelegen uf der Ille, die da in jilandes wisc und 
von endern gnäden von dem RAmschcn ryclic pcnns7;cn liaiil lange zil und inne 
und bar brahl die Zöroe und andere unsere erbero bürgere in unserre slat. Lud 
meinet er das i& lünde wider allen Iren willen, alae aie una (Arliobe geseit banl, 
und ^Uter die gnAde, die ir nna und iinaern bi^g«rn getln «nd Aber aJUlioha pftnt- 

15 güter gegeben hanl und sie uns mit uwerm versigellem briefc gncdeklichc beslöligel 
haut mit uweru gnädigen werten, die alsiis dar inne stSnl: «daz wir die gnäde babenl 
gegeben und getan den bürgern zü älrazburg, daz wir in banl besleligel alle die 
leben nnd prantg&ler, die ate von una und dem ryche banl, die ir ingeaeaien faurger 
inne und bar brahl bant Inta uf diaen bAtigen dag. Und wellenl und gebietenl 

M bi unsern bulden, daz sie nieman dar an irre noch ensurne nft oder bar nach* in 
denbeinen weg. Und were daz dar über ieman da wider d€te, der sei in unser und 
des rycha ungnäden sin.» Der öch die selbeu unsere bürgere von der vorbenauleu 
dricr dörfler w^en vormals genoaien banl gegen d«n hoberbomen ftolen und 
bcrren beringen Rftprebten dem ellem von Ftoyem, der aelbe berre Och afiUidie 

n Torderunge von der selben dArfTer wegen an sie helle. Und doch so erscbos in uwere 
gnSd«' alse schimberlicbe da inne. daz er sine meiniinge dar unibe gegen in abe ge- 
la&zen bei. Und dar umbe, gnediger berre, so billenl wir uwere keytierliclie liucheit 
alse demfttddiebe und em^licbe, alse wir iemer mügent, dai ir uwere gnedige bol- 
schaft mit nwero offen briefen Ach wirdigen wellenl all tftnde an den vorgenanten 
m bem Jobana Erben und ime embieten. daz er von sinre vordemnge, die er von der 
drier dArffer wegen hcl, lasze und sich ir nhclu und uns und unsere bürgere, die 
die selben dörtfcr inne banl, von der drier liurlTer wegen lasze bliben bi den gnÄden 
und beatetiuQgen, alae wir von uwerre bocbeit dar Aber hanl. Und nna die offen 
briefe bi diaem unaerm liott«i schidcen wollent, daz wir sie ime von nwem gii&den 

m entwurtent. und durch unsere flehige bt^le uwere wirdigen ofTen briefe geben wellent 
an den hocherbornen fiirstcn und herren den hoczogcn von HrfiLant und zu Lutzem- 
berg, den ir dem laude zCi £lsaz zä einem gemeinen vicarien gegeben und von 

•) hv nah Slw y i wIf Mw. 



■ Mtm TtriHttr mmr SUHmiiiftr ttST, 1898 md 138»; Wmtd «ari» mm JUcMlar «MHirt 
« 1366, Oa. 89, Danm trgiM tiA tüg$ Da Htr mf. 



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610 



uwern gnftdea geseteet hant, dai er ftch hem Jobant Eri>en und den, die ein ime 
helflient, verbotscbeAe, das sie Ton aöUchen vordeningen von der drier dftrfler wegen 

laszent, utul dn/. sie uns iinii luisorc bürgere laszent bi uwern golkden und be- 
slclipungen hüben. Diitnil n/.r.-i'iil ir uns und den seihen nnsrrn burgern eine 
sogelüti trosUjerliche guädo, der wir und uuscru bürgere uiiä wul gefroweu von ^ 
nwerre keyserlichen wirdi mägent. Uwer gnädige enlwuite begerent irir dar 
iiinbe wider cft wissende. Dalum Argentine feria aeeunda pnntma ante Üdalrid 
episcopi.* 

atr. St. A V. r (i. r-orp B Isd. SS ar. 81. mb. taata. Ami rti «am. eil. «itMU- 

rdcliai Verbesserutigeii. u 

824. Straüburg a» Kaiser Karl IV wd4rsel6eii ÄngelegeHkeit. pat» JvU 9,J 

Den allerdurcblAbligatem f&ralen unaenn gnedigen berren berren Karlen von 
gola gnflden RAmschem . . keyscr zu allen ziten merer dez rychs und künig zü Be- 
heim cmbicten wir Jnhnns Twinprr der meistcr und der rat von Strazburg unscrn 
undertenigcn willigen dicn^l urul wuz wir ietncr wirdi und eren vermügeul. Guediger u 
berre. Wir begerent uvere gnäde cft wissende, dac ber Jobana Erbe ein ritter 
Twdemnge bei an uns and unsere stet und an unsere bürgere, die teil baut an 
den drier dftrflem Illekircbe, Grafcnaladen und an Illewickersheim, daz wir und sie 
in nngcirrel laszen süllent an einem vare, daz er von nuwem uf meinet zfl machende 
ul' einem ilusze dez waszers der Ulen bi dem vorgeschriben dorlle zd Grafeasladen, w 
das docb almende ist und cft den andern almenden da aelbea geb&it nnd nie kein 
var uf dem seUxm wasier anders danne in almende wise gewesen ist. Und sider 
von uwern gnSden alle almenden z'i den gfttern r> IVi-nt, da sie gelegen sint, und 
(hl/. Iii mverrc wirdi und dem Rnmschcn ryclie ullewegeul also gewesen ist, und 
wir und andere, der die guter sint, der guädeu unlze bar geuoszcu baut, so bilteol u 
wir ttwere . . kejseriicbe bocbeil eise emsüidie und demftteklicbe alae wir iemer 
mAgent, das ir vns und unsern boigern, die ire gftter sft Orafenstaden und da bi 
ligende hanl, gnedeklicbe des gegen dem vorgenanlen bem Johans Erben vor sin 
wellenl nnd uns uwere winligen ofFcn Lriefe an in geben, da mit er gcwisel werde, 
daz er von sinre vorderungen, die er hei uuihe ein nuwe var da uf z& hhlendc und m 
sft machende, laszc und sich der sbelit und da von sie und uns und unsere bürgere 
lasse bliben bi den friheiten und gnflden, eise wir nnd sie von uwerre keyserlichen 
miltdceit und tn-h uwem vorfarn an dem R6mscben ryche gnedeklicbe verscheu und 
uns gegeben nnd heslrli|^i.l sint. Und kerent uwer kcyscrliche gniule dar zü, der 
wir 6ch wol truweul zii genies/ende, alse wir ocli nutze bar haut genoszen, daz er » 
von der drier ddrller und öch dez vares wegen sine vorderunge abe lasze, daz öch 
wir mit wiUigon mftte Iemer dest gem«r tftn welleiit das nwerre wirdi und dem 



1 Vergl. ein undatiertes i'aptercOHcept ähnJichen Wortlaute», in dem Bitehof Lamprecht von Speyer 
ttbtttH «riW, iie Sitte Ara/ü^myt beim Kaiter m mferaMMim. MtHdtrUMH nr, XL 



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1368 641 

ryche dienstlich von uns ist, olse öch wir mit gutem willon allcwcgcnt unlze liar 
getAn hanl. Uwcr pnodipc onlwurlc bcgercnl wir liur iin>l/c wider zü wissende. 
Dalum feria secunda {nuxiina ante ditm heali Liiiilrici e|)isc(jpi.* 

Str. 8L A.^. C. 0. Coipw B lad. 28 nr. IM', or. mb. lit. d. e. ug. m «. ii^. SO. 



» Graf Hugo ton Fürsie ulerg und Georg ton GeroMteci bekunden eine» 

Friedenfseihß smsekenBi*^^ Man» III w* Straßhtrff «nd der Stadt Sttvßinrg 
einer- und denen ton Smrnherg und Falkeustein andererseits Ms tum Iii. Ainjrs/. 

IHGU Juli 9. 

W ir grufe Ilug von FürbUiiiiherg herre zu ilusulalie und Gvurio von Gerolcz- 
it ecke verjeLeul [ireiter vie «r. 830 H» firide siel« bliben.] Und wA fidi der 
selbe fride weren unln cft unserro frowen dag der erren nfi x6 nehsle und den Ava.i§. 
selben dag allen Äo alle geverde. I.'nd wände wir [weilrr vie nr. 820.] Der wrtrl 
pepebcn an dem ersten meiildtige tuicli s.mt f"lrir!ips 4i<ige dcz liixholcs iti dem 
Jare, da man zalle von golz gubürle drützeheiihuuderl jarc äeltbzig und nun jare. 

tt Str. SL A. Ak IMB. er. mi. e. 9 tlg. peni. 

826. SdiAffiril von Liningen grafe s& RAekesingen Ibul ktind, dsss er mÜ 
Symonde herren sft Liehleniberg und mit meisler» ral und den bQrgern zn Stnsbui|; 
von aller der mtasebelle, die er gebebt von des landfriedens wegen, und von alles 

Schadens, verlnsleH und kummers wegen gerichtet, gcsfliliclitet und verfiühut ist. 

10 «Were uch daz der von Slrazburg uzgeseszenre bürgere denbeiure, den sie vür 
Iren burger bellenl, dise ribtiunge nit ballen wolle nnd mir das ▼erkindrt von der 
stelle wegen z& Slrazbarg wärde, den sol floh dise unsere ribliunge nit angin. 
Gcaebehe och das der vorgenanle her Symont oder die von Slrazburg von der 
wegen, die z5 dem vorgeschriben Imtfriden zu Elsaz gcliorlenl, gemanl würdenl, 

e> iM'Itf uf mich und die niinen zü tünde, und sie duhlc, dnz .sie dez vor iren eren 
liit ubergesin tnöhlenl, nach dem alse des sdben lanlTriden brief wisele, so mügent 
sie in wol also bebolfen sin, unlse das das ein ende genimet, dar nmbe sie uf mich 
getnanet werenl. Und sol doch dar umhc dise rihliunge und sunt- nit gebrodien 
noch gekrenckcl sin, also da/, sie mich duz vorhin viertzehcn dage laszcnl wiszen, 

*) alse iren eren wol anstäl an alle geverde.» SchAtTril siegelt; auf seine bitte auch 
sein oheim Burckart herr zu Vinslingen und zu Scbönnecke, der diese sacbe ver- 
neblet bat. Geben an der ersten mitwocben vor sant Uargaretben dage 1309. 

1369 JeM 11. 

Sir. St. A. 0. ü. P. lad. 166. or. mb. c. U ng. pe»d. 



m> ' Unter gleichem iMtium ein üchretben ähnliftten Worilnutn nu Bigchof Latnpftcht vom Spei/er, der 
mit Bf«VMh"« unter nr. 823 alt Aimerkung gegebme Schreibe» um Vingroeh» Mil ÄiNT 

«McM wmL — «*. Mft. lü. cL c «v> «> «"Vr. itL eibrntdorttObtt. 

81 



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642 



136d 



887. Friedrieh Abi von Seh sagt xnn linrgerrecht auf. jsuu .t„u •>■>. 

Wir Fridericli von golz und dcz slülrs zfi Roniri gnaden appt dcz « loftttrs zu 
SeUc tünt kunt nienglichcm mit discm gegcuMcrligen briefe, daz wir uil geben und 
geben hant unserr bargrebl aeft Strasburg. Und dei sft einem woren urk&ode so han 
wir unserr klein iogesigel gehencket an disen brieff. Der do geben wart an sancl % 
Marien Magdalenen lag in dem jor, do man sali von gots [geburte]' Irflzdienbftnderl 
und n&ne und aelitzig jor. 

mr. Bf. A. a. ü. P. lad. 971. «r. wk c «^r. pmd. 

828. Mlfitter und Sat entbinden den AH Friedriei ton Seh seines Bürgerrecht*. 

AVir Johans Schill der meister und der rat von Slrazlnirg embielen dem 
poisllichen lierrcn dem apjiolf^ dcz clostcrs zu Sels als lud) und gut. Alse ir nnser 
burger gewesen sint und uns daz selbe burgrelil ufgegebcn hant, also küiulcnl wir 
ücli, daz wir äch dez selben boigrebles erlassen bant und es von ücli urgcnomcn. 
Mit ttrk6»de dis briefes s& rucken verslgell under nnserre stetle ingealgd. Da- » 
tum vigilia beati Jaoofai apostoli anno domint 1300. 

8tr, 8L A-O. D. P. lad. 971 ar. 10. «r. «fc t». pei. e. stf. im 9. t'iyv. dtL 

829. Markgraf Rudolf von Baden sichert den Slraübitrgera freies Geleit ai'f 
iO Jahre sv. 199» Avvut^ ^ atramburg. 

Wir Rudolf von gols gnaden . . marggrafe zu Baden verjcbcn und bekennen ^ 
oiTenlich au diesem briefe f&r uns, alle unser «ben und nadikomeo und Ifiiil kuot 
allen den, die yn ansebent oder borent lesen« das wir uf den lag. als dirre brief 

geben isU mit dfu crsamen wiscn . . dem meislcr und dem rale der slal zu Sirazburg 
recht und redelich mit wol boratein niflle und üuch früiillich über ein komen sin und 
sie widcrumb mit uns von ir selbs und allt't geiueinde wegen als umb daz geleyt 
in unserm lande, also daz wir uns und uiiscrm lande ze n&lze und ze eren allen 
kouflftten und gemeinlicb allen den, die durch ir noldorfl mit ir kouAnansohatz die 
lanl und slrazcn buwen und wandeln muszen, wannen beroder von wollicn landen 
sie komt-n, die durcli unserr Inril uf odir alic farn, fry strazen, frieden und schirm 
und güt geleyt irn üben und guten iu eiuie sielen blijdicben wesen üfgelan. geben ao 
und verlubeu haben. Und geben daz mit diesem briefe zeheu gantze jarc die nec-bstcn 
se seien nach giSI diz briefo von unser vestjf graben an die Hart durch unaar 
land (if biz obersyl unserr slat Slalbofen, so verre unserr geleyl gel, mit der be» 
scbcidenlieit und gcdinge, daz von icglicliem jdierdi', daz koufmansclialz treyl oder 
zühct, cz gee in wagen oder in karcli»-. uns, unsern erben und naclikoinen oder ^ 
unsern ainplluten, an die wirz setzen, uf der selben slrsze in dem Vorbescheiden 

•) r«W. am. 



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1869 



643 



sU ttnaera lande« awene sdifllinge gAler Strtzburger phennige xe solle werden und 
Valien sol ane wiederrede, ane fftrüini vnd ane alle geverdc. Und das selbe gdeyl 

und die slraze sollen und wollen wir und unser nnchliomcn golrftwelich scliirmen und 
alzit iu gülem frieden ballen, das alle die. vuu den uns vensull wirl ah Vorbe- 
scheiden ist, sicher und ttobesorgel da swisdien in den lil sin sollen ane alle gc- 
verde. Wurd aber dar über ddiein koufinan, wer der were, in diesem ail unsers lands 

und geleyts beroubl oder geschadigel an sinen haben und gQten, daz gluben wir 
by gölen Iruwen mil der ki'iiilliclicn name für uns, «lle uumt erben und iiiiclikonien 
fif zc ricblea und zu wiedcrkereu und alles daz dar zu ze lünde, ab ob uns daz 
adber geschahen w«ra ane alle gevorde. Und des «ft einr gftten steten sioho'heit an 
geben wir allen konttftten und gemeinlioh allen den, die also ir noldorft durdi 
unser lant sAchen, werben und wandeln tnuszen, diesen brief mil nnserm eygen und 
anbantrendem ingesiglen besii,n lt. Der g( l)cn ist zu Slrazlinrf,^ an dem ncclislcn 
soutag nach unser fröwen lag der ereu uacii Crists geburle, do mau zaile druzeheu- 
hnndert jare und in dem nftne und seebtzigi^^leni jare. 

Str. St. A. G. U. P. lad. 263. or. vtb. c. »ig. pend. 

Maritgr. Ay. «r. XMV. 

899. SlisIsT von der WilenmAlen lantvogt in Eilsaai an meister und ral: 
Johans Erbe bat ibm den brief des bcrzogs von Brabanl vorgelegt, in dem ibm ge- 
boten isl, »diiz ieb in (Job. Erbe) sülle setzen in gnwall ninl in f^ewer di r dürller 
Vlienkin lie, rirafensladen und Yllewikersbeiin und in dar iiine seliiriae und banl- 
babc. Dez wil icb gehorsam sieu. Un bei her Jobaus Krbc daz gell ligendu an 
der mAnsaen in uwere atat. Do bitte icb äeb emeälicben, das ir mit uwera bürgern 
ndent und sü undcrwisent, da'2 sü daz gell nenienl, also irc briefe aagenl, und in 
fürbaz ungeirrel lassent. Dunkel aber hü, duz in unrcbl gescbcbe, er wil in vor 
unsernic lierreu dem keyser oder vor iiiiuie lierren dem bcrlzogen von Brabanl 
oder vor mir allez rebles gehorsam sien. Uwcr aulwürte. Uebea an dem menlage 
nach unsere vxowen tage, also s& z& biuid Ar. fIM9 Juigmt IM.] 

atr. ft. A T. C. a. Coip. B lid. ta. or. «ik. m. d. c «4. in impr. id. 

831. ÄMfriMunff ßr die HtrtSg« von Oesterrtiei. 1390 Auffiui 20 und 9J. 

Addo domini 1309 feria secunda posl feslum assumpciuuis beale virginis Marie 
snb domino Jobanne dicto Schilte magtstro do wurden! dise hie nacbgeschribeu per- 
soneu gemüsieri, mit den man diende den hertzogen von Österriche. 
Ilem Ikriliullz sw;tri/ bcngcst von AUeukaslel vAr 70 flor. 

» sin rul j)ferl vur 10 tlor. 
Ilem Üübarl sin grawe hengesl vür 70* flor. 
» sin rot pfert mit dnre blassen 40 flor. 
» sin val klein pfert v6r 14 flor. 



6U 1889 

Item Claus Junge nin swarlz liengest der hinekend vir 20 flor.* 

» ilaz wisze pferl vür li'J flur.'' 
» daz kk'iü swuil/.c piVrl vur 1(] Jlor.*^ 
Ileiu Cluuä vua Rudhcim siu swurlz hvngeäl vitr 80 flor. 

• sin bninrot preit vAr 28 flor. • 

• siu kleiu brunrol pferl vür 8 lib. den. 

lU'in JiU'iil) vnii Uo.slieim sin rut hengest vür 50 flor. 
» sin briiiirol jifiTl vür 'M llor. 

• hin kleiu bruiiu pfvrl vur 10 llur. 

Ilem UeiDtxemao Swob sin swarts blassebte beugest v&r 110 flor. to 

• sin sworlz pftTt vür 15 lib. den. 
» sin rot pforl viir I!.' llur. 

Ilcni ReinboU V'ilbrh<' ^iu .^^wurlz lieugesl uül drieu wiäxeu fuszeu vtir 40 flor. 

• &ia rol biller vur ü lib. den. 

» sin brunrol pfert vAr 15 lib. » 
Ilem Bärokelin von Kusheim sin inusvar bengesl vAr 50 flor. 

• sin bninrol kleine jjferl vür 8 lib.'' 
» sin nuUel bninrot jiftTt vür 20 llor. 

Ilem Wernlin Slurckeliu »in vul hengcäl vür 16 lib. den. 

» sin swarlz pferl vAr 20 lib. m 

» sin rol pferl vär 8 Hb. 
Hein Sifrii Solioppfi lin sin niusvar beogesl vür 16 Üb. den. 

» sin rot iiI'ltI vür L'8 llur. 
> sin brun biller vür 8 lib. den. 
Ilem St&mielin sin grawe bengesl vAr 20 lib. b 
» sin swarls pferl vAr 16 lib. 

» sin grawe klein jiferl vür 11 lib. 
Ilem Hcnselin Welzel sin wis hengi-sl vür 18 lib. 
» sin rul pferl vür 10 lib. den. 

» sin swarUt pfert 10 lib. m 
Item Heintseman Enobelflcb sin rot beugest vür 60 flor. 

a sin brunrol pferl vür 18 lib. 
» .sin swartz jifi rt vnr '■)() lib. 
Ilem Wülfelin Derlin sin swarU bengesl vür 25 lib. 
» sin Tal selten pfert vAr 10 lib. at 

• rin klein rot pfert vür 0 lib. den. 

Ilem Wüllcr Mosung .sin rot bengesl vür 30 Ub. 

» siu bruiimt pfert vür 15 lib. den. 

» sin bruarul pferl daz kleine ucb 15 lib. 
Ilem* Fritscheman von B&tenheim sin rot bengesl vAr 70 flor. «> 

•) d«r— flor. Mgttcinth» f*r Antckttr, 40 flor. I>) für ittrOMr. 30 flor. ej /kr dmrtkitr. 



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1988 



645 



Item sin rot pfert vAr 5 lib. 

» sin swarlz pfcrl vür 3 lili. 
Ilem" Heinrich W. pi r rmun swarU blasseUl heagesl vür 18 lib. 

» siu'' äwarU pfcrl \ür 11 iib. 

» sin Idein swaHs pfert mit eime bleaselin T6r 5 lib. 
Item CAne in Obergssse sin rol hengwt vür 15 Ub. 

» sin swartz pferl vür 10 lib. 
Item JoliHit«! von Dcliugen sin rut bengesl vor IS lib. 

> sin rul plerl vür 12 Iii), den. 

• Ileni'Br6nUo von SlAffenberg sin grawe heogesl vur 15 lib. 
» sin grawe mittel pfert v6r 9 lib. 
p sin klein grawe pfert vür 7 Ii!). 
Ilem Franlze von Wickorslioin» sin rül<= hengesl vür 14 Üb. 
u sin rot ere beugeäl vür ^2 lib. 
» »sin klein rot pfert vAr 12 lib. 

Item Abrebl Borggrafe sin rot hengest vür 20 lib. 
» sin swarlz blassehl pfcrl vür \'Z lib. 

> siu gros swarlze pfeil vür 12 lib. 

Feria lercia.* Auf. v. 

» Item Wilhelm Nope sin swarts beogcst vAr 40 guldin. 

• sin grA pfert v6r 32 flor. 

» sin klein grawcs pfcrl vür 7 lib. 
Ilctn IltMiselui Ikickir Claus scligon .lUii swarlz lii-ugcsl vür (!(> tlor. 

> biu iilu-selil vulrul pferl und siu gruwtä pierl iegltdies vür 14 lib. 
Ilem H«Dlselin von llasemAnsler sin rot heogest S5 lib. 

• sin swarlz pfert vur 10 lib. 
» sin klein sworlz pferl 0 lib. 

Ilem* Riidülf von Vegcrslieim sin swarlx heogesl 6(1 flor. 

> sin swarlz pferl vür 11 lib. 
» sin grawe pfert vür 10 lib. 

Ilem Wilhelm von Schönnecke sin swartz bengesl v&r 2S lib. 
» sin rol pfcrl vür 10 üb. 

• sin wiz zellemle plert vür 14 lib. 

Item Cüntzelia von ilagenowe sin grawe bengesl vür 2ö lib. 

> sin rol pfert v6r 12 lib. 

» sin grawe pferl vür 6 lib. 
Item Erbe von Scbiltingbcim sin grawe bengesl v&r 14 lib. 

» sin wis pferl vür 18 lib. 

» sin klein wis pferl vür 7 lib. 
Ilem Heinrich Burggrafe sin rot bengesl vAr 60 flor. 

» sin swarts pfert vAr 18 flor. 

•I mm AmA ij» trtm b) Uttrmtk gtitr. ktein. c) fHtr, htm. d) iuicKUf. feria 
■vital. •) m Sami» tm Kmt, 



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Ilcm sin klein rul pferl vnr 16 flor. 

Item ll<izi-l h^rn I!e(ze1 Marx sun sia rot hengesl vür 30 flor. 

» siit rul plert vür lib. 

» sio swarix pfert vür 8 lib. 
Item Symool vod Schftnnecke nn swarts iMUgesl Wir 30 flor. 

• sin rul blaschl pfcrt vnr 36 flor. 
» sin grawc [ili rl vnr 'S^ llor. 

Ilem IkiotziMiiun Kriul'ugel siu bruurol beugest vür 20 lib. 

» sin wis jiicii vüt 16 lib. 

n nn growe wis pfert vir 7 fib. 
Item Hcnsclin Rebestuk sin swarts beugest TAr SO flor. 

» sin rol pferl vür 30 llur. 

» äiu musvar pferl vür 12 lib. 
Ilem Hügdin Rebestolc sin grawe bengesl vAr 25 Üb. 

» «in rol pferl T6r 13 lib. 

» sin grawe kU in pferl vür 0 üb. 
Item Herman Ilüffelin sin swarU Uengest ?är 18 Ub. 

u sia rot pferl vür 8 lib. 
Ilem Henselin Book sio grawe beugest TÜr 35 lib. 

> sin rot blessebt pfert vAr 20 lib. 

• sin klein rol |>ferl vür 12 lib. 

Ilem Tboman von luidin^en siu rot plassebt Iieogest vür 50 Ub. 

> sin swarU pferl vür ~0 lib. 

• siu bruurol pfert vAr 6 lib. 

Ilem Sifril Klobelöcb sin wtsgrawe beugest vAr 35 Ub. 

» sin brunrul pferl vür 16 lib. 

» sin val pferl vür 8 Ii!). 
Ilem Lawelin Lamparier siu lul beugesl vür 20 lib. 

B sin gruwe pfert vAr 10 lib. 

» siu swarts pferl 7 lib. 
Ilem R&dolf Voitze sin gruwe liengest vAr 20 lib. 

» sin brnnrol pferl vür 8 lib. 

» sin klein grawe pferl vür 6 lib. 
Item IlAgeliu von Heilgenslein sin grawe beugest vAr 20 lib. 

M sin wis pfert vAr 8 lib. 

> sin swarts pferl vür 8 lib. 

Ilem Erwin sin rolgrawe hengesl vür 40 flor. 

» sin brunrul pferl vür 15 lib. 

» nn swarUc pferl vAr 8 lib. 
Ilem Peter von Gftdertbeim sin swarts beugest vür 20 lib. 

» sin grawe pferl vür 10 lib. 
Ilem Jobaos von Bülacb der böblman sin swarts erbeogest vür 50 üb.* 



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1366 



647 



Item sia swarts pfert v&r 90 lib. 
> an Udn swarte pfert v&r 11 Hb. 

» sin swarlz zellen pfert viir ]>< lib. 
Kein Rcinbolt Hiltebrnnt von Mulnhcim sin swartz blasschl lieugesl vür 40 ilor. 
» sin swarts pferl vür 32 Uor. 

» HB klein swaru pfert mit dme vissen Uestelin v6r 8 lib. 
Ilem ber Wernber Stonn sia swarli beugest TÜr 30 lib. 

» sin valrol pferl vür 10 Ilor. 
» sin musvar pferl vür 10 lib. 

flh". ft. ^ 0. n. P. lad. tO ar. 1. OkiAmUitt Ji^*tkhmi$it «uf Papiir. 



fünf Jahre auf, iat» Anftu* 99, 

Wir Jobans Scbili der meister und der ral von Sirasbarg veijebent und lunt 
knnt meqglicben nil disem briere. daz wir von iinsero der gemeinden mitenander 
und unserer sielte wegen zu Slra/hnrtr tlie sohs jndcn, die liictmcli ppsHiriben slant, 
mit oamen Vifelin Arams sun, MannekiDl und Jacoben sinen swogcr von Spire, 
Dejot TOD Bergbeim, Symont sinen brudcr und Vivelio Mannen bruder von Worms 
begnadet banl und in odi die gnade beul getan, daz wir sie und andere Juden» die 
barnach zu uns in unsere stat zu Slrazburg komenl, zu uns genomen banl und 
och vürbaz in difsclbe unsere stat nenvMi wcllent und sie in (ItTsclIien unscrrc stelle 
schirm und gemeinen friden genomen und empfangen haut, also daz wir und 
unsere nacbkomen der vorgenanlc unsere sielte sie, ire frowcu, ire kinde und alle ire 
nacbkomen, dievile sie bi uns sesbafl sint, beschirmen und befinden sulknt und in 
beholfen sin glich und in aller der massen alse andere stelle bürgere und sie och 
also hanlhnbcn und sie in der massen hallen, alse der unlifsigellc hriof bewiset, den 
man von iren wegen alle jarc vor dem müusler swerel stcle zu ii.ihende an alle 
geverde. Derselbe brief och von worte zu worle und glich alsus gcscbriben stat: 
Unsere berren meister und rate, schASel und amroan sint ftberein komen, das alle 
juden, jftdio und ire kinde, die in unserer slat zu Slrazburg sesbafl sinl, in dirre 
iinserrc slctlc friden und schirm sin und hüben sullcnt, und daz wir sie hanlhaben 
sullent aise andere unsere bürgere; und waz in gcsciiilil, cz sie mit tudslegen, wunden, 
slaheode, stossende oder mit andern dingen, in weihen weg daz sie, daz suUenl 
meister und rat dirre statte in ribten nnd in tun glicber vise und in den rebten, 
alae obe es einem andern onaerm burger gascbeben were, und sallentocbsie umlie 
alle unfugen, so sie lunl, vor meisler und rat dirre stelle zu reble sinn nn 1 och 
liden und hallen, waz dieselben mcisler und rnl darumbe erleilenl. Und iliinunln' und 
durch die sunder guade, die wir in also und damit erzöget und getan honl, .-«o sint 
die vüig«aante sebs Juden gegen uns und ans«re stat baft worden und baut sieb 
des nnversisbeidenliebe verbunden, du sie oder wie Mtael under denselben sebs 



648 



laea 



Juden bi uds in unscrre stal werent, uns und derselben unaerra slal geben sallent 

Mm. m. diso nchslen fitnf jare, die sich anhaben sullcnt ku saol Mnrlius dage des bischofes 
der zu nelisle koinel, alle jnre dipselhe fünf jflre uz druliundtTl guler und swerer 
Ptr. u. guldin, den halben teil icgliclics Jarcs derselben guldin zu wibenahleu und den 
j¥ia ji. «ndern halben teil zu sant Jobanses dage su sAnegihten. Und snUenl och sie und * 
ieglicher huswirl und bua(h»we mil iren wiben und umberaten kinden alleine, die 
under in und andern Juden und judin in unserrc stol ^cslüift aint und tin «dient, 
olle jnre diewile sie l»i uns also seshafll und wonondc siiit. uns und unserrc slal 
geben von der juüeu liirclibuf bi unäorre slal gelegen, den sie och diewile nutzen 
und niesaien suUent und ira wonunge darinne halwn, ein pfunt Strazburger pfennioge u 
au sinae. Also venne sie uns und unserre slal bringen! und gegebenl iftnflinndert 
jirmult' Sirazbnrger pfenninge unibe dax, das sie den kircbbof damit von uns ledigen 
wellenl, dnz sie och wo! tun rnri^'cnl so sie wi lletit, (ln< li so uns danne (Irirtiach 
keinen zins ffirbaz davon schuldig suUunl sin vurbuz zu gebende in denbcinen weg 
an alle geverde. Sie suUent ocli diso nehsleu fünr jare die herren von Oetingen irre u 
sehen marcke Silbers und ntisern herm dem bischof von Strasburg ainre swelf mareke 
Silbers oder alsc man mil imc darumbe (libcrein kotnel uzrihlen. Und darüber und 
über die Satzungen, die wir und unsere stol über jutleii und Jüdin beschriben und 
geniachet liant und ol.sc sie an unserre sielte buch und anderswo beschriben slanl, 
suUent ytir noch nieroan von unserre sletle wegen ri» weder trengen noch nötigen m 
in den vorbenanlen fAnf jaren denbeinrebande gut zu gebende noefa zu dienende in 
deubeinen weg an alte geverde. Doch also waz Juden oder Jüdin über die vorix iianlen 
selis Juden und die zu in gebftrent zu uns in unserrc slal koment oder k unen 
welleiil, daz wir mit den überkonien mügent, wie uns dunckcl, daz ez uns und 
unserre slal allcruulzlichesl sie. und sol och daz an dise salzunge nil gan an 
alle geverde. Und daz diz gantz veste und stete blibe die vorgescbriben fOinf Jare 
US und s)so da vorgescbriben stat, darumbe so hanl wir zu einem Urkunde derselben 
dinge unserre slolle gros inpesitre! an discm hrief gflicnck'-l. Der wart gegeben 
au dem ersten dunresduge vor sant Harlliolomeus dage dez iieiUgcu zweltbüllen in 
dem jare, da man zalle von golz geburlc drülzehcnhundcrl jure sechszig und nun «o 
jare. Fol^t der Rat, 

Xach Sdulter, Konijftit. 1053. — Auch bei Lünig EA, XIV, 741. — Reg. bei Sdwpßin 

Jh. Ii, SGO, 



833. airaüljurg an den JteicAsterueser Weuzcl: biUet in der Slrnligkcil vm 
Illkireh, Orafenftaden md Ttlvfiekertheim im UnterHgitmtf. ii3G9 Augtiat 20.] ^ 

Dem bocljfjt h(irtin) fiirslcn und berioa herren Wenzeslaus von Beheim, heriznpc 
zft Lülzelnbiiig, zu Brabant und zu Lemburg, dez heiligen riches disit dez Lauipar- 
tischen gebirges gemeinem vicarien in allen landen, enfaietent wir Johafia Schilt der 
meiater und der rat von Strasburg unsern undcrlenigen gewilligen dienat und was 
wir iemer eren vermugent. Gnediger herre. Wir begerent uwer gnade sft wiasende, 4» 



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m 



dai her Jobaos Erbe ein ritler aidi «ngebomtfn het [tmier »utaiit muUiMiis 
wir %r. 82.1 bis zu dem TmumtH^ mu im Muri, Briefe, das hier ffhli.] 
Der gnodc!) i>cli die selben unser bui^erc von der vorgenanleii driger durfler 
wegeo vormals scbinberlich genossen ha»t. Und do von so het uns der frumine 
ritler her Slislav yod der Witenmülen, Isnlvogi in Eilsasz, mil sinen briefen ver- 
scbriben, das der vorgenanle her Johans Erbe bi ime gewesen ate und gea&iget und' 
geenlwürtct habe uwer briefe, daz ir imc veraohriben und geboUen liabcnl, daz er 
in setzen süIIe in gewnlt und in gcwcr der vorgenaiilcn drif^cr di')rflcr nnd in dar 
inne schirmen und lianlhabcn, daz er och gehorsam sin welle. ' Und dar umbc, gne- 
digcr herrc, sider wir sundürliciien grosse boiTunge und gut versehen zu üch baut 
und ir «08 Ach tatet IrflaUicben versigdtmi briefe gegeben bant, daran geacbriben 
etat, dax ir uns und nnaar etat bi allen rehlen, friheiten, bantvesleD vnd g&len ge« 
wonheilen, die wir von R'inioscluMi kcysern und kunigcn von allen und von nuwcn 
»ten erworben hant, ungeliinderl lassen wellent und daz ir uns schirmen und bc- 
friden wellenl vor allem uurehlem gewalle also verre ir künnenl oder mügeul, also 
daz die abegeadirift des selben uvera briefes viael, die wir nwere wirde bar inne 
aendent beslossen, ao InUent wir uwer helfberlicbe gnade also flisseclich und 
cmcslich also wir iemcr mugenl, daz ir uwer wirdige verfeiifjliolio bolschafl liiii 
und senden wellent an den vorgcnanlcn hern Stislav den laiitvogl, daz er von so- 
lichem bigcslaude sie, alse er dem egcuanlcn bcrn Juhans Erben von der dorfTer 
wegen bigeslendig meinet s& siende» und sine helfe ime dar nnb sft l&nde ab und 
underwegen lasse und uns und unser barger lasse hüben biden gnaden, rchien und 
frihcilen, die wir und unser stal lianl und uns gesehen und liestetip» l sint, nl.sü do 
vor ist bescheiden, und daz nch er den vorgeschribcn hern Johiins Erben nnder- 
wise und crefleclicbe dar z& halle, daz er von solichen sinen vordcrungen, so er 
wn der driger dßrfler wegen hei, bisse und sich ir abe Ifi, ond das 8ch ir des 
uwer erneslichen creftigen briidh geben und senden wellent an den vurgescbriben 
hern Johans Erben, daz er von solichen sinen vordcrungen sie. Und kercnl uwer 
gnade zu discn sachea, daz wir und unser bürgere bevinden miigtnl, daz diso unser 
emesliche bete ana und in gegen uwern gnaden wol erschossen habe. Do mitte er» 
aöigeat ir ans eine sogelane trostberliche gnade, sA der wir uns iemer wol ver- 
sehen mngenl, und daz (Vh wir mit gülcn willen destc gerner. tftn wellent. waz 
wir wisscnl, daz üch und den uwern dienesllich von uns ist. Uwer genedige enlwi'irlc 
begerent wir wider zCi wissende. Datum sabbalo posl diem beati Barlbulomei 

aposloli. • . ' 

Ar. A. V. <X Q. Corp. B lai. S6 wr. 81. c«!p. ct. eoafv. >\ 

liurrjiard Schonp vnd andere Schü/p'» hezeuyth den T^)-triJ.'i.<;pntrh des 
Straßburjfcr Rate* in einer Klage der Backer gegen die Qremper wegen Broiverkaufs. 

Allen den sy kunl, die disen brief an aebent oder bAtant lesen, das die brot« 
bedcer gemrinlich von Iren und dea selben ires anlwerokes wegen vor meiater und 



t VergL nr. 830. 



88 



660 



1869 



rat sft Slnsbai^, do Johans Schilt meisler was, ansprodient die gnmper gemein* 

lieh z& Slraszburg und gremporin, dit; do brot veile hetleot, dts a& ilber das, das 
sü kein brol verkoiifTcti nwh veilc hüben soltent, es were dcnne in zwcy Icilc 
g*'snitl('ii, sü brot verkoiiflciil und abe iegeiichcm nuwonl ein blctzclin sniltenl, das 
in und irem aulwerg ein schedclicb ding were. Und bellenl ouch die brolbecker ^ 
Tonnols an geiatUeben gerihte den grempera und gremperin an erkobert, das s4 kein 
gantz brot Teile beben sdlent und es wer denoe in z[wei gesnitlcn]' ; und werent 
oucb dar noch sü zu bcdcn silcn vür ineisler und ral, die du zu mole woroiil, es 
kunicn und bellenl [die| * do zfi male erleill. wollenl die greinpcr und gremperin 
nül Siele hüben, abo in die brulbecker au erkuberl hcllcDl, das sü kein ganlz brol i* 
sdtent yeile beben, es were dcnne in swey gesnitten, das sA es wider nmb vAr 
geistlich gerihle komeu soltenl, nnd wiaetent ouch t& do bin, also ouch der brief 
beseit, der dar über gemabl were. Do vonmlwtirlen es die grempcr und 
gremperin pcnicinUchen zu Slaszburg. die <io brul veile hüul. und sprociienl, es 
were arm und rieb ein scbedelicb ding, sullenl sü kein brul zu merkele legen, es » 
were denne vor in swey gesnitlen. Es were wol mAgelicb, das sä kein brotTerkooflenl, 
daa gante und ungesnitlen were. Noch chige und antwurl nnd noch dem, also die 
vorgenanlcn meister und ral das verhortenl, do kornciil die selben meister und rat 
mil rehter urleüc un ollem gerihle über ein und sprocheiit es ouch zö fehle, das 
die greuper und gremperin debcin brol süllcnt zu uierckete noch ziü gerihle legen, m 
es sie deane vor b zwei halbe teile one alle geverde gesnitten und geteill. Wer oucb das 
ieman brol in den hüsern in iren gadeinen, kelren und do sü es nAt zft gesihte ligende 
hetlenl umh sü knntlen wolle, das süUenl sü nül von der haut geben, wcnne sn 
sullenl es vor suidcn, also do vor isl bescheiden, oder es aber also gesnitlen zu 
merkele uud m gesihle legen und es vcrkoutren une alle geverde. Missefiele aber «* 
teman solicbo gante brot, das die grcmper und gremperin in inn hAsem, gademen, 
kelren und nAl sft gesihte Itgende bettent, und das ain das nAl wolle, dem es ge- 
Zügel isl, und es do liesse, so niügcn sü das brot wider uml) also ganlz in legen, 
also weiiuc sü es verkoullen und von der Laul tiehi'ut oder zu gesihle le^en wellenl, 
das sü dennc die brol vor snideul, olsu do vor bescheiden isl one alle geverde. Und «> 
wdicber gremper oder gremperin das brichet, die aAUent dem rate besaem sehen 
Schillinge jd^ige. Und gebntten ouch meister und ral den grempem und gremperin 
das zö tflnde und die urleile slete zfi habende in alle die wise, also do vor isl be- 
scheiden one Lille geverde, und das ouch meisler und ral hülc dar über sellzen sol- 
teol, durch das desle bas gehalten würde, also vor iäl bescheiden. Und sider wir ss 
Burchart Schoup, Rftleman Swarber rillere, Johana Kurnagel der amraauneister, 
Johans Heileman, Gdtae Wilhelm, zwene alte ammanmeialere, und HAgelin TAtedi- 
man bürgere und acböfTele s& Sims/burg liie hy woren und es aohent und horlenl, 
das die vorgcnanlen mcisler nnd rat erleilten in alle die wise, also Torgeschriben 
Slot, wanne wir oucli do zü mole in dem rate worcul, so hanl wir zfi einem ur- «o 
kAnde unsere ingesigcle durch belte willen in sebftflfels wise an disen gegenwer» 
tigen brief gebenckel. Der wart geben an dem ersten samstege vor saol Ualhens 

■) PfyiVr am Jttmde mtgtriut». 



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1361-1308 



m 



tage des heilgen sw^Ifbollen in dem jore, do man zalte vod gols gebArte dr&tidien 

hundert jore sehszig und nun jore. Und sint dirre hrii-fc zwcne gliche, der einre hy 
den brotbeckera und irem aulwercke und der ander den gremperu, die brol veile 
haut, blibet. 

8lr. St. A. Q. D. P. Ud 11. «Djk ch. um. 2UV. «xttuU. 

835. Ihr Lendvofft Stitlst tom der WeiUnmühl an Str&ßburff : hiUet Jokanrt 
Srh« iH Efietthaiff von IlUurdi «. 9, ». ieiM^idi zu sein. 

[l.lCa <>rtober :ij Iliiyinau. 

Minen dienst bevor. IJerre der mcister und der rat. Ich lasse üch wissen, daz 
mir min bore der hemog von LAcsemburg aber emsUidi vergcbriben und geboten 
bat mit »nen offen brieven, das icb bern Jobans Erben by den ddrflera IlIeldicheD, 
Gravenstadcn und Illcwickersheim mit irre z&gchArden sülle schirmen und banlhaben; 
ob in ieinan dar an wolle irren. Den geboten ieh nch wil und sol gehorsam sin. 
Davon so bitte ich üch mit allem ernst, daz ir mit uwern burgern, den die döriler 
stnnt, emsüich ledenl, das aft ir gell nement, wan in des ber Jobana vorgenanler 
gahoraam ist, und das sA in ungeinet lassen an den vorgenanten dfirffem und den 
nAcsen die dar z& h&rent iemer durch dienst. Dunckcl aber sü, daz in uorebt oder 
zu kurcz geschehe, er wil in des rehten vor mime herreu dem keystT oder vor mime 
obgenanten herren dem hcnsogen alle -mI gehorsam sin zü lünde. Öcb wisseot daz 
inir min berre der berzoge gesendet bat den brief, den ir im santenl tob derselben 
d&rffer wegen. Des sende ich Acb eine abachrift mit disem brieve. üwer anlwüri 
▼erscbriben. Datum in Ilageoowe feria quarta post Uichadia. 

Stjslav von der WjrtenmAhl 
iantvogt sft Elaasaen. 

[In rerso] Den ftommen wisen dem mdster und dem rate sft Slradmi;g, minen 
g&ten fründen. 

Ar. 8t.A,^.C 0. Corp. B lad. SB ar. 80. «r. A Uk A e, $ig. i» ih üttgr» id. 

836. Bischof Johann [// oder JJJi] an meisler und rat : Wie seine gelreuen 
herr Jobsna von Ohssenstdn decbsn und WerKn von Laodesbeig vilstAm sebon ver- 
bsnddt haben, so bittet er jetxt, LAldt von Mülnbeim anzuhaUen, dasz dieser den 

biscliöfl. bürger Lauwelin Zappfclresze von BencfeU ungenötigt lasse, da der bischof 
für ihn tag und sloode zu leisten erbötig isl. ■ Dalum Üenef'elt feria sexta putst 
Micliahelis.» [13Ql*—i:iG9 Octcber 0] Bt-nfvld. 

fitr. 8l,A,Ak um ar. 119. er. eh. Itl. «L « Mtg. m v. u^r. mif. 



> 060 



6SS - laeo 

837. ffeinrick von Lxchlenherg der jüngere scAließt nui Strußburg einen 
Vertrug «oi» Jahr« iber QeleÜ und Zoll von Kaufmannsicaare in seitiem Lande. 

J369 Oetober O füraHnhurg, 

Wir Heinrich herre von Lielilembcrg der jünger vcrjohcnl und bekeuiieul of- 
fenliche an disem briefe v&r uns, alle unsere erben und nadikomen und l&nt Imnt c 
allen den, die in ansehen! oder bftrent lesen, das wir uf den dag, alse dirre brief 

geben ist, inil den ersaincn wisen dem meister und dein rale der stat z& Slrssburg 
rchl und redelich mit wollHHlahlcm möle und öch frünlliche üborein kotnen sinl 
und sie widerumbe mit uns vou ir selbes und aller gemeinde wegen aläc uiabe daz 
geleite in unaena lande, also das wir una und unserm lande sft nutift und x& eren <• 
allen koufl&len und gemeinlicbe allen den, die durch ir notdnrft mit irre kfifman- 
schalx die lanl und slraszen buwen und wandeln mfissenl, wannau bar oder von 
weihen landen sie koincrit. die durch unser lanl uf oder abe varenl, fry slraszen, 
frideu und schirm und gilt geleit iren lib«n uud guten in einem steten biipUchea 
wesend u^etAn habenl, geben und veriuhen und gcbeot Ach das mil diaem briefe is 
sehen gantae jare die nehsten seiende nach gyfl dis briefes von unserre vestin 
Liehlenowe die slmsse jensile Bynes durch unser lanl uf bilze oberthalben unaers 
dorlTes Lütcnslioiin, so vcrre unser peicitc gät, und dar zö (Vh von derselben unserre 
vestin Liehteuowe die slrasze uf gegen dem H;^ae zCt uuserm vare bi Krowelsböme 
über Byn unlse obewendig unaers dorffes CMfendotf bie disaUe Rynes, so verra uu* 
aer geleite Ach da gAt, An alle geverde. Hit der besoheidenhäl und gedinge, das von 
iegliohem pfiaida, das kAftnansohatz treit oder sAhet, ez gange in wagen oder in kiir- 
richen, uns, unsern erben und nacbkomen oder unscrn 8m])t!iilcn, an dir; wir ez selzcnl, 
uf der selben slraszen in den Vorbescheiden ziln uusers lundes sehse güle Slrazburger 
Pfenninge zA solle ward«i und vdlen aol An wideirede. An vAribm und Au alle gc» t» 
▼erde. Und das adbe geleite und die atrassen sAHent und wdlent wir und unaera 
Dacbkomen geiniwelich schirmen und alle zil in g&lem friden halten, daz alle die, 
von den uns verzollet wirt ulbc Vorbescheiden ist, sicher und iimbesorget da zwi- 
schent in den ziln sin sulienl än alle geverde. Würde aber dar über denhein k6f- 
man, wer der wera, in disam nla unaera landet und g^las barAbat oder gescha- m 
diget an einen haben und gAten, das globent wir In gAten tmwen mit der kAnt- . 
liehen nome vür uns, alle unsere erlx-n und nacbkomen uf zö rilitende und sA 
widcrkcrendc und alles daz dar zu zu tunde, alse obe uns driz sellxT gcscliebcn 
were än alle gcverdc. Uud dez zu eiure gäleu sielen sicherheil so geben wir allen 
köflüten uud gemeinlicbe allen den, die also ir nddurfi durah unser laut sAchen^ » 
werben und wandeln mAssent, disen brief mit unaerm ejgen und anhangendem in- 
^> :gel besigelt. Der geben ist z& Strazbuig an dem. nehsten samsdage nach sant 
Remiges da<;e dez hischofes in dem jare, da man salte von- golz gebArle drüUehen- 
hunderl jare schszig und nüa jare. 

A(r. A. A. 0. 0. P. l»d. 968. «r. vik t. a^. fcmi. 



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838. Um» Tkmaih^Ua trigt Sttümmmgen Uer ü* Jtesiieiap/tieU ihr 
tmUktr, jaw Oetcber JM, 

Miooiaos Spender preposilus, Jobaanes de Esgeneeke decanus totomque capitulum 
eodeflie s. Thome Arjgenttnensis nolom Admus tenore presentium mitversia : licet 
ft dodam slalulum salubriter in dicta nostra ecciesia fueril de ciinonicis prcbcndatis 
ejn^dem fpclosio ad ipsas prebcuJas canonicales rcccplis, de inchoando et conliuuando 
resideDliain persuualem io dicla ecciesia vel salteiu in civitale Argenliuensi per aunum 
coDtinoum, alioqtün id«m absens oenaeretur, nec plua eandem de prebenda sua red- 
pera debere quaaa abaeoa et qui nnnqnam reaidenUam personaleiD feciasel in eadem 

*• peroeptun» foret;* et licet hujusmodi statulum taliter a tanlo tempore, de cujus initio 
hoiBÜinni memoria non liabclur, per iios et noslros predecessores observatiim sit, 
vi DM hujusmodi receplo ad prebendaiu et in residcndu uxislcale ire liceal io pere> 
grinatione, ad studiam nee ad Romanam ciiriam, quousque residentiam oompleat 
prediclam: lamca qaidam eiurioBi diaoeplantea de biia, que non mnltam expediant, 

i> plus aapientea quam oporteat, non aobrie aed axoadaiiles mensuram contra duc tri- 
nam aposioli cniis^ti sunt propter oralioDcm exceptivom in diolo staluto cnntcttttHn, 
videliccl lianc : nisi in causa propria, que etiam talis el luula debd ess«, quod mcrilo 
presenliam sui requirat etc.. dictum atalutum inftingere et dietam r^jentiam dedi- 
nare io quaotum io ipais est» recipientea vera preacripla ui jaoenl, non atlendeoteä 

I» non in bujusmodi verbis scripluranim veritalem oondstere aed in seosu, non in 
Snperiicie sod in mednlla, non in sermonum foliis sed in radirc ralionis; nam 
plerumque, dum prolixiias verborum altendilur, seosus verilalis aiuillilur. Quapropter 
ne hujusmodi aerupulas «Iiis unquam lemporibua suadtetur et na atatuta codeae 
noatre ad oompodcionem morum et eodenastioe diadpline obaemntiam inventa ad 

*» dissolulionem carilatis, que conlinuo in nobis Yivere debet. a male intelligentibus 
trabantur, dcclaramus proplcr diutinain observantiam et inlcrpretutionem cjusdem^ 
dicta verba intellecta fuissc per dictos nostros predeccssoreü ac iutelligi debere non 
proul verba soDanl, sed ut extunc eidem receplo prebendalo in pcregrinatiouc, ad 

- aludiam et ad euriam Romanam ire lioebil, dicta peraonali reddentia complela el 

M ])erfecta, non pcrfectione in ficlione juris aed in fado consistenle ; slalueBtca inanper 
bnjiisrnodi noslram declarationem et observantiam inviobibiliter, nt nec quocunque 
Traudis commento intervenienle per se vel per alium impclrct lileras a sede aposto- 
lica sub quacunquc verborum forma nec utatur impetratis, per quas hujusmodi 
atalutum el declaratio presens ad ipeum tollt poadt, nee impetrel vel pro ipso impetrari 

» facial licenliam a noslro capitolo abeundi ob causus prediclas, nec ulatur lioenliä 
etiam sihi sponte vel alias a capitnlo conres^a, nlin.s jifr'nrus ^it. Inteulionis tarnen 
noslre cxistit, si bujusmodi canonicum prebendatum in re^jidcndo socundum modum 
premisäum existentem magna corporis intirmilate detineri conlingcrel, sie quod pro 
Kstauralione sanilatis pristine neoesaario de oonnlio medioonun balnea naturalia 

« vidtan habeat, quod tuofi aidem ire licebit vd etiam ad red^nduro ordinea aacras 



664 



laea 



exlre dTilalem, ubi per parvnm tempas opus est eum ee •baeotare, noetri eapitnli 

vel ninjoris pattis cjusJein licenlia priiiiiliKs poslulnlu cl obkiito, quam cideiu noa 
convcnil dotü'^.'iri, iif ptttiii-. <-;i[i|iin' inorlt m t'ju>5dern vidcannir quam salulem; el 
id ipsum iu mcdicorum .sullraguä extra civilatcm Argcutiueusem exiäleDliuai implo- 
nolÜs et in eisdera vuitaadis sc in canonici« prebendalis reeeptis bannitia aea » 
proficriptia, eisdem tarnen causam immediaCam hujusmodi bannitionis non preslanübus, 
observari volumus. In cujus rei teslimonium sigülum capiluli nostri presentibus est 
appensum. Actum die sabbati ante feslum s. Luc« ewangeliste anno domini 1369. 

Wach dem Druck hei Ch. Schmidt, ki$t. *« elhijh A $. Thoma$ STS f«M#fe «m«My0niAM>>. 



WM). Meinricli hcrn' y.n Liehtemberg der cller uud (^i^iiral »eiu soha luacbcn be- 
kannt, dasz sie «mit gt -^uuipier baut» •z& einem rehteo pfände veraeUet» haben dem 
neisler, rat und den bürgern su Slrassbnrg ihre «bürg Nuwemburg mit dem flecken 
und aller zfigehdrden» und ihre hülflc «an den zweien sletlen Brflmat und Buhswilre«, 
unter der hedinguiif,', dasz die Liilflr »nller gevello und nüczc» \on burf: und Hecken » 
Nuwemburg der sladl Slruszburg werden soll, — lur UUUO pfund Sir. pf. Zu mil- 
scbuldncru geben sie «die edeln hern Ülrichcn berren zii Rapollzslein, Fridericb von 
Gerollaeolte am Wasichen und Heinrieb von Gerollseeke berren ift Ure und dri- 
csehen riltere und knebte», nimlicb «her Bernacb von Kätzelsheiro, ber Gulse von 
Groslein bern G6lzen «iHl'"!) snn, ber Erbarl von Wunf^en rillere, Frilscben von « 
fjlwilre, Ciinen vun hiiplt u.slein, Joliansen von üeispoll/.beim, Wiibelni von Ürämal, 
lleiubcr von Br&iual, Juhans von Wallenbeini, Ileiiiricb von Waltenbcim, den jungen 
Bemaehen, Otlen von Ülwflre und Juhansen von Bume eddknehte» dasu bürger 
aus Brunial, Bubswilrc und Nuwemburg im namen der gemeinden. (Die berren 
von Licblenberg, sowie die leule von Brunini, Bueljsweiler und Ni uenburtr müssen » 

c 

mit eigenem leibe bürgen, «und wir die vorgenanto l'lricb bcrre zü Kapoltzslein* • 
Friedrich und lleiuricb von Geroldäeck, «welre unUer um selber nüt leisten woltc, 
legUcber swene erber kneble, die «A den wSpen ritenl und tfim sohille gebora aint, 
mit zweien pferiden an sinre alal« und die ritlcr und edelknecbte ic einen knecht 
mit einem pferd binnen l'^ Inpen nach erfolgler mabnung stellen.) .\. 3. Einlösung « 
isl iTsl ii;u'ii 10 jiilireii ^iv^liilU l. Wit. 3. Es ist auch beslimnU, dasz die bürg 
Ncui'ubuig niii Hecken «suilenl dcz mcislcrs, dez rales und der bürgere gemeiuliclie 
von Strasburg o^n bus sin zA allen iren noldArften und kriegen» <zfi glicher wise 
alse liellenl .sie dieselbe bürg Nuwemburg milenander und garwe in irre banl und 
gewall» für die nücbslen 10 jiilirü vom <lalum des briefcs. Die berren von Lichten- u 
l>erg dürfiMi sie wälirend dieser zeit und .solange sie nicht eingelöst ist, nicht ver- 
äuszern oder vermachen. Wollen sie dies nach den lU jähren oder nach der oiu- 
lOsung thun, so bat Strassbuig das Vorkaufsrecht. Die berren von Lichtenberg 
sollen auch Neuenburg in gutem buu erhallen auf ihre kosten und sollen es be- 
(Kden und behQtcn, «ez sie das die von Strasburg ein gesinde oder ieman von 4» 



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1868 



iiwn wegen daruf achicketeDl oder dAU. Aber die Straasbniger tsAUent ir gesinde 
und die iren verköstigen In uuscrn scbadcm. Verlieren die herren von Lichten- 
berg Neuenburg, so sollen sif n:; Siniszlwjrg die 0000 pfund zurückzidilen «oder 
süllent sie in aber uzwisen ul hulahcn gülcrn. damit nieisler und rat zü Slrazburg, 

t die danne siol, begQU{^el>, oder sie und die miiscbuldener süUeu wieder biirgscbafteu 
stellen wie oben «uncse an die atunde, das in davon voUelln wirl». Erwirlit Stroai- 
burg vom koiser oder soii^i soll, 80 darf es ihn nach Neuenburg legen und wihrend 
der 10 jähre oder bis zur einlüsung dorl erbeben, «und so! ofh uns und unsern 
erlx;n nuczit daran zügeluVen». «Und siillenl (Vb wir nocb unsere erbern uieniaune 

M anders gcslalten noch laszen nocb öcb günncn denheinea zol zu euipfabende noch 
A nemende zft Nvwemburg, da bi noch in derselben unaerre gewalt und gebietet 
in den 10 jähren und bis zur eiolOsang. Es sollen auch alle Hcbtenbergiaeben 
Vögte und amlleute zu Neuenbur^'^ srhwürcn. mcislor, rat und bürgern von Slrass- 
hiirg mit Neuenburg «gPlru\voIicli>' zii wortondc und giiiorsani zu sindc» wiibrcnd 

Ii genannten Zeitraumes. Siegel der berren von Lichtenberg und der miläclmldcuer, 
die den vertrag beschworen. An den ersten samsdage vor sant Gallen dage 1369. 

im» Oetoktria. 

Str. St. A. Bmfb. A 164. «atp. «t. «. XIV. acttmt. 



840. Bischof Jobann (III] an metster und rot: will, wie sie ihn gebeten haben. 
m gern dem von Rapdlstein von des landfriedens wegen schreiben. «Datum Benoevelt 
aabbato ante Oalli.» [1S99* OeUber 13] Btn/M, 

Str. St. Ä. kk 1401 nr. &3. or. eh. lU. cL c. »ig. in v. impr. mut. 



841. £«iter Karl IV hfieMt der Stadt Straßiwg, dem Qraf^ Ehrhardt 
WirUtmktfg pgetk Meine Feinde hiiuslekeu. 136» OeMer 21 XmiImn. 

K Wir Karl von gotcs gnadin Romischer keiser czu allen czeiten nierer dt-s ricbs 
und kung eni Behem embieten den burgermdstem, den relen und den burgern ge- 
ncynlich der «tat csu Strasieburk, unaem und des ricbs lieben getruwen, unser 
guad und alles gfit. Lieben p<'truwen. Uns hat furgelegl der edel Eberbart 
graf czu Wirleniterg, unser lieber getruwer, wie das in Hugelin von Rapolt- 

K Stein und seine helfer verbrant und aogritlen haben unerclagt und wider recht. 
Dorumb so gebiten wir uwem tntwen emstlich und wellen, das ir dem ege- 
nanten von Wirtemberg geüiuwlichen hdgestendig nnd heholfen aeit wider den 
VOIgenanten Hugelin und seine belfcr und oucb wider die, die in in dem Wiltbode 
vormals angriffen und ubervalien haben. Und lüt hieran nicht anders bei unaem und 



* JkUkH nach «r. ML 



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des riclis huldin. Geben eni Budjrsin an der ayndlcnausenl magct tag niimrr' 
riebe ia dem vier und cxwenezigstem mi des keisertuins in dem famfcxraden jare. 

per dwDinum IVagensem aTchiepisoo|Nim 
Pelrua Jaurensis. 

Sir. St. A. \\ 77. or. ch. Iii. jmt. e. tig, m v. impr. dd. 0 
Gedr. St^fiM. UB. II, 43. — Utibtr mr. 4787 u. 4903 naA Stnbd II, 413 u. 

842. Meister und Hat erlassen, eine MünzordHKny, 1389 Oetober MK 

Wir Eberliri v .n Sclionecke der meisler und der rat von Strasburg lunl kunt 
allen den, die discn brictf scheut oder gehörent lesen, das wir i'iber ein sitit kommen it 
mit Lern Hansen von Uroslein unserm Diünt<znieiüler und mit unsern Itusgeuoäsen 
und mit allen nnaem bürgern, das nyeman .dbeiner bände Silber von der handt 
geben sd, es sii danne soUdi silber, do mit man eigen und erbe waren möge and 
siie gezeichenl. Were aber das SS vier pTenninge zü urg were, daz sol ime nit 
sclindon. Were oucli fins dhoin unser bnrper nnder siU)cr von der handt gebe in ti 
der stall oder in dem biäLüw, «clicUer danne unser burger uil daz silber kommet 
und das ktotüoh nnd veriidi mag gemadien, so sdl das dlber veilora lian, es 
sii vil oder lutael, nnd sol ein fAnffleil werden dem rate, ein fAnftefl dem münss> 
meister, ein fAnfleil den Iiusgeno.s.scn mul ein rünfni-il den, [die]' darüber geswom 
hanl, nnd ein fünfTleil dorn, der dns silhiT nnprillrt. l'tnl sol ein linlp jor von der ^ 
Stat sin. Were ouch da/, ein silber angegritFen würde darumb, daz es uil gut were, 
wdrde das sflber danne gezOiget der geawoin«! sweyen oder me, die dsr&ber ge- 
swom bant, die oucb bie nocb geaebrUien slont, sprecbent der geswom swene oder 
me ulT iren eydl, daz sie das silber gesehen bettent tm 1 es von inen hiessenl 
gehen, so sol jenre weder sin silber noch sin ere verlorn hoben. Oucb sol man ts 
wissen, was man silbers zU koulfen gil einem wehsscler, darumb sol jenre nüt ver- 
lorn bau, der es dem vrehsseler do git. Was man oucb silbers bringet in dise stat 
oder in das bistflm, das srgwenig ist, daz ensol nyeman von der bandt geben, er 
sol es ouch nit usz dem bistflm Aren, er sol es tragen an den wehssel und 80I es 
geben zü koulTen einem husgenosscn, und sol es dem, der es im zii kouflcnde p\l, m 
nit schaden, daz silber sii gilt oder argwenig. Were anders dete, würde es be- 
griffen, dem sol man tün als dovor isl bescheiden. Was silbers ouch der bater 
und die gesworaen, die bie nocb gescbriben stont, büment, daz sollent sie nit er- 
loaben noch darüber sprechen. Es sollent sweoe ander geswomen oder roe, die 
hie noch gc-chriben stoni, tün. Und welich zwene der geswornen, die doz silber » 
nil gebrant hanl, erloubcnl, das sillicr sol ouch uyemao von der handl geben, es 
sii danne ce gezeichent. Und siut dis die geswomen, die darüber gesetzet sint und 
darüber gesworn bant : Jobanns Merswin der bnr^rafie, Becblolt sttm Riet, Thoman 
Lentaelin, Beehtolt Manse, Eberlin von Schonecke, EUehart, Peter Merswin» Itel 



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1866 



667 



JLenlael, Glaaa R«bMlock» IletMl Reliealogk, Henntn von WiDtertur» Glaus D&taeli« 

man der junge, Syxes, Gosse Klobeloiich der liiilcr und Claus Röszelin. Und wen 
daz den vorpcnanlen gesvvornen ein silbcr fiirkeme und daz spreclient ufT iren eydt, 
daz sie zwyvcl hcltenl, daz das silber nil voUea gül were, das silber sol mau ander- 

• werbe uffflelsen. Oanfi no hant vir und der voi^enante her Hanse von Grosteia 
nnaer mAnssmeister und uuser husgenossen nffgeseUcel und gemacheU was unser 
ingesessen burf;cr silbors koiifreiil, wo daz wen- oder iomnn von iren wegen, daran 
sie teile oder gemeine b:inl, und sie dnz silber in der slal oder als verre da/ gericlil 
SÜ gebietende hcl, dariunc es in daune uswendig unser slal worden ist, mit ver- 

» «ehslent oder sin abekomment and es mit in damss fftrent, venne das gesdiicht, 
so sOUenl sie es in unser stat bringen und sollich silber unsenn bOler sn die münsze 
Sflm Siecke antworten, das der hiiler daz lialbo des sylbcrs schafle gebranl und ge- 
gossen werden und oucli plenninge dar usz mache und er daz ander halbe teil 
sollicha Silbers nil von banden losse, er habe es danoc vor gezcichcnt. Und sol oucb 

m er das selbe ander halbe 1dl solliehs Silbers nit leiohen, er habe danne vor das 
vorder halbe teile gegossen und gebraut, das er es sA Pfenningen useben «oUe 
one alle gevcrde. Was sie nnch hnirbsilbcrs, pfenningsilbers oder gemünsselcs 
Silbers hanl oder kuulTeiil, daz sie für silbi r und nil nach der münssen wert, also 
danne ieglicbs gemüuszel ist, von der hant geben wellenl, daz soUenl sie allessumment 

10 garwe süm stocke an die mAnsae antworten dem hQter, und sol euch der schaffen, 
das Pfenninge damsi gemachet werdenl, und sol oueh sollieh silber dhein unser 
ingesessen borget über ein gantz jor durch geverdc gehalten, wenne er sol es in 
einem jore von der hant geben also dovor ist bescheiden. Blibe es ime aber one 
geverde über ein jor, das sol dem nil schaden, dem ca blibcn also ist, und sol es 

m doch nodi dem j«re ouch von der handt geben, also dovor geachriben stot. Und 
sälent dis alle die sweren, die an der mfknsse xü banoke sitsent und über fAnff- 
tseiien jor altsiiit. zu trmd«- und !>lete zii hallende, uutl s tilent danft vier und swwtzig 

erbere manne, ili' ilcn Ryne hiuvcnl, clilwi' von (h-n kromern, nlile manne nnder 
den würlen, sehsse under den wollesluhern, sehs die mit den Lamparleru zii ächallende 

m hanl und sehs erber manne nnd«r den gewantlAten oueh swem an den heiligen stete 
afl haltende und alle die sfi rOgende, die es verbredient, die doch nit selber darüber 
gesworn hant. imdi hi'resagen und ourli sich selber zü rügende. Ouch .sollenl dis 
alle goUsmyde <iiL den hanimcr fürcnt und frowcn die zü gadome .sit?: nl reu stete 
zü habende und auch die zü rügende alle die, die inen fiirkomciil, die e.s gebrochen 

a> Laben söUeol, die doch nit selber darttber gesworn hant, noch böresagen und ouch 
sieh selber zA rftgende und ooeh bii den selben iren eiden nyemsn keyoen Strss- 
bnrger pfenninge zü verbümcndc noch zii verwürckende in dehcincn weg. Sie 
mögenl ouch wol bruchsilber und ander .silber koniTen, daz sie und die hie zü inen 
geli'-ren verwürcken wellenl, und anders nil, und sol daz dem nit schaden, der es 

M ineu zü kouflen git. Wollenl aber sie es anders von der hanl geben, das sie es 
danne ouch sQm stocke antwortent und es nil Aber ein Jor behabent, sie gebenl es 
von der hant also andere unser bürgere one alle geverde. Und sollenl dis ouch 
alles meisler und rat rflgen» richten und rehtverligen noch hOresagen und wie es 

69 



668 



1368 



ineD fi'irkuinincnl also ein wQnde. Und wer da/, brichet, daz dovor und liicnoch 
i^.-rhrÜH [1 slol, der sol bessern zclion uinrf^k silhers. Daran so! d;iz dirlleil werden 
und gcl.iUen sin dem rule, duä dirletl dem münsmeisler und den luisgeno&sen und 
daz dirlleil dem, der es gerügel und fbrinticht belle one alle geverde. Und sol dirre 
briefT weten bynnant uncx zä saocl Jobans tag sQ süogibten nfl tSk nebsle uod von > 
m/m. ^»■■''■^ ^^^'^ 'ünfT ganlze jore die nach <>inaoder kommeot one underlost one alle 
geverde. Wo ouch nieisUr un<l ral oiior diT vorfrcnnnlon poswornen citiom oder 
nie fVirkome oder der andern einem, der darüber gesworn lu-lle. daz i-s lemüu, der 
nil busgenosse were uod in die vorgenaote wise gerüget würdenl. gebrocben belle 
also dovor geecbribeu stot, den sol meisler und ral darumb stt rede selten und rebl- » 
veriigen bii dem cide, <>! 1 vor geschrihen slot, und sollent es ondi die gesworn 
rOgen bii dem eide oin' ülk- f:' V! rii'\ \\'tie ober daz es ein huspenosse breche und 
nil hielte, also dovor gt'>t linlM ii slol, und der gerflgel ■wurde, also dovor ist be- 
scheiden, deu sol der vorgcnonlc müuszmeisler durumb zü rede setzen und es bii 
sinem eide unvenogenlicb richten und reditveiiigen, do oucb der stelle bollen sü- u 
gegen sint, I : ' u-ii alK'wegenl von dem rate uiul unsere stelle wegen do bii sin 
söllenl, und sul oiicli t r daz riclilcii. wie es iine fürkouunet und gerügel wiirl one 
alle geverde. Und were uuch also bessernde würt.es süent husgenosseu oder ander 
lüle, so sül doch allewegenl die besserunge fallen an die stelle und in die wise, also 
doTor ist bescheiden one alle geverde. Es sol' onch njeman mit dbdnem knaben, •» 
der zii der nuinsze gehöret und (icr nil gesworn helle also die andern und also do- 
vor ist bescheiden, weder Irile noch j^eiiieiii hiilien noch solich knaben ulF dlieiue 
dinj;*' wisen, das widir die vorgeschribcn sUickc isl one alle geverde. Und des zn 
einem Urkunde so isl unser slelle ingesigel an disen brieir gehencket. Der wart 
geben an dem ersten mnslage noch der swcyer swQlObolleD tage Sjrmonis und Jude • 
in dem jore, do man zuli von golz gebürte drtitxdienhttndert jore aebtsig und nAn 
Jore. U«r«n worent folgt der Hat. 

8lr,at,Ä Briafb. A SS9i». 

843. Bischof Johann [III] an nieisler und ral: Her Reinharl von Windecke, 
Pbowe von Rietb&r, Jobans von Beckingen, Jokansvon Eolzeberg, Cönize Glalz unde w 
RAdemberg haben ihm and den seinen semelicben schaden und smocbetl «getan mit 

rotte, brande und braniacbatzAnge. Dar umbe so n^aiien wir uch umb hüffe uf die 

selben von der huiiliii^^si- w»'i;»mi, die wir zi'i i'ich und ir zm uns (^n>liin Iianl, wnr.d 
wir es mil süben unsers rales erkunl habcnl nach lüle unsers buuluisz brieles,' den 
wir und ir mitlenander habent, und oucU als die erwirdigcn unsere lieben gelrüwen » 

•} Vorl. t«. 



> JüeH SetUmmmis enthielt uiehl der BMünitbrief 1359 Apr. 4, mmdtm der vm J3S8 Mm SO. 
uro 8^ a tmie der IkehmA Jtimm van Oehtautem eitert. Am heUm naUaekm tffMt tieh 
äit DaÜenmg. 



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1368-1368 m 

Jobans von Olissenstein der declion und Rudolf vuii Hcweu cusler unserre Stift sft 
Slrasburp riirbasscr mit üch redende w ltiIi-uI. riiii<- des zu urküinJf li inl wir unsrr 
heimelich iugesigel iudeweodig ul" disen bnel geliei$zou trückeii. Dutum (ii-ugetu- 
bach crasUno beali MarÜaU. [läOH odvr lam] Xovember ist Oenuenöach. 

» Ar, 8t.A.äÄ um m. 1& «r. dk Jft. pat. e. Mig. <nU. iM|>r. 



814. SehlttUtftit maknl SirtUibtof, »eine Gesandte» tu eiMt» Bundetlage nach 
BenfM tu teiidten. 1389 jrm^wtibw 14, 

Den wisen wolbeaolieiden uosern suodeni gftlen frAnden und eitgenossen dem . . 

mcisler und dea ral von Slrazburg cmbieleu wir der . . meislcr und der . . ral von 
u Slelzslal unsern willigen diensl zü allen zilou. Wir niniii'iil i'irli mit discm briefe 
des bundes, den ir, die von Hagnö, die vuu (Julmcr und wir miUenauder haol, das 
ir nwttr drige, die ir do bi haben «öUent, schickent gen Benfell, das a& am ersten 
frilag fHkge vor sant Ealberincn tag sft nebisl do siend und mit dem sibenden iruu n. 
manne und den andern, die dar zü gehArmI, do zA silzent, <uis helflfo sft erkennende 
» von soücIrt breslen und saclicn wegen, die wir in du wol furlegende werdenl. 
Wen wir des selben ouch die vuu liagnowc uod von Coluter geiuanl baut, die 
iren mit dem höblmaune do z& Imbende. Datum feria quarta posl fealum beati 
Martini eptscopi aub sigillo nostie dvitatis secrato fwesentibas a tergo annexo 69. 

Str. St. A. 0. D. P. lad. 48|49 B. 46 face VK. or. ch. lit. pat. e. tig. im v. imgr. dd. 



M 815. Clint$ wm Rymelnliehn, der Sleheulrmnnn in dfia Bunde vom Slraßtltrf, 

Ila/friiau, Colmar niid Schlfttxladl, fordert H'<i/f/ir,- ron Mi'fnheim auf, duß er Herrn 
Friedrich Dechaul roit Jiheinau für den anffethauen Uchaden unkhiijhnft wv-he 
oder sich teranlirorte. i:t(i'J [Sovcmbtr 2:t.] 

Ich Clans von Rymelnlieim ein riller und z5 dirro zil ein sylicmleman der 
» Sielte blrazburg, ilagcnovve, Colnier und Slelzblul von dcz bundes wegen, den die 
selben vier Stella mitenander bant, verkände Waltber von MAlnhetm sA Kynowe : 
das von der erbem bescheiden des meisten, des rales und der bürgere wegen ge« 

nieinliche der vorgenanlen stelle zö Slelzslal vor den sclisen, die nnch dem selben 
bunde zu erkennende dnr zh geselzel und gekosen sinl, nnd vur mir und in vür- 

j» geleil ist mil klage, duz ir hern Fridericbu dem allen dechan von liynuwe irein 
.buiger 7 f&der wines» die er ligende hetle ift Andelabe» die b&deme nzge- 
siegen habent und des er da von umbe die selben sine wine kernen sie und sie 
verlorn liahe und dar nach misl in den iizgolaszcn win gelragen und gelau hai)enl, 
durch daz der win garwe nieman zu n[ulzc] " komcn solle, l'nd dar umbc so sehenl 

tt, wir alle s^ben gerne und m&le ich von ireu und uiiueii wegeu aa üch, daz ir den 



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i3dd 



von SIetzstat und dem allen declian ircm burger den schiidcn und die smncbeit» 
so ir " al;,(j i; t;°n iiiiJ litfjapfren Iiant, widerkerenl und ahe logenl hinnaiil uulzo an 
den erslen mculdag uucii &anl Andres dage nu z(i ueliäle und sie da von uuklage- 
haft mach«Dl oder * «x aber «or mir und den Mdem aehsen uf den selben muitdag 
fir&ge lA BenefcH verenlwurtenl. Detent ir des nil, so «iinienl, das ich mil den 
selben sehstn nf den vuri^'i -dirilien nienldag zii Benefell crkenneu m&S, wat den 
vier slelleii nach dein, uUe ii Ininl wisel, viirbuz dar unihe zft lundc sie.* Geben 
undcr minem dez vorgeiianlen Qaus von Kymclnheiiu dez sybeodcmanncs iogesigel 
an dem ereilen etc. anno 69. 

Str. St. jL Q. ü. V. imd. 48/49 B 46 bM. XL OMc; dL 

846. In der missebelle zwiselien dem riller herrn Slyslaw von der Wilen- 
mAlen landvogl im Elsasz von des reicbes wegen und der Stadt Hagenau einer-» 
Conrad von Licbleniberg andererseits, die sie gelassen baben an Cünlzen Bocke, 
Jobans Scbill, Jobaiis Ileihnan, Frantzen Nefen. Cüntzen Uoscbuiu und Jobans 
Bützbeiui, die rallculc waren der bUidle Slraszburg, Cobuar, Hagenau. Scblcll» 
sladt von des bondea wegen, den dieselben alädle baben, und an Claus von 
Rymelnheini riller, der seil siebenten mann derselben stfidle, wird ein Schieds- 
spruch gefiilll. Claus von RynK-lnbcim siegelt. Geben SU Strazburg an dem ersten 
sinsdage vor sanl Lucieu dage laOÜ. 1S99 Deeemöer JUL Htraaubmrg, 

tttigimnur A. ^ FF 1. «r. wk c ti§» fud. 

847. J)er Landcoffl Siisfae ton der WeiUnmiihl an StraUburif : bittet den Abt 
tum Ifeueni«rff des QhfeHgeUles wiegen mgeschädigt tu lam*. 

Uincu dienst bevor. Herre der meister und der rate. Mir Lnl verküudel min 
berro bcrrc der appet von Ni'nvenburg, wie ir ^leveiif^elt oder ander selialzunge, 
die von des von Vesleiiherg und von ininos lierreii hern Ulrich zilen ber gestanden 
sint. an in vurdernl und in ücb meinenl dar für an zu grifTende, ob er es nüt gar 
kuroilicfaen rihlet. Na hat er mir Ach geseit. das er geribtet und getan habe zfk 
ia den silem dns er denne rihlen oder lün solle, und vindcl öcb des wol lütc, 
die enlcil wol wissent, wie es sieb darnmhe gehandelt hat. Da von hiUe ie!i nch 
mil ernst, daz ir iu' und sin dosier nüt angritreul und sü ungeschedi^el lasscul, als 
ich ücb des wol gelruwe. Und bescbeidcol mir luge und stunde an gelegen sielte. 
Da -wil ich mit im bin sft ikch komen und Ukla mit mir bringen, die libt wol dar* 
umbe wissent, wie es sich bis ber veriolTen hat. Wan wa er rebt bat, da tmwe ich, 

•} M ir Utrttuir. ttr 4i». b) naclt — dag» »iirgetchr. c) o4«r — vcrcMwurteDt « 
ftMttr. d) Mtrintkt. f*r Mlbw. «) «imMcA MNynir. uod du Sek «ia na Skteatat 
lud ir bar|{«r da «uo tmItlagelMa geiMclMt «crdaat aalwwto. Q ia Slr/yaeir. 



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idoo 



das ir in da b; laiaenl Itliben. Und ist &eh er mid sin closter mir also gewant von 

doariclies wegen, daz ich in sol vor sin, ob sft ieman wider besdieidenheit wolle nöti- 
gen oder drengen. Uwer anlwürt. Dalum in Hagenowe feria quarla posl Nicolai. 

Ölyslav von der Wylenmültt 
» lanlvogl zi Elsasscu. ' 

[/» terto] Den irommeu wisen dem meisler and dem rate s& Strasburg. 
Ar. A. X a ü. P. lad. S71 ar.- Sl. ar, dL Ut. A e. ng. m 9. n^. dA 



848. Wemlin tftmherre von Cdmer schwört Strasibnrg urfebde «von der geveng- 
ntsie, aller gesoblbteund gettte wegen, so mir von in und Iren wegen geschehen ist und 

10 ftcli von allez des kumbers, arbeile und scbad' n v.rLM'n, so ich von in gebebt und ge- 
litten habe». Zur sichtTiing der Slraszburgcr liiibeu mit ihm gi'schwor*'n Ilannemon 
dotnherr, sein bruder, und Räfelia Wotioan von Colmar, bei Verletzung der urfebde 
gegen ihn bebolfen an sein, als wenn die nrfehde gegen «e Oberfahren wftre. Dasa 
scdkm sie acht tage nach der mahnung durch meisler und rat an hans, au hof oder 

» unter äugen mit ilireri gewissen Ixiten oder briefen sich antworten SU Slrassburg 
in die slat. Alle drei sicgt-ln «(>ei;cben an dem ersten sunneiulage nach sant 
Tbomaus dage dez zwellljoLlen» VA()9. J36U Iteceutber 2S, 

Sir. SU A. Q. V. F. hii, 16a eofi. «fr. eoaep. 



}{49 Heinrich roii Salmenflint/cn an Wc/yl .Utir.s-i/ius in Sliaßburg : hat auf 
» seiHC Bitte mit den llerven ton Oeiluit/ni üöer die Wiederaufnahme von Jvfim in 
Straßburff //esproehen, und diese triUiycn ein. 

Dem erbern veslen manne Welzein Marsillcn zu Slraspurch enbul ich llainrich 
von Salmatiugen ininen dienst. Lieber her Wetzel. Alz ir mit mir geretl band und 
mieh balend an reden au minen herren von Oetingen, oh daz wer daz jnden wider 

• Itomen gen Siraspurg, daz sie denn von in ncment zehen jar iedes jars zwelf marck 
Silbers und nach den zeben jaren ir volles gell, daz hau ich inil beiden niinen 
herren gereit. Und die sprcchcnt also, daz siu alzil gtfrn tun, waz den herren 
von Straspurg liebo wer, und daz ir daz an sie bringen, und daz mau minen herren 
die sehen jar icdz jars swelf mark sicher Iflw und darnach ir volles gell, so wellen 

M sie es nfnemen nnd alzit tun. was der slat liebe sei. Ewer antwurt land min 
herren von Oelingen wider wissen. Dalum Kalsenslain. 



) Jm «Mcr UHdaUerttm Utk. UUtt deneÜM MeitUr und Bat von dst ricim, dar z& mins htrrao 
des bettoogcn tob Ltflwlnlmrg and inia Mlbn wegen, die ÄMint'n «m Hohtnhmrg det GUfengelde» 

jj Ktgtn nicht :u nötigen, des 8Ü vormals bi ar. irin lanlfojieten i'ibfi haben uiiJ triassi ;i ist und uuch 
nüt Khaldig ist zb geben von frihcit nnd gnaden wegen nAmyscker künige und keyiter. JH/cndort 
V. C. G. Cwi*. K lad: Stt«: «r. eh, VI. d. e. tig. i» t. Atyr. 4eL 



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1369—1370 



!?.")(). Burchard ton F'iiislimjfn nv }[<'isler vnd Rai . tadelt ihr Eingreifen in 
die Gra/eitHadener Ant/elcgenheit ; öittel Jvkauu Erlte an den Dörfern uui/eirrt :n 
lassen. [130U.] 

[Meisler und r] lil. Icli grü^z üch und lüul üch wissin, daz mir fürkomcu ist, 
alse ich Johaiis Erben ingeäctzel [liubc in die] durfer Illewikerslieiai uud lUenkirchc s 
und Gravenstadea, alse mir unser herre der keyser [bevolben] het und nia brftder 
der batvoig von dei richea wegen onch an mich gesetiel het ... ■ [Job]an8 Erbe 
dez gellz gehorsata ist, ulse isz stol zu lusendt* von dez riclies wegen, \ve . . . 
8chohciszen und sin»; bull«'! nln* g>'^lin>*/.t'ii liiinl m\A ur-h der snclien angenomen hanl, 
. . [nü]t au gail, da billcn icli üch vuu miuä bniJur wegen dez lunlvuitz uud vou i< 
mineu [wegen, das ir] in an den dorfern ongeirret lont und ^me sine achüllejsien und 
bftUel loiannt Uiben . . . aent. das aii ir gelt nomenl hIsc isz in stoit und ^re briefe 
aagent, die sii von . . ' baot. Ure entwerte lont mich wieder wissin. 

B&rcbarl herre zü Vinstii^en und 

xA Schonecken. u 

[/« «eivo] Den erbem und wiaen meiater und rate zft Strasburg. 

Sir, St. iL T. G. 0. Corp. B lad. ffi ar. BOi «r. eft. Iii, dL c. t^. im 9. Mi§r. dd. lUe 
Ifieftm am linieit Mmdt wniI wUtimd«» durA Fttuhti/iktU. 



831. Kaiser Kart IV terUikl der Stadt StraM^urg das Reckt, vier ^roße alte 
Tumose» ton Jedem Fuder Weins und andern IVaare» nach Veriiltnis, die den » 
Siei» auf uttd aiffeieu» tu erktibeH. 1970 Jmmmr U rtag. 

Wir Karl von golea gnadin Romiacber keiaer czn allen caeiten merer dea richs 
und kunig czu Bcheui bekennen und tiin kOnl olTenlich mit disem briefe aUen den, 

die in scheu odir lioru lesen, das wir haben jingesehcn monigvalle niicze und ge- 
Iruwe dienst, die uns und dem riebe die burgermeislcrre, der rate und die burger *s 
gemeynlich der stal czu Slrazzcburk, uuscre und des richs lieben gelruwen, oÜl 
willfelich ercaeigel haben und noch tOn «Allen und mögen in künftigen ozeilen, und 
haben in mit wolbcdachtcm müte mit rate unserre fiirslen und getruwen ufgeslagen 
uud fieben. ufslahin und geben in mit croft dicz liriefs vier grözz nhle lurnoys an 
und iiff dem czolle czu Niiwenburg oder anderswo, wo sie die mit gnnsl der herren «» 
uud uiiäcrr gelruwen erwerben uud behüben mögen, vou icdem iuder wcius und 
anderr kaultaanscbaft noch der markczal» die den Bein flff und abe komet» csu he- 
ben und czn nemen bis an unserr widerrOfen. Dorumb so gebiten wir allen fQraten. 
geistlichen und werltliohcn, graven, fre^'cn, herren, dyensllutcn. rillern, kneclilen, 
gemeynschenen der siele, biirpraven, czohiern und allen andern unsern und des richs » 
auplliilen uud gelruwen ernslUch uud vusliciich, das sie alle, noch ir dheyuer die 
egeuanlen von Slrazzeburk odir ire boten, den aie das entpfelhen werden, an den 



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1870 



663 



selben vier türaosen oieht bindern noch irren sulleu in dheyneweiz, aander sie 
dofcm Inn an luiser widerrö&n und do hey hanlliaben, scimczen und schirmea, als 

sie unser und des richs swere unr^Piind vorinpydon weüen. Mil iirkniid dicz hricfcs 
versigell mil unserr keiserlichen mrjcätal ingesigele. Geben czu Präge nocb Crisla 
geburd dreycKohunderl Jar donweh in dem qrbefterigatem jite an dem frqrtag noch 
dem oberislem tage, nnaerr riebe in dem vier nnd cswencsigatem und des heiser- 
tnma in dem fomfcsendon jare. 

[Auf dm Bt^ ndU$[ per dominum Pragensem arcbiepisoopum 

P[etrusJ Jaurensia. 

[In terso] R. Jobannes de Gcihilmsea. 

A Str. St. Ä. AK 3 nr. & or. «». C fOli. M. 
B ebenda Briefb. A 28 >>. 

CMmM »M* B M SM/^U» Ah. AfL Ii, iSL — HnUr rtg. nr. 4798. 



tSS. Äüiier Karl IV a» Slraßburg . Will die Slreiliykeit über GmfleW' 
Staden u, «. 10. iei winer bewrHehende» Ankmfl <m JtAeine selbst vutersitchcu. 

l.'tTO Januar 11 Prag. 

Wir Karle von [golzj* gnaden liümiscb keiser zu allen zilen mercr des riclies 
und künig s6 Beheym emUelent den burgemeisler» dem rote nnd den burgern ge- 
nieynlicb der slal xft Strasburg, ansero und des riches lieben getniwen, unsere gnade 
lind üües gül. Li' h'^n petniwen. Wanne wir vormolcs Johnnscn Erben genant uwerm 
millcburger, unscrini- liehen gelniweii, gniilz nialil geben lialleiil, d;i/. er von unsern 
und des hcbes wegen Ulekirche, Wickerslieym und ürolensluden mil iren gcriblen 
und sAgeltörden in pfandes wtse lösen möhte, und ouch ime das var Aber die Ille 
zä Grofenstaden, das von uns nnd dem riebe alz er uns vorgab aft Idiene rfirat, ver- 
liben hallenl also verre, obe os des bocbgebornen Wenlzlaw berlzogen z(\ L&lzelin- 
bürg, zft Lymburg und ze Hrabant, des beibgen riclies in DuLscben landen gemeiner 
vicare, unsers lieben brüders, wille und guusl were, alz. duz in unsern keiserlicben 
briafeD, die vir ime dar Ober geben habent» voUekOmenlidier begrifGan ist ; dar s& 
onoh der adbe unser brttder, all wir vemomen habent. sinen gunsl und wiUrai geben 
bat* und sinem lantvogl zü Eilsazzen cmpfolhen. doz er den selben Jalidns nlT die 
selben guter scliülze und schirme; und wanne oiicli nü dar umb ir. uns von uwere 
miUehurgere wegen, die die egeuaulen pfanl iune babenl, mit uwer erberu bolscbaiU 
underwiset habent eisliehe rehte und ftihette, die ir s& den g&tem haben töllent, die 
uns vor nibt knnt gewesen sinl ; und wanne wir nli der aacben und tweyunge s& 
diser sIt keinen usslrag geben mOgent, sonder wir habent willen mil gottes bAlffe 

•} Farf. M. 



> Die»er halle äte BtlelmuHg mit der Fiilure «« Grafenstaden bereit» 1369 Sept, ilO (w Ytoi» an 
■■od Msthtwi «Nut) wBwMin. gftawbrf V. C. Qt, Corp. A lad. 88. m>, nft. d t^. jmhI. «M. 



664 



1376 



kiirlzlichcn zu Dül-chen landen und an dm Rin ze koiiicn, 80 ist unser meynttDge 
und willen, d<'i/ (liiiinc du seihest ir und uurli Johans der vorgenantc fiir uns komen 
süllenl mit uworc kiuilsrlialTt und hewiMinge, also daz wir zwüsdient üch die sachc 
Uäzgetragcti und geriLtcn niugent, alz oucli wir dem egenanlcu Jobanse unsern briefl 
gesant habent. Und dar umb so gebieten wir uwern tmwen emsdteh by unsern und • 
des richcs luildon, daz ir die selben {»f.iiiisi hofR milsiimpl dem var über die Ille 
also helialk'iil, alz su vor gewesen und obe ir den epcnonten Jobanse von der 

selben sacben wegen antj^rillen oder bescbediget bellent, daz daz alles widerlan 
werde udIz an unsere zükuiidl alz vurgescbribeu siel, alz ir unsere und des ricbes 
Ungnade vermiden weUent. Geben zft Präge an dem nehsten IHtage noch dem m 
obresten tage unsere riebe in dem S4 und des keiseitOms in dem f&nfiiBsehen« 
den jore. 

£Kr. St. A. V. C. Q. Corp. B lad. 28 nr. 31. eop. cft. Boee. XIV. exeunt. 



8S3. JDer Landtogt Sfülav vou der IVeiienmSkl und MeisUr wtd Bat 90» 

Straßburg tteffign die Vereinliarunff, daß dir Streit zwisekm Johnan Erbe und 1» 
Straßbnrger BüryerH «m QrafeHttade» %, 9. w. de» Kalter vorgelfjt ir,-r'fr,, sf,If. 

1370 JuHUitv IS. 

Ich Styslftw von der WilenmAlen lantvogi in Elses und vir Berlbolt Zorn der 
meister und der rat von Strasburg t&nt kunt menglichem mit disem briefe, das in 
der miasehelle, die da was von div Zftne und iire gemeiner wegen an disen nach» 
geschriben dflrflern und von andenre unserre der egenanlen sielte bürgere zü einem 
teile, andersile heru Jobanse £rbeD einem riller, die luiäsebeUe dar r&ret von lo- 
suDge wegen, die her Johans &be spricfael die er habe na den d&rfl^ Dldjrebe, 
Grafensladen und Ülewiclcersbeim. Dieselbe missehelle und was da von uferstanden 
ist ich der egenaiil> l uitv <r;t und unsere der vorgenanlcn stelle crbern bolten, die « 
wir von unserni rate dar zu schiekclent, ulicilragcn hubenl in die wise alse bieiiach 
gescbriben slill : daz ibl also, daz sie zü beiden teilen scbicken und varen sülleai 
«ii IL mit vollem gewalle uf den sunnendag drie woohen naeh dem österlichen dagc, der 
sft nehste komet, vür den allerdorcfalAhtigslen fftrsten unsern gnedigen herren herren 
Karlen von gotz gn&dcn liotnseber keys<T zA allen zilen merer dez rjcbs und künig ao 
zfi Beliciin, wo er linnnc zü zilen ist, oder die ribler, die er von sincn keyserlichen 
gnäilen. so er die sache verluVl, dar zu setzet oder sciiicket in siuem bofe, da er 
dannc ist, in geribles wise. Und süllent öcb zft beidensilen da bliben und dem hofe 
nit entwichen, uncse das die sache ein ende nimet, es were danne das gerihle vär- 
baz dnge dar an niabtent. Die sol man (Vb vürderlicbe halten, alse sie in danne m 
bescheiden werdeul, und sol &ch keinre dem andern die saobe durcli niülwillcn 
verziehen Sn alle geverde. Und süllent och die Sachen vürlegen nach klage, vordc- 
runge und nach eutwurtcn, al^ sich die sache zft bcidenleilen har geverligct bei, 
nach allen ergangen dingen und was da von uferstanden ist bitse uf disen hätigen 
dag» und mag 00h iederman darlegen wuz er iruwet, daz imc nütze und gfit sie 3n «t 
alle geverde. Also was da gesprochen wirl z& rebte, das süllent sie s& beidensiten 



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1370 



666 



slöle halten Iii iren ( vden, <ilsc cz dannc cricill wirl, docli also düz daz gcrihte nic- 
manne au den lip noch gelidc gäii sol. Und sol Ach daz vürdiugea niemannc scha- 
den an keinca siuea rehlcu äa alle gcvcrde. Und der vurgescLriben dinge zu einem 
«rk&nde so ist min dei voigensnlea Styslav und unser der stelle von Strasburg 
* ingesigcle an discn brief gehenckcl. Der wart geben an dem ersten sinadage vor 
sant Anlbotiien dagc in dorn jare, da man zalte von gots gebürle tusent jare drii» 
hundert und sybeulzig Jare. 

8tr. 8t. A. 1. C Q. Corp. B lad. 8*. «n m>. «. iig. fmL (1 (SUih») M. i 

M <MhMtt SehStßH Mi. Hfl. U, sm. 

854. Rudolf nuirkgruf zu Baden an nicisler und ral : Ural Eberhard von 
Wirleuberg hat vor dem laiidfrieden in Schwaben klage gcfübrl, daai Rudolf 
seine diener, die von Sabsenhein, widerreebllich beraubt, verbrannt und gefangen 
bat. Der landfriedc hat deshalb hilfe gegen Rudolf erteilt. Eberhards anklage 

14 sei iedocli unredlich «in den dinpen, daz wir ein olTcti rcdelicheti widers.igtcn 
kriege mil den von Sahseiihein und iren hcllii rn gohubt huo, dar ya wir doch 
von ine brahl und gcdrungea wurden, und sie gefangen htn uff dem uusern in 
der getat unsers sobaden in den branlslAlzen und bofsteten, als sie uns aliA 
und yc mitlens hranlen und sie daz un-rr ronplicbe Iribcnd und Inigt-n ffin- 

«» den, und daz grafe Eberbarl ^yl her dii kc uiul vil sine erti.sUi('lir> hriiTc und andere 
sine erbere iMjlschaft dor umbe au uns gcäf'higt und getan hüt uud uns von der von 
Sahsenhein und ire bdffere wegen umbe läge und friden gewoitoi und gebellen liät 
und uns alle sit sft erkennende gap, wie er uns an den selben «nsern vienden nil 
perle ze irren noch ze hindern, uud wie im unser misselKdle undcr cinandere ge- 

r, Iruwi liche h vL und äne sin schulde geschehen sy.» Riulolf ist lierril, vor dem 
landfrieden lag mil Eberhard zu leisten. Er billet die Slraszburgcr, wo sich ge- 
legenbeit bietet, für ihn eiuzulrelen. cDalum Baden in vigilia conversionis saucli 
Pauli apoatoli anno 70.» tsf» J'uhww »4 BaOm-BmleH, 

Str. St. A. AA 84. or. eh. lit. d. c. tig. in v. inipr. del. 
M Maikgtf. Stf. nr. Wi, 

85d. Her Reich^cikar Wenzel au Kaiser Kad IV : beschicerl sic/t aber die 
BkUting Straßhtrf« in der CfrafeMtadeuer Ängthgekkeit und iUtei die Reckte des 
Reiekee su leakre». £sa70] PMmor is BrIUeti. 

Durchlucbtig Ainle, vervoraam here und gncdigcr bruder. Also ir gegunnet 
«s haut Jebana Erben s& losende die dArffer Gravenataden» Yllekirche und Yllewikers- 

heim von den van Slrazhurg bürgern und ymc ir des uwer kciserlicbcn briefe 
durch minc hole und duurch sime dicnsle willen geben hont, do laisze ich uwer 
gtiadc wiszen, das sii ime die ddrll'er nil z& losende woilcnl gebent und uwern 

8i 



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606 



1370 



briefen, mir und uiiseruie laitlvoglen zü Elsast dcz ungehursaiu siul gewci^en, der es 
Tan uwera. des rich«s und minen wegen vil und dioke an aii gevordart het. Doch 
so aini die selben von Straxburg käme do sA braht, das aii mit dem selben Jehana 

Erben in gcrililos wi-; voiir uwer gnade kiinn'n sullcnl tip < inon ncmeliclien lag uf 
das rclil, uml hiiiil sich ^(»pfMian'lfr VLTlMindcn und verhrieffl, dos Stislav van der » 
Wilcnniulen unser lanlvogl und die stal van Slrazburg besigell bant. Dar umb 
durchluchlig fursle billc ich uwer gnade, das ir nwer nad des ricbs rebl vaal dar 
an hallent und ouch den enpfelhent erosUich, die es von uwem wegen verhörende 
nnd richtende wcrdcnl, ob ucli ander unm&s.so irre, das docli die losungc vur sich 
gange durch des, daz die und ander puler, die die van Slrazburg inne hanl, die zü »o 
dem riebe liorenl, ucli und dem riclie nil eiilfreinedcl werdent. Ouch wisse uwer 
gnade, geschihl die losungc an den döriTereu, da» es ucb und dem riebe erlich isl 
und allen de» nützlich, die ir begnaden weltent aenelidie nnd ander g&ter s5 lo> 
sende, die nch und ileni richc zA liorent, der sii noch vil inne hant. Durclduclilig 
furste, gol mfiaae acb alcsül bebuden. Gescrieben z& Bruxelle 18 tage in lebraario. » 

Der. . heresogli . . M:in Luczott)! urt:. van Brabanl 
und Tan Lymhurg, des lieiligea licba VOn 
uren gnaden gemeiner vicarius. 

[In terso] Dem dnrcliliK litigen furalen vervorlsam bereu mime gnedigen kern 
und bruder mime hern dem keiser. >* 

Ar. A. A. V. C 0. Corp. B UA. 98 ar. 80. or. dk. ttt. cL «. i%r. m «. Av. iA 



Uöli. J^er Prorinzial des Predi^erordens, üriider JohaHnes, an Meister und 
Süt .• itkl9ft *ick» daß du SUutt den Orde» meit gefn die KleeterframeK itnter- 
eiSiie. r^Ubmar »» Comekma, 

Den erbonn wiaen hern den meistern und den rftlen der atat se Siraaibui^ enb&l m 
ich br&der Jobans provincial in T&schcu lande prediger ordens min dinst, min gebet 

und waz ich piMes vermag. Gncdegen hern. Wen ich und der orden gemeinlich billich 
und gern allewcgen lelin, waz uwcrn gnaden gevellich isl, besünder von der fruwen 
clösler wegen uwerre stelle, so habe ich nü dürch uwer bcdlc willen uf geslagen * 
vienehen tage den han, den unser erwirdeger oberster meiater bette geben wider w 
die clostcrfr&wen, die sich yme und unxcrm orden frevelicli hanld widersetaet, dar 
inne sie doch anders nil denn unordenlich friheit iind ungeisllichc vcrlaszenheil 
suclicnl. W'ind narh aller nu-ister in gotliehcr künsl und in den recblen bekennen 
so enmugcnl sie von gcborsummi unser» urdens vuu der saclie wegen, ab unser 
heilger vatter der bähst het gesebriben, in diehaine wiae enbOnden werden. Und » 

■) kitmack gettricitn bi>z von morn uW. 



> Dalicrt Hoc/t nr. öÜS. 



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laTO 



607 



sie siDt fich alleine die fröwen uDsen ordeiis Ib tUein Tfttscheni lande, die rieh in 

freialiclikeii wider irn und unsem Orden hent geaelaet, und enniAgent sich doch die 
selbeu frevelin frowcn nil beclaj^cn von unscrm öbgenantcn raeisler noch von mir 
dcheiner beswcrde in worlcn iiocii in werken, wenn wir l)fiilc cillcr erst ninvelich 

* iu uosera umpleru 2U iu küuieu wuren und uns dar zii sicherlich in hcrbollcu und 
noch tft t&n bereit dn, was in von deheioer vorvarnder meialersofaaft oder brftdera 
uDsers Ordens unrechtes oder kftmemis ie beachehen ist, daz wir in das nach rechte 
gentzlic'h wuHi-n ablogen, wie gerne wir ircr mil cren ledip weren und anders nil 
denn gutles loh und ircr und aller unser utidorlun seien heil und ere meinen. Dar 

10 zii wir öch in disen löüeu aller anderrcr unser froweu clöster herreu, siedle und 
Mntde hilfe und adiinne gehebt han und haben tne allein von uob, do vir aUer- 
meist xüverwcht von uwem eren und wisheit betten und wir dar nher gdnrel worden* 
daz ir wollent, daz die obgeschr'ben clösterfrowen uwer stelle under unserre 
pehorsammi hüben. Wond aber ir mit hüfe, als ir wol vcrniuclilcnt, dar z& uns nil 

» slurlendt, da müslcnt wir uns als wir sollen mil geistlichem recht iu den selben 
Sachen behdfen von anligeoder ndt unser selbes seien und eren, und haben fleh 
das selbe mit behaltentaae uwerer hulde willen vorbei ac lAn, als verrer als wir mit 
rechte sollen oder mAgen. Und sprich &ch sönderlich in rechter warheit, daz mir 
dnrrb uwerrer erwirdiger slal löbes willen leil isl, daz irnnsern obgeschriben meisler, 
der doch der vornemslen geistlicher manne eiure isl bi trabst, bi keiser, bi küugea 
und bi fflralett» der die heiige crislenheit einen mag geleisten, als trostlos aller 
uwerer hilfe von uch liesaenl scheiden und im und uns unmftgelieher dinge Ane 
mfttetent, das wir des babsl' s '^vhol abe leiten, dax er flne unser 7.n[\\n und mil 
unserm groszen misvallen, als f,(jt wnl weiz, als wil crislenlieil ist, hei t:e-p(z('t. 

« Uber daz allez bil ich uch flizlich, daz ir ucli mich und den ordea und unser rechl- 
verteige mein&qga laut entpfolen siu. Wend das wollen wir mit unserm gebedte 
allewege verdienen und got ftm uwer stetle selde und ere flixlich bitten. Geachriben 
s& Costans an aant Peters tage vor aant Mathias dag. 

Ar. Sk Ä. T. D. 0. lad. 71. «r. dk. SS. cL «. «1^. i» «. mgr, iA 

M 857. Wol/ von EbersUm h. A. a» Slraßburg: wsteAem die Stadt ihrer 
friedlichen Gesinnmiff. i.no Fehruur sj. 

Den ersamen wisen liit* n liern Berhloll Zorn mcisler und rale zu Slrazburg 
embieleu wir Wolf von Kbersteiu, Wolf von Wuuntuislein, UeiaUsu Glatz von 
Lonersbeim, Ülrich Trigel, Sllf G&ntaelin, Aberltn WidenbOseh und Aberlin 

m SchAlae unscm fränllichen dienst. Alse ir uns mit uwerm briefe frünlliche geschriben 
hant nach der botschaft, die wir uch vormals gel5n habenl, daz ir anders nil mil 
uns wiszeiit zu dinde haben dann»- lieb und güt, und woltenl ir dar über üUil mit 
uns zu scliatluode haben, üaz wulleul ir uns urherlich vor laszeu wiszen : also 
kAndcnt wir Ach widemmbe mit diaem briefe, das ir nnbeaorget vor uns sin aflUent 

40 and d&rdenl uns fleh nit entsitaen nf alle die mejroungc erberlich vor xft sagende. 




e68 



1870 



alse uwcr brief slet .In allos govcrdc. Mit Urkunde diz ofTen brieres, der mit mineni 
dez oliponnnicn von Klu'tsli'in «'v^ciii inf;L'>.if;i'l von unsi-r aller wegen indewcndig 
gelruckol bosigcll isl. Dar zu huljt.'ul wir gchflea ül-i» eJelu hern Wilhelm von 
Ebmleio den eitern, das er Ach «ft besser gozuj^Q&sxe uns alle zft Abersagende sin 
eygen isgesigel Ach bar uf getnicket hat. Dez wir uns der obgenante von Eberalein » 
der ellcr erkennenl, daz wir daz durch hete willen des ohgcuanlen unscrs veitern 
und °K h der iin.1 ru gesellen gelSn babenl. Dalnm in vigilia beali Malhie apostoli 
anno dunuiii 1^>7U. 

Str. St. a. D. P. IwL 28: cc^ ch eoan. 



858. Sirnßhnrij an linseJ : ilankl für IrnnUi/ioiy zifiscftfn Go'lzemann Mihiirh i« 
ttnd dem Bischof tun Stmßhitrg, deren Streit an einem Tage in MtHAansea ge- 
scklichiet werden toll. [1370 Februar 96,] 

TTiisorri sundern giileu fniml' n dein burgerinoister »ind dem rale zü Basel 
embielcn wir Ikrhlull Zum der moi^ler und der ral vun Strasburg uuseru dieuäl. 
Alse ir uns gescbriben bant, daz ir mit hern Gölxeman li&niche gerelde babent, u 
daz er und sin sun mit unserm herren dem biscbofe von Strasburg einen friden Iiallcn 
wellcnl unlze uf den iielislen siinin ndiig. alse man singd in der liciligen erislenheil 

lUtrt t». Reminiscere und den du:; üllen, und daz sie" einen dng niil ime da zwisclienl leisten 
zu Mülnhuäcn, also danckcut wir üch des selben uwers eruäles, den ir da lail gebebt 
haut, getmwelicbc und kündent ücb da U, daz wir mit dem selben unserm berren m 
dem bisebore da von gerelde banl. Der spricbct, er welle den fridea und die 
stDlhingc mit hern Gölzeniiin Mi'inii he tuid sinein süne och gerne halten untzc zfl 
dem vurbetianlen snniien'lnge Reminiscere und den selben snnnendiig allen und einen 

mri 7. dag mit ia leisten zu Mülnhuäeu vun mi di$em iichstea duuresdage iruge über 
•bte doge,' dar uflTe wir fich unsere erbem boUen haben wellenl. Und dar umbe •» 
so biltenl wir Ach, das ir heslellent, das der dag also vAr sieb gange und dos Ach 
ir uwere erhern bullen dar uf sehiekenl, und daz man luge, wie sie milenander 
gerililel werden inug<'nt. D;i inil li\nl ir uns eine sundiThor friinlsrliull. l'wer 
cnlwurle cinbielenl uns umbe den dag wider. Dalum leriu lercia proxima j)üsI diem 
beali Mathie aposloH. ■*> 



> [070] Febr. 24. (daUim Oberkii«lia in di» b. Mathie tgnMi) hatte Biichtf JiilUmn lUMetOtr 
tmd Kttt mt Straßburg nach MiUeHmtg de» Briefes der Stodt BMtl tntgegenkemiund geaittwartet mid as 

Ulli n'iirii Tvj III .1/iii7iii (v, ,,, ,]f (l> u n^hoslon mendait nach der «^r is/cn v.istnnht (Miiri 4) mit Betti' 
ttifuitg der Suuite StraGbitrg uiui Jkis€l geUltn. — Or. ch lit. d. cüeudorl AA UOl «r. Üö. 



Str. SL Ä. Q.ü. P. lad. 109 nr. II. Auf Pergament sorgfältig geschrieben ohne Adresse 
o^f Rvdkstite. WaihrtdteitMdk uegem der Raur mida äbguimit. 



a) kitnttitcit» «tat ßatHr to» ca. tt — ti Bncktlait». 




IdTO 



6» 



859. Lmtiv^ft Ulrich «o» Finsiinftn m SfnU^rgt fördert FralaunMf 
ge/hnffener englitch^r MUter. [lafO Mär» S]*^ Kagmmk 

Lieben fränd. Wir griHssend ücli und lassend üch wissen, als Johaa von Hohea» 

stfin und her Stis^^law von der Wilftimmln bi ücli sind fipwcsen von inincn wegen 
^ und an üch hiescliend die Eiiglisclieii rillor, die da von luvt-rn ljurgern und usscr 
üwer stat nidergeworilen und gefangen sind, und in kein unlwurl von ücU werden 
künde» dar nach wir uns gericblen könnend, nnd dch ir wol wissend, wie mir min 
herr der herlaog von Brabant dar umb verschriben Iial, do bitend wir üch ernstlich, 
daz ir üwer burger solich wellend liyllen, daz si die gefangen lidig sagen und in 

10 öch widerkerf fi und die gefangen in min linnt sLi-llen. l'nd Iianl si denn ul an sü 
zö sprecliend, sü müssend in tün wu.^ reitl und ijescbeidenltch isl. Lud l&nd 
emsllich her zft, daz Ach sin min herre sft dankend hab, wan ir doch all stt gern 
liriden gesehen band. Wan mir min herr ser emstlich befolben bat, daz icli als 
crn^llich dar zii Ift, als ich iemer müge, daz sü lidig werden, so mös iVb ich tun, 

11 was er mir gebület, als billicli ist. ]>n lünd emslliehen her zft, als ir hillich lim 
aiillenl. Uwcr vcrschriben anlwurl laud niicli wissen. Geben zii ilugenuw au der 
grossen fosnaht. 

Ulridi herr sft Finstingen lanliOgt in Elsasse. 
(/« Pen«] Den «isen nnd bescheiden dem mdster nnd dem rate sA Strasboi^. 

» 8tr. 8t. A. kk 81. or. «h Vt. d. t, n§ im v. impr. tUL 

Otiniekt M SMI», Ktaigih. 8W. 

860. LtMitofft Slishe» e»» itr WInfamSJÜ m Sirttßiurg.- vtrspricii mii 
Mann Srie tu wkantteln. [jsjo j§ar* fj HageHmi, 

Minen dienst bevor. Herre der meister nnd der rate. Alse ir mir verschribeu 
» hanl von heru Johans Erben wegen, das habe ich wol verslandeti und lasse Ach 

wissen, daz ich hern Julians wil besenden nnd besprechen, so ich schierste mag. 
Und wie er mir dennc antwürl, daz wil ich üch uch lassen wi.sseu und wil ncli dar 
»4 t&n was ich l&n sol und als ich es vor* mime herren dem keyser gelruwe wol 
stt veranlwdrtende. Dalum in Hagenowe feria qointa posl dominicam Invocavil. 

Slyslav von der Wylenmüln 
lantvQgl sft Eisassen. 

[In terge] Den erbem wisen dem meister nnd dem rate sfl Strosbnrg. 

Str. St. A. Y. C. O. Corp. B lad. 2S nr. 30. or. cÄ. lit. d. c »ig in v. impr. tUL 
•} vor M tttegaeMiU» thr Aei MtsturitinuM Wort. 



M I I)u Datum ergiebt »ith au$ dm tu diettm SchreüuH ia Btsitimng rtthtindm Briefe nr. 870, 
SeUUr mM äu Britf mrttAm twü SOr^Utaekt «et Jakn» 1375 und SdO/^ Jb. OL II, Ö6$ da- 
Hai ik» danrnck «lirM «wo tSfS.» 



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«70 



1870 



861. Hagentm an Kuuer Kwl IV: hiüH Sfnß^g mi äwen Btryer in 
Uren ReehUn mf Hihifth^ Oraftnttaden und Ilhneienieim g» tekitsem* 

1970 Marz 9. 

Dem allerdun hlüliligslt iii fiuslen uml" hcrrcn . . lierrcn Karlen von golz giiSden 
H<Vn«< lictn kt'vstr zü alU ii ziltu luerer dez ryclis und kunig %& Beheim embieten i 
wir der uiciäler und der ral und uwcrc bürgere geineinliche von llagcoowe unsero 
iindertenigeno viUigea dieosl mit' gtnlser geboraamkeil aUe wir billicb sAUenl. 
Goediger In-rrc. Wir begerent uwere gnftde zfi wiszcnJe, das uns vürkouen ü(, das 
elwaz missvlielles gewesen sie zwiüclient unscrn lielK-a iründeu und e} tgnoszen dem 
Imrgernieisler, dem rate und i]t ii Imrgcrn di r sUil zu Slrazburg und sünderlicbe m 
den Zornen ireu bürgern cius leils uud andersile bcrn Jubans Erben einem ritler * 
von der dftriTer wegen Illenkircbe» Grafensladcn und lUewickersbeiiii und des vares 
ttf der nie s& tifafeDstodai. Dez selben tnissebelles und der Sachen sie s& beiden- 
silen komen sinl vür luvoro k«'V>-erlicbe bocheil, nlsc f Ire holten vurlcgende werdenl, 
sie dar inne von enander zu rililende. Und sidcr ir in die gnäde lialu'til iif gelSn, » 
daz ir sie niciuenl bi ireu Iribeiten baulbabeude uud zu scbinuendc uud uns und 
andern uwem und des heiligen rychs stellen in Elsas empfolhen hanl. daz wir in 
bigesteudig uud bebolfen sin s&llent, und wir uns fich dar uf sft ia verpfliblet 
und vfilmiiden bniil, sn biUent wir uwert^ ki vserlicbe gnäde alsc ernsllicbc und 
deuiüUklirlie, ulsi' wir ienicr mügenl, daz ir den selben unsern evlgnoszen der slal »u 
zu Slrazburg und ireu burgern uwere gnade luillckliuhe milleileD wellcul und sie 
bi den fribeiten und gnäden, die sie von uwerre AbertrelTende wirdi und von andern 
RAuschen keyseni undkAnigen, uwem vorfaro an dem RAmschen ryohe, hanl und 
liarbralit habont, nnd sünderlicbe bi den vorbenunlen dörfTern und dem vare laszen 
bliben, und das sie sif in der maszen babenl und besitzcnl, alse sie unlze bar » 
gelän hanl, und uwern Iruslberlicben gunst dar iuue gegen in keren welleut. das 
sie befinden m6geat, das in dim unsere geneigliche bete gegen uwem gnSden wo! 
eracboasen sie. Da mit erfrowent ir uns und die unaem manigvallekliche» wände 
wir ir und irre IVAntscbafle iemcr desl värbaz truwenl z& gcnieszende. Datum etc. 
sub* sigillo noslro presentibus tergolenus appresso sabbalo posl dominioam Invocavit w 
anno 70.' 

(Str. A.\. C. 0. Corp. B lad. 28 nr. 30. com. cm. 

■) und iit MierfueifiettH, Jaror «niynlnVir« anmmi gn«li);«i. b) und — vm slti-^eurki-itiem 

n i\i til i! \ yfilnrifH'n i\vr slal jft i) A ' • iv/ '^i hiildijien gmnrkt». d) mit ■ — -('illrnl 
*ifi-;)i-irk,-ifl'rn aiiitait Art }ftln(KtHtu und w» «ir wiHi und cren TermAjjent. e) eiiieia s& 
ritler >(( «h<-jr,rkr,ti„,i. f) iIm — Wi rf — I aferfMCimka. «m Ittr m w« 

udtftr Band macigtlragtm. 



> Kntsi.rcchniile Couept* fir Cbbior WMt AMMMedt, I» «feae« iIm IDiifMii nwikf %athfetrage» 

tbettdotiiuibtt und nr. Sl* 



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1370 



671 



}{f)2. Drr Ralsbole Walther Wasirfirr hrkundi't, daß Johann K rhc »•i'^en der 
Dörfer JUkirch, Gra/eusiadeH und lUwickershcim kein Recht cor dem I'aif nehmen 
will. j:t70 Mürz Jl. 

Icli Wallhor Wiissiclier oin biirf^er zu Slrnshiirf; Ifi kiinl mengeliclicin mit iHsimii 

I briefe, daz ich wol weis, daz her Claus Zum von Bulach ein riller, seliulüieissc 
zu Slroüburg, llügely und Lienharl Zorn den man sprichel ScituUUeisäC und ander 
ire gemeiner an den dörffern Illekirche, Gravenstaden und Illewikersheini allewegenl . 
das rebl buUent z& tßnde hcrn Johaos Eliten tot meister und rate zä Slrosbuin; 
von der inisseliflle und .'insproche wef^en, so der vorgenanl her JuliasH Krbe Iiel an 

10 die vorgenanlcn her (.'Jans Zorn von Bulach, IIui^l'U und Lienliurt Scluillhfisze und 
ire gemeiner der vorgenanten duriler. Daz reht versprach der egenant her Julians 
Erbe nnd wolle nAt ift rebte slon nocb rebtes gabonam sin vor meister and rate 
sft Slrosbnig. Ich weis Ach wol, daa der vorgenanl ber Jobans Erbe darüber unser 
burger gevangen hei tind in daz ire genummen. Diz spriche ich hi dem eide, den 

u icli der slat zö Strasburg und dem rate Rclon habe, wcnne icli (Vh in boUcn wis 
von dem rate gescliickel warl uf tage und stunde, die sü miltenandcr hellcnt, daz 
es also ergangen ist, also do vor atot gesobriben. Und des sA eime nrkAnde so han 
ich der voigenant Wallber Wahssicher min ingeaigel an dtsen briefgdienket. Der 
wart geben uf den menlag noch dem suncntagc in der vasten, so man singet 

*» Reminiszere. in dem jnre do man Salle von goU gebürte drizehen hundert jar und 
ia dem sübenzigislen jare. * 

Ar. O. J. T. C O. Csipb B Ud. 19. «r. nft. 6 i^. fmd. 



863. Karl IV an iitrnßburg : heßehlt, dem Meister des Predigemrdnis ij, ffe}i 
ungehorsame Nomen behilflich zu sein. 1S70 April 4 (Hutten. 

m Karl von gols gnaden R<nniscber keiaer za allen caeilen merer des reichs und 

kunig zu nplM'irn. 

Lieben gclruwen. Uns ist lurkomen, wie daz elUche nutuien prcdiger ordens 
in der stet su Slrasborg ungeborsam aaint dem erwirdigen Elya meisler des- 
aelben ordens, dem provincial nnd andern bradern dosclbest, anaern Üben an- 

w dcchligen. also daz derselben nunnen eyn teile wider gehorsam us den closlcrn 
loulTei) mit hiUIe und rate etlicher leulc doselbest zu Slrazzhiirg nml dfiz die 
egcnanten bruder nicht gestratfen mögen. Dorumb cmpfelcn wir cuwcrn Iruweu 
emallicb and gebiten encb vesticlicb, das ir des enwern bürgern oder andere 
iemands nicbt gestattet, sonder demselben meister provineial und andern brudem 

m desselben ordens ernstlicb nnd befUcliob bdioIiTen aeit, diesdben nnnnen zu straffen, 



' Unter ghkhem Datum und unter Märt 9 mehrere Zatgenau$tagen, weiche bestiUigen, daß d«S 
var M Ott^iMtadeH Mmmtd* uf. JSbettdmrtaelUt We 22 lud 37, «npw Britfbiieh k 271 II. 



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1367—1370 



als ofn, als sie des bcdurlTen und an euöh begero werdcnl. Doran ercieigel ir um 

snndcrlicli bcliof^liclikoil. (ieben zu Guhliyn am nechslcn doiierslag dhcIi Jmiiru 
uuser reiche ia dem viruudzwenczigäleui und des keiserliuns iu dem lumlczcndem jare. 

per . . dominum Luthumuslensem episcopum 

Heinru us de Widnania. » 

[In rfi-so] Dfin Inir^'t i iin-i^ier und dem . . rale der slat zu Slrazzburg, lusern 

und des reiclics lieben gelruwen. 

Str. St. A. Ak 77. or. ch. Ut. el. c »ig. i» 9. imgr. 
EiAer rtg. nr, 4637. 

){b4. Bischof Juli an Ii [III] ' an inetalcr und rat : eriuncrl sie an ihr verspreeUen, u 
bei ihtem bflrger Heinrifdi von Lare dahin an wirken, daax er Hotemberg des 
bischors knechl und bürger zu Gengenbach frei gebe. «Dalam BenefeU feria 
seeunda infra oclavas aaucte posce.» IMO 4pHt 15) BmfMU 

SHr. &.Ä. Ak 140» nr. 79. or. cA. ül. d. e. Ai f. iMjr. 

863. Straßtnrg m »eine £ote» heim KaUert btrieiM Her eine ant/el/UcA m 
auf Befehl dee Laudttogtee nnd Bmrekard Erbes an der Fähre «m» OmfeHttade» 
ter9bte OevralUhai md biUet eie dem £aüer hlage». 1879 April »7» 

Wir Ulrich Bocke der meister und der rat von Strasburg embielen uusem 
erhcrn holten hern Joluins Zorne, hern Eberlin von Mülnlieiia und hcrn Johause 
lleiliiiaii waz wir frünlscltcfle und püles vitith'il'»'iiI Wir kundetil iidi urabe m 
daz, daz ir uch in der sachen von der drier dörlFer wegen Illekirche, Grulensiaden 
und YUewickersheim und dcz vares z& Grafenstaden uf der YUe dcsl Laz dar nach 
geriblen mägent, das von unserre bürgere wegen, die das angftt, vor uns mit vier 
erbem pcrsonen. die iVh darunibe swiirenl, erberliche erzüget isl, daz Swartz 
AprüU. Hannes, der da ist hern Jühans Erben kneht, an sanl Marx dng der zü nebsle vür u 
ist in der nalil, und daz uch ist sider der zil, daz ir von uns schiedent, über unserre 
bürgere knehle lief, die da vareul uf dem vare uf der Ylleti, und sie libel 
handelte und die gemeine b&hae, dar in man die pfenninge t&l» die doch den 
gfttern und den gemeinen almenden da selbes sft geh6rent, serslOg frevellidie und 
bi nahl. Und da die vier persunen in M;Teient, wiir ninbe er pz detc, sider ir ao 
berschafl zu beidensilen pevarcu werent von der durlFer wegen viir den allcrdurch- 
lühtigslea fiirslen uusern guedigeu herren . . keyser Karleo voa Home, merer dez 
rjrcbs zft allen silen und kfknig z& Beheim, und des gnAden da warten woltent, wie 
er sie dar umbe von enander ribtet» alse er &ch sie sft beidensilen vür sine kejser« 
liebe xftkunfi bette gebeiaaett varen, das in da derselbe Swarts Hannes enlwurtete a» 



I VMkimSkgd, 



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IdTO 6)3 

ond sprach, sin kerra her Sljslftv von der WÜenmAten de^ Isntvogt und Burekart 

Erbe hetlcnl ez in gelMisno. Und ! r inilji; so einpfclhenl vir ücli ernsttiche, 
Ai)7. ir (iiz kipgoliche iinsorm herren dem kevser klagml, dnz iitiscni Imrgoin und 
den ireti sölicher groszer unlusl und gewail geschehen isl iti den dinj^cn, diiz 

». unsere bürgere unsers gnedigen herren des Bömschcn kcyscrs gcbolten jund sincn 
dagen, die er in vAr tine wirdikeit gomscfat hct, gehorsam siot und gevAlgig siu 
wellent, sine hocheit dar uinhe von enander wiscl, und öch vür in gcvam 

sinl. Und n'ilTcnl unst-rn herron den keyser on mit iiwcrre crnsUichcn htMe. dnz 
er sine gnüdc dar zQ gcrühc zü lünde und heni Johnns ErlK-n dar zi'i hallen welle, 

n dax her Julians Erbe schaiFc, daz uaserii bürgern der schade und dieselbe sinüclieit 
verbeszerl und benonen werde. Und Iftnl üch hie sfl ernst sin, damil ftgent ir uns 
eine grosse sunderbar (irdntschaii. Dalum sabbalo posl diem beati Georii marlyris 
anno 70. 

Str. St. A.i. C. Q. Corp. B lad. 28 ur. or. Iii cL c $ig in v impr. <lä 

» 866« I^f'' /'"i'isciiar Wen .-ff »n Strnßhurg : foi-'!' liixHe/itmitff der ffa- 
' ß»geMn,enffli*cke».Rüier nnter Androkmg feindseligen i'ot>/e/ieiis. 

{1S70J Aprii JiHimmL 

Der . . herdadoh s& Luoeenburg und s& Brabaai gemeiner vicari des beiligiii 
rdeiis 'disseil'd» LampaHisachen gebii^es.' 

• ifeisler und rai. Wir lossend uch wissen, daz uns f&r komen ist, daz cUlich 
iiwor hurger tissor uwer slal Englisch riller zwnsilieiil iiwer sinl und llagenriw 
der aidcr gcwurfeu, gefanccn und gescbcczel haiil und \vi<ier in üwer slal rileiid, 
itar umbwir dem edelen Ulrich her sü Vinstingen. unserm lieben nefen und laut* 
f5gt in Eisaase nu lang verachriben liand, das er die selben gefangen und ir gi^l, 

» du in genomen wart, worden solle, daz ir uwcr burger solich biellcnd. d i/, 
<lie selben gefnngen und ir gfil in sin liarit und in sineii <,m'\»!)U geanlwurlel 
würdenl, daz er och getan hal; aber es kan im noch nihl geschehen. Üo begern 
irir emtflieb an' üch, das ir de^ Uöeh unvera&genliclien Und, wan es uns nAt erlich 
«ere und w«r Ach nnaar gh>sser scbadct das wir des gesladenl, das solich rftberye 

K iti UQseirtn land und in unser gebiclc besdhehe. Wer aber dnz ir dis nVit iQn 
wollend als vor gcschrihcn isl, so haben wir unsenn lanlfogl l)ef'ulhen und ge!)olcn 
erosllich, daz er uch von unserm wegen aiigrilTen sol und belwiiigeii dar zu, daz ir 
es innd werdend. Und wer Ach das er uch sin nül belwingen modite, so wellen wir 
mil unsan selbes lib sft im gen Eisaase komen und wellend udi solid) ballen, das 

K ir uns oder uwer burger die gefangen und ir gut in unser gewail nnlwerlenl. 
Doch gelruwcn wir uch wol, daz ir es dar zu icht lassend komen, wann wir gern 
frauUchafl zCi uch hellen und gegen uch Icicu was uch licp wcre. Uol ay mil uch. 
Oehbua sft Briiaaael- 28 tage^in ,apri]i. . 

' •. (/• ^ei!!ßo] Dan- ^erterab burgientteislem und raff von. Slrlasbüreh . . unsern> 
lieben fWinlan . . 

Ar. A. A AA 81. or. tk. lü. «I. e. ate. «n «. in^. nmt. 

8b 



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094 t870 

867. Uohan» FrM an den Bwggrafmt wkUrl sich mit der Siiuetnmg in 

lUkirck vnd Grafenstadt» begnügt» M «o/Imi; mtderttfaUs besteht er auf kaiter- 

licher ünlscheidHug. ll.tlO Januar IJS-itai 

Liber luTre di r Inirpi^raveii. Als-- ir innl Tinsm' fründe mich gebelloii liaiil von 
der dörlTer wegen, do liuii ich mich bt'raleii: Wi lknt mich die gemeiner in setzen * 
zA Yüenkirohe und z& ürotensladeii in alle die recht, die i>ii vou dem r^chc haut 
aoe alle geverde, wenn« mir di« dArlTer alle drA verfeUeD sioi, des ich ir briefe 
lian und oiuli gfii recht do z& hal)e, su «il ich durcli uwern willen und dnn^ 
unsere frunde willen mic!! hcurilTcn, doz ich doch durch nieman onders letle. wcmie 
ich in dieselben zwt-i dörllt r yescizcl bin von zwein batdierren. l'nd syl ich do 
inne ailze ao dunckel mich, daz ich miuea crcu kilrlz leite gegeu dem riebe, 
were es das ich mich do von wiaen Itesae. Do Iritle ieh Ach, «ere ea das sA mir 
dis nüi l&n woUenl, das ir mit in redenl, das sA mir mioa anloabriefe hallenl, alse 
ir wol wtssenl. 

Str, St. A.V.CQ. Corp. B tftd. 98 mr. 8a «y. eh. mm«. u 

U68. Ruduir nuirkgraf zu Buden an mcister und rat von Straszburg : R&dolf 
von Ollenburg sei au» der >ladl Speyer wegen frevenlliclicr sachen verwiesen 
und hai)e ihn seiner uhschuld versichert. Ih^ die Speyerer auf ein von ihm vor- 
geschlagenes Schiedsgericht (läO mann, aus ieder zunfl 10; uichl eingingen, so 
acbeine ihm der mann unschuldig und er bitte, ihn su verantworten, damit er seine *• 
ehre behalte. «Datum Baden feria quinta prozima post dominicam Jubilaie anno 70. 

tSTO Mat » BaOtn-BaOem. 
Str. St. A AA 84 nr. 0. or. eh, lu. cl. c. ng. m ». impr. dW. 
Jforl|r. BȤ. tur. larSL 

t69. Heinrich von Marteliogen mei«r und wtrl desselben dorfes und Henkin •& 
sein soll II teilen bürgarmeister. richter, schüflcn und der siadt Slraszbiuy verband* 
lunpeii iiiil, die in einer slrcilsnclie zwischen Gabriel, einem kaufmann von Lam* 
pardcn, und Wateiel vou Uaslenach, vartman, wegen eines kncchtcä, der unter 
dnem wagen des lelsleran su gründe ging, vor ihnra g^hhrt worden sinl. Dea 
Ilten dages in dem maende genant der ney 1370. itfo trat tX. m 

air. B. A.lf.C,Q. Coip. K hd. 0. er. «ft. e. J peU. (l. dd.) 

179. SürgermeiHtr und Hat vo» Qmünd bUten^ ikrt Kaußeute tu S'iraßlmrg' 
»ieit mit Zall *u beseAwere». tan tgtn 9% fTKiait. 

Den erbem wiaen und wol fftrsichtigen henren . . den amroasmalslani und den 
ratherren gem«nliohen der slal se SlvazalNug enbieton wir der bnrgarniaisler und der » 



1 OaUtft iMr& «r. 8M. 



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675 



rAte gemcialicL der sliit ze üetnAiide swas wir ercn und diciislcs verm5gen- 
herren. Xnn ihr. zoücs w('t?rn, ticn ir nüwclirli in nwerr slal ulF unser iiiid i'ioh 
ander kutlliile goselzel haut uli' eiu föder wins vier sciiilliug pfcnu[inge], biluu wir 
6wer gwMde vlin[eclicU] und enwllicli«»! das ir des unser miUrarger und unser 

• ItofDAIe ftberfasbenl» wann wir von den üwero deheioen sol in unserr stal nie nftl 
genouMn haben noch RirbasB nerncn wollen» denn alleiuc dss des rich.s atnpliiiun 
in unserr slat einem deinen pfuul zol lange jarc und zile gcnoinen liut und vt-h 
uooh tiiinel, da milu wir nil xe schicken noch ze schatTen hatteu. L'ns wcrc uch 
aere leilt das wir deheioen üwem köOinan oder ieman anders, der Ach sft gehörte» 

M wMer sll gewonheit beswftrlen ; davon gelruwen oeb wir wo], das ir uns die genad 
und friiulschaft crseigeot. Das wellen Aoh wir nmb Acb and die Aweni verschulden 
gern und gflllichcn in einer noch vil niereru siiehen, wa wir dez von ücli oder den 
üwern ermaat werden. Da erzeigcul och ir uuä sulicli genade, ere und rrinilschari 
aot der wir Acb nAmmer vergessen und ewidiob daneben wellen, fiesigcli mil 

u uaaerr slat ins^ele obnan ae rocken darnff godrackl. Geben se Oen&nde des 
oeiislen mendages vor dam heiligen uflarUege 1870. 

Str. & ^. 0. U. F. bid. 9U E 188. «r. mk 10. ]M(. 6 «i^. i». «. Avr. mU. 

871 Ific ton Ber///iiim rrrp/lir/i/eu sir/i der Slitdt Straßburrf gegen eine 
Zühtung nm '400 üuldeH zu ztfciju/n if/cr BuHdrSi/cnusscnseJuifl. J370 Mai 2S. 

«0 Wir Liidewig von BL-rglieirn d<T jaii^cr, Julians von Bcrghciin, dem man 
sprichct Frankrich, und Cünetnan von Uergheiui sine süne verjchenl und kündent 
mcnglichem odl dtaem bridb, das wir uns verbunden bsnl gegen den erbem be- 
scb^den dem melaler, dem rale und den bürgern gemeinlicbe der stsl sll Strasburg 
bi den eiydan. die wir alle ilrio dar icnbc gesworn hanl mil iir gclieplen hendcn t& 

B doii lieilitrcTi, in die wise also liicnacli geschriben slAl : z(\ dt-m er»len doz icli 
der vurgenaiilc Ludewig, und übe der selbe Ludewig in disen nachgcschribcn uln 
slürbe, ie einre under uns den sdben sinen sAnen, die wUe diae selben sile werenl, 
den selben von Strasburg, iren dieneni und den iren gerllen und bebolfen sin sAUent 
wider incnglichen, uzgenomen sba falanach geschriben slfll ; und sündcrliehe 

j" wid.T alle die, die jensile Rynes sesliafl und htdin-^el sint oder wordcnl oder iilier 
Rmi komcn l oder ietzeul da sinl und die die von Ölrazburg scliadigcnl oder gcscbadiget 
hant und irc vygende stnl oder bar naeb werdent und sie sie vAr ire vigende bsnl An 
all« geveide. Und sAlloit floh wir in die selbe wise mit der von Slrasbnig dienern 
und den iren, wenne und wie dit ke sie oder ieman von iren w^en ez an uns 

»3 vordcrnl. mit unser selltes Üben an alles sumen uf sAlicln' ire vip-ndo varon und 
unser bestes und wcgcsles, so wir hi?sle niügcul, dar zu lün uud in ufsie beliult'ou 
sin und öch getruweliche sundcre ul^elze gedeneken und bi anaern eyden gegen 
iren vigenden tftn, wie wir aie nidergdegen und obernbang an in genemen und in 
X& komeo mügenL Doch also daz wir den selten iren v^gonden wo! widers«gen 

m niAgenl, obe wir welleol. Und sAllenl voran ich der vorgenanl Ludewig, und che 



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1370 



irli in (li•^(•In /.il • -lui lx', ic eiiire iitiilcr uns d»Mi vurficnimlüti siiieti süiicn dise zil 
uz dis und ailes di /,, diix jiii disistii hriiT<! ^csclirilH-ti släl. ineisler und rale und den 
l>urgcru gcuiüinliclie, zu Slruzbiirg, Iren . dienern und dcu ircu schuldig uud. ver- 
biindeo sin z& Iftnde hinauit udIm x& ^ol Joliaoses dag^ s& s&oe|<ihteii nA c& 
n«hste uod daoDati über swei gaolie jare die uebslen dar nach än underl&a. Und ^ 
doz wir In uud den iron mit uusi-rm teile uu der vcsliu Linipberg gehorsam siiUenl 
sin utiil sie in (>li nf lün zü allen zilen und weniifi sie und die iren wellenl daz 
äclbe zil uz un uileä »unieu und Widerrede. Und ätiUent ucli wir alle uuscrc knckle 
jind geaisde, die. wir dar nfle haut oder bar nach gewinnenl. aOIliob haben; dat sie 
und wie didtt ae geändert werden, das selbe siderent sA halteiidie- und sQ- lihide, w 
wir sienl uf der .selben vesliii d i' r nit, die wile daz vorbcnohtc zil weret, doch 
ölsii, duz wir von un,sers burglriden wegen tun niü^i-nl, wiiz wir da von scliuldig 
siul zii liiude gegen den, die in uu tler selben veslin niil uns banl« und soL daz bar 
an. kän !adiade ain. Wir hant Jich iizgenomen daz BAmsdie iyohv Unsere, herren 
jden biachof von Strasburg,, grafe JBberharten vom Wirtemberg .und: hem Symonl m 
herren zu Liebteinlutrg, daz wir wider die den von Strasburg nil bebulfen sin 
süHenl in den kriegen, d« die Sellien herren selber buplli'ile wereul. Wo .sie aber 
mit selber büpllüle wereul, äu «lülleul wir den vuu Slrazbürg gegen ia bcholfeu siu 
in alle die wiae, alse har an geachriben sl8l. Wir s6Uent Ach In die selbe wise, 
alse har an geschriben alflt, der von Strasburg dienern und den iren zOi allen moleD, » 
so sie zu uns in nn.sere teile an der veslin LiniplnTp komenl, iren pfcriden bowes 
und slrowes gnü^^ ^n>b(ii iinibe ire ]ifeiuiinge, die wir ucli nach bescbeidenlicbon 
fingen dar umbe nemcii ^uUeul. Und äüileul daz lüu alle die wile, das sie da 
sint und es.wellenl, und sie ntU-nnsern schiffen ^ die .wir an dem ts^ s& Limpbei^g 
haben s&llenl allew^eab».ao sici'dar koment, fin sumen äber Ryn und .wider, bar •» 
über ti^n fören, wie blicke .sie welleul und cz da vordcrnl. L'pd aullenl öcb sie uns 
dar uuibe iejrliehs m.'ilfs ^^t ! m alse vil pleuniuge, alse ez danue besclicidcnlicb ist 
nach dem, alse uudeie iule du geben ;in alle geverde. Wir üüllcnt in öcb in dem 
selben unserm -teile der vestin Limpberg unverzögenliche madien stalluuge zft 
yiertidg pfbiiden, das aie die wol dar inne enthalten und gehaben mdgeaty wenne a» 
si." dar kunient. Uud dar umbe so hant mir dem vorgennnten Ludewige die von 
SlrazlniTj^ yigebon. bezult uud genlzliebe gcwerl zweiiiundorl gfltcr swcrer guldin, 
die mir vuu in wurden siul iiu alle geverdc. W'erc ücb daz uns schade geschehe 
mit brande» r&be oder an unserm teile der yorgenanten veslin und das dar rftrte von 
der- von Strasbuig wegen, dar>unibe s(Ulcnt uns die von Strasburg ndlzil- gebunden m 
sin z& lünde noch z& gebende iin alle geverde. ■ Alles daz, daz von uns den vor« 
genanten Ludewige von Her^'beini dem jüngern, Johanse und Cükneinannc sinen 
süneu da vorgcschribcn slul, giobeul wir bi den eyden, die wir alle drie lipiiche 
gesworn haut an den heiligen, vAr- uns,, alle unaare erben und naehkonoen sft yoUe- 
f&rende und.sbete zft habende die vorl^nanten zU us in alle die wise, alse da vor «« 
ist ktsehciden 5n olle gi , i t l . Und der vorgenanten dingi ": vinera Urkunde., aa 
banl wir der vorgenanle Ludewig von Herglieini der jünger, Juiums von Bergbeim, 
dcui uiau sprichcl Fraukrich, uud Cüneiuau vuu Itergheim siue sune uusero,, inge« , 



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1370 



437 



siRele alle ilrie uns zu uhersagcntle des* düz von uns d» vorgcschrilion slAl, an disen 
hriff ^L-tRiickel. Der worl gegeben an sanl Urbans dfigc il"/. l.rilK-slfü in 

iieiu jarc» da luao zallc vou gubs gebürlc lu^Ql jare druhuuUci l und ä^ bculzig jure. 

Str.' St. A. O. D. P. lad. 78..ar. m». «. ä aig. ^, i»mtm ».(JmL m. Jtihi dk. 

• 4 . ; ■ ...... •» 



» 87S. Kaiser JCarl IV sjiridU <M^aM Srie die Fikn w» QrafetaUtieH ttls 
LeAeu.sß. JSfßMia 197€htbeti. 

' Wir Karl von gols guadcii Ruui^iclier kontier zu ulluu zileu mercr des richs und 
küiiig ze Bdien itfn Iranl, das vor uns ist gesiu Johans Erbe unser lieber gelruwer 
lind het an una gevordcrt gcricbl, als sin anlosz hricfe sagcul, die er ÜDd die voä 

10 Slraäbiirg gegen einander hani ^'rpfbcn. Als gilti til wir im i-in riclilt-r und zoplc 
vur dein sinen onloszbrief und wark-, als er billii li warten sultc, niil iinniLn von" des 
xirfares wegen zc Grufeitöladen. Do erkennen wir, sil nicnian kounueu ist wider in 
SD sUNVfe und es nüt Teranlwürl liel, als sin anlosbricf wisenl und sagenl, so wellent 
vir; das das selbe uHhr ime bellbe aod binnen für me ein leben sin sei, als es 

» ^acli vormöls isl gesin. (Jelicn ze (Itibe am nelislen mcnlag vor pfingslen unser 
-riebe in dem vier und sweucsigcslen und des keyserlumes in dem set hzirhendea jare. 

|HT dnmiiiutn de CuMilz 
, llrinricns de Elbiiigu. 

Ar. Sk A. \' C. Q. Corp. B lad. 28 nr. 3Ü or. cJt. Iii. jmi(. (. tig. im v. iih|m-. 



873. JTaiser K«H JV «nUehMU, daß iU Straßhtr^er: dt JUkirek, GrtfeH' 

Staden und Ilh'-irkersheiiK zirei Pfänder bUdni, das eine nach freier Wahl für 
sich beluilten und das nndere Johann Krhc zur Aitslösirnf/ /frlim sollen. Wiihleii 
die Utraßburger nicht binnen 14 Tagen, so sind beide Pfänder an Johann Erbe 
fu ihrgOen. (tSTO hm 27.] 

Wir Karl von goU gnaden liuniäelier kei:»er zu allen zelten mercr des reielis 
und Icuuig SU Beheini bekennen ited tun kunl ofTenlicb mit diesem briefe allen den; 
die yk Sebent ader borent lesen, wsnne wir vormals dem edeln Jotiansen Erben 

unserrn und des reichs Ih Ih-ii gelruwen erlaubt und geguniiel bsbeo, daz er die 

dorfer Hravcnstadcn, illenkirclitii iirul Illewickcrslieini mit allen yrcn zugeborungen 

und rechten, die von dein reiche vor eync genante summe gelles verpLcndct und 

veraetät sUil, uaib als viel gclls als de slep sn ym losen und ledigen mOge ; und 

wenne nft von der selben dorfer wegen der egenante Jobans Erbe und die bürgere 

von Slrazburg Czornc genonl und' yren gemoyneni» die. die losunge anegel und 

die phant ynnc haben, ein nemelichen dag vor uns genomcn haben, als in dem 

änlaz briefe, den sie mit beider willen dar obir gegeben haben, genczlich und 
i ' ■;•....>. . ■ r. , 



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1370 



vollonkotninclifli bcpriireii i^l mitl iler von worle zu worlcn liie nach pt'srlirihen 
Biel: Irh Sdvslaw i tc. ; iiiul wuiinc <1it vürgfsdiriben Johiins vor unsir koiserüclier 
gu^eitwcrltkcil iiucli di-s vorgcücliriben atilaz briefcs lule uir dco dag kutumeti ist 
und an uds demfiüichen gevorderi hat, das wir ym loil den «igenanten Inii^rn 
enlseheiden und verrichten gemclilen, als sie sich des in tinaeni hoff verwilldiCMi • 
und versprochen halk-ii ; und dar umb daz sie ufl* beiden teil deste fruntlicher 
hüllen niöchlfi), so Iiiiljcn wir inM'liii(l<l niid cnlscbcidcn mit diesem brictrc als 
iiiu nach gcächribLMi slcl a\so : Weun der e^enunlea pbanl zwei sinl, IllcnkirchcD 
nnd Gravensladen ein phant iat und lUenwicIcersheim das ander, als uns voigeben 
ist, so meynen «ir und wollen, das die egenauten burger von Stnafawg nach dem, <• 
als yn dieser brieff geanlwert wirl in der slal zu Slrasburg, in vicrlzeben dagen 
zu eynem pbaude kiesen soHen, welohez sie wollen. Und welchcz sie also kiesen, 
da by äoUcn sie bliben und duz ander dem egenaatea Jobauä Erben vulgen lasen 
und SU losen geben, als wir ym das gegunnel haben. Koren aber die egenauten 
buiifer von Strasburg nicht in den viertsehen lagen als vorgenant ist, so wollen wir, » 
dss die egenanlcn burgur von Strasburg dem egenauten Johans Erben on der sellicn 
losnnf^e zu lioideti (eilen ^eliorsatu sin sollen nach lule unser keiscrliclit-r hriefe, die 
wir dur obir geben haben. Lud dur uuib so gebilen wir allen fursleu elc. 
und mit namen dem edeln Sdislawen von der WilenmAlen nnsarm laBlfinte au Elsasen, 
ader wer in Seiten lantfoit da Seibis wirl, und den bürgern gemeinlich so Strasburg. 
unsern und des reichs lieben f;« lruwen, ernslltcb und vcsliclich, dnz sie den egenantcu 
Julians l''rhen bv den zwcii phaiuli n Ncliirincn und bünlhaben sollen nach lule siner 
huublbriefe, die er dar obir hal, als Me unser und des reichs swere Ungnade ver- 
mideii wollen. Mit erkunde ete. Ueben etc. 

Str. SL Ä. V. C. 0. Corp. B lad. ^ ar. 30. emc. ch. u 

874. A'aiscr Karl H' (in Slrüßhvri] : ■fflü nnni Tag zur Knlsrhcifftnif/ der 
StreUig keile» Hier Jllkirch, GrafeHslmku und Illwickershem auf den 15. August «iw. 

1370 Mai 28 r&ntenbrra. 

Wir Karl von gots gnaden Romischer koiser su allen csetten merer des reich« 
und kunig zu Boheiu embiteti dem burgermeister, dem ralo und den bürgern ge- m 
meynlicli der stal zu Slrazzburg, unscru und des reiclis Üben gelruwon, unser pnad 
und alles gut. Lieben gclrcwcu. \\ unu die edlen Johans Erbe gnaul an e\ neta leü 
und ewer mitbuiger Giom genant und irr gemeyner an dem andern von \segea der 
dArffer Oravensladeu, Illekirchen und Illeweykersheim, die yn vormab von dem riebe 
verj I ;i ! I und verseczl sinl, vor unser gegenworlikeil ulT ejnen ncmlichen lag ge- u 
seluckei und j^eweyzel waren, .ils d.is ir anlas bri Ii' der doruber geben isl volkoinlich 
begrilleii hal. des isl der cgcnant Julians Erbe vor uns komen und bal uiub gerichle, 
das er nadt denselben brife luic gehorsam sein wolte. Und darumb halten wir an- 
gesehen irr heider nficz» und hatten die sache also fruntlich entaclieiden und us- 
getragen, das die egetuuiteii '/.'»tu und irr gemeyner, wenn der pfant der vorgeschrilien m 
dorßer zwey wcrenl, dorutub die misseliel sinl, kiseu sollen eyns Weichs sie wollen 



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1890 



und dem egeuanlen Johaas Krbc das audcr lazxea, als verre ab das der cj^eiiuhlcii 
von StranlMirg botten, die sie mil voller macht von derselben irr mitbftrger wegen 
nach Itile dcraelben aolas brifT wille werc. Nu sinl die edlen Johans Catoru, Eberlin 
von Mülheim und Johans Ilelmtiii von diTsi'lhen Zorn nnJ irr gcmcyner wegen vor 

» unser gegenwortikrit knmcn und haben uns irr incynuug uinU-rs umli rweyzel, das 
ya der vurgeschnbcu Übertrag nicbl bcquoiulicb were, und haben uuch uns de- 
m&ticliah gebeten . daa vir aie entacheiten nadt irr beider dage und antworl 
vorlegonge mit dem rediteo des vorgeschriben anlas brieff, ala vor .begriffen ist. 
Und wann onch der pgenanl Juhons Krlx' iti süli-lier inpyniiiig vun uns und us 

10 unsenn liofe gfrillen ist durch seine^j gcschcfili-s willen. d;is er dijhfMn zu scliifkcn 
hat, und aa seiner slal in unscrm bofc gclazzcn iJurgharlen seinen bruder, und der 
hat onoh nidit vollen gewalt xu taidingen» aunder seine brife lu neneti nff die 
teilonge, ala et von una vor entscheiden was. durumb haben wir yn geaacit eynen 
andern tag unil sccxun yn den mil diesem brife, das sie heiderseil vor unser gegcn- 

u worlikcil komen suUcn ulT unser frowcn lag a3sum|K:ionis der schirest komet, wo Aug. n. 
wir XU denselben cseeilen sein werden, recht eu ncmen und geben utf beide teil chige 
oad antworl, daa wir nnvereaoglioh yn wollen widerferen hmea vor una oder eynem 
riditer, den wir yn dorczu geben werden. Dorumb ao gebiten wir eawern trewen 
ernstlich und vesliclich, das ir die egenanlon Czorn und ir gemeyncr darczu halden 

M attltel, «Ins sio den pgfnaiileii lag vor uns lialleu und leisten siillt n oder ir IwtschafR 
aail gancxer gewuU üarcxu xtiudenl. Und wclclicr teil ulT denselben lag nicht queme 
Doob aania mit voller gewalt ir boladiafll, ao wollen wir dem andern gegenwortigem 
teil eyn unveraogan racht widertorn lassen. Und waa do erteilet wirdet mit dem 
rechten, meynen wir, das das nnverruckel snlle gehaUlen werden an olle nndcr 

M verczog und legen. Ouch wollen wir, das ir die egeuanlen Czflrner und ir genii-yiK r 
bey den vorgcscbribca dorffern und pl'undeu in den obgcuanleo czciteu achucx/.en, 
banthaban and aohinnen aollel nns^edUcb doch igliehm teil an seinen rechten. 
Oeben an Furalembe^ am neobaten dinatag für pfingsten nnaer reiche in dem vir« 
nodswencsigatem und dea keiaerlnma in dem sechotendem jste. 

per dorainun] de Coldicx 
Heinricus de £lbingo. 

Str. 8LA.N.C. 0. COfp. 0 ImL SB sr. 81. «r, cft. Nl; pat. «. m •. imfr, dd. 



875. Bischof Johann III von SlntHhuyi/, Otto Herr zu Ocksensieiu, und die 
SfkuU SlfmMuTß 90riMe» *ieA gegen Graf JoffHtd VMt Lnningen nnd nehmen 
» «fdt Brtimr FrUinA mi Cwumann Yogi om WatHktlMm tv Siu^enfat. 

1370 Mai ao. 

Wir Johans von golu gnAden bischof zö Strazburg, Otte herro zft Ohsenstein 
und wir der meister, der rat und die bürgere gemeinliohe der stette td Strasburg 
lAnl knnl nenf^iehen mit diaem briefs, das ^r dureh nnla und notdnrA unser nnd 
4o det landaa in getniwar maiounge mitenander äberttomen ainl, daa wir helfe enander 



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1870 



Iftn vreUeal and deni kri«ge^ den grafe JAfIrit von Lioingcn mit uns and dem lande 
i& ElMB hei, widerslAn wellent .und nna dar gegen'selzen, ao vir^rnallieheslinAgent 

und sunilcrlicLe in die wisc, alse liienach geschriben stÄl: Zum ersten so süllcnl 
und wellonl wir zwcnlzig glcfcn milden Ii'ilen und k'reilsclu^floii, so dar zft gehSrctil. 
)ial>eu. die legclichc von unsern wegen ut den selben krieg warlco und hallen süilenL f 
und sich siu gciruwelicbe von unsern wegen an nemen. Und aAllÜnf wir der vorge- 
nanle biscbof Johana der aelben swenUig glefen sjhen glefen nril den lAlen and 
hereilscheflt'u, so dar zu geliorent, IioIk-u und wol uzrAslon, wir der vorgena nie Olle 
herrc zQ Ohsenslein drie glefen und wir die vorpcntinlen der meisler und der ral 
der stelle z& Slrazburg zeben glefen uch also haheii und uzruslen und mit den 
aelben swenUig glefen dem kriege wideraUn und gegea .dem vorgenaolen grafe 
JAifrtde, aUen ainen heifern und dienern, und gegen allen den, die ioae in dem adben 
kriege zftlogent, Iiusent, lielfenl und r i'* iil r ler ime her noch dar zG hülfenl oder 
bifii'sleiidif.' in die selbe wise werenl, dii/ iiesle und w-gesle lön und sie scliadigen 
so raun ietucr best mag un alle geverdc. Lud süllcul wir daz tün alle die wüc, daz u 
der aelbe krieg wert and unlae das er vers&aet wirt. Und duidi dai das ^dem 
aelben kriege desl baa obe geligen m^gent, ao hanl wir i& una tft dem «alben kriege 
z& belfern und bdpUAlen genoincu liern Fridcricb Vogl und Cunemau Vogl von 
Wn^/.elnlieitn sinen hrfider, die iVh ;"ai das krieg mil dem selben grafe JölTride von 
Liningeu iiani, duz die beide mil ireu selbes libeu und olae iren eren wül austut und «• 
dar th mil Sarecbe und mit allen andern ircn veaten una xHdem adben. kriege und 
gegen dem vorgenanlen grafe JAffride von Liningen, allen ainen belferA und dienern 
und gegen allen den, die ime dar z& bcbolfen sinl oder in cnlhallcnl oder ime aSi 
dem seihen kri<-ge zfilegende sinl oder bar nach wordenl, gcrälen und bcbolfen sin 
gelruwelichc bi iren eyden, die sie dar umbc mit ufgehepleu banden gcsworn haut » 
an den heiligen, und Ach gegcu in aiindere ubelae tAn und gedeneken ao. aie beat 
mAgenl An geverde, wände aie von ir selbes und irea dritten teilea wegen nach dem, 
alse man die bäle teilende wirl, alse wol h&pllüte sint und sin süllcnl alae wir der 
vorgcnanle biscbof und die slal zu Slrazburg irre teile liöpllüle süUent sin, alse doz 
Ach hie nach undcrscheiden und geschriben slül, und süUeul Ach sie daz tiin und jo 
alle ire veaten unsere . oflfen hAaer ain alle die wile, uncse das der selbe krieg gcs&nel 
wirt In alle geverde. Were ex Ach das in oder den unaem oder in und den unaern 
milenander, ol)c sie bienander wcrent, das glücke geschehe daz in äl in dem selben 
kriege würde oder in widerfüre, cz were an gevengnüsze, an nome oder mil lirant- 
schctzende, dar an und an sölichcm hütende sol uns dem vorgenanlen biscbof Jobanse a» 
ein dritteil,- hem Otten herren s& Ohfenstein, herp Fridmidi und CAneman Vogte dn 
drittentdl und una den vorgenanlen meiater und rat and der atat aA Strasburg Ach 
ein driltenleil z& gebAren, werden und blil i ü O ^schehe Ach daz der voigenante her 
Friderieli oder tlnneniHn V'ngt in dem selben kriege und von dez krieges wegen gcvangen 
würdenl, so sülieul wir dcuheinc süue mil grufe J6tfride noch den, die ime also zu 40 
ge,Iifirent, n^men, aie sient danne vor irre gevcugudsM ledig worden An alle geverde^ 
Wir ^Henl.Adi 4ur.sA denhäne aAne :mil ,in nemen An willen der voigenanleor 
hem Fridericha; und CAneman Vogtes'. Were aber das una flkgle» afine mil graf« • 




taTo 



6B1 



JAOride und den sinen z& nemendc, und ez dem selben liern Fridcrich und C&nemanne 
wider were und cz nil gehellen woltenl, woz dann»« der edel her Julians von Ohsen- 
Stein der dechau und mcisl«r und rat zu Slraxburg, die daniie sinl, du mit lieiszent 
und dar ui tftnt, wände du selbe Och «n in slAn sol, dai eAllenl wir und die seihen 

a. beide gebrfldere tftn und lullen An alle geverde. Wir die vocgenanlen Itiderich 
Vogl ein rittet und Cönrin;ni Vogl sin brüder verjehenl an disem hriefe, daz wir uns 
bi iinsero evden verbunden Imnl und verbindcnl uns ucli iiiil disem hriefe «lies daz 
z& ballende, z& lAude und z«ü voUeiilrcnde gelruwelichc und ün alle geverde, daz von 
uns ds vorgeschriben ilftl. alle die wile das der vorbenante krieg mit grafe J6ffnde 

M von Liningen. sinen belfern und den sinen weret. wände uns fleh dar umbe und sft 
unscrm kosten z& slüre, den wir von dez seihen krieges wegen liaben müszcnt, drü» 
hundert guter swcrer gnldin worden gewerl und gi ntzli( ho hezall sinl von dem vor- 
gcnanten unserm gnedigco berren biscbof Jokanse und von der slal z& Slrazburg, 
dar an Adi mir den Torgenanten Prideriehe zweihundert gnldin und mir dem ob- 

» genanten CAnemanne hundert gnldin worden und gewerl sint, das wir öch beide 
▼erjebent an disem briefe. Woz ('cli uns dem vorgenanlen bisehof Jolianse, Ollen 
Herren zQ Oliscnslein, meisler und ral und den bürgern zu Slrazburg, Frideriche und 
(luneiuanue Yogle in diseiu kriegu schaden geschibl, cz sie an vcslin, an dörtFerD, an 
pferiden oder an welrehande ez sie, daz sol ieglich teil under uns nach dem. alse 

>• wir an den . . . • in drft teile geleilt sint, alleine Uden und sällent die andern zweiteil dem 
teile under uns, dem ez geschehen ist, nützit schuldig sin da von zft gebende noch zft- 
Ifiiulc in deuheinen weg fui alle pcvcrdc. (n-schelie über daz die vorgenautou her 
Fridericb Vogt und Cüneman sin br&der on iren vcslen von diz selben kricgcs 
wegen beseasen und mit einem Toloke hel^n wArdral, dar z& sAlloit wir die Tor> 

n genanten biscbof Johans, Olle herre z& Obsenslein nnd wir meister und rat in 
bebolfen sin, alse unsern eren wol anstät än alle geverde. Und alles dez zu eitu-m 
Urkunde, daz nn disem hriefe gcsohrihcn sl;"it, so lumt wir <h"e vorpenanltni liisrhof 
Johans zQ Slrazburg, Otle herre zu Oliseuslein unsi rc iii^^i si^tde und wir der mcisler 
und der rat zQ Slrazburg der selben unserre stelle ingcsigel und öch wir die vor- 

*• genanten Friderich Vogt ein rilter und C&neman Vogl unsere ingesigele an disen 
brier gehenckel. Der wart gegeben an dem ersten dunresdage nach sant Urbans 
dage dez b5 bestes in dem Jars, da man zalle von gotz gebürte tusent jare drübunderl 
und sj^bentzig jare. 

ar.aLA.Ak MOB. 9r.mkt.S9i9. pmd.^ fWPnM 3 iA 

m 876. Straßbwf M de» BekittUar Wentel.- de^rSndef die O^imfeimßkme 
eHfKeeier JiiUer. [iaio A»rU 28^Mett 90.] 

Dem hoherhonien fürsten und herrcu berren Wenlzcslaus von Beheim, lierlzog zft 
Lulzemburg, zu HrAhniil und zdLimpburg, dez heiligen RuMisoliei! rvoLs dissil des Lara- 
partiscbeo gebirges gemeinen vicarien, embietent wir Bertholl Zum der oieisler und 

M •) e. 4 twOuOm m un ämt . 

8(S 



889. 



1370 



der nl von Strasburg unscrn undertenigen willigen dienst und was wir iemer wirdi 
tmd eren vermügent. Cuiediger In tkv I'tis hcl der erber fromme riller her Huwart 
von ElltT gosiMl die liolschafl, die ir von mvorn gnaden gorüchcl hanl uns mit iiue 
zu eniLiielende, eise von der riller und der andern wegen, die zvvischenl unserre slat 
und Hagenowe von etlichen unsern bürgern gcvongcn und gcscbeint sAllent ain. • 
Also begerenl wir uwere gnSde sft wissende, was unsere baigere da mit und in 
der Sachen getSn hanl, daz sie daz An unser lit iszen, wissende und zötön da zö mSle 
dfilcnt, und dcrihli da uns der vorgeiiante her Iluwurl die hotscliafl seile, daz wir 
da sü hanl nach uusera bürgern, diu die äachc angäl, santenl und crnslliche uwern 
gnaden da mit sft willende sie sft rede dar umbe aliessenlf also wir das 6cb vor m 
siten me gelAn hanl. Die baut sieb vor uns verenlwuHci und spreebenl, da cft mUe, 
da die bAse geselleschaft, den man sprach die Engellender, in dem lande zA Elsaz 
und hi uns warenl und das lanl und niengliclien da inne schadiglenl mil brande, 
morde, gcveugniszc und mil allen undera büscn dingen, die sie vermöhlenl, und die 
dar aUmduidilühligsie forste unser gncdiger herre . . keyser Karle von Roma merer u 
d« rychs sft allen »ten und k&nig sft Bebeim mit sinem gewalle us Elsas dena 
lande verjagte, das die selben unsere bürgere von der selben bdsen gesellesebAft 
und mil nammen von disen lüleii, die sie 'ich gevangen hallenl, ühellioho gevangon 
wurdent, grösliche an ireu üben gekesliget und marterliche geschadiget, daz sie ao 
iren liben iemer dest krasoker mftssent sin, und sie uiiseni buigem dar sft ire liabe » 
und ir gftt noment und sie dar nacb grftalicbe dar sft umbe ir gftt scbetaetent» das 
1 rh iemer bedarben mftssent. Und hanl uns die selben unsere burgwe geseii» 
daz den selben groszeii schaden und itiilnsl in getan liant die seihen gevangen, die 
undcr den KngcUeudern unsere bürgere vieogent, und daz cz öcb die selben sicnl, 
die es in dftlMit und dar sft uf des landes sebadett und in das binl komm warent. » 
Dar sft ao sprecbeot unsere bürgere, das die gevangen mfllwillekliebe und An twiogen 
und von in sdber babent verjehen, und hont ez ödi unsere bürgere uns dar zO ge- 
.seit, daz cz wor si'', da/ sif z-'; den selben zilen mit dei li'^eii p'selleschan und 
dem erlzpriestcr ircui liu|jUnainie in dem lande zQ KUaz und daz selbe lanl zü 
schädigende gewesen sint. So babe ein smit, der öcb ander den selben, die ire « 
gevangen warent, was, sdber geaeit, das er vil Ifttes da sft mUe in gevaugnisse 
allkssa und slftge, das es wol sin mügc, daz unser burger üch der selben cinre ge- 
wesen sie, so er de/ seihen niales in geslosseo habe. Und dar umbe guediger berTB 
80 billeal wir uwcre übertrelfende guäde. 

Str. 8I.A. Bl. üap. mb. eavun. » 

877. Stitlat von der WeitenmUkl au Meüter und Sat: bittet ms Be/Mnng 
eines der gefmgam> ettfttseAe» XUIer. [1979 jm 90] Jüipewwfc 

Den erbem und bescheiden dem meisler und dem rate von Strasburg enbftt 
ieh Slialav von der Witen Ifftlen minen dienest. Ich lasse ftdi wissen, das ein 
erber prieater gdn Hsgenowe kumen ist sft mir sn mins herren des lanlvogls etat « 




1370 



683 



niid hat mir gezfiigel einen bricf, den ein kardeoal von Rone basigelt het mit ein» 

hangenden ingesigel, daz er verliert habe erher lule, riltcr und knehle, die do ge- 
sworn habeul an den heiligen, daz ein riller, der bcissel der Altnarig von Sanla- 
inuol, der do ist gevangen mit den andern Kugelischen, daz der selbe rilter in diz 

* lanl Die me kam and unachuldig ai dez achaden, der in diaem lande geaohetien aie. 
Do wU idi Ach bitten von mins herren wegen, dai der selbe ritler ainre unadiulde 
gcniesse, und daz ir do gedenkcnl, wie er der geveogniaae ledig «erde. Geben 
xü Hagcnowe an dem dunreslage vor pfingeslen. 

gtr.8iA.AA 91. er. €k.,Ut. Act^mv. nvr. «fal. 

M 878. D(u Kapitel ton s. Arbogast triß Bestimmunge» über Einsetzung eines 
Oeion«men mtd ^ier tlie Xeektg det Preistet. jaw J'utU i. 

Ja dei nomine amen. Per huc [ifesens scri()tum cunclis paleut cternum, quod nos . . 
^ridua preposilns, Jobannea de Roabeim oanlor, Ifarcua BAllin. Johannes Stemeni- 
.berg, Alexander dioliia Genaer, Ebeibardua de Wallenheioit Jobannea Snecke, 
** Kicolaus Backe . . Wilhelmus Ysellin, Ileinricus Smidelin, Nordewinus Ilenner el 
Pelms diclus Swarhcr canonici convcnlnalcs monasUTÜ s. Arbogasli ordinis canoni- 
corum reg;uluriura s. Auguälini exlra muros Argeuliueiises in . . ( »pilulo ejusdem 
noatri monaslerii ad infraacripta specialiler et capilulariter congreguti, oonsiderantea 
el allendentes, quod ob indtviaam el ilUmilatam nimiaque liberam admintatracionem, 
quam . . prepoaiti dicli nostri monaalerii, qui per tempore fuerunl. de el super honia 
ejusdem monaslerii lnib-To consucverant, nonntilla ex bonis eisdem preler forinnm 
caoonicam el ulia^ minus pruvide distracla, iuuliiiler consuroala el a diclo mona^loriu 
ad«o dampnabililer et irreenperalnliler bactenus aunt alienala, quod ivx de eo qnod 
aapereal eongmam babera poaaumns analentacionem: cupienlesqne dampnia et peri* 
cutis, que exinde provenerunt et evenire posscnt, obviarc, super hoc in noslro 
capilulu sepius congregali Irnclaltis jilures linl)uimiis fl solcmpnes et Inndem communi 
deliberactone unanimiquc couscnsu uuslri omnium dcsuper prehabilis ad obviandum 
inanlee dampnia et pericaUa majoribns, que exinde poaaent evenire, necnon aliaa ob 
evidentem ttUlitalem et realanraoionem dicli noetri monaaterii, conaenan, auctoritate 

* et appfobacione . . reverendi in Chrialo patris ac domini noslri domini Johannis dei 
pmcia opiscopi Argenlincnsis, cui in spirilualibus el Icmporalibus subesse dinoscimur, 
quuad huc nicbilominus accedenlibus, ordinandum el slalueudum esse decrevimus 
ac preaenti aeripto pro nobis el aocoeaaoribos noetris in diclo monaaterio in modun 
qnt aeqnilur cooooidiler el eapilalariler atatuimos et ordinamua: In primia vide- 

* licet quod. . prepoiätiui dicli notlri monaslerii, qni nun st, et qoivia ejna in 
preposilura ejusdem monaslerii succossor do celcro nullam , forma canonica non 
servata, necnon alias absque coutienäu el niandalo capiluli ejusdem monaslerii vel majoris 
el aanioria partia ejiiadem capiluli habeaot vel habere ddieanl alienandi, dialrabendi, 
(Migaodi vel adminialrandi quevia bona mobilia vel immolulia« parva vel magna dicli 

^ menaalaffll» eieaptia aobaeriplia da daputalla» quovia modo polealatem, foootlatem vel 



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eS4 1870 

-aucloriUliHn. Sed qaod inanl«« perpetuis temporibitt per pnponluai «l capitulam dicli 

nonasterii seu mnjorom et sniiioren» partcm corundcm de gremio ipsius monaslerii 
vel aliutule, prout melius videbilur «»xpcdire, providus et Fidelis eligalur el depuletur 
yconoinus regulariä vel secularis. cui guberuacio bonorum teinporalium dicli 
niODasterU taiiii]uam procuralori Degociorum ejoadem monaslerii eoamiiltatar. Qtti * 
qaidem ycooomas, cum assumplua foerit, de fiddiler gubemandia rebus dkli Bostrt 
monaslerii el deracioiie snfTicienü (am receplorum quam dtslributorum et ejUamäum 
sinpiilis annis preposilo el . . oupilulo dicli monaslprü in presencia domini cpiscopi 
Argeuliiieaiiis pro leiiiporc extsl<;iiliä vel cuinmiäiiariurum üuoriuu ad hoc depu- 
laodonim facienda legaliler el reddenda nccaoa de obaerrandis infimoriptia m 
oorporale prealare tenealnr juramenlam. El nidiilomiDua yoonomua bujusmodi 
ab ofTIdo sui yconomalus per prcposilum cl c«pi(ulum predi<lns \c\ rnajorfin 
parleiu ex eis lociens. quocions ac quaiidociinqiic expedire vid.'biliir, desülui valoal 
et amiuuveri iieciioti ulius uiodo simili loco ipsius dari. Gubernaoionem (amen, 
curam el regiroen omniam spiritttalium io diclo monaalerio apod domiaam preposi- m 
tum ejuadem monaslerii, qni nunc cal, el omues suos in preposilura cjnadero monaslerii 
successores illesam, prout baclenus obsorvultim esl, volamus remaiiere, nec polcslalem« 
juri.sdi< ( inii('in i'l aMclorilaliMii excrccndi, rogtiidi, gubernaudi el adminislraodi bujus- 
modi äpinluuliu ipai prepobitu el ejus bucccääonbuä diuiinuere volumus aul iolendimus 
Tel auferre» sed ul eadem spirilualia temporalium auflragio eo perfectius regi valeaat » 
et ezeroeri, quemadmodum premissum est» staluimns, Ttdumns el ordinamus, qnod 
dictus prcpositus et quivis ipsius in prcpositura dicli nostri nioiiaslcrii siicoessur in« 
anlea perpeluis lein|)oribiis ad usus el babilacionem suos el Tamilie sue liabere 
debeanl domum iu diclo inonaslerio silam, in qua bacteuus prepositi ejusdem 
monaslerii cousuererunl babilare, cum slupa» cellario, oameris, orio et aliis suis per- m 
lineDdis el ^cialiler eciam columbarium juxta domum eandem situatum. Item in 
viciualibus et prebenda idein preposilus el sui successores in dlcla prepositura aemper 
Ijiljt'ie el recipcre debenl porcionein dti])lalam seu bis tanUini, qiiantnm cuivis 
cuiiouicorum dicli mooasterii coalingil seu debel pro prebenda uiimslrari. Ilem eidem 
preposilo et cuilibet ipsius in dicta prq)osilura auooessori ultra dnplicem prdtendam m • 
hujuamodi de bonia dicli monaslerii aingulis annia ad usum auum tradi, presenlari el 
per dictum yconotnum numerari seu ministrari debcnl vigintilibre denariorum Argen- 
tinensium, vidclicel anno quovis decein liLre diclorum denariorum in feslo iialivilalis 
junixt. beali Johannis baplisle el relique deceiu iibre denariorum eoruudem in feslo nalivilalis 
üw. M. domini oostri Jhesn Cbrisli. Quam domum cum suis p«rÜnenoiia prctaoüs idem prepo- » 
dlus et successores ipsius ad usus et babilacionem bal)are diclaraque prebendam dupli- 
catam perpeluo el diclas viginti Hbras singuüs annis percipere dabeut el in usus 
quos voluerinl converlere possunl el in eisilcm domo cum perlinenciis, ]irobriida 
duplicala el vigiuli libris ul preiuitlilur babcndis «l recipieudis nullalenus per 
noB et successores noslros in diclo monastario dabaant aul TatoeBt impediri. «s 
De alüs lamen bonia dicti monaslerii seu ipsorum adminislradone idem prepoailua 
ant ejus in scpedicia {ireposilura auccessoros aliler quam sopra deseriptum est ae 
mn üi'beul iulruuiilleic du velcro quovis modo. Preuominalus insupcr jcooomus 



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1354—1370 



€85 



doinum el hahilaeionem dicli preposili de bonis ejusdem monaslerii reficere et in 
bona slruclura teuere necnoo stupam ejusüein doinus, quucicnscuuque preposiU) 
placiMfit, de lignis ejusdem monaslerii celefieri procurare leneatur. Staluimus iu» 
super et modo superius eooeeriplo volmnus el ordiiMinos, qnod quivis de celero 

i ID prepositain eat canonicum dicli no.slri monaslerii assumcndus installacioois aue 
tempore anle divina de oliservandis lioc pre'^i-nli nuslro slaliilo et omnibns con- 
tenlis in codcin jurauifiilum curporale preslare lenealur. IJt aulem hec uostra 
ordinaciu perpieluam oblineal firmitalem, nos Sifridus preposilus el canonici pre- 
Domimli de obaerviodis omnilnis superius oooseriplia corponilia prcatUimos ju- 

w nmenta- el insuper preseotes litleras desuper coufeclaa sigiUo domini nosiri Jo- 
hannis episcopi Argenlinensis prcdicli oblinuiinus s^pillisque tioslri Sifridi preposili 
et coDveotus seu capiluii prediclorum fecimtis appcnsione niuitiri. El iiichiloioinuit 
imaente« üUenw ioter alia statuta dicli nosiri moDaslerii couscribi volumna et 
oonnomeisri. Nos qnoqu« Johannes dei et apostolice sedis gracia episoopns Ar- 

ti geDlineosis, quia stalula el ordinaciuties prescriptaa cognovimus esse racionabilcs 
el diclo monaslcrio fnieluosiis, idoirco cisJein iioslros approhHciuiicm, aucloritatein 

- el consenstim adhibuiinuä et preseiUibus itnpertiiiiur ea nichiloininus ex cerla sciencia 
confinnanles. Et in liujusmodi approbaciouis, auclorilaliä, cousensiis el couiirma- 
donis Icstbncoiam sigiilnm nostmra poolificate preseotibus est appenaum. Ütluin 

m kalendaa menris jiniii aub anno domini millesimo trerentedmo aeptuageaimo.*. 

Ar. BiMtp. A. lad. N ar. la «r, e. t a^. poA 

879. Bischof Johann [// oder Illt] an meister und nl : Uttel die forderang 

des ungeldes vun dem sciiuhneister von sant Thoman bis zu seiner Ankunft in 
Slraszhnrp stehen y.n lassen ; er wolle es gütlich übertragen. «Dalum Dabiclieu« 
•* stein icna sccunda ante feslum l>eali Johannis baptistc*. 

(taS4-ia7ü Jumt 17} DodMata. 
Ar. At. jL AA 140i nr. IM. or. eh. W. <L a *« t. intpr. id. 

880. Bischof Johann [II oder III f] an mcisler und rat: «Diesaclie, die die. . 
herren von Rynöwe und . . Pfadehiicher üwer burger niitleinander haut, die was iu 

ao uuserme gerihle und hallenl sü enpfulheu . . dem probsle von saul Peler uszQri blende. 
Dar nach durch Awer bette willen und umbe koaten und erlieite sA s& beiden ailen 
ift öt)erhabende> verwies er sie an den vorgenannten probst, herrn Clause von 
Groslein und Goszen Sturm. Nun will Pfadeliucher sicli dem ausspruch dieser nicht 
unterwerfen. Uer bisohof bittet, ihn fur/nluiUen, dasz er Ibut, was die drei erkanul 
M haben. «Dalum Orlembcrg fcria tercia aule l'estam nalivilatis Johannis baplisle». 

[19S4-1970 Jiml i»J OrM«fyi. 
Sir. 8L A. Ak tlOl ac. 89. «r. eh. KL cf. « <» «. imfr. dA 



' Friderieoi ep. ordiusciones et Statut» BaprMcripta coufirmat. Datum Argcntine sabbAto pro- 
ximo %n\e dominicam cjua caniatur in ceclttia iti LataiO aBM donÜDi 18IM. (fWr. JML) E ^ miu 



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ldd8-1870 



k 



881. Riscliof Johann [III] an ineister und rat: Heinlze Erlecb sein schult- 
heisz zu Ulme ist von Slraszburgcr bürgern, als er aii3 der sladt wieder heim 
reilcD wullle, überfallen, ilillel, Ueiulze von dcu bürgern recht zu verschafTen. 
Daxu sind eüiohe bQrger bewaffnet nachts in seinem dorfe i& Ulme eingelMrochfln 
nnd haben seine leutc gefangen. Endlich liaben sie zu bürgern emprongen «Cönlze > 
Oewercnsüne von Rcyiiichoim uuJ andere, die doch unser und unserrc slifl eygin- 
l&le aint, daz uül me heschebeu ist, wand nieman keinen eygin man fri mag 
gemadienB. Er bittet in «11 diesen llttea wit um leoht auf gmnd ihm bQod- 
nisaea und ihrer freoudachaft. «Datum Benafell Üeria quarla poat feslura oorporä 
Christi». flM«i-J«7»<r«Ml m BeitftMU <• 

Ar. A. iL AA MOl ar. 14. w. dk. W. <l. A 1^ «I «. ««r. M, 

882. Das ütraßbutgtr Dtmkapilel trifft BttlimmuHgtn über Pfründentfrleihung 
und Vergebung ton Aemtern. J370 .Juni 20. 

Nos Johanoes de Kvhurg . . prepositus, Johannes de Ühäenstein . . dccanus 
toluiuqiie capitulum eodesie Argcutinensia nolum fiioimua lenore preaeooium univerais, » 
qnod tum freqoeas.et inporluna quonindam petitio noa induxit et alteiit ad hoc. 

quod quihiisdam personis lam clericis quam laycis prebendas antiquas in pane et 
vino consislenles, sicul ab anliquo canonicis prebendatis ecclesie Argenliriensis 
miniälrari conäuuvit, ad vitam earundem persouanim duximus concedeudas de 
commnnibus reddilibua et prorentibaa nostris. Unde noa bojusmodi oonceariooes in » 
delrimenlum prebendarum nostramn vergere possc formidantcs, idcirco de oonsonsu, 
auclorilalc cl approbacione reverendi in Chrislo palris domini Johannis dei gracin 
episcopi Argenlinensis stalairous el ordinamus, quod hujusmodi coucesüioneä pre- 
bendarum vel eeiam aliornm reddituum in vino» pane vel fnimento oonaiateneium de 
cetero non tianl nec eciam conoedanlur per decanum el capitulum ecdeaie noetre m 
supradiete. Insiiper staliiitnns el ordinamus , quod offirin jmli' iorum seculariutn 
.seu cciam officialium sccularium civilalia et djrocesia Argeulinensis nulii deinceps 
pcrpciuo vd eciam poat obitnm offidati alten peraone cuicnmque, anlequam de facto 
et de jure vaoent, perpetuentur aeu eliam aigUleatur sub aigiUo noatri capiluli 
quovis modo. Vnlenlt's !uijusmodi statuta inier alio noslra et ecclesie noslre statuta m 
anuolari et seribi et ul tirmius observenlur slalula hujusmodi prelacta, nos omnes 
el singuli ad »uncla dei ewangelia juravimus presripta perpeluo nos servaturos. Et 
noa Johannea dei graeia . . epiaoopua Argentinensia, quia premiasa de oooaensu* 
auclorilate el •pprobadone noatra processenmt, idcirco ad robur premissoruna 
sigilhim noslrum episcopole presenlilms duximus 8pp<>ndendum. In «iiionnn lesli- js 
monium sigilla decani et capiluli noslre ecclesie Argenliaeosis pre^eulibus cliam 
aunt appenaa. . Aola sunt hec 12 kalaadas Julii anito domini n)9läimo lieoentesiiiio 
septuagesimo. 



Str. au.Ä.Q 871flL or. »U> e. S ä§. jMidL, «Monm 1 (eapj M. 



> 1368 itfcii äO katten BitcAof Johann III %md atnMurg tith verbündet und beti^lich der Atu- 




1354-1370 



«87 



883. Elisabclha imperalrix per Henricnm et Conradum camcrarios suüs notum 
facil, quod sabbalo in fesluin s. Joliannis bapliste proximo hora quasi 22 inasculinam 
subolem' corpore et metnbriä siugulis clegaiilem in luceni mundi produxeril. Dalum 
Präge die 23 mensis Jnnii a. reg. 7 itnp. 2. lar» Jtaa 9» rtath 

Nach dtm Druck bei Wauker coU. areh. 136, — BuUr reg. Gemahlttme» nr. 13. 

884. Bischof Johann, ron Basel an MeisUr und Hat: bittet du für lu sorgvii, 
daß ihre Bürger das Baseler tStifl vnffesehMigt lassen. i37o Juni 24 limtcL 

Wir Jubauä vou golles genadeo . . biscliof zc Basel embieleul den wisen frutamen 
notfeslea dem . . meisler und dem rate le Straspurg uosem dränUiebea gr&n, hulde 
und geoade nnd was wir eren venD%ea. Ir aftUent wiaaen. das üwer burger inge- 

scsscn uns widerseil haben und uf ünscrn und der slifl von Hösel Schoden geritten 
hant US üwer slal ze Straspurg und dar in über das, daz wir üch wissentlich ver- 
botschaAet babenl bi bem Heinrich vod Tallenriet eim riller üDserm hofemeisler, 
wer der öwero weri, der ikeaei an uns se vorderende belle oder ae klagende, das 
wir dem rc^cbles g^KWsam wAllent sin und im dar zil antwi'irl walten vor üch, das 
wir getruwcten vor üch bi gelimpf und bi bcsclieidcnlicil bcliben. Dar umbe so 
bitten wir üwer wisheil, frommekeil und bescheideuheil, daz ir die üwern burger und 
■nder wiaent nnd als lieh habent, das ai vns und unser sliA von Basel nngesche* 
diget lassen und usser üwer slat und dar in uns kein unlust mit riteo oder mit 
gcteten hinnanl hin t&gen (i h r sclioirou ze Iflnde durch das, doz wir yemer deslcr 
geruer in allen sacbeo gros oder klein lün wcllcnl, das ich lieb, nütze und ere ist; 
nnd snnderiicb wind wir Awer wisheil und bescbeidenbeit ze wissende wol gelru* 
wenl, das ir gebunden sbiC semlich ding ae verhiktende und die ae beschirmende 
Tor schaden der üwern, die vor üch rechtes und bescbeidenbeit gehorsam sinl, als 
wir uns erholten hant üch und den üwern als vor geschribcn stot. Uwcr anlwürl 
lant uns wissen hi disem botteo. Gegeben zc Basel an sanl Johans tage ze s6n- 
gecht anno 70. 

Ar. A. JL T. C. 0. Onp. K fad. Mk. or. dL tt. cL a tf» «. «vr- ^ 

885. Bischof Johann [II oder Ulf] an meister und rat: Dem Hartman Wall- 
boUe, riUer ron Lore, isl von Will|cilme und EbeHin Belcachotl metzgem nnd Slraa»' 

burger bürgern sein zehnter su Ottenheim, den dieaer foa ihm und dem slifl sa 
leben bat, genommen. Der biscbof billel, die bärger zn veranlasscu, dasz sie hiervon 
altöleben oder mit Waltbollen nacb lebusrecbt tag leisten. «Geben zCi Zabers am' 
donerslag naöh aant Ptoter and aant Paulos Isg dw heiligen swdfboUen.» 

[13.14-1370 JMt 47 «Mtorn. 
Slr. St. A AA 1401 nr. 18. or. dk. W. cL c. Big. in v. «r^. id. 



> Johamh 



688 1361-1370 

886. Bischof Joltann [// oder III f\ an den domdechsulcn Johannes von Olis- 
senstein: biUet ihn, uiil dem rate zu reden, dasz dieser Ludewigen von Iioi>sclieil, 
•ipfc M des biscliofo diraer, fnrbasser lid gebe bis senct MiehMta tag». « Datum oppidi» 
DOBlro BeneTelt ibria aectmda post Olrioi. » (taeP—lSfO ^mN 9] Mn^HO^ 

Ar. A. A. Ak 1409 nr. 91. «r. ck. Ut. d. c. Ai «qr. ML » 



887. Dtis Thornnskapilel beslimmtt Hn/Uf a» SMle i$r Broi» de» Xs- 
noniktrn Weiirn gd'irfert wird. 1S70 .Tutt J8, 

No*! Nioolaus Spender prc])osiliis, Johannes de Knpeneelfe deonnus loluinque 
capilulum ecclesie s. Tliouie Argcnliucnsis ad hoc capilulariler congregati provida 
deUberaoione prebabila sc ecciesie noslre predide tttilitale evidentt penaala alatnimus m 
et ordioavimas. qood ooiltbel canonioonim prebendas eonsecutorum assigneniur ia 
trilico Iriginta sex quartah'a et qualuor sextaria, qtie hactcnus in panibus in j istriiio 
Aug. ti. amiuiälrala sunt, nssigttanda eiüdem per procuralorem noalri capiluli in festig as- 
NiM, M. sompeionb virgiois Marie, aanetorain Mariini, Mathie alqoe Urbani, quoUbel lemino 
ntr. M. preacriplo novem quarlalia trilid cum uno aeztario. Fiet autem distribneio eaaonids. u 
tut», vicariis, decano et scolastico racionc sunrnm dignilatum, protil Itaclcniis in panibiis 
de pistriiio facta est. Si quis vero de prediclis dislrihucioncin capientibus prediclum 
Irilicum in panibuä habere voluerit, lanliim capiel omni fraudis comraeDlo semolo, 
quantum io domo ana indigoeril, redduum aulem Iritid a proeoralore «apiel tenninis 
ut prescriplum est. Absentea vero caDonici Isntum recipient Irilicum, nec cisdem >■ 
pane^^ assigniiri v(»hnniis. Sed si qiiis ex j>n*dieti3 di.slribucionem predictam recipiens 
iu panibuii inlra aunum ux quacumque causa acceplare diclos panes de pislrino 
DoUet, estune Hoest ddem veodere «oadem penonts eedesiaaticia quibuscumqne de 
eodesia noslra exisleolibus indlgentibus tamen pro ae et familia aua uaqne ad termi" 
num proximum de terminis specificalis ; odicienles prescriplis, qnod flerp ]i n(c aliqiio » 
de prescriplis persunis diclani dislribucioueni Iritici in panibus capiente liccat illi, 
cui prebenda defuncli colligenda commissa fueril, diaponere cum eisdem panibus 
ioter peracoas capeees predietas, proul atilina aibi videbilur, lantum.ad tenninam 
proximum dislribiicionis panum inchoaudo. Insuper recipient predicte persone, quibus 
dislribTicio fieri debet, dirtos panes sine qiiocnmqne eonindem danipno de pistrino, «» 
quud e.\ quacumque causa capilulum subibit, reservautes oobis et noslris suocesso- 
ribus. proul de consuetndine nobis haetenus oompelüt, prebende cujaslibet TsesBlis, 
cui difila dialribncio soUta Geri esl, taxnm, excrescenciam el Iricesimum. Volentes boc 
atatutum aliia noslris stalulis juralis communicari. Actum 15 külendns augiisti 
anno domini millesimo trecenlcsimo sepluagesimo. In quorum leslimoDium nos Ni- u 
eolatts preposilus et Jobannes de Kagenecke dcoanns pradidi nostn sigilla dicU 
capiluli sigillo dnximus coappendenda. 

Str. Tho». A. lad. 2 •(•lola or. mb. c. 3 »ig. pmi. 
Krwälmt M Ch. SrilmUt, MM. «fa cAiy. de a. Th a ma t 106. 



i 1362 StpL M /bMb kk Jatemi «on OduentteiH tum «nfm iUk ab DomitAmt erwäJmt; j3eo «» 
Olk S aiAid tt nach all CRaiMKk^ ftHUHHt, 



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1370 689 
88U. £ nbischof (Jerlach coa Mami an Meisler und Jtal: ersucht den vom Kaiser 
bei Neukurf verlieiene» Xkeintell nicht «t erkeben. [1970 jnU »8J* EIMU», 

Gerlach erliebiflchof zcu Menlu. 

Unsera frunllichen grusz zcu vor. Ersamen wisen lüde . . lieben frunde. Ulis i«t 

• fSr kumcn, äaz ir an ur.scrm licrreu dem keyser irworbcn soUiiit lialjoii, daz er uch 
vier grosze au dem Uulie zu iNuwi^burg, die furmals bilher uit me geuoiueu sint 
daadbis, iilonbit habe von i« dem fadir wias und nach marisal allir ander kouff- 
manschalR off zu heben und zu nemen. Da myde unser und unser luidekurrurslea 
off dem Ryne fryheyde gekrenkit worden, wann . . wir uieyuen, daz -solche suche 

M mit der kurfurslen willen und guo^l durch der lande beszir scltiruic willen ge- 
sobeben aollen. TJnd wann ir aelbir zcu andern Uiilcn auch gearbeydel habini umb 
mynnerunge der inolla off dem Ryne, ao irkennen . . wir una «ol, das di nft diaen 
Sachen gemerel wflrden. Da von bcgciii . . wir mit ernsle und bydcn ucli, daz ir 
den Izol mil uamen die vier grosze nil hcbent odir ucment. Da dul ir uns nil alk'vn«, 

u sucdera auch andern uosern midekurfürslen otl dem Kyuu frunllichen dienst ane. 
Dflehle abir neb, das ir des »yl dan aoltent in der masze. ala wir da vor begern, 
so galrawen wir uch und begara des, daz ir die vier grusze uyl Dement so lange 
bit off uusers herren des kejsers zcukunfH zu Dulschen landen, als wir uns doch 
Tiisebeol, daz er kurüdich da hin komen solle; daz ist uns wul von uch zcu danke. 

s» Wann tadint ir des nyt, ao meynen wir, ala wir da f&r gaacbriben haben, es aü 
wider unser und unser mydekftrlliraten friheyde, und mftalen mit den selben unsern 
midekurfurslen darlzu dun und gedenken nach unser notdurffl, als sich daz hei- 
schende worde, daz ir irkenucnde wordent, duz wir bii unsern fnheyden wollen vir- 
lyben. Uwer bcschriben entwerte begern wir wider. Geben zu Ellvil au diuslage 

m naeb aante Uarien Magdalenan dage. 

[In verso] Den ersamen wisen lodeo . * meistere und rade gemcynlioh der alad 
aeu Straaibuig, nnaer lieben fmndan. 

Ar. A. J. O. D. P. M. 185 wt. t. vr. dk. Ut. A «. äß, im 9. mgr. dd. 

889. InHnüttim /Br iie SUnMmrger GetauHe» «» Veriaadbmfe» nit dem 
m Xaiur. fM7« nmeh JUH 96.J 

Dia sint die atikcke, dia unaere boUen an unaern berren den keyser werben 
sAllent. 

Zd dem ersten daz sie in frutillicli und demulcklioh Iiciszonl w ilickomen sin von 
metsler und rales wegen und imc unsern underlenigcu wültgcu dicusl vou uns 
» sagent und des wir sinre sflkttrofl bo sint. 



1 Am Juli 36 (dslam Heidelberg crutiM b. iMObi »poitoli 70.) folgt eiw j fci iüia irfti l to Seknibfn 
Mtnt§ JtKfiwM* 4. ä. MtitdorttMtt lad. «V« b. ümo. VIL «r. cA. it(. ei. e. i^i Ai «ivr. dd. Am 

87 



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600 



1370 



Ilem (laz anJcr, wrn^ rs ohe unserm hcrren dem keyscr keine klegede vör 
keine von der von i^pire ^< ii, alse unsere rillere und knehte gedienet baol OUe> 
manne ÖUirme, da/, sie üch daz uf doz glimplliclislc verenlwurleul. 

Item das dritte von uns«» «dies v«gen lA Nowenbui^, dea uns nnaer herre 
der keyscr geben liei, da voh UN dcT Lercwge voii Peyeni ttod der biwhof von • 
Menlzc vcrscliri!>eti linnl. 

Ilem das vierde, were es obc kein zol uf der lUen oder in dcui lande zik 
Elsas ttfi^ebcet wurde, das man da unser slat sft Straibnig us neme. 

Item das fAmfte atüclce, were es das iemsn» wer der were, nach dem yan s& 
Illekirclien und zti Grnrenstaden slilnJc, das sie daz verentwurtent. dss dSS selbe M 
vor zu uDserro burger gutem gehöre und alniende si. 

Item daz schsle stücke, daz sie an uusern hcrren den keyser wcrbent, daz er 
ODS unser IHheit bestetige. als er selber vormals mit nnsem boUen geredl het, es 
M von pfantgfitcrn, fribeiten oder andern gftten gewonheilai, die er uns vormals 
von sincn pnaiU-u li< l lu-stetigel. « 

Und werc es 6ch obc man den selben unscro hotten verschribende wurde von 
des landes w^n sft Elsas, das sie sich dsnne dar uf bedenckenl. wie sie dss uf 
dss aller noldArAigate und beste värlegent, es si von des . . btsehlAms oder des riches 
stetto wegen» wie man das Isnl besonge und in friden selse. 



89Ü. Engdbreckl Graf ton der Mark scMicüt eine Sükne mit der ütadl 
Stmßhirf. 1370 JtM 

Wir Engelhreht grefe von der Marke d&nt kunt allen lüten, die discn brief 
sehent oder in bArent lesen, und bekennen!, dos wir Ar uns und alle unser erben 
und <inscr nochkomen mit rat unser fn'indc gcsat, gesliblond genllidaeu ges&net sinl n 

mit lit-n ersamen lüten us der slat und den burger von Strasburg von aller der 
zwist und zweungc, die zwischcnt uns uf eine sitlc und der stal und den bürgern 
von Strasburg vorgcnant uf die ander site uf erstanden wamit also von angritTe, 
den die von Strasburg vorgensnt geten betten! au wylre bem Aluf grefen von 
der Marke, unserm lieben valler, dem gol gncdyg sy, und an sinen fnnulen und »• 
vor an an der slat von Strasburg uud sunderlichen an Walher Erlia burger ze 
Strasburg und an sinrc gcsellescbsft gegriffisn habent, und vor von allen sodien, 
^e da von r&rben möblen! bits uf disen bAtigen tsg tstte dis briefes, also das 
wir f&r uns und alle unser erben und alle noch körnende uf alle die versprochen 
awist und zweunge inni nf alli> die saclien, die da von ruren niölilen. lüllerlidien » 
und gcntzlichen vürzigeu itanl und verzihent mit discm hricfe, also daz wir oder 
unser erben und slle nocbkomoi oder iemsn anders von unser wsgen nA! enmAgeu 
nocli (Misüllent die vorgenanten buiger von Strasburg sementlicben oder sünder« 
lii lii'ti oder ir gut also von den versproehen soeben \\egen mit geriht oder 
sunder gcrihte uf nül enzielient wissende hernach in allez hünderu, noch bekümbern, ff 



1370 



Bqdi botweien mit - soll ichcn fürworlen, daz Walter Erlin vurgenanl und sinca 
erben und siner gpsellcst huf) wprdi'n snüi-iU Air irtn verlusl schzenh hundert gi'ildin 
FlorenUer g&l vou guldc uud awer vuu gewihle iu soUicUer füge, daz so wellich 
man iis uuwm bade Terl in Bbaa umbe vin oder ander g(kt la gellende, der sol 
gen von iegeliebem f&der «ine» der maaen lang, dat fbat und swemeig «nun heilt 
Strasburger mase, einen linlbcn i;ü!iJiii. Und sinl die vas luerre oder minre, daz sol 
men alles slahea fünf zwenzig omea für ein fäder. Und so wellicherleyge ander güt 
des er giUet, daz also gütt isl alao ein f&der winnes der masen laug, da vou sol 
er gen einen* halben gülden. Her gegen ao «dlieh man von unaer Slrasbiui; mit 
sime winne oder mit ander siuic g&le zt C511e kernet und farl, by nydewendig 
CöUe faren wil mit sime wine oder mit ander sime gute, der sol, e daz er oder 
äin gül von C6Ue vert, gan Ludewig üialzeu burger zu (Julie oder by ein an- 
dern, der s& der ait an «ine atat gdcom wirl. und mit aime qrde behalten nnd 
bewem sol, wie tU daz er iune habe, es vun winne oder von anderm g&te, 
und sol gen dem selben rndcwige oder dein,* der en sine slat gekoru wirl, von 
iegeliebem fiider winncs der maseu laug, daz er iune hat, also vorgesprochen isl, 
an halben g&Min und Ich alao vil von anderm g&ic gliclie gftt, alao vorgesprochen 
iat. Und dei aol der aetbe von Straabufg einen brief wyder umbe nemen von Lude- 
wige oder von dem, der nii sin slat gekorn wirt, an die zoUer von Hüderieb, daz 
er gn&g getan habe vou dem vorgeschriben gelte, oder die zoller eusüUenl in nüt 
wort losseu vorn noch sin g&t. Und asoUicb gelt, daz also von den lülteo us unserme 
lande und von dim l&tten von Eylsaa genomen wirt, daa aol gan in beaaltuge und 
in abeabg der vorgeschribcn sehzeu hundert güldin also lange, bilx Walher Erlin, sine 
erben und sin gesellen von den vnrgesrl>rihen selizen liundert güldin genflg ge- 
schehen sy. Her umbe so wellen wir grelle von der Murkc vorgenant, daz so wcl- 
lieh man von tioaerm lande win oder ander g6t gälte oder delle gelten in Eylsasse 
und diiz r*.<r geschriben gelt ze Strasburg, dem es dcnne bafbllen virl, nüt engebe, 
den und dez giil mügent die von Strasburg sunder unser und unser fründe zorn 
angritleu bilz für die ganlze sümc der vorgesprochen sehzenhuuderl güldin oder für 
den gebritch da von, der denne sA der ait von den aebaen hundert gAldin gebrtalet» 
und das in urbit Walhtera vofgenaat, sinre erben und gesellen. Und obe man von 
dem nüt also vil erkryegen mÖblc, daz der gebrflch besalt wirde, so sol men den 
gebröch vorl nemen und bezalleu in alle dye wise, also vorgeschribcn siel, 
lind so wellich mau von Eylsas mit sime winne oder mit anderm sime güle by- 
nldeo C!6He fftrre und da» vofgeadiriben gelt, daa der nf geaat iat, alao vor ver> 
schriben ist, n&t angebe z& CAlle, den und dez gi^t mügcu wir oder unser anbaht 
lütc und zoller angriffen nnd halten uf allen sielten so \va daz wir mügenl als vür 
den gcbrüch der furgeschribcn sebzcn huuderl güldin, also verre er denue bczallen 
mag, aunder aom der atat und der buiger von Straaburg, imd daa in urbeit 
Walthers vorgenant und ainra erben u(nd s]^inrB gesalleni also vor gesprochen ist 
an allen arpenlist in disen vorgeschribcn dingen usgcslossen. Und uf daz alle dise 
forgeschribeu ding faste und sielte gehalten werdenl, so baa wir fingelbrebl 



FmI, Mfi daa. 1) latk Im Ptfiir, 



693 ia66— laTO 

grcfTc Ton der Marke vorgenant unser ingesigel an dysen brief d&n hencken. 
Ochon wart iti d ';n jrtre, do meD zalle von goltez gebürle 1370 jar m sanl Ldlxil- 

gen lag eiiire jtimlri'iwcn. 

Str. St. A. a. D. F. Ud. 166/16e. top. A. mm». 

R9I. Bischof Johann IUI]' nn meisler und rat: Da ollichf ))ürger Rrulolfes * 
knehl von Scbarrocli, der in seinem auArag geschickt war, in der Stadl beballen 
haben, so bitlel er tat fneilasaung desselben sorge lu tragen. «Datum Benefdl 
feria tereia post Jaeobi apoatolt.B [iMß—tSfO J'iOi M] TionfiM 

Ar. SL J. im ar. IIB. ar. ik. Ut. d. e. ri§. im v. mpr 

892- Cialis Zorn ton Bulach «. A. vergleichen sich mit Johan» Erbe wegen, » 
LSsmuj der Dürfer ürafeHStadm, JUkirek %nd Illwiekertheim. t9TO Augtut ». 

Wir Claus Zorn von Bälach ritter schullhcisz ze Slra^^burg, Uug genant 
Schuhbeiss, Uenhart genant SchuUheisx fdelknehle von Strasburg und Ilal Lencse- 
lio börger zu Sini/liurg lund kunl allen den, die diseo brief aeheot oder hörent 
lesen nö odi r liar ii.ioli: lu der niisschclli, so wir unsere gcmeyncre gehebt hant t» 
mit Lern Jubauä Krbeu eiia riUer von Strazburg von der losüngen wegen, die er 
an una fordert von der pfantgillcr wegen, do «n teil ist nienkirehe nnd Oraven« 
Staden mit twingen, Iwnnen, wahsaer, weiden, hfilcaer» alnendan mit allen begriffen 
Ulli] z";;,' ''lordfii, und duz ander teil Illewickf^rsliriin oc!i mit Iwiiifj n. s. ir., gele- 
gen iti .Slrü/.burgi-r hislüin, da i>l ze wissende, d.iz wir und unsere gemeinere mit t* 
dem vurgc'uauleu lieru Jobaus Krbea uud er mit uns für uns, alle unsere hellFere 
und Itnelite sft Iteden aiten g&llicben und liepUchen Al>erlragen und geribt aint in 
die wise, alz hio naeh gesi Iirilu-n st it ; \'on erat sn s'll-'nt wir oder unsere erben 
dem vorgenanleu hern Johans Erben oder sin erben der egenanlen pfantguler 
eins, weles wir danne wcUcot*, ze lösende geben glicber wise, alz ez unser berre t» 
anpu f «. der biachof Ton Spiro beret bat. binnant bicie aanl Michels tage des ercaengels, der 
nebest Icomet, in dorn rebten und in allen den eren, alz wirs haut und geliebet hant 
Mcz uf den vorgescriben tag ane allerslahle anderünge umb so vil gellz, alz unser 
briefe wiseul, dio wir derübcr hant von Uömiscben künigcn und keysern an alle 
geverde. Ex ist Ach se wissende, wer es das wtr oder unsere erben mit dem ege- m 
nanten hern Johana Erben oder mit sinen «ben in ander wege fibertrftgent nnd 
g&tUeben millenander geriht wf^rdent ene die losünge zwuscbent hie und sant 
Midiels toge, so sol die losünge abc sin. Und wcz wir danne übereinkomenl, daz 
sul iurgang han und stelle sin zü i>edea silen sue alle geverde. Beächebe aber dez 

•] I W. ngt. weUeot. H 



■ A ach dem Sieget. 



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1854-1S70 



898 



nyt, an sollen vir ym oder sincn erben der TOfgenaoteD pfantg&ter eins, wetes vir 

danne wellenl, inontwortcn in aller der moszon, alz vorgesclirihen stet ono gc- 
verde. Ez isl 6cb beret, daz wir zh bedea leilu oienian uoder uuä ayl tnc werbea 
aol ia diseo «lohea. das dem •odsm achedelidieii ay, ez wen sftm keyser la fa» 
» lende oder sikat in ander wege, iwAaehenl bie und aaol Miehela tag votgeoant. 

Wcrcz aber so sant Micbfls tag ft'irkeme, daz danne unsere dehcinre bcden silen 
x&m keyser varn wfllle, so so! unserre deheinre zu heilen leil züni keyser varn von 
der aaohen wegen, er verkünde ez tloiine dem andern ahle tage vorhin, c duuue 
er von hAae Tcrt ane alle gevode. Oiich ist berel in diser rihlAogen, dai nieman 

» nnder una ae bedan leylo hiananrür mc dem anderen nach sioen pfanlgCileren. 
die er hat von kcyscrn, känigen oder ander^wuhar, dar ü!>er er briefe bat, nyl 
sl8D Doch stellen !»ol, er, sine erben oder ieman von sincn wegen noch scbaiFen ge- 
tan werden likcsd nodi Til, beimtichen oder Affenlieben» des wir uns Och alle mit 
geneinein münde z& bcden silen versigen und veraproeben banl aoe allerslable 

II gevcrde. Und z& urkünde aller dirre vorgesehriben dinge so hant wir die obf^'enan- 
tea ClaÜ3 Zorn der schnllhcisz, Ilug, Lieubarl genanl Scbullheisz nnd llal Ltinczeli 
vom nnaeni, aller unsere gemeiner und erben wegen, die leil oder gemein an den 
Torgenanten plbntgAlem mit nna bant bies nf diaen bAtigen tag» unsere ingeaigele 
gehenckcl an disen brief. Ich Jobans Erbe riller von Slrazbiirg vorgenant vcrgibo 

M und bekenne AITenlicben, daz dise rihtünpe nn i nllez daz vor und nneh iin disem 
briefe geschriben slat mil mluem gtülen wiUeu und gehelle be^chchen ist, und gelobe 
es Aeb alles atetle ae bebende ane alle geverde. Und dar umbe afl merre gesAgnias 
so ban ich min ingesigel öch gehenckel an disen brief. Bi diser rihtüngcn und bi 
allen slücken, so an disem briefe geschriben slant, ist gewesen Juhuns Merswin Imrg- 

a graU ze Ölrazbürg. Und dar umbe s& merre geziignisxe so banl wir in gebellen z& 
beden allen, das er ain ingesigel sfi nnaem iugesigeln Adt bencbe an disen brief. 
leb Jobans Iferswin vorgenant vergibe, das ich bi diaer riblAngen und bi allen 
Stücken, so an disem briefe gescliribcn stant, gewesen bin, und dar nmbe ao ban 
ich durch belle beder teile w illen min ingesigel och gehenckel an disen brief. Dis 

» beachach und wart dirre brief geben in dem jare. do mcn zaile von goU gcbürite 
dmcaebeobAndert nnd aAbensig Jare uff den nebeaten fritag naeb aanl Peters tag 
ad vincüla. Und sint dirre briefe zwene glich, und blibcl einre bi den vorgenanlen 
dem achullheiss und sinen gemeinem und der ander bi kern Jobans Erben. 

Ar. A. ^ C. 0. Cofp. D lai. fSL ar. «t. A. C J^. ftmii. 



893- Bischof Johann [// oder nn\ an meisler und ral : Was sie ihm von der 
vom Uonowe wegen entboten beben iai ihm teid. Auch will er die aache von COnen 
wegen von Kolbdtsheim rlcbleu, wie sie ihm geschrieben haben. «Datum Aria 
qnarta poat diam baati FMri apoaloli ad vinoula.» [1984—197» Migtut 7,] 



Ar. A. iL AA 14» ar. SB. «r. A Jik «I. e. 141 Aiyr. M. 



1368—1370 



H94. Bischof Jübanti [III] ' nn mcister und r;il : «Wir lanl ücli wiN^^en, (i;r/ uns 
fürküiumcn ist, wiedaznicu uus aiigritk-a welle zü MoUisheim, zü Mutziclie uud du 
umbe, and siot onch des gewarnel. dox men aldo onaern armeDlAtea das vibe nemmen 
wU und daz Brü^ehlal in (rik-n, als ücli der declian vun ( )liäsuusleiii vAllecliche sa- 
ßen sol, uiiiic iiH'iiienl i's vm weremlc und zü vcrscheiidf, üb wir mügCDt. Der umbc * 
60 biUeul wir üch ernsUiclie, daz ir uns dar hulfeul uud zü stiind Torbin rale 
werdeolt wie in welen weg ir das tfln wellent; und wenne unaer odernnaene ambahU 
iäle holacball aft äch kftmmel, das danne die Awern sft aUind s& ritent und es mil 
den unsern lif>lfent weren. Datum Dabieheusti'in ia vieiliri r> •^ti assumptionis 
bealo virginis.» naoa—iaioj Augutt 14 J>a€k9tMm. >• 

Ar. fit. iL AA 1401 »r. 8. or. «ft. ftf. d. «. Ai «. inyr. im. 

1195. Menof Si^reckt der älitre a» Slraßktrf: Utttt du ton Speftr 
hiß M flMciM. 2970 ilMfiM« 17 J fW i f e lt eiy . 

Von uns berlsog Ruprecht dem ehem. 

Erbem wisen lute. Meister und r<id di-r slad z& Straszpurg frunllidie griize be- '* 
vor. Euwern hrief haben wir wol vorsloudeii. Nu wuszeiil ir wol, duz dii- bürgere 
der slad zü Spire uitä üo fruullichen verpundeu bint, dovoa äie uns zCt vcraalwerlen 
Stent und meynen sie ucb sft iren rechten versprechen und verantwerten. DorAmb 
wir och bidteii. daz ir die cdwerii darzA halten wdlent, daz den von Spire wieder- 
um werdi.', und maclu'nl sie unclaghaf\ig durp unser willen. Des begeru wir und 
gelruweu ouch ucli suudirlicheu wol, duz ir daz lua solkul. Euwer antwert«? <vchri- 
bent uns wieder. Datum Heideiheig aabbato infra oelaras asaumpciouiä gloriose 
Virginia Marie anno 70. .... 

Str. St. Ä. 0. U. P. lad. 48^0 B. 40 tno. VII. «r. eh. Ut. tl c. «v. m imfr. cML 

Jl!)6. Uie ton Hoi nOerif ö/fm n dem Bischof Johann III und der Stadl Straß- » 
iiirff den neuen Tiiri» an der (iutneh auf 10 Jahre. 1370 Auffimt 19. 

Wir Wernlier und Heinrich von llorcuiberg rillerc, Brune von Horeniberg und 
Hanneinan und Ulricli gebrädere, dcz egenauleu bero Werubers süoe, iCinl kuul 
allen den« die disen brief ansehenl oder h&renl leaen, das wir nns Terbindent and 
verbunden habcnt niil disem gegen werti^' ii I tiefe vAr una und alle uuaere erben w 
von dez nuwen lurnes wegen an der Güliuli, den uns der erwirdige herre bischof 
. . Jobaus uud die slal zü Slruzburg ungcwunncnt und wider umbe geben habent, 
das der salbe tum mit allem begrifle und bowe, so dar s& gahArt, ir offen ufgebtg 
bua sol sin s& allen iren nAlen und notdärften diae nehsten sehen jar nach enan- 



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137Ö 



696 



der körnende von der date diz bricfcs. Wenne wir oder unsere erben von dem vor- 
genanten bischof Jobanse zCi Strazburg, sinen nuchkomcn oder der vorgenanlen 
stelle zQ Strazburg dcz ermonl werdenl. von welcm leile daz gescliibl, es sie niunl 
wider munl, mit iren boUen oder briefen, zö hnse oder zä hofe, so söllenl wir in 
ungeverlich geborsam sin den selben turn uf z& gebende und dar in zi^ lassende, 
ez sie mit lälzel oder mit vil lüten, wie in daz allerbssl f&gel &n alle geverde. 
Wir globenl &cb disc nebslen fünf jare nül ze tAnde nocb ze sinde wider den vor- 
genanten biscbuf Johans zi'i Slrazhurg, ulle sine nochkoinen nocb wider die slift 
und die slal zü Strazburg und alle die zu in gcbörcnt, usgcnomcn daz rjcb, un- 
serre herren, unserre fnuide und der cyde, die wir vormals gesworn banl än alle 
geverde. Docb also daz die selben, die wir also uzgenomcn babenl, mit relile sol 
begniigen gegen dem vorgpnanU;n bistüm, der slif und der slal zö Strazburg; wolle 
•ber sie mil reble nül bcguögou, so siillenl wir in die vorgenanlen zil uz weder 
gerfllen noch beliulfen sin ungeverlich aller dinge, docb also, daz die bünlnüsze, die 
wir vormals gesworn und globl banl mit unsern eytgnoszen, in allen iren kreflen 
bliben sol die zilc uz in alle die wise, alse die bricfe besagenl, die dar über ge- 
macbel sinl än alle geverde. Und wir die vorgenanlen von Iloremberg globenl 
öcb alle unverscheidenlicb viir uns und alle unsere erben, alle dise vorgcscbribeu 
ding siele und vesle zö ballende und zö vollefurende bi den cydcn, so wir dar umbe 
gelän babenl mit ufgeheblcn banden und gclerlen worlen liplich zö den heiligen. 
Und were aber daz wir daz verbrecbenl, da vor gol sie, so möhtenl sie uns voran 
meineydig und ercnloz künden und mAlilent öcli dar urabe uns, unsere erben und 
unsere gölere, unsere lüle und der gülere angriffen und pfenden mil gerihte und 
Ane geribte, wie und wo sie wollenl, untze an die slunl, daz sie ganlz und gar von 
uns unklagebafl gemäht wurdcnt. l'nd was schaden oder kosten sie, ire frunl, 
dienere oder belfere des angrilfendes und pfendcndes in denheincn weg also uement, 
den selben schaden und kosten globenl wir in Ach uf ze rihlende und iren einfalli- 
gen worlen dar umbe zu glAbcndc. l'nd sol uns bar wider nül schirmen deheinc 
friheil, ufselze noch gewonheit, herren oder stelle, wie die gcuaul sint, da mil wir 
uns bar wider gcschirmen oder behelfen mohlcnl in denlieinon weg ungeverlich 
aller dinge. Und dcz zö urkünde so banl wir die vorgenanlen von Ilorcnibcrg un- 
sere ingesigele au disen brief gehenckcl. Der wart gegeben an dem ersten ment- 
dage nach unserre frowen dage der erreii, den man schribet assumpcio beale Marie, 
in dem jare do man zalle von potz gcbürle drülzchcuhunderl Jare und sybentzig 
jare.* 

Str. St. A. 0. U. P. lad. 188 or. mh. c 5 »ig. peud. (I dtl.) 

897. Bischof Jubann [// oder III f\ an meister und ral : «Uns ist fürkümmen, 
daz Unlzelin üwcr burger unsern armen lülen Irflwe, und daz sü sin angesl nmsscnt 



> Dietdbfn yeioben Si$chof, Stift viul Stadt in detwlben Tage eine .'iühne von der geUt wegen, 
alt« am den nüwen tarn an der Qftiach angewonnent. Ebenda or. mb, e. 5 »ig. pei%d. 



096 



1354—1370 



habeo. Dar uinbe billeti wir ürh crnsllichen, daz [ir]" den fgenantcn Unlzelin solick 
kabenl, daz er unsere lüte tru^tu als lange er von uus zil liet, waud wir üwere 
botteo, die von diwern v;<^gen balent, umbe du wite til «rte&U Tftnt dinft üvem 
eroest, als wir 60I1 getrüwent. Oalttm Osbicheiuleiii feria tercit po«t festam 
assttmptioois beale liarie viiigioia.» [tM4—JS79 Jmgmti Ttmlktiittm * 

Str. at. JL Uk. im M . VI. «r. ek. m, d. t, $i§. i» 9. mgr. «L 

898. ^ehof Jobano (// oder Illt] an meiater nnd rat: cDer lanlvogel hei 
etUcbe rede gered inil uds. daz do (riiTcl ao Cödcd von KolbolzLciui. als üch Jo- 
hans von W'igkerslifim sagende wurt. Und dar umb diinckel uns gül durch dez 
von Wickersbeim crea willen, dajt ir io trösten uf denselben lag zwene tage do >o 
TOT wid iweae tage dar noch. Datum Born feria qninta poat aaaamplionena 
^rioae in^ia Ifari«.* flMM— IMV Jmfmt 9»] Jtarr. 

Ar. A. il A4 UM »r. 19.«r. ek,VLA9.ili.im « Unfr. M. 

899. A'aiser Karl IV bewUligi dem RiUer Jo/iann Erbe, toH den Dörfern 111- 
Unk ff. », w. eine ffil/te tn Uten, und teUift «Im d»t« fOO Mttrk SiÜere. u 

1.J70 Auffuft 24 yrumber^. 
Wir Karl von gols gnofU'n Knmis- lirr k(\vser zu allen czeilen merer des reichs 
und kuuig zu beheiin bekeunen und lun künl ullenlicb mit diesem briefe allen den, die yn 
sehen oder boren lesen, das wir so andern teilen dem edelen Jobans Erben riller, 
unserm lieben gelrwen, gnediclicheu erleubcl babcn durch siner gelrwcn dinsle ■■ 
willen, die er uns geiu Ilalyen gr(rtii hat, daz er miige die nocbgeschriben dorfTer 
üravenstaden, Ilkirchin und Uweikersheim mit allen iren rechten und zugeboningen 
loaen von allen, den sie pbndea aten von dem reiche, noeb Inle unaer briefe, die 
wir ym doraber geben haben. Wann nu die selben dorfier etlicbin böigem toq 
Strazpurg pfandes sten und vn czwei geteilt sint, also daz sie czwei pfant sint, u 
und dersulhe . . Johans etwevil noch czweilrachl von der losunge vvcgen mit den 
selben bürgern also enscheiden und entrichtet ist, daz sie yme der teil eins güa- 
nen und gdien sollen au lAsen, dovon mit rechter wiiien und kraft dies briefes so 
Torseczeu wir dem vorgenanien Johsnsen und seinen erben daz selbe pfant, daz er 
losen wirdet, für ulsovil gells, als er es löset und für die losunge beczalel. und 
sloben yia dorzu für die vorgenanlcn sine dinste und schaden hundert mark lotigea 
Ribera uff das selbe tdl der dorflbr, das er losen wirdel ala Torgesdirnien stet. 
Also das er und seine erben von uns und dem reich das vorgenanle ein t«l der 
dorlTer mit allen recliten und zugehflrungen für die vorgenanle summe gells, der 
losunge mit sampt den hundert marken silbcrs, ynnchabcn sulle und der nizzen ii 
und bruchin on mynncrungc und abeslag uncz aiao lange, daz wir oder unser nach- 
kumen an dem reksbe und nyemande anders die selben pflintscbBfl, dorflbr und teil 

■) Vtrl. m. 



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136Ö-137Ö 



UDs iinJ dem rL'icl:c stlhor zu bleiben und zu heballcn von dem cgenanten Johans 
und seinen erben geledigcn und geloscn. Mit urkundu dicz briefes vcr.sigell mil un- 
8enn keiserlichem majeslal iosigel. Der geben ist zu Nurembcrg noch Criüls ge- 
bart drewsenliuoderl jar doroaeh in dem siebenestgstem jare an sanl Barthotomeus 
■ tag, unser reiche des Romischen in dem funflundzwenzigsten, des Bahemiadien io 
don vierandzwenxi^ten und des keiserluros in dam aechzendca jare. 

[Auf de» Bug rwM«] per domitium . . imperatorem 

Conradutt de Gjseobeim. 

[/» «m»] B. Jo. da GeilDhnaeo. 

10 Str. St A. V. C. 0. Corp. B lad. 22. or. mb. c. »ig. pend. 

0tir, mA Bffatk A S7« Sekti^ JU. II. M3L - Uubtr reg. nr. 48f2. 



900. Bischof Jobann [HI]' an mcislcr und ral : fordert nnverzüfiilich recht 
geriebt darüber, dasz etliche bürger seinen diener Bolant erschlagen haben. «Da- 
tum Oeogembaeh in die deoollaebnis aancti Jobennis. « 

[1366-1,170] Atigutt 99 G«VMi»aeik. 
Ar. St. A. AA 1401 nr. 63. or. eh. lit. tL e. ng. i» «. m>jm>. mtO. 



901. Dietrieh %u Rhein an, Meister und Rat; bittet «m Sicherkeit, dmmit er 
tiek t» Sacke* det Jk^proM» «o» JTihtrf vemUtoorten kann. 

[1.170 narh Sepfemher J4.J* 

^ Den wiäeu und den bescheiden den meistern und dem rat zd Strüzburg enbicl 
ich Dielericfa sö Bine min gewilligen dienst, kb Ion ificb wissen, das ich kam 
an dunreslage spotc in uwer slal und reit in min herren des dfimprobeslest ttti.it. 
hof, dez dieiiiT ich bin, nml pirp- ucli nncli dn in niins vetloni liof dcz Ici'isters 
zu sancte Thoman slotfen und wisle unbc keiner bände sarhe nül unlz dez niur- 
gens, do ic3i uf gestirnt. Ha ante men. daz der dechcn gcvangcu wcre. Do bleip 
idi an fritage den dag in uwer slat nnts an aamestage unts uf den imbis. Do be- i^^m 
fant ich, daz ir min berren den dömprobesl gevangen Iiellcnl. Do enlaalz ich, wen 
ich sin diencr bin und min lienste in .sime bovc slolenl, daz mir ein nnzi'ibt gc- 
botten wrde niime berren ze leide. Do bitte ich üch crncslicbc, daz ir mich 

^ wellest stmlen in üwer stat, mich vor Ach sft veranttwrtende, das ich an den 
Sachen unschuldig bin ; und wil dss lieber di^n tot neb danne iegent anders swo. 
0wer antwrie lont mich wissen. 

Ar. A. A e. D. P. lad. UOi ar dk «1. eL & «ir« ddL 



1 jfaA dem SiegA 

* Kach nr. 911 datiert. Vgl. uhn- ?>> Angt^egakiU Söm^ 81^ } «kr Üt Grtmit der FkMaAa/t 
swiathen Dekan und Domprobtt Kömgjih. 675. 



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6U8 



1370 



902. Albcriiii von Iborf? crkliirl, closx er niil der sladl Slraszburg gericlilel und 
gt-äciilichlel ist, uod gelubl, uicbl gegen die hladl zu bandeln. «Were aber daz ich 
ei dar Aber dete, weaoe mir daone metster und rel, dJe dann« xft Slrailmrg aint. 
ire botsebail dar umbc lünt, so sul icli unvcrzAgenliclie z& Slraiburg in die slat 
küineii 1111(1 vor iretn rnlt' dar mnlK-' geben und noninieu, daz sie eilciliit, und sol mich 5 
i)ch oiil irre urlcile dar uiubu begnügen äu alle gcvcrdc. Were ez aber daz ich 
wider die aelben meiater and rat oder ire liorgere Iftn trolle, ea were von minen, 
minre herren oder iemana andera wegen, wer die werent, daa aol idi in aUe dage 
vorln'n cinbielcn und sie oz loszen wiszcn iin alle govcrdc. » Er siegell. «Oobon 
an dem ersten duuresdage vor sanl Malbeua dage dez zwelfbolten» 1370. 

XJ70 aepte mi e r 19, 

Str. Bt. JL Q. V. ?, UA, W «r. wA. *. 1^ IMmL 



Wi. Die t)iladte ülraül/urg uud Basel verbünden sich bis auf Marlinslag über 
drei Jakre. ta79 geptewiftw M. 

In gülles naincn amen. Wir die . . rele und die . . bürgere gemeiulich der u 
alctle von Straxborg und Baad Iftnl kunt «. «. w. das wir «. «. v. una aA aanen 
hanl gemacht und gebunden s. s. ie. unlz alk Bant Marlina tage des hyschors 

nu ze uccbsl und von dein sfiben sanl Warlins tage drü pranlzc jare [iceiler irie 
«r. .VA'i ' bis niil Iclzcn noch irren in dcheincu wegc anc olle gcverdej. Doch mit der 
bescheidenheil als da vorge.schriben slal, daz dise bünde, die wir mit einander hanl, » 
usgenomen und färgan süllenl. Ze gelicber wiae ao aAllent noch die bände, die wir 
die von . . Rascl vormales getan hanl mit unserm herren dem . . byschof von 
Basel und mit unsorn licrren den . . Iiorlzogon von Oslerriclie, in allen ircn lu- 
genden und krcllea bciiben, und sol ouch die dirrc bunde nüt lelzeo noch in schade 
sin in deheinen wege ane alle geverde. Oncb mübgent di« von . . Basel bnnint» • 
niuclien und in friinlächafl konien mit wem St wellont, und aol si dar an dirre unser 
bunde in'il letzen noeh irren in li licinen wepe nne alle gcverde, doch mil der be« 
sclieideniieit, als da vorgcschribcu älul, daz dise bünde, die wir mit einander baut, 
allewcgen usgenomen aäUenl tfn und ondi fürgan a6Uent aaa alle gererde. Ea i«i 
ouch beredet, waa nAwer a6Uen wir die von . . Strasburg und die von . . Basel « 
ufgeselzcl und gemacht hanl oder hie nach ufsclzende und machende wnrdeul, die 
wile dirrc bunde wcrel, es sie in uuscrn stellen oder uswendig uf df m wnsser oder 
uf dem lande, des sülteul unser zweier stelle bürgere und burgeria geulzlich hdig 
und entladen sin ane alle geverde, die wUe dirr» bände weret, doch also das die 
Ton . . Strazhurg an irem solle, den si iels hanl von unserm heimi den BAnuchen ai 
kcyser ze Nüwcmburg, ungeirrel utid ungosumel süllcnt Ixliben ane alle gcverde. 
Und daz diae vorgeschribeue verbuuluij>se und dirre gegenwertig briefe ganlz stete 
und veata bdibe, so habent wir die voigenanten rfite von Straaburg und Basel 



> XNif AiveidUtngtH «, itrt ab Fanlnileii wtkr M. 



laTO 090 

unsere stelle ingesigele au disen briere gehcncket. Der wart geben an saut 
Malheus aticnde des heiligen zwiMfltniii n in dem jare, do mau Salle von goUes ge-* 
bürte drüzehcn hundert und sybenlüig jure. 

Str. at. A. (L U. P. lüA. n, or. mb. t.2tig. ptKd. — JSbmUtM. 4SI49. eop.dt.eoim, 

r 

M4. Oerbdi enbüehof m Mainz an Johan Loaelin neisler und ral von Stnm» 

bürg : «Als ir uns geschribcn lial von des von Obsenstcin des decbens gefengnisse, 
daz hau wir wol virslanden und ist uns die geschichle zu iiialc leid und enisl da 
von andirs noch ke^ne rede an uns kunuuen. Dau quemc um darumbe dhcyue rede 
TOTp 80 woldeo wir och gproe vinintwerten, als ir uns gesebriben hat. Datum 
A8cb[affealiurgl ipso die lieaü Mathd.» [lafOj A^fonter 9J JadtaffmiibtKrw, 

Ar. A. J. 0. D. P. lad laa «r. A M. d. e a<jr <ii «, imgir. M. 

905. Slraßburg und Basel nehmn BreLsacA i» ihr Jiiindiiis auf. 

1870 Septem^ 91. 

In gotles oamen amen. Wir die r6le und die bürgere getneinlich der slellea 
Straszburg und Basel tun kunl allen den, die disen bricf ynsoliont oiler liorml lr>sen, 
das wir durch uulz, ooldurfl und frideu des landen und der miäeru die bescheiden 
wisen )ül« den nie und die bürgere gcmeiolich der stelle ae Brisach in BrisgAwe 
genomen und empbangen haben in nnsere sweier slette verbuntntsie, recht als 
unser verbunlnisze briefe slanl. Und wir der burgermcislcr, der ralf^ inul die bür- 
gere gpmeinlicli von Brisncli lianl uns ourli vorl)iindon zu den vorgoiiaiitcii zwen 
stellen, recht als ir verbunlnisze briefe geschriben slanl, mit dem eide, so wir dar 
nmbe getan baut, also das «ir drie stette enander gelräwelicben beraten und bebolfen 
sin sAHent bi den eide, den wir dar umbe getan hanl, in alle wise und uf die zile, 
als unsere zweier stelle vorl)inilni'^-/;r> isl und die briefe dar über slanl, mit solicher 
bescheidenheil, als ocb hie nach geschriben stal: Das isl, were das die von Brisach 
von ienanne angegriffen wurdest f&r in herren nmbe dehdner bände aehulde. die 
die selben von Brisach nit gelobt betten! mit munde, mit bände, noch mit liriefen» 
dar zü sflnl wir inen beholfen sin, als der verbunlnisze brief slat ane alle geverde. 
Were aber das si ane das von icniant angegrilfeu oder gescbadigel wurden, den 
bresten söUenl si bringen für einen rate unsere vorgenanten zweier stellen, wden 
ai wellent, und sol der rsle denne dar umbe erkennen bi dem eide, als ob es inen 
geschehen were. Und was di^r rate oder der merleil des rales darumbe erkennet uf 
den eil, ob man l)ebolftii solle sin dar umli odfr nit, da mite sol si benagen. Ge- 
schehe euch das die von Brisach unsere vorgenauteu zweier stellen dehcine manen 
wurde nsDb ein gesinde, des man inen daz libe z& Uintweri, die etat sol inen nit me 
lihen denne zwenlzig glefeu, si l&gent es denne gerne; umb minre mfigent si och 
wol manen. Wurden ober unser der vorgcnanlen zweier sielten dcbeine die von 
Brisach oiaoen umb ein gesinde, daz si ir das lilien xe ianlwcri, der s^nl si 



1370 



nit inc lilieo denoe lehen glefcn, si lügen es dcunc gerne; uinbo inlnro mag mm ä 
ouch \\n] üiaticti. T''nil der gli'fcii i<'^;klii li«' iiiil iKTeilsrhall drier jtiier'li n \v')l iisge- 
rüstcl äiti sul iiiil beiugewaul uud annegcwnul, mau löge es denac gerne. Lud wcle 
sUit die aodern also manel iirab ein gesinde, die sol dem gcsiude. dar umbe si denne 
gemaol bat, den balben kosten und sdiaden gelten, ob im debdn aebade gesohiebt • 
an rossen, an liengslcn oder an sincr liabe, die es dar bringet von des tages, da es 
von liuse scliiel unlz es wider lu in knnl uiul in irem diensle ist ane alle gevcrde. 
Duch aläu das icgkliche slat, die unJer uu:3 uläü ein gesinde usscliikcode wurde, des 
selben irs gcsindes meiden und pberit alle Torbin und e, denne si von buae acbei» 
denl. mouälern nnd sclM lzen .sullenl, und das man die meiden und pLeril, die denne 
abtraiil, nil liolicr hozale denno als si gcnionslcrl und gcschelzel sinl und die ouch 
aläu abgangeu werin, die wile si in irem diensle sinl, uud anders nil aue alle ge- 
verde. Qeacbelte es aber nole, das man me bdfs bed6rlle, so aUlra vir cnander bo- 
bcdfim und beraten sin Scb als anaer swner Stetten Terbuntniaze briefe atant ane 
alle geverdo, und sol man oucli, so man utnl) ein gesinde manel, hallen als der ver- « 
bunlnisze bricf slal ane alle gevcrdc. Es ist oiidi bcret, were das die von Slrasz- 
burg stussig wurdenl mil den von Brisacb, den slusse suUeut si briugeu für dcu rale 
von Baael, und was der . . rate von Basel oder der merleil under inen dar umbe 
erkennel uf den eil, daz sol vollegan uud stete lielihen. Ze gUcber wise wurdenl die 
von Basel st'issig mit den von Bri>aeli, da/, sunt si bringen für den rale von Slras- •» 
bürg, und was der . . rate von Slraszburg uiier der merteil under inen dar umb 
erkennet uf den dt, daz sol stete bdiben. Gescbebe ouch des die von Briaach 
stAssig wurdenl mit den von Strasburg, den stossc sAnl si bringen für den . . rate 
von Basel. N^'urdetil nhvr die von Brisach sl6ssig mit den von Bnsel, den stosse 
sönt si bringen für den rate von Slraszburg us se ricbleode ze gUcber wise, als vor- » 
gescbriben stal ane alle geverde. Geschehe oucb das iamant, wer der were, der die 
von Brisaob nfttigote oder bekümberte umb das si sieb ift una zwdn alelten ver- 
bunden hellen, da sollen wir ineu belioircu sin, rccbl als unser verbüntuisse brief 
slat ane alle geverde. Es ist ouch ze wissende, das die von Brisacli ire lierreri die 
. . berlzogen von Oslerricb, die si lelz inue baut, oder were daz si iu deiicins andern «o 
herren bant kement. der si wurde inne ban, in dirre verbnntniaae u^genomen bant» 
gelicber wise als wir die von Slraszburg und von Basel unsere benen die byscboflGB 
in dirre bunlnisse usgenomcn und vorbeliebt Hanl ane alle geverde. Und sol dise 
vcrbunlnisze weren unlz zc &ant Marlis tag des bjrscbotTes, der ze nebst kunt, uud 
1^^,^ von dem selben sant Martis tag drü gauizc jare die necbsten nach enander ane un- » 
dnlasze ane alle geverde. Und das diae vofgeadiriben verbuntnisae und dirre ge- 
genwurtig bricf gantze, siele und vesle belibe, so Laben wir die vorgenanten röte 
von Strasburg, von Basel und von Brisach unsere stellen ingesigclc au discn brief 
geheukcl. Der geben wart au saut Malheus lag des belgeu zweifbullen iu dem 
Jare, da man aalte von gottea gebürte dritzeben hundert und aibentzig jare. 

Slr. St. A. 0. D. P. lad. 73. or. mh. c. 2 »ig. y<nd. (Von Breitadt fehlt lUts üiegd und 

.-v /inürt; Löcher «orteMb».) 
HtAtr rtg. ÜMicAw. «r. 741 



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1368-1370 



70i 



906. Meisler und Rat lescIiUrßen, alh Stmf'-n, denen ihre Bürger vegen der 
Gefangennahme Jokaunt to» Kiburg verfallen suKlen, auf ältaälkosleu zu öetoAlea. 

ISTO OeCsfter «. 

Unaere hcrrn meister und rat siut übcreiu kommen, als her Jolians Loesdia 
zu diejjen zylen der meisler und !ier Jolians Canlzler der ainmautneiäler • angrif- 
ieat und lieogent herreu Johaus vuu Kyburg den Ibumbprubest der meren slifle zu 
Stranbarg. und das Ihelrat von mdsler und rata geheyss und der statte ehr wegen 
gemeiuglich zu Slrasssburg, were es* da» dass die vorgeoanlen meister und nl 
oder ir iemand anders von irenl wegen, wer die werent, die zu dem gerichte ge- 
iiörenl, von der [vorjgenanlen gelelc und augritTe wegen [bekumberl] oder ongrif- 
fea wArdenl • [mil R6m8. gerihte, mit bennen oder anders in vekn weg das were, 
wn* ooaten oder sehaden danne da von* uferatunde oder dar uf ginge/ daa man 
den] geben und bemalen sol von dem ungelle, sil der vorgeuaut angrif von der 
slellc wegen beschcen isl; und solle oucli tlit'so urle] alle jar ein rat dein anderen 
m den eydl geben. Aclum ( feria sabbali prüxima posl feslum sancti Michaelis 
anno 1370. 

Ar, A A V. D. 0. laA. III B. 11«. Bstneln nn dra ihn MhMadNn, doBfed» 
iieken bMik, den »Uen regittren ond newen nU pnloedkn vom jähr 1347 bis 
ie<S iitelauT», barürendt wie die prio«t«nchaft und gtiitlicii*ii der ttadt Jurisdiction, 
fcttonders in i rinini.'ilsacheii nntfirwiirffig gewesen. Dcetc Aufschrift nm Wfiickert 
Sand. Ik-T Inhtiit von ^ Händen: die erite bit f. X'ä. dte Jährt 1347'J&6Sl, die «weite 
«m da bu f. 03 die Jniirf. I5r,l-ii;r>j umfavatd. Die untenm ZWb Ar BiCHtr jM 
«VafinHMl. — Dem FeUetuk i$t naek Weneter ergAntt. 

AAnMU M WtmkKt (nudk timr «dm Vortage) ditsiut. dt «Mk M. — ifaf. M 

907. Biadior Jobaim fUI]* an meister und rat: hat an diesem abend ernste 
liebe botsehaft empfaDgen, ewie daz des Lertzogea belisz von Lülringen mil 80 
glcfen und vil fSlisvolckes in daz lanl ziehen wil und lagent die vordere nahl zii 
Eschero und ligent noch hinahl saal Diedal und baut willen, morne in das lanl 
A siebende, als uns geseil ist. Und meinent wir und andere henren und rilleie das 
A werende, als Aeb dirre bolle v6Ueclicbe sagende wArt. Da gedeockent sA und 
sient mil den üwern gewaroel öch zh ziehende, als ücli dannc gQl dünckel. Da- 
tum Benefell in die beati Galli beue larde.» liSes—lSTOJ Octoter Iß BenfeUU 

Str. 8t, A. AA'ldM ar. lOül «r. cik. Kk «1. 6 «41. Ai «. ia^. mO. 

•) Wt»rker aJJ. aU V4uia»U : uod oud) udm In dyeiMr« nad knebte, di bl in woreoU 1} 
WtMktr edd. eti Yerieete: du dk wrgMmw btr JohMt «le. wid mMlar ond nt gt- 
aMblicb. d(* la deoHlbia ifeMi ««MM, da dw TOifiouto tiuipnikii gphigw mrt. e) 
Wtedmr edd. ete Yerieelet at «cm gtltarfmltM aü giiitliBlNm vad «alttichein (rerihie. 
■i( btOBM oder ma gwlhia. d) W. edd. eU Verieeiet krabm. aiML e) Ii . aU, 
Ymttt b da voo. 0 - <i^<'' I'"'- ' ^<^r<! an Bp edw an gato, ^ W. edd, 
eb Ter, s «ib domiiw JobauM diclo LcuUeliu nugislro. 



I jfwh daw MpA 



702 



1364-1370 



9ftB. Tfrinr'fh ron l'efrfen:. Ilnvptmnnn (ha Rheinischen Land frifdens, rjehirlet 
der atadi SiraÜiurg, die Burger ton 6'/>eger ötHUe» 14 Tagen unklaghaß tu macAen. 

1979 Oc i tei w 99, 

Voo uns greven HMorieh von Veldenli henblaiu und den «nderen, die ift dem 
lintfKdeD off dem Rinr gnkorn sint. t 

Ir die meistere, rat iiuii die bürgere gemeiDliciien z& Strasburg. Als wir ucb 
AM, u. Ar Ans an daz lanigcricbtc gcin MeiiiUe gehcischeo ballen off den neslea mandeg 
nacb saut Gellen tag nest wei umb nnrebte gewelt, die ir an die bAi^rmeielere, 
rat und die iMirj^rr.' zu Spir gelacht liiibenl, als sie uns gcsagit Iiatil, mit iiurecbter 
gcwall hvnncii dis kinUriden zilm iitid ir iich off den selben dfig vor uns nil vor- it 
aalwerlcl euhant, des heisscii wir und gebieden ucb von des lanlirideu wegen, da^c 
ir die obgeoanteo olegm rtcbtent und unotogbafl machen! bynnen den neaten virt- 
aeben dagen nach datnm dises brieves. Endedenl ir des nil, wir miüsten f&rbaz dar 
zö tt^in, als der lanirride sieet Datum aano domini 1370 die aabiialo ante diem 
sauclorum Symonis et Judo ;ijju>luiijrniii. u 

&ir. St. Ä. Q. U. P. lad. 48/49 B. 4€ faic VIL ar. A lä. fot. t. »tg. im v. üijir. mtt. 



909. Bisciiüf Juliiimi [// fiflei- III an meister und rat: «Alse ir unserm 
vfigle voo Euenheim verschnben boot von eins vallcs wegen, den er geuümmen 
bei von unaem «-egen, do bitten wir 6cb ernatlicben, das ir uns bi dem reblen 
laaient bliben. als es von alter hat an nnsbraht ist, und das ir darAlwr nAt Irengen •» 
tirellenl. Datum Zabern in die eommemoraeionis animamm.« 

11354-1370] Jfovember g Zobern. 
8tr. 8L A. kk 140i nr. 81. sr. cA. liC dL c «. iayN% AL 

910. Kniter K«rl IV feiieM der Stait Sttn^urg. »inen JrSeintxkrnier 
Wenzel Sekeh iOO Fnder SUäteer Weint Mottfirei fitkreu ztt hissen . t» 

1370 Xoi'rmbrr lO Prtig. 

Wir Karl von gob gnaden Komischer kciser zu allen czeileu uierur des reichs 
und Icunig su Bebeim entbieten den burgermeiatenii dem rate, den eiolnern, acbrei- 
bem und ampllulcu an iIi-ui czollc zu Stmzpurg, unsern und des rcichs liehen ge- 
Irwen, unser gnade und alles gut. Licljen golrwcn. Winm wir durch iitcrciiche und m 
gelrwe dinsle des erbero Wcuczlawes Öchacz lunipiubsls zu üegcuspurg, unsers 
knehenaehribera, tegelicba hofgensindea und liebea aadecbligin, und Heinriee Naaen 
von Lynduw seines gesellen nnsers lithrn getrwen, die aie uns von langen czcilen 
getan halicu und norh legcliclifn tüii, uiul diirc-h grozzer arbeil, kost und scliadiii 
willen, die sie dor^uae getragen und empfangen haben und sunderlicb uff unserre a 
necbsten vart gein Italien, yn erleubet und gegunnel babin, daa sie «dir ir böte, der 
eucb des mit diesem brieve ermanl, hundert fnder veyna Elaasaer uiT waiiem und uff 
dem lande nnrli cy^'nniT wiÜekur czolfrey furcn möge, als in nndern luisern brieven 
daz volkümenlicher begrillen ist, dorumb gebieten wir eucli ernstlich und vestcc- 
lich be^ unsern huidcn, daz ir die egonaulen bnnderl fuder weyns Elsazxer seioenl- 4,, 



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1370 



703 



lieh oder besnnder uff waz/.crn iiml aulF landen czolfrey und on alles hiudemusse 
varen lazzel uach laute der briUe, die wir dem vorgeuanlen lumbrost und seinem 
gesdien doHkber geben haben, als liep «odt aaaer swera imgnad aay lü veraüdefi. 
Oebin zu Präge an saul Merlins abend unaer reich in dem fiiulT and zwenciigaten 
• und des keiaerlama in dem aecbcendem Jare. 

per dominum Pothonem de Czaslolowios 
Petrus prepusilus Olomuccuäis. 

Bir. A. ^ AA % ar. ML fit. & iq|L 4i vi ü^r. 
Mitier ng. mt. 499f. 

M 911. iHraßburg an H(r%og Ruprecht den äUeni : teilt mit, daß Reinhard to» 
Wiudeck u. A. de» Duchant Johann, ton Ochsenstei» gefangen und nach Windcek 
geteUgga Mt». [1879 jvmwm»«* m.; 

Dem hodierbonien lükislen und herren herlioge Rnprdile dem dlern von gots 
gnaden pblbEgrafe bi Byae deas h. ROmis. ryeha obreslen trubaeasen und bertaoge 

u in Peygem embielen wir Jolian Lenlzeltn clc. unscrn underlenigen willigen dienst 
und was wir ercn \ennugent. Gnediger herre. Wir kundenl uwern gnaden, das 
berr Reinbarl von Windccke und Alberlin Widembftach mit elwievil andern lulen 
an dem dunreadage vor diaem nebslen vergangen b. cmlxes dage bi nabt und bi «p«. a. 
nebcl gelouffen aint frcvelüdi tis des von Kyburg des iu:nprobsles hof and OUdittU 

» des tumprobsles wiszende und willen,» der in ouch mIült noc'livolgende was, filse er 
uns das Stilber bul gesvil, und banl den cdcln berrn Jübann vou übsenstciu den 
decban in einem bofe in unaeo« slal gevangen and in frevellidie us nnaerro alat 
gevangen gerurL uf Windeoke die veslin. Und bant derselbe herr Rcinbari und AI* 
berbn Widcmbusch uns und iinserm bnrgcr das getan in den diiipon. (Jus »vir ver- 

» sigelle briefe von in beiden banl, die da bcsagenl, das sie geswuru bant un den 
beiligeu. widw an«, nnser etat, noch unsere barger nit so tnnde, aUe das oucb die« 
adbe briefe bewiaent. Und bant vrir in aider der get&l sa swden malen anaer bot* 
scbafl getan, das sie dieselbe gcscbibl und ire briefe, die wir also von ia bauti 
vcrentwurlcn uf dage und stunden soltcnt, des uns noch nie'* keine volle enlwurtc 

M TOD in werden kuude. Dar umbe so biltcnl wir uwer gnade, geschehe es das deniieiu 
rede da von vor odi keme, das ir ach die sacbe alaus durcb unaera willigen diensles 
willen ingedenckig weUenl Isnan sin, wände wir uwern gnaden wol gelruwcnt, 
das ir ucb dieselbe gevengaosse uad gescbibt nil liep lanenl sin. Datum feiia 
quarla ante Katherine. ' 

N Haek dim Drutk bei Wender dugmt. de tutb. 110. 

tJOifr. Mig. «r. noa. - JfMyf. Ay. «r. XiM. 

• ' •) Weu'ir,- ■ iilil.i niMilm- ■ : -*oniic er s«lber jiraln HerhUil'le siiiem l>ru<9er lia« «w<tI m die lunt 

g«p, die luaiMch getcbribcn gctit lu tunde.i bj m> mokt tn Un» für Jet iei Wiiitätr 

10 > lOnc^ telzt hinsu: Also dem hcrtzogen Albrccht zn Oesterricb, dem roarggiafen, dem Ton 
Wirt«ml>«rg, Htm dem buchofe ton Hantze, der sut zu Mcatce, itam Worms, item biscbof von Spira, 
dar «tot so Spini tton von BitaelM^ itom Joiigbarre flaiarir-b, tten voa Bsael, itwa Bciaach, item 



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904 



912. A'aiser Karl JV an Gcrlach Erzhischof von Main:.- verüetet iis Sintß- 
btarger hSker m utlie», als er iA» vor Zeiten terstaUet hat. 

UtW X«vembef SO Frag. 

Karl von gota gaaden Romiaolier k«iaer ni aneD niten mefcr des reieha und 
kftnig zu Bcheim. » 

Lieher iicfc undfursle. Uns ist fiirgelegl Ton wegen (kr meister, rele und burger 
geraeinlich der stal zu Straspurg, unser und des reichs lieben gelrewea, daz sie beswert 
werden an deinen czollen uff dem Re^n, wann du deinen csolnem empfolben habat,du 
ine von idem flider «eins, das der von Straspurg aej «od dm Rejn abgefort varde, 
an den selben deinen csollen nicht minner nemen sullen den seha alt lumoa« ala u 
sie sprechen. Wann nu unsrr meynung ist, daz die vorgenanlen von Slraspurg 
bleiben sullen bey solchen gnaden, als wir ya gelan baben von dem czolle zu 
Nawenbvig;, dovon biten und mannen wir deio liebe mit gantsem fleiai, das dn 
deinen voigenanteB seinem gebietest, daz sie furbaz roer von den von Straspurg 
an deinen czollen nemen von iilfin ftidrr wcins gleich andern lewten, nach dem u 
als gewonlich ist, und sie nicht bober czollen, als wir auch dir dariimb zu andern 
seilen gcschribeo und emboten haben an uosern brieven ; und begeren, das dein 
Hebe sieh alao beweiae und anob bestdle, das die vorgenanleii vou Straspurg uns 
dorflmb nicht mehr dnrffen suchen. Geben zn Prag an Andrestag des heiligen 
zwelflioien, unser reiche in dem funffandczweiaczigslen und des keiserluma in dem m 
sechczcbcndcm jarc. 

per dominum archiepiscopum Prageosem 
Heinricas de Elbingo. 

Ar. A. 0. D. P. bd. » B. » w. «r. eil. ». A e. »I§. «i ««^pr. dd. 

913. Xai$er Karl IV gebietet Ulrich ton ^nttvige» oder wer zur Zeit Land- » 
togt ißkrdt de» StraßtuTferH «Mf AneueAe» Hiiß *» hitleit, 

1370 WoooeAor 90 Awy. 

Wir Karl von p;o!s gnaden Romischer Weiser zii allen Zeilen merer des reichs 
und kunig zu Ikheitn embielen dem edeln Ulrich von Vinslingen oder wer zu Zeiten 
lanlvogt wirdet in Elaassen, unaero und des reichs lieben getrikwen, unser gnad und w 
alka gut. Wann die von Straspurg, unser und des reichs lieben galreweo, von 
mangerley leulen wider recht und hescheidenheil angegriffen, gekriegt und bc- 
schedingt werden an yn selhs, iren lewten und guten, als uns von ircn wegeu mit 
clag ist furgelegl, und unser meynung ist, daz iedermau den andern bey recht 
bleiben lassen solle, dovmi gebiet wir eaeh emsilicb und vealielioh bqr unsem » 
hulden, wo euch die von Slraspurg anrufTen und flmb Ulfe biten, daz ir in gu- 
tre\vlich beholfeD und geraten aein suUet und yn allen gewall und unrecht, wer 



> Ebenda Schrnhm <J,ase]hfn Wortlaut» und DcUumt an 4m ^IUiyf0ll SHgnekt A A.; — . 
etmu tdm^feran Tone an den Markgraf liudolj von £a<k». 



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1370 Tfß 

die on sie iLgel, lielfel weren und dos nichl last in dljcinewcis.' Cchcn zu Prag 
an s?inl Andres ti)|,' des lieiligcn zwclfbolcn unser ri'iche in dem Ainff uod OZWeio- 
czigöteQ und des keberlums in dem secliczehcndem jarL-. 

per dominum arcliie(>ii>copun) Pragen$em 
Heiorieas de ElbiDgo. 

Str. St. A. AA 77. or M». M. fol. e. Im ». «Myr. 
Hmber ng. w. 49S0, 

914. Kaiser Karl JV am Ütraßburg: eHlschuldigt des Hole» Wider gryH langes 

AutkleiieH. 1370 Soi-eiHber 30 l'rag. 

Kail von gols goaden Boniwlier keiaer in allen aeiten tuerer des reicbs und 
kuoig SU Befaeim. 

Lieben gelrewen. Wir senden wider zu oucli Peler Widt'rgryn ewern und 
pwer slnl holen, Aon ir zu uns gcsanl Label, verriohl in den soeben , als ir unser 
keiserlich msjestal gebeten b;ibt, und begerco von eucli. daz ir tu nichl verdeuket 
dorftmb, das er ao bog bey «na gewesen ial wider seioeii willeD, wann wir jn 
durch grosser aader nnaar und des reichs sache, die wir haben zu scbidteo gdiahl, 
yn nicht eer mochten pevcrligen. d ■Im^u zu Prag nn sant Andres (;i£? unser 
reiche in dem funffundczweinczigstem tind des keiserlums indem seciiczehenJ. m jaro. 

ad reiacionem domini . . Pragensis archiepiscupi 
Petras prqrautus OIoai[uoensis]. 

[Jn aeno] Den . . bfl^genDdslerD, dem . . rat und den buigern gemeinlich 
der alal so Straspnig, vnser und des reichs lieben getrewen. 

Str. St. Ä KK 7R. or. eh. Vt. d. a. tig. m MMpr. Mirt. 
Hnber rtg. nr. 4919. 

91.3. Kaiser Karl Ii' erlaubt der Stadl UtraÜbHrg, sic't mit dem Grafen ton 
WitUmktrg «t «et4««fe». 1990 »«vtmhmr 90 Pru^ 

Lieben getmwen. Umlie a&Uehe Iruwe, die ir sft ans und dem heiigen ryehe 

habt» güuncnt wir üeh wnl und ist unser gCilcr wille, dnz ir i'ich von uwer stat 
wegen zfl Sirnzhurg mit dem edidn Eherhnrl gnifen zu \\ irleuilicrf^, unserm und 
dez richs laalvogl iu uidcro Swoben und liehen gelruwen, vcrtunden uiügeDl also 
in aolicher meynange, das die selbe bAnloAsse uns und dem ryehe erlieh und nAlx- 
lich und den landen gilt und fromlieh sie und Ach liosc, sclicdeliLlie liite den 
landeu zö vertTibm. Und die selbe bünlnüsze sol weren, nlse junge wir üeli beiden- 
siten dez guunen und ez uit wider r&iTen. Geben zü. Präge an sanl Andres dag 
nnserr riebe in dem f6nf und zwentsigsten und des keyaertlkma in den aehlzeben- 
dem Jare. 

air.aLA.Q. U. P. lad. 48/49 B. 44. cey. A. eoat». 



> J B it w i Jl ni »« h^USt 4ir Sahir «tiCtr ^faUni Sakm 4m SUÜlm Etpann, Beahtiin, Shoh 
Mn, fikfaatel, Cofaur. Dsniikei«, Mftaitor» XaiMn»«t «ad MnllHnran. ~ JBcMiDrMM «r. mt. 
Ift. JMI. — Hiitar ny. wr. 4MI1. 



706 1353— 1370 

*nf>. Ungenau an SlraMurg: antworM au/ die Makmtug gegen Graf Jo/frid 

tun LfniiAi/i:,!. [1370] Soretnber SO. 

Den erboni bosclieiden doin meislcr uud dem rate zü Strazbürg embiclen wir 
der uieisler und der rat von Ilagenuwe unsern dienst. Alao ir uns aber versoliriben 
Lßnt. dax wir udi senden sallent drye glefeii wider den edeln gmfe JAflnd von t 
Litiii p ti von des bundcs wi gi ii, diT vergangen ist, das lianl wir wol verslandcn 
iitui laut !i!i«>r wisscmiwor l)t'S( lifidfiilieil also vor, daz uns unser erber boll<-n und 
ruliuuiiue des selben bundes gescil lianl, daz in des selben vergangen bütidcä aae- 
vong Affeolidi erkant wart, welre slal vor heire erkanl wörde, der solle men ooeh 
vor helfen. Kä war' »ns Inn^e zil vor lielfe erkiinl, öbe nch wider den obgeiianlen w 
grnfen von Liniugen helfe erkunl wart, und lu l uns doch nicman geholfen. AUo ir 
unä uucli gebeten hant von her Kciuharles von Windecke und Aberliu Widcn- 
Lftacbea wegen, das welle wir gerne tOo, wenne wir alle »t uwer era und geCftr 
gerne Sebent und LArent. Batam die beali Andree apoaloli. 

Ar. A. J. AA «r. »k iü. d. c «(r- A» «• ^f<'< dA u 



917. Bischof Jühauu [II oder JIJ {\ au Johannes Mcrswin: ersucht ihn wieder- 
boU, zum rate zu geben und mit diesem zu reden, dasa man Ludeman von Eratkmm 
des bischofs diener weiter aiel gebe bis fastnacht. cDatnm Benefell in vtg{li« 
Lude Virginia.» [1889~iSt9] XUeeamter 1» Ben/M* 

Slr.lA. A. AA 1408 nr. 87. er. dt. litt. d. «. Ai «. imfr, ML 



911. SattbuekOste S6er Verwheortung vor im ÜtiU, SekiedtftrklUef SdMi~ 
ferdermgem «. «. w. 1930 Jwamfter JS, 

Man sol dise hienach g • ment zQ sammen setzen und schriben, 

nnd wenne man ieman von denheins arlickels wegen an der stelle bCich 

gescribcn stül, su rede setzet, daz man danue vor dem ralc öch die u 

da von an dem bftehe gescriben siSnl und keinen artit^el In den andern fin alle 
geverdc. 

Gewüiiiie hiniiniifiiriler diiiliein herre denhcinc saclic inil iin^errc slat zö 
scbaU'eude, so sol deubein unser burger dem herren nit räleu, heimeliclie nodi oUen- 

•} »— It H'»rff mitriim. h) 4~$ WarU. c} *—t W»rU. « 



> Ehettdorl ein tntdatierte» Schreiben Sagenati» an StraPhurri in dersdben AngtUgenheit, gUiMan- 
Icnd bis doch iiioman ßctiolfon. Oucli »tet in <ii m Ii > n lintnl« s lirief getcliriben diser artickel: | M'nirr 
wie nr. 787, S. Clif, U—J5] Und aber dis wurdent unser brotbeckcs and ander nnser burguru 
»werlichen genfttiget und getrcngvt, grotzcn zol und nngolt in awarra atct t& («ImihI«, das in ouch 
niit «ridcrkeret wart, alto ir aolber wol wiasant. IJod dar nmiM mjna vir uam kencn d«a lant- ii 
voftea rat sü haboid^ «aa aas la ttada lia ia dian iaahan. Mw aaUtia dar koaiMl^ ao ««IIa 
wir Büt aiflM rata gana Uu, «aa aaa danna badtnlat mM i»d baMkaidroliali aiaa, waa aaa alla 
Sit mit lAlm aad Iw a ehaiJiiÄait wal baaftgaL ar. aik ÜL cL «{p. m a. äi|ir. M, 



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1870 Wt 

lidie ia d«i selben sinen .saolien noeb ia-vereolwurlcn vor dem ralc noch rede in 
sincn sachen vor dem rale Ifln wiiier »inscr slal. dannc aüfinc sin vürsprcclie 
oder der, den er gebeten bei sin rede zä tünde. Weiher ez aber dele 3n den, der 
;nD rede also l&t, der aol beflHrn lllknf- jare von nneerre etat nnd sol twenizig pfundo 
Pfenninge geben,- und »ol es meister nnd nl rAgen, riblen nnd rehlverligen nöob 
bftrsagen und wie cz in vürkomel. 

Ez sol 6ch hinnanfürder deuiicinre, der in dein rnlc ist, in denlieinen saclien, 
dar uinbe ime g&l oder gäbe wurden, glubl oder entheiszen iül, dcnhein urleile 
sprecben, die mchen gangent bürgere oder lanÜAle an, weder heimeliche noch offim» 
liehe, und sol fich des selben rulherren urteile in der selben Sachen nil gelten. Und 
welrc doz nit hieilc, der beszcrl (V!i fünf jare und pit 20 lib., und SüUent ez oieieter 
und rat rügen, ribten und rehlverligcu noch bürsagen. 

Wer binnanfl&rder eine sadie tor neialer und nl-het oder vor nüälen öder 
obelftten in unscrre slal und burgban, der mag an sinen rat einen biderman nemmen« 
wellien er wil, zü ralgeben und nit ine nnize an die stuiule, tbiz sine widerSachen 
Ach also einen sölicben man an iren rat geoomen banl. Und wenue ieglicbe parte 
«oder aSUeben sveien perlen einen raigeben also genomen bei, so nag ietweder 
parte under in dar zA noch einen raigeben zft dem «raten nemmen obe sie wil 
und nil me. Und sol 5ch denbeinrc. der sii !i an nimel ralgebc oder nitmnn zi* 
sindc umbe pfenninge oder umbe giU, niemaunc sincn dienst in sinen sacbeu ver- 
sagen und ime sins diensles nil abegän, wenne es an in gevordert wirl umbe alse 
▼il Pfenninge, alse bienaeb ist besebeiden. Welre Ach siso ein ratgebe oder ein rsl- 
nian ist, der sol in denheinre sachen, die untze an 20* lib. Slrazburger pfenuingu 
Iritfet. nil ine nemmen noch nieman von sinen wegen dfiiiiu; 10 so!.'' Strazburger 
Pfenninge.'^ Were ez aber daz eine solicbe sache trillel über 20 lib.,'' wie hohe 
das dar Aber were, so sol er de von nemmen 1* lib. Sirasburger pfenninge nnd nil 
me vor noch noch in denbeinen w Sn alle geverde. Und wer das nil IwUel oder 
briclifl. d r bessert 5' jar und git 20 Hb., und sol man ez rftgen, rihlen und reht- 
verligcn noch börsagen. Welre 5cb viirspreche in einre sogelan sachen ist, der 
■ol dar umbe nit me nemmen danne alse an nnserre stette bAeh von v&rspreolien slat 
und «lae ez bar komeo isl ftn alle geverde. Und sullent ftch die ratmanne, die rai- 
geben und die versprechen zA s&Iichen sachen gän, eise dioke es an sie gevordert 
Wirt und man ir dar zfi bedarf ün alle geverde. 

Ez aol ficb kein obeman, kein driltemau, kein fünfleman, noch kein s&lidi 
ungeriden man in- denheinre Sachen denhdn gAt, gftbe, miete, sehencke noeh miete- 
WOQ nemmen noch ime dar umbe nölzil laszen glül>en nodi ' nlhriHzen, noeh nicuKin 
TOD sinen wegen in denbeinen weg An bI!c geverde. Und welre ez dar iiber dcte 
oder ieman von sinen wegen, der sol beszern lünt jarc von unserre slal und sol 

•) l»J^*«frt •»» 30. b) mit ffliti/ocr Tmlr il.n-ijfst-lki irhfit /S,' ijr\li irkr»rt r\n pfuDl. r) An-.-- 
mttk ftUntkm ; UitFol »Wr rine «Mb* daiübcr unlzc an tOO Iib., »n »ul er lUr ucnli« 
WMm IKCi (ifuut SiraiLurgcr preaninge and uit me. d) tbtrgtifkruit» ftr grUe. buu- 
diM lib. •) tktrsttluithf f*f fMt. 4fü. I) Utrfutkrieit» f»r riM mitkurliikt 



taTO 



geben 20 lib. pfeniiing»', und sol man ez rflgcn, rihlen und rolilverligen noch bÖr- 
SHppn. Hocli aI^o, wnz von den vorgeseribe n sli'ickeii vor dirre dale geschehen ist, 
daz dar uuibc nieuiaa m äcbadeo kuuieu sol äu alle gevcrde.* 

Du^ ein iegUch unser burger unbe * nnd pfe . . . .'eut alt oder nuwe. 

Ez mag Ml ein ieglich unser burger ang * mit dem ang . . [rncijster und • 

rnle geliorsam sie* schulde wo er wil. F.z sol iVh kein unser burgcr licüliein 

frye stal, wo die gelegen sinl ' älal ia Elsuz kriegen noch in wider;>ugen 

darch temans willen noch fleh niemanne uf sie dienen und ratea zft Strai- 

burg. Es mägent Ach under unsern bürgern dnre dem andern dienen umbe schulde, 
sie sie all oder nuwe, oder unibe evgen oder erbe oder umbe sin habende gwt, doch w 
also, daz eine sulichc sache den selber und alleinc angangc, dem man also dienel, 
und nieman anders, der nil unser burger sie. Doch luil dem uuderscbeide, waz 
gAtes in unser slal komel, das sol vor unsern burgera Hasawendig und indewendig 
unserre slal frlden haben nnlae ia sine heymöl. ei wer« danne daz ez unser biu^r 
niil ^'frllile in unserre slal anvaücn wolle. Daz mag er wol l5n one in unserm •» 
köfliuäe und in dem zolkelre. lJur inne sul man kein gül angriffen noch verbieten 
Sn alle geverde. Und welre unserre burgere das breche, der sol beaaam zwd Jare 
Ton unserre atat und git 20 lib., und sol man ez rftgen, rihlen und rditvertigen 
noch börsagen. 

Wcre cz äch daz fröiade herren oder ein fr&otde volk in diz lanl Elsaz ziehen m 
•«dient vesten od«r i«nan dar inne sdiadigen wollent, das «OMBde und 
sft afilichen vesUn und gftte sft besohAttende und Ach die z6 verende mAgeal nasere 

bürgere Sn alle geverde wol varcn, und sei daz an disen arlickel nil gän. Und 
weihen iinscrn burper meisler und ral dar umbe zö rede si'lzent, wil der swern an 
den heiligen, daz er uuibe keine andere sache uz unserre slal gevaru sie, danne u 
aAliohe veslen nnd gAt zA verende und zA besehAllende In alle geverde, ao sol 
er ain genieszcn. Wolle al)er er doz nil als» swern, so beszerl er zwei jare von 
unserre Stnl und gil 20 Hb., und snl man ez rügen, rihlen und rehlverligcn noch 
hArsagan und wie ez dem rale vürkümcl. Ilel öch ein unser burger einen lierreu, 
uf dos beogesten oder ]^eriden er stizel oder der ime hengesle oder pferidc git oder ■» 
gAt dar TAr, der mag wol in dez sel)i< n ^illä berreii helfe und diensl rileu mll 
sincn liengeslcn und jiferiden und niil siiien kneLleu. Ilel ueh der selln- unser 
burger brfiderc oder sunc, die in sinem brole und müsc sinl oder iu einem kosleu 
in einem huse sinl, der mag sie mit iren hengeslcn, pferidon nnd knehlen mit ime 
In des selben sins beiTen helfe und dienst fAren An alle geverde, und sol ime daz ^ 
an der vorge»criben salzungen nil soliaden. Actum et pronnnctalnm die dominica 
poftt Lucie virginis anno 70. 

Str. St. A Ordnungen nnd dtent» toai. 90 t ISO. enc. cft. Vm BbUt iH am tUr» 

jRmdt ein Stück ou$gcriumK> 

•) Ufr ik$tm JrtiM nAt KAI«, Bmtawwt, GmU^ vaA ndm, dir n^nt aft ^ 

alt «iMMit. b) Dkt» umd dtr fiifmi» AfüM Utk*» tnf i» Iiuttuitit» du Bhttu. 

cj e. 8 Wiyrle «»»yrWmfii, d) 7—8 Burktlsit». <•) r. C H «i-/*. I) r. 6 Butk- 

MUitti, g) mil— sie tttrgarknttt». 10 k. r. i) c. S Wortt. k) i—i Wertt. 



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1970 



919. Afeis/er und Rat hfsrhiießen, Berthuld ron Kiburg u. A.. die den Dekan, 
ton Oc/isensiein gefangen haben, doi Betrete» der Stadt und der B'yiniinfile :» 
verbicteu. t:i7n iMn mbt r 23. 

Von der gefengnissi; und ongrifTes wegen, als junker Hechlold von Kyburg, ilem 
her Burckhard* von 'Wjudegk riller, item Aberliu Widenbösch, ilem Eberhard ZüUe 
von Sickiogeo, item Ileinlsman von NAwenberg, der dO' WMZ meisler Matbis seligen 
mn eins ftraprechen gebUichM gerichles, ilem Wäste. item Slronffe,^ ilem Hagelio 
TOn Lourach,"^ ilem Andres Rieler, ilem Piillelinger, ilem Puwls von Sleinenburneu 
nnd ZfiUiua'' von Teltelingen verwegcnlich und mil einem gemeinen ufTsatz in unser 
slat zu Slraazburg angnifen und fiengeul den edlen hcrren Juhans von Ochücn- 
•slein den d«diaat und in uaz anaer atal enweg ge&ogen f&rtenl uf Windecke die 
▼esle, do lint anaer hwren meisler und ral überein- kommen» were es daz die vor- 
genanlen personen alle noch ir kein uinler in in un.ser slal ze Slraszhurg noch 
in die mile weges umbe dieselbe unser slal niemer Die*' kommen soUenl aachles 
noch teges, und were es dai ir denheiure ander in ieowm« in den vorge- 
«ehriben ziln eigriffen wfirdent, von den oder von [dem ml man] rihten mit dem 
swerie. (Actum sub dominu] Johanne diclo [lienlxelin magislro feria aecond« 
proxima aale feslum nativilalis domioi anno 70.] 

Ar. St. A. V. D. Q. lad. III B. 118. Extract aus den achtsbacfacni etc. f. 7 
OeimtM hri Watektr, äitguk. de tuib, ilt J, Hiernaek die Liaim ergänet. 



920. Meister und Hat besc/t ließen, Üosse Slnrmy der zur Entführung des De- 
1mm von Oehtenttein geraten und geholfen hat, das Betreten der Stadt und der 
Bannmeile tu verbieten. isjo neeemher »3. 

Unsere herren meisler und ral aint überein kommen, daz Goszc Slurm in 
unser alat zu Slrasiburg noch in die mile wegs umb die aelbe* niemerme Icommen 

sd; und were es daz er darüber in den seihen ziln ergriflen wörde, so solle man 
von ime rihlen mit dem swerie, umb doz er liern Johans von Kyburg dem 
lumprobsl rolende und zulegende wasz von der geletc wegen, die derselbe her 
Joban von Kybarg mil uhtiu in unser alat von Straasburg getan balle an dem 
edlen berren Joban von Oetiseustein dem deeband, darüber doz deradiw Oosz 
Slurm da^ perichl und der sielte ehr gesworcn helle und doch allewegen damit 
wol wusle und es [meiälcr und rale] versweig. [Aclum sub domino Johanne diclo 
Lentielin magislro feria seennda proxima ante festum nativitatb domini anno 70.] 

Str. St. J. V. D. Q. lad. III B. IIS. £xteMtiM au d«n achUbOehun ata. t 6I>. 

•) WmOir IMilivt. b) IT. WaMa iiHt SliMb. c) W. LSaiaeh. 4) W. Zaatar. 
0 W. laa. 4 Wttkir 4M. wmt ML 



710 



1870 



Meisler und Rat beschließen, den Bompr^it JtiMnes von Kiburg midU 
ans dfiii Turme fu lasten, becor niehl der JMm J^UmMe$ tox Ochsenstein freige- 
lassen ist. 1370 DrreiHter M. 

Unsere hcrrcn ineisler und rat sinl übcrpiiikomnit'ii, daz man hern Johiins von 
K^'burg dcu lutupropsl usz dem luru und geteognus, da er icUent an ioue Iii, % 
niemer sol geloneo kommen unlie an die alund. das her Johans von Ochaenatain 
der decliand siore gefengnis, als in her Rciaharl von Wiodegke und die anderen 
die doby worent in unser st»l fiiTigcnl,* «ne olles gut und on alle siclmli'.iing 
ledig uud ler worden ist, und darzu nie dasz, daz auch der vorgeoanl her Johan 
.von Oohsenaldn aweret in den lieiligen. das er atao .an« allea gut und sebalaonge » 
dore geÜMigDias von d$m egenanlen herren Reinbait* von Wyndogice und den 
anderen one alle liclesüne'^ und anfl'!r gevorde ledig und lere worden sie. Und 
wf'iiiie (Iiis g<'sohiclil, su mag man ine wolil usz dem turne loszen kommen, doch 
also, daz mau in in audcr gefengnis behüte und nit von banden lasze, erhebe dan 
vor ueiiBtier und rale, die lelaenl an aind oder hamaeh «erdent, und oudi allen u 
deUt die su dem gerichl lion iil, von allen [gcislliclien gfrihlc und b<'l>esllichen 
bcnncn imc allen iren sdiailfn und coslcn geliolfr!! timl li.iljc oiich dunno dnrzu wol 
versichert, das er noch die sincn noch nieuian ouderä von iren wegen uuserre ülelle 
an] Slraazlrarg, nnaern burgern noch den unaern niemer laaler noch lett getunt, noch 
aebafleDt getan werden. Und wenne das alles geschidlt« tO sol der cgenante lier Jo- « 
linn vuti Kvbiirg und jutuker Herlliull sin bruder sweren m dpii heiligen, daz sie in 
unser stat zu Slraszburg nocii in die mile wegs umb die selbe unser stetle niemcrme 
kommen aacbU noch tages, und sol oneii melater und rat, diedanne xu zjten sind, 
madil haben, vraas bar an nil geacbriben atat, damit unaar atat und die unaem 
gegen dem obgenunleu hern Johans von Kyburg und den sincn nil versorget sint, m 
doz sie diis fi'irbassLT vorsorgent und liedciickcnl. Uud sol ouch dise urteil ein ieglich 
abgacnde rat dem niiwen augauden rut in den e^ t geben, daz sie es also haltend und 
.es oodi uAt den adtoelTeln fArlegenl abselasaeDl. Aotum sub domiuo Johanne diclo 
Lanlxlln maglslro anno 1370 feria aaennda prozima anle feslum nativilaüs domini. 

Ar. A. 4. V. D. 0. IaI III B. 118. EstfMt aaa des mdkMUhm ole. f. 7k. ^ 
Otind* M WciKikr, «iiafiii«. «fe «nfr. lüS. ■ 

922. Biseief.Mmprer/it ron Speyer schlichlet de» Zmii swieeken de» Er:- 
biichof ton Maau ». A. und der Stadt ütraMwg vegen ihrefs neuen ZoHex hei 
Idenburg. l.vro Drrvmber '44 BrucfiaHl. 

Wir Lamprecht von gots gnaden bisscholT zQ Spire bekennen oflcnliche ati 
diesem brieve und dün kQnl allen den, die diesen briefT Sebent oder horent lesen : » 
Wanne awossoben dem erwirdigen herren hemGerlacb ertaebiaaohdf zftHenlae und 
dem hocbgeborn fnrsten hern Ruprelh dem eitern pflillenlsgrave bi Rjue, des 

■) M rackrr .-'l.l Miir« gefenckcnlan. k) Vtft. JlUWilglrf. t) W, ImI«MM. d) M 

Wtarktr,- Vorf» Brchi«l<l. 



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iaae-1870 



7il 



heiligen Romissen richs obristen Irucliseszen und Lertzougen in Beyern, unsern 
lieben herrcn an cime deile und den crbern wisen lulen meisler, rad und burgern 
der slad zü Strasburg au dem audern eya luissehellunge eolslanden waz, unib daa 
die von Slrasborg sft Nuwenbttrg vier grosse sft solle nemeD und beben wellen von 

• geheisze des allerdnrablucbligislen furslen und berren bem Ksrolen Romseben 
keisers zö allen zilen merer des riclis und küni}> zft Bcliciin, unsers gnedip^'n harren, 
eis üie für geben, dar umb die obgenantea furslen und oucb der bocbgeborn furste 
mai^graVB Ifaidolf von Bnden dw Byn «n eldiobeii iien soll«! mit nftwen loUen 
sft nemen von Sirsabnig beswerl hallen, das wir die missebeUuiige gütlich«! gestall 

w haben hie zwusscn und pfingisldag nchesl kompl. Mit namcn die obgcnanlen furslen, ^^'f^ 
der erlzhisscbofT zü Menlzc, der berlzoug und oucb der njarpgrave liabenl diircli 
unser tlizzigen bele willen alle ire nüwen zollen uf waszcr und utf lande, duz 
lanl nff und abe, bie swnssen und pfingisldag abe getan. Und soUenl ihi von 
Strasburg und aller meDgelich mit ire koufmonscbafl den Rin und daz Ian( uf und 

n abc füren und den allen zol geben als für und in der obgenanlen berren geleile 
und üchirm sin als für hie zwus&cu und pingisl dag. Wer es oucb daz für 
pingiat dag koofinaolaeliaft, es si win, fruebte oder ander koufmanladiait, gdadrä» 
wera on geverde oder ulT wasser oder uff lande were. die soUenl vareo und mil 
den allen zollen verTniÜpt werden s!s für, gliclicr wisc als der pingisldag nöl ver- 

»j gangen were. Wer oucli daz die burger von Strasburg keyne nüwe zolle in irre 
äiad gemach heUeo von der 8eU>eu sacbe wegen, die soUenl euch die selben siel 
abe sin. Was hie vorgeschrieben alat sol bUben mil off pfingistag nesle kompl. 
Des z& Urkunde geben wir diesen bricff versigelt mil unserm ofTegedruckelen inge- 
sigel. Der geben wart in nuser stal zu Bruchssol des jiirfs, do nu-n zalle noch gotS 

» geburleu drxizebenbundcrt und bicLcutzig Jarc au dem hcüigtu wiaach abcnde. 

Str. SL A. Q. D. P. kd. 168. or. mb. UL jmt. c $ig. in v. impr. tM. 

923. niscliof Johann [III]* an mrislcr und ral : billel aberniais, .seinen lenlen 
von der pdegen z& MoUisbeim bezüglich der 80 mark geides, die diese ihnen 
zahlen müssen, bis unserre fr&wen tage der liehlmesse zA nebesl siel zu geben, fur. f. 
m Brsncbt um Anlwoii. «Dalum Benefell in die aancto nativiiatis Cbroli.» 

,'7.9W 1370] I)e<-emt9r »5 JBtitfUg, 
Str. St. A. AA 1402 nx. lOS. or. cA. lit. cL c. sig. in e. tmi>r. mut. 

S24. Worms an Straßburg: bitiet vorlaufig Friede» mU Speyer zu Aalten. 

1870 December HO* 

m Bnaman, voraibtigen, wisen und beaebelden lulen, unsera gnden beanndem 

frunden dem meisler und dem rade zu Slraszburg enbielen wir die burgermeislere 
und der rat der slad züWorm[esJ unsern willigen dieosl. Lieben besundern iruode. 



* Hoch dem äiegd. 



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712 



Als wir iirli »uch vor «lUeo nie gescliriben und gebeden ban, als biedcD wir ach 
alii r, (liiz ir diiioli unscrn willen von der zweyuuge w«'«;»'!!, die unsere oylg(*noszcn 
vuii Spiru und ir uiileyii iiaul, die uns gelrüweliclie Icil isl, ruil ya eynen Irycdeo 
halden wullent an alle g«verde tot uch und die nwera t Apachen bie und sante 
AffS'». Owrii^en dage nehisi kuinmet Dacb daluin dieses brievea den dag allen. In i!>t selbeo 
niaszc liolTi ii wir, d iz der fr\cde von unsern eylgenosMO TOn Spire auch gehalden 
suUe werden umb uiisere bedc willea. Und hie tuaachen vuUen wir gerne durch 
avera willen eynen franllichen gütlichen heymdicben dag b«slen«ii u&äk vmtn 
mnaie, dar of ir, unsere eytgenoflien die von Spiro und aunderliehe s& Spire wol 
liien koinen und gdeislen niogenl. Lieben frunde, nil verziibenl uns dirrc bede lo 
durch unsers dinslcs willon, wniid xvir liofFt n, doz wir tif dom selben gullichen 
dage, wanne ir den bie tus--.cben leislen wuUetil mit andern unsern i'rundeii, uch* 
gnUiebe verejnigen snilen mit der gols btlfe, wand es leider s& dirre xiit in den 
landen umb den Ryn uf au - ubel sied, also daz nyeman geriiden. gerarn oder 
wandeln gi il.ir, als ir si lliir wul wiszen mogetil, und sundi^rürlio uns sledden ilzunt u 
noit were, daz wir alle zwcyünge und brüche under uns slilleu und gütliche hien 
kblen. Lieben frunde, und lanl uns*» ber uff uwere fruntUche anlwerle tridder 
wissen mit diesen boden. Dalum in die beati Stepbaoi prodKNnartjrb anno 71. 

«kr. A. Ä. Q. D. P. lad. 48/4» B,46 Uma SU. ar. A. Hl. d. e. ttg. m 9. «ivr. dU. 

925. Siuhof Lamprteki Sßqfer «» SfnUurg.- Speyer MtiU erst naei m 
Ritchkehr seiner Bote» Antwort hesüglieh det Friedens mit ülraßburf geben. 

[ISTü] Deeemler 28 BruahmO. 

Lamprecbl bisschoff sn Spire. 

Als wir udi mit uwerm dienor Elharl« enboUen haltent, wie das unser bene 
a«fc «. der bcrlzouge uf den nebesten frilag, der do enweg ist, sinen rat und wir die » 
UDSern woltcnl gein Spire senden von des frieden wegen zwusscn uch und in zu 
barende, Inn wir uch wiszen, daz die von S])ire irre boten uszcr ir stad geswnl 
babeol gein Ifense uff den lantlag und bein enlworle von dea frieden wegen 
wellent geben, irre botleu kuroment <! niiC ^^ieder «Ibb. Und daz erste so sie 
kiunment, so wellent sie unsern berren den licrlzouj^en ein enlworle laszcn wiszen. » 
Dörnach wiszcnl ucb ze richtende. Wenne uns ouch die cntworle wirt, die lan wir 
uch unvenogenlieh wissen. Geben ad Brnchacl an der hMltgea Ittaddin tag. 

[In verso] Den erbero wisen bescheiden den burgernieister und dem ral der 
stad zu Slrasbuig, uoaern Iwsunderu finiaden. 

'str.8t.A.Ak 1404. er. th. lU. A e. atf impr, m 



926 Herzog Ruprecht der illerc an Latnprecbt bischof zu Si>eycr: Die von 
Sj)eyer sind Leute hei ihm gewesen in Heidelberg, und er liat sie beredet, einen 
MM V. f'^'*^'^^'' ballen mit Ultiuan Sturm und dessen heliern bis Walpurgis tag and 

•) ucb MitTfUckr, b) kiiTMtk tuittrfiutgitrt da«. 



18M 



daxwiidien ni Germerülieim, oder zu der N&wenslad einen tng zu leislea. «Das 
selbe werbint ir ouch an die von Str»szb&rg, ob der fredc und der tag also 
Vorgang haben möge odcre nicht. Doch der frede habe vorgaog ödere nil, so 
wollen vir doch den Ryn ungesperret haben von den tob Spire. nnde die Ton 

> Slraasbftlg mogent wol dar fifT faren, also das sie is unsere ampll&de bevor 
laszen wiszcn, die sie gelcyden sollen. Ouch wiszint ir wol, das wir der brife noch 
Dil haben, die ir unserm herren und oheim von Mentzen und äns geben soUeol als 
von der von Slraszb&rg wegen. Dalum Heidelberg secunda feiia ante drenniai« 
sUmein domini». [Hm Je tem ie r MJ Makk»er§, 

» mr.a.±iA 140L tr. A. ML A c tlg. üt *. im/r. «L 

9t7. Bidketwdnmgeu, lan himI q>tfw. 

Unser herren meiailMr und ral eint ihet ein kommen, das die brolbecker drie 

tage zA der wochen bachen niAgent und nil minre und zSi ieder becken wie vil sil 
wellenl. Wil aber ir keinre me bachen wennc zflr wochen drie werbe, daz mag 
u er oucb l&n und wie vil er wil, und sol in oieman dar umbc zä schaden bringen. 
Und aot oneh ir keinre under in deele minre bachen, durch das er du andern do 
mitte eren «olle und aia dar m sehonmi. Und wdre das andor in bridiet, der 
bessert 5 lib. 

Wenne ouch ein sleltemeister umbe gat brol beschAweii, weite brolbecker 
m denne A deine gebacken hei, dem sol »an 12 brot nemmen und sol die brot teilen 
vnd gdiea an die stelle, do man aA unlae her bin geben bei, und sol der selbe der 

zfl bessern 10 sol. dem ungeltp, und süllent die halben dem unpclte blibon und die 
andern dem oder den, die svi vor dem rat IrofTcn hont. Und süllent dur zu bessern 
3 sol. den, den sü vonnals worden sinl, und süllenl &\i ouch die selben 3 sol. by 

t» irme eide nieman varen lassen. Und aol ouch ein icgiich slellemeialer des brot alle 
tage beschowcn, es sie uf den bencken oder in den hüsern, und z& wdre nt er 
in dem tage wil. Und sol man oiu-h alle jore viere us dem rat dar zft kycscn, also 
«-er es daz ein slellemeisler soliche unmü&se irrele oder andern breslen helle, daz 
er es nil getftn mMile, das ea deane die voifenanten viere an sinre alal besehent 

» oder aber sAm minnesten swene under in. Und süllenl ouch die brolbecker meisler 
und die pcswornen von dem nnlwercke gehorsam sin alle tage mit ime zQ gonde, 
wie dicke oder z& weite ril sü wcUenl. Und sol oucb kein brolbecker noch nieman 
TOQ sinen wegen ksm hnot w dttn stsUemdsler nodi vor den vorgenanlen vieren 
von dem nie verbeiyn nodi gegen in entasgen. 

■ Die brolbecker süllent ouch ein pfcnnwert umbc einen pfenning bacben uf daz 
aller glicheste, also denne daz körne giltcl und sinen lolT het, und daz arme und 
riebe do mit reht beschehe. Und waz brules sü uuch umb 1 den. bachenl, daz süllent 
sA nit h6her geben, ndier naogeat s& es wd geben, wenne sA wdlenl, es sie wss 
brols daz ist, es sie weiche oder herlc. Und wdre daz verbrichet, der bessert 

« 1 lib. und* sAUent sA ouch ht der aelben bessentnge deheio pene dar Aber machen. 



90 



7U 



1370 



Es mag ouclt eiu ieglich plislcr, der plrüuJen bachel, bachcu wie vil brole$ er 
wU oder vk dicke er wil, und mag ouch das TulcAfibn, wo er «il, und aol in 
nienm dar umbe xft scbaden bringen. 

Es iiinp oncli ein ieglii'li hrolheckcr baclirn, \vp]rc liamlc lirol er wil. es sie 
wis oder rückin, und zü welrc zil er wil in dem jare, und sulleut ouch ir brol zQ « 
merckele tragen und uz legen zu bancke uud zu uiercketu und sülleul eä uil durcU 
geverde in den hAsem belieben, alle die wile 86 sft verkoifende bafaent. Welre das 
verbreche, der }ies>erl 1 üb., iil>o dicke er ez dele. 

Die sleln ler nn'tgeni oiicb ir brol verkolTen, an welben etellen sä welleul, oder 
ir gcsinde vun ircu wegen. m 

Dnd" «Allenl oaeb die brotbeeker von dirre vorgesebriben sUkdce wegen hinnan 
vir me debeino aalsunge machen nocb Aber komcn in dehein weg on - url i;i meislcr 
und riiles. Deteiil iifier sii duz, so bessernl sü 5 bh., also dicke sü daz dclcnl. 

Und süllent oucli aller brulbecker meisler und die gesworoen irs aulwerckes 
awewn sft den heiigen vor meislere und rate, wen sA wisaenl oder belindent, der u 
dirre vorgesebriben slAeke debeins verbroelien habe, das sA den oder iSe uaver- 
Zugenlicbe meislcr und ralc vi'irhringenl, und süllcnt es ouch meislcr und rat rihlen 
utid relil verligen uf den eil, wie es in vürkummel und noeh linresn^en y.n «lieher 
wise also uiube ein wuude oder umb einen tulslag. Actum sub duminu Ulrich 
Böcke magistro anno ele. 70. m 

Jhtrunfer ron anderer Ilmid : Sic sollenl oucli by ircn eyden aynunelbrol bacben 
vur syinriiel brol, kirnen brol vür kirnen, hünen brol vur biinen, ruckin brol vür 
rilckiu mil '* cim ringeiin gezcicbenl uud dar noch alier baudc brol iegelicbes nocb 
aime kwne. 

Es solleut ouch ieizenl an alle brotbeeker meister in nnaer stat sweren an den « 

heilig«'», daz sie abeln>i-( iit alle die selze undc gcbol, die sie under in gemabl und 
uf geseUel babenl, die do wider unser slal oder die gemeinde sint, und besunder 
alle die setae und gebol, wie die genant sint, die do sint wider die vorgesebriben 
stücke, pimcten unde artickele und wider iegelicben besunder; uud das sie ouch 
debdnen salz noch gebot do wider sel/.enl, gebielenl oder under in machent one tt 
uriop, wissende und wille tneislor \\n\ roles, die danne ze zilen sini, und meister 
und daz mcrreleil des roles crlciilcn und erkantent in dannc mit urleil ettelicbe 
dinge, der sie notdArflig werent. Und was in also mit urteil bekanl und erlftbel 
wurde, daz sollenl sie by den egeoanten ireu eydan nodi danna nit mäht haben ze 
dünde, die selbe erlubunire sie danne e zö disen vorgcscliriben slücken verscliriben n 
und verzcichcul, durch daz unser slal und ouch sie wisscnt, daz in nil me erlubel 
ist, danne so vil also versohriben stal. Unde solleut ouch bgr iran «jrden debeinen 
an ir antwerck empfohen, er swere danne an den heiligen vor meister und rate, 
die selben sinckc also ze bullende; und sol man ouch den verscliribcn, der do 
sweret."^^ T'nde welre daz uil eiiswüre, wo daz meisler und rol iemer empfindenl. die m 
sollenl es slreiipliclie rililen und relilvcrligen ulT den eyl; und was oucli ein .sola lieii, 

■) uml— drteol igt iuitigati-ieit». b) mil— s«Micbmt tUtrgmir., vittimil «uri auf bdsM 
brat Ol itsiüm, «1 for— rata, wmI— swent Ütrpttknttt». 



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laTO 71S 

der Dil gesworen helle, snegiage, do sol OMQ ime weder gerolen noieh behollTen sin 

xft keinen saclien, die in unefjingcn. 

Wenne ouch die %'iere, die ein rot jores dar zrt selzet, dar z& gcmaclicl, so 
soUeut sie d&o weissen und rocken bacben uud sollenl dün dar in slahen ungell, 

» »o» und holte und Tersflelien, wie das brot geston mag. umbe das me desle baaz ' 
das brot gesehen k Annen. 

Eine dritte flnnff, xrJireiht to-iter (tidleicht na'-h J lnOß. Alse oucli unser herren 
mebler und rat. sch&lTel und ammau erleill uud erkaul hatH:nt durch nutzes willen 
ricli und anae, das die brolbeeker bacben sAIIenl alle becken, die ieglieber baebet, 

M die dirleil beckchrotes viel lieiliweri uff das aller glichest and gerehtest noch 
demmc der rocke oder weisse gill, do hanl unser li- rn-ii ineister und rat, 
scböiTel uode amman erleill mil urlcil, das sie das hallen und tiin s&llend. Und 
wer das ▼erblühet, alae an maniger becken dhein brdbecker das versitiet, alse 
dicke sd ir ii^lksber bessern 90 sol. den. Und sol man ynoen die nit varen lassen 

i!p by dem eydc, und sol darumbe die alle bfite nit abcMn; dtnne man'sol sy dänft 
halten und in iren kredlen blihen. 

8lr,8t. A.Q. D. P. lad. U nr. IS. A»4 «to* IVvMrMAImi» m dcitm 4 B^hiaAtiAtm 

m 928. Oraf Ludwig von OeUingen belehnt den Ammeisler Johan» A'a»zkr mit 
JO Mark jährliehett Juiengeldes. [i:t7o.j 

Wir grafe Ludewig von ÖLiugeu IQnl kunl allen den. die disen brief sebcnl oder 
hflrent lesen, das wir umbe die geaemen diensle. die uns Johans Cantaeler nft s& 
mflle animanmeisler s& Slrasborg dicke gelAn bat und uns in künftigen jdlen wol 

» getön mag, lilient und habcnl verluheu mit disem gogonwcrtigcn briefe vör uns, olle 
unsere lehens erben und nachkomen an unserre herschall uud uch mil willen und 
gehclle uoserre lieben Vellern . . . .* von Olingen dem egeuanlen Johanse CanUeler 
und allefl sinen lehens erben sft einem rebten wissenihaflen leben sehen marg sUbei^k 
nf den Juden zA Slrazbui^ jcrgelichen z& sanl Georien dage von dem selben Juden Apra x> 

*a xQ nemende und uf allen den relilen, die wir uf den stilben Juden haheiil, die ielzent 
in der slat zü Strasburg wonende sinl oder har nach dar innc wonende wcrdenl, mit 
allran den rehlea, alse wir und unsere vordem die Juden sft Strasburg in lehens wise. 

Ar. A. iL Q. U. P. biL 174 nr 1 b. cv. elk esBw. 

929. MmUr w»d Rat gemiaun $inm BMehtmmeiaer zu l«ie»sli»fflieiem 
m JHeiut. [MJ»79.p 

Wir elc. verjehenl und lönt kunl menglichem mit discm briere» daz wir von 
nnsem und unserrc stelle w^en öberkomen sint mil roeister Jobans von Tray dem 

•) firiwr Bnm. ,. . . 



1 Zmt DaUmmg lyl nr. ff» vmaj. 



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1370 



büszenmcistcr, daz er geswftrn Iiet an im hnilipen, uns und ijn<>(»rrp stat zft wartende 
und gelruweliclie dienende und niemanne anders mit allem dem, daae er sich 
vermag, uaA mil allem dem, das er kau, die vile daz er geMiet. Und dar nmbe 
so adlleol wir ioM jerlidi geben 300 flor., die »wer und gftl giiflg nnl, und einen 
/>«. «. knehlen 10 flor., die halben z& wihennahten und die andern halben zö sanl Jobans • 
jmi »t. dage zu siingihlen, nml in in ein lnis <ln setzen und ime lilicn, da er und die 
siuen mit ereu iune gLüil/on und gewuueu inugenl. Were ez 6ch daz er har nach 
dnre vellem oder mige dnen har Imhle und den sine kanal lerle, das er sie eise 
wol künde alse er, und daz meisler und rat, die danne wereul, mit sinre künste be* 
gnugcle, so solte man dem selben sincm mSge geben alse vil und zu pürlier wisc i» 
t&n eise dem vorgeoanteu meister Jobauä, und mähte 5ch danne er dez selben sii» 
eidea und dienalea ledig ain. Was Ach der selbe meiater Johans werckes madiet 
oder kAnale Iribet, das der stelle s& gehAri, alle die wile das er das wiidc^ oder 
tut, so süllent wir in nnd zwene sine kneble und die pfi ride, die er rilet, verkos- 
tien und fich itue geben, waz der gezüg kostet, den er dar brächet. Were ez u 
Ach das vir keinen krieg beließt, so mag er wol mit meister und rates urlop varen 
ein ding adiaflbo, das dodi nil «ider uns ale, und aol ime da von an dem TOtgft» 
achriben ainem gelte nützit abe gSn, also wenne vir naob ime sendent, daz er 
danne zft slunl bi dem vorge^ellribeo sinem eide zfi uns komen sol, also doch doz 
wir nach ime senden sällenl nul den unscrn, daz er sicher zu uns komen müge. lo 

In diaen dingen hei er usgenomen den herlsoge RQpreht den eitern Ton Peygem, 
roarggrafe Rßdolf von Baden, grafe llanncman und grafe Wecker gebrudern von 
Zwcinbrücke herren zft Bilsche, grafe Johnns den jungen grafen zft Salmen, den 
herlzogen von Lothringen and hern Iluwait von K6ppe, also das er uns uf sie und 
ire eigen Teslin nH bdioUni sAUe «in, w«u obe wir kri^ mH in gewinnent, noch » 
in wider una, da aie «yge» kriege nil uns heltant ; wände er sol aliUe silaan 
zwiscbcnt in und uns in sÖlicbcn kriegen. Wcre aber daz wir kriege mit iemanne 
betlcnt, dar inne sie belfere werent, und die kriege von in nit dar werenl komen, 
so sol er uns gegen in behoUeu sin, alse da vorgescribeu släl äa alle geverde. 
Were 8di das wir mit den Torgeoanlen berren kriege hettenl, die ^ selber an« m 
gieogent, so sol er alle sine kunsl bi sinem eide einen der unsero leren, weihen 
wir wellenl, dnz uns der an sinre stat gepen den selben herren boholfen sie, und 
sin gescbützc nieman lihen wider uns an alle geverde, doch daz der selbe die 
konat nieauHi v6rbas lei«, die wile der vorgenanle meiatar lolwns hiiet lo geverde. 



Wer aber das er in der selben uoserre botaobaft gegangen wurde, ao säUent » 
wir in Msan uolse an 200 flor. und dar Aber nit In geverde. 

Ar. a. A. OriaoaiMi vmi DMiela tem. Sl t MO», tont. dk. 



Daz man den von Worms entwurte von Güntzen wegen von Langenowc, daz 
unaerre alette gewonbeil aia, das man einen sMieben man beaiben nAase, und das «» 



930. JtüüieteklSsie und VorIngen versehieitiur Art. 




1870 



er Dil in unsem «tat wonc, und das qtan den mewteni befolben liel, das tto in 

nit trAslent in unsere stal. 

Ilem das mau niU liern C&nral Lantschadeo rede von der gevangen wegen, das 
er mit der wolfe kdoige rede da von. 
• Item daz man den bolleo gewall gebe von der von Fleraheim und der andern 

wegen, die iren teil wider wrüonl geben. •. 
Gräfe Wildegrafen berre zCi Kirberg. 
Grefe Ölten von Kirberg. 

nem daz man dem rate vAriege, daa der rat die dar sA aelie, die vormala dar 

I* Aber gcseszen sint, und das die bedenckenl, wie man über gewant, spcczerige und 
andere ding ein ungell besetse, und das das gebe alae wol, alse man git von vine 

und korae. 

Ilem das man beaende aeba erber pfeffm, die von dirre atat ainl gdboro, nad 

mit den rede von der pbfbett wegen, daz sie etwic gedenckent, wie sie und vrir 
» mit enonder in friden bBltent» und danne der rat dar ift ged»M>lEe, wie man nii 
in gelfi. 

Item das man dem rate vdrlege von der ozburger we^^en. die geswAm bant 
ewddicbe binne sft rilaende. wdre das under in geholten bei. das man dem deb 

beholfeu sie, welre ez nit gehalten hct, daz man sich nil an den kerc. 
« Ilem daz man bolleu schicke zfl allen der stelle almenden, daz sie die bcschenl, 
und duz man dünne die selben almendeu verkAQe oder sich ir aber underziebe. 

Item das man dem von Viaalingen aina brieüM von der Henssin wegen entvrarte 
nf dem lanldage z& Colmer. 
Vinstingen schribe. 
a Ilem von Nu Wernburg der veslin wegen. 

dkr. St. A. Ordnungen and DecrcU lom. II. f. flOOl eamc, eh. Airfiimidbtm JBMl nwf 

von giacher hanä vne nr. 9ää. 



931. Verbot der £ecinfiiuiiaif dgr JiatMwakle» mU mttbikAlicAer Ausnahme 
dei AmmeiMers. [um 1370,] 

M Unser herren meistcr und r;il, schijtTel und amman sint nhercin komm, wer 
der ist, der mit iemanne, der tu dem rate ist, redet von sin selbes wegeu oder von 
ieman aodera wegen, von meistere, von eina ammanmeialers oder von iemana wegen, 
in den mi slk bomende, das ieman tt den sdben dingen also getlbrderl oder ge- 
hindert werden solle, oder der selben rede von der selben dinge wep^cu iemanne zft 

M liebe oder zü leide z& einem ratherren rclde, daz selbe, daz die rede also lüt z& 
einem ralberren, es sie frowe oder man, tut ez iemanne die selbe rede z& liebe, 
das ieman dar s& geflkrdert soll« worden^ ao aol es fttnf pAind« pfenninge beasem ; 
tftt CS aber iemanne aSlidia rede z& leide und durch daz, daz ieman geliindert 
werden solle zft den vorgenanlen dingen zCi körnende, daz sol bcszern zchen pfundc 

40 Slraaburger pfenninge, und sol ein ieglich ratherre, mit dem es also geredel wurt. 



718 



1870-1371 



daz selbe r&gen bi sinem eide. Die conslafelcr noch die antwcrglille süllent och 
nil zu samiiii-n gän an kriiicii sli'Ucni iim-li sich tüilf'nniulcr iinderredeii von 
meistere, auuiiaiuneiätere oder von deuheins wegen, in den rul zü kommende. Lud 
wer das hinnan f&rder lAt, der bessert 10 lib., and süllent das die ralberreo rftgen 
noch hörsagen und wie es in vurkomel* und süllent es ouch meisler und rat bi • 
irem role und e dannc sie nho pJnl bi irem eide riiilen und relilvcrlippii, wennc 
es in also ger&gel wurt. und der heszerunge nil varcn lü»2cn äne alle geverde. 
Und sol man ouch disen arUckel alte jare dem rate vorlesen sb der aelbem sil, so 
man einen nuwen rat welen wil. Und weih» tit in dam jare ieman alaa von der 
vorgenanlen dinge wegf>n zu ninem rallicrren rcdtM, so sol man ez beszern, alse da w 
vorgeschriben slilt, wände ez ^ol allewegenl durch daz ganlze jar verholten sin bi 
der vorgenanlen pene äne alle geverde. Und aol dtaer artickel einen ieglichen 
ammanneisler, der danne amnunmeister ist, n&tsil an gAn, danne er mag wol da 
mit Iftn» das er (ruwel. das der «tat, ime und roen^idiem daz beste and das 
nAtsiste sie Ane alle geverde. *• 

air. SLA. CMaaii(w n. DtoNts teia. » t 8^ mm. dL 



Üischof Lamprecht ton Speyer an Straßburg: sendet Brief des Herzogt 
t» ier Spt^ertr Anffekymtkeit. CMtTM] J/kmumr 1 Xaiitw^ty. 

Lamprecht bisschull zü Öpire. 

ITnaem fmntUchen gros bevor. Lieben bisundem fhinde. Ms ir ans ver^ 

achriben haut, daz uwer bürgere viel mit geladen scbiffin uf unser troslunge und 
holschafl dt ri Riu abe gevarcn sint, daz haben wir wol verstanden und lant ucb 
wiszen, daz wir uch und uwern burgern in allen Sachen gerne tOnl, daz in 
ist QUisUeh und erlieh, als verre wir mugeul. Und babent ooch an nnserm 
herren dem hertsougen erworben, daz uns der ein antworte liet geben mit sime n 
brieve von der von Spiro wegen, den selben brirf wir uch senden besloszcn in diesem 
brievc. ' Noch lule des selben hrieves mügenl ir uclt wol ricbleu, daz uch dcnne 
daz beste ist, wcnne uns gar leil were, daz üt anders uch wiederfure deune daz 
uch nntslich und erlicb were. Biten wir ueh ouch ernstlich, das irden selben biieff 
behalten wellent, weniic wir sin wol bedorfent und wir in neb siimlcrlichen dar w 
umb gesant habctil, daz ir uch wiszent dar nach zc richten. Von SdiLs wegen 
wellen wir reden mit dem vilzduni zti der Nuweustad, der sol ouch zu uns kumnien 
Jim. JL an dem neheaten doorstag gein Lulerburg, and wellent ueh des lassen ein entwerte 
wissen, so wir irst rougeut. Von des liiges wegen zwnssen denn marggrave und uch. 
als ir uns verschriben hanl, daz wellen wir gerne tön und weüfiiL iicli ouch des * 
laszcn ein enlworle wiszen. Wir haben ouch uwerm burgvögle zö Nuwenburg uf 



•) am wMf» Mudi madiftlrafM tom dii 



• Jir. 9«& 




1871 



719 



dem Rin des vorgenanlen unsers liprreti des lierlzoiigen brieves ein abcgcsrhrifl 
gesanl ur diesen tag. als dirre briel geben ist, durch das, das er sich dar naclt müge 
gerichleu und ouch uwpre bnrgei« desle bn iindcr«t«eo. dns ne nch dar nach 
magm hallen. Und wai nwer radnonge ait das laswnt uoa wiaien, wenne vir in 
& den Sachen und andern gerne wdlent Mn das nch lieb iaU Seriptum Luterburg in 
feslo circumcisionis doinini. 

[/» terso] Den erbern wisca bescheiden dciu burgcrmeisler und dem rate der 
slad a& Slradnii^» unaera Ueben biaunder» frunden. 

£tr. fit. X AA I40L mAm.At.mg.im9. M«r. «HL 

to %:V.i. Biscilof Lamprecht to», üpeifer an Ulraßburg .- Die tUHen Zölle sind auf- 
gehoben. Speyer teilt bis tum Oeor genta ff Frieden halten. 

Ijimprcchl von gols gnaden bibcbofT zu Spire. 

L'nacrn fninllichen gruz bevor. Lieben besuuderu fruude. Als ir uns verscbriben 
M hant von der vier gnaze wegen, die der margrafe von neb neme, das ban vir wd 
verstanden und laut uch wiszen, daz die n&wen zolle ufT dem R^yue und uff den lande 
alle ahe siiil gflun, als (iif tcidiiig begriffen ist, und ist daz besclichen, ce wir von 
hejrme schieden, als wir uch auch vor verscbriben hau. Auch lassen wir uch wiszen, 
das uns unser herre der bertsoge eynen brieff gesanl bei von der von Spire wegen, den 
N wir uch .senden bcsloszen in diesem briefe, wie die von Spire eynen frieden mit uch 

haben wolleul ufT snnl Georrron tau', als ir wol seilende werdeiil vx yrro abesrhrilH des ^pHISI. 
briefes, den sie uuserm berren dem herUogen gesaul hanl, in sjme briefle besloszea. 
Audi von Stopa wegen nnd andern «wern vienden knnnen wir udi nodi keyne anlwert 
geben; wanne aber sie uns anlwerten, so woUen wir is ndi lassen wkaan. Und 
» nwer anlwerle lant uns wissen, ao ir erste mogent. Geben zu NuwQr vigOia 
epiphanie. 

\Ja verso\ Den erbern wiseu bescheiden dem burgermeisler und dem rate der 
stet sn Strasbafg, tmsera lieben besandem franden. 

atf.SLJLkk 1401. er. «h. m ct. e. $ig. in v. imgr. 

m 934. GründuHijsurkmide des Klosters mm Grünen Wörth. JS71J<mumr S» 

Wir brudcr Cönrat von Brunsperg sant Johans onlens des heiligen spilals von 
Jberujialeni meisler in allen Tüschen landen lünl kunl allen den, die disen brief 
sdient oder Mrent lesen, dss wir angesehen hant snnder fiiintsohaft, liebe und be> 
girde, so der erber wolbesobetden man Hülman Mcrswin, burger zu Striü^burg, dem 
as guten gotle inul rlein guten lierren sant Johanse und unsrem orden erzüugct hat 
lind durch siure, sinre vordem* und sinrc nochkummen seien heiles willen luler- 
licbe und einvellekliche durch gol geben hat das closter und daz hus xa dem OrAnen 



7SD 



id7i 



Werde, gelegen bi Slrazburg ussewendich der muren, mit kirdien, huaeni, garten 

nod allem begrilTc und zö geliordcn unJ och fünfzig phunl jerliches gelles Slras- 
lHUrger pheiiiiingr', do mille er das rorgenanlc dosier unde hus gesliflel unde ge- 
widcmcl hal, also das gotlicb ambabl unde dienst von uuserme ordeo mil singende 
und mit lesende do eweklichen gehalten werde. Und umb das sinre g&len meinunge • 
ToUelOQ verde genliliehe und daz gollicher dienst, lob und ere deste rolleklieher n 
nommende sy, so sint wir mit yrae uhrr ein kommen dirrc nocVipesclirf*benen punten 
und artikelen, diu wir 6ch gelobent für uns und unser uochkouiwene bi guten 
tmven foUeeliehe sft ToUefnrende und unaerbruebenUeh za haltende: Daa eiala, du 
der Torgenanle Ruleman Mersvin, her Ileintzeman Wetzele und Johann Heravint din m 
er zu imp tlor zu g<'nommen und gckoson hcl, sollenl dem vorgcnanlen Inise p»-- 
Iruweliche beroten und beholfen sin alse phleger des buses. Also welre koineture 
daa adhan hoaes oder via er genant ai TOn nllcn hradaran und metaferadiefte dea 
oidena Ach dea cgenanlen hnsea phliget oder dea boaea gut, das ea nu bet oder 
her noch gewinnen mag, innimmcl, wie er pcnanl isl, der brudor noch kein mcisler- u 
scLiifl oder bruder unsers orJens, die nu sint oder her noch koinment, Sülleiit kein 
des huses eigen, daz es nu hei oder her noch gewinnen mag, nüt verselzeu, ver- 
knraberen, verk&fRm oder verenderen one der vorgenanten drier pUager und ir noeh- 
komen gunsl, wissende und willen. Wer Ach daz keinrehande ding hie \siJer 
beschelie, das sol kreflelos sin und keine krnfl linlx^n. Per selbe koraeture, der des m 
buscs gut in nimniel, sol bch alle jor vor den vorgenanten dnen phlegercn und vor den 
brfideren rechenunge tfin and gentzlidw bewiaen allea das. das ar ingenomnen und 
nagegdten bet von dea selben huses gAleren. Und wenne man Ach entfbnde und ge- 
war wurde, daz er unendeliche mit des huses giMeren umbegegangen were oder 
daz hus zu schaden brocbt halte, den sol die meislerschaf noch des ordens ge- « 
wooheil dar umbe alroJKen nnd &ch denne dar von l&n und es eime anderen be- 
felhen mit rote der bmderen des selben buaea sn dem Orunea Werde, der ati dnnckel 
der nutzeste und der wegeste sin bi irme orden und bi irrem crulze nnd uf ire oon- 
ciencie, wo sü in vindenl in dem selben huse oder uswendieh in eime anderen buse. 
Wer es ^h das got eime welllicben manne die gnode gebe, er wcre rittcr oder m 
kneht, phaills oder leyge, das er sin leben beaaeren wolle und in dem adben huaa 
begerle ze wonende bi den broderen, welre denna die voigenanlen drie phleger 
duhle, daz es dem selben huse gcpcn polle nutze werc, bi irme ej de, den sal man 
do ballen zü discbe und z& belle alse einen bruder uf eine ziit in zö versuchende, 
obe er dem huse fftglidie sige oder nftt, oder ainan lehetagen, obe es sii güt dunckel ; m 
doch aot er dem huae alae vil geben, das men in ona schaden halten mflge. Und 
welre weltliche man willen bette, sincn lebelagen do zft wonende, den sol men ver- 
binden mil briefen, ordenlichc und beschcidenliche z& lebende und vor dem ordene 
und dem kumelurc, der ein oberster des huses ist, rehl z& gebende uud zu nemmende 
von allen aaoben alae ein bruder. Und wdra welttksbe man iemer dar keme, er « 
wcre phaffe oder leyge, der dem kometara und dem meisten teile der br&dere des 
selben huses misscviele \ind iinlTiglicb were, so sollent sü es den vorgenanten drien 
phlegerea oder Iren nuchkouicu äugen, und die sollent deooe scbuldich sin, das s& 




1371 



79! 



in lieisseiU euweg gou. Man sol Ach keinen bruder noch leygen eatpltohcn iu daz 
TOfgmanle hua, er rige danne swenU^ Jor sU oder m^. Wanne odt wirgemanet 
Vttfdent von den vorgenanlen dricn phlegerm oder von dem merrcn teil, so sAUeDt 
wir dar geben alse tnanigen pricsler unsers ordens, alse sü begerenl und daz hus 
erziebea mag und nül me, welle aü welient, der es chle gerne t&t und minae dar 
zu bei und och nAl komelure noch priol enisl oder ein anbahl man, an dem ein 
hun genlzliehe stol ; und s611ent 6ch wir noch unser oochkotnmcn der keinen 
niemer dannan gescbicken über der dricr phleger oder der merre teil wissende und 
wille. Were es aber daz ir keinre misselcle wider siuen orden, in welen weg daz 
were, den sol und mag ein mmteraoiiBft in dem selben huse slroflien und besseren 
noch des ordens rebl und gewmbeii. Were es Ach das näx kein brflder eise vaste 
Tergene und vcrschultele, daz es dem orden nül füglich were, daz er do vcrblihen 
•öltet den mag ein meislerscbafl dannan schicken und einen nndoren brtuii r an des 
Stal wider schicken, den die vorgenanten drie pdeger oder der merrclcil bcgerent 
and der es von minnen gerne tAn wil. Wir en welient och nüt, das Icein brnder 
des ordeos daz vorgenanle hus in keinen weg mit keinrehande gastunge bekuubcre 
oder iinmiVssig mache über Iren gßlen willen ; welich brflder ütch daz freveüche 
überginge uud uns und unseru nochkommea oder sime komelure verkündet 
w&rde, den ai^nt wir oder sin kooMlura dar umbe atroflbn noch des ordens rebt. 
Es sol noch wir, noch unsere noebkommene, noeb kein meistersobaft, noch der 
orden keinen ufsalz uf daz vorgennnte hus legen noch setzen in keinen weg. Were 
es och daz der orden einen ufsalz tif alle buser teilen müsle von des bobesles oder 
des keiser:» gebot, noch danne sollen wir uf daz vorgenanle hus uül legen noch 
setsen. Och sol dsx vorgenante hus jerlicb* xe respons geben über mer sechs gol- 
den und nät me, und sftllcnt och daz furljasser nöt besweren mit keime respons. 
Wer es ßch, daz got nül welle, daz wir oder unsc nochkommen oder Keinre nnsers 
ordeus br&der dirre vorgeschriben stucke uud urlikele icmer kcis gobrccbc und 
ubergienge und ir die vorgenanten pfleger oder ire nochkomeoe enlwert wnrdenl, 
wenne dennc die oder der mcrrcleil under in nuinent einen onnisturc, der danne 
ein oberste i:i dem Im^e ist, so sol er schaiTen, daz daz gebessert werde in einem 
manodo dar uocti onc geverde. Dete er des nüt, so mügenl sü es bringen und 
verkünden eine kometure A Dorollshetm. and der sol den achairen, das es genlzliohe 
gebeasert und wider ton werde in euiera manode dar noch. Tete er des n&t, so mAgent 
die vorgenanlen drIe pfleger oder der merre teil oder ire nochkommen und ire 
helffcre anegrifTen die buser und alle die guter, die zu dem vorgenanten Inisc geluVenl, 
die n4l verwihet sinl, mit gcrihlc oder une gcrihle luil eigener gewall uud die haben 
und in neramen in Iren gewalt alse lange, untse daz der bresle und der artikel, der 
do «bergangen wäre» gentdkh gebessert unde wid« r ^ekeret were. linde sol uns nach 
unser noclikomen und unsern orden hie vor nül schirmen keine friheit, die wir 
hant oder noch gewinnen mohlenl von bebeslcn, keiscrcn oder küoingen, noch kein 
gerible, geisüwbe oder wdlliebe, kein laotfride, burgrchl nocli kein rebt oder ge- 
-wonheil sielte oder landes, wanne wir uns des unde alle aehimie begenl undo 

91 



722 



1871 



verzilionl, do mitte wir «der iinsfr iificliktimmen molilent gelöii oder schiifTeii ge- 
löii iiu ixler her noch ia keinen weg one alle geverde. l nd wenne öch dfij^ be- 
schiht, so s611cnl die vorgenanleD «Iric ptleger dem vorgensDleii Imse wider kereii 
und wider geben die vorgemoten guler und alle die nulie, die aä do von ge- 
nonuncn hellent. Und mm» Ach der drier pfl^ger einre abc gai, so s'lletii die • 
anderen swene einen anderen an des slal kiesen und nemmen bi irme ejde, der sü 
duiii-kel, der dar zü nulse si. Were es aber sachc daz die vorgenaaten zweoe 
pilcger oder ire nodikomen nnder in nüt kundeDl «nheUig «erden einen dirten 
pAeger i& in ae nemneode, so sol ein conelave, der ein oberaler ial dea adben 
huses in der ziit, mit den vorgenantcn zweigen ptleperen einen dirl>-n jifleper erkiesen. «• 
Und welen dannc die vorgenanleu plleger oder der merreleil undcr in bi irme eyde, 
alse do vor ge^cbribeu ist, einbellekliche erkieseul, der sül mit den vorgeoaalen 
iw qrgen pAegeren dea haaes pfleger rin, und dem aol man Adi danne Terbonden 
sin, alle die stucken und punlen, die do vor geschriben sinl, veste und siele zQ 
hiiltciule utie alle geverde. Und alle disse vorgeschribcuen stucke und punlen geloben! » 
wir bi gQten Iruwen für uns und l'ur alle unser nochkununene ewekliciie veste, stete, 
und unaerbrAehenlidi an haltende und heiaaeat Ach und grinelenl allen pflegeren 
und hr&deren unscrs ordens, die nu sinl oder her noch kommen 8&llent. bi der 
tugenl und kraft der lieiliRon peliorsamikeil, daz sü alle stucke, punlen und ertikclc, 
die hie vor sloot geschriben, veste und atete hallent und do wider sich nüt sclzenl m 
noch Ifiot in Iceinen weg. beimelidi noch ofieuBeha, mit vortan noch mit irarken, by 
in aelber oder ieman andere von iren wegen one alle geverde. Und n uifcnnde 
aller dirre vorgeschriben dinge, daz die veste, stelle unde unverbrochen blibent, so 
bant wir der egenantc brnder Cünrat von Hninsberg raeister unsers priorates inpe- 
sigel und och dise noch geschriben conieture, pfleger und bruder, mit der rote wir » 
Ach alle die ding geton haut, Priderich von Zaire aft Vilingen« Wemher von Epliogeu 
zu Dasele, Wilhelm von Girs])erg zh Colmar, Johans von Grastein z& Doroltzhein. 
Ciinral vim Snlzmalte zu Siillze, Wernher Schurer zft Slctstat commenture ir inge- 
aigel und ocli die nocbgeschhbeae convenle der buaer zu Doroltzheim, zu Colmar, 
zu Rinottwe und zu Slelalat der aelben oonvent und hnaer ingesigel gebenkel an w 
diaen hrirf. Wir die vwgenanlen pflegere, bmdera und oonvent bekennent, dai alk 
dise vorpennnleii dingh mit unsrem rote, gunst und willen bcschehen sint, und ver- 
binden uns och und gelobenl für uns und unsere nochkommen und den ordeu ge- 
meiuhch, alle dise vorgeoanten ding veste und stete zu haltende und niemer do 
wider ae tlknde one geverde. Und dea sft Urkunde ao haut wir die Toq^enanten m 
pfleger unser eigen ingesigel und vrif die votgaoaDlett COnveot der Vorgenanten 
huser ingesigel zii des egeiiaiilen unaert herren des meislers priorales ingesigel 
geheoket an dessen brief. Der geben wart uil den zweUlen abeot nach dem 
heiligen wieDachl tag, do man aalte von gottes geburl druaehea hundert albenlag 
und «n Jar. m 

Str. Bei, A. B 1333. or. mb. e. 11 »ig. pemd., quorum 1 lid. 



1371 



733 



9:?.r Kaim Karl lY M StnMmrgt kdel m «« einer Bf ratung Uber de» 
Landfrieden. j^7i «roiiunr 6 Breslau, 

Karl von goU gnaden Bomiaober keiser zu allen eieiten merer des reidis und 
kuuig zu Beheitn. 

Lieben gelrawan. Wir aem an rate «onlen und meinen gentaUelwa nffunnr 
frowen lag liecbUneiae, der aohicfest Irampt, au Nnrembcrg zu sein, do wir mil evnn 

und oucli ander stete untl herrcn des reichs rale, die wir alle dorzii u(T den egcnanlcn 
lag besendtit haben, gedenken und Irachlen wollen uuib eynen getneynen lanlfride 
und wie das heilig reiche uad leul uud laul iu gutem atelem fride bleiben mugeu. 
Donunb beger wir an eooh und wollen ematlteh, daa ir durch dea reloba nues und 
ere auz ewrem rate mit vollem gewall zu uns gen Nuremberg uff denselben tag sendet, 
die egeuaiiteu saclien zu bestellen und zu volfuren. Geben zu Brcsluw an dem 
heiligen obirslen lag unser reiche in dem funil und czweinczigslcn uud des keiserlums 
in dem Mduehettdem jare. 

de mandato domini . . cesaris 
Pfelrus] preposilus Oloiii[ut;en.sisl. 

[[n rrTTo] l)eu . . burgerinelslern, dem . . rat und den bürgern gemeinlich der 
älal zu Slraspurg, unser und des reichs lieben gctrcwcu. 

Str. 8t. A. kk Tl. or. cA. lit, d. e. ti§. m v. impr. 

936. KaUer Karl IV im StrmlUvrf.' UtM vm WeUerhteräenutff «e» Sri^. 

1'!7t Januar S Brrslaa. 

Karl von gots genaden Romischer keiser su allen seilen merer des reichs uud 
kuuig zu Beheim. 

Lieben getrewen. Ab wir eneh geadiriben haben, daa wir au Naremberg 

sein werden, also bitten wir euch, daz ir die andern brieve dem bischoff VOll 
Slrazburg und der stal zu Basel furbas senden imd schicken wollet on Ter» 
cxieben. Geben zu Ureslaw am milwocheu nach dem obrisleu lag unser reiche in 
dem fanff und awencaigaten und des keiaertuma in dem aedicaehendem jare. 

per domiuum Bersooem de Rysemburg 
P^elrna] prepoaikis Olomfucenaia]. 

[I» ttrto] Dem . . bui^genneitler und dem , . rate der alal an Slrasburgt 
unaam und daa reichs lieben getrewen. 

Str. St. A. AA 77. «r. W. cL OL 1^. M *. Mqpr. 
jUubtr rtg. mO, 

937. Schicürbrief. 1371 Januar 20. 

In gotz namrnen araen. ^\';^ die meister, der. . ral, die riller, die kneble, die 
burger, die antwercke uud die gemeinde beide ryche und arme zi^ Strasburg 



1871 



Terjehent [weiter wie nr. 199 bis die htc nacii gcschriben sUnlf. Wir Claus Zorn 
von Büliirli, ri()>ZL' Kiirjrlhrt'ht, Julimis Zorn der elter. Hause von Groslein, Jühans 
voo Mülulieiui, Krb« L6.'>cliu, EbcTÜn vou MüluUeiui, Joliaas Albreltl Hülenderlin, 
Berhtdl Zorn, Claus Qobelficb riUer«. und Jobaos Schilt, die bar z& gekosen 
wordent von der riUer und knehte wegen, diaen brief lA beaigelnda; und wir i 
CQnlze Bocke, Claus von IleiligensU-tn, Wemlicr Slurrn, Julians Mollesheitn, Jobans 
Merswin, Julians Lcnlzelin, Peler RelK'slog, Ebt-rlin van Sc!i6nnecke, Berhloll 
Mausze uud CüuUe züiu Trubel, die har zQ gckoscn wurdenl vuu der bürgere 
wegen; und wir Jobans Caniteler, Jobans Heilman, Rftlin Barepfbnntng, OAIm 
AVillii'lin, Julians Kurnagcl, Jutuuis Munoltzheim, C&nral Mdller, Rudolf Lunbnri, it 
Claus Nelh slii im, Hanse Karle, lliinl/e Ar|,v, Wallher Wassiclier und Haniieman 
Segler, die Acii bar zü geku:>eu wurdent, disen brief zit besigelnde, von der anl- 
wercke wegen, verjehent, du wir uaaere inge^lgele lA eitiein waren nrkAnds der 
vorgennnlen dinge an diaen gegenwertigen brief lA der itelle ingedgd ift Stm^ 
bürg linnl goherirket. Der wnrl gegeben an dem ersten menlilnpe vor sanl Agnes i* 
dage in dem Jare, da uiau z«Ue von golz gebürle drüUebeabuudert jare aybeuUig 
und eyn jare. ^ ^ . . ■ 



931). hulscerurdnuiij^eti: l. Verbot des WaffetUiatfeas. 2. lieseUung der 
Ti&re. 3. Bihtduisverkot. 4. Sekwvrmlot. 5. J^densekut*. [ia7i irantuir 9e.]i 

[IJ Unsere iierrcu uiuisler uud ral, sciiutlclc uud aiuuiau sinl übcrciu konien, 
daz nieman denhein penlm', rie »e klein oder gros, noch denlmn ander liarneache 
noch geweibn, das dem glich ist, in unaerre slat noch hurgban an lAn, noch tragen • 

sol, er wolle danne in daz lant rilen oder gAn 3ne alle gevcrde, äne die eins amman- 
iiirislt is w nrlciil iiiii! zil iine gehurenl, der fiiuf meislere einrc erlöbc sie ime danne 
2ä Irugeiule. Iii. sol uucU uieiuau keia baruascb nocb geweQen uz siuem huse 
•ehidcen in denhetnen hoT, uf trinokeatuben oder nnderawohin, wo das ist. Wände 
iedennan sul suneu barrui> h i)n<I gewcffen hi ime in ainem huse bebaben und du mit m 
geliorsam sin zu lündi;, ulse tli r vorgeleseu brief slSl Bne alle gevcrde. Und wer 
bie wider dele, der bul zwenUig Jare von dirre slal sia nabt und lag eioe mile und 
aie nAeb den swentzig juren milr meiater und rate, die danne -ainl, über. ein kmnen. 
das sie ime erlflbenl hat wider in z& varcnde. Und sol dis menglicb bi aime ^de 
rflgeu meislcr und rule udi-r der fünf meisler einem fliie alle geverde. m 

[2] Es süllenl ouch die, die zä den lorcn und lürncu benumel sinl, z^ den 
toten uod tdroen i&lTen und g&a, alse sie untze bar getAn haut uud alse iu meisler 
und rat befilbet, und sAUent das t&n bi irem eide Ine alle geverde. 

(3] « Art. 5 i/i nr. 200. 

[4] — Art, 7 in »r. 200. m 



Ar. 8t. A. Ai 61 nr. 8. top. mb. «nkv. (Die Ahwaehm^ «M Se km t iM^ .mm WU» 

sinil nur t>rjV"/f <i/'/ii>i7(<'j. 

üednukt Ui IJcrUog EdeUauer Chrvnick, Buch 8 S. &9; Begei II, 038. 




1871 



795 



dosen herren ndsler und nt, sebAffel und amman sint Aberein kmnen, daz 

alle Juden, judin und ire kindc, die in unserre slat z& Strasburg sesliafl sinl, in 
dirre unserre stelle friden und scliinnc sin und bliben süllenl und das wir sie lianl- 
baben sülleDl als« andere unsere bürgere. Und wa% in geschibt, es sie mit lolslegeu, 
• wundco, stabende, slosiende oder mit andern dingen, in welben weg das sie, das 
sällent meister und rat dirre stette.in ftblen und in tun g^'cher wise und in dem 
rehten, aJse obe es einem anderm nnserm burger geschehen wer«. 

A Str. Sl. A. 0. G. P. lad. Sl7 n. 7. «|f Fugammt iufgfM^ fuArMem ; fMckanCqp* 

IC B thmäa KK 61; ai(f A rg u me nt aorgfüHig pefcftriticii ; AH. 6 irt mit muknr FiJkr «m- 

gf schrieben: gleiehzeitige Anfrz-irlviutii 
C ebenda; auf l^gaawnt »orgftdlig gttthriebcH ; wulti aus dea »leitiger Jährt», 



939. MeUter imi IM termUwortt» sieA ieim PtfsU wfen. Otfimganukme 
iet ProMu JoUn» so» Xütirf wti NUe» im AhoMhu. [Oft e. Janvam.] 

• Exponunt S. V. hnmiles et devoli Tesiri magislri, oonsnles et seabini eiirilatis 

Argenlinensis, quod nuper anno domini 1870 mc-nsc augusli ' posl primam boram 
noctis Jobanues de Kibnrg gerens se pro prcposilu ecclfsie Arfrenlinensis [icfUer wie 
nr. 947 bis sicul prius*J. Supplicamur igilur eidem S. V. pro parle dictoruoi «x* 
ponenlium, quod. quatenus prdfati expooenlas sen quins slü occasione premtssoram 
äbaolnlionis et reLaxaUonis cansatamm eedesiaaticaram benefido indigent, dignemini 
cisdem de et super eodein Iieneficio inisericordiler providere ec diclo ordinnrio vel 
allen probo viro in parlibuü illis commitlcrc cl mandare, quod eo.sdem exponenles 
et alios quoscumque, qualenua indigebuul, absolval a quibuscuuique excominuni- ' 
CBlionum senlentiis el quascnnque «eosuräa eccleaiasiicaa, quas oocasiooe premissa 

B Torsilaa iucurrerunl el super irregularitale, si quam clerici vel ecclesiasüce persoue 
propter resumplionem divinorum, de qua diclum est, conlraxerunt, miscricorditcr 
di3p«usel. Eidemque ordtuario mandare digneiiain, quod diclo Johanne sacrilego 
in dida ant aUa tula custodia interim caute detenlo, eundem de didis et aliia ejus 
eieessibus laliter puniat, quod aliis ejus p«na excmplariter cedat ad lerrorem. Et 

m cum incidenliis, emergentiis el oonnexis et non obslanlibus et ... . oporlunia. 
SiijniUura rero est (alls : 

CoDceäüum quod commillatur idoueu» in p<irul>ui>, quod, ruaU reslilulione dicti 
Johannis fiicta eplscopo. prout justom fberit, censuras relaxet com saliafoctiooe con- 
digna et de diclo Johanne JusUliam ftdat. Avtnloni 9 kakndas maitU anno primo. fmr.u. 
» fi. O. baron. P. papiL 

JlUt dni JUmdl M Watb/r, ii§^. dt m^hug. UT, ■ 



I XiuM Datum tUamt nicht tu dem in nr. 911 OH^egtbmm (S^ 1»}. 
* & dort di» MmädHtafM ti» Ymnmttn wifar & 



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995 



1371 



*J4V. Wemli» w» BerfAeim fitMt Straßimrf Ht fww 13. April Frieden 

i» Aalten. 137 J Februar 1, 

Ich Wernlin von Ikrgbeim, dez allen Ludowigos sun von BtTglieiui, künde 
mcuglicLem luil disem briefe, das ich vür mich, alle uiine dienere und belfere 
uod sAnderlicbe rbx Gaus ZAUeshnm miiiea kndil «imd getruvm alMen fridea halten • 
und haben wU mit den erbero bescheiden dem meisler, dem nie und den bnrgern 
geineiulirbe der slal zö Slrazbiirp, allen iren lielfercn und dienern von liinnnrit 
Aprii II. uulze uzgAuder oslerwochen nü zö neliste än alle geverde. Und dez zu einem 
Urkunde so babc ich der vorgeuaule Werulin von Bergbeim min ingeäigel z& 
rucken uf disen brief getruekel. Dalum vigilia purifieulionis beule viiginis Murie m 
anno domtni 1371. 

Ar. Ab X O. U. P, lad. 196. ar. Hti lüL palL c i* «. iavr- ^ 

Ml. Qrtf Xmek ton Zeinia^en m Muu von Mßlnieim «. A.f Üar Vor- 
mUtbatg swiadien Stntßittrg wni Spojfor. 

[1871 JSMe Jmmnr edtor Amfttmg mAnum ] u 

Wir grave Emich von Lj'uingen. 

Hans von Molnheim ritter, Hans Herawin burgreve und Hans Hdlman, wir 
grftaien uch. Als ir uns bescribcn hant Iwüsdient den von Sinabniig und den Ton 

ApMit, Spier, das sol ein gütlich slullunge sin nntz us^tinder oslerwochen und kein us- 

gcnder fiide, wan wir note kein uuguUicheil rellen twtischeu den zwein sielten, m 
Auch kunnen vir dl von Spier vm-bas oT keinen dag bringen d&u gen Lulterburg. 
wan sii ellelidter maaae vinlsohaA hant. Auek hau wir Chitta von Uranestein be- 

n*r./t. sant, das er OUeman hi Iwuscben vastnahl zu uns bringe, wan wir vor twüschen 
den von Spier und iuie rcdrn wullcn, und linHeii si zu r'lilen durch das, das Otle- 
muus ding und der vuu blrusburg ding nit ein ding sii. Biden wir uch, das ir mit » 
ttwem fronden redent, das sii den dag so Lullerbiirg lasseal sin, so hoffen wir 
wo! soliche lule dar zä bringen, das alle ding gütlich geraht adlenl werden. Biden 
wir uch erucällich durch unsern wiHi ii. d.is* ir llLszellicli mit uwem fründen redent» 
das an für sich gange, llwer eiiUvurle VaxA uns wider wissen. 

Stf. St. A. JUL 118. ar. dl. Ut. eL iig. in 9. totfr. mit. m 

942. Dax A'npifri des A'losfers s. Arbogast trifft BestimniHngen über die Ver- 
iceHäuujf des ßesUas und Eiiikommens Verstorbener u. a. 1371 Februar & 

In nomine sancle et individue Irinilalis amen. Nos Syfridus Delphini prepositus, 
Johannes de Koszheim prior, Petrus diclus Swarber cuslos, Marx diclus Biilin, 
Johannes diclus Slernenberg, Allexandcr diclus Genser, Johannes dictus Snecke, • 
Eberlinus de Waltenheim, Nycoiaus dictus Uanader, Wilhelmus Yaenlin» Heinlw- 

■} r«rf. 41. 



oogle 



1371 9ST 

nannus Smidelin et Nordewiooa dictus Henner, lotun . . capitulum monaslerü s. Arbo- 
gasli sili exlra et prope civitaleni Argentinensem nnlinis bcali Auguslini canoni- 
corum regularium facienles, nolum facimus (enore pre^enciun) universis tarn presenli- 
bos quam fiitiiris, quod ob evidentem neoessitalem et utilitelem nostri monaaterii 

• predicti et pro lefiMnuoion« ipsius. quod in pluribua propter neeeaaerioram defeelam 
extilil et est deformalum el oh hoc divini cnllns p;issiim dirlnm monasicrium 
quam plurics delrimciilum, el in divini cullus atignienliun traclalibiis capiUilaribus 
in el super subscriplis pluries prebabilis el deliberacionibus maluris, de coasensu, 
vdontate, approtadone et aueloritaie cum oonfinnadone ordinaria legilima anliae» 

M cula uoamadtar oapHidariier et ooooovdiler aubscripia staiuendum ei ordinandum 
decrevimus, staluimus et ordinamus per prescnlcs et per juramcnla, qnc laclis 
sacrc^Dclis dei ewaageliU preslilimus, pruniiäiiuus el presenlibus pruuiilliinus in- 
violabiliter perpeiuo okaervtre, promUlenlaa per eadem jaramenta neminem de cetero 
in prepositnm tbI canonicum aeu convaatttalem predicli noslri roonasterii receplurum 

u el admissurum ad pcrcepcionem fructuum preposilure vel canonie, nisi priiis jnret 
laclis sacrosanctis dei ewangeliis coram capitulo ipsius monasterii et per juramentuiu 
ipsum promiltat, atalnla ei ordinale subscripla inviolabililer obeervare. Inprimis 
atatnimoa el ordinamoa» quod cum aliqoam de peraonis noatri monaalerii predicli, 
que nunc in ipso aunt monaslerio vel fucrinl in Futurum, cujuscumque »latus, 

•» gradus, ordinia vel condicionis exlileril, persona eciam preposili, qiic tiunc est vel 
pro tempore fuerit, inclusa, converais tarn maribus quam feminis ejusdcin mo- 
naaterii noatri domtaxal exeeplis, de hoo aeeolo migrare conügerit. fhielus anni 
gracie sue, qui posl obilum ejus sibi cousueverunt et debenl secundum conanalo- 
dinem nostri inonnstfrü predicli per anni circulum post oltiUim minislrari in pnne, 

n Tino, carnibus, piscibus, veslibus, pulmenlis seu aliis rebus quibuscumque, fideliter 
coilegi et conaanrari dehnt per miam perannam ad boe de oapilido noatri mo na atarii 
predicU a loto ca|ätulo vü majore et aaniore parle ipaiua eleetam, ut üdem flrooloa 
sie coliccti el conservati posl annum ipsum decursum in reddilus per prcposiliim et 
convenltnn ipsius monasterii vel per personam ad hoc eiectam de consilio el conscnsu 

M ipsorum convertaalur, cum quibus aDQiversarium persone sie defuncle cum uccurril 
cum vi^lUa et niaaia pro deAinoüa de vnpere et in mane more aolilo peragstnr. 
El ipsi reddiloa tone dialrilmailtW in choro inter prepsilum et personas alia.s in 
choro lunc presenles secundum consuctudiucm baclcnus observafnm, salvo loincn 
quod preposito, qui pro teta|)ore fueril. porcio sua eciam in abseucia uiiuisirelur, 

a» aacondom quod ab antiquo Aiit et cal oooaervatum. Ilem slaluimua et ordinamus, 
quod prepoailus et peraone oapilulaiea monaalerii noslri pradioti de capitulo ipaiua 
ninnaslorii eligcre dcbcnl iinam p'Tsotiam, qric fructus anniversariorum seti remedio- 
rum chori monasterii ejusdem per integrum annum coDignt et distribuat in cboro 
lemporibus slaluiis. £t persona sie elccla posl cleccionem de se factam jurabit el per 

« juramentam piromittere debet, quod llructoa anniveraariomm aeu reraediimmi hujua 
fiddtler eolUgat ^ distribuat et de eisdem sufBcientem faciat preposito el capitulo 
radonem, quodque anno ipso finito per idem jnramenlum se de collcccionc et dislri- 
budone hiijus nuUatenus amplius intromittat, nisi per preposilum el capilulum 



728 



1371 



munaslerii noslri prelacli vel majorem parlem ipsius deaao ad idem officium eligalur. 
Et luno iterum elmluB jvret promilbit, ut aaperias eit Bi p r wwup . Ilen statin* 
mus et ordinamiis, quod bona qaerunUbet penoflaram monaslerii noatri predieli 

decedencium doinceps, ecinrnsi prc|)osilure, prioralus vel aliis dignilatibus preposile 
fueriut vel in aliis cciimi (]uil)iislibt't onlinibtis consliliile seu alias dumlaxnl con- » 
vcrsc ip»ius, iu rebus inubilibus vel iotnobilibus, clcnodüs, utensilibus seu aiiis 
qoibuscutDqae eonaiateixna, quocumque Bonuna oenaeanlar, aine eonlradloeioae el 
inpedimento nostii praposili «iiii)ra<licli, qai uttDC est, el cujuslibel allerius prepositi, 
qui eril in fnliirutn, post obilum ejusdem persone decedenlis disponi, ordinari, dispen- 
sari el converli debeaul ia modum infrascriplum nee ad prepoailum, qui pro tem- i« 
pora fuaril, devdvi, ul aatea fttiteonawelttm; haue viddioal in'modiiiD, quodooUee- 
tor «l oooaervalor ao eciam distribulor fruduum anniveraarionua, qai pro laaipora 
in moduin ul csl prcscriplum elecUis fueril, ir.M^ntarium de eisdem bonis ante omnia 
faccrc debeal in presencia duarum personarum dv convcntu et hujus bona coiligerc, 
recipere el conservare el debita racionabilia et prubula seu qu« legitime el raciona- i» 
bililer probabnolur» iu qaibua deeedeaa peiaona obitaa aoi tempore faerat aeo remao- 
aerat obligala, aolvere el residuum, quod solutis debiüs snpererit, in redditus annuos 
cum consilio preposili ol convenlus prcdiclorura convcrlcre, ul in' anniversario de- 
fuucte persouc in vigilia et in niissa inier preseoles in clioro distribuanlur. ul supcrius 
est expressam ; el insapar. ai deeedeaa persona libros horarum Tel altoa dimiaerit, • 
iUos collcctor fiiurtiniin prediclorum alicui de personis convenlualibus monaslerii 
noslri predieli venderc lencalur et prccium converlere in redditus dislrihnrii In*;, ul 
superius csl expressiu». Alioquia si veudere non polerii personis convenlualibus 
sa]^diotts, extnno eosdem libroa ad euatodiato monaaterii repoiiara ddiel et ianelar 
ibidem remaoauroa, donee vendi poterant in modum anteaeriplum. Item atatuimus » 
et ordinamus, quod preposiliis et jiersone alic reguläres monnsterit noslri supradicli, 
cum absenics fucrint ab ipso monaslerio ultra ocio dies, nichil de porcione preben- 
dali, que in vino, caruibus, piscibus. caseis vel aliis viclualibus in qualibel septumana 
aolet el consueril mioiatrari, recipere debeantt quamdio abaentea Iberint, aed taoe 
dntnliixal, cum fuerinl iu moDsaterio preseotea, pane dumtaxat rxccplo, quem reci- m 
pore dcheiit el possiinl in prima septumana abscucie absque dolo el non ultra. Quod- 
que stupa prcpositi caletieri in ejus absencia non debeat, ul prius fieri consuevit, 
aed taoe tantam» com praaena l^erit el ea ali Yoluerit propria in peraoost aalvo 
eciam eo quod id, qfood de absencia octo dierum superius est expressum, ad fraudem 
vel maliciom tkih troliRlnr, in hunr iiiodum videlicet, quud posl absenrinm ocio • 
dierum ad uionasterium reverlcns el ibidem permanens presens per parva dierum 
intervaila ae iterum in fraudem staluti el ordinacionis presenlis per octo dierum 
apadnro abaentaret, quo oasn abaende pordo prebendalia predicta eidem abaenti 
non debel aliquatenus assignari. Item slaluimus et ordinamus, quod si personc 
convenliialt's rmslri monaslerii predieli deiiiceps deccdenles ab ipso el in ipso vel «• 
circa ip^uni uionaatenum cellas, domos, celleraria vel babilacula seu reccplacula alia 
dam vixeranl obtinebant, illa poet obitum decedenlis ad preposilom, qui pro tempore 
IVierit, debenl devoM, et aimililer domos, quam antiquna piepoaitas inhsbitat de pte> 



1371 



799 



senli, cum ütniiibus allincnciis et perlinenciis suis et Dova cBmera pod obitum ipsius 
ad prepositum prcilrtuin dcbenl devolvi, uicnsilibiis Inmen dotntis, suppellcclililms, 
pecunüs. vasis argt-iiteii, clenudii^i cl debilis, que iücin prcpusilus aiiliquus poäl ejus 
obitam dereliquerit. exceplis; que omoM fecto iaventario in modum, ul prescriplum 
est, per collecinrein fnicluuin amuTersariorum debenl colligi, reci|ii et conscrvari et 
cum ei-iiitiii i'.Lbeiil reJdiliis coiiparori in ejus anniversnrio dislribuiMuli inier pre- 
seoles in choro iu vigilia el in mbsa, ut superius esl expressum. Ilciu slaluimus 
et <»dtiiaaiii8, quod domus, quam Wilhelmus Iselin ftaler conTenlualii monaaterii 
sii|indjcli in orto magno edifieal, cum wlo ipsius domus post olülum ejusdem Wil- 
belmi, cni od vilam suam libcre rcmancbit, sine conlradiccione noslri preposili cl 
convenliis predictorum eril pro rccc]K'ione inlirmonun dcinceps poslca «-l inflnnaria 
perpelua . . noslri monaslerii supradicLi, et quud ulcusilia, äupellecliiia, libri et bona 
mobilia alia, quocomque nomine nuncapaolur» que prediclus Willielmus in predieta 
domo vel alita ejus obiliis tempore dereliquerit su; > r> et ad dictam domum de« 
putarit, remancre delM.'ant apud eam pro commodo inlirmunim. Kl slup;i domus 
eju^eu), cum iofirmi sunt in eu, caleüeri dubt;t de hguis nionaslcrii conimunibus, 
»cul de refeetorii stupa lieri est consuetom. Item atalnimus et ordinamus, quod 
exequiarius seii colleclor fructunm anuiversariorum dictam domum inbabitaro uon 
debcl sed solum recipere infirmos et illos, q»i de convcnlu fueriiil, et non alios 
in eadem. Ilcm statuimus et ordinamus, quod, quaudo et quocicns post obitum 
Wilbelmi supradicti domus predieta pro infirmaria deputata strudura, edificaciooe 
aea rqMracione iodigebit. aive sil in parietibus, in leclts seu aliis neceasariis stroo- 
Inris quibuscumquc , liujus slrucluras, edificaciones seu reparaciones procuralor 
jnoDBslerii, qui pro tempore fiierit. fixere dflii t et tcneltir nlisqtic conlradiccione 
qaalicuuique. Item staluimus el ordinamus, quod domus, quam diclus Marckes 
.c^KmDtndis nostii monasterii supradicti et ejus soror edificaverant et inbalKtant, 
enria, orio et aliis attinendis el pertinencüs universis post obitum eorum 
■nJborum ad noslnim monaslcrium scpcdiclnm cl non od prepositum debenl i>crli- 
iüre. Insuper statuimus el ordinamus, quod si vacante propositura noslri moDasterii 
«qpedieti aliqnein aliuade quam de ipso monasterio in preposilum prefiei conlingerit, 
Müs* cmn canooicnB monasterii non fuerit et per consequens careal porcione piebe»- 
dali, que racionc canonii' dohelur, nic)iil recipere dcbnl dp porcione prebendali 
canonie, sed lonlum uletur pcnsione prcposito deputata el juribus «Iiis ad ipsum 
tainquam prepositum perlinenlibus ; et ultra premissa nichil exigere poleril vel debe- 
jUi» nim casQS eveniret, quod assomeietur eeiam In canonicum predicU monasterii, 
qpM> MSV babebit eeiam jura canonie. El ul pretnissa in modum, ut supraacriptum 
est, per nos slatulo cl ordinala robnr pcrpetuum obtineaut, iiisa sipillornm nostri 
preposili el conventus predictorum appensione decrevimus el duxinms roboranda nna 
com sigUlo nverendi in Christo patris et domini nostri domini Jdiannia epix oiu 
Aigmtlnensis anpradicti sigilla nostra predieta appendi facientes. Noa vero Jobannes 
dei gracia episcopus Argenlincnsis rccfigtio'iciiniis et profitenmr piiltlü (> in liiis scriplis, 
quod quia omnia et siogula premissa in modum, ul esl prescriplum, per prcj)ositum 
et coaventum monaslerii antedicti de consilio, voluotale, couscnsu, approbacioue et 

M 



730 1354-1371 

aiK-luritHle nostra proviiio, niciniuiLilitor el oh evidenletn neccssilaleni cl ulililatem 
noloriam scpedicU inuiiaslerii vi in augmeolum divini cullu3 slalula el urdiuala 
fberanl et oognoTimus. idciico stalulU el ordiottts «sden nostram aucloritalem 
iDpertimur el eedem slalot« el ordinal« noslra aaclorilafe ordinaria et ex ceiia noaiii 
aeienciii confirmninuH, cnilrm auclüriliili- stippleiilcs omruMii .solempnilalis dofccluin, si • 
quis fursitan inlerveiiil in premissis. In quortim omniiitn testimonium, evidenciam 
el rubur perpeluum sigilliiin iiuälrum episcopale nun cum sigilliä prcposili el Gonvenlua 
prediclorum presentibus est appenaun. Dalam die qoiota meDais febraarii, qiie fall 
feria quarla posl festum puriGoaclonia beale Marie Virginia» anoo domioi naiUeaiino 
Irecenleslmo septuagesimo primo.^ » 

8tr. Ba^f. Ä. lad. 91 faae. IL or. «ift. e f aig. jmidL 



943. Bischof Johann [I/o//,,- ///<'] an meisler und ral : Ihut kiiiul, «daz Reim- 
holt liern Reitnboldcs Liehenccllerä seligen suu, uwer burger, in des closlers hol 
von Esschowe ranle und mii gewall röplichc da inne nam . . dem Swenkere unaern 
manne ein pherl. Dar nmbe vieng . . unser acbaATener von MoUeabeim Ime einen » 
schulllieiszeu von Trehenlieim. Wie aber deme sie, beissenl uuserine inanuc wider- 
tüu. Wir bciszcnl Ach ime widerlftn. Und bah«' iiwrr hnrpfr ihl an unscrn man 
ZU vordernde, duz beiszenl zu lugen und zu sluodcn zii'iien. Da wellen wir . . 
unaem acbaffener beisaen m rilen nnde geben und nemen umbe nnaem man. was 
das rehl erteilet. Dalum Zabemie aabbalo poat featam purificationis beale vir- n 
ginia». [13S4-1371 JKAmw Mem. 

l*r.8t,Ji,kk im ar. A2. «r. vA. Ui A e. ng. i» s. iMfc. M. 

944. Aniser Karl //' efmalmi die Stadt Strnßtmrg, ({fitze ron (Iroslein und 
Stislaw CO« der Weileumühl, deaeu er die Pfieffe des ütifli zu Slraßburg ancerlraut 
hat» Molfe» f sein. tSTt m*rmr t& r< a$ w § »mte$< g. m 

Wir Karl von gota gnaden Homiscber keiser zu allen Zeilen roerer des 
reicbs und kung an Bebem embieten den . . meistern, dem . . rate und den 
bargern gctneinlicli dt-r slat su Slrnsburß unser gnad und allea gut. Wann 
wir durch flcizzige j)cle des erwirdigeu Jobansen biscbolFs zu Strasburg, unsers 
üben furslen und vellers, seinen slilTl zu Strasburg, der in merciichen und 
kftnlUcbeo gebrecben und Inimmer komen ist, mit allen seinen landen und lenten. 
bftrgen, alelen, gutern und augi honingm in unser und des reicb.s scbiru und 
pflege gpnoiiK'ii und empfangen liah' u und die selbe pflcgo furhas dem ersamen 
Goczen von Urosslein, probst der kirchen zu sanl Pcler zu Strasburg, und dem edlen 
Sdyalawen von der Wej^lenmfll» uaaerm Üben dianar und gatrawen, an unaer etat em- » 



■ Friiwlcna «p. onUnuion«« et slatuia ■Dprweripl* eoaiiniat. Argvatlne Mbbkto proximo ut» 
domiaicam, qu emlilBr in eccieata dei Letna mio dioniai 1H83. (JUr. Ebmtda. Itmttf» 4m 



187i W 

pAden haben, alt das alles in andern unaern keiserlichea brifen volkomliolier ist be- 
griffen, dorumb hegern wir an euch ernsilicd, das ir dtircli iiiiscrn willen den firi itimtcii 
d<im probst und Sdyslawen zu bescbirnien iiud /.u vorlcydingcii deu cgenaiikn .slilii 
XU Strasburg uod alle annelaad, leute, stele, veslen, nucze.gulern und sugehorungea 
beigeslendig» geralen und gelrwlieh beholil«! aeia wollet, wenn ir des voo yn ermanrt 
werdel. Doran erczeigl ir uns ein sunderlich belieglidikeil. Geben zu Ffträlein- 
b«rg an saul Sco!osl[iken] tnr; unser reiche in dem fumfundswencz^lem und des 
keiserlums in dem secliczcndem Jare. 

ad niaudHtum duniiui cesaris 
P[eirus] prepoailu)! Olomuceuäis. 

Ar. M. X AA 78. or. dk. poC m p. impr. 

IMmd* M Wmdbr, ditfai». 4f «161119. SS. Lütdg RA. XVIt, SK. - M 
Bdtöffiin. M». dipi. JI, Ml; Haber ng. nr. 4934. 

945. Götze von Ingenheim erklärt, dusz er mit der Stadt Straszburg gesnhnl. 
gerichtet und gesclilichlel ist, «von des krieges wegen, deu ich mit in gebebt han 
▼OQ Jobaos Oerharlz wegen in buirgera und von allem dem, das sieh da von erhebl 
hei.» Er siegdl ; auf seine iHtlen auch Symunt hcrre z(k Liehlemberg. «Geben 
an dem ersten menidage vor ssnt Valentins tag» 1371. tm JMnMr ja 

Ar. A. X 0. D. P. bd. lIMk w. nA. c. 9 äg. jmimI 

94G. Reinhard vo» Windeci an Sltuübwrg: toUt vier ihre Botschaß mit seinen 
Freuiidea (/ernten. 1371 Febnwr lO. 

Meisli T und rall ilor slal zfl Slrazbflrg. Als ir mir der botschafl, die icli nch 
vormals getan han, wiederumb gcscliriben hanl, liabe ich wul verstanden. Dez habe 
idi ietst miner Made by mir nit, ane der ratt ich och von den sachen n& se mol 
kein vulleclich enlworl geben mag. Doch wil ich mich 21^ iu fügen und nach 
gelegeiilieil unsere bolscliiiCl und der saclie irs rals darinnc leben und uch dcnne 
eygcnlhcber min mejuunge dar umb verächriben und Irüweu, wie ich das alzil gen 
uch vor harren, steten, rillern nnd kneehlen also verenlworlen wolle, das man mich 
in gelymphe und iu hesdieidenheid vinden sol. Lftgent, wie ir sn mir geworben 
und gcforn hanl. Desigelt /e rucke mit minem eygen fifgedrftelem ingesigel. 

r 

Dalum ipso die beale Scoiaslice virgiuis anno elc. 71. 

von mir Reinhart von 
Windeek, rilter. 

Ar. 8t. Ä. O. D. F. lad. it. or. ah. fit. fuL c. nf. im *. ümir. M. 

917. Prrpxt Gregor XI an drn Ahl ron Srhxttern : soll dir vrgen der Qt- 
fangiMWihme Johanus ton Kiburg verhangk» EjckomMUHikalioHCH aufheben. 

1371 A»nMir »1 Avign«». 

Gregorius episcopus servus servomm dsi « . dilecto filio . . abbali monasterii in 
Scbultera Argeolinensia diooesis salulem «t apostolicam beaediccionem. Exhihila 



792 



1871 



noliis pro parle inagislrunim, cunsulum cl scabinorum civilalis Argcnlinensis pelicio* 
conlinehat, qiiod i)iii>er de menst^ nnpnsli post priniam lioram noctis Johannes de 
Kyburg, gerens se pro prepo^ilu ArgLiiiiueiisis ecclesie et ia cjusdeui ccclcsie pre- 
posilurom iolrusus prodicionera* quandam, quam oecoUe io penonam dileeU^fiUi 
Johannis de Olissensteitt deciini diele eecieüie aulea oouceperat« el eciam' ordi- * 
naral,* perficieiido seque sevi^i' cnormilulihus letiiere ininisoendo tl itntnunilalein 
dielet ArgeiiliiieDäis ccclcsie cunlra juramenlum proprium ''ab eu preälitum violando 
eundem' decanum tunc in coria sna datulrali et inlra diclam immunitatem nis» 
lentem per ac el Berhloldum de Kyliaiy olericum ^ Gonslancicnais diocesis, fralrem 
s»min. ac noiinullos ulios ejus roinjilicfs ex eo maxirne. qiiia' dicftiüliir el ipse Ju- M 
Itatines suüpicabalur, dictum decanutu velie parere mandalis aposloliciä racione 
dtcte preposilure ad inslanoiam uniu« ex veiterabilibus ftatribus* nostria sonele 
Ronane ecclesie cardinallbus, cui de ipaa preposilura luocP vacanleaueloritate apos- 
lolica provisum fueral, fuctis. capi cl capliviiin exlracivilaletn Argentinensem prediclam 
ad qiioddnm forlalicinm Windeckf uuntMipalum ejusdeni'« diocesis duci el ibidem' 
caplivutn detineri, prout adhuc delinclur, procuravil el fecil, licet ab ali- 
quibna* aaaeraUir, qnod rederapcione magnarum pecunlanini mediante idem * . . 
decanus jam cvaslt. Postmodum" vero prefato Jolianne in dida dvilate posl cx- 
cessua prediclos renifinenle et in quadnm domo privala lalitantc ac excessu prediclo 
enorm! ei scniulaluso ad noliciam* dictorum luagislroriim, consulum el scabinorum m 
perdoclo, ip^ prupier en<»miUiteni hnjus^deUeU* el prupier generatum acaadailinn 
in dieta ciTtlaie et lumultum sedandnm commoli eundem Jobannam sine liceoda 
vcnerali[)is> frnlris noslri . . cpiseopi Ar^i iilineiisis cepeninl el in rnrrercm secula- 
ris'curie civitatis prcdiiit' posiienml" ipsuinque'" siih sua custodia per aliquos dies 
caplivuin leuuerunt cl deiiidc ad ipsius episcopi rcquisicioncru prefalum JoUauuem » 
eldem . . epiaoopo' preaentaranl et isto modo de voluntate espressis* iptins epiaeopi ' 
resUtuemol. quod hujusmudi presentaciuue el restitucione sio factis pro luciori ipsius 
Johannis sacrilegi custodia iihüii Jolmniios in diclo carcere nomine ejnsdem * episcopi 
rcmanerc debcrel, dotiec de delicto prediclu deo el ecclesie ac aliis, quibus ad salis. 
facdonem ejus occasionei* teneretor, satisfoccionem coodlgnam feciaaet^ao emendam 
et penam condignam pro demeriUs suis recepisset*' ; et na ex evasionc incauia non 
aoltim eoclesia et predicta dvilaa Argentinensis sed et tota diooesis^ in periculo per 

•J B tndicioncm. b] dilerti fllii ital B. c) B precoucvpcrct. A) rciam imt M. 

•) B ordiiMNt. f] B «M. Hk. J» pNdicUu Ii) B |ira|ilBM tidM MclMi« ■! 

«•piMlo ipiiM pKaiilMB. V) B OL dmlNMi. k) d tric wi dto w ih im» B. m 
1} B fnd. B Auaimtm. «) B HWiniiMlwIi o) B fMribw dominis MMto. 
p) tun« Taeanta 4tat B. q) «jatikm dinc. dSfwf B. t) B eimilcai. s] ib aliquibu« 
i/'-' ' Ii 1} iilera deeanu-. i/fri( I!. u] B iicinje Jicto J.ihoDLe. vi B uutiliaui 

^i^h ilii ,j I ".iiaii ijreiiiL'turum deiJucly iilpu'.e j)r'->|jter - , w) hviju^ Jfrst B. Xj B 

i:t!<i. priviKÜ v) ^ orJinarii rpi»!;!!]!!. il scr. curir drr}i B. •) ^ iiiisoiuot. h) B k 
}amc|uc. c) B ofdiawU predicU. d| B ordinacio. e] B exprei*«. T) B ordioarii, 
g) £ dicU ordnartt. h] A Mcta^ tMMtar. l)0fNaril. k}Ane«ptrlt. l)BM. 
et iUa proviaei«. 



* Ar. 939i die Abwuchun^/m darin hier <d* Varianten unter B% 



1871 



733 



ipsum ejusquc consanguineos el amicos poncrclur, quod eliam absque dubio con- 
lingeret, si idein Johannes incaule evn<lerol a" custodia supradicta. El qtio<],'' licet 
raciuue ciijnsilHin slatuti »yugdalis Argeuliueiiüiä sub pena latc sciUcncic promulgali 
ipsis<^ episcopo ac aliis prdatts el recloribas ecclesianim dvilatis el diocesis Arged- 
linensis prcoipienUbus usque in dient presenlacionis et Festiluckmia predictornm** 
in ipsis civilate et dincesi ressnltim ftieril ri divinis, prcsenlacione tiiin et restitu- 
i'ione hujus* ut premilliLur sie fuclis, pcrsone' ecclesiaslicc civitatis el dioocsis 
predictarum credenles, per hoc satiaikctum forc slaluto synodali supradiclo,^ diviua 
oiBda pttUiee reswnpaeiiol^ sieut prius. Quare pro perle dictorara . . magislrorum . . 
CODSulum et . . scabinorum nobis fuit humüiter supplicalum, ut ])r(>vi<Iere in pre* 
niissis de benignilate spostolica di^nnremur. Nos itaqnc liujusnioiii supplicacionihns 
inclinaü diücrectoui lue per apostolica scripta maudauiiis, (jiiulenu.s vocatiä, qiii fueriul 
evocandi, ac reali reslitodone dicti Johannii eidem episcopo priua &cla, magisiros, 
oonsulea* aeabinos et alios onrnes et aingulos lam dericos quam laj^oos. qui prupier 
prcmissa excommunicacionis senlenciam incnrreninl, uli cadem excominunicacionis 
scnlencia, si boo bumiliter poslulariol, receplo tauieit prius ah eis juramenlo, quod 
tuis et eedesie mandalia pardiuDl in Ibrnia eoclesie, jjiuui juäium Aieril, satisfac- 
eione condigna premiaaa. abaolvas et quaacumque censuras eceleeiaaticaa propterea 
ibidem exeuntes' relaxes necnon cum quibuscumque pcrsoiiis ecclesiasticis, qui cele- 
brandü diviua vel sc illiä inmisccndo non Inmen in coiitcinpliini rlaviiini irrcgulari- 
talis luaculaiQ occasiooe premissorum contraxcruDt, eis ad lempus, de quo libi vide- 
bilur* • anoram ordinnm execucione suspenaia, super irregnlarilate hujusmodi, si 
aliud canonicum non obslslat, eadem ouclorilate dispenses. iDjunclis eis el corum 
ctiilibet, qnod siiiiilia de cctero non commillanl, ac penitencia saltilari ac aWh, qw 
de Jure fucrint injungcnda. Ac iuüuper vucatis evocandia contra dictum Joiianuem 
super premissis inquiraa diligencios veritalem et, quod jostom fuerit, appdlaeione 
lemota deoeroaa, fociens quod decreveris per censuram ecclesiaslicam firmiler obser- 
vari, non obslantibus si eidem Johanni vel quibusvis aliis a 5?edo apnstolira indiiltum 
exislant, quod interdici, suspendi vel excommunicari oon possinl per liUcras 
aposlulicas non facicnles plenam et expressam ao de Terbo ad Terbum de indullo 
bnJttaoBodi meneiooem. Oatum Avinione 9 kalendaa mardi poolificalos noslri anno 
«imo. 

Sir. St. A. Y. C. 0. Corp K lad. 331». Transtvmpt in (Irr l'rkuude tUx Ahte.i von 
Schuttrrn txni 1.1^2 Dttobcr 0. (ifT'/i. dort.) IJü.!u rinc fjirnhziitiijf J'elinsft:\tnij int 

Deultche, tbtndort lad. 1&6 nr. 2, (ei/weMC gttimitkt bei Wmcker, disgui*. de u»»b. 119. 



948. Hanneman v<m BaaatldB ritter bfirgermdater von Basel thnt kund, dasz 
er die aOhne, welche Strassburg awisehen ihm und Wallher von HQlnbein anfge« 
richtet bat, balteu wolle. «Dalum anno domini 1371 sahbato proximo ante domi- 
nieauit qua in ecclesia dei Remiuiscerc cantabalur.» 1371 Mär» 1* 

Str. St. A. IV lad. 71/78. ar. mb. c. Mg. read. 

%)39a0uUmm9nA, V^^mUmü». e) 3 piw l phrtlbi» pwhtfa «t wcterfba«. i)M 
pndUlMin» t) hiiu itM », i] pmoM— pndielMua imtB, g) B pradieto. 



TS« 



1371 



949. Basel an Straßburg teilt «in mit Breitaeh terätena üebtniikmmm 



UiiHem sundera g&l«ii fründcB dem . . meister und dem . . rale von Slrazburg 

einbit'teu wir Haiiiienian von Ram^^leiri riUt-r burgermeisler und der rale von Basel 
uuaern dienst. Aiä ir wol wissciil, wie üwerr, unscrr eydegciiosaen von Ürisacb und ' 
unser erbera . . boUen nu ze Brisach von einander «chiedenl sanderlichen von der 
allen Criewen w^n, das man sich da hedeneken aolt, wie man sich hallen 
w&lte, die in senilich alle criege vielenl, die ücb, die egenanten unser t-ydegeuossen 
oder UQs otii^ii'n'jeii, darumbe liant wir uns tiiiln-lloklicb vereimbarel und sinl 23 
rale wurden, \vu lemaude in duheiue äeuilicii alle criege gevalleu werc üider uiiserm 
bunde oder bionanihin TaUende wärde, es vere wider Aob, die voigenanten unsere 
('\ <ii-gt'n(uscn oder wider uns, daz wir darumbe und wider SSmlkho ein ander 
beraten und bebollFen sin sülleul als wider die, die nüwe criege gegen uns anvabende 
sinl ; und darczä me, daz deüein slal under uns dryen stellen niemanden füllen husen 
noch boven in dehetnen wege noch ddieine wonunge lassen halten in deheinen » 
unsem drjren sletlen noch vesUnen, gewalt und gebiet. Und dunckt uns, wie wir 
itii! geslcrckl und nnscr hunlnissc und fri'inUchafl de.sle veslcr und m'ilzliclior 
wurde. Waü abor hie mit iiwer nieynutif,' sie, das embielenl uns wider. Dalum 
subbalu ante douiinicum Reaiiuisccre auuo etc. 71. Wir seudenl ücli öcb der von 
Brisseh sntwurt von der obgenanlen sache wegen. ■* 



95fl. Bischof Johann /// mn Strnßhurg , Ornf Eberhard von Wirlemberg MMi 
die Stadt Utraßburjf icAließea ein Bündnis bis 23. April über swei Jahre. 

lJ7i Jflbw 4, 

In gotles namen amen. Wir Johans von goUes gensden bgrschoffsn Sirazdiorge ■* 

und wir Eb<;rharl von golz genadeu gralT zu Wirlenberg und wir die meisler, der 
reute und die burger gemeiulich der 5.lul zu Slrazzburg tuul kunl allen den, die 
diseu brietr unsebeul oder hureut lesen, daz wir durch nuU, noldurtU, tlr^den und 
flhimett ünser und der flosern und ouch durch sunder flHimtschain 0ns zessuken haben 
gemacbl und verbunden nuL den eyden, die wir dar umb gesworn 1 liti^n, mil Söll- • 
eher hesclieidcnheil, alz her naili f;e>chribeu stal : daz wir ein ander pelr\v!ich 
bebultien uud geraulea sülu sin ze allen* den knegen, die wir in dem bic nacbge- 
Scheiben sUe gewinnen oder fins an vaUeal in di«n krsia von dar esppellen, die da 
etat uiT dem Suseohart und von der selben cappellen Ober Rine gelieh gen Wsit* 
wilr an dnz gebirge und daz i:i hirge hin ab, alz die sneschleiflin gand, untz zü der • 
Nwenslat und von der Nwenslal iier über gen dem Rine unlz an der von Spire 
nidroslen burkbon und dauncn über, über den Rine unU gen Roleuburg au den 
Br&cltrciu nnd von Rotenburg gelich lüu Uber ein mile wegs und dannen her 



heimlich gewisser Buhdeeartikel mit. 



1971 JMiwl. 



Sir. St. A. AA 81. or. mk Ut. cl e. »ig. in v. impr. dä. 




1371 



73a 



wider uff iiülz an KniUtlingersloig und danm-ii gelich ffiir sich wider utl an daz 
gebirge, alz die sneschleiriia gand, und irür sich wider utT. als die aneschieitriQ gaud, 
sft der voi^woantea oappellen uff dem SuaeDharl und in die tetr » beidenriteut ab 
du MMMhleifliii geod gegen dem Rine. Ze dem ersten so ist in dirr unser vcr- 

s hunlnfizxe bereit, welhes leyls syben manne, die dez seihen teils rniilc ppsworn hnnt, 
sich crkuntin ufTir eyde, daz daz leyl. dem si ziigehürnd, Doldtirfftig w^r einer lanl- 
wer se legen, der selb teyl mag olso inauen die aadern zweii le^l. Und wär ez 
das wir der Torgeoanle byaeboff Jobeos die msnung tfitin, so mOgenl wir manen 
den vorgcnnnlen graff P^herhart von Wirlenberg umh dryzig gl6f1in und die slat 

>« von Slrazzhurg umh (Iryzchen gicfin. Und snln wir önser syhen gl^fin vor da han 
und äiUn ouch wir dez ein slal benennen in dem vorgoschriben kreis. W6r aber 
das wir graff Eberhsrl von Wirtenberg maulen umb dw lantwer. ao mAgent wir 
den Torgeuanlen Anse» benren den byschoff von Straszburg raauen umb ayben 
pli'^Rn und die slal von Slrazzburg umb drvzehen glefin. Und siilnt wir unser 

t& drysig glefin vor da han und süln wir dez ouch ein sUl benennen ■ in disem kreis. 
Wte muh. das wir die von Slrazzburg die manung lälin umb die lantwer, so 
DiQgent wir den vorgenanten Ünaern herren den bysohoff von Strassbuig manen 
umb syben glefin und den vorgenanlen herren grafT Eberhart von Wirlenberg umb 
drysig glCßn. Und sülnl wir unser drvzehen gl^lin vor da liaben und sfllnt ouch 
wir dez ein slal benennen in disem kreizz. Wer ez ouch ob undcr (ins den dryen leiln 
einen tri! oder me dabt, das die laniwer mit den nnffztg gleßo nit wol da Hg und 
anderswa noldurffliger wdr garwe oder ein teil, weihen teil daz beduhl einen oder 
me, der oder die selben k-ü, die ez alse beduht, sülnl die andern teil manen, daz 
si dazQ schiken, und sülnl deuue wir byschotf Johans einen ünsers ratz und wir 

s grafl* Bberbart von Wirtenberg swen ünsers raols und wir die von Slrazzburg einen 
üDsers ralz dazA senden. Und die sttint se samen koman gen Nqiimow oder gen 
Zelle, in welch stat in denn under den benennet wflrd, in den n(Mislen nhl tagen 
uff einen lag, alz in denn beiuinl wirl ungcvoriich. Und wie sicii die vier dar umb 
erlceonent und einhellig werdcul oder der merre teil, da mau die laulwer hin legen 

M sollet das sol man llto. MAbtoi aber die vier dar umb also nit Über dn kamen, ao 
8oI der edel her Jnlinns von Odisensteiu*' der tcchiin ein obman sin und an im slan, 
WH hin er die fünffzig gltffin garw oder ein teil hcizzl legen in dem krcizz, daz so 
fürgank han. Wir der vorgenanl graff Eberhart von Wirtenberg sülu ouch dem 
vorgenanlen bjsehoff Johsnsen oder der stat aa Strassburg dienen und bebdffen 

•» sin mit hundert glöfin, alz dikke als wir dar umb von in gemaut werdenl. Und dooh 
also von welhem leil wir also gemanl werdenl, so sol der ander teil uns uil me 
manen, unlz daz daz selb unser gerill zergaut und wider beym kompl ab dem 
Velde, und aOlnt in ouch sOUeben dienst Ifin in dem vorgeschriben kreisi. Wir by- 
adioff Johstts und wir die von Straszburg sollen oneb dem vorgenanten berren 

• graff Eberharten von Wirtenberg dienen und beholffen sin mit sechzig gldfln, alz 
dikke alz er Uns dar umb manet in dem selben kreisz. Der selben sechzig glöiin 



•) Vmrt» bMM. h) Vta. OakMMMiMa. 



13?1 



süln wir der byschofT Iialxüi zweinziy glefcu und wir die von Slrazzhiirg vierzig 
glt'liu. Ez ist uucli berett, wur daz sich syben manne uäscrünscrm dez vorgenanleu 
gratl Ebcrharlz voa Wirlcnberg rul erkanUu nff ir eyd.daswir sin bedörilkn, somQgeo 
wir manen deo Torgenanleo byselioff Jolianseii and die «tat tu Slranbargf und die 
sülnl uns dienen it^glicli:^ jurs einest die wile diz pnnlnüzz werel mit an Ii rlmil) i 
liutuierl gh^fTen und mit iindiThalb imndert scliiitzeu wol gewaupponler, uiui lier 
sol der vurgeuaut b^äubolF Joliauä haben iuutnzig glcfcn und füniFzig scbülzeu und 
die stat SU Strazsburg bundert glefen und bimderl aehaisen. Dabt aber ans den 
vorgeaaDlea graiT Eberharten, dazsi Qna daz selb gerill sierkern sülten, d;\zh sn\u 
wir zsvon ünsors T!\{r. •^i-nd-'n <;eii Xopjmow uJer pfti Z>'lle jind wir byselioll .In i 
hauä eiucu utiscrs raulz und wir die von Strazzburg ciaeu üiisers raulz iu den 
ndhsten aht lagen nach Onaerr des aelben graff Eberharls raanong in der sweier 
stell eis uff den tag, als wir in den benennenl ane gevCrd. Und vte die vier oder 
daz mcrre leyl ander in über ein komcnl, dnz (ins daz selb gerill geslerkerl werde, 
daz sübit si ün.s Ifin. Wer aber ob sich die vier zweielin. so siilnt wir gnilT Kbcr- ' 
liarl einen uss dem raul zc Slrasspurg zii den vieren ncmcn, und sülnl die von 
StranbuTg den dasfi balten, das er es tO«. Und wie sieb die fl&nff oder der merre 
teil un<1i'r in erkcnnent, daz Ans daz selb geritt gesterlcert ward» daz sol also für- 
gank li.ihi ii. WtV oncli daz sieb sieben nss ünserm dez vorgenanten liys. 1 ofT Jo- 
hansen raul erkaulin oder sybeu u^s ünserm der von Strazzburg ralc erkanlin, daz ** 
wir notdfirfiUg wiiren eins grossen geritls, so mfigent wir den vorgenanlen graff 
Eberbart dar umb manen, und der sol üns beiden mit ein ander se einem maul 
icplicbs jnrs (lieticii mit drillluilb luinderl gl^fen jensit llinrs oder mit zwein liun- 
dcrl gltilcu kie disbaib Rines in dem kreizz. Und welben dieusl er üus also tat, ex 
si mit den dritthalb hundert glctl'en jensit Hins oder mit den zweinhundert glören 
bie dishalb Rines ze einem maul, so ad er des jars des aelben dienstes umb das 
grozz riten vun der luoming wegen ledig ain Ton Ana beidenlciln. Wer oueb daz 
(ins die dryt>yl bciinhl, <Ifiz wir eins gesezzes bedörfHen jeiisil Hins und wir dez 
all dry teil einhelleclicb über ein kOuienl, da sol ielweder teil z& ziehen, alz ez sinen 
eren wol an stat. Und welhem teil daz gesess aller gelegeoliobest ist, die teil sQlol 
da bin bringen unIwerk und g<-zwge zu dem gesezze f&ren, daz mau dazft notdtirflUg 
ist und daz si banl. Und wcnnc daz also da hin kompl, so sülnl wir graff Eborhart 
halben kosten iiaben und wir der bjschoß' und die stal von Strazzburg den andern 
halben teil des kosten haben mit werklfllen und mit gezwgen, den man daz& be- 
dOrfll. Wir aber es das wir die vorgenanten dr^ teyl eins geaesies mit ein ander 
über ein kenienl hie disbaib Rins, so süln wir der vorgenanl byscbofT und dw 
stat von Strazzburg mit aller ünser macht nnd als nnsern eren Wol an sinl dazu 
ziehen, und der vorgenanl gralT Eberharl sol hundert gitifcn dazü schikeu und da 
mit dienen. W£r oucb das vestio oder stett also gewuaoen wttrden, die aelben 
vestin sol man braohen unverzogenlich, ez w6r denue das wir ittw dr^ teyl gemein- 
lich eins niidrrn ze raul würden. Und w<*r ouch ob icmcn gevangen wurd, die wile 
diz punluüzz werel, ez wOr in slelleu oder in veslin oder sust in laglicliem kriege 
oder uff dem velde, der dez kriegz wdr, die aOlnl halbe ttoaer- dez Torgeoanten 




1371 



5B7 



|{rair Eberharlz siu und halbe ünser dez vorgenanten byschoflz und der stat von 
Strazzburg, und sol ouch den selben gefangen kein leyl under uns (iryeii leiln 
zile geben noch st ledig sagen aue der andern teil willen. Wär ez ouch daz 
Icetn gefangen also geschMil wurde oder sus kein ander g&i gewvnoen ward, 
dur an ^'ol der halbteyl Ons dem vorgeuauten grafT Eberharleu wenJcii und der 
andor Lalbtcyl uns dem vorgcnantcn byscholF und der sinl r.c Stnizzliurp. Ez 
sülul ouch unser dez vorgenanlen h^'schoif Johansen und ünscr der stat von Strazz- 
burg vestb, die wir ieso haben oder »och gewonnen in dem kreis, des vorge- 
nanten grafT Eberharlz vcm Wirlentierg offen Iniser sin. die wile diz punlnüzz 
•werot. Ouch siilnl tinser d<'z vorgenanlen gralT El>erharlz veslin, dii' wir iozo in 
dem kreis haben oder noch dariane gewünnen, des vorgenanten bj'schoti' Johan- 
sen und der slal su Strassbnig offta^ bOser sin, die wile dis veipintnfizze wert. 
En ial oueh bereit, daz ieglich teil under Qns den dryen leyl der andern teil kouff* 
lül und ander die ircn in >iiiein land und gebiet getrwlich schirmen und beholflen 
sülul sin alz andern sinen iQlcu ungevarlich, alz lang diz pualuUzz v^erel. Und 
w^r ob iemen, ez sien berren oder ander lül, uif üos der drjcr teyl debeinen sieben 
wdton mit geaess oder mit Uber fiten, ao aOlnt die andern teyl uff die aelbea 
ziehen und die beaehadgen an ir üben und ouch an ir götcn, die si in dem 
kreizz hellen, wenne si dar \in)h erraant werdent von dem teil, nlT daz man gezogt 
iäl. Ez ist ouch bereit vuu der lanlwer wegen, wclhcs Icilz syhcn sich erkanlin, 
das es noldurftig wer einer lanlwer, daz mag die andern swen Iril manen. das ai 
im dienen, alz vor geschrihen slal, in den iielistt n vierzehen lagen nach der uianung. 
Oucli ist bereit umb den lÜf^nsl zc dem klaiiu ii gerilt, wellies teils syhi n dar umb 
erkennonl, alz dik das ge.schihl, so sülnt die andern zwen leyl in den ndbstea 
vierzehen logen nach der manung ouch da hin mit den iren komen an die atelt, die 
io dann von dem adben drillen (eil benanl aint, das denn abo geroant hell. Es kt 
ouch me bereit von dez grossen ritentz wegen, daz ein teil den andern dar umb 
manen mag. Und welch leil also daz ander manl, so sol daz leyl, daz da fccmaul 
ist, komen mit den summen iu den nähslen vier wochen nach der manuug au die 
alett, da hin im denne beaeheiden ial le koment, als da vorgeadiriben slat ao alle ge- 
V^rde. Und welch leyl also maiiel umb die vurgeschriben slükkc, daz sol sin samme 
vor da haben, dar umb ez denn gemanl hell. Wer ez ouch daz wir der vorgenanl 
graff Eberbart usser lande fltiren, so siilnl wir ütiser lanl an elweu setzen und bef- 
Mheu. Und wem wir es also baMient, der sol swem dis verpunlnass se ToUfltlrent 
in olle die wiae, alz da ToigGaohriben alal, unts an die «lunde, das wir wider se 
lande komen. Ouch sülnl nn«'r <!ez vorgenanten hischofT Johans amptlüle oder 
der, an den wir denne ünser laut selzenl und befeiheul, swern gehorsam ze sin, ob 
wir inner land nit wören, ze voUffurcn und ze tdnd, als diz verpuntnüzz stat ane 
alle gevCrde. Ouch aOlut wir die voiigenanten m^ter und raut ae Strazsbuig ge- 
boraam sin dez vorgenanlen byschoft Johanses vilzli^m oder dem, dem er duz laoi 
befilcht, und ouch dem, dem der vorgenanl frrntt Kbcrhart sin lanl befilchl, ob er 
in land nit wCr, in alle wyse als diz verpunlnüzz siel und da vor ist bescheiden. 
Word oud> ein ander byschoff se Strassburg in diaen sün, wdte der in diaer vei^ 



938 



1371 



liunlnü2ze sin, so sol er swcrn, alz da vor geschribcn stal. Well er sIht nit al^o 
swern, so sol doch diz verpunlnüzz niHle sin gegen uns dem vurgeoauleu grafl* 
Eberharten und der alal se Slranburg, doch atao das ftna graff Eberharl abgan 
sol nach markzal an allen ihn dicnsicn, die der selb byschofT iQn soll, all da 
Torgeschriben stat, ez wOr dorm I i/, die von Strazzburp (l*'n vollen au den sum- t 
men der dienst, die der byscbolT lün soll, wellent lün, so Milul wir der vorgeuant 
graff Eberharl gegen den von Straaihurg beliben in allen den dienaten und hellb, 
ah da voigeachriben atat. In diaam flnaerm bunde haben mr der voigenant by~ 
schofT Johans, wir grafT Eberbarl von Wirlenberg und wir meisler und ral ze Slrazz- 
burg nspenomen unsern gnädigen bcrrcn kcyscr Karin von Roine und daz Rüinsche m 
rieb; wir der vorgenaul b^'äcboiV Johaiu) neoien oucb sundcrlicb bar inne u:i$ unser 
lieben herren den kdng von Beheim und bern Wenlilaven den henogen von Bia* 
bant and nenieni ouch uss die buntnflas, die wir haot mit der slal ze Slranbuig. 
Wir grafT Ehcrlmrl von Wirlenberg ncmen oucb sunderlicb usscr dirr punlnüzz 
ÜQScr lieb berreu den küug von Bcbeiui und den herzogen von Brabanl und den i» 
henN!gan von LuUringea nnsem tohlennan and alle von Ochsenalein und die geaeO- 
achafil nit dem Swarl. Wir die vorgenanten aoeialer und raute se SIraaabuig ne> 
tnenl on' !i uss in dirr vcrpnnlnüzz ünst?rn hcrrcn byschoff Jobaus ze Slrazzburg 
und die slell Basel und i'rysacb. Und ob wir die punlnüzzcn gen in lengern wel- 
tin, daz sQlnt wir g&l luacbl haben ze lünd. Ez sol ouch ieglichs leyl under uns • 
alle die voigesebrtben dienst nnd helff l&o uff sinen e^n koaten. Gieng ondi de- 
beinern teil under uns an sinetn gesind, daz oz ze lanlwer leil und geleil bett, iht ab, 
ez wdr an lulen oder an plu riden, den gcbrcsten so! daz selb leyl unverzogenlich 
erroUen ane gevörde, und sülnl ouch die selben, die man also ze lanlwer leil, niemen, 
der z& ans dryen Iriln gehört, deheineo aohadea Iftn ane alle gevfird. Qescbfcb aber » 
under uns dryen leiln ddieim dehcin achad von der andern leil keim, den schaden 
sol daz teil, von iktii ez gesclicben w^r, unverzogenlich widerkern an alle gevted. 
Doch sol man si legen an die stell, da si vcilen koufT umb ir phenning gehaben 
mUgent ane alle gevßrde. Es sol nach niemen, der z& fins drjen leiin gehört, dem 
andern den nnen vanhen, brantachllsen noch kein nnmuglich naom nemen ane » 
essen und trinken, da man ez vindet ungcvarlicb. WCr aber daz ez gescb^cli, von 
welbem teil daz wi'^r, den andern teilii. daz sol scbatTeii, daz ez widerkert werde den» 
andern. Wir aber daz man ez einen cdeln man zig, der mag sich sin cntschlahen 
mit aim qrde vor sim hoopimanne, sige man es aber iemen anders, der nit edel 
wfir, lOgant er ez, so mag ez denn der, dem ez geschehen ist, erzwgen mit zweien » 
erbcrn mannen vor sim houplmar, ?o sol der bouptman ez im schallen widerkerl 
unverzogenlich ane gevdrdc. Ez sol ouch ein iöglicb bouplman den sinen cnphelben, 
das sie niemen, der sft ftns dryen teiln gehört, debein unmiiglicb naum Dement. 
Doch wa ez gesch^li, so sol er sin bestes dazfi t&o, wie es widerkerl ward ane 
alle gev<^rd. Wenne ouch der vorgcnanl grafT Eberharl von Wirtenberg gemant i» 
Wirt umb beltF über Rine zc tän, alz da vor ist bescheiden, so sülnl wir die von 
Slrazzburg oder wir byschoff Jobans den sinen schitFung schalFeu über Rine und 
wider fiber swiscben Rinow nnd KrOwelsbmn, also das die selben von teglicham ph^rid 



7» 



von eim fiberfttran svea phenning gsben ftttlnt and tai me. Und sol disw fliMW 

verpunlDüzz iiuverproclienliclien wcren und st3l belibcn Iiinnan unlz z& sant Geo- 
rien lag, der scliiersl kompl. und von dem selben sanl (icoripii zwei ^anUw jor, 
dw Döhste nach ein ander koinent ane alle geverde. Doch also wör ez daz der vor- 
geitaol flnser her der keyaer dis verpnnlnttme in den selben sOn widerrftflle, so 
sol dirr pand Sbsin. Doch also waz vinlschafTl oder krieg in den ziln von der ver- 
punlnüzz wegen wi'ren »fT orslnrulcn, daz'i .süln wir allw tcyl ein oiidcr be- 
holffen und beraleo sin in aller der mazzc, alz da vorgescbriben slal, ditr vurgenan- 
leo zwey jar uss und dr4r jar d^ntiislea nach den adben swein jaren. Und das dis 
üiMsr varpvnlnOaM und aUex das, das da vorgeaehriben atal, ^anls veste «od slile 
belibe die vorgenanlen zile uss, dar umb so hant wir die vorgenanten byschoff 
Jobanif ze Slrazzburg und wir graff Eberharl von W'irtenberg ünsrw insigele und 
wir die vorgenanten meisler und raute ze Slrazzburg der selben üusrer stell insigel 
ze dm arfcand an disen brieff gehenkt. Der gegeben wart an dem nfthaten sioa- 
tag V r d in sunnenlag, alz man singl Oculi, in der vasten io dem Jar, do man salt 
von gülz gebürl drwzehenbundert jar sybenzig und ein jar. 

Str. St. A. G. D. P. lad. 78.' or. «•&. «. 3 tig. ftnd. (an graiueidaum SdUtOmi). 
Gedmekt bei StUlltr, Gttdt. WwUitberg$ taiter de» Grafen. II, 167—179. — Brnbrnr ny. 
JMdlM «r. AKU 

9S1. Giegorius XI papa canlori ecelene a. Thome Arg., mafpatri «I fratrum 
hoapitalis panperom Jungfriderphinen prope s. Tbomam Arg. precibus inclinatus. 

niandnt, (jtiilinus ea, qtie de bonis ipsius bospilulis nlicnnla inveneril illicile, od jus 
el proprieUlem ejusdcin liospilulis rcvocel. « Dileclorum iilioruin». Datum Aviuione 
3 nonas tnarcli pontificaluii noslri anno primo. 1371 März 8 Avtonon, 

Str. Bei. A. Q 3470. viäm. mb. c. »ig. pend. aiujfetteüt vom judex cori* Arg, 1371 



99L Sitekof /elmft /// wn Stn^iwrg, ümf Eberhard «m WtrtmhrgMHi 
die Stadf Straßhtrg rtekte» ihr MindnU fefen mlit, die Oraf Skrhwd tsi WHdiad- 
MherfiUlen heie». an Xthm 

Wir Johans von golz genaden b^schofT ze Strazzburg und wir graff Eberhart 
von Wirlenberg und wir der meisler, der rale und die biirfrer gemcinlieli der slal 
ae Strazzburg verjehenl und kundent mcuiiclien mit diseui briell. daz wir von der 
varptttttnOsz wegen, SO wir Ans ze aamen verbunden haben, gdobl haben by den 
eyden, die wir von derselben verponlnOsz wegen gesworn haben, einander geln^lieh 
beholiren und geralen ze sin in die wysc, alz hie nach bescheiden ist: Daz isl also, 
daz wir bjscboii Jobaos der vorgeaante und wir die von Strazzburg dem vorge- 



740 



nBDtfin grafT Ebcrbarl vou Wirlenl)erg getrÄlicli bchoKTen sillii sin an alle die, die 
in dem Willbad waren, do er und die sineu darinne übervallen wurdent, und an 
alle diu, die si binnanfür busc-ul oder bofenl in dem kreiz. die wile die vorgeoaole 
buDtnOa veret. DazA sfilol onch wir dem selben graff Eberbarten sunderiich be- 
bolflen sin an die margraven von Ilocbberg, an diu Mallrer von Ffr^burg und gegen 
den vesliti WimUL'f; niid Busseiislein. Und sülnl diir gegen wir der vo; genante 
graff Ebcrbarl in beboltFcn sia an her Jobaus xu dem Wiger und au llessiuau 
voD Üsenberg uod an alle die» die m hoaent oder bofeat bbrnanfilr in dem krna, ali 
die puntoOn wisel und die wUe d^ selb pnnlDOai werel. Wir euch das wir die vor- 
genanten dry leyl ein vesliu uilcr ein sUit pcwiiniien in discn ziln, würde denn iemen 
darinne fanden oder gelangen, der da bi gewesen Wiir, dü der vorgenanl gralT 
Eberbarl in dem Willbad üburvalleo warl, wil den mag der selb graü Ebcrbarl 
tftn, was er wil und ab ainen ereri wol an alat. WAr es oneb das graff Eberbarls 
von Wirtenhefg diener iIt !>elhen keinen viengen, wa daz war. die mftgent ouch 
luil iu lüii, waz si wi-Ili Ml. \'ieugin oder sioliertiu aber üiiser dez vorgenanten 
bj'scboir Jobans oder der alal von Slrazzburg diener der selben debeiuen, die süIdI 
die selben flnser diener Ans antwurlen. Es ist oach bereit, wir das ob dem vor- 
genanicn grnir Kberliarien eins gesesses gevolget wArd, so sul er äoa dem yoige* 
nanlen hysi lujfr Jobans inul den von Strazzhurg dar nach oticli eins gesozzes vülfz>'n 
in dem kreiz. Und habend wir daz gesezzc jöusil lUns, so sol der vorgenanl grati' 
Eberharl dazft bebolOeo sin mit gaulser madit* als einen eren wol an slal, und sQbt 
wir im das gelicher wyae oncb also wider nmb tAn. WAr aber das ge a e s s e lue dia- 
halb Rins, so sol er ün» hnnderl gl^fin da liin scliicken. Ez ist ouch bereit, wör 
daz der vorgenanl hvschofr Jobans und dw slul ze Ölrazburg üns den vorgenanten 
graif Eberhart mauteu, so wir bi iu hie disbalb Rincs wirren mit Qnserm harsch, 
wdr es dem das si iftmen achadgeo wdlen, der die entbleit oder entballen belt, 
die also zn dem Wiltbad gewesen sittl» so sfllnl wir mit den Qnsern mit in ziehen 
über die vorgenanleri zile zwo mlle wegs oder dry ungevnrüch und sülnl da bi in 
bclibeu zwen tag oder dry tag ane geverde. Und daz diz Unser verpuuluüzz und 
aUes das, das da vorgesebriben stal, ganls veat und stit beltb die vorgenanlen sila 
iisSt als Unser puntnfisse wercn sol. dar rnnb ao haut wir die vorgenanlen byaeboff 
Johans ze Slrazzbnrg und \s ir der vorgenaiite graff Eb rluirl von Wirlenberg ünsr^v 
insigel und wir die vorgenanlen meiäter und rale ze Slrazzburg der selben ünser 
stett insigel ze eim urkOnd an disen brieff gebenkt. Der geben wart an dem 
nthslen donerstag yor dem aunnentag,- als man singet Ooidi, in der vaalen in dem 
jar, do man sali von gots gebort drfrsebenbmidert Jar aybenlsig «od ein Jar. 

Str. St. A. G. U. P. Ud. 73. or. ni. c. 3 sig. }iend. 

CMnuM M ITMCinv MfMft. dt m$ibttrg. 99. JJaiig VII, »X SoMir, Aedb. «M Wät- 
(Mtary JI, nt-rr*. — S^. M AM!^ JOt. iigL U. 364. Zeil$dtr. fkt .€ML. 
dt Ohtnk. XXIII, HO». JMtr rif. Jteitku, nr. S»L Markyr. Rtg. mr. k SOL 



d l3y Goo<.^ 



1871 



7« 



953. Hering Leopohl ton Oesterreich an Slraßhnrg : rerweiUM ikk /Sf Frei- 
lassuHg dc4 gefangenen Jfomproisiee Johannet ton Kiburg. 

Wir Lupoll Ton golles gnideii herUog m OeMorioh. w Styr. se Keraden und 

i ze Krain, graf xe Tjrol etc., embielea den erbeni wisen, tinsern besunder lieben, 
den meislern, den täten und den bnrgern der stall Slrasl)urg unsern grus und alles 
gut. Wir haben wol vernomcu, das der edel unser lieber mag und oticim, graf 
Johans von Kybnrg lumprobst der stiA m Sirasboiig. «n der getal uinb den teehand 
daselbs chein schuld weder mil wortlen DOch mit werclicn gehebt bat. Davon 

10 ist uns ser layd, das ir darüber gen im erlzurnet seyt und in gevangen habl, und 
wan uns dunckei, das uch wol cboiue, das die sache 2U gelymph und guti bracht 
-verde* UIImi wir mit gutieBi erart und ffiaa, das ir den obgeoantea tnmprobst 
■m gevandaMm lassend and in onvertsogenlidh dem erwirdigen berren Jobansen 
bysrhofen ze Slrasburg, in des gewalt er ze recht gehöret, antwurllen wellet durch 

u unser bei und uwer selb beschcidcnhcit willen. Wun wenn das geschieht, huhl darui 
ir oder yeman ander iclil gen im ze sprechen, da wellen wir wul sehen und schatleu, 
das er dammb le reobt st&e an gelegen stellen und le gelegen t&gen, als er das 
billieb tun sol. Davon getrowen wir ucli .vol, ir lassen! Ildi des benugen, und 
gebt uns darüber bescheiden antwurtl. dos der t-genanle unser oheiin un>;er Iwll 

» geo uch geoiease. Geben ze lospruck au mendag nach dem sonuendag Uculi 
anno 71. 

Sack dtnt Druck bei Wencker, disquis. de hm6. U3 /. W. $eUt dasm: «Fast anf gleiche 
weiie kaben dia iMrtngui mh dudi udaM, ala dorah iktaa oaatikr biaobofan 
lobaan m Brfehi«B «ad dufek Ihm laad^ugt BndoUiHi v«a Waba^ in fblfuidaB 

H jähr f&r den tnmbprnbst schrrihon laiata.* 

Stg. bei Sdtüpfiin Als. difL II, 3C4 nr. JtS». 



9.14. Meister und Rai a» Bi$ehof Johann III ton Slraßhurg schlagen vor, 
den Doiiiprubsl Johannes von Kibury in iArem Qe/SfIgnÜS ZU heUlssen und bitten um 
Erwirkung der Absolution beim Papste. [137J Mrtrz 22.] 

«0 Reverendo in Christo pstri SO domino domino Johanni episcopo ArgenUnensi, 
domino noslro gralioso. 

ünaerm gnedigen berren von golz gnaden bisebof Johense zu Strasburg em- 
bieleo wir Johans von M&lnbeim der mdsler und der rat von Slrazburg unsern 
frunlliohen dienst und waz wir cren vermugcnl. Gnediger herre. Wir kundent uch, 

u daz der alle rul, der vor uns rnt in unserre slat waz, wol geabsolviert wurdeut von 
des von Kyburg des probstes gcvcugnusze wegen in diae wise, das sie uch den 
probst antwrten soltent und dss ir in dodi nit von ucb liessent, dem allen rate 
und unserre stat wcre danne reht vor von iine geschehen. Nu hei der alle rat 
bedahl, wurde uch der probst also gegeben, das man uwer bistuni darumbe ver- 

M branle und das es von siuen frunden dar umbe verderben uiusle. Und darumb, 
gnediger berie, so werbenl an uujttrn h, vütler den b&beät, das er neb und uns 



1371 



ganne. dos der proltst in uwerm iluinmcn und von uwers wegen hindcr uns und 

in uiisiTii slns/.cii hlÜK; li^'fhiic. tind das ir in nit usz gevcngnusre laszenl, es sie 
daiiiic iiul uuMTui wiäzeuUc und willen, uud das dar uf unser all ersle ral uud 
unser slat in dieselbe wise gesbsolviert werde« und das des eine absolulion har uss 
kome. Und kerenl uwcr gnade cmslHche darsu. Das dunckel uns nch, uwerm bis» » 

tuiiir 1111(1 tiiis nulzlicli und giil sin. Dntiun die salibnli jiosl dominicain Lcltire. 
Wurde uiiä uuth der pruh.st in uwerin nammcn alsu euipfolhen, su woUenl wir in 
ouch nil vuii uns la^zcn kamen , es wer dannc nül uwcnn willen und wissende. 

^(i(7i iUm Druck bti Weitcitr, duquis. de U4t6. 1/6. 

9'»'). />'■■' A /iniivislvi' J'j/ttt.tii Kau:h'r tin Marx, den Srlm/ftifr des Kh.slcrs Er- i« 
sleiit: bidel Uta die AluiodilivH des allen Rates in der angeschlossenen J-orm be- 
wirken tu «folfen. pSTl Män 9»,] 

[Ich Johaa^l' Ciinuler der alle auuuüuuieisler zu Strasburg embül uiiueui güleu 
fründe Marx von Slrasburg, des closlers [x6 Erjstheim schalTener, was ich fHkntsehefte 
vermag. Lieher Marx. Umbe die sscbe, olse icli dir biTollu-n liabc von di z vun i» 
Kyburg [des] liimprobsles wegen, alse du wul weist, abu kiniJe ich dir, duz der 
alle ral zü iSlrazburg wul einre absululion bekäme [uf dijäc wisc, da/, die von älraz> 
butg den selben probsl entwurten solteol dem blsehofa von Sirazhurg, und das der 
liiscbof [in]doch nit von ime liesse, dem alten rate und der slat were dcuue rchl 
vor von ime geschehe. Ki>inc er nfl in dez Lischo[ves hanl], so niösle daz Itislilni m 
dar umhe \eiderbeti vun dez proli^tes früuden. Und dar umbe so haut die von 
Slrazburg ire mc^uuuge dem bischofe vuu Strasburg goschriben glich alse die abe- 
gescbrifl siftt, die in disen brief geslosien ist. Da von so wirp die selbe aadie 
erii^stliciie an den bischof von Slrazburp 1 iz er die selbe sache nach der selben 
aheiichchrifl sage und alse sin ijrii-f wix l un d^n bi^besl werbe und sie zfl ende « 
bruige. daz dein allen ralc eiue absululion werde, alse ez dise selbe ingesloszen 
abegesclirifl wiset» und Issze dir dar sfi eraat sin. Da mit Iftsl da mir lieb«, wenne 
die absolulion in der sdben formen aller nCUsliobst ist. Datum die sabbali post 
douiiuicam Lctsre. 

Ar. Sir. 0. ü. P lad. 180. «itp. eh, etaa. w 

956. RHlmann. Mtrswin teieukt dts Benishtm sims OrSrnt WMk dm Joittn- 
niUrorde». 1971 Jm» »9. 

Coruin nobis judice cnrie Argciiiinensis conslitntus Rüleuiannus dkim Merswin 
civis Art;en(iiici)>is siiiius meiilc el curpore, prout jirima fficii- apparcbat, in suc. 
pareitlum, pru^enitornm, lii icdum el succe^sorum suurum aniiaurum reiuedium cl u 
salntem pure el simj'li i prupier deum donacione . irrevocabili inter vtvoe extra 



«) 4iri- KHil Rai tim a'<il('(4 t/tirick^ICA SltiUu itl dlt S<Xrifi tiltlij xr.-biitktt. 




1371 



14A 



puleslalcm el manus suas donavil, assignavil el libcre roäignavil orJiiii liuspilnlis 
sancli .Idhmir.is Jcrosolyinitani, ])rtS(»n(o coram nohis rcli^insn viro fralro Conrado 
de BrunäbtTg uiagislro iu parlibus Alamaniiie ul dicilur ordiuiä aulodicli el vice el 
nomine ordinis «jasdmi acceplante et recipieote. jus patranalas ecciesie seu domni 

1 diele XÜ dem Grünen Werde exlra muros Argenlineuses ac: doniüs ol areus, cnrias ac 
ortos cum vivarüs, ediliciis. alliiicnliis, attiplilndinc rl jiirihus suis nnivcrsis iliiiiem 
silis el omue Jus prediclo Rüleioanno conipelens iu ei^dcin luoduin in quemcuutque. 
Quos qnideiii domo«, euria«, aieas, ortos, Tivaria cum univerais siiia edtfidts et atli- 
Denliis ipee RAlmanDUS a rdigioaia viria dominia abbat« el convenlu monaslerii in 

w AUdorf ordinis sancli Benedict! Argeulinensis dvoc-esis comjinrnvil, proul conlinclur 
in inslrumonlis desuper confeclis, proul osscruit Hüiniannus anlodictus, sc donasse, 
assiguasse el libere resignassc ipse dunalor publice est confesüUä. Trau»lulil quu- 
qne ipaa donalor pro ae et auia beredibus per porreecionein calami, ul eat moria» 
in prcdiclum religiosum virutn fratreDi Conradum de Branaberg presenletn et vice 

I» ae DOmiDe ejusdetn ordinis recipienli^m ornno jus. i>ossossionoin, |)rüpri('lnlen) el doini- 
nium vel quasi, que sibi in jure palrunulus diele ecciesie seu domus zi\ dem Grünen 
Werde neenon domiboa. corite» areia. orlls, Tivariis, altinentila et jnribua suis nniversla 
cumpelebani aul cütnpelere poteranl modo quovis. El ipse RAlmannus eundem fralrera 
Conradun» de Brunsberg nomine ejusdetn ordinis misit el jjrrsnililnis iitillil in pai'i- 

M Gcam el plenariam posscssionem juris patronalus diele ecciesie seu doinus zfi dem 
Grünen Werde ae domorain, curiarum. arearura. orlorum, vivariorum ibidem sitoruiu, 
edificiorum, altinenliorum et jurinm, de quibua eat premiaaun, promitlena nichilominua 
prediclus donalor pro sc el suis beredibus et se ejusque heredes de hoc conslituit 
prinoipales debileres, hujustnudi donacioneni niiniqnain revocnn' s«*d eain rMtain tfiiiTc 

u alque tirmam et diclum ordincm aul pcrsonas ejusdem ordinis quascuuique iu Jure pa- 
tranalus ejnadem eedeaie ao domibua, enriia, areis. ortis, vivarüs, edilioita, atliaenciia 
el jnribus suis universis, de quibus pretnitUtur, minupiain impetere vel impedire aul 
conlra enndem donacionem iimqunm facere vel voiiir« nl hoc fieri procurare per sc 
vcl per alios quoquomodo in judicio vel exlra, impuslerum vel ad preseus. Insuper 

M prediclus Rälemannua ae oUigavit et aatrinxit, obligat et aalringit liilems per pre> 
aentea. qnamdiu ipae RlUemannna vixerit tantum, aab omnium rerum et bonorum auo- 
rum ypolheca, se soliiturum el dalurum quinquapinla libras dcnariornm Argonlinen- 
sium diele domni zu detn Grüiu'ii Werde ac commendalori el convenhii fuluris diele 
doinus pro tempore cxisleulibus annis stngulis in feslo nalivilalis domiui sine dolo. El t»<!^ **• 

■ si ipae Rfilmannus in vita ana anno aliqno in diclo terroino in sotucione et Irodicione 
diele summe quinquiji;ii:l;i librarum fiiciendia Ut prcmillilur oxisli'iel negligena anl 
rcmissus, quod lunc idcni Rülcinanniis cxconimnnicnciüiiis S(Mit('ii( ie ilel)i.'<il Mihjnocre, 
et nichiiominus licilum eril el esse debebil diele domui -m dem Grünen Werde ac 
commendatori et oonvenlni fnturia ejuadem domus pro tempore exislenlibus, ipsorum 

« proprio auetorilate vcl mediaole jndieio eedesiaatico vel scenlari bona ejusdem Rftle- 
manni mobilia el immobilia, ubicumque loconim sila sunt, reperla rnerinl vul ituenla. 
quocumque nomine nuncupala, occupare, invadorc et apprehcndero nsqne ad suhicio- 
neiu plenaui suuttne quinquagiola librarum deuarioruui ArgeuUuensium antedicle, pace 



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7M 



1807-1871 



terre generali vel private, jttdicio ecclesicMico vd MQuIari, civilegio, oonsweludioibos 

cl slatulis civilatuin, opidonira et Icrre qiianimciimqiie noii obsdmtibns in premissis 
ullo modo, quibus quoud preinis^a ipse Hülmaiinud pro se et suis heredibujf reuua- 
ciavit et reDuoeiat litleraa per presanles. Et ai quaa expenaas aen dampna ex hoc 
diriiirn domutn a& den Gr&ncn Werde el comtneudalorem et convenlnm faluroa e{aa« 
dem dunius ])ro tempore existentes suslinerc conligerit, illas et illa ipse Rnimanuiis 
solvere et refundcro promisit easdcm integraliler el io lolum. Kenunciavil quuad 
praanaa ipaa Rflfanapirat pro ae et ejoa beradibaa aseqiciocii doli mali, aocioni 
in helum alUaque ezcepciooibaa et defeoaiombtta aibi contra praaiiaaa quoqnomodo 
valiluris. El in liujus rei testimoiiiuin sigillum curic Argentinensis ad pelicio- 
(lein ejundpin Rültnantii presentibuH est nppen.suin. Actum 10 kalendas aprüis 
anuo düuiuji niiU« siino trecenlcsimo sopluagcsimo priuio.' 

i>tr. Uez. Ä. U 1363. or. mb. c. ttg. peud. 

937. Bischof Johann [III]* anncialerttod rat: UttatdempriesterClawes Scheocken 
zu erlauben «an die atot», dasi er «eine gälte und »nae, die ihm bOr^ adialdeo, 
einfordere, und ihm dabei behüfllieh an aein. «Dalum Bönefelt Teria quarla poat 
domiotcam Judica». [1367—1S71 Man 9aj JtettfM. 

Sir St. A. AA 1401 nr. t. tr. ek. Ut. d. e. ng. im t. mpr. mut, 

fl.lB. Mttrkgrnf h'itdulf an i'troßittrg: trbiettt sich :">■ Vermiitliiug im Streite 
mit Reuilturd n.,)i H'ihifn-i. [1371 AprU ISJ BadeM^BaOen. 

Von uns UudoliV luarggrafie zü Baden. 

Uoaern frftntlkhen grfla Itevor. Eibem wiaen der mdater und der rat sQ Strasburg. 

Umb die miszhelle und slozaa, die da sint zwiscbcn uch und linaarm dienere Reinhart 
von Wiudecke ritter, daz isl uns sere leil und weiten relil gern, daz es in gi"ilen 
fruulscbafleu zwischen uch slünde und gewand were, und underwüoden uns gern da zii 
ze reden, ob ir wn des gönnen «dient; und ain oueh des mit ernste begemde, s& 
beaehen, ob wir uch mit einander g&tlich verrichten und zA fr&ntadiefkMi bringen 
mochten, und daz ir ein frieden mil einander uF ein zil Iiieltent, und da zwischen ein 
tag ze leysten, dar uff wir uns seiher fügen wollen und uns also dar unib an ncmcn, 
daz ir inueu werden sollenl, daz wir geru frieden und gemach in dem lande sehen. 
Da von wollent una her nmb gevdgig weaen. vrenne wir genididi dar uf geneyget 
sin. Üwem gfttra willen enbielenl una dar umb wieder by dieaem botlan. Datum 
Baden feria aesta poal doroinicam Quaal modo geniti. 

Str. St. A. Ak loa. tr. A m, A Big. i» 9. imgr. id. 

Markgr. Reg, nr. 1277. 



> mi Oct. 20 (DaU Rodt die 90 menaia oetobr. «. d. 1&70) he$UUigt ier (Men$wui$ter lUy- 
mondai Berengarii diete Schenkung. — Or. tbettdortteÜMt. 137i Abniar Xt Bitduf LampredU. Dfttam 
in Castro Dabicheiiitein dü iriwriina MC«ada »«Mia Mraaril a. d. 1812. — Or, rtn wli rtwl li ir . 

t Hook dem SiegtL 



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13^1 



!)öf). Slrnßhurg au e/t-it IIer:og Leopold eou OesierreieA ettoeui ifmi tlie Schnld 

des Dotitjjrobste.'i Joliannes von Kibnrg. vtli Api-it 22. 

Üem lioclierborDCii färslen uuserni gnedi^jen herreti lieilzog Lupoll zu Oisler- 
rich, zu Slyr, su Kemden undsu Kra^n, graren zu Tirol etc. embieteii wir etc. uusorn 
» aoderteoigen willigen dienst and was wir eren vemrageni. Gnediger berre. Alse ir 

von uwern gnaden uns gescliriben lianl, d.is ir vcrnonien bahenl, das der edel 
lierre gnife Johans von Kyburg lumprobsl der slifl zu Slroszburg keine siluilde 
haben sulle an der geläl, die dem edelu hcrren herrcn Jolian von Obseu.stein, de- 
oban derselben still, geschehra ist in unserre stsl. also begerent wir uwer gnade su 

I» wissende, das der selbe grafe .I<.}i;in von Kybuig frftmde lule, die nil in unserre slat 
srsfinfl wnrcnl, zu ime geliulcu uihI im sicli frenonicn hei und inileiunidcr zu rate 
gicügL'iiL und ouch zu rale wurdcnt io desz selben von Kjburg hof, der in uuüerre 
etat gclegcu ist, der dinge, die sie daime Inn wdtent nnd onch dfttent, alae wol 
sebio worden ist. Und nacb demselben rate an dem ersten dunresdsge vor des b. g^y^ 

» crulzes il;)^'<! zu licrheslc, der zu neheslc gewesen ist, da sinl grafe Berlitult von 
Kyljurg, des vorgoiianteu ^niife Joliiiii bruder, mit den anflcrn, die des zu rate mit 
in worden warenl, gcloulien Li nabl und bi nebel [tctiler nie nr. 9ll\. Und da 
das slles ergieng, da mabte er sich verborgenlicbe in ein 6de bus und Mep Ter- 
büfgcii da inne, imtxo das er alle mere da von dar inne belknt. VuA du wir sin in 

fo dorn liuse gewar wurdent, da in<^blenl wir nit vor ercn und vor r.otdurll Aber ge- 
sin, wir muslcnl in angrilfcn umb die grosse smackbeit, die uns und menglicbem bi 
uns grSsIicb swere lit, die er nns mit denselben sscben und gescbiblen in unserre 
slat ufgelrechen und frcvclliche getan bet. Und dar ntnbe und nach den alse wir 
der lirr-5 Iinft von Dslerrich lange zil und ic wellen k'>slliHit' und mit gutem willen 

u gedicncL hanl und wir ouch vurbasz ailewegent geneypet sin wellent zu Inndc, was 
«icb und uwerre herschaft dienstlich gcsin mag, so gclruwenl wir uwern gnaden 
svnderlidie wol, wände wir zu uwern gnaden gut verseben und gelruwen banl, das 
ir uch die vorgeschrieben frevellicbe gesohibt und unser smaebeil und beswerde, 
die er uns getan bet, die uns da mit in unserre sl;il pesrlieben ist, Itil w.llenl 

» lassen sin. Und geschehe es das denlieine rede da von vur uwer gnade kerne, 
das ir uch danne dise selbe sacbe und die gescbibte alsus durch unscrn ewigen 
dienales willen ingedencklg wellenl laszen sin, alse wir des uwern gnaden an zwu- 
r>-! wol gelniwenl. durc!! dis, das wir es iemer uuilx' uwer wirdifj;!! j^nade und die 
uwero zu verdienende haben wellcnt. Dalum feria lerlia proxima ante diem beali 

» Geoni 71. . 

JVM 4m Dntet M Weidmr, ittt^k. it untmrg. SU f. 
Btg. bei aeUtß», M». üpL U, 364 nr. UM. 

fttiO. Bischof LnmprrcM an Meisler und Hat.- uigf an, daß ihm der Papst 
das Jiisfu.m Straßl/iirg übertragen hat. [1371 April 29} Avtgtti9t>* 

4^ Lnmperlus de! gralia episrnpus Arpentinensis. 

üusern frunllichen gruz Ijevor. Lieben gelruwen früude.. Wir lant uch wiszen, 

94 



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74ß 



ia7i 



das unser hcilgcr vuUer der Lühs! als Iiulc ulT diesen lag durcli hclc willen iinscrs 
herrcn des kcisers daz biäcliliiin zu Slraszburg uns geben liel. Dsrumb biteu wir uch 
eroällicb, dez ir zu unsera dingen likut, als wir üUeziil ucb gelruweu und wir »oeh 
tfliDt wollent was ucb liep Ul, wo ir uoser dorffent. Geben s& Avion m dem 
manlag nacb Julnlete. * 

[In rrrso] IX^in wisen bociiciden dem bui^germdsler und dem rate tu Ölrosburg. 
unsern liel)ia litsuiidern iriiudeii. 

ülr. ik. A. AA llOt. or. ch. lU. d. c. *ig. iu c. impr. «tut, 
aedndtt HtgA II, lOU, 

961. Biaehof Lamprecbl tu bArgermeisler und rat: sendet n Denlseben landen m 

cLern Ileinricbe von llobenslein lunipruhht zu Basel siinderlich mil uch zu reden» 
und beglaubigt ibn. «Geben xu Äviou des xinslsges vor saut Walpurgcs tag.» 

[1971 AprU 99] Artgnott. 
8lt,8t.±kk UM ar. eh. m. A e. ti§, im 9. Myr. mit 

Ptfisf Qr^or XI mtiertafft de» JhmmüUuur» de» UHerhttiile» Verkehr u 

mit den AuffmtinrrnoHMtn. 1S71 Mttt ß Avifn*on. 

Gregorius cpiscopns servtis servorum dei ilibclis filiis rnagistro fralnitn ordinis 
predicaiorum uecuou priori provinciali diclorum iralrum provincie Theulonie i>e> 
cundum morem dicti ordinis aalutem el aposlolican benediclionein. Ronaiii poolt- 
fids Providentia etreumapecla ad ea ex apoatolioe aerrilalis ofBdo libenler inlendil, 
que pcrsonis ecclesiiisliois et preserlim sub reguhiri habilu varanlihns studio pie 
vite ad persevpranciaiii divini servicii forc coiispicil oporluna. Saue nuper accepi- 
uius, quuil nonnulli ad moiiasleria monialium inclusaruin ordiuis sancli Auguslini 
aecundum inslituta flvtrum ordinis predioatomm Tivencium el infta provtnciam Theu- 
lonie secunduui uiürctn dicti ofdinia fralmm jmdioaloruin consislencia aocedunt el » 
monasleria ipsa fre<|iHiilanl nc eoriim aliqiii sorores extra dicia monasleria nliiciinl 
seu exiude exeunles deliueut et eciaui, ne sororcä ipse, dum delinquuul, per supe- 
riorea eanim oorriganlur» impedinnt ipsasque in eamm tebdlione fovere non veren- 
tur. Noa igitur super premisais. proui ex debito tenenour paaloralia oJBdi, providera 
volenles discrecior:! v« slrr i; r aposlolica scripta maiidamus, qiialiiitis ros vcl aller » 
vesirmu per vos vcl aliuni seu ulios ointiibus el singulis persoiiis ecclesiasticis eciain 
religiosid ac laicalibus uucturilate aposlotica inbibealis, ne ad bujuäiuodi monasleria 
monialium iaeluaarun infta didam provinciam, nt premittitur, oooaialencittm acoe- 
daiit aul ea frequenlenl vel sororaa monaatariorutn ipsurum cxinde educanl aut ex- 
ciintcs oliler, quam in ipsorum moiiflslerioruni et ordinum slolnlis el conslitucionibus » 
el pro ipsarum moniuiium nccc;»äilalibuä e^l iudulluui, deliueanl el eciam ue cor* 
recliones didaram aororum quovis modo impediant aul ipsarum rebdUoomn foveanl 
quoquomodo. Et si qui in prcmissis aul eorum aliquo conlradidorea fiterint, eos per 
censuroin ecclesiasticam appellaiiune reinota racione previa compescnlis, non ob- 
i)laulibui> laiu feliciä rccordaciuuis Bouil'acii pape VIII predeccssuris noslri. qua m 



1371 



747 



cavelur, no qnis extra siiam rivilatem rl dyocesiin nisi in cerlis exceplis casibus 
et in illis uUra unaiu dielaui o fine sue dvocesis nd jiidiciiim cvoociur, seu ne ju- 
dices a $ede apuslolica depulali aliquoä iiilra unam diclam a ftne sue djocesis ad 
Jndteiam Irahere preBuiniDt, dammodo tdlra duas dielas aliquia ancloritale preaen- 

• oimn nun v'xselur« quam u'iis i onsUtucionibus aposlulicis contrariis quibusciimquc. 
seu si aliquibus comtnuniler vel divi^im a diclo sede iiidiitlnin cNisluf, quod intcr- 
dici, suspendi vel excommunicari aut exlra vel ultra cerla loca ad Judicium cvocari 
non poeaoDl. per KUaras apoftoliois non fodenles pleoam et expreasam ac de wbo 
ad Terbuiii de iodulto hujuamodi meDcionein, presentibua post decem annoa nioime 

w valitans. Datiitn Avioione 2 nonas maji poDlißoatus noalri anno primo. 

8tr. Tftom. A. Dominik, kd. 6. 3iimMiiM|il mm itt UM, ia AkUt OUo flm.XcmNOer «M 

1372 Februar 1. 

963. Xautr Karl JV fordert du ütüdl ßlrgßhtrg auf, sich dm Qrafn Eber- 
hard «M WifUmiert und de» V«r»e$er» de» Sistimt Slraßiurg mitf dem Znfg 
» gtgea »ekidliei0 leute ansuaekließen. 1871 M«l 191*99, 

Wir Karl von gols genaden Romisclier keiscr zu allen zeilen meror des reichs 
und knnig zn Bcheim enibiclen den erlern den mcislcrn, den relcn und den bür- 
gern gemeiolich der slai zu Strazburg, uosern uod des reichs üben gelrewen. 
miaer gmd «od alles g»l. LMien gelrawen. Wann wir vol erfinca haben vnd 

« kunl&eh nndenreiaet sein, dai grauer unfrid, mwb und angriffe adn in Elaaaen 
vnd in ondt^rn landen, die doran slüzzen, daz wollen und meinen wir nndi rslern, 
als daz wol billich isl, und babon empfoUien dem edeln EI>erliarloii grnvon zu Wir- 
temberg. uuserni lanlfogle in Niderswabcn, und des bisluntä m Strasburg amptmannen 
nnd vonveaem, das rie su Stande sn velde sieheu Sutten, stdcbe achedliche lewie 

B SU verlreiben und ernsllicli dorzu tun. das sniclie unPridc, rawb nnd ungenade ab- 
getan werde. Dornmli f^cbielen wir euch ernsllicli und vesliclicli bey tmsern und des 
reichs huidcn, duz ir mit aller ewerr macht mitsaniple dem cgenanlen von Wirlcni- 
berg und des Uslnma anipllewten und Torweaem in Strasburg liehet und yn bel- 
gestendig seil uod gemten und geholfen on alle Widerrede und ufläc-hnp, wenn ir 
des von yn oder iren wegen ermonet werdet. Wann wir unser keiserliche banyr zu 
deu egeuauten Sachen geheissen haben utTwerfen und füren, daz wir dem cdelen 
Sdislawen von d^' Wytenmul emplUhen haben. 1 Geben sn Prag ammonlagvor 
dem heiligen uflart tag, unser reiebe in dem funlTundczwenczigslen und des 
keiaertums in dem atbenoaeliettdem jare. de man l itn domini . . cesaris 

K Petrus prepusitus Oloni[uceasis]. 

Ar. &. iL AA 77. «r. nt. M. jmC c i» • impr. dei. 

Im Atung M MraM, QetA. 4. Sie. I/, MO; SMcr iir. «MAL 



' Unter gleicJt<m Ihtum tntfprtchrnder Befehl an die Stiidte Sei», Wj-stembarg, Hagcnotr, Kou- 
bairo, Ehenbaim, Sleczstat, (Colmar, MAnster, Dariokaim, K*iierap«rg, Hulhnten and Snitze gemeintam; 
et diaqfeitki» em de» Landiegt Olriob f on Vituantaa. SbtiiderteilbtL 9 or. mb. Ut. tat. Oedr. SdOfßim, 
Ab. ^ i/, SM. — JM<r ng. mr. 4MS m. 49tr. - Wteiakehmf ite BtfMe mt 4b ScMartMIr 
mm New, 30. SiOer reg. «r. 6009. 



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748 1871 

964. Ifarkgraf Rftdolffsu BadcD aa Slraacburg : hat die aniwoit Slrasscburgs in 

Sachen Reinliurts von Windcck erlialleo. Kann tu dem auf morgen nacli Liclileoowe 
ongcsc'lzlon tage iiidil koiiuiuMi, iht liit« zt'il zu kurz Dasz sii- Ut iiiliürl iu seinen 
but^ciiaflen angegrillen habe, davon weis2 er uichU. Bidet, *daz ir ein gcrümlen 
Haisi. frieden gen duaniler halten wollenl bitz flf flsgender pliing^iwochen neebsl kommt, a 
da zwischen wir itos oT ein lag wol müszclich geffigen mögen z& besehen nach 
u\v«r unil siiKT friimlo rnlc, wie wir iich mit einan^lor gt-rit dien xuu\ zt- fruul- 
acUaflcn bhageu mugeu. • BUlcl um anlworl. «Dalusu l i'urlzheim sexlu feria 
pOSt'. ". . 7!». l/i71 [mitte Mai] lYorsheim. 

Sir. St. A. ü. U. P. lad. 22. or. cli. Ul. cl. c. »ig. in v. iiH^r. dei. durch Brami begehadtgt. lo 
MaHcy, Meg. nr. 1980. 



955. Murlv^raf Kmlulf von Uaden fin mt-istcr iiii l rat : «Wir haben uwcrn brieff 
wul v^ rstan lcii. VnA als ir sehribeut, wir sollenl uii> rnver vieuile ab tön, wir wizzeu 
uil gdi wul, ml ir UI1.S und andere lüle, die sich mit mit uch wisseut ze ädiatVeude 
hao, schedelich angriffeut, wen ir alle« se vinde habent. Danne wir begera uns u 
gen ucii anders nit ze lialten noch ze liündc dan recht, und das wir wol Ir&wen 
zu vert-iilworlen. Dalum Uaden feria aecunda proxiina ante festnin penlheco.stes 
auMO 71. > J371 Mai 19 BadeH-Baden. 

Sir. Sl. A. AA 64 or. eh, tä, d. c »ig. i» v imjfr. mul. 

MaH^. Big. nr. 138$. M 



966. lCari<grar Rudolf von Baden an meialer und ral : «Wir habmi ftwem brieff 

wol verstanden und wollen uch dfz, so w ir erst mögen, ein enlwort by unserm boten 
wider umbc wissen lassen. Datum baden iu vigilia festi penthecostes anno 71.» 

Str. St. A AA 84. or. dk Ut. cL «, »ig. w 9. impr. Mirf. 

Mttrkgr. Heg. nr. lätü. 



967. Markgraf Rudolf ton Badem mt Meiiter mti Matt will mtf ftiMfli f«- 
leffetillieke* T*ge tle» ikin van Str«Mtarffzngefii^Uti Schaden mU«iXei^:4t% Tiitern 
«0» IFildAad iat «ttei er miersagt. jsti iAmI 9 attOn^Badeiu 

Von uns RudollT marggrctiTe zfl Baden. 30 
Unserr grüz be\or. Krbern wisen meisler und rat zd Slrazburg. Als ir uns letz ze 
lesl uf die botschafl, der wir uch nü nechsl nach &werm briefe enlworte gobenl, wieder 
gescbriben and ftwer vieade enell hant, han wir wol verslanden. Und als ir schrilienl. 
ir wiasent nit, daz ir uns dehein schaden getan habent, also lazzeu wir uch über wissen, 
daz ir uns und t'llicli der unsern, die sich nTil mit uch wislen ze tuiulü liiui, grozlich » 
geschädigt uud augnllcu bunt, das wir wul ujuchten bewiscu mitdcr gelatl ul' geiegeuli- 
cben tagen, ob ez da sft kerne, und gerlent denne oaoh nit me vfsolichen tagen, daa ob 
uns das mit bescheidcuheil vonuch mochte kerel werden. Auch umb Wolfl'en von Elier* 
•lein» Wolfen von Wonneastein undder andern, die der getalt in dem Wülfiade gewesen 



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1371 



sin, du ir den wiedersagt lisot nod ir viende ^nt, den selben han wir ouch vieder* 

seil und sin ir viende. So umb die andern, die ir uns in uwerin Lriere genaol hant, 
die ncli sollen wiedersagt lian, dio hiiil iiit unsere JiciKTe und bitil uuch in unserm 
lande nil gesessen. Danne wir gluubeu uch woi, su ir dic^iclbcn üwere vicndc scLa- 
• digen oder söcben woUent, dai ir das farbaz l&nt anc unsern und der unsern 
schaden. Dalum Baden terda feiia ante feslum corporis Christi anno etc. 71. 

Str. St. A. AA. Si. ar. ek. ^ A e. tif. in 9. ia^. 
Untgr. nr. XSM. 

968. £in Unbekannter fordert den Papst Greijor XI auf, gegen Slraßhurg 
»» xcegen drr Gefangennahmf Jofianns von Kiburg ein:H.icfireilea. l.tlt Juni (t Avifftton. 

Sif^nificatur sanctitali veslre, quod magister scabiiiDrnni, ina^'isler civiiini, sca- 
bini, cuasulcs, cives cl uuiversitas civitatis Argculinensis uubikiu viruui duininum 
Hanneinannum de Kybni|p comitem. canonicum eoolesie Argenlinensis in sacris or* 
dinibus constitutum, sua polentia iemeraria et seciilari iu suis dclinenl carceribus 

II captivatum conlni <lisposi< iuiieiu juris cotnniunis et dctrimcntuin ac vilipcnJiuin ec- 
clesiaslice liberlalis absque causa raciooabili quacuuique. Quare üupplicalur sancti- 
tati veslre predicle, quatenos dignemini nunc episcopo Argentinenai, altbati Porte 
Cell ordinia Premonstratensium ao thessurario eoolesie sanetomm Fdicis el Regnle 
I)rGpüsilure . . Tliuricensis, Conslanciencis dioccsis. commitlere cum clausula : qiin- 

M tenus vus vel duo aul unus vestrum et cetera, ul prefalos magistrum scabiuürum, 
magistrum civium, scabinos, cunsuleä, cives et uuiversilulem civitatis Argeutinensis 
predicte per oeasursm eoelenasticam compdlant, ul diclnm dominum Hannmannum 
a vincnlis, in quibus ipsum delinenl captivatum, penilns et in lolo relaxeul aut ip- 
siim mnnihus dumini episcopi Argenlinensis predicli presenlent, nt iiiem dominus 

u epiäcupus ipsis civibus seu (juibusvis aliis querelaulibus de diclu duiutuu Ilauue- 
manno exhibeat josUcie oomplementum, absolucione pridem per prefatos magistrum 
civium, magistrum scabinorum, scabinus, consules, cives el univeraitatem civitatis 
Argenlinensis predicte ad abbatein in Scliutli ra impetrata non obstanle, cum rcla- 
xaciu sivc restitucio de dictu dooiiuo llaunemauuu de Kjrburg ooudum sil elFeclua- 

« liter adimplela. Concessum quod committatur. Avinione 8 idns junä anno ptimo, 

R. g. baronis p. papil. 

{Darunter von gleicher J/aud] Sic stal de vcrbo ad vcrbum, uec possuui scire. 
quis fuciil pronotor. 

Str. A. A. V. D. 0. kd. Ul. eof. eh, eoaet. 

V 96S. Maritgraf RndolT su Baden an mdster und rat : bat ihren brief verstanden 
und wUl anlwort senden. «Datum Baden sabbato post festnm corporis Cbrisli 
«nno 71 . > i.J 71 Jmd 7 BaOen^aeidmt, 

Str. Sl. A. AA 81. or. tU. d. c »ig in. v. imjii. inh<. 
JfMfr. Jttg. nr. JSST« 



750 



1871 



97Q. Markgraf Rftdolf la Baden an meisler und ral : Auf ein aobreiben der Straas- 

burgor. sie wüszlen niclil. inwielem er schaden von ihnen gclillen habe, anlwortel 
or, dusz er uml ellicln- der seinen groszen .srh.iilt ii ilircllinlb genommen haben, wie 
er das «tnil der ge.sctiichl uf gelegen tagen > wobi zu beweisen hotie. Ihre feinde 
habe er weder geltanael oder gdiofet, noch seien sie aeine diener, Aberhaupt beftnden > 
sie sich nicht in seinem lande. «Baden feria aeounda poat featum corporis 
ChrisU anno eto. 71». ims Jimt » jr«itrn Pndow 

8lr. 8t. A. A\ SL or. tk m. A «. »ig. Im «. imfr. $M. 
Uarkgr. Heg. mr. J288, 



971. Rudolf von Baden an mebler und rat: hat ihren brief vorstanden «und vollen m 
uch des . . unserr entworle by anaerai holten, als wir vor elwie didc getan haben, 

wieder wissen lazen. Dotum EUingen aabbato prorimo post ocinvnm corporis 
QirisU anno 71. * iS71 JutU U Ettiingtti. 

Str. St. A. kk 6i or. dt. Itt, eL e, iiff. ht v. impr. mut. 

Mmit§r, Xtf. mr, 1989. n 



972. iT«*/ IV ermakiU Stf«Qiurg^ ien Büekof LampntM wtm Sintntt in das 
BäHdnü Mit Qmt Eierkari ton Wirt«wAerg sm tennUtiun. i9Tt Jitml 99 rtm§» 

Wir Knrl von gob gnadin Romischer keiser ctu allen Cieilen nierer des ridis 
und kuiiig czu Behem embioten dem l»nrpermeislcr. dem rale und den bürgern p:e- 
meynlich der stal csu Ölruzzeburk. unsern und des richs liehen gelruwen. unser m 
gnad und alles gftl. Lieben gelruwen. Wanne ir vormals milsampt nwerm btoehofe 
dem vorigen mit «lern edlen Eberfaarten graven caa Wirtembei]^. lantfogt in nydem 
Swaben, unserm und des riclis lieben gelniwen, eyn buulni'izze und voreynung wider 
roubcr und boze liito pcmachl und gclan liabl, dornmb so bcgern wir von weh t-nisl- 
licli, das ir uweru bisciiuf den ylzUndigen oücli durczu iHilden wellet, das er in die- a 
selb bontnü»» trete und sie halde in aller roaaae, ali die vormnls gehalden ist. 
Und Uli hyecsu, alz wir dus uwem Iruwen aundirlich gluuben undgetrowen. Ge- 
ben czu Prnge an sfin»! Johnns abenl des heiligen tciifers unserr reiche in dem 
rumlundczwenczigslem und des keiscrlums in <b'iii sybeiiczenden jare. 

ad cummissiotiem Prageusis urcluepiscupi a* 
P[eKia] Jaurensis. 

Btr. St. A. AA 7«. or. dk, 1». JMf. C. t^. im V. tt^T.' 
Uubtr rtg. nr. iifiü. 



973. KaUer Kari JV emächiigt den Grafen Sberkwi wn Wirttmberf und 
die Stndt StmMwrg, btm Znga gtgtn Htnof Jb^reeHt das RtidManiner ttufsn- m 
Wr/H. tvri Jtud 99 Frag. 

Wir Kail von gotS gnadin Romisehir keiser czu allen cxeilSU merer des riclis 
und kunig csn Behem embielen dem edlen £berharten graven csu Wirtemlwrg. 



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1871 



lanlfogl in nydern Swaben, dem LurgormeiskT , >1rm ralcn und den burgern gfl* 
meinlicb der sLal czu Slr.izz ' liiirk, «nsern und des richs liebe» gelruwen, unser 
^ad und alles gut. Lieben gelruwcu. Unser mujnung und wille isl, wer des sacbc 
das ir fif das vdt oxiehen wurdet gen ronbern odir boien lOlen und mit namen gen 

• henaog Ruprechten von Beyern, der unser ofTenbarer vynd isl, das ir denne un« 
serre und des richs hanyr von nnsern und des" richs wegen üfwerfen moget und 
doruudir czichen und oucb die so bcwaren» alz wir das uweru Iruwen ^undirlich 
gloub«u und gelrowen. Geben czu Präge an sand Johaiis abent des heiligen 
teufen nnsirr reiche In dem famAindciwenesiesleni und des keiaertnms in dem 

w sybencaeuden jare. 

ad rclalionem Prsgeusis arcbiepiscopi ; 
P[elras) Jaurensis. 

Str 8L A. AA 78 or. (h lit. ptit c. tig. in v i'wijjr. 
- OmtetdU Im SduiUr KüuigA, n04 ; UMiMger, de itut vadtii 63 ; SaUUr, OeteS. mm Wir- 
» tmbmt Mftr «tat Onjim II, 19». — SMer ny. Mr. Oft, IfM^, Jfay. «r. IMS. 

974. Ifukgraf Rudolf von Baden an meisler und rat : verweist sie wicu r- 

um bezOglich seiner Schädigung auf einen gemeinsamen tag. ':Oiirh als ir schri- 
benl, daz wir «ch wissen lazen, ob ir unserr sorge süllei,l liaben, daz dunokl uns 
unpillich sin, daz ir uns daz scbribeut, wenoc ir wol wisscul, daz wir uugcru uch 
«■ oder ieman anders illaet taten, mit dem wir nit ae sclisBen betten und der uns und 
den unsern oucb nit täte« Dez selben trüwm wir ouoh iich, und.dez lant uns ftwer 
entwnrl wieder wissen. Ostum Baden feria aexia {«ist fesMim Johannis baplistc 
auDo elc. 71.> ISJlJuniüT BaOei^Badm. 

Str. St. Ä.kkSi. or. dt. Ut. d. e. sif. im. •. m^t. mut. 
» irorlfp. Bv. UT. lato. 

975. Cardinal Peter «m Fioreiu a» StnUthttfi itoM ßr tUu im «mfer> 
ieme» Cardinal to» Neapel geteigte EMgegenkoiiuaen und seigt a». daß ikm die 
ProMSWt der Mlhuterpr^tiei 4iertra§«it werden, isi. [ISTIJ*^ JueA 99 JjHgmom» 

Houorabiles amici Cctrissiini. Salis noslro animo placuerunl, que nobis fuerunt 
30 de vestra dileccione relala. lliiie esl <[uod mnpislri Ouisonis de Frizilawia veslra in 
Roniaua curia negocia prosequenlis et aliorum lidedignorum relacione didicimus, 
quod erga hone memorie dominum esrdinalem Neapolitannm dum viveret gessislis 
plmum dileccionis aiTeclum et in ejus beneplacilis adhibnistis operam efiicacem, ip« 
seque se exhibuil in veslris dcsideriis liberalem. Nosque considcracionc prcmissorum 
I» au meriterum Teslroruia, que vobis digna asscrciooe percepimus suffragari, inducio 



i Ptler wurik OmdiMi 7. VIL WO, med Ar |idl|iiiWfiW B»f htfond tich der Datierung tu/Ugt 
nodt in Avifmm. 8o ergaben «M J371 u 7370 ob ffümn dicr DoOrmt. IfmerMb dieeee Zeitrmm» 

»tarh Carthnal T',nu.udns <h Itos^urln X. -ij.rl 1371 (Dottm UnMlimi^ JNf Utk. MffU dthtr 
ätttem, vieUeitM aucA dem JiAgendtii Jal>re angtJtvreiu 



752 



1871 



niur ad susi ipieiidiim vos in volris nogoliis commondnlos et ul dirlnnim oegoeionUD 
vcslrorura babeatis in Ruinanu curia pruniutureiu, nos pro illiä proinovendis UUeris 
vd nunciis reqtiiratU, qui paraü somiui pro Teslris draiderib viribas laborara et 
adhibere operam cffiesoem. Et nt matcriam nos habealis requirendi oum fidncia 

]deiliori, nd vos primo rernrrinni^. ([H' d nun rj^liis de prepn<;itiira rcrlesie Argenlinensis » 
fuerit • apostolica aiictorilale provisiiiu, in qua diclo doniino rardinüii sncccdimus et 
que longo tempore cxlilil occupula ad ipsius poäicionein adbipisccadatu cum veslro 
favore, de quo plcne eonfidiraus, tranamUlera inteDdamus, Togamna attente, qualeDua 
in hoc et proui vobis vidcbilnr iUos, quos diatinabimus. auxilüs et consiliis oporlunis 
snsoipcrc placeal favorabiJiW-r cntniiicndatos, q«ios et noslra negolia vohis intime lo 
comnicudamus parali ad omiiia vcslra grata. Scriplum Avinionc die 28 mcnsis junit. 

[/» veno] IIoDonbilibus . . magislria . . oonaalibaa et aeabinia dvitalia Argentt- 
neoaia, amida cariaaiinis. 

Pelms cardinalis Florenlinns. 
ülr. ist. Ä. V. C. ü. Corp. K lad. 23 >> nr. äOJ or. ch. M. cl. c. »ig. in v. »mj>r. u 

9J6. Enbischof Johaim tun Prag hu Ulraßburg : leitl mit, daß der Kaifcr die 
Slreitsache mit dem von Windeck regeln tcerde. [1371 JWi 9J jHflmtaifi. 

Jobans ercabiscboff czo Präge 
dea peballichen alula legatb. 

Lit'ljon freunde. Uinb die slozze, die zwischen euch und dem von Wyndek sein, h 
lial uns unsre licrre der kciscr rrnsllicht-n geschribcn, daz yr die unrz nn seine 
czukumtl gen Deulsclten laudeu. die kurczlicbcn wirdcl, vercziebcn wollet, ^^annc er 
denoe mit ewerm rate alao im virdet. das ir aullier atone nberhaben werdet. Ooch 
bitet euch der cgenanlc unserr berre, daz ir alle soeben mit dem biscboff von 
Sinizburg frounllicli und gutlicli haldcn woHnt, als er ouch gen eucb tun sol, wannc » 
der egcaautc uusir bcrru da.säelbe mit Biulern sacbcn nocb dem besten wil. Oe- 
bea za Nuremberg am aanlag Tor saut Kylyim tage. 

[Jn verso] Den ersamen l&ten dorn . . amman, dem rale und den burgern 
gemeinUehcn der atat su Slrasborg, nnaera lidien freuadeii. 

Ar. A .4. 0. U. P. bd. SS. «r. ch. Kf. dL e. Mg. Ut m. «qr. M. » 

977. Graf Eberhard nr.i W'-,-(-'M'icy^ an Mevsttt NM? Rtt V0» Stmßimrg : 
Serieit über Reinbold md HeinAard to» Windeck- [1871 JmH lO] aatomOorf, 

Wir gravc Eberbart von Wirtenberg enbietcn den erbern wisen löten . , dem 
ueiater und dem rat ze Strazbuiig unaem grfts und alles g&t. Wir laaen inii «ia- 

a) kieraM/" S*^iSt »Mm, K 



1 Dtutlbii muh ein Brief de» B. eardinaVia Neapolilums an SlrüBburg, AtXnm Honlisflaaconit die 

27 mensiB .iprilis ( I3(!S~1370J, in tr<-lchfin der Cardinal den .Tobannrs AI^jIm iiHs. quem cum pleno 
mandato pru noslri« beneficiis in partibni Alamanie disponendii tranimittimac, beglaubigt, or. ch. lü. d. 



1371 



768 



seil, <\nn unier Abeinie . . der rnnrgrave von Boden sin erler hulschafl zü uns ge- 
lau iial uad uns eabolea von lieiuboU wegeu vuu Wiudugge, der habe uaser viend 
i»t enlhallen vod wider mu ni« getan nnd oudi noeli oU tftn welle, und er habe 
sinen teil der vestin Witidegga in genomen. dar umb das unser viend deslc mioder 
sich da eolhaltcn, und ImI uns otich der rnnrgrave gebeten, das wir Reiibul ilnr uf 
sicher seiteu. Aber uuib iieuUarl von Windegge niml er sieb nichUil an. üuch 
spricbel . . der maiigrave. Reinbot voo Windegge sprcclie, er habe wider ^ch oaoh 
nifl getan; dfibt *ch aber, das er das ienderl getan bete, er wAlt riten sA üreh in 
die Stal gen Strasburg \m\ wuU dar umh da reht neinen und l&n. Umb die sache 
alle wollen wir . . dem margraven kein anlwrt geben, wir wtMlen es weh vor gein- 
neru. Dar uuib laut uuy wider wii^eu bi disem boten und was iuwcr meinung dar 
vmb sie. Dalum Scliomd[orf] feria quinia ante Haigaretbe. 

Ar. A. A. 0. U. P. hi. lao. w. cL JüLlct «. ^p. «i «. imgr. M. 

978. Skeiof Zmipmit hwkwifri die mehfatgendm^ StaMett der StrtUüiayer 
XtreA«. 1371 Septem^ JMMeteMm. 

Nos Lamperlliiis dd cl aposlolice sedis gratis episcopus Argenlinensis quorum 
iiiteresl vcl intereril lenon:' iiresenliuin litiTaruni notum faciums nniviT'^is e-asd^'m 
irilu> iilibus tarn prcneulibus quam fiituris, quod statuta et ordinatiuues ecclcsic uostre 
Argeulinensis aubscripta, quo prcdeoessores nostri ab ol^m jurare et aenrare con* 
sueveruDt, juraTimus prestito Juramento solito et per idem iuramentum promisimoa 
inviolabililcr observare salvo lamcn quinto cl sexlo arliculis in infrascriplis sl;ilulis 
el ordinaliouibus couscriplis, quibus quinto videlicel j)er deconsueludiucm et sexlo 
per slalutum et ordinalionein super fructibus bycnnalibus bencliciorum in ooätra diocesi 
vacantinm edila fiiil et est dndnm derogatum. Tenor vero ststatorum et ordinationttni» 
de quibus prelangilnr, fuit et est lalis: Pro conscrvationc sUiliiä eRclesiastioi jurisqu« 
honoris et libertiilis tolius cleri civitatis cl dioopsis Arm iiliiiensis nos preposilus, 
decanus lolumque capitulutn ecclesie .\rgenlinensis staluiiuus. ordmaoius provida 
deliberalione prebalnta omtsensu unanimi et antiqnis ecdesie nostre stalutis annezos* 
esse Yolumus artioulos subnolatos, primum .^cilicet, quod veneralnlis palcr do- 
minus noslor pjiisropiis Argontiiiensis, qui proxime creatus fuit in noslra erclesia, 
et ejus imperpeluum i^uccessores clericos sibi subjectos, quibus plerutuquc la^ci 
opido sunttnfbsli, ab oppressionibus et violentiu tqroonim, in quanlum ipsis pussibile 
Aierit, debesnt defensare et ne a lajeis ad ibreasis judida Irahantur inviti ipaisque 
clcricis violenliam vcl injuriam passis a Inyris salisfaclionem congruam vel emendam 
pro viribus procurare. Sccuiiduin quod idem dominus episnipus el ejus imperpeluura 
successores clcricos decedentes vcl morluoa vel amentea indumcnlis, suppellecliltbus 
vel alüs bonia suis spollari non consenliant neqne dnent. aed talium bona diaptnü 
]>rocurenl secundum disposicioncm el volunlalem nltiniam decedentis Tel alias, prout 
de jurt? fueriiil disponeiidn. 'lertiinn quod prefalus dominus episcopus el ejus im- 
perpeluum bucccäsürcs prclüliä, caaouicis, abbalibus, abbatijKiis et alüs clericis vel 

86 



754 



1371 



monasliTÜs iiul eorlcsüs sibi subjcclis exuclioucs aliquas vd tuUci. Iiis, Inllias aul 
conlributiuu'iä iiiipuuere uua delieanl vel ab eis invitis exigcrc uul aliquulenu!> cxlur- 
quere, nisi de ooiueasa capituli ecciesie ArgeoUnensis et secundum quod episcopis 
Omnibus est promissun. Quarlutn (|iiud vk-m dominitB episoopus vel ejus imperpe- 
Imini siior>'s<iirr>; provi-nlii-: vr! it ilililus l»f'ii. |i<"inruin vnrnnliiim v<-I non viionnliHm % 
iiivilu coruii» rcclonbus cl palruiiis j)cri'i|K're non (iolx'oul ad usu-, .-iiioü ijiuilt si uimjih: 
sine licenlia sedis apostoUce spectali. Quintum quod ipse dominus episc upus «ui ejua 
imperpetuum successores ofGcialemcurie Argeotinensia dare vd feccrc non dcbeanl ali- 
nm qunin cniiiiiiiciim verum cccU-sie iiosirc. proiil cl in i nsirn occlesia in antiquis 
relroaclis leinpuribus dinoscilur isse facluni. Sixluin quod, duobus vel pltiribiis i« 
pro bcncticio quovis vacanlü coulciidcnlibus, friictus el provenlus dicti beneticii lilc 
pendente pereepU vel percipieodi per loci arcliidiaooDuai aol eum vel eos, qoi per 
ipsmn l onim consi-rvationi fuerinl dcpiilali, fiiluro reclori fideliicr re;<errenlur el 
lile hiiiUi inU'nre nssigneutiir. Scpliinutn cpioii omncs vasollos rt (idelcs ecciesie 
ArgcuUuciisis faciat preslare sacramcntum, qiiud co ccdenlc vel decedeiile vel alias i& 
impedito in admlnistratione vel regimine ecciesie A^entinenaia obediant et inlcndant 
sub debito juramenli fidelilatis capUulo ecciesie ArgenüneottS durantibus vacaciune vel 
iiiipif^dimenlo predirtis. Ocl.iviiin quod fncial (uniics tinfifinlos cl adiiiinisirntnres spiri- 
lualcä el temporales ecciesie Jurarc et promilterc sub dcbilo Juramenli üdelilalis, quod 
CO cedenle vel decedenle scu alias iiupcdiio qualitercumqoe in administralione vel m 
regiiaiDe ecciesie Argenlinensis cum adminiatrationibos. olGcüs, caatris, opidis el mu- 
nilionihns oc juribus. quas cl quc officianl, minislrnitt \ r! (''nennt ii domino cpiscopo 
et ecdcsia Argentiuensi, obediant el iuleudanl dumtaxul capitulo ecciesie 
Argenlinensis realiter et in toto durantibus vscatione seu iuipedinienlo prclaclis 
Juravimua igitur orooes el nnguli ad aancta dei ewangelia oorporaliler tacia a t> 
nobis, nos servaturos inviolabiliter omnia cl .singula preoolata nec contra ea venire 
vfl iiript'lcre n S'vic aposlnüfa vpI alinndc aul fHoero qno<piomodo, item scrvnre cl 
maiuUencre slalula el cuusuetudincs ecciesie Argenlinensis, JurisdiRlionem spiritualem 
et temporalem, privU^a, jora et liberlale« deri civitatis et diooesis et defendere 
pro poBse, item castrat opida, muDitiones, jora, theolonea, reddilus et jurisdio- *• 
lioncs nnn filicnnrc sine conscnsti capilnü, iloin jtirisdicliones arcbidiaconorum 
ecciesie prediclc non iiiiniKTc [scd]'* servare, juanulenerc pro posse, defendere el lucri, 
item defenaare pro pus.se peraooas eccleaiasficas el servare omnia ab anliquo per 
epiaoopoa ArgenUnenaes de consoetudine obaervala, item aervare et manntenere pn 
posse consueludincs cl stalnla de cl snper fructibus byennalibus noslrarum civitatis » 
cl dyoccsis Argenlinensis cdita et bacicnus obscrvala. In quorum Icslinioninin 
sigillum noslrum secreluni presenlibus esl appensuni. Dalum el actum in opido 
nostro Molsslieim anno domini millesinio trecentesimo sepluagcsimo primo die aeptimo 
meoais septembria. 

Str. Bn. JL 0 84% EB w. 164. eiv- (*• mee. XVL u 
M Ott. MtUttr «Ml. m- 

•) M iapmre. F«rl. «n. 



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1871 



755 



•IT!). Hnpenaii an Slraszbiirg: teiil mil dasz Joliaiis Solioiu'ckc drei eJirbarc 
reule mit namrn Hans Toiibcn von Oticrswilre, Andres Bischof von Saspach und 
Reinltarl S< y<-i %ou Itulieler lul vor sie gebraclil habe. Die.«.c drei habcu geschwuren, 
dasz «C&iiiel Elaesier, Ata ir gevaDgen habent, bern Johans seligen kinde von dem 
» Niiwen Windeckc eygen sie TOQ dem libe, und daz her Reimboll noidi lier Reinbarl 
von Windecke mit mit ynu; ze luiide habeul*. Sie siegeln. Datum crastiuo 
exallacionis s. crucis annu düiniui 1371. 1371 September IS. 

Str. SL A. Q, U. P. Ud. 82, er. n6. UL put. c «ig.iH «. impr. deL 

980. Bisclior Lnmprecbl an meisler und rat: nnlwortet auf ihr achreibea 
10 «dar wir noch keine bolscbafl hahciil gcliiilict vnn hiTrcn >yiiiini{!f"S we^en von 
Liehtenbcrg, als er Irusteu solle für den Irioden driu tage von der von BilscU wegen, 
als aie und ir einen tag leisten soUent zu Zabero. ledodi so ritdenl wir uff den 
selben dag, ir liesient uns daone andirs «isaen. Odien an sante Matheus tage.» 

iMSTtJ JSepi$iHb9r 2t. 

u Str. St. A. Ah 1406. or. c*. 10, d. e. tig «t t. impr. M. 



9111. Riseliof Lamprecbl an moBler und ral : Die Slraszburgor bürgcr Fritdins 
sühne uml Tbessciin haben, wie ihm Kberlin, meyer uul dem '/.mix klosler Gengen- 
bach gehörigen frunhofe xa Ichenheim •geougct* hat, die dem frouhof gehörigen 
pferde und ochsen weggeführt. Er bittet die bOrger cur rOckerslaltung des geraubten 
w anzuhalten. «Scriptum Beoefelt die 21 menais seplemlirix». 

[Uttt] Seiftrmber 2 t Benftld. 
Str, St. A. KK 1408. ». A.Ut.d.t.alQ im v. imgt. 



982- Bischof Lamprechl an Graf Rudolf toh Ilabshm-g . hith i um Verh(i>',ig 
mnes in Brehach projektierten Taffes nach Benfeld, [vni] Ht-itUmhtr 'i'i Uent,m. 

tt Unseru fruulhchcu gruz bevor. Ilerrc grafe Rudolf. Als ir und die von Strasz- 

burg von des von Keslenhdlis wegen* zu Brisach or den nefaeslen fritag halten >^Jfc 
solieni, al.-i ir wole wisseot, und wanne wir einen tag von duwprobstes wegen 

von Kyhiirg uf den iicheslen sanisziag dar nach ^i-in iVnncfolt bered hanl, der a^J7. 
selbe (ag oucli lur sicii gal, und wenne der senger von K\ hiir^ uud grafe Egen 
von Friburg uns gcseil hant, daz sie uch bitten wollen, üa^ ir uf den samszlag 
voD des dumprobeslea wegen mit yn Icumment, dar umb so bielden wir uch emsllichen, 
daz ir den selben dog, den ir uf den fritag zu Brisacli leisten sollent, verziehenl 
ualz uf den neheslen saiusztag dar nach geiu Reaerelt, als man von des dumprobsles 



' 1372 Am,. 23 r stralUarf hM Gntf JttMtf*. BaUbHrgu. dm IBrtUimmwn KateiMt 

0^ Friedlin Vf^. uuttr dem Dalum. 



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1371 



wegen loilinp. n sal. durcli daz daz wir kunnent dar zfi gcrcddon, als verre als wir 
luogeul, daz die ^uchc vun des von KcslcnhulU» wegen gerihlet werde. Daz welient 
ouch die von Slraszburg gerne dun und welient des tage« la Benefdt warten ala 
vorgescliriben stal. Dos lant una nwere entworte wiaaen. Oeben zu Bennerdi 
•n aante llauricien tage. T.amprelit Lischur » 

zu btraszburg. 

Ar. St. A. AA 1408. eaf. eh. «am. 

983. Biseho/ ZamprtdU an Meister vm4 Mat: Hat de» von Sffmnni ton Liei' 
tenietg ton der ton Btteeh itegen ansgeeteUten Trostla irf rrhnifen. 

[1371} September 82 BeM/etO. lo 

Lampreht byschof zu Slrtsbiirg. 

Liclicn gelruweu. Wir lan ucli wissfn, das aus gesanl ist der Irosthrief herrcn 
Symundes von Liehlenlierg von der von nit>ch wegen, als ir wole wissent. I)< n sdbon 
brief wir ucb senden mit diesem boldeu. L ud banl gUcher wise einen bhef gesaulherren 
Symunde von Uebteafaerg* in deme briefe wir fnr uch nnd alle die oweren Iroslent. u 
Des selben brieves eine abescbriA wir ucb senden in diesem brieve versUMsen. Ouch 
wissent, daz wir grafe Rudnltren von Ilnljsbtirg verschriben liant von dos lages 
&}K.M. wegen, den ir zu Brysach rail ime nl den neiifslen frilag von des allen kirchherren 
wegen von keslenbuilz leislcn soUcul. als ir uns verschriben haut, die selbe ab- 
sohrift* des brielTes wir uch in diesem brieve ouch Verstössen senden. Und den m 
selben brief Imnt wir ari\fi' RudoUTen mit uwom bolden gesant. Geben lu 
Beucfell an saute Maurilicn läge. 

[In terso] Den erbern bescheiden dem meister und rate z& Straszburg. unsera 
Heben gelruwen. 

Sir. St. A. kk U05. OT. ch. lü. d. c. sig. in v. impr. dd. •* 

984. Hiscliuf Larnpreclil an meisler und rot ; hiltet sie mit ihren hauptleulen 

und dienern zu reden, damit seine bürger zu Ollcnburg ihre güler, die sie liegen 

baben im banne und gerioht derer von Windecke, unbesorgt bebauen können. Kttet 

um antwoii. «Geben zu Gragenboch dea dinstages nach sanle Miebels tage.» 

[1S71 Septeutter SOJ O awgw i »««». » 
Str. St. A. kk 1406. or. ch. tit. d. «. »ig. in v. impr. mut. 

Oltfiiiann Herr rem Dr/isens/ein der junge seAwSrt der Stndf Sfr'yßhv,-'? 
als Jldiiptmana bis zum 13. Jiiinuir 1372 :h dienen. 1371 Octoher V. 

Ich Ültcman berrc von Ohsenslein der junge vergib»; und künde menglichem 
mit discm briefe, das ich durch frunlschafri überkuuieu bin mit den erbern beM.-heiJeu j» 



t Vr. MS. 



Dlgltized by Co< 



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dem meisler, dem rate und den burgern gemeinliche der stal zu Straszburg, das ich 
in gesworn habe an den heiligen gelruwclichc zu dienende und zu wartende und in 
gehorsam zu sinde inil min selbes libe sflbe Vierde und mit allen minen veslin und 
sloszen und öch' lulen, die ich iclzenl habe oder die micii in disem nacligenantea 
t zile und in disen nachgoschribcn kriegen haniach angevalletil, in die wise, olse 
hienach gcschriben sUll, und irre soldencre, dienere und der andern, dii' sie hanl oder 
gewinnenl oder die sie uf ieman beiszenl varen, die vigende sinl oder werden!, alse 
hienach isl liescheideu, wie dicke das geschihl, der selben, die sie also von iren 
wegen heiszenl varcn, sie vil oder lulzel, houplman zu sinde von der date dis 

,«# bricfes untze zu dem zwenlzigslem duge nach dem heiligen «ihennaht dage, so nu ja"'s. 
zu nehste komcl, an alle geverdc. Und sol ich der vorgcnante Oltenian berre von 
Ohsenstein selbe Vierde und mit vier licngeslen und pferiden und mit bereilscbafleii 
in und irre slal das selbe zil usz mit mir und denselben minen dienern mit minen 
Testin, sloszen und luten, die ich ietzenl habe oder die mich in disem zile und 
I» kriegen anvallenl, getruwelichc wnrlen und beiiolfeu und gerUlen sin wider grafe 
Wecker, grafe Ifaunemoii und grafe Kriilcrichen gcbrudcre grafen von Zweinbrucke 
und herren zu Büsche, fruwe Agnese grelin von Zweinbrucke und frowen zu Bilsche, 
wider grafe Eberharten von Zweinbrucke, alle ire lielfere. dienere und die iren und 
wider alle die, die von iren wegen iclzpiit der von Straszburg vigende sinl oder liarnach 
N von iren wegen vigende werdcnt, und widtT alle die, die sie husent oder hofcnt. und 
dar zu wider herrn Heinbarlen und Hciubulten von Wiudecke und wider hern 
Jobanses seligen sune von VVindecke, alle ire belfere, dienere und die iren und wider 
alle die, die von iren wegen ietzenl der von Straszburg vygende sint oder barnach 
von iren wegen vigende werdent, und wider alle die, die sie husent oder hofcnl, und 
B darzu wider grafe Jullridcn von Liuingen grafe zu Ruckesingen, grafe Friderichen 
von Liningen den jungen, grafe Wolfen und grafen Wilhelm von Eberstein den 
jungem, wider Slopfcs, alle ire dienere und belfere und die sie busenl oder hofenl 
und wider alle die, die ir vigende sint und die sie uns gcschriben und mit irre 
stetle ingesigel zu rucken versigell an einem briefc gegeben baut, und Viider all 
der selben belfere, dienere und wider die. die sie husent oder hofenl an alle gevcrde. 
Und sol ich die angrilTen, vaben und beschädigen bi minem eyde, so ich iemer tiesl 
mag. die wile das vorgenanl zil und die kriege wcrenl an alle geverde. Es sullen 
öch under minen drien kneblcn, die ich zu mir haben sol ui:d da mit ich in so 
warten, zwene sin endeliche rcysigc kiuble, die &ch mit bereilsclieflcn und mil 

u zweien armbruslen usgerustel sullent sin und alse sogetanen kncblen billiche zu 
geh&ren sol an alle geverde. Ich der vorgenante Otteman herrc von Obsenslcin 
sol uch bi dem vorgenant minem eyde selber ufsetze gcdcncken uf die vorgenanten'' 
personen und uf alle die, die der von Straszburg vigende sint oder wurdent, alse 
das da vor isl bescheiden, sol ich die beschädigen und angritfen bi dem selben 

40 minem eyde, so ich beste mag und ulse mineu eren wol anstat an alle geverde 
Ich und mine dienere sullent öch bi unsern eyden von nlM'gange an hengesten und 
pferiden, von gevengnisse, von schaden und von aller der slucke wegen, die die 



DigitizcL , , -.,0 



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andern der vorg -iiuntiMi mci.sierä und rates dienere, die sie gewunnen und veraoldel 

Lanl, Ja ln-rr Hivliloll* scligi- /.tun Rvel ir Iioiiptinan wn-;, swiireiil, und alse es 
die äcliicii uicbler und rul dos «tullicn iiiulcü bc^cliribciil, liultcn uitd vuUeturen zu 
glicher wise, eise es die selben swurenl an alle geverde. Die voigenanlen meister 
und rat xu Sirassburg suUent Ach malit und gewalt beben, friden und sune mit i 
den vorgenanten und allen ircu vigeml' n /.u uemmeude, ucnne sie wctleul an a]]e 
miiie iriuiipc und widernde. I rul so! lk Ii das an .... oti alle geverde. Uescliehe 
es oeh das ich doiiheiue oder blu^zc verlurc iu deu vorgonauleu ireu kri^eu, 

oder was mir oder mincn luten in der selben der von Strassburg krieg * 

Slraszburg noch niciuiiti mhi iren wegen mir, nineu erben nocli mineu liitcii nuUit n 
sehul'llg sin /,u gebende noch in denlieincn weg zu (nmie nri alle geverde. Were 
CS uch daa ich en>lugen wurde, da vi>r gut sie, oder in weihen weg ich abegienge, so 
SttUent die vorgcaanten meisler und rat, ire bürgere noch die iren minen franden« 
minen erben noch nieroanne anders dar umbe nutsil gebunden sin au tunde noch in 
denheiticti \vc^^ zu etihviirletulc an alle geverde. Wurde aber icli ;ii fli in vf-rgcnanten u 
zile gevangi-n von ienianne, mit den sullenl sie keine sunc noch rihUinge nemmen, 
ich äic dunue vor ledig an alle geverde. Und alle die wile, das ich in gevengnusze 
bin, 90 suUent sie mir doch vollen soll geben untxe zu dem vorgenanlen swentzigslen 
dage und nil vurbas an alle geverde. Gescludie e.s (K-ti da.s ich sclhcr immn vienge 
oder sielierlc in disom züe, den oder die sol ich uieister und rale zu Slraszburg n 
eulwurtcn, und niil dem oder den suUent sie sich lialtcn noch krieges rehl und alsc 
sie tmwent rehte sn tunde an alle geverde. Und das ich in dienen sol untae zu dem 
vorgenanten zwenUtgsten dagc wider die vorgenaiitcn und andere ire vigende, die 
sie mir gest hrihen gi-jjen bant, und in iVii Iii mineni evde beraten und boliülfL'U sin 
sol zu aileu den kriegen, die in da von ielzenl uncr:>tanden .sinl oiler har nach da » 
von uffiirslftn mftbtent, in vellie wisedaa were, und in darzu geiruwelick helfen sol 
das selbe zil ua in alle die wise, also an disem briefo gesehriben slat und ich in 
das globl hübe vur niicli und alle niine erben das vorgenante zi\ us zu tunde, 
dar umbe so sullenl sie mir geben und bezahl funfliundert guter und swerer guldin, 
der mir von in worden sint dritl>alp huiiderl guter guldiu, der ich uch geutzliche »» 
gewerl und bexalt von in bin. Und sullent sie mir die andern drithalphanderl 
flfe. « -itl tin geben zu wibennahlen nu zu nehsle. Und sullenl sie mir darzu umbe den- 
si llicn iniiien dienst binnanl unize zu dctn vorgenanlen zile und nil vurbas geben 
alle luüuude luuUzig guter guldiu. Wcnuc uch der vorgenaule zwenlzigäle dag 
komct, mAgent danne ich und die von Straazlnirg mtlenander fiberkomen, das ich » 
vurbas der iren houplman hübe und in diene, alse au di^em bricfe gesehriben slAt, 
so snll'Mil wir es zu beiden silen ufnemmcn. MSlile aber des nil sin, so sol ich 
uuibe die fuuthundert guldin, die sie mir also vor uä gegeben hanl, noch dem selben 
zile mit minen vestin, sloszeu und luten, die ich ietsent iMbe oder mich ha mach 
snvallenl, warten, imd suUent die selbe mine vesUn ir ofTen buser sin, und sol in das « 
beste raten zu iren kriegen, das ich kan, und so! mine lute in heiszeu und Inn 
wachen und warten und das beste tun, das sie mugent, den vorgenanlen von Slmsz- 



•) Wtttitr Bethtgii. b) Di* Ufh* tti H cw^rr. 




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bürg und allen deo ircn gegen iren vipen Icn nn l gegen ollen den, die sie luiscnl 
oder hofeul, die wile das die vorgenauten ire kriege wereiil und tiil ein ende 
geiiuiiiiuen hanl an alle guverde. Were es 6ch das ich icnier denltcine aiispracli 
gehaben volte «d die selben meisler and ral su Slrassburg oder an ire bürgere and 

s dia iran von denlicins breiten wegen, den ich, minc dienere od^ die iiilnen in dem 
vorgeiinnti-n zile uJer darnach von des seihen inins dicusles wegen liellenl oder 
gehaben uiühtenl, in wcUic wisc die anspraclie wcrc, dar umbc sol ich vor mcislcr 
und rale ta Strasiburg, die danne siol, und siergent anderswo reht oemroen, was 
die selben meister and rat denimbe erleilenl, und sol mich Ach damit begnügen an 

10 alle gi'M'rli'. Were es ftcli das ich slnrhe nrni verfnre, e diinne die vorgenanlen 
kriege ein eude genemcnl, so sulleal iniue erben luid iiachkoineu den vorgenanlen 
den von Siraszburg geben and beialn an den (hafhunderl guldin alse vil, alse ich 
nach der margxal, ande das die kriege ein ende genomen hanl, dannoeh dar an ait 
Terdienel helle an alle gcveidc. Und wände ich globe nnd glohl hübe vur mich 
nnd nllc miiip erben, alles dns zu ballende und zu vollefurende. diis von mir da 
vorgescbriben slal. darumbe so habe ich zu einem Urkunde raiu ingcsigel au discn 
brief gebeneket. Der wart gegeben an dem ersten dunresdage nach sant Uichahels 
diigc des heiligen ertzengels in dem jare, da maii zalte von gols gebarte dralzclieii 
hundert jare sybeaUig and ein jar. 

986' Jobans Zum der Lappe der meister nnd der ral von Straszburg ibun kuud, 
das* vor ihnen «Rebeheinlieman, Henselin Ilegellin, Pelerman und Menselin gehrAdere 
Dolden säne des vischers. Henselin Hartanges seligen sun der k&Oer und Claus 

Lembelin der scliirmnn von Slrazbnrg» nrfehdc und siilme geschworen hiibcn dem 
»i reiche, dem landvogt zu Elsasz, dem scliullbeisz zu Hagenau, dem meisler und ral 
zu Ilagenau und allen, die zum reiche oder m Ilagenau gehören, «von der gctctc 
wegen» das sie zft Hagenowe in der slat gevangen lilgmit*. Dstum feria sezls 
proxima poai diem s. Galli confessoris anno domini 1371. 1371 Oetober i7m 

Eafmuur St, A. VF t. ar. mt. iä. pal. e. t^.i»9. MMpr. icL 

90 9117. Joian» ro» WasselHkeim teiiießt bis ititn 30. Notehiher Ffi>''h',i mit 

ütraßfivrg. tS71 üuvvmher 1. 

Ich Johaus vou Wa»selnheim hern Friderich Vogtes sun von Wasselnhciin ktinde 
mengdichem mit disem briefe, des loh vür mich nnd die mine belfer und diener 
einen gelrowen sielen fridcn hallen ond haben wil gegen der stat von Sirasz- 
as biirg, irren bürgern, heifern und dienern von hinnnnl imlze an saiil Andres lag dez s«, 
Iteilgcn swuübollcD, der zu aehest kummet. und den selben tag allen on alle 
geverde. Und des s& eine Urkunde so habe ieh min ingesigel sA ende dirre 
geschrift uff diaen Inief getrucket. Datum die festi omnium sandomm anno 
dmnini millcsimo treoeatesimo seplaagesimo primo. 

la Ar. A, A 0. 0. lad. 196b «r. ck. INrt. «. ly. wM. imfr. 



. 1^^-. i.y Google 



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9118. Mfisfrr und Rat bitleii den (frafen Eht-rhard run WirUmherg um flne 
Ui^isckaar toh '^'(Kt Glefnt :ii fiixm Zw<je dienscit des /i/teins. 1371 JS^rrmber 10. 

Dem eilelii herroii griif«> Kherlioric von Wirk-mbciL; i tiifiii'k-n wir Johaiis Zorn der 
Lappe der incisler und der ral vuu Strasburg unsern Iruiulicben dien^l. Wir kÜDdeol 
Ach, dax umbe das, dax wir unsere vygende meynenl sft schädigende, sybeo erber • 
nanne, die unsera ral zQ Strazburg gesworn hanl, uf ire eyde einhelleklichc von 
utisern wiegen batil t-rkanl, daz wir von luisfr» und unscrre sicllp wogen eins trro^zen 
geriUes uoldürllig sint sth luii(li< hie di&sile Rynes umbe daz uureUt, «luz uns uiii>cre 
vigende t&nl, alse die selben s\ Iten fleh nf ire eyde hanl erkennet. Und dar umbe 
und fich sider «unser sybenmanne us unaerm rate nach unaerre verbAnlniaae sage m 
umbe den selben irniszen geril zu Ifindc nf unsere vigende crkanl also hant, so 
hiltetil wir ürh frunllicbc und niil aüeiii ernst niid inanrnl nrh da hi von der ver- 
buultiusze wegen, so ir uu«l wir niilenunder baul, üaz ir umbe daz selbe grosze 
geril also c& Iftnde uns und unserre slat swdbunderl mit gleüsn sft uns über Ryn 
sendenl, das sie bi uns, unsene etat und bt den unsera sinl unverzAgenlicbe noch u 
dem und zü den ziln, alse uwer und unsere verbünlnüsze sl:i(. und das sie* bi 
Df, II. uns sinl aa dem ersten dunresdagc uaub saul Nyclauses Jage de/, biächules, 80 nft nehste 
komel, durch das das wir mit den aelben den uwera mil gieren und mit den unsern 
uwer und warn vigende kreilfUiehe gcstrAITen und geschadigea migenl. Und des 
Sft einen', •itl.iinde j^o ist nnscrre stelle iri^rcsi^cl zu rucken nf disen brief potruckcl. m 

Dalum icriu secuaUa pro.\iuia ante dieui sancli Marlini episcopi anno doinini 1371. 

Str. A A.Q.Ü.2. M. 48/4» B. 4 t bM VII. or. jMt. c «. «hjw. deL 

989. Rtztrsaibrief der vier M«UUr %nd de» Änmeitten ton Straßhurg. 

l.tri Dfeember 16. 

Alse uuserc lierren niei^>ler und ral, scliOlfel und ammau übereiu komcu sinl, u 
das man durch der sielte nulses willen vier meistere und einen ammanmei«ler unserre 
slat machen und sclxen i<ol, und daz die und iegllclier under in zehen jnre meistere 

uiul ainti;.;!: i>l /r sin und bliben snüenl nucli dem. ahc daz undersclieiden ist» 

ülso gcschebe ez, C..\ vur gol sie, duz ander den fünf meistern denbeiure in den 
sehen jaren abe gi> n .;c oder slArbe, das man danne in den nehslen ahle dagen dar " 
nach einen andern im aine slot kiesen und machen sol, und sol sieb iVh der ver- 
binden, alse der veilituiden wnz, ;<i: dez .slat er danne konicn ist ;'ui nlh gi vtiJe, 
und also und dar umbe so haul wir Jobans Zorn der cUer, rilter, JuUaus ^cbill, 
Heinrich von Mülnhcim rilter und Grosfrilsche von Ileilgenslein die vier meistere 
und Heinrich Arge der ammanmeister gesworn AOImnche an den heiligen, das wir, * 
unsere frowen, unsere kinde noch unser gesinde noch nieman von unsern wegen 
beimelicbe linrli uirenliclie .'m alle ijinrrde von niemanne cienlieinrehonde gäbe, 
scbeacke, miete nucb mklewüu i ccli whz den pfenning trclTen oder den uieuscben 
erweichen mag noch denheinrehande glbc, sü tas kleine oder gross, sA miete 

») Verl, rrjt, uDd d*< «i«. 



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nemmen sulleul die selben zile uz in weihen wog dnz were ,"m alle gcverdc. Werc 
uch daz deubeinre UDder uns befüude, duz iciuoii, der zu uns gehört, ülzil 
genomeo helle und oH gehalten, alee da vofgesehribeo sISt, der aol es selber bi 
sineiD eyde dem ralc UDveraAgeuHcbe verkünden. Und welrc meiater uadernns fbnt 

» ineislern, de/, clit lip frowe, $inc kindc oder f^csiiifle oJcr ieninn von sinon wegen 
die miete aUo geuouieu bcUcnl, es nieislcr und rate zu Strasburg iu den iicbälcu 
drien dagen dar naeh, ao er ei hefundeo het, Terkdndele, dem sdben sol es an 
dem vorgenanten ainem cyde nit schade an, docb so aol er selber widerkeren, das 
sine eliclie frowe, sine kindc oder p^sinde genoinen hanl ; »ind sol daz sellie, daz 

» die miete also gcnonien bei, zehen jarr von der stal sin eine mile. Wol nuifji nt 
unsere beräleu kiodc und die ir sunder gül haut, die zu ireu dagcu kouicu sint, 
ttoibe iren dienst wol gftt yon Iren herren nemmen, also das wir nit dar ombe 
biiteni und das nas da von nit werde in aUa govarde. Wir hant Ach gesworn an 
(Ion heilipcn, da?, uns noch nieman von unaem wogen mit unserm wiszeude den- 

11 liciiircbande gabt; uocii ambahl, leben noch pfr5ndcn worden, giobl noch cnlbciszen 
sini nder dem dage und der sil, das achftflel und amman Aberein komeol, das man 
der fllnt fänf meistere machen sulte Tm nlle geverde. Wir die fünf meislere sälleat 
Ach von niemanne dcnhcinrebande plrümleii, ainbaht noch leben, wie man daz 
genenneo kan, bionanfürder die selben zile uz ncmmeii noch scbaÜ'ea geoomea 

•• werden hetmdiche noch AITenliche noch von unaern noch von ander löte wegen dar 
umbe bitten noch aahs^ gebet» werden, das sie uns oder in werden aollent fln 
alle geverdc, doch also, daz wir oder unsere kinde mngenl wol umbe pfrflnden werben 
ungeverlich an den habest und an den keyser und an nieninn anders, und von 
solicbcr pfrüudcn wegen mügeiil wir wol bitten, docb also, daz wir da von nieman 

» trengen sAUent anders danne mit geistlwbem gerihte An alle geverde. Wol roögent 
wir mit unsem gftten fr&adeilgio bitten und dancken, von wclrchandc sacbcn wegen 
daz iyt, Ja cz uns, unsere frowen und kinde nil zu nutze angal an alle geverde. 
Wo uch ieiDan ander un» were, der icmau belle, da eiurc under uns oder unsere 
kinde der aeOien nehalen erben werent, wdlent dfe selben nnserre kinde denheins 
berfllen in die weit oder in clftstor oder ütsil sft slAre dar xü geben, ist danne das 
meister und rat erkennent uf den eyl, rlaz ez ungeverlich sie, so mügent wir oder 
die selben unsere kinde daz wol nemmen. und sol uns daz an uu.serm ey.de nil 
schaden än alle geverde. Wir sülleDl 5ch von wuuden, lotslcge noch von nölzoge 
wegen denheine bele an nieman tOn, es sie eristan oder an Juden, noch dch nieman 

a» von sinre klage trengen, wände wir süUent ez rihton noch dem, also es vär uns 
komet An alle geverde. Wir süllenl öch alle klegeilen von unfügen wegen zürn 
laogestca über naht vürderlicb empfohen, so man die unfugcu dem klagen wil, der 
danne nnder uns den vier meistern rihtet ftn alle geverde. Dodi mdigent wir wol sfi 
s&nliehen dingen von uurQgt>n wegen reden und bitlen in von lotalegen, wunden, 

M notzßgen oder von sogclilnen unfügen. V'ür unsere ingcscszen bürgere und irc 
lebeulüle mügeul wir wol von schulden, gülten und zinsc wegen btlten üo Ireugen 
In alle geverde. Dodi aol idb dar vorgenante amraanmdstar hüben hi allen den rditen, 
alse ein ammanmeisler nntse har komen ist» doch also, das ich noch nieman von 

M 



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miiieii wc^'on iiutzil ncmmcn gi'illcnl «Q miete, und daz ich ßch liullcii sol, daz vod 
der iiiii-te wrpu ila vorgfsclirüx-ti slAl Aii hIU« fjfvcnio. Ez sol och linder uus 
füurcn deuheiurc noch nieman vun unseru wegen nüUil iiuibe die älal kulTeii noch 
ir ift k&ffeode geben noch nil ombe die stal Irhen noch niemanne heiaien üben 
noch von der Stette gflt nieman nnl/.il gelien nocli heis/.en gi'l>cn, dünne doz inau » 
von der stelle wi-fren ienmnne fjit, cider duz iih :st' r i.n 1 r;il ez hei^zenl. Wir 
süllenl uch denheiueu argwenigCD kAf umbe nieaiuu ander:» liutreu nuch verkutTeu 
in denhnnen weg &n «He geverde. Wir die ftnf meislere sAlleDl bt nnaeni eyden 
nil scbalTen noch «erben hdmeliehe noch Aflenlidie, daz iemanne «er der sie der 
stelle aniltalile denheins werlw in denhcinen weg nnders, danne daz der rnl sieh- " 
lekliclie dar umbe crleill än alles nnser heiinclieli werben und zfi iQu än alle 
gcvcrdc. Wir sülleul och bi unseru e^deu in den vorgeschribea zehen jareo den- 
bein anhabt noch pflege haben noch dar nach «eriien, das die etat bA Strasburg 
lihet oder li I/. der slal zft gehört, und iV-h sünderliche süllenl wir dar zii nit 
haben daz sohullheiszen nmbiilil, die vugtie, dcz burggrafon aiiihalil noch dez '* 
mänszemeijilera ainbaUl noch ml dar nach werben in deubeineu weg üu alle geverde. 
Wir sAllenl &oh sUe fAnfe gebunden «n, alle acbedeliche und argwcnige Ule an slk 
griOTeBde A glieher «iae und alse vol alse der meister, der under uns rihtet, 
und süllont wir uns dez mit keinen dingen enisngen fln alle gcverde. Wir die 
vorgcnanlen innf nieiätere süllenl uch umbe alle dinge mahl haben zu gebietende, *• 
alüc ez von aller bar Icomcn ist in alle gcvcrde. Wir süllent 6ch nieman in die 
slat trftslen mit unserm wtnende An alle geverde« von des wegen ans vor geseit 
ist. das wir in nil trdsten süllent, ez sie danne daz wir es tunt mil dez ralea 
willen und geheisze. Ez sul ieglicher under uns vier meistern und ich der amtnan- 
meiäler liaben die zuben jarc uz einen meiden umbe ablzig guldin und ein pferit ■* 
umbe vierlsig gnldin und dar under nil In alle geverde nnd swene Icnehte und nit 
minre. Sol nch einre under uns \oii gehoUes wegen nie liaben, daz sol er haben 
.In alle gcvcrdi'. riicngml stloT finciii tindcr uns ein meiden oder ein pfiTit abe oder 
kerne ein knebl vou einem under uns, der ^1 eiueo andern meiden, pferit oder 
kneht in den nehston vier woehen dar nach habni In alle geverde. Wir die fl&nf ** 
meistere noch denheinre under uns aAlIenl Ach bi nnaem eyden in den sehen jaren 
niemer gescdiafTen noch heimeliclic noch ulTenliche gewerben, daz denheins der vor- 
geschrihen stnck«- noch dnz an disi^m hriefe geschriben slal ahc gclnszm oder ge- 
liblcrl werde in denlu iuen weg än alle geverde. Lind daz wir die vorgenaule stücke 
deat bas gehalten mAgenl und Ach dest wfllddioher baltent, dar umbe sol man » 
ieglichcm under ttttS den vier metstem die sdien jare uz alle wochen geben ein 
pfunl Slrazburgcr pfenninge zft nnserm kosten 2i\ stüre und die Tiinf pfunde plen- 
ninge dar z&. die man ieglichem under uns von dem rate jares gil, und ieglicbem 
under uns den selben vier meistem sol man geben von der statte wegen daz vier- 
tel jares, so i^licher under uns jares rihtel, nnd Ach nuwenl dem selben, der also « 
under uns rilltet, zwei pfunde Slrazburger pfenninge alle woche daz selbe vierteil 
jares uz und nil vürbaz, dnz der selbe under uns die wile desl vrilh k] icher kosten 
gehaben müge. Und sul mau mir dem ammaumeisler zü uiiueni kuslen zü slüru 



L.'iyui<iL.u Oy Ooos'' 



1871 



763 



die zehen jure ut gdMn «II« wooben drisiig schilliDge Slnubarger pfeaninge vftr 

alle diiipo und dar /.ft die fiinf pfiiiidc' jifcniiinpc, dir mnn mir von dem ratn jnrcs 
git. Und sül man uch uns den vier meistern und mir dem anmianmeislcr dar 
die gevelle laszcn, die meistern und ammunuiuisleru von aller har wurden und ge- 
• vaUcD siDt In alle g«iverde. Und were ex Och, da vor gol sie, dos wir die füaf 
mcislere oder denheinre under uns der slücke, so v( n il. r miele wegen da vorj;i?- 
>c)irihfn sliuil, deuheins verbreche und nil hielte und duz küntüch würde geniaclitt 
vur meister und rale, die danne sint, wclre cz dannc under uns verenlwurlcn vor 
dem rate «fl, der nag es vcrenlwarlen, und wirf er danne bessernde, so sol er meyn- 
10 i ydig und erlös sin und sol die miete widorkereii und sol er niemernie in die slat xli 
Slrazburg nocli in die mile weges umbe die selbe stal konicii unJ so! uch er danne 
oiemermc geliin, geschaircn nocIi gewerbcn Leimeliclie nocIi otreuliclie, daz der slat 
noch den Lurgem x& Strasburg zu schaden kernen möge oder d«i vider 9& sie &n 
■He geiverde. Eoiwichet aber er, so sol er doch niemerme in die slat tft Strazbarg 
tf noch in die mile weges umbe die stat komen, und wurde er dar nach in der milen ' 
weges ergrifFcn, so süllent meislcr und ral. die dnnno sinl, erkeniH'!! und nbfrkomeii, 
waz er vurbaz dar umbe bessern sol än alle geverde. Weire aber under uuä der 
andern arliolcele, so da vorgeiduriben sUnt und nit von der miele wegen »nt» den» 
heinen veilHccbe und nit bielle, und daz küntlicli würde gemacht vor meisler und 
s» rate, 'welre ez danne under uns verenlwurlen wil vor dem rnlc, der rnnp cz ver- 
eotwurteo. Und wirt er danne bessernde, so sol er meyneydig sin und sol sin 
schMTel ambabt Terlom beben und aol niemenne meister noch ral sA Strasburg 
«erden und sol aeben jare von der stat sin eine mile und sol öch er niemer gelfln. 
geschalTen noch gewerbcn hcimelichc noch öfTenliclic, doz d^r slat zü Slrnzburg oder 
a dua burgern zu schaden kunicn nti'ige. Entwichet aber er, so sul er niemerme in die 
stat zfl Strasburg noch in die mile weges umbe die selbe slat komea &a alle geverde. 
Und der vorgenanlen dinge sA einem urkAnde ao habent wir die vorgenanten 
Jolians Zorn der eller ritler, Jobans Schill, Heinrich von Mülnheim ritter und 
Grosfrilsche von Heilgenslein die vier meistere und ich Heinrich Arge der ammnn- 
80 meisler sA Strasburg unsere iagesigelu au disen brief geheucket. Der wart 
gegeben an dem eisten dnadaga nach aant Lueten dage der beQigen Jnngfirowen 
in dem Jare, da man salle von gols geb&rte drAtsehenhunderl jare aybenlsig und 
ein jar. 

Ar. SL A. AA Sl nr. G. dr. «A. e. 6 tig. pead., fttonm M M. 
m Otinm Ut JJ, M9. 



990. Chut Stvrm der ältere m den Ammeitler von Siraßturf Beridt fifor 
du Selagennf «0» Windwk.^ [ISTLJ 

Genedier bere min dienst. Ich loz i'ich wissen, daz man salts und isin wol 
ItedorAe, daz seit Ach Jeckelin mit dem munde wol, wie fil. Öch so wiasent, das 



m i Vgl. hierM K M gtk. am 



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764 



1371 



K»».H. Wiliers zil iiz^'Pt sunt Martins dag. Do wolle ich wo!, daz ir wuslent, wie gar ein 
eiitlulich man daz ist, uml aU uz unbe die fu^li W iudccke stet, so hol er ez wol 
gebessert nil dem u<-/ugc, alc er den bat, und alle dage so tAt besserunge not, 
das er sicher uol kun. Do gL-dt-nkt-nt, welleiit ir ia firbaz liahen, so hcissonl mit 
inia reden, wan daz zil nohc ist. \\ is-,( nl urli, daz der knehl zii eime zile uz der • 
bussen schässct, alz eine mit sriiibrusLe dül, wie dicke er wil. Ucb so wissenl. 
daz «ob die von Steinbacb als Abel i<&riitea, and wenent b4, die knebt« ligent nodi 
bi ans, das alt ir nie keiner für uns kam «an den ersten dag, da wir dar koment. 
Do koment su. Do schusse wir in ein liengesl zfl dodc und wurdcnt wnnl. Sit kam 
nieman dar. o. ]i so wisspnl, dnz )iom llcinliarloz fut ah<;r mit mir bat geret, alz ich 
ücb Yur vcräclircip, daz her Ui-iuiiartez und Hruueii von Wiudecke liit«, die under bern 
Roinbartes Stabe sifacent in siner gebiete, das do des margroven lote, die under den 
selben do sitxent, daz die zA beiden leiln ungescbedigct virlitionl mit LraiMl , wan 
man «'is ane daz nn'liT m'il p('so!i4'ilip<Mi mag. So ist ocb der vuii NX'in li cko lüto 
gar bl wider den andern." lind bat micb dez vua Wiadecke fuget, daz icb ücb do >^ 
von versebribe. Do «olte icb es n&t lAn, er scb&fTe dan das der holte sicher ritte. 
Das het er geton. 

Gosse Sturm 
der talVst. 

[/« verto] Uime heren dem amanmeister der slat zft Strasburg. •> 

Str. S*. A. 0 ü. P. lad. 130. or. cA. lä. el. c. »ig. in v. impr. dd. 



991. SrHuo ton Witidech beklafft sieh über den Sehadru, der ihm nnd den 
Seii>> Ii dtirrh die stidßbsrger Besatwug auf »einer Bnrg encaeisen ist, und hitifi 
VIII F.n(~si:li(idiijuiiij. [JS71.] 

Also her Iloinzc von ^fülnlirim mich niines eidcs manelc und der aintiieistcr u 
und die fünfzebeu in IlüguUn bü.säcn bus, daz icb min buä die vesleo zii \\ indccke 
solte besorgen, das es unser herren bettent, so ail woUent, und aolle Ach abten, das 
koste do ufTc were, daz woUeut 5ch tin.scr herren beznlcn. Dar noch über ziLlh 
wochon oder me do snnte der nmmcister, der Ileilinan,' noc.li mir in sin biis und 
frogele mich, übe mau ir soldener in Hesse z& Wiodecke. Do sprach icb: jo, icb *> 
wil selber mit in riten. Das tel ich 5ch nnd bat umer httrren, das «& rnndi, mbre 
brftder binde, mine swester und Ach ander, die dar uf bettent geflAhet, veraoigetent, 
daz wir iiüt gcscliedipet wurden!, wanne allez, daz wir hant in der gegene, daz ist 
uf dem husc. Üü sprocbunl sü, ich endürfle keine sorge danimhc hau. Daruf reit 
ich Ach mit in gon Wiudecke in min veslen und enpfalch Blümcnslcine die vestin 



I Johann JMtmnn ist 1367 AnmuüUr, ts mB obo wM heiße» der JUtammeieter. 2M Heikun 
SfecieU in dicten Angclegcnhcätn tu tknn haUe, fdU tuu nr. $9t & 798, 33. ktnor. 



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1871 



706 



und waz wir do hcttent und gap ime fich die slüssel darzfi und scitc mioc kaelite, 
die mir hctlenl gesworn, irs eidcs lidi{; uiifl hios sü Blunienslfinen swercn von 
UQserre berreu und der stelle wegen aü Strasburg. Lieben herrcn, uü siul luinre 
zweiger brftder kindef min sweaier und ich gescbedig«t von den aweni an wine, 

* an körne, an häscrn und Ach ander, die dar nf ^'« lloliei bettenl. Do biUe ich tich 
iemer durch mins dienstes willen, sil daz ich üch RfLorsam mit minren vpsteri bin 
gewesen, also ich &ch noch hüte diz lages lete, wcnnc ir sin dürlflcul, daz ir mich, 
ninre brfider kinde» min« sweaier und Och ander» die dar uf gelUliet beltent binder 
mich, ira aebaden ergetient, daz wir Ach uwerer eren wol getruwen. 

I« Kein ao iat dis daz g&lt daz uf dem hose Meip» do ich ea unaem herren 
in gap : 

Ilem zu dem ersten so helle ich hundert vierteil kornes, und 18 vierieil kuriu ;» 
wart geneaaen in die atnbe. Ilem 18 vierteil in mele. Item 7 vierteil in brate. 
Item 44 vierteil habcni und 1 vierteil wurdeot geelzel, do die soldeiK-r dnz hus in 
u noment. Ilem und fiinfteholbcn scsicr snlzcs. Ilom und ein kü die sli'igctil si'i. 
Ilem 81 omcn nuwes wisscs wincs. Ileai 13 ouien nuwes rotes wiues. Itein 4 
vierteil nuaae« 

Item do nft die aoldener abe der vealen Arenl zfi slunt. do roaa man daz kern 

und vaiit man 14 vierteil und zwcnc sestcr komea, item dez babem waz 20 und 
M fünflelialp vierteil, item und 7 vierteil mcls. 

Item so ist diz, daz her Johans seligen kindc von Windecke uf Windecke bettenl: 
Ilem z& dem eraten fKinf Ader wiaaea winea. Item zwey vierteil komes. Ilem 13 
. bemmelc. Item Heize Schatz zwcnc olisscn. 

Item so ist diz, daz Peters seligen kinde von Windfcke uf Wimlecke hettent : 
u Ilem z& dem ersten nuwes wiäses wiues 02 omen. Item 25 omcn virues wines. 
Ilem zwey halbe Ader easichea and zwene omen enicbea in zwein veaaelin. Ilem 
34 vierteil in kor : 1 in melwe. Ilem 2'/, dien aperkcs. die worent wol S'/« 
))fiiii(li'S wert. Ileui diirre riiilfleiscli und hammen und wul 10 niossen smalzes, 
daz waz wol 3U sol. werl. Item Ii sestcr linsen. Item 3 scsier erweissen. Ilem 3 
« vieridl nnaae. Ilem 7 aealer linaotz. Item zwo klkge. Item 50 keae worenl beaaer 
denne ein Uber. Ilem 13 hemmele. 

Item diz lies Angencse min swester uf Windecke : Ilem zum ersten 6(3 omen 
nuwes wisses wines. Ilem 13 vierteil kornes eins scsicr vol minre. Item so hcttent 
daz min armen lulc uf Windecke : Ilem zürn ersten Ueliloll Wi'iranl G vierteil habern. 
m Ilem Hdnae WAranl 11 aealer babem. Ilem Hiltebranl WAranl 2 vierteil komea 
and 1 vierteil liabern. Item Henselin Wßrant 7 sestern babem. 

Item uik! ysi gebrochen und ver})rant in der t&rb&rgen und der nebent atelle 
und trollen und kappcUc nnd ein kornhus. 

Uam «od tm bette ist gcleit uf min armen Inte 20 Ub. den. Die worden! Ach 
«• Goaaea nnd ainen geadlen. 



Ar. A. A 0. D. P. l»d. 22. Auf Painertliei/cu von (/teiclueiltgtr UiMid. 



Ido 1371 

992. FetMtltmg det ro» BrvM von Windeck trlitteueH Sekadau. [ts7i.} 

Item lamnn doi Brnnen von Windecke bristat : 1€0 vierteil rocke» «ad 36 vier* 
teil roclten. Item S3 vierteil liabero. 

Hein 81 onien wissis wiiu-s. Ileiii \'.\ oiiieii roles wines. 

Item .sü tut'iiu'i (ros-i- Sturm, doz rorkon wer Dül iue deooe 80 vierteil, üo er 
,dar kaui ; dez gap er l viurleil den kuehteu. 

Item so ysl diz, dai her Johans seligen Iriade uf Wfndedce hetteut: Item 5 
f&der wisse-s wiiies. Ik'in "J vicrloil kornes. 

Ilem SU iNt di/., doz p lirislel IVlers kiiiden von Winileckf : Item (Xl omen 
nuwcs Misses wincs. llem Itider vinies witics. Ilem 10 vierieil ruckeu. Ilem 
3 vierteil meles. Item 1 lib. 4 sol. fär speck. Item 5 sol. für smals. Il«a 1 Hb. 
fiir liosea und ervei«eR und nusse. Item 2 lib. f&r kftve. Ilem 3 lib. fit hemmele. 
Item Hillehranl 2 vlerleil n>i k< ri, \Mirdenl dein Scherer. 

Ilem Sü isl Liüsse Slnnn «nd sinen gesellen «f 40 lib. worden, so in Lronl- 
M-liuUe, HO iu scltenckc und in die küeliiii und in allewege. Ilem dcz Itel Gusz 
Sturm und sine gesellen us geben 100 lib. und 3 lib. den. 

Sr.8t.A,0. D. ?,lmL9».Aitf Bvitnmifnt «M «MMwiCvn- Und, 



993- Abtehättmg des auf Windtdk tutgtrkkttttn Sekadent, [ort.] 

Item Brunen lius und der stal under dem turne by dem Uanttot ist geselidxet 
vAr 10 lib. ■ 

Ilem heni Johans sclifien und IVlers kinden von Windeckc isl si.il uiul litis 
gcäclielzel vir 8 lib. llein ein ufenbüselin, was öcb der kiiide iu dem vurltufe, wart 
gesdietset vir ein lib. Item eine tmtto oswendig festen ist Adi Peten kinde ge- 
wesen, ist gescbetxet vir 0 lib. Item do noch aber der kinde trotte hus usvrandig 

der niuren isl gescliclzel vir 2 lil>. Horn die kappelle duz halbe lach isl abgc- i 
Itrucbeii, isl gesc'lielzel vir 2 lib. Ileiu dise vorgcschriben scbatzuuge ist gescbelzel 
uoch dem, also n)en es dussc erzwigcl. 

Item do gegen hant die gesellen gemäht, die duse logenl, 6 nuwe usgcslosien 

ei'ker, ilem zwey nuwe geliille eis umb das hos umben dumbe, und das ander unib 
düz lialbe hu.s mit iHjrlleru, ilem einen nuwen hacliufeii und ein ziepcliu tlach i 
darüber und ein cze miltc und die kelrc venslcr verniurcl, die ul' die enJo gaigenl. 
Summe 20 Hb. 

Str. St. A. Q. Ü. P. lad. tt. Ah/ Papicrüra/en von gkidutitigtr Htmd, 



991. Serkkt Owse Stitrm Uber den Befand auf Newitultdt vnd die AtU' 
gdie* daseiist. [19TL] 

Also Brune von Winecke hat unsem berren versohriben geben, was sin und 
sinor brfld<'r kiml.- gewesen isl und siner swester, do ist anegundes mil siner 
swester gerccbeul. Und umb das sine do ist se wiasende« do ich Uoue iStärm gen 



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13^1 



767 



Wiiiecke kutn, do vanl ich nül me korncs do «lanne 100 quarl rocken 3 quart 
minre. Ües wart sinen knehlen, die iif siine huse worcnl, 31 quarl vor und noch 
uud 4 üb. den. Also er '»ch schribet von siner armen liitc wef;cn, daz die bresteut 
Hanl in irme kornne.do süllenl ir wissen, daz wir dodes irren nül gebruch hant, waune 
daz wir sü ir korn und irren win licsscnl dannan furren wanne aii wollcnl und war 
sü wollent. Machenl 8l>er sä künllich, daz wir in üch gcnummcn lianl, do wellent 
wir in anlwurlen uuib. Und umb i'eUT.s seligen frtnve von Winecke und ir kint uud 
umb die von Hclinmeslal und irre kiul do frogc man Meinlze Schalz umb. Der weis 
wol, waz die kornnes und habern geliebel hant und sü alle. Daz kan er wol gc- 
sagen und waz do bleib. Und isl «>ch der selbe knehl Hninen eigen und isl imme 
öch wol zö glöbende. Darumb och Hessen wir 11 quarl kornnes und 2 scslcr do, 
daz Brunen zü gehöret. Öch so wisseul, waz er mclwe.s und smelscle helle und 
nusse. do dft er, umb daz er billiche sol. so künnenl ir üch dar noch gerihlen. 
Öch • blcip vil roelwez do. Und umb den win. der du gewesen, ist in Brunen 
kelder getrunken 3 födcr und ein rot vas det 10 amen, in Dielherich Röders 
wibes kelder do inne ist getrunken 2 fiider. In der vuii llelnieslal kelder isl 
gelnmcken 5 fiider, und isl dis vor geschriben gftl der merrctcil der ligende 
gcsin und hant fleh do mitte ir kint usgewisel, sit der krieg verrihtet wart, 
mit dem, daz do bleib gewerde'' und husrot. .\lzo er üch iVl> vcrschriben hat geben 
von der hüser wegen, wie imme die abegebrochen sinl, do wis.sent, daz wir sü 
abc muslenl brechen, umb daz wer von den vienden in die hüser kunimen wer, der 
wer uns in die vesten gangen zü den kelder fenslern in, die sü uf dem gründe in das 
hus gebrochen hant. Und wer fleh die hüser augestosscn helle, so müslen wir in 
der vesten vorbranl sin, wanne sii an die vcslen verbunden worrent in die mure. 
Öch wart eine schüre bi naht verhrant von den vigendeu, die lag wol einen stein- 
wurf usbas denne die vorgenanlcn hüser. Do bchftt man die veslcn kumc, daz sü 
nül verbrante von der' schüren. Och han wir uf der vesten gebuwen .sehs uuwe 
erker, einen zwüngol uf dem gründe der umb ein nuwe ofeiihiis und einen bachofen 
und eine .smille und'* uubclfllfc, daz man von cimc huse zü dem andern molilc 
kumtuen. öch so wisscnl, daz wir mit dem gehu groszeu kosten hant gehaben. 
So banl wir von uwer gehcisse wegen unsers" herren des «Iten und des nuwen 
ammemeislers 13 knchlc gezogen und Brunen sun und sine kellerem 35 wuchen 
uud in alle koste hant geben in und irren wiben, wenne die wib uns kosten mus- 
lenl bringen und es von unscrn knehlen nieman getflrssle getün ; den selben wiben 
m&slen wir essen und trinken geben, sü hetlenl üns anders nül brohl. Sil ir uns 
die kneble gcheissen hant beheben und es in hnnt geheissen wol bieten, und ir 
niendent, ir wollent die kneble unklagehafl machen ; noch do so behüben wir sü kunie 
do und hant des us geben us unsern seckel 100 lib. 3 üb. Slrazburgcr, die wir 
geben hant umb flesches, saltz, smallz, speg. oley, anken und kese und eger', 

•J 6ch — do roa itrr {laull Onttr Slniint. 1>| ppurrrJe — husrot ron tirr /f,uitl Oi.itf Slurmt. 
c) der r«a Jtr llani Goiie Slirmt »ktrjrifki-uit». d} und — kummpn roH Jrr llaHi 
Oou* Stunu tiijrtfirieir: •) Unsen herren ttti-jettkrithtM ro« dir UsAi Haatt Slurins. 
f) »ger ttrn irr Hnmi (Jot$e Sturmi ah(rjt»fhrirhru. 



7«8 



1371 



visclie, licrinf.'"^, imslit, daz sich alz vinden sol an pölcr rocheminge, da die kneble, 
die wir gehullea huul vua uwur gchcissc wegen, dem merrcn leil gebruchel haut. 
öeh han wir uwer Uftl hante und uwer rasigen barst dicke bi uns gehebel. Den 
han wir ficb kosten geben. Du biltcn wir ücli, daz h mi^ heissent den kosten ge- 

nriincn und sinen fifmciiier oder pi-ul ir aljer uns dtii kuslen, .-•il irs es uns • 
gcliciäseu haut. Och so wisücut, abo üruue sprichel, wir hubeiit eine belle under 
sine l6Ce geleit, das han «ir oAl geton ; dann« vir beltenl swene gevangen. die 
woreol des jungen mar^raven. Do bal Ana herr Reinharl von WInecke, das wir 
immc die knclilf ^''tiPtil, so wolle er* uns 20 Hb. den. geben. Deten wir f>ch des 
ni'il, so werent Driuien lüle cwccliclie verdorben. Do erlen wir hern Heinharl und w 
nomeul i^O üb. den. abu daz wir uuder hcrn Ueiobarlz gebiete niil nie solteot an- 
griflisn, wir seitenlz imme danne vor. Wir ^ banl Ach 3 pfert geiogen, die uns 
Wasser sugcnt. ollezil mit hab^ und mit howe kuslliclicn. 6cb wart Brtln knehten 
alz (il von den "JU lib. alz min pcsellcn. Öch sprich ich Gosse Slurm der li(\bel- 
Qiau uf den eil, den ich üch habe geluu, daz die knehte ulFu Brun bus nicmau i» 
moihle enbom ban, wan aä alle dage mflslen wssser und bollx bolen. Das nfisle 
wir mit zwentzigen (&n, wan es gar ferne waz, du wir das wasser milisten holieu. 
Und waz minrc do wer gesin« 80 wer uns der lilüUunrs! von Steinbach zu stark 
gt siii, wau sü dicke dar uf hOitenl. Dar xh müälen alle nabl 12 wachen. Do 
truwe wir ücb wol, ir heissen uns den kosten besaln oder genl irn uns, stl m 
ir gebeiasen banl s& beheben und uns Aoh bieasan in allen kosten geben, ir wei- 
ten es Wül bezala. Dar zil mustc wir der knehte wip und kinl ziebeu, daz sü 
uns kost brohlent, wan ez torsle nieniun anders gelun. Ah'^ min licre der Heile- 
inau der all ammautueiäter mir vcrschrcip, alz der brief seil, den ir werden lesen, 
do batle ime Brune ges«l, der buarot, der uO^ Windecke lege in frowe En- a» 
iiclins bus, der borle ** sins br&der binden z&, und daz ist nül gesin, er was 
Dietericli U';! rs wip. Die bat, sider der krieg verriht warl, ir kinl do miUe 
uzgewisct, und haut ir die kiul zwcntzig pfunt geltez geben, und bat sü in den 
busfüt gelon folgen. Der busrot ist besser dan drfibundert gAldin gesin. Do were 
alle achulde mitte beialt worden, wan wir bettent rebt do slk, wan sA und ir man 
Agent worenl uf die zit. 

[Au/ der Riickiseite\ Och so worenl 80 pfert uf dem huse, do mau duz hus 
zia uam. Do äiut die blülbersle dicke starc do gesiu, so sint die geritten berste 
ellewie didce do gesin. Der kost war nie gerechent und stet uns noob usae. 

dkr. iL 0. D. P. hd. M. AffUmtm »i§tmtn/^ «m «Utikiwil^ Ami. s» 

995. FestfMhnjf äer m BnmvoH Windeck zu utkltnde»EnUekädiffUH(f. ii.m.j 

Summa, duz man junchcrr Brunen von Windecke uod sins brüdcr kinden und och 
andern von allen slöckea scbuldig yst, es ay von abe brecbende an sinre veaten, 

•) er «itrfnrHr. f«« Sott* 5ta>-M /ir imirthttntltun a. wir — «f 4il A «M «fer Stud 

0:"t Sl«.:/i. i] ah — uf dio zil glrirhfalh rt.t Je- Ilaoi 9tm Stutm* ättt mit MArcT M 
l'iMl* alt Ja» Vu,nvfjtktndt. kifftuiek ftttrvkt« Wien. 



Diqitized bv Coot^le 



1371 



waz (loz ist, kleine oder gros, von wirie. konif^, Ürisclic, smnlsi'l«^ und waz wir 
erfarcn haben, daz er uf der veslen schaden genommen linhc oder die sinen, daz 
ysl gerechenl und zfi gelle gcslagcn und ist 80 lib. den 2 '/• Üb. den. und 3 
aol. den. 

iSlr. fit. ^ O. 0. P. kd. 88. ^ Fagitr tarn ^kSOutSOttr SmA. 

996. Ditnttstit dar wf ^euwindeel «ingeUft gewetengn ÄneeAie. (1971,] 

Dez htnt diae kndite gedienef nf den nuven Wiadecke den benen von Slroc- 

Jjurg : 

Ich Hans Ofener hei gedienel 37 wachen. 
Ofeners Oberiin het Ach gedienet 37 wucben. 
Wilig Hans hei Ach 'M wochen gedienet. 
Giselcrs Ilpilzrman lu-l iVh gedienel ;!7 wucheo. 
HeiUe Bülsberg hcl öch gedienel 37 w&chen. 
KAUin het Ach gedienet vire und 30 wucben. 
Henselin Bulxeman der bet Ach gedienet 37 wuchen. 
Dis hanl dise knelilc kosten gchcbcl IG Hb. 
Belltoll Moler hei gedienet 31 wnrhen. 
Herl Negelin het öch gedienet 8 wuchen. 
Veder Chraves bet Ach gedienel 16 wudien. 

Ar. A. iL 0. U. P. Ud. 28. Auf Papier von ^etdueitiger Uamd. 

997- Äufittlhuig der den auf Nemcindeck eiHgelegten Knechlen :h saAleudeu 

Di»e ahle knchte, die hie nach geschribcu slont, die wurenl ufnuweu Windecke 
Ton aoserre benen «cgen von Strasburg. Der einl viere bie gegeowertig und 
bant her Hng Tutschnum und den andero, die von unaerre berren ■ wegen do 

worent, ge^^labolr eide gesworn, waz sü in mahlcnt, daz man ir ypgelicheme geben 
solle von irs diensles wegen, den sü iinsern herren gelon hellenl, doz sü do an 
ein genügen woltenl haa und Adh die andern viere, die nät hie sint, Ach aber aidi 
wollent neuen, daz man der Ach entladen vere und nüt me mit in zu t&nde helle. 
Do wart gi iiioM, Jaz man ir vcgolichcnic solle gebon 0 lib. ib'ii. Und waz sü dix 
mol vcrzcrl licllcnt, daz .sollent unser lierren och bezaleu. Und waz dez undurn kosten 
ist, den sü clagenl, den sü genumiuen haut mit iAiTende, mit zerendeund mit sumunge, 
das sA dicke binne gdegen aini, das ist allea abe. Und sint du die kneble : Itnn 
Hans Ofeiicr. ili m Oberlin Ofener dcz vorgenanlen Hans Ofeners sun, ilem Hen- 
selin Würaiii, lein \\ iitich Hans, item Giselers Ileizeman» item Heize Bülsfaen;, 
item KuUiu, ilom ilensi'liii Huzpiii.in. 

Ar. St. A. 0. U. P. lad. 2*2. Auf Papier von gkichseUiger Smi. 



•) ktma mit mtdtrrr TiiUt Utffmiritie». 



99 



770 



1372 



99il. Ihis Ctipilrl roll v. /'-Ar friß JtgstimmUflfe» Her die Eiitkiinfic 

der ZUM Ztcecke de» SlHdimns altvesendea Kamniker. 1372 Januar, 

In dei nomine amen. Licet in ccdi'siü nostru s. Pclri junioris Argcntinensis 
fiieril hnrlptins ohservaliim, qmxl cjuivis canouicus ijtsius ccclesie prebendalus, 
absenü cuuäu sludii geiierulis, fruclus caauniculus el prebeude, quos* in ipsa » 
eocicsia oblinebal et qiios rceiperet, st quoa redpero potuissel, in ipM ecdesw ra» 
sideodo. integre quotidianis dislributionibus dumtaxet excepüs, hujusmodi absenii<i du- 
rantf roci])t're [Kwsel cl rcccpcnil, ac si persouQlilcr in eodein eccicsia resiikrel, 
et in:>u|>er locu cerluruin dislribulioiium colidiaDariim oclo quarlaltum siliginis el 
viginti unius uncearam denarloram quivia cenmiiens prebendatus aio abaeoa et in n 
plena pereepUooe flnioluttm exislens* medietatem eontndean octo qnaHalium el viginti 
unius unccanirn di- (ninco rupiluli noslri jMirciperc drberet cl perripercl (]novi$ 
anno : tameu quta per dei graliam largilione, procuraliuue el industria pcTitoniDi 
viruruui el aliorum devoloruiu in dicla ecciesia nos anlecedenlium colidiane dislri- 
bolionea ehori noslri in tanlmn sosoeperinl inerenenlum, qood nuUia ex nobto et u 
predeecssuribiis noslris liujuamodi dislribationes sie aaclas negligere vel per ab- 
senliam'^ eliam causa slndi»rum omillere mil'-iitibus, preserlim cum fanillates alie 
pro neccäsarits ad sludiuin, ad qiiud sunipUiä m plerisque locis majores solilo rc- 
qnimnlnr, non suppeterenl, adenipta i\ierit et sucoessoribus noslris veriaimiliter 
sobcrabi presnmatur, nisi de remedio congruü providealur, opportunilas proGcieodi *• 
in gram!'- di-lf cctiiisic noslre, quo per virus lilrriilus liucnsquc magnnm in 
diviliis et bouüiiLius susecpit increuieutuiu, dispeudiuni el jacluram. linde dos 
Welielo de Grossleyu cdkrarins, lionombiKa dtnnini Oelaoni« de Orossle^'D preposili 
diele ecelesie nune absenlis vicem gerena el oommiasarioa. Heinricua Kopp deca- 
nus, Nicolans Fridorici siholasticus, Oerhardus de Kageneck lliesaurarin», Ileinricos 
de Ilochvilden «Mtilur, Snireliniis de HiniretidorlT portariiis, Fliiiio de Mnlulieyn», 
^<icolaus de Geiiiderllievni, Wiilielnius de furniü, Voltzo llullliii et Nicolaus Siulsbe 
caoonid eoelesie a. Pelri proplcr boe niuUociens et jam itemm in looo capilulari 
diele eccicäie nostre oonsucto capitulo rongre<j:.ili el eapiluliim ipsius ecclesie 
l'acienles , pluribus super Iinr Ircictulibtis insianil prelndiitis, taudem ciipicülfsi in m 
scienlia prolicere, ul tnichun iu dei eccicsia suo tempore ailerre valeant opli« 
mo compelenter subsidio providere, quo cl ipsonim relerelur neces^las et ipsis 
Uli paleat ad doclrinam, de eonaeasu, antliorHate et approbationa veneralnlis in 
Christo palris el domini dotnini Laiu]>erli cpiscopi Arpentinensis, nunc in remotis 
agenliä, vicarii in spirilualibus et temporalibus generalis, capilulariler et unauimi w 
assensu delilieralioncqne malura slaluiiuus ul ad laudem dei uecnon ecclesie nos- 
tre predicte decorem oomrounem et olilitalem et prafectnn ooDcordiler ordinamnit 
ut qoivts prebendalonim canonieorum diele ecclesie nostre s. Pelri, qui deinceps li- 
ccnliaob ipsius eeelesie cnpilnld ])elila cl nh ip^n capitulo vcl majori parte ipsius oblenla 
desuper ad Pariäieuseni, iiononicnsem, Uxuaicnscm, Monliä Pdlanouem, Paduaoain, «» 

■) Foi'f. itdA. recipere ]wtuis!<«t. b) V^tt. ki^U fai ilnndiayi. «) Fwi. «liateblt. 4) 

Yi»-I. «I>uu<1*ii:mid. «) VoA. fMlufli. 



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1372 



m 



Bragensem vel quarocunque calliolicam civilatem slndii musri lilcrarutn sc. transferre 
Tolueril et ia presenlia dicli cnpiluli per se vcl protMiralorem suuni idoueuin 
ad hoc legitim«* constiluluin Juramentum presliteril «orporale, quod ad allerem d- 
vilatum prediclarum stadii causa et nou ob aliud Irausire cl ibidem iideliter pro« 
» ficere Tolueril, singuüs annis qinbiis sin iil)cst m] Iwa prcdicl:i jirf>]>tpr<»H veniendo 
el ibidem hac de cau^a inurundo el ad ccclcsiam noslraui redcundo ultra fnicUis 
groasos, qiios reciperet Tel recipere poaael, si apud eandem ecdenam noatram perso* 
naliler resideret. in locum dislributionun qnotidianarum et oclo quarlalium siligioia 
nc i'ipitili iiiiius tincpüfum iltMuirinruiii Arprntincnsiiim prcdirtorntn de Iniiiro onpi- 

10 luii DOätri pretaclo dccem librc dcnariorum Argcn(iitousiuiu t-l nibilomiuus de distri- 
bationibtta quotidianis anuiveraariorum ac fcslorum, de quibus porliones canoniconim 
et vicariorum abaentiom preaentibiia accrescera nee aeonnm aul [in] aliquem trnaenm 
reponi consueverunl, quinque libre dcnariorum Argentinensium, ai et qiinmdiu liujus- 
modi canonieus prebendatus sie abseiis in pleiia porreplione sue prebende nou 

IS exislal sed liujusmodi perceplioncni pleuaui expcclal, cl si cl puslquam plenam sue 
prebende perceptionem habueril, nmiliter decem libre denariomm Argentinenaiam 
de diatribntioniboa anniversariorum el fcslorum singulis annis, quibus sie absens Aierit, 
in CTjrvensarum subsidium iribuantnr, prtd)eanlur el niinislrenlur, cnm sie absens 
censeri debeal non soluni residens sed et communi diele ecclesie noslre deser- 

m vieoa ulUitati denarioque deflraodari non debeat in Tinea domini fideltter laborando. 
Si tarnen oanonieum bnjaamodi aic absenlem redire eontingeret vd. quod abait, de- 
cedere, anno qiiovis non complelo, ipse vel ejus beredes pro rata lein])üris in anno 
defieiente resliluere tcnehilur seu (enebunlur, si jani liabuil pecunias anlediclas; 
cl si non habuit, pro rata hujusmodi diminui dclx:nt ]KcuDie isla supradicle. Sla- 

H lomiua inanper et nt piemitUtar ordinamoa, ut qaaluor canonici eccleaie noatre 
sie ut pfemitlilur ad sludia liccnlienlur, niillus canoniconim, donec aliquem de diclis 
qtiatuor redire vel decedere conligeril, a eapilulo debeal aul valeal ad sludia licen- 
liari, voleules quod qualuor canonici prebeudali diele ecclesie uoslre siinul cl 
non plnrea inalmnl atndiontm' commnnium eauaa, qaemadmodum preaeribitar, 

M valeant «beaae nec plurium abaentia^ divinna cultus, quoniamin dicla ecclesia deai- 
deraniiis .nifreri, i.imiuin diinintiahir. El ul ad dislributioncs annivorsariornm et 
feslorum prclaclorum dccem vcl quinque librc denariorum juxta diäliucliouum su- 
perina annotalam aecundnni equalilatem recipi valeant et beben, Tolumua el pre> 
aentibuB ordinanraa, quod portio, qua canonico prebendalo eauaa atudiorum aio nl 

» premitlitur absenti de quotidianis dislribulionibus annivcrsariornra cl feslonim, de 
quibus porliones absenlinm presenlibiis accrescnnl ei scorsnm nul in Iruncuni nli- 
quem uoa ponunlur, si diviois iu dicta ecclesia personaliler inleresscnl, dcbcrelur. 
per medinm dividatur et nna medietaa reliquia canonicia et vicariis preaeotibua, quem- 
admodum porUonea absenlinm alionim accrescat, reliqua vcro medielaa per ali« 

«0 quem canonicum aul vicarium a cnpilulo nr ^lrf: snpcr boc dcpulandum tempore nbsen- 
tie bujusmodi iideliler coUigalur et de hujusmodi medielale sie coUecta decem aut 

•) r«rr. IctUinmi, Ii) r«r/. tbMBUi«. 



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772 



im 



quinquo librc ]irt lnrlo ri'cipiaiilur el <'Kpe<li!inlnr, ul csl ])rcsrripliiin. Fl si quid illis 
expedilis supcTcril de tucdiclütc sie coUecta qiiovis anuo, illiiis, quod ilasupercrit, quarta 

Wm. t. pars maluliuiä el rcliqua parä iu äumma luiääu fesli »uucluruDi uiunium proxime seculuri 
inler canoDicos el vicarios elsdem persooaliler ioleressentes, ila qood eeoonieus qui> 
libcl tuoc ptCMiM 'dajdam ad qnemlibel vicarium rccipiat, el quarta pars in vigilils ac 6 

Adnk i, residua quarla pars in inissn coinmernorntionis nmniurn fidt liinn animaruni lunc proximis 
iolar canonicos et vicanos eosdciu peräonaliler iiileruääeules ct^ualiter dividunlur. Kl in 
borun Icsliinonram preseas slatttlttm aigillis preftlidomini iioalri Lamperli episcopi el 
ca|»lali aigUlaliiDi iuicr alia statuta noslra jurata coDScribi fecimua el signAri. Noa 
Oltodivinapermiä^jiuneahbas etvirariiis pn'dictns.quinslaluliitnclordinationpsprescriplas lo 
coguoviiuus cäso rulionabiles ol cummuni ulililali tarn diele ecclesic s. Petri quam eliam 
universalis ecclesic prufuluroä, idcircu vice vi aulurilalc prcfuli domini LMiiiipcrli episcopi 
slaluto et ordioalioDi aupradklia noslnim comeiHani adhibuimuselaalorilatein inlerpo- 
suiinus, euäiiiliilominus coitlirnianles bis in scriplis. In quorum coDSeosus, autorilatis cl 
confirmalionis U'äliuioniuiii si<,nllutii pTfl ili doinini Lamperli episcopi nohis cuinuiiü- t» 
sum [una cum]* sigillo dicli cupiluli preaeulibus est appeosuin. Dalum el aclum 
•nno doniDtee oativitaUa 1372 die Mercurii inensia januarii. 

Str. Bti. A. 0 m'i t. 3ü>' ff. cofi. oli. aaec XYL 

999. Otto All ni)i .'Vfutffifer ffcHe/i"/ ah Vicar Bischof Lamprechts den Geist- 
lichcH der JJiücese die VeröffentlichHug einer Jiulle Gregors XI, durch wiche den a» 
JhminiiMHem der merUmHe Vtrkekr mit den Auffuetmememum mUrMgi mrd. 

J-i72 F e b r ua r 1 Slrusahurg. 
OUo ptTtnissioiio diviiia nhhas monnslorii Novillart'ii.sis orJiiiis sancli Buiii'dii'li 
Argculincnsis dyoccsis, ri vi reiuli in Cbristo palris ac domini domini Lamperli dci cl 
aposlolice sedis gracia epi^cupi Argenlioeusis ouoc io remolis agenUa vicarius in äpin- ^ 
taalibus el lemporalibus generalis, universis eedenaram reetoribns. plcIiaDis ae vioe- 
plebanis ceterisque presbyteris per civitalein et dyocesim Argentinensem ubilibet 
coiislitulis salulcm in domiixj. Ad vcslrain omuium el singulorum volumiis noticiam 
pervcnirc, nos vidisse cl diiigt-uler |H;rlcgiääc lileras sanclissimi in Chrislo palris ac 
domini domini Gregorü divina providencia pape XI vera ejus buUa plumbe« com ^ 
iilo canapis more Romane curie bullatas, non raaas, non abolitas omnique ▼icio, ut 
prima facie apparebat, carentes, qtiarum lenorcm de verbo ad vcrlnim presenlibus 
iuseri fecimus, qui laliä est : [Folgt die Utk. Üregors A'J ton 1371 Mai 0 ; vgl, 
wr. 96S[. VoUs igUur onnibm «i ^gofis anelorilate domini lUMlri Lamperli epis- 
copi Aigentinenaia prefati in virtute sancle obediende el nicbilominus snb pena ^ 
susp«?tisionis ab ofTiciis vcslris divinorum, Inrna monicioiie canonica premissa, firmiler 
prccipiendo mandumus, qualiniis, dum roquiäiU lueritis, diclas lileras liic iuserlas iu 
vcstria cancelliä publioclis el publicari corum veslris subdilis facialis ipsurumque 
mandala, proul in eisdem oontinetur, exeqnamini, ao si Ip« liUere «postolioe origi- 

•1 \ Ul li >/iii> » 



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1872 



773 



nalcs %'obis esscnt exbiltile. In qiiorum omninm testimonium sigilluni vcnerabilis in 
Christo palris Jumini domini Lamperti cpiscopi Argenlincnsiä prefiHi nofiis oom- 
missum prcscnlibuä est uppensum. Dalum uuiiu domini 1372 in vigilia purilica" 
oümis beate Unie virginis gloriose in curia babilBcioDis noslre in Argentina. 

Ar. tkim. d, DoMinis. lad. 6 bat. 1& w. «ft. c pcnd, deL 

lOM. ürleilt^rvek de» Bisdo/k ^immd ton PalStMua i» tUr Streilsaeie 
der AoHHen ran M»hUt NiMtM «ud £aik«riw » Siraßiurg nnd der Ihmi' 
niimer dtuelM, lar» Hetnutr 7 Arl§imt. 

In nomine domini amen. Dudum fclicis recordacionüs doinino T^rbnno pape V 
pro p!irle relipjiosaruin dominaTum . . priorissorum cl convenliium monaslerionim 
Süuclurtnn Marci, sancli Malbei alias sancli Nicolai ac sunclc Calberiiie cxlra luuruä 
Ai^Dtinenses eiposilo, qaod, licet dicta monasleria fuerinl et sint aecandum 
regulam sancli Auguslini instilttla et veneroliili episcopo ArgenUnensi pru tempore 
riebeanl esse subjecta, lainen mngislpr, priores et frnirt's ordinis prcdicaloriun ad 
audienduta Gonfessiooes earum i>e n'i^i luerunl inlromiltcre et eas «orum ordiui 
sulneere et licet ipee cradentes in ipsis predteatoribo» bonos pastores habere, tarnen 
lopoB lapacas Inier eoe invenerant. Ipei namque prcdicalores earum coofeasiones 
audiru, pciiilenliam injungcrc et socramciita erclesiastira eisdem priorissis et sororibua 
aliqualenus itiinlslrare nolucrunt, nisi contra eis per eas pecunie, jocalia et alia 
temporalia dubaulur, cl cum cisdem iu duuiä deliciebant, dicli predicalores earum 
conresaiooes aodtre et aeeramenla eociesiaatica et presertim enebaristiam ministnire 
denegabanl, et sie tanquain iinilit rcs juris ignare sacramentum enicre compellebantur 
et, quod deterius est et ablioiiiiiiobile, dicli prcilicatores iiifra iiounulla iiionasteria 
diele Argculinensis diocesis brcvibus lunici:« ul capucüs uudalis ac caligis cl sucu- 
laribiis ad nodnra seoularium peraonanim induti tnlraverunt et intrabaat ac in 
pvesentia ipaanun ooriaabanl et sie eas ad lasciviam provocabant et aliquas moniales 
monnsteriorum diele diocesis, de quo erat dolcndum, carnaliler coguoveranl et 
impregnavcranl. Proplcr que plura scaadaia orla fuerant et verisimililcr pluru oriri 
timebanlur, nisi de remedio provideretnr oportuuo; quoUque, com de predicüs 
aoandalis oonquerentur quidam, . . prior predteatorum civitatia Argentinensia quamn- 
dam honeslarum sororum ejusdem et diclorum predieatorum insolerliis contradicen- 
üum vcia per violenliam fregcrunl ac deiude, quia diele priorisse et conventus revc- 
reodo palri dominu episcopo Argcntincnsi iosolerlia, violealias el scandala prcdicla 
denuneiare ause fuerant et ipsius proteetionem impbrare, magistw predicti ordinia 
predieatorum ad insligationem diclorum prioriim predieatorum, asserens licet falao 
eas foro S'.iltjeolas, qnnsdain prelendcns frivolas oausas iiiol)edienlie, moniciones, ex- 
commuuicuctones iu eas el iu couvenlus earum suspcuMouis et ecclcsias suas in- 
lerdicti aenteneias oontinentes, nullo Juris ordine aervato de foclo, licet nullam 
in eis jarisdiooionem baberent. promidgaverat et alia multa gravamiua cisdem 
iuliilerat. A quibus quidem monicionibus et censuris el pluribus aliis gravaminibus 
eiädcm illalis fueral el erat pro parte earundem ad sedem aposlolicam appellalum. 



774 



1372 



Cumque pusl hw cuulru appellationcs predicUs diclus magister de faclo faccret 
eas excommuDicatas el earam coavenlus suspensM earnmqoe coolesias interdietas 
publice denuneitri, nee dielt fralres predicaloras ab eorum imolerliis dcsislerent 
scd collidie cas scandalizaro conarcntiir. • propler qiie de msgnis scandalis inier 
eas el earum parenles timebanlur, ac siipplicalo cidem domino Urbano pro parle s 
priorissorutn el coQvenlus prediclii» cunjuncliin el divisitn, De delcriora scandaia 
orirentar, quatenus idem dominus Urbaniu papa oommilleve digaaretur et mandare 
alicui pr()l)u viro in parlibiis, ul se de premissis inrormaret [ete. naek ein^eiend fcw 
seArieinirm Prozeß v ird fvlyndi-r Spruch gefällt ■] 

CLriäli iiumine iDVüculo pru Iribunoli sedenles habcnlcsque pre occuiis so- *<> 
lum deum per hane noslnm difBuitiTam senlenciam pronunciamos» decernioius et 
declararaus, prefata monastcria tnonialium sancli Morci, saucle Catherine el sancli 
Mnlbci iilias sancli Nicolai Arf^onlincnHiiim priMÜclis mn^nsfrn rt priori ]irciv:iiriHli 
Theulonie t'uisac el esse commiäsa ac sub magislerio et doclrina eorundem debcre 
maaere, aoUioitndinem et earam animanini prioriaaarum et moDialiani ipsorum u 
moBasterionim et raijaaUtiel eorundem ac Tislladonemt oorreeUonem et refbmationein, 
inslilulionem et deslilutionein, nnilaliünprn el ordinnlionem, prntil in oliis monasteriis 
Tnonialium dicli ordinis est tieri consucUim, aiidiltoncni confessioniim et niitiislralioncm 
eccieiiiaäücorum sacratnenlorum in diclis mouasleriis et quolibel eorum ad diclos 
nag^strum el priorem provinelalcm Theulonie pertinuiaae et perlinere ; et super w 
hujusmodi snlilraxionibus, spoliaüonibus el impedirocnlis diclis piioriaais, monialibus 
et convpnlihns snpradictis jwrpeluum silenlium iinponendum fore et imponi debere, 
el eis imponimus ; ac prefatas subtractioaes el spoliationes fuisse el esse lemerariaSt 
iodebilas et injnstea ac de Aeto piesunptas. Ipsosque magistrom et priorem pro« 
▼incialem Theulonie ad obedientiam eis et euiUbet eorum per priorissas el moniales 
snpr;i(liriH.s faciendnm rt ad cnrain, rcpimeti ac omnia et singula in hac noslra 
sentcnlia comprehcnsa rcslitueiidos (.t rcinlegrandos fore et esse ipsosque et quem- 
Übet eorum ad omnia el singula supradicla resliluimus el reiolegramus. Dictas 
priorissas, moniales et oonventus prenomiaalos in personam magisiri Albertoli de 
Modiolsno earum procuratorem liccl obscntcm el ipsum procuratorem in personam » 
earum in ex])ensi3 in hac cansa fadis oatkm senlenlia oondempnamus. qnarum 
laxatiunem nobis imposlerum reservamus. De quibus oninibus et singulis diclus 
magisler Theodericua proearator et nomine proeoratorio quo supra p^iit et requisivit 
sibi fieri publicum inslrumonlum per nie notarium cause et scribam subscriplum. 
Lecla, lala et in scriplis pronunciula per dictum dominum Havnuindum rardinnlcjn, 
Judicem el commissarium fuil predicta difiiniliva senlenlia Avinione in domo hubi- 
lalionis ipsins el in camera so« in loco suo aolilo pro Iribunali aedenlis die sabbati, 
qve AiU aq>lima dies roensis febmarii, bora vesperamm anno « naüvilale domini 
1378.* JMg€» die Ztufe». 

8tr- Thom. A. Doroinic. lad fi. or. v\h. r. tig. pend autgefertigt ■hirrh ih n Kotnr TohoBBtl <• 
Rumaloniii de Qtmandia Aagustensu diocasia, ipaiaa domiui c«rdinalis scribgu 

, ■) Vorl. cüueftulur. 

1 JHt mumm iWMKIrrai gigm dfcm IMtü JVeiwslUr <br Aad^ üt fkitöMaw da PMao, 



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1372 775 

IMt. Karl IV an Straßburg meldet, daß er mit de» SeroHmHehtigten des 
Koni ff f von L'ngartt di» Sk» teine$ iSMnM ml der Tockter drx I'n ff arischen KöniffS 

Vtrabrcdet habe. isT'i M/lrz H Krejtlmu 

Karl voD golcs goadca Uuuiiäcber kci^ier zu allen zeilcn mcrcr des reicbs uod 
kdBfg XU Bebeim. 

IiIebeD gelrewen. Wir lazzen euch wissen bei Arnolden Ftaflch unserm 
diener, daz wir mit tletn erczbiscbotr von Gran und dein herrzogen von Opuln, 
der grozze gratr zu Ungern ist, die mit ganczein gewalle des kunigi-s von Ungern 
bey uns gewesl sein, uberein komen aeio, und doz an discm lieuligeu lag wir 
nod uDMr bnidtr der marggmff tod llerborn ao eineoi Idi und die egeoaolen 
der crczbischofT und der lierczog von des kuniges wegen on dem andern leil gelobt 
und ge.sworn hüben, Awz unser sun des kimiges tochler von Ungern zu der ce 
neuieu sol, und ouch duz wir und der kunig inil unfern landen fruuliicben uiil 
eynandem leben tond bleiben snllen. Geben zn BresslBW an dem sunlage Judica 
in der \-a<.i.-u, unser reiobe in dem secbs und cswenczigsten und des keiserUinis in 
dem sibeacxendem jare. per dominum cancellarium 

Ntcolaus Camehcensiä preposilus. 

[/» «erf»] Dan . . bafgemtistem und dem . . rate der stal ni Straxborg, ttMera 
and dea leidia lieben getrewen. 

Ar« AI. X AA 77. «r. ck. Kl. «L 6 tt^ m «. kt^. 



1002. Arbogtut Sodtr an Ulraßburg : iericAtet Hier Ver!utn((li<ii;frn mit drnni 
ton Wtnäeck. 1.7 rv Mürz 10 Stilnbiu/i. 

Den erberu wiscu unde bescbe^dcneu bern Joliuns Zurudemuie^steruud demral ze 
Slraaiburg enbiet idi Arbogaat Roder ritter min wyligen dienst xe allen syten. Lyeben 
berrcn. Ich laaadch wissen, do ich gein Baden kam, do vemaine icli« daz Rcinharl von 
Windeg koiiUMi waz her liein. Do bcsiinl nn'ns berrcn rat in unde Reinbolten und 
reiten mil in beiden uf den sin, alz ich von uch gcscheydcn waz iu uwerni rat. 
SüQdcrliohen bat mir Reinbolt als so geeulwürl unde spricht, er wolle gern ein 
fiyden mil neb ban als lange als sin Tetter, also «er ex das ex in dem friden nAt 
geriht würde, so sol ez in allen rehlen slou alz in genolou slol. Lieben bcrren, 
gebyeleul alle zyl über mich, wcnn^« i( h inie leydcr mil «nders kon gelon So ich 
aber Ute anders iu uwerm dienöl Ion, duz Itint nach wissen. Do wil ich uliu wegen 
gewiUig xe sin. Geben as Sieinbach uf den frilag vor dem palmtag anno 72. 

Str.St.A.Q. U. F. Ud. 98. or. dt. Ut. d. e. tig, in 9. kafr. 4A 



tUr Scfitcfsicrn der iliirdi ihn fViikurtttor V<ysu ''.itzinwi »ulbtiluierte AlbertuH de Mediolano. Der 
l'io^el) icträ ijrjuhrl durch Kgiiiiiis cp. TusciUaiiiiH, der dnt erste Urlril bettutigt. .\uinnatsin»lruinent 
mit des letzUrn Stfgrl, aiugeferligt durch dea Sodir Johannes Estatia 137^ October -'y. Alxrmtih aiq>el' 
lieren die Nomien. Prokuratortn mt oben. Jier l'roieß leird ffefiJirt durch Qailltlmu tit. s. Stephiuii 
ia Celiomonte piMbjter cardinalu, itr das Urteil bestätigt. Xotariatsinttrtmeiit MÜ A« JMlIfnil 
Silfä, atugeferUgt AmA 4m Jttlmt IMn» thimuim de Eati«Biio, W3 JuK 1. 



77G 



1372 



\W.\. llereop Rnprcchl <1. ii. an iiTislcr und rat: l)iltct seinen diener Hans von 
Abirchcitn frei zu geben, da nicht dieser, sonder ein anderer «heiszet Hans vua 
Abircbeim der Junge, d«r ist Stops brader and i«l gewapued als dieaer Hau, d«d ir 
gefongvD hat,» ihneo wideraagl lial. «Datam Hetddbefg anta feria aale diem 
palmantitt anno 72». 079 Mär» » HtUMker^. % 

Stt. 81. A. AA 105. 9r. dt. Ht. eL e. ng. im 9. mgir. Imm, 



IM4. Bitekof Lamprecht an, ütraßbvrg f«f ioehen, ton. teAwerer Krankkeit 
geneten, (tat» Xan 91] au Antam, 

Lampreeht bischoffe s& Straadmrg. i> 
iMr« <. Lieben gelruwen. Wir laaaeot uoh wizzcn, das am frilag ze milervasten in dem 
.slrh'liii 7.\i sant Anttinii uns grosser sicrhing von der gemeinen stiehl der pestilcncien 
als schwerlich und als herleclich an stiusse, daz elwie vil lag die artzal kleine 
boOnuDg hetenl tft tinsem genist oder lebtagen. Doch von goiz gnaden nnd unser 
lieben frowen nnd des g&len heren sant Antonii lielfTe sien wir also widcrkomea, u 
daz die arlzat sprerhent und uns M\ f\i\7. dtinkel, wir slen dez gebreslen halb nser 
furcht dez lodez. Und habcnt mhi nun uns wider uff den wcge zü hebenl zc lande 
sse rilcDl, doch raleut uns die arlzat, daz wir das veniehenl noch etwas lenger, 
unts wir noch aterker werdinl, amb das vir nit wider in krankheit vallint. Ge> 
achriben in dem vorbenempten atetlin am balmtag. * 

r«fio] Den ersamen wiaen dem meister und rat aft Slmburg, unaeni 
iiebeu gctruwen. 

Str.» A.^ 1406. or. «1 W. ci. «i^. 0L «vr. di. 



1005. EycHolf voH Ltilteliiti-g (^uUlieit der Slddl StraMur^ über üUO (Juideu. 
nnd seine» ifonabtsold als Hauptnum». 197» Apra 9. t» 

Ich Kpeimir von Ijilzehibiirc; ein eJelknelil künde menglichcm mil diseiii hrirfe, alse 
die crhern l»e;-clieiilen der nicistcr und der rul der slal zü Slrazburg mir l'unf hundert 
güldin gegeben soltent haben umbe das, das ich irre dienere und der iren h&ptman 
Mr. a. gewesen sultr sin untzc zü der allen vaslnahl nA z& nebale, und tiiir milze s& dem 

selben zilc dar zü alle monmle vierlzig güMin gegeben sollent haben, riaz ich sie, m 
die iren und alle ire uachkomnien der vorbeiiiuilen güldin und aller der gclübdc, so 
sie mir dar nmhe gelftn hanl, ledig und quii sage gcntsliehe mit disem hnefe. Und 
des sft einem urkAnde so habe ich min ingesigd aft ntckoi nf disen brief getrndcel. 

Datam feria aexla prozima post diem feaü paacbe anno domini 1372. 

Ar. ft. X O. U. P. lad. I96l M% «Ii. W. fÄ 6 i^f. «. Asfr. a 



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1006. Der Thetaurar roii .<!. Thnnias verffiehl die Pfarrei der genauHiea Kirche 
am Thomas ton, L'ndmgen. und sUlU dejttea Verp/UcAtuH^e» fest. iSJ» AprU 3. 

Coram nobis judice cnrie (Inmini . . thesaurarii ccciesie Argeutinensls con- 
stitulus . . honorabilis vir domiDus lleiuricus de Rcno lliesaiirnrius ccciesie s. Thomc 

» Argenlinensis pro se lau tum od spacium sex aonürum a data prcscncium el a die 
ad TincnlB g. Pelri ]wo]Jme Tentora con»|mlaDdonim et namerBodorum locavU et ^«v- «• 
oODoessil Nicoiao de Endingen presbytero prcsenli coram nobis et sibi quoad dictam 
spacium lanlum el non ultra conducenti viccplebaniani seu parrochiain dicto ecclesic 
s. Tliome cam uaiversis el Singlis juribus ad viceplebaniam ipsius eccleöie a. Thouie 

» «b raliqiio wl da conanato^na ^mdan apeetanlilina et perttnentibus, sa ktcaiaa at 
oonoesaiaaB anb modia al oondidonilnia nifraacriplta publica aal ooafeasns pro atmua 
pensionc septuaginta librarum dennriorum Argenlincnsiura usualium ab ipso conduclorc 
diclo spacio durante solvenda el Iradenda diclo localori annis singtilis in Iniiic aioiliim : 
in quuiibol feslo qualuor feslivilalum vulgariler dicendü zü den vier oppfcra decetn 

» et «^lem libraa cum dacem aolidia danariomm pradictomm. Est aciam inler ipaaapartea 
axpfasaa aondiGtnmi qood ipse conductor omncs libros pcrUnantea ad cborum diele 
ecclesie s. Thome diclo spacio duranlc cuslodire debcnl (ideliler et conscrvart', et 
si qui ex cisdem libris perdereotur, quod lunc ipse cooduclor cosdem libroä pcr- 
diUw aolvara tanaalar, aiciit in quadam lilei« pionttndacionia domini Rüdolii Frö* 

it velarii aanonici, oUm portarii dicla aocleae a. Tbome, pronuDciatuin est. Et eoadem 
libros idetn condnclor ligari, dum opus fucril, el ornaincnla cjusdcm ccciesie s. Timme 
reüci et lavari suis sumptibus et cxpensis procurare Icnclur, proul in dicla litcra 
proDUDciacionia dicilur conliDcri. El si iafra diclum spacium annu aliquo ia ipsa 
eodeaia a. Tbome* a divinia cesaare oonlingeril, tuno idem condodor preAilo domino 

•» Heinrico pro primis quatuordccim dicbus diele ressacionis in ipaa pensionc nichil 
dcfiilciibil vel defalcare dehet iil!r> rnorir) El si diclus conduclor per peritos in jure 
cauouicos informabilur, quod diviuum oiliciuui m ipsa ecclesia s. Tbome celebrare 
poteat el dabat aalva eooaoieoeia at de jure, tnae prefalus eondnctor i^oia« divi- 
num celebrare lanalor attpia debet. Sed ai in dicla ecclesia s. Tbome penilus a 

«• divinis juslis ex cansis ccssFiri ojtporteret, lunc ipse dominus Ileinricus Ibesau- 
rarius ad arbitrium duorum ydoncorum virorum de dicla summa sepluaginla libra» 
mm secundum lemporis exigenciam diclo conductori defalcabil el defalcare debet. 
Si veio, qnod abait, ipsa eoide^ aaneli Thome diclo spacio darante polluaratnr, 
quod ipse dominus Heinricoa tbesanrarios cam reoonciliare el rerortaarc lenealur 

n atqua debeal, el oronia jura episcopalia el papaliü idem dominus Ileinricus porlabit 
et expedire debel. El ai ordines mendicanlcs Argeulincnscs in llomana curia con- 
Tinoeientar, tnne de qnaria aeeoodom quod racionia Aierit praAttus condvolor ipai 
domino Ileinrico Ibesaurario respondebil. Si vero ipsum conduclorem de oonsensu 
dicli domini Hcinrici iiifra diclum spacium a dicla viccplcbania ccdcre vcl cam re- 
dt signare conlingcrit, quod lunc ipse conduclor ornamenlu et libros ipsius ecciesie 
a. Thome sibi commissos sepedicto domino Hainrioo thaaaurario pgas antet at praaan- 

■} Vorl. rtf, mnm tütuo. 



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778 



1372 



larc (lebeat cum p(rc< lii. Kuil cciain a(^jeclitm inlcr ipsns p;irtes el cxpresse con- 
dicluin, quod si alttTutrum ex ipäisiufra dicluui spacium, quo«! absit, decedere oodUd«' 
gcril, quod luQc supersles ex ipsis beredibos predefuDCti ex eis Ulttlum pro mlB Icm- 
poris de ipsa summa peasionisdebeatrespOtodereabuno Üealo dielonimiiaBtiior featomm 
(iiik; proxime prelerMo «lapBO. Sl Dl domino Ileinrico Ihesaurario prefato de omni- * 
bus el siiiKulis prcmissis el nioximc de soliirione et Iradiciune diele pensionis 
sepluagiula Ubrarum äiugulis aunis lenuiui^ predicli» Uiclu spacio duranle magis (»ulum 
sit, consUlalus ooram nobb Hdnricas dictna Enlein perpelnus viearina eccleaie 
parrocliialis sancli Nicolai Argentinonsis el JuliaoiWS de Wisscmburg rector eccleaie 
in Gyncbrel Argenlincnsis dyoceais sc insoliJum tina cum dicto cünduclore ornnium 
et singulorum preiuis&orum et maxime de soluciooe diele peDsionis crga ipsum 
dominum Hdoricum tbesaurariam fidejuaaorea conatUuerunl ila et in buno modum, 
videlioet quod ai ipse conduelor in premiaais vel aliquo premisaoram et maxime 
in solncionc et Iradiciune diele pensionis in aliquo diclorum lerminorum aani 
cujnsciinque diclo spocio durnntc faeiendis ul premiltiUir cxislerenl negligeates, tt 
quod lunc conduclor el lidejussores prescripli suspeusiuiiiä ab uHiciis suis divioorum 
aenlenciis, quaa a nobia in ae apooto fieri elrgeruul et se ooatte juriadieeiom in 
hac parle subjecerunl, debeanl aobjacere laindiu, quousque ipai domioo' Heiorioo 
Uicsaurario inlegraliler satisfactuin sit de dicia pensione suo lerniino non solula, 
et defectus, si quem in premissis vcl aliquo prcniissoruia susünuissel vel suslinerel, » 
eflectuatiter wl aublalua. El si quod dampnun val ei^enais eik hoc ignm domimim 
Ileinricurn tbesaurarium auatinera eonlingeril, illud et illaa conduotor «C fidejuaaorea 
predicli in solidum solvere promiscrunl eidem. Est eriiiin condiclum, quod quan- 
docunque el quocienscunque aliquem ex ipsis fidejussoribus infra dictum spHcium, 
quod absil, decedere coDlingerit, quod Inno el lodeos conduclor el fidejus.sor suus » 
superelea predicli alium eqoe boomn eine dolo in locum ejnsdem deftincli inft« 
quindenam proxime instantem, poslqnain super boc ex parle dieti domini Ileinrici 
Ibcsaurarii monili fucrinl oc rcquisili, sub penis omnibus prediclis subrogenl el 
subrogarc debeanl cum efleclu. £l in hujus rci lesUmonium sigillum curie dicte 
Uieaaurarie ad pelidonem localoris, oonduoloria et Odejinaorum predictontm presen- » 
libus est appenaum. Aclnm qnoad dictum Heioneum localorem el conduclorem 
predicios '^ noiias iiprilis, ([>i'><h1 ip.scs ri<!eiiissores 2 Hönes aprilia anno domini 
mUleäimo Irecenlc^imo sepluagcsimo secuodo. 

Str. Thmn. A. lad. '1. or. inli c. »ig. petut. 

üedruckt bei Ch. ikhmtdt, hui. du ekop. de «. Tlumm SüO, * 



1007. Herzog Ruprecht d. ä. an meiälcr und rat : beglaubigt Tbam Knebel und 
OUo TOS Silbacb, ritler. iBaden aabbato infta oelavsa poadie anno 72.» 

tan AprU 3 JM4<w . I»wdtoii. 

Str. .H. A. AA 10&. or.sh.lit.cL c. ug. m «. impr, 
^jyr. Xtg. «r. «Mi», 



1372 



779 



lÜOK. Syniont genannt Wecker und Iliinnoman gebrüdcr prafen von Zwcinbrücken 
und berren zu Bylschen und Angncs grätin von Zweinbriickcn und Trau zu Bilscben 
und Prideriob grafTonZweiobrteken schliesien mil neister und rat von Straodrarg 
um ihre misscbelle und •Ileo schaden, der daram entstanden ist, eine sOhne. Ow 

» beidcrseiligen gefangenen werden ledig gelassen. tDar zft and zfl der vorponanten 
s&uea 90 ist Ihwuschen uns und den vorgenanlen meisler und raile der stute z& 
Stronbarg bnrehten und usgelragen. wollent wir die vorgenanten grav« SimoDt Weeksr 
und Haim«iinii» Angnei gravynoe und Pridarich graven egenanl bar nach aod von 
denheinre andern sachen wegen ulzinl mit den selben dem raeistcr und raylc der stal zfl 

•0 ötrozbnrg oder den yrn zft schafrende oder ?.h iriiidc haben, das siillent wir sii veir/eben 
tage vor lasen wussen roituoserm br^te, aho iinseru ereu wul ane slail ane allegeverde. 
Die To^geoanten'der meisler and der reit der slat lA Strosb&rg aallenl oaeh binneiw 
f&r nih( deobeinen anaern vienl in ir slat z& Slruzburg weder huscn, entbaltcn noch 
hofcn uns und den unsern zö schaden noch dar äs nocli dar in zfl verende uns t'i 

IS scbedigendea ane alle geverde uud argelisle mit ireu wissenden, dar nocIi so wir 
in die aelben fiende veilEmident und benennet hant. Und ane alle geverde sft 

glicher wiae wir die vorgenanlen grave Symonde und grave Hanneman und wir 
fruvve Anpriese gravynne vorgcnant ensollenl otuli liinnmifür nilil denbeinen der 
vorgenanlen meislers und railes zil Strozburg vicnl in üusern veslen, gerelbeo und 

w weiden weder husen, entballen noch hofen in und den iren z& schaden noch dar &i 
noch dar in i& (kren sii nt adtedigenden ane alle geverde nnd argdlsle mit nnaern 
wissende, dar nach so si uns die selben ircn viendc verkündet und benennet Iiant 
nne alle geverde. Was ouch wir tft beiden silen branlscbalz iinlze niTe diesen lap 
getan hant und der noch niht bezallen ea ist, der sol abe siu. Und gclubenl 

» onch wir by gutlm trikwen an eidea atail. allea da« sA haltende und ift follen» 
ftirende, dai von uns do vor geadhrieben atail. Ea aol oooh der br^rf, den die vorge* 
nanlen von Slrozhnrp von uns grave Symonde und grave Ilaniietnan hant, in ollen 
sinen krcAen veriiiieo sin ziil uz ane aUe geverde. Und der vurgenanten diuge zGl 
eine wkoade lo ainl niaere der vorgenanlen grave Symonde. grave Hanneman, 

M Mwe Angneae nnd grave Friderich ingesigde an diesen bryf gehenekel. Der 
wert geben an dem aoonentage, also man ain^l Qnasl modo, in dem jare> irtT3. 

137» AprU 4. 

Sir. SL Ä.O. Q. P. lad. im pr. wA. 9. 4 ifg. fuml., gwanm i M. 

19I9. Heinrich ven Fkekenalein der Sllere an meitler und rat m Slrasaburg : 
ae sendet den rriedebrief swischen der Stadt und denn von 1lnndetd^ «bttigril nnd ge- 

ferligel, als her OUe von Selbach und her Thum Knebel» mil ihnen bere<lel haben. 
Er bittet um die von der sladt au.sgestelllc gegeuurkunde. Frägt an, ob sie den 
vom hersQg, seinem herrn. nach Slalhofeu für mitlwoch über acht tage angesetzten -^i^ 
friedenstag mit denen von Windeck leisten wollen. «Dalum Baden feria seounda 
m proximä post domiriicam lliaericordia domini anno etc. 72*. 

1872 AprU 1» BadeM'Baaem 
Ar. A. iL O. n. P. lad. tt: <r. eh. Uli A c. $ig. m r. imjr. dA 



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187a 



1010. Maiaer Kwl IV ü» Sfnßhtr^: beruft auf den Pfingsttag imek Mtin» 

Karl von gots guadcu lluniischer keiscr zu allen zeilea merer des rcichs uod 
konig zu Beheim. 

Li^n gelrewen. Durch merklicher sichen willen, die uns und das heilige * 
Hui lt. reiche anmrenl, meineu wir uff den nelisten beiligeo pfiogsUag seia su Mencse. 
Dovon begara wir mit erasle, daz ir duhin uff dieselbe seit zu uns kumet, das wir 

mit euch unser nifvnung umb sulche sachon mugon rodm. Geben zum Elbogen 
atii siiiiUi^r iiiicli saut Jor^r^n (Hg, unser reiche in dem sechsundczwenczigstcn und 

des koiserlunis in dem aclitzchendem jare. w 

de mandato domini . . imperaloris 
Nioolaus Camoticeiuia preposilus. 

[In tersö\ Dem burgermeister und dem rat der alal zu Strasshurg, anaem und 
des reichs lieben gelrewen. 

Ar. A. J. AA 77. «r. tl. Nl. d. A ti^ Ai 9. tiH|r. i» 
Bwbtr reg. wr. 6039, 



1011. Bischof Lambrecht an Slraßburg : berichtel über die Vereinbarung des 
Xaisers mit dem KSnig ton Ungarn und über die bevonUJienden Tage t» Würtburg 
und ifaim. [1979 Aprü 2ß] mogm. 

Lainprechl vun gots gnaden bischof zu Slrazburg. ao 
Libcn gelrewen. Unseni fhinüichen grus bevor. Wisaent, das unser herre der 
keiaer und der kunig von Ungou mit einander gericbtei sdn, nnd sol unsers herren 
Apru f •. des keiaers aon nemen des kunigs tochter, nnd sol uff disen nächsten frdtag su 
Sukndbadi su unst rm lierren komen berczog Ruprecht von Beiern, ouch von ellieber 
slozze wegen milcifiamler zu reden. Ouch wissent, daz unser licrre der keiser ufT • 
Mai i. den nechslen sunlag vor dein pfingsttug wil sein zu Wirczburg und doselbisl helle 
er hin bescheiden zu komen gruil Ebcrharl von Wirlcmbcrg uff einem teil und des 
rdchs Stele in Sweben uff dem sndern von der sacken wegen, als sie mileinander 
an achaffien haben, als ir wol wisset. Diesdbe Sachen er richten wU ond wil ouch 
Mrf ««1 von danne gtn Mencse ufT den pßngsllag. Do aullent su ym komen unser herren m 
yon Trier, von Coln und von Mencze, als er yn das ernstlich verbolschelTlel und 
verschriben hat, und ander furslen, lierren und stete vil, und mit namen hele er 
euch verschriben, daz ir cwr boleu do habenl,* als ir in seinen brifeu wol sehen 
werdcnl, und dem laulfogl und cllicbeu sinen sielen in Elsazzen. Und meinet unser 
herre der keiaer mit denadben zu rate werden, wie das lant in Aide geaeoaet werde, * 
und meinet ouch daa gar emstlieh und veslidich su hantbaben. Ander mere wissen 
wir zu disen seilen nicht. Wir beten euch lange verschriben, nu sein wir newlieh 



TM 



Von Lamparlon komen zu unsorm herren dem keiser, und were daz ir ichl bey 
UDscrm herren dem keiser zu schaflen hellet, daz lanl uns wissen; dorzu wellen 
wir das beste ton, ab das InUich ist. GebeD sum Elbogeu am nechsten monlag 
nach saut Uan tag snb noalro aeerelo «gno. 

[In term] Den beacheiden weisen dem bnrgermmster und dem rate nt Strasbiiig, 
nnsera Üben geirewen, 

Ar. A. J. AA im. tr, dL HL d. t. i^, im V. «Hjir. id. 

1012. Herzog Ruprecht der ältere an Meistn- und Rat zu Straßburg: sendet 
die Sühnenrknnde derer ton Windeck zur Besiegelung. 

[im M«A 9 qwMwwMIm .;' 

Von uns herlzog Ruprecht dem eitern. 

KrlRTH wiscri lüde ineister und rad der slad zu Straszhurg unscni pnisz Iievor. 
Als unser lieben getruwcn Heinrich grave zu Spanheini, Heinrich von Flecken- 
Stein der ellare nnd Conrad Lantsebade von dem dage zu Stalhoven von uch ge- 
scheiden slnt, des hsn wir mit den Ton Windecke geretd, das die sune alao Air 
sich get, und senden och ejnen brif, den ir den von Windeeke besigeln sollent, und 
sullent sie uch eynen andern auch also wider umb geben. Auch sint alle helfere 
in der snne und auch Ludewig von Slerrenfels, Iloniiel StreufT und Hofwart Nachl- 
scljado'' sinl auch in der sune. Aber Eberliart Ziille wil nvt in der sune sin, wann 
er meyut, daz er ander besunder vieulschafl mit uch habe. Auch blibel ez uuie 
den von Eberslein, als ds g^retdt ist. Wir haben auch Henrich von Fleckenstein 
zn eyme obmanne geben in dirre aadie« wann uch der eynen dag beacheidet gen 
Stalhoven, da schickcnt uwcr frunde bin, Oas sdbe werden! auch die von Wiii<lecle 
dann dAnn dar umb zwusclien uch uszzuspreohen, als man von dem dage geScbeidea 
und gedeidingel ist. Dalum Germersheim sahbato posi ascensionem. 

Ar. A a 0. P. lad. ». «•. cA. Jifc eL e. <v. m ». Mifr. id. 

1013. Unterlandvogt Jekwuta UMi an Straßhtrg bittet um AiUwort wegen 
de* Zoße* und der Juden. [ist» Med I9.p 

Min dienst bevor. Also uwcr erber hotten von uwem wegen nebest zA G6udach 
von tage gesc^ieiden sint, das ir mich «wer entwArl woltent kurdich laaien wissen 
von des »dies und oudi von der Joden wegen, do bitte ich uch emstlieh, das ir 
mir des uwer verschriben aniwünrt mit disem hotten senden!. Datnm qoarta 
feria ante featom pentecoates. 

«) iwriMdl giüK and Bbwkttt Z«lk. 



> Ikr Brief ibanit nicht vom Jahre 1373 aein, da in dirxm Jahre das Datum der SB. MM mA» 
W Orcfe, der Friedenav^rlrag aher tchon am SU Mai «Hlgtfertigt wink — VgU «r. lOOft 
* Kam OHcA 1373 geteesen »ein. 



788 1873 

Von mir JohsDiies Mürly riiter, des RAuMschen fteh«p laniTogl in Elisas und 
honbetman xe Swaben. se Türgow and ae Eigow an slal das adeln harren her 
Rudolf von Walsae. 

[/« terio] Den arbem bescheiden dem maisler und dam rfita s& Strasbuig. 

Str. St. Ä. G. D. P. lad. 174 nr. 7 >>. «r. eh. Ut. d. e. im v. iß^. M. t 



1014. Jku TkomofkofiUel hebt da» Statut über die Begrennrng der Befufniite 
der Priest BUeone» und Shibdutcone» Mut Meu^es^ €Mf, sb7» Mmi 91, 

Uoel ex statttto eederie noalra a. Thoma Argentineniia at observanoia ejusdem 
baolenus per nos observalo coolinenta. non expa^ra dyaconum legere coUedam 
aut canonksnm aaoerdolera maxime ad roissam iolUulatum ewangdiuni. aed aacardo- m 

lern pocins debere supplere vices sacerdolis, dyaconum dyaconi e( subdyaronnm 
subdyacoiii, ul in tarn lionorahili ecrlosia gradus servenlur, divinus cultus dimintilus 
fuerit et disci'iisioiies ac sraiidala qiiatnpliirimum in cboro el extra ex eo prove- 
neriiit el fomenluin nun niudicum ip^ius edcclus uiioislraveril, idcirco pcnsaia diele 
eeolesia nostre utilitale el pro prediotia acandalia el diacensionibus aadandis, indicto * ^ 
ad hoc capitulo jaxia oonsuelndinem eocieaie noalra per noa aoUampoi ao dalibera* 
ciono pleniori prehnliila, nos Hcinricus de IIohuDSlein prcposilus, Jobsnnea de Ka- 
geneckc decanus, Ileinricus de Reno ihcsanrarius, P'ridericus Buharl cnntor, (nin- 
llx-nis (If Landesberg scolaslicus loltini(pie capilulum ecclt-sie s. Tliome de consensii. 
aiiclorilalc et volunlale cxprcssis reverendi iu Christo patriä domini Ottonis abbatis m 
monaslcrii Novillarensis, in spirilualibiis el teinporalibus vicarii generalis ac vices 
in aubaonplia gerentis reverendiasimi palris ac domini noaUi domini L^mpcrli epia- 
copi Argenlinensia ad presena in remolia agenlia, dictum alatulnm a| ajua effectum 
toUimus et sublalum esse volumus el nt presbyler canonicus eciam ad inissam in- 
litiilaliis e\vnnG;»"'linm vcl epistolam proininciare ac presliyliT nä pwangeünm inlilii- « 
latus eciatn inissam in altari majori O'lclirare ac eciani dyaconus ad ewaiigeliiiui 
inlilulatus epistolam, si v.olueril, prouiiiiciarc necnon ex eisdem unus pro alio into> 
nare, antiphonam imponera el versum in cboro canlara ac 'oollaetam legere, diclo 
slalnlo ao Juramenlia deauper per nos preslilis non (Aslanlibns« vslsat, preaanübos 
alatuimus el ordinamua. Qood eciam statulum oeteris nostris stalulis juralia volamos •» 
oonnumerari. In quomm teslimonium sigillum noslri capiluli presenlibus duximus 
appendondum. El nos Ollo abbas prcdictus intelligentes, revocacionem dicli slaluti 
erclosie et canonicis prediclis expcduL', idcireo vices in hac parle dicli reverendi 
palriä Uutnini episcopi gereutes rcvocaciuui ejuädem slaluti ac aliis in preäenti sla- 
tnto aen ordinacione conlentis consensnm adbibnimus et presenlibus adbibemaa, » 
dispensanles nicbilominus cum eiadem canonicia et capitolot nl predicto juramenlo 
non olislanle presoripla per cos ordinata licile (ieri valeant. In quoruin avidana laali* 
montum sigillum magnum episcopale dicli domini noalri nobia oommiaaum, quo uli- 

•) Vyrl, löddrco. 



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im 788 

mur in hac parle, in prembsorum leülimouiuni dicü cupituli sigillo duximus coap' 
IMndendiim. AOma 4ie Veiwrit vieesimt prinw mensis msjt anoo domini miUe-, 
nmo IreoenteBUDo leplaagefliiiH» ttoundo. 

Str. Thom. A. lud. 2 (BUtula). or. mb. c. ä $ig- petid. 

1015. Bisr/iof Lnmprprht nn St ro ßlnn-tj : Der Km^CT hat in Wii r:hHnj Wirlcm- 
bcrg mü den tckujabrnhen iitadleti gerichtet. [isla üai »'4} Main», 

Lamperlus episcopus Argenlincnsis. 

ünscrn gröz bevor. Lieben gelruwen. Wir loul «oh wiszen, da/, unser horre 
der kcisi r zu Wirlzburg den von Wirlcmbtrg und die Swohisclien siele unib so getan 
kriege, uis sie uiil einander gebebt ban, IruntHch bet gericblet, und banl sie ufT 
bede td3 alle aache in unacfs herreu des keiaen hanl geselilt und bet er ge- 
8i»radien, dis sUe gefongen uff bede siten ledig sollen and gftte fninl nn, und was 
er vorbazer darumb uszsprichcl duz sullcnt sie uff Ix-'de siten Italien, ab sie daz 
glübl hanl. Auch wiszenl, dyz die herlzoginne von Brubant und die archcliiscliotrc 
von Colne und von Triere alse luorne kommen sulleu gegen Menlz zu unserui betreu 
dem keiser. Geben zu Menlz des samzlagcs nach plinkeslen. 

[1% wraa] Den erbem bescheiden dem meister und dem nie lu Slroadnirg, 
onaeni lidien gelruwen. 

Ar. O. J. AA 1406. ar. dk M. «L e. a^. 1» «. imgir. 

1016. VtrhttndkMgtH StraÜburgt mü dem Kaiser. [1979 tf»r ^umL] 

VSz sint die stucke, die unaerc erbern holten vom keyser brahl banl. 

Item von de/, bundes wegen, den die uidern stelle mitctiotider banl : daz man 
grai'u Kmiche st ribe, duz wir unverbundcn von dez friden wegen, den die nidern 
Stelle mileaander haileut, allewegenl tun, waz wir wiszeol daz ücb und in lieb ist. 
Und swl si disMS «ilen bie oben mit berren und Stetten verbunden, das uns nit 
gefOglieh ist, in der selben nidern sielte bnnt s& Icommende. 

Item von der von Liehtenbcrg uud von Lire krieges wegen: komet ez zu duge, was 
wir danne mit unsern erbern holten gütes dar z(\ gelAn mügent, daz süUent wir ti^n. 

Item von grafe Walrafen w^;en von Sponheim umbe sinen schaden aol man 
äiore botschaft beileo. 

Item von des diensles* wegen dem . . keyser zft lünde: man sol dem keyser 
dienen und ime Öefa sunder diene An den biscbof und dem von GoMios scribe, das 
er dem keyser sage, das wir ime dienen weUe&l, und &ch mit dem bisdiofe von des 
dienstes wegen rede, so er z& uns komet, 

Item von dez von Medcenbeim wegen sol man heilen, uoUe das er uns botschaft 
dar umbe tftl. • • 



1 G^fot JuUch; vgl. Jolgende» Sliuk. Zur JiaUerung vgi- aucA nr. J0I8. 



tu iä9s 

Ilem von hero Johans Erbcu und ilez vareä wegen üul loan bern Joliaos Erben 
und die andern Tirherren besradeii und mit in da von reden. 

Ilem nmbe dei herUEogen rede von der von Windeeke und ires Ariden wegen 
8ol man heilen, ootie das der von Fledlcenatein kommet. 

Ilem von der von Flersheim vicgen sol man die bcsetiden, die ez ongUL • 

Ilem von grafe ScliAfTrilz wegen : mag jiian in abfi gereden, daz sol man lün. 
Ist dez nit, iiuig man danne einen gemeinen ubemau viuden uf daz rebl uf einen 
dag, daz sol man uf nemmen. 

Item von der vtm Franekenrort wegen : das man mit T&lsehman rede, das er 
AU0. n, die sache in aU«n rehten alae ielzent laaie atAn nnlae nnaerre ftowen dag der er- m 
ren. Und daz man ez danne grarc Emicbe scribe und das er einen dag da swiscfaent 
heecheide und dnz er dar zu rite und die sache rihtc. 

Ilem von dt r vun ririlnhnstMi \vfgt;n sol n»an irre hotscliafl warten. 

Ilem von OUeman Slurms wegen obe die sinen uz der slal welle beiszen varen. 

Ilem von der Juden wegen sällent die drige an in sficben was sie mögent. ^ 

Sir. St. A. G. D. P. UkI. 48/49 B. 4Ö fasc XI. Auf Fapicr; Schrift out der ttceüat 
fld^te ite 14. JäML 



1017. Zwer Ewrl IV m Slra^mrg: nukni mr Metr/kkrt /«y»» de» JBentff 
CO» Jiilfeh, 1979 JmU 1 M«im, 

Karl von gola gnaden Romtaeher keiaer zu allen zeiten merer des reichs und » 
kunig zu Beheim. 

Lieben getrewcn. Wir sinl mil kurfurstcn und andern fursten, grafeu, freien, 
steten und undirlanen, nnscrn und df«s reiclis lieben polrcwen, umb sulcben frevel, 
den hcrczog Wilhelm von (Julclie und seine volgere an dem hochgrhornen Wcncz- 
lawen berczogen zu Lucemburg, zu Brabanl und zu Limburg, unserm lieben bruder, » 
wider uns und daa heilige Romache retcbe begangen haben, genczlichen su rate 
wurden, uff den vorgenanten hercaogen Wilhelm von Gulche mit aolicher macht 
desselben Romseben reich s, der wir dorsu bedurffeo, zu zihen nnd aulchen began- 
genen frevel uns und ihm reiche zu eren zu slrafTen. Dovon mnnen wir eucb bei 
den Irewen. eiden und gelubdcn, als ir inis von desselben heiligen Römischen reichs »o 
wegen pnichtig und gebunden seil und alz wir euch des genczlichen gelouben, daz 
ir euch zu stund und one vorosug in allen aaehen, die Ijerfart angeboren, unvor- 
czogenlich dorxu sdiikken, atellen nnd richten sullet, alsö das ir mit gsncser macht 
/MHi J7. hei uns su vdde adt su Syncsge des ndistra suntags nach sant Jobanns tage des 

taufen, der schirest kumpt, odw andirtwo, dohin wir euch denn bescheiden werden, u 
und onch furhaz durcli der egenanlen Sachen willen gcnczlicli bei uns bleÜH't. 
Geben zu Menczc au dem dinslage naeli gols leicluiaras tage unsir reiche in dem 
secbsundczwenczigslen und des keiserlums in dem acbczchendem jare. 

[In Perm] Den . . burgermeistem, dem . . rate nnd den . . burgern gemeinlich 
der stai su Strassbnig, nnsera und des reichs liehen geUewen. « 

Str. 8L A. kk n, tr. th. Ut, d, a, äg, ki, 9. I^pr. 
ßtAtr ng, nr. Ö086. 



1872 785 

1018. Karl IV an Straßiittf : ^tbUM dem ZwuttwüeAe»£feinricA touGeroldjecA 
ntul Heinrich «0» Liehkaiberg SiniaU $u Mai», üe er wm Zuge gegen den fferteg 
«M Jülich turSekiomwU. tan J'imi 9 JAMim. 

Karl von gulä giiadeD Komscber keiser zu allen zeileo merer des reichs und 
• kanig m Behem. 

Lieben gelrewen. Uns ist sn wissen worden, das Heinrich too Gerolcieak ge- 
nant von Lstre dem edeln Heinrich von Lichlemberg dem eitern seine vesten Wili- 
slelc ongewunnen und sich in krieg gesaczt habe wider yn. Und wann wir nu durch 
unscrs bruders von Brabant gcvpnknussc der von Leichlenberg und ouch sein wol 

10 bedurtlen, doruuib gebieten wir euch erusthch bei unsera huldeu und wollen, daz 
ir m sUmd demelbeii Heinrioben von G«roloBedc sam ewem wiUnn^ donm balden 
suUet, das er die egenaote vesten WiUtete dem erwirdigen Lamprechte bisscboflb 
sn Slrazzburg, unserm lieben forsten, odir euch zu gelrewer band ingebe und friede 
mit demselben von Lichleniberg bald« solange, daz wir mit hilfe gols widerkomen, 

u so wollen wir sie denn gutlich riclitcn mit niynne odir mit rechle. (Jeben zu 
Meucze an dem achten tage gots leiolinatns unsir reiche in dem sechsundczwengs- 
gsleu und des keiserlums in dem achczehendem jar. 

per ccsnrem 
F[etrus] Jaurensis. 

ao [In 9ereo] Dem . . burgermeisier, dem . . rate und den . . bürgern gemeinlich 
der stat sn Strassbnrg, unsern lieben getrewen. 

Str, A. J. AA 77. dk. ift. d. e. ay. M «. mpr. umt. 
BtJbtT ftf» nt» 909St 



1019. Kaiser Karl IV schlägt Johann Erbe auf seine pihndschaft der dörfer 
• Orafenstsd. Ulenkilch und lUenwi^rsheim 100 mark silbers. Der geben ist sa 
Mencs 1372 am achten tsge nach gots leichnams tage a. reg. 26, imp. 18. 

[A xif dem £Mg reeits] per dominum . . de Koldits 

Gonradus de Gysenhdm. 
[In tem] K Johannes Saxo. 1379 Juni s Mmkm, 

M Or- St, A^y.C Q. CotpL B lad. S>. «r. inA. c. fwiirf. 

OeimM naek Brkfb. kW» bei aaögßm, AJ». IT, JM«. - Atter ng. wr. 80S8. 



1020. JtaUbescAliisse bemglich der dem Kaiser gegen, Jülich tu leistende» 
KriegtMife. im (JtmiJ, 

Sab doniino Johanne diclo Schillle magislro anno 72 do kument unser berren 
a» ineiüter und rot, schöflel und aman überein, daz men unserme herreu deme keyser 
dienen wAltte uf den hertiogen von GAlich, der den hertzogen von Bndbant gevangNi 
hei des k^sers hrAder. Und wurfTent es die selben schAffel de» sdben moles uf 

99 



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dea rul, den dienest us zö rililende und zu besorgende, l iul «Iso kuinenl unser 
herren mcister und rol übcrcio mil der ru(, die do xu gc:>cbickel und gesetttl 
wurdeol, der dinge, die hie noch gcschriben slont: Zdm ersten so sol men deme 
keyser dienen mit 30 glefen und einie hAbelmanne, und so) ein yeglicher under 

den s&ldenern einen lieogesl f('ir«>n u!.<l i1ni pferl do zu und sul lial>en Brm und bein* 
•wiiiit lind wol t-Tzi'igel varen und >o\ dar zi'i under siiini kiiclilcn einen endflichen 
gewoÜenlcn knchl mit eiiUf ki-sselhiUe i'uren. Und diir miilir so git nun •■ime veg- 
lichemu sOldeuer den erülen munut llor. für und do nocli alle luge einen güldiu, 
die wile sft usse sint, und 20 flor. sft ufrAslunge. Gd ahm die Tart füln' sich, so 
gil men yegelichem 20 flor. do s& s& ufr&stunge. m 

So git men elme hftbetmanne noch also vil z& aftlde and ulrAstunge und 
schencket immc 60 flor.. umbe daz er zwene pfiffer, einen toubcr und einen .sniit 
in .sinip koslrri lialn* uiid"(!ie wiigenlülf* und wogen jibfcrl. Doch SO sol der rot 
die Vitrende-n lulo und dfii sinit usribteu niil pfiTdi-n und lone. 

Lud bol men cime hubeliuaune einen wogen us rüsten von dem ungellle und 
den aöldenem 10 kanrich in lone und sAllenl sä in die koste geben der hAbetman 
und die sfildener. 

Wer es cVb d;iz ir keinre gi viiiigon wurde oder an sime übe gelelzet, das got 
wende, do von .sol mei.ster und rot in ni'it scbuldig noch gebunden sin z& dflnde 
noch iren knehlen.'» Es m.ng öcli ein ^cglich s6ldeuer swei pferl lekcncn, do miUe «• 
men von gebotle .sitzet, und mit nie. 

Man sol uch keine argerungc noch verlu.sl an iren hengcslen noch pfcrden 
geltm. Wurde aber ir keime »ne habe erstochen und erslagen uf eime stritte oder 
geschdle also erlioh und ungeverlichenl» swerl der denne, demme sin habe «Iso 
abegangen i>t, das es ungeverlichen geschehen si mil eins hAbetmans wissende und « 
willen, do/. jsul men gelllen, also es gcmuslert und vcrscriben ist. Wo och eime 
bülidmanne, also er nie rilen nius denne ein anderre oder do er under demme 
gesiude eineo, zwene oder me fürschihle zu versiahende oder daz gesinde zu für- 
warllende oder anderes der gesellen ooldurfl zft werbende, sin habe abeginge, in 
wdre wise das were» wo denne der hftbetman by sime eyde spreche, das in duhte, *• 
das es redeliche verlorn were und das men es biUiche gellten sAUe, das aol denne 
an eime rote .slon, was man imme do von lAn sol noch bescbeidcnlichcn dingen. 

Es sdl Olli ir keinre weder lii>npes( noch pfcrt, die in gemustert werden!, ver- 
küllen, iiiilze duz .-^n bar wider kiiiiHiniil, oiic eins hubelmnns wissende und willen. 
Ginge uch ir keiiumu sin erslückc keis<= abc, su sol er ein ander crslücke an die 
selbe etat haben in eime monol do noch allemehest oder so es der hAbetmao an in 
Torderi und in gAl duncket one geverde. 

Man sol Ach deme hAbelmanne us disen gesellen von dirre sal einen Udennan 
zft geben, waz demme hubetmanne bresle oder in welen weg er by deme gesinde 
nül mohte sin, daz sü demme in allen sacben gehorsam werenl also deme^ hübet- 
manne untze an die slunl, daz der hubclman wider zü in kerne. Wer öch eime 

•) WUl — '.yS^Ki : ! Cl-ri-j' y ki; ]>] Ai.i„,f* ij-^tr.: wcirc tiiiili'r den ^fit(]encra oder ina ItMblMI 
liül gei'Wurn bette. r) kris rem aadertr JJaiiii ghfrifttfir. A) Vorl. dvoac. 



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1372 



787 



hAbelmanne z& geben wurt oder wie dicke sich daz veränderte, der oder diu s6Ucut 
sieb kons gewalltes an nemmen noch haben, do der hAbclman zft gegen ist. Wer 
es Ach daz demme ül hrenle, den der rot denune hAbetmanne zft geben helle, welen 

denne der Ijohelniaii us den, die mil iiiime varenl, dar erwell und beußmcl, den er 
triiwt'l, iltT (iar zu der in'ilzt-sle iiiul der besle si, dotiiim' ^«'illciil die suldfucr alle 
gt'liursam sin, so der liubeUnan niil hy in ist, niilzu er wider zü in kuiil, in alle tiie 
wise aUo deinuie hubeliuaiine und uläo du vur bescbeideii isl. Und sol nicu dcuimc, 
der dmme höbeUnanne z& geben wurt, so man har wider kunl, gebeu. das «an rot 
bescheidenliche dunekei noch den dii^ten, also er sicb.geerbeitlet und verköstiget 
hat und dar z&* also lange die vart weret, daz sol er eime rote getruwen. 

Der bübelman sul ucb raabl ban, wer denne ir bübelinan ist, zu gebietende z(i 
gesohellen und zu allen andern sacben. die von in oder z\vüs( hont in uf crslonl oder 
von iren knelilen in alle die wise und hy allen den pcin n und gebuUen, nlso ein 
meiäler Strasburg mabt bct zü gebietende, die wilc er ein ribler ist. So ucb 
At von in geschehe oder zwüschent in uferstünde, so mag der, der denne sü mole 
ir bAbetman ist, zwene, drige oder me sft imme nemen^ und mag die sacken rihten. 
Und wie ers rilitel, daz söllent s& sft beiden teiln haltten hy irn eiden. Die suldener 
und alle ir knebte sdllent weder spiln, wslMp ß^leo, rennen, rolen noch keinre- 
handc spil nocb daz dcrac glicbet Iriben noch nieman von iren wegen, waz den 
Pfenning gellten oder an IrelTeu mag, unlze daz sü bar wi ll r kiiinment one alle 
geverde. Sü solienl üch nieman nüt neujiuen .sagrop iiuch nul anders deuue essen 
und trincken one geverde. Was s6 aber den vygcnden gescbadigen mögen, das sol 
in an dirra gelftbede kein schade sin. Es sol kein kneht, der mit sime herren oder 
jungberren ns vert von huse, nüt von imme kummen, untze sü bar wider heim 
kumment, denne mit sinre hersohail wissende und willen, in irre denne libes not 
one alle geverde. 

Der bubelinan sol sieb mit den unsE rn zu denn- kcyser niacben und b^' imme 
Lüben, wo er ist, also verre er mag, und do uiille düin daz beste. Sü solienl sich 
Ach an einen endelichen f&memen bmen machen, der Ach mit deme keyser vert, 
durch das sä desto bas gehanthabet werdent von imme nnd vor geschelle desto bss 
bescliiriiiet, ob es sü gut dnnckci. 

Gescbehc in ?)ch allen und iren knelilen üt mit gevcngnisze oder daz ir keinre 
geletzel wurde an sime li!>e oder waz im gescbehe, in wcli n'' weg daz were, daz gol 
wende, dar umbe nocb do von solienl in meisler nocb rot uoeb die von Strasburg 
nüt schuldig noch gebunden sin sft helfTende noch zft dunde. Man sol Ach ir 
keime, der gevangen wurde, nftt fürbaz noch lenger sAU geben denne den sndem 
die selbe vart. 

Wer es Ach das sü oder ieman von iren wegen dcheinc vorderunge oder an- 

sprocbe yerner dfin oder haben woltlenl an meisler und rnl und die stal von der 
selbe vertle und reisen wegen, in welcu weg das were o'ler dar treflen inoble, daz 
solienl sü in der gemeinde noch by sunder niergenl düu denne vor meistcr und rote, 

•) sft roa a<ii/i->Yr 'jQnrf iictycteii*. iiMM oenM Mm aadtrtr ÜMi titiftiekr. ^ YtH, 

rgt. weleit. 



788 



1872 



die s& der sil meister und rot i& S4n«bwrg sint, mid aol «& mit des adben rotz 
urteil begoAgen, wei sA dar ombe sprechent der raerre teil ander in.' 

Der h&bettnan sul dcb sweren an den alles daz zQ dCindo und z& Iialt- 

tende, daz von immc do vor verscnbcn st il. und der stelle von Strasburg nutz und 
ere zu werbend*', also vcrre er kan und und ziMliindc on« allorsliihlc geverdc, i 

8Ümnisi>e und argeulisl. L'ndc süilenl öch alle soldener und ir kneble, die mit iunne 
varenl die selbe Yiirt, sweren an den heilgen sft bsHtoide nndtftdAndealles, [dazj'> 
von in do vor verscriben stot, und irmebftbetmannegeborsam sft nnde oder demme, 
der an sinre etat iai oder den ers helilliel, zi^ glicher wise also Imme und also do 
TOr ist bescheiden one alle geverde, sumnisse und argenlist. Welre öch deme rote i« 
niM pesworn helle, wo daz deine bAbetniunne fürkoine, so so) er in soliobe bal)en, 
daz er iinnic swere, uUeä daz zu di^nde und zü haUlende, daz diu andern geäworn 
haul also vor beschribcn slol one alle geverde. 

Str. fiü. X G. D. P. l*d. 20 B. 17 nr. 1. A^f kmgem nuawmmgehefteiem Papienlreifeu; 
äUAätlHM rfiifirtifciniiMi ^ 

1121. VeneieknU derjenigen^ weleie tfem Kaiser gegen de» ffertof ton JMIiek 
dienen seilen. ja79 JuM 14, 

Diaa bant aii^ vonerlben geben deme keyaer s& ffienende uf den herlzogen 
von OAloh aub domino Johanne dicto Sehüt magistro anno 72 feria aecunda posl » 
Barnabe apostoU \folffen die N«men[. 

Unser berren meisler und rot erleiletent, daz men die vart sftm keyaer keinen 

anlwergman scbicken sollte. 

Unser herreu meister und rot baut erwell bern Ilelzfl Marx, berii Llrich Reg 
und bern Johaos Hcylman die söldener zi't kiesende us den vurgescribenen pcrsonen 
und sft besoigende, was men eime hAptmanne und den^aAldenern dftn aol, und ander 
alteke und artißkd, die do aft bArmt. 

Dise sint erwell von den |>er80uen, die genesile gescriben atont, lAm ersten her 
Berlidnlt Zorn der hubeluian, do noch die hie noch gescriben atont« ob es deme rote 
wol geviele, z&m ersten m 
hern Swarlz GOlzen von Grostein. 
Item » Ilug Kletten 
» » Rülman Swarber 
s » Heinrich Ottefriderich 

» Zörnelin von Bullach „ 
» hern Götze hem iianaen snn von Grostein 

> Glaus Zorn 

> Johana von Kagcnecke« 
s Swarber Henselin. 




b) Vorl. OM. 




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1873 



780 



Zftin Bippernantae: 

Ilein her Ilelzel Mnrx 

• » Jühans Loselin 

» * Juhaus von Slille 
» Simnot tod Sohftoeeke 
» Henselin von Sebillikeiin. 

'/Am Saul Thumman: 

» her Welzel Marsiliu«? 

> Salinen Hannes von Rosheiin 

• CAnral Burggrave 
» HAgelin Rebestag 

• Cuntze Lenlselin 

• Groshannes sim von Rosheim. 

y<iT deme mflnster: 

» Ortdin Mansse. 

Zftm MAhlein : 

» Honsel in Bog* hern C&ntze Bogkes sun 

• Reinbolt Surer von MAloheim ■> 

> Peter Bog. 

Zftm Briefe: 

» Buliart 

. Syfrit Clobel5ch 

• Pauwellin Mosung 

» Heinrich Weplierman 

» EUcharl der soldener 

• Ludewig von Amuller. 

Str. St. A. O. ü. P. lad. ÜO nr. 3. conc. ch. 

Zw» Teil gedrtKkt bei Wenekev, disqui$. de gkveitburg. GS. 



1022. Beschlüsse Hier die AittHMmg der 4em Ktnwr $ege% de» ffenog tou 
Jülich tu sMlende» Milftseiaer. [IST» Junh] 

Die do ift geschickel wurdcnt, dem hAtietman hcm BerhloU Zorn und sine ge- 
sellen die vnrl zöm keyscr uf den herlzogcn von Gülch zu i)esorgende, do duhte aA 
giil, daz der hubelman mil den »insern (niergpnl]'" zof;«ne, wonric do der keyser hin 
zühcl mil ganlzem volke mil des richs baucr uf den herlzot^eu von (jülch und sine 
kelfler. Sü duhle Och g&l, daz men deme höbelman berülhe, wer es daz sich keine 
atat beso^^ mil widersagende, das er denoe unsere alelle er öch beaorgele. 

SA duhte Ach gftt, das men in Schaden den koch lAhe und das kAchin ge- 

a) vfieKtf jtttrkktm Halarich von Mälnbeiin. b) hUiMek gtttrkke» Hmulia BlMck«liii. 



schirre, dischlachen* wahsliehler, swebdringe und zvei yain, do zft 10 schein, 
kannen, tieseben.* 

Sü duhle ftch gfit, das men den verenden l&len und demc smidc pfi ri kotFo und 

dax mcn die pfn t w i'lrr uti<t>rn Iicrren zu liove antwurlle und das der koch uf dem 
wagen by der kuchin blil>L'ii, daz s[ol incii] versweren. » 

äü duhlc ucL gül, daz kcinre luiure uiil iiumc Iure dcnue 30 llor. über alle 
sine koste und daz sA daz gell nAt abe dQnt in keinen denne sfi irre noldurft 
uf der sdben irarL 

Man sol in Ach daz gezcll üben mit deme einen knopphe, banem und yenlin 
und sol in swene knehte dar sft gewinnen von dem ungella, und sAUenl sA in koste m 
geben uf der verte. 

Men sol in ftcb üben drige wegenc, und sol der einen Üben unsere Iruwen liile 
und der spitlol einen und sollcnl unsere früwen lüle Ueuie spiUul zwei pfert zu 
l$ture] lihen» den dirten wagen sol men umbe Ion gewinnen und 10 pcarrich] den 
sAldenern uod einen karru»h den geischlichen lAlen** . » 

Man sol in Ach unserre Iierren yain dem smide 500 ysin und so vil nagel, also 

dar zQ börenl. Üben und sul dem höbelman befelhen, daz er besorge, daz daz gelt 

unserr lierre werde und dnz er ein vsin aneslnj^e umb 6 den. und eins iuiderwerbe 

anslabc uuibe drige ptuuniugc, und äul ucb nieman bcslahen denne den uuseru ungo- 

verlicbe. ' aa 

Ar. A. iL 0. U. P. lad 80 ar. S«. FlüdUif auf Tia^ gtiOfUbm, Mum-Ttü verwi$ehi. 
Oeäntit bei TKendker, ditjiii$. de fIn«M6iify. 9S f. 

1023. Gabriell de Reimondis ein kaufroann su Kume giebt in der saehe, die er 

hol vor racister und rat zu Slraszburp; von fünf ballen Iticb und andern sacben w^en 
perron Maliolo de Snpripa.» einen koufinann und bürf^er zu Slraszbnr^'. SlefTan von • 
Orcu vulluiiiciil ibn zu vedrelen. Er siegelt. An dem nechslen frilag nacb sanl 
Jobanncs lag des heiligen leufiers KJTL'. JS?g Juni 2Jf. 

Sir. at. A. V. C. Q. Corp. K lad. 23 oi . mb. c, $ig. peitd. 

1024. Kaiser Karl IV an Straßbwg : dankt für die BcrrihrilJiffMt, ihn gtgtn 
den J/ertoff ton Jülich, der sich inzwiscke* vniermr/eu hat, zu nnfri-yiiiizrn. » 

Juni Aeu;hmu 

Karl von gols genaden Römische keöer sn allen selten merer des reiche und 
kunig zu Behem. 

•) tifnicei pttHtktm vaA uab wllx, nidMU, inirtM, «ptg od «Ddan* du dar tft bftrt, dn 

TardvRUt. du m1 imii den rote nkrk0«n* b) AirmwA gtHritkn mahn die ediirift » 
giwiBMD dnaliirbaiMle liall und die katrleh uad «regene. dta aol aan dan Mia Mrlt|s«i. 



> Hier muk BrmehttOdt einer Pferdemtutertmff fBr diaen Zug vom Juni 29. 

■*' Drrsilhe (Sleffiolo scn Matliolo de Suptas Ripai <rivd auch genannt in einem Schreibrn drr StoiU 
MixhelH an Strasburg wegen Antikferung wm 4 dort surückgdiUebenett I'uckltfiUen. Ohne Johr, ia etlr 
•tlno um aHonpeioiiis b. Ilari« Tit^U (Aug. Jtontortatttif w. dh. Ift. cfe « 



•7»! 



iJhon {^»'Irewcn. Wunu sich der herczog von (julclic zuliaiil. iils wir qnamon 
gen Ache, in unser kciscriiclie gnaflc gegeben und uns unsf-rii Üben Ijruder den 
Lerc%og von Luceinburg, Limburg uud Brabaul ledig und \oz wider geaulwurlel und 
gdassen hat, babeo wir deoselben tou Gülcbe zu gnaden genoinen und daukca 
» ewren treweti mit allem fleisse, das ir dem reiche su eren uns zu aulchen aachen 
bereit wäret su volgen, des wir an diaen leiten nicht bedürfen. Und wollen das 
onch gen euch gerne verschulden. Geben zu Ache am äunlug nach siinl Juhnns 
tage unser reiche in dem sechsundcxwencsigsten und des keisertums in dem acht» 
exendem jare. 

w de mandato domini . . imperatoris 

Nicolaus Gamericensis prepoeitua. 

[In verso] Dem . . bui^germeisler. rate und bürgern gemeintolich der slal au 
Strasburg, unsem und des retcha Üben gelrewen. 

A Btt. St. A. A4 77 nr. 60i>. ar. eh. Ut. A e. m 9. äMjir. mu». 
» B ebenda nr. 6^^ or. rh. lit. cl. mit dem Jiatim «an aaa<«g mt Johamibf«* (Jnn» 90) «An« 

ÜHtfrtchri/t mit Üieyire»ien. 
Aitir ft§. mr. MOS. 

1925. Kacbof Lampreobt an meister und rat: hat erfahren, dass sie des seligen 
lealpriesters sum allen s. Beter seelger&te auf ihre pfala gesogen haben und dar- 

I» Aber richten wollen. Da sie daml) r. sinleinnl es eine geistliche sache ist, nicht 

3tti richten haben, so ersucht er <Icis seelgenite vor den gcistliclien rieh ler zu weisen, 
wie es recht ist. BiUel um aulworl. «Geben zu Dabichenslein dos sunüigos nnch 
saut Johans tage». [IJia Juni 27 J Dachstein. 

Str. 8t. A. AA 1406. ar.tk.Ut.cL e. tig. in v. imgr, dci. 



» 1026. Bischof Lampredit nn meisler und rat: «Von der missehei wegen, die du 
ist cznsrhen dem slilTle von sanl Thonian und dem closter von sanl Afriics, haben 
wir übirlrageu mit dem sellx-ti slilTl, daz si ez wollen luszen stau in guten dingen 
vicrlzehen tage und den bau utlälahen. Darumb bilcn wir uch ernsllich mit flisze, 
dn ir die sache lani stan und sie nicht enschedigent an irme gftte noch an iren 

M peraonen, wann wir in dem selben sil unser botschafll dar xu senden wollen, das 
wir trAwen, daz sie gütlich gerichtet werdent. Geben zu Dabichensldn an aanl 
Ulridis abend des heiigen bischoffs.» IJ972] JmU 3 IkuMeln» 

Slr.SkA,Ui 1108. ur, dk. m. 0. e. aig. t'a « impr. 

1087. Bischof Lamprechl an metsier und rat : ersucht, nicht Aber ein seeige- 
I» riUe zu richten, das Ebelin Sickc vor ihnen beansprucht hat, da die sache vor das 
geistliche gericht gehöre. «Geben zu Dabichenslein des miuitagos uüch sanle 
Ulriches tage». [isrj JtUi öj DaohtMt^ 

»r.8LA.kk I406L or. d. Ii«. dL e. s^. •» «. A^ir. 



792 



1372 



1028. Reinliarl vüd Windeckc au meisler und ral zu ötrasx.burg : weist Forder- 
ungen, welche die Straszburger wegen scbadenersaties iilr einen angriif, den Eberhaii 
ZAUe gegen beim Erbait von Kaneclc, Slnraburger bürger, ao ibn geslellt haben, 
ab. da dieaar nidil mil in adnmn frieden begriffim isl. «Dalum fem lertia prozima 
posi Udabrid einaoopi a. d. 1372». 1999 JWi s» » 



1029. Xwer Karl JV «tu Buchof ZsmpreeAi «o» SinUüwry und den Landtogi 
im Elsaß: sollen den Streit gwitcken Johann Erbe und de» Siraßburgen vöer 
die Jf'ikre tu Qrafeiuiade» unlereueie» und iA» vorlege. 1S79 JUH 8 JBIMU» 

Wir Karl von güls gnaden Romiscbir kdaer an allen seilen merer des reicbea m 
und kunig an Bebeim embielen dem erwirdigen Lamprecbt biacboff <u Slraspurg, 

unscrm lieben Fürsten, rat und andächtigen, und dem edlen Rudeln von Wallache 

lanlfugli' m KlsasstMi, oder wer von seinen wegen nndirlanlfogt doselbist ist, nnsern 
lieben {^elreweu, unser gnade und iilles gut. Wie wol wir vormals nnserm lieben 
gelrewen Johanscn Erben von Ölraspurg das var zu üratenälal über das wasser, das » 
man nennet die nien, verlihen haben, das an una und das rdehe verfollen aulfe 
aein als unair veravigen leben, als er uns furgdben bat, idoch so ist uns atder 
dctu mal fui^legt von wegen unsrer lieben getrewen der . . burgermeister . . rat 
und . . burger gemeinlicben der stät zu Straspuiig, das dasselbe var ein almeynde 
und gemeyne zu dem dorfTe Grofenslad und nicht eyn lelion sei. Dorumb wann «• 
unsir ernste nieynunge ist, das ycderman bey rechte bleiben suUe on liinderuu.sse, 
emphelben und gebicteu wir euch und wollen ernsllicben, das ir beide teil vor euch 
beacbeidet und ire kuntachafll und beweiaung umb dasselbe var eigentlichen aua- 
geben und erfaren sullel und uns die gelegenheil sulober suchen mit ewren oflen 
brieven genczlichen undirweisen on vertziben und «idorrede. daa vir bdde teil dor- t» 
noch entscboiden und richten nmppn. Auch ist nnser ernste meynnnge, das sulche 
ladungc, als der cgenanlc Julian Erben elliclie unsrer und des reiches burger von 
Slraspurg hat für uuser keiserlich hofgericble geladen von dcrselbin sacben wegen, 
unloglich sein sulle und dieweil" denselbin bürgern keinen sdiaden bringe, wann 
so wir der sacben eigentlichen nnderweiaei werden yederman bey seinem rechten m 
wollen verleiben. Geben zu Mtvil des nebsten donnitags vor sant Margriten tag 
unsrer reiche in dem aecbsundzwencagsten und des keiaertoms in dem acbcsehen- 
den jaren. 

de raandalo douiini . . imperaloris 
Nicolaus Camericensis preposilus. » 

Ar. A. ^ V. C. Q. Corp. B lad. SS. ar. mk. UL pat, e,$if.im9. tMjir. Imh. 

•) diavail Ml mit andenr TüM ki%sHije/«ji. 



I0>30< Aar/ IV an Ülraßburg : bitiel den Frieden mU denen von Windeck bis 
Sept. 29 9U terläiif/ern. 187» JnU 11 ESMHe. 

Karl vuu gols gaadeu Kouischer keiner zu ulleu zileu inerer de^i riclis und kunig 
zu Bebcm. 

ft Lieben gelruwen. Als der hochgeborn Ruprecht der ellere pfulczgravc by K^a 
und herciog in B^era. udsm* lieber sweger und furste, e^rnen (Hden suschen udi und 

den von Windeckc tuu /. off unser lieben frawen dag essumpcio nesle konipl beredt Avg.is. 
und gemachl bat, und dersclb nnsor swager tneynle, er wolle uch beide parlien do 
zusehen gullicjien mit einander enlriecblel lian. ob er liet peinoehle, des inogin 
10 wir desselben unsers swagirs zu disen zilen nyl eiiiberen, wann wir yn by uns von 
«vstUdier Sachen wegin haben m&szen. Darumb bidlcn und liciszcn wir ucb mit 
ernst und meynen auch, das ir denselben frieden mil den von Windecken baldeut 
und erlengit lassil sin uncs uff Bant Michahela dag neste kompl in der messen, ab »jm. n, 
ez mit friden zuscben uch herkomen ist. Do zusclicn mevnet unser swager uch 
beidersite giUlicben mit eynander zu onlrirlilcii. Gclx n zu Kllvil d»'S sonlags vor 
sant Margarethen dag unser riebe iu dem secbs uud zwculzigislen und des keiser- 
lums in dem acblzebindeu jar. 

per cesarem 
P[etru8] Jaurensis. 

m {1% «arioj Den burgermeistem . . rede und bürgern gemeynlichen der alad su 
Slrassbuig, nnaern und des richs lidmi getruwen. 

Str. St A AA 77 nr. 77. or. ch. Iii. cl. c »i</. in r. impr. dei 

Gedruckt im Ausm. ZeUiekr. für Ouch. de* Oberrh. XXIU, 4ä6. — Mutier ref. ar. 6103, 
FfaUgr. Heg. nr, 3099, 

a 1031. (iulachlcn des linifi H Kmirhii t<in Lehtinifeii tthvt livih iiiiiiij der ZicisUg' 
keilen zwischen der ÜLadl Siraßburg und dem Domproist ton Kiburg. 

[V^r 1S72 JtM 1»,} 

Unaor grave Emiches von Lyningen meynünge ist, das unser «voger derdftm- 
probest sweren sol zeben Jar fdr die slat uff gnade der von SlrasbArg. Also weres 

so dnz gnade ze lang würde, das dan die gnade stünde an unserm berren biscbof 
Lamprc'ii[t von S]*trazbürg, wan er rlic stat und den rat hilciule word»', das men 
yme dez uyl verseile, Ouch ist unser uioumuge umb die alzünge, die er verzert 
hat, das men die sft silen madie uffe des rates gnade, das das litUchen und sim- 
liehen ay, das er es wol getfin möge. AAch ist unser m^nunge, das Berbtolt unser 

M swoger geloben sol, das er nyt ze Strazbürg in komen sol, es sii dann wiUe des 
rates von Strazbürg. Und umb alle andere artickele und zweyünge, ao umer swoger 
uud die slat millenander hanl zft Strazhürff. das sol ein h'it«'r süne sin in aller der 
mosse, also vorgescriben stat. Ilar umb bittend wir die uieislcrc und den ral z5 
Ölrazbiirg, daz sy ir gnade her zu kercu, daz dis fürgang bube. Daz weilenl wir 

M alle Sit umb sy verdienen. AAch ist unser meynünge, das unser swoger der tüm* 

•) iitf und «» lit» aild<rn bttdckHttta StelUn LmK im Pajiitr. 

100 



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794 



1872 



probest von der gefengnisse, so er gefangen isl, den« die sin do beerende sini 
von Strasburg» usser banne helfle, alz vorre uls er lung. Ouch ist unser meynüngc, 
das unser swoger der lilmprubesl versprirlic niil sincii friinden, das er oder sine 
frunde von der gelitd und (;ff[<Mi^ni|sz«' wegen furhaz nie nietner goanden noch ge» 
rechen solleul an die vun [Slrazbujrg aue oller le^ge geverde und argelisle. 

Sir. 8t. A. 0. D. P. lad. ISO. Mf». A. tean. 



1932. Graf Johans von Kyburg tftmprobsi (!< r siifl Strasburg schwört «von 

der gevcngnüsze wegen, eise wir von der erhern besclieiden dcz meisfcr.s, dcz rales 
tind der hiirgcrc \vef;ei) gi'iiieiiilicl)i' der siellc zfi Slrazhiirg angegriflei) iiii'l ge- 
vangen wurdenlt, urlchde und siiline. Al.s biirg. ii selzl er «grafc Eberliarleu vouK^burg lo 
lAmherreu dl Strasburg, Hartman von Kyburg und Berfatolt von Kyburg unsere brfldere, 
grafe Johansen v<m Habspufg, grafe RAdolfen von Habspurg, grefe Odtsen von Hab»* 
purg unsere Vellern, grafe E^en von Friburg und Malhisen TonSjrgenowe unsere Abeme, 
die (l>ch mit uns dar vür gesproclien und globl haut». Die genannten schwören eben- 
falls nrfehde. «Och sünderliche dar unibe, daz mir dem vorgenanton grafe Berhloll u 
von Kyburg die slat zu Strasburg ewekliclie verleill ist». Sollte einer der ohge- 
nannlen oder iemand anders die sühne nichl hallen, des feinde wollen sie sein. 
ThSten daa nicht, so sind sie ehrlos und meineidig. cUnd durch grosxer und 
noch merre Sicherheit so haut wir den vorgenanten meisler und rato und den 
bürgern gemeinliche der slal z& Strazburg durch alles daz z& vollef&rende, das von m 
uns da vorgescliriben siSl, und daz sie dez dcsl sicborre sint, daz ez in von uns 
goliullcn werden .sülle. zfi uns zu reliten weren und bürgen geselzcl und gegeben 
die cdelu marggrufe Ollen von Höchberg, grafe Emicbcn von Liningen, grafe 
Rftdolfen von Nydowe, grafe Walrafen von Tyerstcin, grafe Symondea von Tyer- 
stein, hem Burckartrn herren zfi Vinstingen und sft Sch6nnecke, Gerien von Gerölls- • 
ecke und Hessen von Üsemberg und dar aft Clausen vom Hose, LAldman von 
Ratsenhusen, Heinrichen von Adelahc dem man sprichet von Trahtersheim, Hanne- 
nian von Landesberg Eberharlz seligen sun, Johansen Beger rillerc, C*inenian von 
Wasseltiheini , Cünlzen von llade.stöl und llnnneninn von WiUlewüre genant 
Breller edelkneble». — — «Wcnne denne wir und die selben unsere bürgen dar » 
umbe von meisler und rates wegen sft Strasburg, die danne sint, gemant werden! 
mit iren holten oder briefen, sft buse, sft hofe oder under ögen, so sülloit wir und 
ieglichcr der selben unscrre bürgen, die da fryen sinl, einen edeln knelit und eineu 
andern erbern knebl zl ime inil einein hengeslc und einein pfcride und icglicher 
under den vorgenanlen nnsern liürgen, die dn dicnsllüle sint, einen erbern knehl » 
mit einem pleride in den iiehsleu vier wocben nach der selben irre uiauunge enl- 
wurien in die älal zu Slrazburg iu rehte gyselschafl in eins olTen wurleä hus zu 
veilem kftffe nnverdingel und niemer us der gyselschaft nodi us der stat sft Stras> 
bürg Eft kommende, den vorgenanlen dem meisler, dem rate und den bürgern der 
stat sft Stiaxburg und den iren sie danne vor da von voUetftn und sient da von m 



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1372 705 

iinlvlageliafl gomachet än alle pevcrde.» Graf .lolinns von Kyhiirf^ und snmlliclie 
hiirg«^n siej^eln. tAn dem cr-ilen menldage vor sanl Margarellien dofic der heili^'en 
jungfroweu» 1372. 1374 Juli 12. 

8tr.auA.Qt. n. P. lad. 198. M*. «tw e. 95 rig. jMmT., tmnm 1. (Odin «. JSTJ iML 

Grdruclt M Wrncker, iliftqu!». ,lr vMhnrg. ISO. LMg SA. XVII, 885. — Stgot bei 

ikiujpfiin, AU. dipl. II, 2ti7 nr. JH'.G. 



1033. JJas Thomaskapitel triß BestimmuHffen über die Veyu-enduuff der Distri- 
butionen Abwesender. 1372 Juli 23. 

Nos Heinriena preposilus, Joliannes decaous tolotnque ca^lulun ecciesio s. Thomo 

10 Argenlinensis qiioad snhscripla capilulariter cnnprpfrnti, commtini ac evidenli ulili- 
lale dictf" noslre ecctesie ponsnla providaipie jUL-hiliila dclibpracioiio slnluiiniis cl 
ordiuavitnus, quud umnes iioälre cccle^ic cuuunici cl »uminisäarii Mtuiletn porcioneiu 
cum cauonicis susoipieates, qui secnndum consweludinem prefite noslre eoclesie 
pro residenlibus habenlur et resident in eadeni, tarn in cboro presentes quam ab- 

I» acutes, in diviaiooe presenciarum seu coUidianarum diatribucionum tarn annivt^rsa- 
rionim quam fcslorum iiobis el noslre ecclcsie prelibatc secundum modum chori 
legstorum de cclero computuri deheanl. iln tarnen, quod porcin I nn canonicorum 
quam summissariorum prcdiclonun abseiiciuin ad cummunem ubservunciam trunco 
fideliler includanlur nec de eodem absquc coinmuni locius noslri copiliili oonsensu 

w vel sattem majoris partis ad hoc capilulariter oongregatc quicquam de pecuniis ibi« 
dem congregatia ad quosque uaus a quoqnam recipialur; hac tarnen moderadone 
premlssa. quod in matutinali offR io nuHi predictarum personamm absentcs pro pre- 
seulibus repnlenlur seu compiitniliir, nisi hce persone, qiie comintiniler in frslis 
novt'm lecciontim inahilitiis solenL iiiltTcsse el qiic pro negleccioiie diclürtiin uiatu- 

» liuoruai a dccano pro tempore cxislenli pigiiüianlur. Nicbilomiuus declaranles, 
quod noalre inlendonia Aiit et est in bac parle, quod de porciooibua dictorum tb- 
sencium rerla pecunie summa colli^tur, cum qua singnlis annis fruclus decimales 
el alii ad eoclesiam aancte Aurelie Argenlinensis spcrinnhs culliganlur; quibna 
colleclis reponatnr diclo pocunie summa, ex diclis lernen friiclibiis vel parle ipsorum 

»1 prius redenipla ad aroliain lurris eccle.sie nustrc anledicle usque aliam messem fnliiram 
ac poslraodum consequenlor cum diclo absencium porcione rcemanlur annui redditus 
▼iginli duarum Hbrarum denariomm Argenünensium , quos singulis annis ad 
chorum de noslro granario minislrare tenemnr. Volumus eliam et statuimus. ut 
poat espedicionem premissorum eedem pecunie sie ut prderlur de poreionibua ab- 

m sencium congregnndc perpeluo in alios reddilus inier predii (ns persunas dividendos 
senindiun noslri capiliili urditineionem eonverlenlur. El ne Imjiisiiioili per lemporis 
cursutu ohlivioni siil)jnreanl, prescns .slaUilum ad liljriini slaliiloniin iinslrürum inicr 
alia noslra slatula unanimi con.sensu scribi fecimus ad perpcluam rci mcmoriam el 
iiicbilominns in premissorum evidenciam pleniorem pmentis pagine inslmmenlum 



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1872 



sigilU dioü Doslri oapUalt appensioDe fedmus oommuniri. Adam et datum feria* 
sexta proxima ante feslum Iwati Jaoobi apostoli sub anno domini nulleaimo trecen- 
lesimo sepluagesimo secundo. 

Str. Tkom. A. lid. 2 («tatat»)!. «r. mb. e. »Ig. jfmi. 
1031. IHs Thonuttk^itel trifft ßestimmuiiffeH vier die Ordnung der Messen. » 

ist» <r«ii 29* 

Quamvis scriptnm sit in jure, quocl propler üfliciiim dalur eccleäiaälicum bcne- 
ficiuin, sunt lamcn nonnulli liiijiis ecclesie s. Thonic Argontinensis prchondati, lam 
vicnrii quam r;ii»]>cllani, qui non soliiin coiilra fundaciones prebendarum suarum 
raru iiiiäüuä culebraul, ytnmo eciain ceiebruulus cuDlra infrascriplam ordinacionem lo 
dicte eccleaie in celebrandU aniasia ooncurrunt, unde diele ecclesie inissarum soi- 
lempnia debilis temporibos aublrahantnr el fundatornm anime miflaaram aufihigUa 
tolilanntur neonon parroduanonim dicte eodesie miasaa in eadem andite cupien- 
ciuin non modica querela spai^tnr, quam nos decanns el capilulum ecclesie pre> 
libate colli'lif ;n!(!iie compellimur. Quare nos decanns el cupiluhun ili- le ecclesie, i» 
(|ui divinum nüii inm in dicla ui-clL'^iii. j)rnn( Icnenuir, rcstaurarL' et augcre dcsideramus 
ullenlu, quod juru cUiiuaut, ul, ipioä dci timur a iiialu iiou revocal, lemporalis saltem 
pena coherceat a peccato» slaluimua et ordinamus, quod quilibet vicarius et cappal- 
lanus noslre ecclesie s. Tbome tres In septimana celebrel miaaas. Et ai quis pre- 
diclorum, quod absit, negligens fuerit in tribua mlssia ut prefertur oclebraodis, lunc m 
pro qualibel niissn neglecla solvel sex denarios raonele Argenlinensis. Simili eciam 
pena volumus celohranlos qtianlnni ad tres niissas ul preniissiun est nstringi, si 
contra subscriplam ordinacionem vol ante precedenlis misse sacraniciUi elcvuciüiiein 
prupria auclorilalc inissas suas incipiunl. Tarnen per hoc noslrutn slalulum coutra 
Aindadones prebendarum in miaaia celebrandia non intendimua aliquid diaponere vd m 
eaa confHngere vel inimutare aut aliqualiler dispenaare, sed monemua el hmtamur 
omnes prebendatos linjiis ecclesie, qualcDus secundum fundaciones prebendarum 
suarum in cdcbrandis missis jiixta possibtlitalem .snflu'ianl. Per hoc autem slatu- 
lum noluiniis suum issarios cliori et jiro (It-Cunctt > cclelirotiles alilor quam seciuidum 
prebendarum luudaciouem astriugi, ullcriorem corrcccionem ipsurum in hac parle so 
decano specialiler relinquenles. Ilem declaramus, quod hü, qui ullra tres inissas 
aecnndnm atatulnm predictum celebrantea in eadem septimana ex devodone vel ex 
debito aliquaa miasaa cddvrant» qnod tunc non astringantur in pena predicta, ai 
ordinacioneta in aeqaentibua missta non servant. Possunt eciam odebrantes sine 
pena inviccm concordare, qnod unus capial prius allcrius in missarum celebra- m 
cionibus, duinniodo alii per lioc in ordinarione non impcdianlur , declaranles 
eciam, quud si ex brcvilalu lemporis el mullitudinc volencium niissas celebrare 
aliquia cogerelur omittere misaam, at deberet precedentis mitte aacramentt elevaoio* 
nem expedare, quod tunc, si videbitor astantibua deric», polest indpiendo missam 
anlidpare vel cum alio indpm et concnrrere. Volnmua edam, quod nullns missam «• 

•) Uer M 4»Mtet Tintt. b) in — «Kl tmf Rutr. 



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1372 



iocboare el legere presumsl, poslquain plebaniis diele ccclesie suam missam cunswe- 
tarn vid^ettt infi« palsam prime inceperil et anlequam offertorium legeril sea can- 
laveril. Ante inchottcionem vero diele mtflse plebani et posl offeiiorii decaiitacio> 
nem aeu leodonem qaocamqae tempore lidlo eoiam tempore divinorum ia choro diote 
acelesie vieartt et cappellani predicli aliiq^iM quicumque cclelirarc volenles et Talentes 
in eadem missas legere valchtmt, sir. tarnen quod cilra disorecionem el ordinacionem 
prescriplam nullus anle otlerloriiiin misse priiis incejilr missam inctioare presumal. 
El ue bujusmodi per lemporis decursum oblivioni* subjacuaiU, preseiui slalutuin ad 
librnm atatolonin ^ete eoolaste noatre intar aBa statuta fiscimus eomcrUii. Et nichi- 
lominua in premiasonim evideneiam plenioram preaena instramentum deaaper oon> 
feelnm sigUU dicti noatri capituli appensione fedmus communiri. Actum feria 
sexta proxima anle restutn beati Jacobt apoatoli sub aODO domini millesimo trecen- 
lesÜDO aeptuagesimo secundo. 

Sir. Thom. A. lad. 2 'si.itnts) nr. mh, r. «i'?. prwl ilrl. 
Erwähnt bei CK. Schmidt, hi»t. du chap. de i. Thtmaa 182. 

1035. Bischof Lamprct Iii an meisler und ral : erbitlcl boleii zu einem läge, 
den «die von Fullieuslein beru üurkarles sebgcn wilwe> am nücbslea monlag zu Ava- 
Zabeiii mit ihm Idaten soll. Der tag, den der Scbultbeias und seine «gemeynem» 
mit Johana Erben auf dienatag leisten sollten, ist desw^n suf samstag vor Iau- av^, 
reniienlag versdioben. «Geben s& Dabicbenstein uff den samsslag nadi aanta 
Jaoobea tage». (isr» > JMl 91] HaOuMn, 

8lr, 8L A, kk 1408. nt. A. UL ü. t. ii§. im v. imft, 

MISS* Herzog Ruprecht der altere an mcister und ra l zu Straszburg : will 
gern um der missehelle der Slraszburger uud des von W indeck willen dieiising 
nachl «nach unser lieben frauwen dage assurapcio» in Slalbofen sein uud den von 
Windeck mit sich bringen ; «und ofT den niitlewocb darnach, das ir dann und die 
von WiudeckeD eynen guUicben dag do Seibis Stalhofen leialent. Do volleo vir 
bi sin, ob ir gutlicb mochtent geriechlent werden.» «Datum Hddelberg die beati 
Sixti.» [1379] Amgutt 9 SMMterg. 

8tr, 8L A. Q. H. F. lad. a, or. eh. tu. tL c. $ig. im v. ü^ff, 

\Q'.\7. Wallher ton der Dicke h'h-f von der Stadl Slraßburg den gefangen ge- 
nommenen Claus Wepfertnann ton Andlau bis Michaelis. 1372 August 13. 

Wir Wallher von der Dicke herre zft Spehesberg verjehenl und kündenl 
mengliuhem mit disem briei'e, alse die erbern bescheiden der meisler, der rat und 

•) Vorl. obliTionis. 



> 1372 Juli 8 halle der Kaiser dem Bischof die Wrmiltliing in der Grafeiistudener Angelct/etiheit 
t b ertr off e m . Ende deMdben Jahres wurde JIerli$heim von Joh. Erbe überfallen. Dieser und die mit ihm 
MtmmmeMmgtmitm Britft Mwiaehem Mdern Enigmuem. Jkt» Jvhr 1372 tat atto gtti^urU 



708 



1873 



die bürgere der stat /.Q Slrazburg angegriflen und gefangen hanl Clau^ Wepferinan 
v<m Attdelabe Johans Wepfermans seligen aun. das wir also dan selben Claus 
Wepfeiwan von den voiigenanten dem meisler und dem rate s& Stradnirg usge- 
»^»». nomen habent wü/a.' zil sanle Micliabels dage des heiligen ertaeqgels nA s& nebsle, 

wände sie uns den selben Claus Wepferinan unlzc dem Torgenanien zilc iVh » 
uzgcpehen luuit. Und globcnl öch wir bi gfllen Iruwen, dor\ selben Claus Wcpfcrman 
den vorgt'iiaiilcii dem meisttT und rate Slrazburg zu dem vorgenanlen suiil 
Michalieb duge widerunibe zu enlwurlendc in ire hanl und gewall än alles sumcn, 
ist es das er nntse sft dem selben sile mit in nil gerihtel wirl ftn alle geverde. 
Dar sft so habe ich der vorgenanle Qaus Wepferman selber mfttwilleklicbe geswftm it 
an den heiligen, mich zu dem vorgenanten sanl Michels dn^^e widerumbe zö cnlwur- 
tende in nieist r und rales der vorgenanlen stal zu Slra7.1)ur^^ hml und gewall und 
iti die selben iH' slosse und gevengnüszr, dar iiine icli ielzenl gewesen bin. Und 
sol uch ich duz tun uugeuiaul, isl ez daz ich unlzc zu dem selben zile mil in nit 
gerihtel wurde. Und sol ödi ich da swboSient n&t»t werben noch schaffen heime- ti 
liehe noch offenliche, das der stal zft Strasburg oder Iren bnrgem sobedelicfa oder 
unn&tslich gesin mäge in denheinen weg ; wanne waz in und Iren bui^rn ntitstidi 
und göt gesin mag, doz sol ich die wile werben und schaffen, alse verre ich mag 
hl alle goverde. Und hnhc f^i'hclen den vorgenanlen minen herren hern Wallher 
von diT DiuIvO. ilaz er sin inm'sipcl inicli licz 7.h übersagende, daz von mir da vor- n 
goächriben slal, und och zu einem urküude dez, daz von ime da vorgeschribeu slal, 
an disen brief gehencket het. Das Ach wir der selbe WaUber von der Dicke an 
diaem briefe verjehenl. Der wart gegeben an dem arsLen (Hldage nach sant 
Laurenlien dage dez heiligen marlert rs in dem jare, da man salte von gols geburte 
dr&tsehenbunderl jare sybenlzig und swei jare. m 

8br. 8t. A.y.C. Q. Coip. K lad. 28^ «r. Brik «. jmmI. 

1038. Herzog Ruprecht der ältere an Meisler und Rdl : seine Amtleute solle d 
Eberhard Znlle als Feind behandeln. i372 Augiutt Heidelberg. 

Von uns hertzog Ruprechl (Umii ellt rn. 

Erbern bescheiden lüde meisler und rad der slad zu Slra^zpurg unser fruui- ja 
acbaft allezil bevor. Daz ir uns z& eren eyns lengern frieden mit den von Windecke 
gefolgel hanl. das nemen wir von &ch sft fruntlichem danke. Auch gibt Ebbirharl 
Zullc von Sickingen genant den gefangen, als verre er an yn letl bat, zil. so lange 

der frid wcrel, aber er wil in dem frieden uyl sin, wann er me^'nel, er liab sundor 
viüulsrliaft mil ucli und sii nyt lielfcr der von Wiiulecken. Doch wiszenl, daz wir t» 
bestall hau, daz unser ampllude sollen vyanl werden desselben Ebbirharl iCullen und 
ime vyanttlichcn dfin. Darz& sol er in keyuen unsern slozzen und gebieten noch 
in der von Windecken sloszen, so lange der frid weret» nyt entbalden wenlen an alle 
geverde. Dalum Heidelberg vigilia beati Bartholomei aposloli anno TS!. 

Str. SL A. 0. U. P. Ud. 29. or. mft. K<. «I. e. «. raij>r. „ 



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1872 



709 



1939. Straßhurg tMießt Friede» »il QrafJMelf «o» HMw$ wtd Mm» 
iem dien I^irekkerre» um Eeeteukol*. 1B79 Jugtut 28, 

Wir Heiarieii von MAlnheim der mdater aad der rat von Slrasburg verjebeat 
und kAndent men^idieiii mit disem briefe, du von der aaoben und vygeatacbaft 
$ w^D, SO wir mit dem edeln lierrea grafe Rüdolfe von Habspurg gehebl Hanl von 

hern Jobanscs wegen vogl Knselins seligen sünes dez allen kircherren von Kesten- 
hollz und öch mit dem seihen liern Jolianse dem allen kircherren von Kestcnholl« 
unUe uf disen hüligen dag, wir luil in gullicbe gerihlet und geslililel sinl und daz 
wir die selbe unser vygeatscbeft abe lassent und abc gclasaen bant mit disem briefe 

t» gegen dem voigenanten grafe R&dolfe von Habspurg und bern Johanse dem alten 
kirdierren von Kestenbolts, allen iren belfern, dienern und den, die aft in gdiArent, und 
das sie von der selben vygentschefle und sachen wegen vor uns, allen unsern bur- 
gern, liflfern, dienern und den unsern hiniutnüiin sicher und 3n sorge sin süllcnt 
an alle geverde. Und d»v. zö einem Urkunde so hant wir unscrrc slcllo iiigesigel 

u zSi rucken uf disen bricf gelruckel. Dalum vigilia beali Barlholomei aposloli 
auDO domini 1378. 

Str. St. A. G. U. P. lad. iöO, or. mb. Ut. p<U. c. tiff. in v. mpr. Od. 

1040. Ä'arl IV au Slraßl/urg: be/iehU mit Basel und dm elsässiicken Reicht' 
elääten nach XtU dee BiseMefit Lmi^treekt de» Kneffeunmken t» wehre». 

« 1372 September ß Pra^f. 

Karl von »otes gnadeu Römischer keiaer zu allen czeilen merer des reiohs und 

kunig zu Beheim. 

Lieben gelrcwcn. Wir haben vernouien, daz groze uutrid von crieges wegen 
in dem lande au Eisassen sey uffgestanden* also das yt und ander unser und dea 
a» reidis stete doselbst angriffisn und leglieb beacheidigl werden wider reobt und un* 
sieher sein leibe und gutes. Und wann wir sttlbe Sachen su nndersteen tu den 

landen selber ylzunt nicbl gegenwurlig sein mugen, empfelhen wir ewern trewen 
ernstlich und gebiclen onch hi unsern und dea rcichs bulden, daz yr mit den von 
Basil und unsern und des reichs sielen in Eisassen noch rate und mil bulfe des 

M erwirdigen Lamprechles bischofs zu Slrazburg, uosers rales, fursten und Heben an- 
dächtigen, su aammen kumel utt nonlicbe tage und mit einander su rate werdet 
and sulbe ernste wage findet und machet, das aulher unfride und frewel in den 
landen nnderstanden und gewerl werde von unsern wegen, als wir ouch 1 r:i:nb 
den egenanlen biscliofT und der slal zu Basil glcicherweis gescbriben haben. Und 

» lasscl euch ernst sein in den sachen. Geben zu Prag am monlag vor unser 
frawen tage nalivitalis unser reiche in dem sibeuundczweucicigisleu und des kei« 
aertuma in dem achcsenden jare. per dmninum magistrum curia 

Nioolaua Gamericensis prepoaitua. 
[In tereo] Den . . burgermeisler, rate und den bürgern gemeinlich der atal su 

m Strasburg, unaem und dea reiohs lieben gatrewen. 

Str. Si A AA 77. or. m. A e. mg. in 9. Mvr. tUL 
HuUr reg. iir. 6J30. 



800 



1041. Bischöf LamprecAt an Stra^urg: biltet den Orafen von Sahn in seinem 
Thun SU ietl&rken und Boten nach Mölsheim m senden, «w auch die seinigen und 
die des Landtogte* eintreffen, werden. [iST» alternier 9J Cnbmar. 

Lampertus episcopiis Argentinensia. 

Ueben getrftwcn. Wir Unt nch wissen, als ir uns babenl cnbollen mit Bfi- • 
nianne, das hant wir wolc vorslanden und danckenl uweren (rfiweti des' fli/xlichen 
und bitten uch ernsllichcn, das ir uwere botschaft, die vor dar umb geritten ist, zfl 
(lern grafen von Sahnen tun wellonl und inii- mit der ernstlichen verschribent, da^ 
er inie die sache, als er sft angefangen hei, mit ernste lasze einpholen sin, und daz 
die sin z& Mollisheiiu uiT diesen lag zu nachte. Wan der lanlvougt und wir** dem lo 
votgenanten grafen ouch unsirre erberre botacbaA dar umb getan bant; die uff die 
selbe nacbt aft Mollisheim ist ; dar nacb wisaenl ucb sA riebten. Gebeo sft Col- 
mar uff den mantag fAr unsirre vrouwen tage der jQngcrn. 

[In verso] Den wisen bescLeiden dem meisler und dem rate sft Strossbftrg, un* 
Sern lieben gelrQwen. » 

Str. 8t. A. AA I40ft ar. eh. Vt. cL e. e^. m 9. vmgr, 

lOtt. BiscboT Lamprecbl an meister und rat : «Wir laut ucb «isien, das des 
lantvougles erbere botaobaft by uns ist gewest als bAle uff diesen mildentag ad 

Dabiebenstein sich zö entschftldigen und uu^ gehciton, das wir uch cubietenl, das 
ir uwere erbere bolschalX als morn zö dageziit zu Molüslicim habont. Da sollent «» 
oucli andirc des riehes sti lle holten hien kummen, als sfi uns lidlx-nt geseil, von 
der stücke wegen da zvi redden, als der tag gcin Benfelt gemuht wart und ir ouch 
wole wiszent. Und dar umb so bitten wir ucb ernstlichen, das ir uwere erbere bot- 
aehafl sendent gein M oUisbdm als TOfgesdiriben stat. Und des lant uns uwere ant- 
wftrle wissen. Geben stt Dabicbenslein uff die milwodie nacb des hdligen crA- » 
Oes tage». flM9 g g j i i w i i l ar Iß] ItadMete. 

fltr. A. A AA 14M. or. elk. ». dl «. «. «Rfr. 

1043. Bischof Lamprecht an meister und rat: «Vou der vorlust wegen, die da 
gescbdien ist su Wüsteten* nwem bürgern, darumb juncberren Heinricbs von Lara 
eUicbe arme lAte uff gehalten sin, bitten wir uch emstlidi, das ir den sdben srmen a» 
llklen viercseben tage ziil gcwinnent, wann wir in schlagen sdbs mftt haben in die 
stal su kommen und hoffen, das wir die selben -Sachen siecht wollen machen. 
Geben su Dabiohenstein des suntsgis nach Remigii.» /im Oetoter 9] Ifadkttetm* 

Str. A. Ä. AA 1408. er. ck. tü. A t. sif. in •. äivr. 

•) Verl. dar. Vorl. lir. a» 
I VfU «r. iOlS, 



1872 



1044. Dtr Abi ton 6'vh uKcni beauftragt die üeisllichkeil der UlraQburger Kirchen 
wtd £UMer, di$ iei «hr Geß?igeiautimc det Jhw^nviiki von Oekteiutein Beteiligle» 
sur Verküniigrtng der Absolution in sein« Straßhwfftr Wohnung mif den 12, Oe- 
toi«r m eituren. im OMar e atrmmibwgk 

t Uuiversiä et siiigulis prelatis, ecclesiaruiu parruchialium recluribus ac incuratis 
aliis earnndem necnon monasteriorum fratratn predicttorain, minoraiD, heremita-' 
rum sancli Augustini« Gannelitanim et WilbdmUaniin prioribns« gardianis et'eorum' 
loca teuenlibaa oeteriaqne presbyleris et derida tarn rdigiosis quam secularibas per 

civilatera Argenlincnscm cotislifiilis, ad qnos prcsenles pervenerinl, qnique super exe- 

»• cucione presencium fuerinl rcqiusili, Heiiiricus de Siicllingen abbas monaslerii in 
Schullera ordinis sancli Bciiedicli Argeulinensis diocesis, judex sen commissorius ad 
iufra&cripla a sede aposlolica depulalus, sioceram io doinino carilatem el diligenliam 
debilam in commissia. Litteraa aaDdiasimi in Qiriato palris el dontini . . domini Ore-! 
gorii divina Providentia papa ondedmi ejus vera bnlla plumbea in eorduk canapia' 

1» pendenU more Romane curie bulktaa, non raaas, non abolitast non eanceUataa, oon 
viciatas sed snnas et integras omnique prorsus vicio el snspicione carentes, prout 
prima facie npparebat, pro parle honorandorum et discrelorum virorum magislrorum, 
consulum, scabinorum et locius coniiuunilaliä civitalis Argentinensis super absoluciune' 
eis impendenda a aentenciia canonis late aentende, qaaa es eo inoidenint, qnod du* 

1» dum bonorabflem virum dominum Jobannem de Kjburg dericum, canonicum ecdesie 
Argentinensis in eisdem lilleria nominetum oepemnt et caplivurn in propriis caroa- 
ribus muUis leniporibus tenuerunt, et super relaxacione censurarum ecdesiaslicarum 
bnjusmodi caplivilalis occasione in predirla eivilale forsilan cxislencitim oc super 
aliis oinuilius l'nciendis in eisdem lillens riobis commissis corani nolariis el lt'>libu3 

« infrascriplis nobis prcsentalas cum revereucia qua decuil nus recepisse uoverilis in 
bee verba : \/olgt du Urk. Oregon XI von i371 F§br. 21. s. nr. 947.] Poet quarum 
litterarum presentacionem et recepdonem fnit pro parte prediclomm magiatrorum,* 
coDsulum, scabinorum et communilalia nobia bumiliter supplicalum, quatcnua ad 
absolucioncm eis inipcndendam, censurarum prediclarum relaxacionem el nlin supra 

•0 pelila uobisquc demondala el comniissa in lilteris supradiclis prccedcre digiiareniur 
juxta traditam in eisdem lilteris apuslulicis a dicla sedc aposlolica nobis formam. 
Nos volentes mandala aposlolica nobis in bac parle direcla reverentcr ezequi et fi^ 
mam eorum ezaele obaerrere ao procedere aecundum eam, ut tenemur, quare vobia 
Omnibus ei nngulia predielia, quibus presena mandalum nostrum diiis^tur, sub obe- 

» diencie debito el sub pena suspoiaionis ab ofScüs dialricle predpunua et mandamus, 
qualcnus vos el singrili veslnnn, qtii super execucione presencium requisiti fuerilis 
seil fuerit reqiiisilus, ila qimrl in exequendo alter non rcquirat alium nee expeclct, in 
ecclesiis el mouasleriis veslris el alibi, ubi opus tüeril, buuc uostrum mandalum pu- 
blice exequendo diel» nominalim et in apede honorabilmn virum domborn Johan-^ 

^ nem de Eybuig aopranominalum necnon omnes et dnguloa alios in geoere, qoi ana 
in hao parte dixerint vel crediderint Interesse, quem et quos preaenlibus nos cilamus, 
ut compareanl coram nobia Argenline in curia babUadonia noatre aila ibidem in 

101 



1372 



Oc«. ii, vico diclo Kulbesgassc feria lercia proxiiiio, qiie eril cl est 12 dies mensis oclohris, 
ad dicendum contra dclcgacioucm scu commissionem in liac parle nobiä faclam su- 
prascriplam, si quid dimre voluerinl, necnon in casu« quo nicbil contra eandem le> 
gaeio&ein seu commissionem nobis fadam dixerint aeu dteere voloerint. ad videodnm 
absolucionem supra pelitaro impcndi magislris, consulibiis, soabinis et communitali § 
anlediclis, censuras ecrlfsio'^lifas rt-Iaxari et nd olia oiniiiu cl s.in}^nta jirocedi, proul 
de jure lieri dolipnt. noliis in hac parle romniissa fl a dirln sedc aposlolica nobis 
dematidata vel ad proponcuduin causas racionabilcs coraui nobis, quare prcmissa fieri 
Don debcanl. Quem terminum eis oinuibus et singulis ad premissa faciendum pro 
peremplorio ter mino ediclis tribns ac dilaeionibus in omnibaa preaanUbua assignamus to 
com intiroacione, si non venerlot vel si Tenerinl, bU tarnen contra delegadonem 
tan commisaionem nobis fadam in hac parle dixerint aut alias racionabiliier propo> 
suorint, qnare absolucionem prediclam impi^ndere, ccnsuranim relaxaoionetn et alia no- 
bis coniinisso in preiiiissis facere niinime dcbt-nmus, iios ad absolucionem candcm 
supra pelilam, ceusurarum relaxacionem 1 1 ad alia nobis in pretactis lilleris commissa tt 
^ a dida aede apoalolica demandaia, proui Justum fiieril et de jure fieri dei)eBt, pro- 
cedemns» eoram abaencta sea presencia non obslanle eiaque ullerina non vocatia. In 
qnorum testimonium bvne nostrum ciladonis mandalum per notariam pobltcam anb- 
acriptum acribi et in pablicam formam redigi mandavimns noslrique sigilU fetitnus 
appensione commnniri. Datum et nclum Argenline in curia habilacionis noslre » 
in slupella posterioris domus suh anno dornini millesimo Irecenles-imo scplnafie^irao 
sccundo, indircione 10. ponlilicalus sanclissimi in Christo palris el domini iioslri 
döminl Gregorii papc undedmi aupradicli anno aecundo, die Mercurii 6 mensis 
cictobris predieli, bora primarum vel qnaai ipsius diei, presenlibns religioso viro 
firatre Pelro de Walslein conveiUualt monaslerii noslri predieli et Jubanne Priol de > 
Scbutiera clerico el nolario publico civitatis predicte testibus ad premissa vocalis 
pariler el nigalis. 

Str. >St. A \. (' 0. Lfl. L'Ü ' or. h\Ji- r. siij. perul yotariaUimlrument OHtpeitlSt dklRft 
Bnodolfas dictas do Hjuach clericus Constan. dioc. Arg. commorans. 

1045. ^aiter Karl IV g^ieUi ier Stadl ätiraßiurg, ihre Pfahlbürger ah:u- m 

« 

Wir Karl von poles gnaden Römischer kcyscr czn allen czcilen merer des 
riclics und ki'inig czu Bchem embielen . . den nieislern . . den reten und den bür- 
gern gemeinlich cze Slrazburg» unsero uud des lieiligen reiches lieben gciruwen, 
qnser gnad imd alia gAl. Uns babent sa viisen getan unser und des ricbes ge- u 
Iruwen, das berren, riller und knechte gar unwillig sein IHd ae halten und ce 
qiachen und die straiaen und daa land ae schirmen in Elaass besunderlich von irr 
leulf svrpen, die ir in entziehet und si zu burgern emphahel und habt. Und wan 
von soliehem unfride nidergLlcgl wirJl alle arbeilt mit koufraanschaft und andcrr 
notdürftiger Wandlung czu mcrkliclum schaden der slellc und land und Icute «> 
gemsiulich, darumb willig und berail ze machen herren, riller und knechte, das 



1372 m 

land und die struzze zc si:liirmen und in aynung und bmitnüsse mil ew und mit 
audern ülcllcn ze treten und fride '/.e inacheu, haben wir nach rule unscrr und de^ 
reichs g«lrewen alle «oliche auxburgcr, die man benucl pLalpurger, abgeuomen und 
emphelhen ew, «dien und mainen ouch enisllich, dax ir ew deradben phalbui^er 
A auiael und die furbos nickt emphafael noch hallet» wan davon frid und achirm land 
und leut«Q geniachei wirdi, ala vor IwsdMÜdea isl. Geben a» Oedingen an 
doiirst;j>^ nuch sanle Francissen lag unserr reiche in dem Stben und cxweaccigiatem 
und des ke;yserlum8 in dem achlieudem jare. 

peroesaram. 

w P. Jauienab. 

Str.8t.A,Q. D. P. lad. S71 nr. 1. er. «fr. Itt. pot. e. tig. A» Aqw. dML 

Otäruelt hn V'rncker, dhquin. de msburg. IM. 217, 74»; Bl§,het Bdk^fUm, 

ja», dt^. U, 267; Huber reg. nr. iUJ. 



1046. Bischof LamprecJit an SlrttBhnrg : bittet ■um Zusammenkvnß des Rates 
15 am 17. Octobfr im Frauenhause, woiU auch die von Lichtenberff und Geraldseck 
geladen werden sollen. [ia72J Octobcr 14 Mufwih, 

Lamprecht biaebofT zu Slraszburg. 

Lieben gclruwen. Als wir und ir die von Liechlemberg hern Heinricli den eitern 
und sinen sön bern Cünrad an cym teil und den von üerollzeke von Lare an 

MO dem andern * von des uszsprechendes wegen ull" den nehslcn saraztag bcsanl 
liabeul, als ir wol wiszeut, dar umb lan wir uch wiszen, daz wir ulT den 
selben aamstag su uch gegen Strasxbnrg nicht kommen mogent von erDsl)iche|r 
aacbe wegen, die wir in adiafibnde hant. und bilent uch, daa der rat an dem 
nehalen aunlage dar nach uff unser frouwen huae by eynander haben wollent von otuer. 

» der selben Sache wegen, da wollen wir zu ucb kommen, daz wir der sadte ein 
ende geben. Und daz lant auch die von Liecblenberg und den von Gerollzeke wissen. 
Geben zu Hufach an saut Cali.xlus läge. 

[/» verso] Den erbern bescheiden dem meisler und dem rate zu Slraszburg, 
unaem lieben getruwen. 

« Str. Si. A. AA H08. or. cA. UL d. e. tig. in. v. im^. tUL 



1047. Bmeg Alinekt von OetierrneA a» Sintßlmrff: fonkrl BniUsswuif 4är 
Au$Hrfftr, im» Oetoter M Wim, 

Wir Albrecht von gols gnaden hertzog ze österricb, ze Sleir, ze Keroden und 
ze Krain, graf ze Tyrol elc. embiden den weisen unsem sundero lieben den meistern, 
dem rat und den burgern se Strazzburg unaem grfia und alleft g&t. Wir adn new* 



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804 



i87S 



liob gewesen bei unsena benen dem kejraer undjhabeD mil dem emiüich geiedt 
umb ellicb w^, mit den die lande ze Eltaaa und xe Brisgow, die yelt lang zeit in 
grozzem unfHde gestanden sind, wider in frid und acbirm gesetzt wurden. Und 
dankt uns und ims^r Leder rSl, wo ir und hcrrcn, rillCT und kiiecht der selben 
lande sii h \ erplicliten in die puntnüzz, di«' der edel unser gelrwer lieber Rudolf • 
von Walsse zwischen den sielten derselben lande gemachl hat, daz da mit die 
selben lande in ganlzem frid und schirm geselzl wurden. Nu wurden unser herr der 
kesyser und ouch wir daselbs beweiset, daz die berren, ritter und knecbl des nicht 
willig wflm, die wiel ir in ir leul z& bürgern in nemet und empbiengt. Dar umb se 
underslend und ab ze nenien sAlichen Unwillen und unlrid, bitten wir ewr erber- m 
keil lleizzklich und mil gaiitz'-m ernsl, daz ir eweh der auzburgern ablöl und die 
fürbaz nicht in neinet norli i iijiliahet, durch daz si mit ew und den andi?rn stcUeri 
zü schirm landen und ieuleu veruini und verpblichtel werden und die pualnuzz 
zwisoben den berren und statten gemdnlicb f&rgank gewinn, als oucb das unaers 
berren des kejsers will und mejnung ist. Geben ze Wienn an eritag vor aanl u 
Kmons nnd aant Judas tag der swelfbotten anno eto. 72. 

dominus duz et consilium. 

Ar. Ä A. 0. U. P. lad 271. or, cA. lU. d. e. »ig. in v. impr. 

Gedruckt bei Weticler, digqutB. de uMOwg. 2M; Jby. bei SM^tm, Jli. ä^II^ HT> — 
Hub» Ttg. Seidtu. nr. 665. W 

1948. Bisebof Lamprecbi an meisler und rat : bat wie sie wQnsehten mit Jobans 
Erben geredet, der gern auf den lag kommen will «und in hallen ufT den zinslag, 
so ir uns versolirilren hnnt, nnd sieh by die slat machen ufF die selbe zil. Geben 
s& Gengenbach an aller heiligen läge. > [137»] ITüvember 1 aentfenbaeh, 

8lr,BLA,Ak 14M, ar, A. UL A t. tifi. i» 9. impr. » 

1049. Bischof Lamprecht an meisler und rai : Auf ihr schreiben Johiins Erben 
betreffend kann er keine andere antwort geben als «das wir mit ime gered bant 
Ton des tages wegen, den er gemne ballen und siob fugen by die.stat wil uff den 
sinslag nacb santc Flurcncien tage, als wir uch zft nebeste enb6tten hant; und mey- 

ncnt kurtzlichen in die slal zü kummende. Und was wir danne zu riilde werdent, m 
das laut wir uch danne selbes wiszen. Geben z& Gengenbar}> nn aller seien lag.» 

[137 /t] Hovember 2 Oenj/enbaeh, 
Or. at. A. Ak 140«. ». «h. Kt. d. €. tif. in 9. imrr. 

1050. Wernliu von Werre erklärt, dasz er gcrichlel und gesclilichtel ist «von 
dezangriffes und der nome wegen, so mir geschehen ist vun der crbern bescheiden as 
des mdsters, des rates nnd der slette wegen zü Slrazburg von iren dienern und den 
iren, und s6nderlicba von des hengestes wegen, den mir der von Strasburg dienere 



1372 



806 



und die iren genomen hanl bi Hynowc.» Er gelobl nie gegen die Straszbiirgor zu 
Ibun. Auf seine bille siegelt stall seiuer sein berr jiiii^'licrr IJol/.e von Slnllcn. «in - 
geben an dem ersten fritdagc vor sanl Florenlieu dag dez beiligeu bischules» 1372. 

8lr, St, A. 0. ü. F. iKd. 106. «r. «k «. i^. pml. «wC 



1051. Biscbof Lamprecbl an meisler und rat: Auf sein und ibr scbreiben an 
den landvogt den tag in Sachen Johana Erben beireffend, hat dieser beifolgendes 
schreiben gesandt, nach dem er sidi nicht wohl richten kann. Er bittet um mitlei- 
loDg ihiea entschlaases. cGeben m Bergheim des sinslages nach sanle Bricciua 

10 läge. > [j.t72 2l«99mb9r MJ Bergketm, 

8tr. jSt. A. AA 1406. er. eh. Iii. cL e. »ig. iu «. impr. mut. 

1052- Suci»^ ZgmpreeAi a» Straßbnrg : will beim Kaiier, t» dem er entboten 
iti, dU Sacke StraÜhtrgt tmirtkn» [im l>9emtb9r ß] OfteHM«*. 

Lampreht byachof su Sirassburg, 
w Lieben gelmwen. Wir lant uch wissen, des unstr herre der heiser uns yerschri- 

ben het, das wir nil enlasscnl wir kummen zu ime. Und ist daz von sacbcn wegen, 
die iinsirn beiligen valter den babcsl ouch anrurent, dar uuib wir zu ime rildcnl. 
Und were es da/ ir unsir ül bedorflent da selbes by uusirra herron dcinp koiscr, daz 
.lanl uns wissen, da wcUenl wir daz btsle zu dnn. Wurdenl wir üuch keinre sacbcn 
innen, die da ernst were und uch ane gienge, die woUent wir uch ellezil verschri- 
ben ond lassen wissen, als wir Andres von Wiedirgrin empholen hanl, uch das mit 
deme munde zu sagen. Und bilen uch ouch, das ir uch unaera Sachen lassenl em-> 
pbden ain. Geben zu Oberkilicb des manlages nach sante Andres tage. 

[In verso] Den erbern bescheiden dem meisler und deme rate su Straszburg, 
» unsirn liehen getruwen. 

Str. 8t. A, kk 1408. «r. db. KT. dL e: äi «. tinpr. 

1053. Graf Julians von Kyburg bekennt sich von seines «aUes und von andrer 
redelicher isachen wegen» gegen meisler, rat und bürger von Slrassburg su einer schuld 
von 400 lib. Strassb. pretinige,^ die er in 4 jähren, an iedem Michaelistage 100 Hb.; «p«. », 

» am letzten 109 lib. bezahlen will. Als milschtddner setzt er die nachgeschriebenen 
dienstleute, riller und edelkneclile : «grafe Ri"i(lolfen von Habspurg, grafe Hartman 
von Kyburg, grafe Johansen von Arheri: li- rrcn zu Valagyn, griife E^oii von Fri- 
burg. bern Jobansen berren zu bwarlzeujberg, liciuricben von üeroUzecke licrreii 
zil Lare, hern Burckart Sennen berren x& Bftchecke, Hanneman von Bechburg, 



s» > Nath K&mgah. 606 waren et 400 üb. den. 



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ÄOd 1372—1373 

liiTii ririch Waltlier von SUMFeu, liern W'crnlin von Lfindosberg, liern Eppen von 
Iludoslal, liern Diollierichcn von RaUsenliusen, her» Claus vom Huse, liern Diellie- 
ricbea zft Ryne, lieru CQulzeu Sluren, C6lzeu von SlöfTen, C&ncn von Wuäseluheiui, 
Hanneraaa vou Wallewilre genant Breller, Barckart Humbd von StA^mberg» 
Berhiolt Waldener und Hemtiemaii voa Hagembacb». Der domprobat und die mitp > 
Schuldner siegeln.* iGegehen an dem ersten dunresdage nach aant Njrcolaua dage 
des heiligen bischofes» 1372. 1999 IfocemMr 9. 

Slr.8t,A»Q,ü P. laJ m. or. tnb. c. 23 «y ffML, gMonm S iJO rnrnn umi BmUmmm 
V, iCihtry, Mtido^f «. MiMmrg) id. 



1054. K^l JV an Straßkurg: UgMigt Tkimo «m» i^Müt, m 

1372 Derrmber 26 Mühlberif. 
Karl von gols gnaden liomischer keiser zu allen zeilen merer des reichs und 

kunig zu Behem. 

Liber gelrewer. Wir senden tu dir den edetn Tbimen von Goldiei nnsem rat 
und Üben getrewen unserr meynuog mit dir su reden wol underweisel und be- u 

geren ernstlich, daz du ym gencalich gelaubcst, was er dir von uusem wegen sagen 
wirdet. Gehen zu Mulherg an sanlc StcfTans tag unserr reiche in dem silien und 
zwenczigslcQ und des keiserlums in dem achlczcliendent jare. 

de mandalo domini imperaloris 

Thcod. Damerow. ■ 

[In rt-rso] Den erlx-rn und wyseii luulen dein burgerraeisler und dem rale ge- 
ineyue der slal zu Slrazhurg, unsern und reichs lieben gelrcuwen. 

Sir. St. A. AA 77. or. c*. HL cl. e. «. impr, 

Alter rtg. nr. fißS. 



1055. Straßimy 4t» Basel.- maAnt nm Bttnieshtife g^9k Johann Erbe. • 

ia7a Januar 4. 

Unaem anndem gftlen fründen dem burgenneister nnd dem täte sft Basel em- 
bieten wir Gnnfirilache von Heiligenstein der meiatOT und der ral von Strasbnrg 
unsern dienst. Wir kAndent Ach, das her Johans Erbe Aberfallen hei hem Eppen 

von Hadeslal unsern burger in sinrc stat und vcstitt genanl Herlisheim gelten at 

obcwendig der slal zft Coliner und hant er und sine helfere ime die seihe sine 
slBl und veüliu frevelliche aogewunoen und hant sie öch noch inue und in irre 



* Bischof Lamprtiht darüber an Meister utui Rat : Von de« alzM wegen, als ach grafe Joliao« 
vuu Kiburg uff diescu uchcsten lucntag riehtcn &olte, da bitten wir ucb embtlicben, als ucb auch 
darutnb giafo Egen von siuen wegen emstUcheD bildet mit sinem briefe, des selben gelles furbuia- » 
Hm». 41 u Sil geb«Dt niiu att «ante liairtina tag zn neheato kooiiiMiid«. Dar ane eneigeot ir ana bcaander 
frontachalt Ovbcii la Ratfaeh im aintiiagea naeb HUrt* OMci«» tag«. [t3T3 April St od, 1374 Jffü 
? ' ] EUndorlselbat or. ch. Ut. d. Mit cüiniichen Wvrtm NTMImM «idk M duncftcie A ng d ^U l I hlä Qftf 
Egon von Freihurg für gemen Oheiin. Kbcnda. 



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1373 



807 



gewall und hanl er und sie den selben hern Epjien und drie sine sune dar inne 
übelliche gevangen und grO.sliclie geschadiget von eiwaz sachen wegen, dar umbc 
wir dem selben hern Johanse Erben doch Bllewegenl reliles gehorsam wcrenl m 
tftndft. Dar ift so hant uns elwievil lAle von sioen wegen wideraeil, und bant wir 

» dar nrnbe einhdleldicfae in unaenn rate erlcant uf unsern eyt, dai der Tot^nante her 
Jöbans Erbe uns da mil unretit l&l and gelfin hct und uns wider reht krieget uod 
das wir ücli billiche dar umho inanen süUrnl und mügenl. Und (i;ir nnilx' so ma- 
nenl wir ücli uwers eydes von der verbüntnüsz • wogen, so ir und wir milenander 
hanl, da:: ir uns ui den vorgeoaolcn hern Johans Erben und uf alle siue belfere 

Ii und dienere und nf alle die, die sie liuaent oder botent, gerfllen und bebolfen sinl 
uf ire Übe und g&lere untxe an die stunde» das wir von itne da von unkiagdiafi 
gemacbei werdent ; und daz ir Aob An alles bellen und unvenAgenliciie mit den' 
nwem zfl ros und zu fi\s. also uwern eren wol anslal, zQ den nnsem, die' wir v6r 
die selbe slat und veslin Ilerlisbeim gesendet lianl zu einem sesse sie hesilzende, 

Ii koinmenl und** zielienl und den unsern behulien sint, uulze daz wir und die unsern 
uiube die vorgenaolen sacbca und umbe die geschibleu uoklagehaft werdenl ge- 
macbei. Und dirre manaoge ift urkünde so ist unaerre sielte ingesigei xft rucken 
nf disen brief gdrudcel. Datum feria lertia pnoima ante diem Epiphanie domini 
anno domini 1373. 

» A 8lr. 8t Ä Q. n. r. UA. n mt. S. ur, mb. m. rat. e. al§. kt impr, M. 

B tOL Ebmim tone. dL 

1056. Brune herre sft Rapoltstein an meisler und rat: bestreitet das gerikobt,' 
däss er Jobann Erbe in seinen «vestinen sft Welscbem lande» enthalte. 

[im Jnfumri 

K Str. Str. A. Q. D. P. lad. 22 nr. 4. or. ch. iU. cl. c. tig. in v. im^. id. 



1057. IK'rzog Ruprecbl d. ä. an mcister und ral : empriebll ihrem schütz 
cmeister ^^■allller von Wiesenslein, arcz zu Slraszjiurg», sonderlich gegen den von 
Hoensleiu. Baden quinta feria post Agathe virg. et mart. a. 73. 

• im AftviMT 10 Bmim^lMtmk» 

Str. St. A. AA lOi. or. A. Ut. A. 9. tt§. % i^ft. 
FfaUgr. Beg nr. 4010. 



10.58. Breisacb an Strassburg : Auf dem heutigen tage des Ilerlisheimer bundes 

zu Breisach (zinslag) haben nurFreihui^i Colmar. Schlcllsladt, Neucnbu^, Keudngent 
» Tfirkheim, Mrtn^ler ihre boten gehabt ; die Straszburger, Basler, Mülhauscr, Keisers- 

berger uod Ebnheimer fehlten. Es ist deshalb ein dndrer tag auf zistag nach der ii«r$ ». 

•) 9i» basitionde in B üinyrickr. b) /« 9 Uw ÜMMgt/^ äbtr ftUrieUat tAt 91» 
gnwnta »Ul uod TMtin Uerlwbcin. 



LiOOQle 



808. 

tun ». alten vahsnaclil ebenda angnsetzt. Millwoch früh soll die beralung statUindeu «daz 
ist voQ Cüoral Dietrichs wegen, v^ie der ze Brisach uss gefaokgeuisse komea si, 
wand er der gefankgenisse noch nül gentsdiob }idig worden ist, wie wir von dem 
und den einen versoi^l werdenl, die' wlle Anser herre von öslerrich in dem lande 
ist, dax wir da von zu keinem schaden kumcnt, und von dem kosten und von der t 
rechcnung wogen von Cßnral Dietrich und von andren notdürftigen Sachen > «Da- 
lum feria tercia ante kacli ledern m suncti Pclri». [1373 Ftbruar iS,J 

Str. 8L A. a. ü. P, Ud. 2i. or. eh. Ut. A e. ii§, m v. «njir. deL 

1059. Herzog Huprechl d. fi. an meisler und rat zu Strasiburg:. hat ihren 

brief in der Windecker sache empfaogen, ITirchtel aber, dasz er wegen kurze der lo 
zeit nicht korntnen kann. Verweist die sladl an den von ihm gesandten Heinrich von 
Fleckenslein d. ü. «Dalum Heidelberg quinla icria posl Valentini auDO 73*. 

JSf9 JWwww 17 JTe faW fter y. ' 
Ar. 8t, Ä.Q,Ü, P. lad. 29. tr, A Ut. A e. tia. im imgr. M. 

1860. Stra&urg betieAtei über die Srohenatf «m Heiiishein. - 1» 

[1373 iHtr rehrttar 24.J 

Wir ki'indent iich, daz her Jobaus Erbe und her Johans zuiii Wvger üher- 
iallen haut den erberu rillcr hcrn Eppeu von Hadestal un&eru burger in sinre 
8tat und veslin genant Herlisheiro gelegen obewendig der etat sft Colmer und ge* 
wunnent sie und ire helfere in die stat und vestin Abelliche an und viogent sA 
dar inue. Und da der edel herre her Rüdolf von Waise der lanlvogl in Elsaz, wir 
und andere stelle daz bcfundenl, da zugenl sie und wir dar vür, so wir best mAh* 
lenl und also cz uns gut dulito, und hant die stat und vestin mit gotz hilfe ge> 
wunnen und fundent die darulle, die hienach mit namnicn gescriben stänt, und sinl 
Öch die alle cnlhöplet und ist von in gerihtel: zum ersten her Johans zum Wigur.' u 

Auf dmielöe» Zettel ton tfleicher Swi darunter: 

Ilem von des grafen von Sarwerdo wegen sol man beiten nnlse frildage. llem 
von' der von Lielitemberg' wegen vAir den rat. 

Sir. 8t, Ä, O. D. P. lad. 2». tone A. 

1061. Mfllhausen an Strasahnrg : In saohen ihres bttrgers Herman Hertebrot i» 
selig, dem all das seine genommen ward, haben sie schon einmal «von des bflndes 

wegen, der von der gelal zu Herlisheira darr&rel» geschrieben. Kon haben sie er« 
fuhren, dasz die Slraszburger den scbifTinann, der ihres liürpers gut den gemeiusamen 
feinden zupetulirl lial, gefangen haben. Sie billcn Hertcbrol-S sobii beholl'en zu sein, 
«ob im ulzil da möge wider werden, daz dos ane fürzog beschchc*. «Datum feria » 
quinta die bealt kathedra Petri.» [i373 Jtwt'uar 24,] 

. £F(r. ^ A. Q. V. P. luL 22 ai. Ü. or. ch. lit. d. c. »ig. in v. impr. deU 



1 Ulf Mrvm Namm sind nicht genamO. 



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1373 



809 



1062. Bündnis :\rischen dem T. androht, den Stndteu Straßlnn-ij, lUisd n. s. f. 
Mad den OeslerreichiscAen 6(ädien im JSreusi/au geijm alle clnuiyeu Folgen Uircs 
YorgeUnM in fferlitkeim. i373 F^ruar 24 BrH»aeh. 

In golles namcn amen. Wir Rödulf von Waise laiilvugt des lieiligen R'jmschen 
• richs in Elsas und unser guediger herächafl vun östcrrich in' ir selbs laudea zc 
Svaben, m Tiurgowe, te Ergowe, ze Santgowe, ze Elsas und xe Brisgowennd^ wir 
die buigermeistre und die rftle der sielten Strasburg, Basel, Gelmer, Hagnowe, 
Schielzstal, Wissenburg, Ehenhciii, Rosshein. Kei.sers}>crg, TIiüriiikeiD, Münster, 
Mülnhuscn und Sels und wir die burgerineislre niul die rale der slelle» unser 

10 berschafl von Oslerricli in Brisgowe, Friburg, Brisuch, Nüwenhiirc; und Koulzinf^eu 
t&nd kuul aienglicheni mit discm bricfe, das wir uns ze zutuend verbiiuUeu liaul 
eweklich dnrdi nuts und noldurft des heiligen RAmachen ridies, der herschaft von 
öalerrieh und der Iren, die bi der gelele gewesen sind se Herltsheim oder sfi 
Inen gehörent, und** der sletten und des landes getneinlich aundren schirm 

u und noldurfl von des inT^iilles wegen, als her Hans Elbe und her Iluns zera 
WIgcr und ir helfer infielenl ze ilerlisliL-im, und von der goscbiclili' und gcl'ilo wo- 
gen, so da be-schecben isl in welcn weg si, und sunderlich von des gericbles 
wegen, das da bescbecben ial oder hur nacU bescbecben mucble, und von alles des 
wegen, das da Ton uferalanden ist, oder wer »ch sin binnen fAr me des* annemen 

N wölte, das vir alle, als wir da vor geacbriben stand, haut gelobt und gelobend fich 
bi den eiden, die wir dar um getan und gesworn band sft den heilgen, einander ge« 
Iruwelich beraten und beliolfen sollent sin von der vorgeschriben geschicble, ge- 
richtes und der gctäle wegen, so wir und die nnsren gelan haut ze Hcrlisheim 
und von uns und von ünsren wegen da bescbecben isl oder norh da von be- 

u scbecbeu möchte, und gegen allen den, die sich der selben sacbe, gerichles oder 
der geschicble angenomen baot oder sich ir annemen wftlten an alle geverde/ 

•) in— liudsD ftUi M S. h] ftkli tu H. c) ftklt in B. d] £ adä. durch «undcm 
■chim waA nMdwfl« d«r ilatlra, der Mm und des IsadM. •) ßUi B C S. t) 1» E 

rrikem ticA Utr fotjtndt Be$iiiiimtmgtm an: Sollton vm dnn vorgentnnlm Wim oder Stadien 

M WR*» <l*r that und des geiicbts irgendwelche «ngefTriiren werden, so sollen cie das den 

landviifft vorlegen, der mit Tertret«rn der «lAille darnbcr crkciiDPn rull. Die dana erkannte 
bilfo «ollen die milglimier leisUm •mit geseaae, mil )t6gea oder mil leulwerinen». Bei einem 
Mgriir wf eins der iMndeniitgllcdcr eoU die ctadt, Sim ce veraimml oder snnlclnt »t, mit 
allem vermAfCea daa zu wenden siirhen. Hprr Rftdoltr von Wulssc «oll hauptmann «ein. fo 

K lange er landvogt ist; wenn er abgeht, «ollen die el^assj<l-|lC|| reiclisst/idte ein tiotb Juhr einen 

hnqManaa, der iu den «tidteu geM>?^eii ist, üteUrn. donacli sollen die von Basel einen liaupt- 
wmn eis vkrmeLr babes und dee «ndere «ierteljabr soUea die ösU. ctidte im Breisgau den 
toHitoMiH sleUea. «Bs Iii Ach lieretle, wen det rin vnti gewannen wnrde oder gefaiigenen 
gefangen wurden, da die von Strasburg ir helfe bi bettent, als sie billicti sAlIcn<l, ><>I ilrm 

IQ vorgenanten her R&dolf von Wals'ie, ob er lantvogt ist, ein vierteil werden, den von Stras- 

burg ein vierteil, des richa stellen ein vierteil und den von Basel, Priburg, Brisach, Niiwedhofg 
ud ton K en U i ng w «in viertail. Wen ober das die «oa Stoaabnig ir hell« aAl da U baltand, lo 
•ol ein drittotl werden dem linlvogt, ein driUeit dei riebe stellen «od efn drittdt den Ton Baiel 
und ünserr hcrjchufl von Ö-'terrich stelle HciSf'i'we da vorgenempt, \V>"ri' aber das der vor- 

41 ganaat lantvogt verkerl wurde oder abgicnge, da vor gol ai, wa» denn« gewunnea wurde an 

ftUlM«, tm gefanpiMi odar an gftt.dn wl — teile», ein bnttan laU daa ricba «teWw, der ander 
balb teil den von Basel, von Priburg, Brisach, Niiwrnburg, von KenUingen, w?rent aber dia 
TOD Strasburg uf dem velde, als si billiche sAllen, so s&lta inen werden «in dritteil. Lud was 

10» 



810 



1373 



Ea* ist {kh se wi:i8en(le, wcre das das der vorgescliriben stalle deiceiae discn brieff 
nul versigelte und nöt dar*» inoe w6Uc sin*, so sol doch dirre bunt ewekltcb siele 
belibcn in siiur kr ifl K'K*'<> *^*'i>- '^ie in«* versiglul banl und in* den bunl gdiurenl 

iiml ihi \ürm-> liiilr ii hlüini. l iid wvln >l;tl tlas witc, (]<t si-IIh-ii >n\ iimn uch wcdt-r' 
licriitcu noch h>'li(ilfr:i sin in »Irkfinrn \\<g. l mi alsu grlobi-iit wir die vorgescliri- 
ben der laulvugl und die 5lcUc ullc, ulles, dus da vor von uns verscliriben slal, 
sMle ce bände* f6r üns und üuser nacbkomen bi den eiden, so wir dar umb ge- 
awom hant xft den heiligen ane alle geverde. Und des se urkAnde so hanl wir 
B&dolf von Waise lantvogt da vorgenanl i'uiscr ingi-sigcl ofrenlicli gehenkt an disen 
hrieir, niid wir die oligennnlrn Ntclle Strasburg, Basel, Culmer, Hügciiöw, Slelz- 
sUil, Wisseiihurg, Klicnlipiin. H'i^hi itn, Kcysersjierg, Diirinkoin. Miuisler, Mülnhusen 
und Selsse und wir ün.st'ier Mug^M In ih' ii horschciil von Oslerriche slette us Bris- 
gow, Driburg, Brisach, Nüwenburg und Kentzingeu, band unser sielten ingsigel für 
Ana und Anser nacbkomen ofTenlich gebenkt an diaen brieff. Der gegeben ist se 
Brisacb* an rant Mathis tag des beiligen swftlfbottett des jares» do man sali von 
golles gebAri drAaehenliundcrt jar sibenzig und drA jar. 

A Biu. .S'<. A Lü. JJ. or. iwä. c. IS »ig pend. (Hagenau u. Stra&burg fehlen). Ztcisdieu dem 
von Kaüenberff u. Tirkheim, MäUMwen u. Seit i$t, uic es scheint, noch nachtrdff- 
Udi f0 ein Siega at^^radU gaoeteit aber «bgefoHt», DU Löditr für die Sieffelatreifm 
Mini m. unttr der Seihe der S6rf^. tu dem /weiten iit «odk da$ 8iegtin<mi. 

B coli. Ober-Ehwlirimer St. A. EE. 1 tir. 87. or. mb. c IS sig jxw/. del. Ueher den Siegd- 
löchern die Niimrn, Straßburg an Muxiler Stdlr. K» felät dara» auA der Skgditreifem} 
deagl vom Jiaael, Ungenau, Weißenburg, l-'reibnrg. 

C edO. Str. &. A. 0. ü. P. lad SS «oip. dk. eon». HiereOH mAm'rI Meeemami diu Ort- 

giiud :a kmurii und t fnrt. de Mulh. I, S!89 n ), daß die Siegel von Slraßbtirg, 

Hagenau, WeiHenburg und Seli feldeir, von den leUten beiden nml dte SitgeUlreiJe» 
nach «Mihawdeii, wdArrmi mA düte Aet Sfrafiftuty iomI H«gt»am feUem. 

D Mülh. Si. A. AA r.cKh.«stü>!lr or. ml> c. IS $ig. peml. 4 fehlen, darunter SlraHAurf, 
denen I'lals an zweiter Stelle irar; auch dat Siegelband i»t nicht vorhanden. 

E Celmarer St. A. AK Landfrieden, in dienern Vertrage, der weit ow^MiAer i$t,fM 
StrßßUff, Oedmd* bei lt«$tnmm, CarL de MuOt. I, 387. 

NaA C gethrudtt hei Wendxr, diente, de veeburf. IST. ~ HtAer reg Jln'dka«. ar. W& 

lesliiK'ii <i>t«r pt tuiigeitrii gcwuniitüi wurden, daa hol man uül wiilürlf^o inK'h da mit iiüt Ifta Aac 
der t.tclU'ii \mIU-ii, di|ld*r XÜ fehftrtnt. .Mun toi fleh wissen, wrre i'w. t. ir. — versipclt hint 
mtil kltuitH Aiandtrumgen »it tttm tt«l wclii — wag fehlt i» J»>. l>ar liHad aall «U« jcbie 
eniw«it werden. WeDn RudblF «od Welse etirbt, eo ■olleB die eHdti ni eimmder relteD tuid 

fuLriTi, «utiil ölie si lUi i-inhclU-kliiljc mit ir uIUt wil'tu riliLTciukonjeiil eins Lcssern r .'v'-'i-l 

b'\ öch wnl halte» uod t&n Aue (;rvri<le>. «Hset riiinint den keisrr, die herrscbtft vun ( le^teiteich 
und den bischof von De^el aus. die rcu'li«sii\«]i.' .'.i n Uoiscr, die iMdle im Itrei^gau dm kaii^er uad 
die herrsihuii voo Ue»tcrrcivli. «Lud aUu gclalMiU «ir {jttiltr mit qIm A/ SlndUn,-f ftkU 
msmWiVA.} o) es— wiMrode ftkit C, *u fbrt/kkUt «rate ich dat die «orgvaantca rim Hag«- 

LÖwe, von \Vi>%<'nljurf;, v.mi Si-l.Ls \ or(.'f!ii liriln'ti l»UB«! iiül ^ir^i^oin w6ili ii i; il< ilariuoe 

I.ÜI Xkölteut siD. b) Ii in dl^vul buitde. c) Ii aäj. das doiti ob gut wil nüt besibibl. 
d) B die den liund. e) und dario (reböreot. Bit hitrktr rtitkt C, <ta* dann gletek 

atisrhhitii : und <ic« zft Urkunde f) H Ac!: util.rnlcn und unl^rbnirfii sin i6 ireii nA(<n. 

(f) B ttdii. und cnander ^rtrü^»li>.-h ze ruleode uud le beireude voo der vorgescbribeo geläl 
«opn. \i,)B add alle. i) Born. DriMch. 



1373 



»11 



1065. liixrhnf Laniprrrhi na Slraßhurtj : ffrir/ilrt vher Pinne di'S Kaisers 
gegen Brandenburg und Hrfolgi des Ptipsles in seinem Kriege gegen Mailand. 

[1S79 Märg 9] BomCmh. 

Lamprecht bischoir zu Slruszlnirg. 

• Lieben gelniwen. Wi.szeul tlaz sieli unser horro dtr keiscr vnsle beslellel 

nfl' fviieii kric;; zu lieiii uszj^andt'ti frieden nü zu plinkeslen uinb die marke zu Jantt. 
Brandeinburg, und daz die niurgrafen von Missen by ym bliben wollenl und bcluil- 
fen sia. Wiszenl auch, daz unserni berren dfvn keiscr botachaffl kommen ist» das 
ex onserm heiigen volter dem baheste in syme kriege widder die von Heilen gar 

M wot gäbe und das sie haben gewnnnen sebs and siebencsig caslel, der nammen wir 
ucli senden besloszen in diesem briefe, und dem von Meilan vor Bononie viel voikes 
abe» gefangen und erslagcn balwnl. Auch lan wir tich wiszen, daz unser lierre der 
keiser wol mag und alle die --iiHMi. Wir biUen ucli auch i rtisllich, daz ir ucli die 
UDSern laul empfolhcn sin, als wir lu h gelruwen. und i>anl ir ichl zu schaffende by 

Ii ttosenn herren dem keiser, do wir giii zu sin, das lant uns wissen ; da wollen wir 
gerne su tftn alles das wir mAgen, alse wir bilcb Idn aollen. Geben sn Budissin 
an aller man vasnadil. 

[/• ver*o] Den erbern bescheiden dem meister und dem rate su Strassburg, 
nnsem lieben getruwen. 

M 8lr. » A. Ak 14t». 9t. ck. m. d. t. »if. m «. mjir. 

1064. Meinwnrt von Tollikofen, der in HorlisLriin pofiingon ist, schwörl bei 
seiner freilassung sühne und urPehde für sieh und sciiu- treuuih- allen, die vor Her- 
liähcim lagen. Er vcrpflichlel sich, nicbls gegen die drei leilc der verbündclen zu 
unternehmen. Zu grosserer aicherheit stellt er als bürgen «Ueinwertcn von Toltikoven 

H minen brftder. her Gftnrat Snewli Bcrnlappen, her Johans Meinwarten, her Stepfan 
Geben, her Rödolf Slolzzen riller. Andres von Slulingcn, Gregorien zcr Eiche, Götzen 
von Slelzslnt. Ileiuriih von Kilicliein den junf^en. Peler von Fi'irstcnberg, Ciniis 
Slatzen, Rudin Selcr, IitiiiuT von Ani{»rinf^f;n, Henni Lupe und Ilenni Tegenlin, also 
were daz ich oder dehein mim Iründe wider dise vorgescribene ding oder wider 

M ir ddidna aunderbar wissentlieh, da got si, iemer iil geielent oder schüflen 
geton, so sol ich dannantbin ein veraalter rehtloscr man sin und heissen mim lip 
und mim g&t au allen Stetten und gerihlen. Were aber daz ich villihl unwissender 
dinge und ungeferlich hie wider ül tele, wetuie ich denne bar umb gemont wurde 
und PS. nn mirh firrurdirct wirl von mutule oder inil hriefen von dem nmplman oder 

36 von der slal, den deunc der angridc oder der schade wer, so sol ich nucli i)i dem 
. selben miuein gesworucn cidc den schaden, die Dorne und den angriffe, der denne 
beschehen wer, w^er tftn und wider keren gar und ganlzlich dem oder Am» den 
er denne besdieben ist, dor nacb in den nebslen abt lagen, so das an mich gefor- 
deret wirt, als vor geseriben stot, da mit den amptman oder die stat. die denne gc« 

0f •) iIm §ttrfnttr. 



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1373 



äcLadigel ist, boDÜgel uugevarlich. Tele ich des nül oder were daz deheia inine 
fr&mle debeinea scbsdea oder angrilTe lete oder sehftSb gelent et wer wissentlich 
oder unwissenllidi, dar umb Iiel der amptmen oder die slal, dea das beschehen 

wer oder beschehe, mich und die ob^nanten mine bürgen ze manende. Und wenne 
üch wir von inen oder von irrn wogen dar umb also geuiant werdenl mit iren bot- * 
le« Oller briefcn ze huse, zc h<»(r o<ler under ("gen, so s61Ienl wir alle, die dcnne 
gemant sinl, bi den ciden, so wir her umb gesworn banl mit uleriieblen henden 
gelert g^en den heiligen, nach der manange iu den nebalen ahl tageo Ana enl- 
wirlen gen Brisach in die slal und sAUeol da leisten mit noser selbes üben xe 
rehler giselschafl an oflfenra Wirten xe veilem kofTe und ze rehlen giselmalen tegt* m 
lidi nnverdingel. Were aber daz der bürgen debeiner mit sin selbes lip nül leisten 
wolt oder iilohl, der ieglicber sol einen knehl mit einem pfi'nle dn hin für sich 
legen ze leistende von (1<t siirlir wegen, dar umb denne gemant ist, und urnb de- 
heine ander suche als lang, unlz daz der schade, der angriffe und die norotne, die 
denne beschehen wer, widertan und widerlierel werdenl gar und gantslich, des ridies u 
oder miner hersehaft von öslerrich amptroan oder des burgermdslers oder eins 
schullheiszen in der stat, der denne der schade oder der angrifle beschehen wer, Wor- 
ten dar umb zc glühende. Und wer daz ich oder der selben miner biirgon debeiner 
die giselschafl. oh es vh srhuldeu kerne, breche und nül leiste und lete als vor gc- 
scriben stat, dar uinb solli^ul doch die andern bürgen, die nül gebrochen hant, m 
deslo minre nül leisten noch gebunden sin ae leistende, alle die wUe der schade 
oder der angriflb nt&l wider keret ist. Und mflgent Mi des riebe« oder miner herr- 
Schaft von Osterrich amptman und Ach die alette» den denne der aol»de oder der 
angrifTe beschehen wer, und ir helfer und geheisse den oder die bürgen, die denne 
gebrochen hellent, an sinem libe, an sinen löten und beidesile an irem gfite dar n 
umb Ijekümbern, angritlen nnd ])fi'nden mit geriht geistlichem oder welllichrtn* und 
ane gerihle, wie und an welen Stetten sü welleul, und sol sü da vor nül schiraieu 
debein fribeit noch burgreht noch lantrdii weder geislUoh noch wdtKeb geriht noch 
gemeintich debein ding überal, so ieman erdenken kan oder mag. Nement 9ch die, 
die den angriffe also l&n wurden, oder ir helpere des selben angrifles oder des be- » 
kümbcrt^uiL s- ilcheinen kosten oder schaden, den sol der oder die bürgen, die denne 
gehroclifii httl iit. frcllen und ull rihten par mul gonlzlich. Giengc och bi mincm 
lebKQ der vürgctiaiilen ininer bürgen debeiner ab oder wie er süsse unnutzze wurde 
ze leistende, so sol ich einen andern bürgen her umb geben an des stat als gülen und 
als gewiissen an alle geverde und der sich Ach her zft verbinde, als die obgenan> m 
ten bar sft verbunden warent, dar nach in dem ndiaten roanoi, ao das von des richs 
oder von miner herschafl von öslerrich amptman oder von den Stetten von Stras- 
burg, von Hasel oder von Friburg einer an mich gefordcret wirt vom munde oder mil 
briefen, oder die andern bürgen söllenl leisten, so si dar nmh geiannt werdent, in 
alle wise als vorguscribeu slal als lang, unlz daz ander bürgen an der abgegangenen m 
slat gegeben werdent. Öch ist se wissende, daz der vorgenante mine herre der lant^ 
vogt mir in disen Sachen und in dirre gelAbde ussgdossen und erloubet het, wer 

■) Vurl, welklkhcm. 



1378 



ob ich mit im iena ritte und mil im da bi wer, da er villiht etwas angritl' oder ti^te, 
das aol mir an minem eide noch an disem briefie dehein scbade sin. Wer fleh daz 
ieh in der TOfgenanlen siette deheiner barger oder sessehafl were oder wurde, die 
slat. ob 81 kriege oder vigmitschafl lielle oder gewunne, mag ich wdL inrdialp 

• den muren tingevnrlich helfen weren, und sol mir daz an minem eide noch zft disem 
hrielT dt-hein schade sin. Filigle es sicli ?ich, daz ich villiht gen Lamparten varen 
wurde, dii mag ich jensilc dem Lanipurlschon geltirge wol dienen, wenn ich wil 
und ufl* wen ich wil, und sol mir daz öch zu disem brief und zü disen Sachen an 
minem eide dehein schade ain, us^nomen daz idi dobdn ufinte tob dirre aaohe 

M wegen t&n sol. Aber anderswa noch auat ao aol ich wider min bersehaft von Öster- 
rieh noch wider ir lande noch stelle nodi wider die vorgenanlen stette niena sin noch 
tun, als da vor bescheiden ist one alle (?everde. Wer &ch dazieman von rainen oder 
von milier fründe deheins wegen wider dirre vorg:enanlen dinge deheins tele, diir umb 
mag des riches oder miner herschaft von üslerrich amplman oder ili«" slat, der der 

» angrifle beaehehen wer, uns boUcbafl umb iQn, und wer daz der angritre mil minem 
oder mit roiner fründe deheins wissende und willen bescbehen wer oder bescbdie, 
ao sol ich den sdben angriffe wider leeren (l&rderlich, oder aber ich nnd mine bür- 
gen sÖllenl dar umb leisten, so wir gemanl werdenl, in alle wise als vor gescrihen 
slat, als lang unlz es beschihl. Wer «her daz der angriffe mil unser deheines wig- 

to sende und willende mit bcschehe und daz wir daz swurent, daz relit soll man von 
uns ncmmen und söUenl ich und mim bürgen da mil von des angrilles wegen oül 
me gebunden ain, wonde so ferre daz ich und mim fründe des oder dere, die die an- 
griffe also tetent, Tigenl sin sOUent m glicfaer wise ab die, den der angriflb also 
beaehehen were slehiklich ane alle gererde.i Meinwarl und die bfligen siegeln. 

» Qdien an sani Oregorien tag des jares, da man lalte von goltes gebürt 137:i 

2873 März 12. 

Sir. 8t. Ä. Q. V, F. hiL 9t nt. 3. eop, tk. 



1065. Jacop von Tegernöve und Hans Erhart sein söhn, von welchen der lelstere 
bei Herlishenn gingen und ietat freigelassen, des ersleren söhn Heintae aber ebenda 
M hingerichtet ist, schweren Ar aidi und ihre freunde aflhne und urfehde an aant 

Gregorientag 1373. Hans Erhart stellt als bürgen Jacop von Tegernftwe aeinen 

valer, Johanscn und Richarten von Slalte, Golzen von Sletzstal, Imher von Ara- 
pringen und Clewin Ederlin. [Desselben Worllauls wie die eutsprecAeude Urkunde 
Meintoarls von TolUkofen]. 1378 März 12. 

» Str. SLA. 0. 0. P. lad. S> ar. 8. wji. <ft. eooM. 



1066. Slisläw von der Witen MAI lanlvogl ze Elsasz. die stfidle Friburg, Bri- 
sach, Nuwenbiirg und Kenlzingen, nnd die elsaszsischen reirhssiädte Colmar, Sletz- 
stal, Mülhuscn, Kcisersperg, Münster, Ti'irinkcin, Ehenhein und Roshein an biir- 
germeister und ral zu Straszburg : Sie sind heule von wegen des bundes der sachen 
« halb von Ilerliabeim bei einander gewesen zu Breisach. «der bünde ir dnttil und 



m 



ld78 



wir die vorgeuank-n stelle gcsworn und luil unscrn anhangenden ingcsigeln 
verbriefet hont, do von das Franlx Kdf« der von Golmar aleHemelBter gersngen und 
angriifen ist. die sache und andere, der man sft dem bände notddrflig ist, gentz- 
lich' ussetragende den bunt vesteklich r&renl.» Die an den landvogl gerichtete ent* 

schuldigung der Slras7.burger wegen abwosenlioil wird angenommen. Sie werden ( 
aber dringend ersuchl. auf dem in sadien des I !i i li-heimer butides neu verabredeten 
n. läge auf donnerslng zu nalil nach mittolvaslfn iii Breisach zu ersrheinen. cAlso wil 
man ouch die bnüigellen briefe, die die biuidc sagcnt, do haben und am frilage fruge 
Aber alle Sachen silaen». Bitten um antwort. Besiegelt von aller w^n mit des land- 
vogts ingestegel. «Geben se Brisacb, do «ir bi einander gewesen sini, uf den rinstag m 
vor Letare.B /im JMrr 28] BtHaaeh, 

Str. St,±0.f}. P. lad. » nr. S. or. «fc. WL d. e. At «. A^pr. id. 



lOfii. Die (inifeii Ilnn nfma it n und Si/muiid ron Zn-rihrürlifii (/tun kund, daß 
sie heiiigUch der GeftiitgeHSchaß ihrer Leute durch die SlraQburger mit diesen ge- 
sühnt feien. ISTS Man 2a. n 

Wir Ilanneinan uiiil Sj tnuiid W ecker graven von Zwcinbrürkon lierrcn zu Üilschen 
li^nl künt mengclicltem, alse die wiseu und die bescheiden der meiälcr und rat zü 
Strasburg gevangen hettent Biegen von Rorbacb, Cftcsen Metner, C&ntse Pfaffen 
aftn von Bemdal und Reiser und der swartae Eberbarl von Bitaehe, die uns aft g»- 
hArenl, do berkenne wir vür uns und alle die unsern, daz wir dar umbe und von » 
der {jclelf wegen gerihlel und gcsclilililcl sinl uufl vurzinjcn banl und vürzibenl 
mit ilieseiu gegeawerligeii hrii fe tif ulle vonletunge und ansprnche, die wir dar ünibe 
und von der gelele wegen liuheii niölitent uiler babcnl an den vorgenanUn meisler 
und rat tft Strasburg und au alle Ire bürgur, belfer, diener und die iren und an 
alle die, die s& enthalten hant oder in dar sA geliAIfen oder geraten hanl. Und vüi^ « 
sprechent nns alle die vorgeschriben ding veste und stete sA habende ane alle ge- 
verde. Und des zh urkünde so hant wir unsere ingesigele an diesen brief getrückel. 
Der gehen wnri an dem neheslen sammestagc noch unsere fr5wen tage der kliben 
anno domini l'Al'.i. 

SA. A. IV. laJ. 71|72. or. A. lü. pak e. 3 Hg. «wU. «Mjr. v 



1068. X'arl IV m Strasburg : terwendet sieJk ßr de» JokanuÜerordentmeisitr 
Äo»rad to» Bramsberg. xstS Man 3t Bmnauiu 

Kari von gotes gnaden Romischer keiser su allen czeilen merer des reich» und 
kuttig zu Beheim. 

Lieben gelriiwei;. Wir empfellien ewercn trowen und wollen ernsUich, das du* « 
beslcUel und schatrel unvcrcxogenlicb, das dem ersamen Gonraden von Brunsberg 

•} in bratcllet «tii srhsITM itr dnr BiMnehtahi infBmurf jtitiifidk IM itr Stkrnitr wrynttm amtk 

llu I« ir f* ttfteamJrlm. 



137a 815 

meivler Mnt Jobans ordea in Dentschen landen» was ym die Statinen von Strasburg 
und yr holfer genomen haben, es sey gell oder ander habe, gar und gencalich 
widerkerel werde und das aucb suIIh t fuM l furbas nicbt gcscbee; und seit doran 

niclit seumig. Gehen zu Biidissiii dts duticrslngs nach Ix'lar«^ unser reicbe in 
dein sibenundczweaczigbleu und des keUcrtuois in dem achczeuden jaren. 

ad mandattini . . ini]ieraloris 
Ileinricus de Klbiogo. 

[In rerso] Dou burgermeister, rate und . . burgern der slal Slraaburg, unsem 
und des reieba lieben getrewen. 

Ar. ^ A, hk 7t, w, ^ Vt. d. t. $ig. in v. impr, 
Buibir ny. ar. 9tS7. 



I0(i9. Bischof XMmpretAt an SiraMurg: kerkhUt Ü6er Pi&ni des Kaisen und 
über die Türken. [1379 April IJ Bataten, 

Lampreeht Uacboff au Slraszburg. 

Lieben getruwen. Wir laut udi wissen, das unser berre der keiser k&rts- 
liehen willen bet gegen Nurenberg ader gegen Kotemburg in Franken. Wir ver- 
sehend nna auch, das er nicbt lange da blibe. Auch lan wir uch wissen, das der 
lag, der gewest sollen sin vierlzehcn läge vor oslern zu VVilleraherg, ist ahcgangcn, Apnt 
und richtet sich unser herre der keiser vüstc ull* den krieg umb die marke zu 
Brunduuiburg. Gebeu zu Buiii^äin des Iritages vur Judica. 

Auch wiaxent, das die Türken mit grossem volke ligent su Bndia, als man 
unserm herren dem kelaer gesell bet, und ligent mit gewall su velde. Aucb seit mao, 
das die Tarleren mit den Türken dn ding sinl, und meynet man, der kunig von 
Ungern welle sich widder syc setzen, wann er forchlet, das sie anders in sin laut 
jüehen wollen. Dalum ul supra. 

[In cerao] Den erbern bescbeideu dem meisler und dem rate zu Slraszburg, 
unsern lieben gelruwen. 

<8»r. A. AA 1106. ar, «k. Ut. cL e. a^. im 9. impr. 



1070. Johannes herre zu Viuslingen an mcisler und rat: Ibre forderung. dasz er 
«den friden hcrn Joliannes Erhen vür üch glühen welle», wie er schon einmal be- 
redet jiei. lint er erfiilll und pelohl für .lolians Erben den frieden zu hallen. 
Er soll wübren von daluui des brieleä bis sounlag Quasi modo geuili. Auch bat er Ai>rn 
ihm (Jobans Erbe) entboten «der dag ge vOr sieb uff den neslen fritag nach dem 
österdage sn MOlleabeim und sAlle das ein gütlich dag sin, und truwe codi wcd, das 
min br&der Ulrich Äff den dag kdmroe. Ich wil üch Citlen, das ir db den lanl» 



816 



1373 



voigl wclliMit leiszen wis/eii uinl IuszlmiI in wiszcu, da/, ich vmme globc den fnden 
vür heru Joliannes Erbeu iu der selben tua^zeu, alz. der ersle gewesen ist, des ir 
bri«fe yewedersile hanU. «Geben üfT den pelmedtg anno 73*.* i379 AprU 19, 

Str. St. A. 0. U. P. lad. 22. or. ck lU. el. c. lig. in v. impr. dd. 



1071. Meister und rat von Colmar an Slrassburg : haben auf heute die reichs- i 
slfidle beaandt wegen ernstlicher sadie, «du dar rftret von HeriisheiP wegen» t und 
haben mit deren boten darum und von des bundes wegen «den Stetten allen ime lande, 

den von Basel, den von Friburg und den stellen ginsite Rincs und öch den riclis 

slfiten Eillcii einen dag vcrkündcl und geniachel gen Slel/slat uf die nehesle 

Aprüio. mitwüclic Irüj^t; nucli ilcm heiligen oslonUij^'c, du unser lierre der lanlvogl och wirl >• 

siode». Mahnen um Sendung vun Slra^zburger bulen, um zu bcralcn, «wie daz lanl 

in (iriden Uibe und in semlidien brealen und aohade nAt valle .... und das wir 

fleh mit Ach se rate werdent von des bundes wegen, wie dem ein usslrag werde 

gegeben und volendet.» «Datum feria terda poat diem palmarum.» 

11373 AprU Me,J i» 

atr.8t.A.AA 118. ot. ek. M. O, e. Hg. im % wvr. M. 



1072. JS^aiter Karl IV beatäiifft im Siackt^ LßmprwJU die PfukUürgtrpri' 
tUegie». lara AprU nt JVof. 

Et nominaliin illud privil^um e[nacopis et eoctesie Argeulinensi a dlids impera- 

toribus el re^^^ibus Huuianonim alias concessura, quod nulla civilas, communitas vel m 
upidum prelexlu ulicujiis exeuiplioiiis, cinunilatis, liberlaliä, concessionis seu con- 
sueludinis aliquem äcu aliquos de iiiiuiälenalibu!», militibus Ärgenlinensibus, armi- 
geris sive hominibus preTele ecclesie vel ettam de opidorum, burgarum vel aliorum 
locornm, ad eandem ecolesiam jure dominii vel quasi pertinenttum* inooUs sub tytulo 
seu nomine pfalburgeriorum in dves aut baigenses, qui vulgariter pblbuigCT nun- » 
cuiiantiir, rccipere presumanl, pussinl aut dcbeanl, nid tales i(a rccipicndi seu recepli 
in eisdem locis filj^qn« dolo cl >icnl vcri cives, priusquam reccpli fuerinl, residcutiara 
faciant cl continuiuu uiansionem, oiicra civilia absque dolo seu fraude ((tiibnscnnKjue 
cum celeris suis cuucivibus subeundo etc. Dalum Präge auuu duuuui 1373, indic- 
Uone 11. 14 kalendas maji, regnorum nosltorum anno 27, iroperii vero 19. Ego » 
Jobannes Olomuorasis episcopns saere imperialis« aule canodlarius vice reverendi 
in CSiriato palris domini dotoiui Muguntiends archiefdscopi* sacri imperii per Ger« 
maniam archicancellarü, recognovi.' 

iY<ic/t dtm unvoOstämiigm Umdk M WmKkir, dt p/dk 8t» 

llubcr reg. nr. 6192. u 
■) Vorl. inpemli. 



I 1S73 AprU S4 (tS dtn aaiiiMind«g w» mui «inget in der hailigan kirehm Qnaii modo goniti) 

derselbe ähnlich an Stratihurg. «Der friede sol weren von datum dis briefes üncz vier gnncz wftchen 
und den sftudag »Ucu» {Mai <Uso Verlängerung des Friedens um i IKoc/ko olme Bestimmung etnes 
Verhaiiihmffrtaget. — Ebenil"rt^> Ihst or. ek. lit. d. c. sig. in v. impr. dd. «t 

* Auch in dtutwher Aiufertigung mrhmtden utOer dem Dt^mm 1373 Afitrü 14 (ßo sant Tibnrtua 
and ValerUni Ug, da der wau «ff den montag «a oct«»}. IMmtim geiniekt bei Wmdker, depfM. 80. 



1373 817 

1073. Albreclil und Leiippold liorzöge zu Uslerreicli an den cdcln Ollen 
von Ocliseuälein den iillercu, ihren ohcim : Laben vernommcD, «daz Wcrnburl 
von Hallslat unA Haas Erb und ettlioh !r helfer an dich werben und sAchen 
umb enlbaltnAss und hilfe wider des reiehs und unser statt von der gelal w^n, 
* die sieh se Herlislioim vorgangen liai». Sio bilton ihn, die genannten weder ui 
hausen noch zu liuten, da die suche s on dvs roit Iis und ihren gelreuen «mit ürlail 
und mit dem rechten gchiindcll» sei. «Duraii lüsl du unserin lierren dein keiser 
und uns ein s61ich gevallnCizz, der dir suudorlich gcduui<cl wlrdl. Geben ze 
Wienn an erilag vör Oeorii anno etc. 73>.> ApHt J9 Wien, 

» Str. 8t. A, 0. U. P. UA. 89. or. dk. CfC jnK. & J9 «w o. m/r. 



1074. Die herzüge Albrccht und Lcupull zu üeslerrcich danken ihrem oheim graf 
Eberbartan von \^rlemberg, weil er, wie ihnen ihr landvogt Rfidolf von Walsse 
und die rfile und bQrger des reichs und ihrer slädle su Elsasz und ftreiagatt mit' 
geteilt haben, auf deren bolscliaft bin erklärt habe, Weraher von Hatslall und 

•> Hansen Erben nicht heinien noch enthalten zu wollen. Das wollen sie auch dem 
koiscr von ilirn rühmen und bitten, sich ihrer feinde auch fernerhin nicht annehmen 
zu wollen. «Des sol dir von unserm herren dem keyser und von uns hesunderlich 
gedanhet werden, waa die gru^^ze mii»äclul und daz unrecht, daz die äcbcdlichen 
leüte I« Herlisfaein getan babent, von des reichs und unsern gelrewen mit urteil 

M und mit dem rechten gehandelt ist. Geben se Wienn an Britag vor sant JArgen 
tag anno etc. 73*. iS73 A^Ht 19 Wien, 

Str. St, Ä. 0. 0. P. lad. 22. or. di. lU. itat. c. 2 stg. in o. imgr. 



107.3. Die Siadi Aahn versprieAt vm Straßburgtr KttufwuMHigtU kernen neuen 
Zoll iu nehmen. ins Mai 1. 

n Wir der burgermayster und gemainlichen der raut der stat s» Aulnn verjehen 
und tAnt kunt ofTenlichen an disem briof für unz und für alle unser nachkomen, 

oh daz gosclielie, daz der crhcrn lierren gul von Strazhurg zü unz köme oder für 
tili/, hin liire, ez wereiit wegen oder Ivoneii oder wclherlay kaufnianschafl duz \sere, 
daz wir von dem selben gut kaiu uüwcn zul süllenl nemen denn die zolle, die wir 
H von aller her In unser stat genomen habent. Und des sft urkänd so sendenl wir 
Ach disen brief versigell mit unser stat insigel, das se rugken dar nf gedrudcet ist. 
Anno domini 1373 die Pbilippi et Jaoobi. 

fitr 51. A. 6. 0. P. Ud. 21ö B. 169. or. A. Ut. pst. e. tig m v. mpr. 



« DUmOhk tdmiben ebeiuo mtar gteichem Datum am ihre» üheim den Marigrt^tn «m Badm 
a» oder w*r Min ilat hmUbilL J^enia tr. tk. UL piA. 

lOS 



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818 



1373 



1076. Hisrfiof l.an>i>i-i;-hi an SlralSljHrg : ktU die Siadl dem Kavffi' ffe'/milfjfr 
t» Sachen der Pfahlbürger u. a. tertreleH. [137S Mai aj ^rag, 

Lamprecht bisdiofT m Slrasibnrg. 

Lieben getruwen. Als ir uns vorscliriben habent. das wir ach ?eranlwerten 
sollent vor unscrin lierren dem koiser, da lan wir w\\ wiszen, dax wir tich ver- * 
ontwerlet habenl, als wir be^lc iiioclitetil. Auch wiszeiil, da/, der slclle buüen. ilii- 
da gegen OstericU warenl, zu unserm lierron deiu keiser kommen sin und under 
andern stookoi mutern harren den kdser gebeten hant, das er una und ucb gebiete 
und heisse, das wir in den b&nl kommen, den sie haben. Des han wir geanlwerlet 
unserm herren dem keiser, daz wir nicbl kundenl dar zu gcantwerten an uwem w 
und anderr, die zu uns»>r sUfFl horent, ral, daz wir aucb gerne dar zu wollent helfen, 
daz daz laut in frieden und giiuden hübe. Und dar zu suMenl die von Oslerich senden 
von unsers herren des keisers wegen zu dem lanlfogle, daz man daz uszlrage; waz 
aber nicbl uszgelrogen wirl. daz sal man aber bringen an unaern herren den 
keiser, und meynen wir, das die unaern sich aollen sieben su neb, ist ez uwer mej- » 
nunge. Die selben bollen habent auch gebeten unaern herren den keiser, daz er yn 
die pfalburger als lange soHo laszen, die wile ir pfalburger hallent. Da widder haben 
wir geredt, als ir wol Ijelindeiide wi rdi nt. Die andern sluckc, die sie geworben liant, 
die wollen wir ueli n\u \i linrlzhcli lan wiszen. Uuib daz, als ir uns verschriben 
babenl, daz wir uch ull die von Windecke sollen enlhallen, da lau wir uch wiszeo, w 
das wir unser lanl nidit besorget hanl uff den krieg, als es uns und unsem lulen 
noldorfllig were, als ir das selbe wol mogent wissen nsch gdegenbeit des krieges. 
Doch so wollen wir, so wir erst zu lande komment, mit üch umb die nnd ander 
saclie reden nnd zu rate werden, daz ir sehen!, doz Icein bresle an uns nicht en- 
wirl, wann daz wir gerne sollen Iftn nllez, daz wir wiszen, daz uns. unser slidl « 
und der slat zu Slraszburg uulze und gut ist. Geben zu Präge des dorustagis 
nach Philippi et Jacobi. 

[In ««tm] Den erbem bescheiden dem meister nnd dem rate su Strassbu^, 
unsem lieben getruwen. 

Str. St. A. ÄÄ l'lUti. or. ch. Ul. cl. c. tig, in v. »mpr. dd. m 



1IT7. IV «rsMiUl den Pfahgrafen RupndU d. er toUe Werner wn 
BMtkM vni Jekann Brbe niel/ tpu2^ «m«» Itmdvegt heistehen. 

1373 Mai G Prtty. 

Wir Karl von goles gnaden ilomischer keiser zu allen zeiten merer des reichs 
und kunig su fidiem embieten dm hochgeboro Rnpiecht dem ellem pfiillencsgnTen ^ 
hey Reyn und heresogen yn Beyern, dca heiligen reiöhes dbrislem truehsessen, unserm 

lieben swager und furslen, unser gnad nnd alles gut. Lieber swager und fiirste. 
Allein zu andern ezeilen der edel Rudolf von Wallse unser lantfogt in Elsazzen und 
lieher gctrewer niil sanipt den sielen Slraspnrp, Basel und andern unser und des 
reichs und der hochgeboru Albrechls und Lupulds herzogen zu Oslerich, zu Sl^T, zu «•> 



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1373 



819 



Kernden olc. unser liebon snnr- nieic in Elsazz und iu Brisgow vor ilerlähcim ge- 
czogen isl und das gewutinen und owh dorynnc scheJlich Icnvle dem lande gcvangen 
hat UDd zu den nach des reicbs recht gerichlel, alse* der lantfogl und die stete nna 
haben ßirgegeben, doch ist uns forkomen, das etlich mil namen Wernher von Hatsstal 
• and Johans Erbe mcynen von derselben geschieht wegen die obgenanten lanifogt» siele 
und ander, die do bcy gewesen sein, an zu greifen nnd zu liripp^on. Dovon hillen und 
manen dine übe mit panczcni cnisle, das du die vorgenonlen Wernlier und Hansen, 
vre ln'lfer oder wer sich der Sachen anncmen wolle, nicht vcrlcydingen, versprechen 
noch yn beholfen sein wuUesl. Wann haben die vorgenanten Wernher und Hanse 

t« ieht zu sprechen sn dem vorgenanlen lanifogte, sielen, oder wer bey der gescliioht 
gewesen isl von. Herlsheim, oder umb ander aaehet woUen wir in von wem sie sa 
dagen Iiaheu vor uns unverczogenlich lassen recht widerfaren. Geben lu Prag 
an dem frilHge narh des heiligen crewczcs tage, alse* es gefunden wart, unser 
reiclie in dem sibenundczweinczigslen und des kcisertums in dem newnczehendem 

>» jare. 

per dominum . . imperalorem 
Conradus de Gjsenheim. 

8lr. 8L A. kk TS. «t, Ot, fot. e. iig, in % impt. 

Seg. in der ZeiUchr. fgr (fmA d, Obmk. XX2U, <56; fltifter ft§. m. SttS. Ifßlifr, 

m Reg. »r. 4015. 

1078. Kaiter Kati JV «« Str^Murg.- iott Jokann Ufetwi» *»r Zithhtng 
einer Schuld an Huv^ri von Eiter ankälten. 1373^ Mai 11 Fmg. 

Karl von guls gnaden Kutnischer keiser zu allen zcileu inerer des rcichs und 
kunig so Beheim. 

M Liehen gelrewen. Uns hat geclagl nnd furgelcgt der cdd Hnwarl von Elter 
unser marschalk nnd lieber getrewer, wie das im Jc^ans Merswyn ewr mitbuiger 
gelten snlte eyne summe geldes. als er euch wol ur.ir weisen wirdet. Des bitten 
wir und begeren an euch mil ganlzein lleizze und ernste. ir den egensnten 
Merswyn underweiset und darzu hrildel, dus der vorgi [i.nile Iluwiirl hezall werde 

so des gelles, das er im schuldig ist. Daran erczeigel ir uns sunderliohen dienst und 
beheglikeiL Geben sn Prag an dem nehsten mitwochen nach dem suntage Jubilate 
unser rdche in dem sybmi und esweinezigsten und des keysertnms in dem newnden Jare.' 

[In ««ne] Dem burgermelster, dem rate und den bürgern gemdnlich der stat 
stt Strasxbnig, unaem und des reichs lieben gelrewen. 

15 5ir. 8t, Ä. kk TU. et. A. UL A e. ttf. i» «. Anjw. «■(. 

JMtar rtff. mr. 8196. 

a) Fori. «w. 



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1373 



lüi9. Graf Emicho pon Leiuiugea rerzichtet gegen Slraßbui'g auf eine für 
leistete und zu leistende Dienste *n zahlende SHmme, iSTS Iba 19. 

Wir grafe Emich von Liniogea yerjeheat and kändent menglichem mit disem 
briefe, nise die erbera bescheiden der roeister, der ral und die burger gemeiuliche 

der stelle Slrazkurg unibe unserii ditMisl, also wir in s«^lhc zehende gcJienel und > 
geholfon liabt-n sollent von dem sanl Jolianses dfigo zu sunegililon, der do waz in 
dem joro, dn man zaltc von goU gf'l)nrlf. di i'ilzflieiilinndcrl jare syhiMilzig und zwei 
jare, unlzc über dni ganlzc jare, der selben Urier jare öch noch nie denue zwei 
ganlzejare voriiunden siul. und wir mit a]len unsemvesten in warten und gehorsam 
sin soltenl und sie in öch ullAn das selbe sile us und sünderlich mit unaerm teile an m 
Dsgesborgder veslen und sie uns dar urobe [gegeben]* sollent haben vier lusent g6ldin, 
der selben guldin ('•ch von in worden und Ix-zali sint luscnl guter sweror güldin, 
daz wir also mit den vorircnant'^ii dem fini'ivici | ,■• dftn rate und den Inirijern der stat 
zu Strazhur^ von der drier tusenL j::iildiii wej^^eii. die sie uns liiiinaiifunler dtirumhe 
geben sollent, Iruntliclie und geulzlicli gerililel sint. Lud sagunl och wir der vor- i» 
genante graHe Emich von Liningen v&r uns, alte unser erben und nachkommen die 
selben den metster, den ral und die bui^re gemeinlichc und besunder der vorge- 
nanten stelle zi\ Strazburg und alle ire nacbkomen i[ lit, leilig und los gentiliclie 
mit disem briefo der Sellien drier lusent trnidin und alle> dez, daz sie uns von dez 
selben unsers dienstes und gliihede wci^i ii tt'iii M)l(eiii An alle geverde. l'nd globenl so 
uch wir vür uns, alle unsere erben und nachkomen, daz wir noch sie niemer an- 
spräclie noch vorderunge dar umbe und sünderlicho von der vorgenanlen drier (usenl 
gAldin wegen an die vorgenanten meisler und rat noch an die bürgere gemeinliche 
noch besunder der vorgenanten sielte zA Strasburg und an alle ire nachkomen 
gehaben noch gewinnen süllent noch seliaflen getan werden heimelidie noch offen- n 
liclie in denlieineti we:^ in jille ueverde. Und der vorgenanlen dinge zu einem 
Urkunde so haut wir der vor^eiianle grafi: Kimche von l,iningen unser ingesigel ;in 
diseu brief geheuckel. Der gegeben wart an dem ersten dunre.->dage nach saul 
Sophien dage in dem jare, da man »die von gulz gebürte drütselienhundert Jare 
sybenizig and dr6 jare. i* 

Ar. 8t. A. 0. 0. P. lad. 168. «r. «ib. c. $ig. peML 
1080. Priedenstertrag der SUtdt Straßhtrg mit den Herren vo» Windeek. 

137.3 Mai 'ii StoHhofru. 

Wir der meister, der rat und die bürgere gemeinlich der stat zu Slraszburg 
erkennen uns ottcnlich an disem briefe und tuulkunl allen luleu, die in ummer an- » 
geselient od^ hdrent lesen, umbe sollicben spann, krieg und zweiunge, so wir, die 
unsem, unsere diener und helfer bilz uf diseu hutigen tag mit den erbem vesten 
herien Reinbarte and herren Hansen ritlere, Reinboll, Brunen und Peiem gefeitem 
von Wiudecke gehabt han, das wir darumbe gcnbslich lulerlich und zu wfile mit in 
und sie mit uns verrihl und gesund sint in aller maszen, als har nach von worl zu m 
worle geschriben slal: Zu dem ersten isl beredt, das der vorgeuaole herr Keiuburl 

a) attf «ori $eki9Mke SfmrtH dtf Sfki ift rorktmltH, 



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1373 



831 



von \S iiKlocko iinfl juiißher Berllioll von Kvbur^', Eberliarl Zulle von Sickingen, 
Heinlzemau von Nuweuburg nicisler Malhis sun, Wusle, Hennel SlreulF, Hugelin von 
L6nrach, Andres R&Uer, Putlingcr. Pauls von Sleinenburo und Zengk von Teltelingen, 
die bi der gelftt und geschiht sinl gewest, da der erwirdig herre herr Jobans von 

» Obsensteui decban des obersten stifls xu Strasburg in sinie buse daselbs wart gefangen, 
die stat su Strassburg müden sfillcnl und nieiuer nie dnr inne konimen, es cnsie 
danne mil dos meislers und rales zu Slraszburg, die wir dann zu gezilen b;ibpn, 
gutem willen, wissen und verbengnusze. Otieb sulloiil die vdrf^i iuinten von Wimlccko 
uf iren veslen den zwein Wiudecke der delieiuen, die da by waren, da die von 

10 Wirtemberg in dem Wilipade underslanden wurden m faben, in drin Jaren den nebsteii 
nacb gilt dis briefi» nit enlbalten, busen nocb boten in debeine wiae, wände sie onrb 
in dirre sunc nit begriffen sint. Es ist üucb beredt, das alle gefangen von beiden 
silen ledig und los soUenl sin. Oucb ist beredt, das wir die vorgenanten von Slrasz- 
burg zwene sollenl kipsm und die obgenanle lierr Reinhart, lierr Ilans ritten-, \Wn\- 

i& holt, Brune und Pelcr imL I kneble gefeitem von Windecke ouch zwene sullent kiesen, 
und sei der hocbgebom fürste unser lieber guediger hcrre herre Ruprecht der cUcr 
pfaltzgrafe bi Ryne, des b. R. ricbs obrester trubsesie und bertxogen in Beygern, einen 
gemeinen mann dann geben in aller der masze und wise, also das beredt and be- 
ledingel ist und wart zu Baden in gegenwertikeil des vorgenanlen unsers lieben 

to gnedipen berren liertzog Riiprelilz des eitern, grafe Williclms von Kalzeticliiibogcn, 
grafe Heinriclis von Spanl.eim, heiren lleiiiricbs von Flecken^steiii des ellern, berren 
Johans Zurus, herren Jubaus von Mulnlieini riltern und berren Juhans Kiirnagels 
bürgere zu Strassburg. Und sol die vorgeacbriben sune stete und vesle sin und 
verüben in aller der masze und wise, alse da vorgeacbriben stet, nnd sollent ouch 

ts die funre, die dar Aber erkorn und gegeben werdenl. hie zwiscbent und sant Jobans 
tag baplisten nebst koniel den uszspruch Inn und ende geben ane vurzog. Und J»-* 
olles das da vor gescbriben stet glolieiit wir die obgenanten von Straszburg mil 
guten Iruvveii uf unser eyde, die wir unser ^lut banl getan, siele und vesle zu ballen 
ane alle geverde und argelist. Und zu merer stcherbeil so hant wir geboten den 

so hoehgeboni Arsten unsern lieben gnedigen berren berizog Ruprcht den eitern vor* 
genanten, das er sin ingesigd zu vordersl zu unserm sietle ingesigel an disen brief 
hat tun b«ieken uns zu besagende, was hie vorgeschriben stet. Des wir uns hertzog 
Rnprehl vorgenant erkennen, wände wir die siine also aui li hnn ]»eredl un i lielt^- 
dingel. Gegeben zu Slalhufen un dem sunneudage, so man siugel Vocem jocundi- 

»6 talis nach Crislus geburle 1:37:5. 

Notk dem Drueke bei Weiicker, dutpiig. de uaeburg. JU4. Weiter gedrudkt L&niff RA. XIV, 
94S. SatOer, G*tdk WOrtembtrge 11^ 170. — S^. bei SOt^^ Jh, di^. II, 368. 

1081. Die ürafeit IJaiuienuuin nnd Symund ton Zueibriicken ttiplüc/iteii sich 
der Stadl ülraßbiirg gtgenühei- die Ursage betreffend. 1.37.3 Mut 94. 

Wir Hanneman und Sytnonl genant Wecker gebrudere f,'raven von Zweinbrucken 
und lierrcn zu Bilscben vcrjcbent und kundenl meulichcn, duz wir uns versprochen 



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9fk 137d 

hant unde versprechenl mit diesem geinvirligeii biyfe vor uns und alle nnsere 
beLfere, diener und die nnsera, eyne gelruwe stela unage sweoe gantie mande vor 

zft sagende zu Iialtene gegen den cii him Ih-sclieiden dem meister und dem raile und 
der slfil zu Slraslmrg und ^:<*;.'t'ii üllen yren bürgern, Ijclffm uml dienern mit solicher 
bescliridcuhoit. hosohefre in ut in dirre nrsngpn vun uns. uiixTii lirllcrti, ilienerii und ^ 
den unsern, du gut vur sii, das suUenl wir in uDvcrzuugeliclien wider keren niil 
dernaymen, und aol doch diese ursage in vren kreflen bliben. Und ad diese ursage 

Mm *«• ane gain uiTe den Sonnentag neste nach sanle Urbana tage des beiligen bobesles, 
der nün z(k nesle kumel. Dar sft ist in der Torgenanlen ursagen Ibwusehent uns 
luid den vorgfiianlen dem meister, dem rayte nnd den burgern der vorgenanleo » 
siele z"i Stri(z[)iirfr herehlen nnd nz^'elragen, da?, wir die vorgenanten grave Ilannc- 
nian und grave Svrnonl genant W et kor ensullenl hinnenfür nüt denlieinen der vor- 
gcnanlen meislers und railes der stete zä Strasburg vicnde in uusern vcsleio, gerelhen, 
weiden unde gebieten weder husen. enthalten noch bofen mit unsem wissende ane 
alle geverde, dar nach so si uns die selben yre vigende verkundent und benennet » 
hant oder die wir sus wnslent ane geverde, die vre vigende werent oder sint ane alle 
geverdf. Doch nzgenumen. daz Rupprelit von Randecken wider und vur in unsere 
gebiete, geretbin, vesten und dorfern mag faren ane geverde, dorh alz so das er, 
sine dienere noch die sinen den von btrozburg noch den yren keynen schaden dar uz 
noch dar in tan cnsuUent noch nulacbint dar in noch dar uz besdien.das in sft schaden 
k&men mtige ane alle geverde. Es sol euch der sftne br^f,' der thwusehent uns and 
den von Strosburg geroacbet und mit unsem und andern ingesigdn versigelt ist, 
der do geben wart an dem s tmentnge, alz man singet Quasi modo in dem jare» 

A^*. ^'•^ zalle von gnltps geburle drulzrlien hundert jare sybentzig und zwei jare, 

in allen sinen kretlou i)liben und ensul dirre bryf dem selben bryfe keyne schade '* 
sin anc alle geverde. Und gelobenl ouch wir die vurgeuanlen grave llauncmau 
und grave Syinonl gebrudere by gtilten truwen an «idea stet, alles das sfli ballende 
und sü follenfnrende, das von uns do vor geschrieben slat an alle geverde. Und des 
sA ejme urkünde so bsnt wir unsere ingesigele an diesen bryf gehenckel. Der do 
geben wart an dem eirsten zinstage vor sancle Urbanes tage des heiligen babestes » 
dez jares, do man zalle von goUes gebUrle drulzeheu hunderl sybenlzig uad drü jar. 

Str. St. Ä. Q. D. P. lad \W, or. uA » ttß. fOtcL 

1082. ünlerhudrogl Johann Miirli anStraßburg: nuichl Vorschläge zum Ver- 
fkiek mU üchlettsUuH. JS79 Juni 9 F^rHbmrv. 

Den wiseu bescheidnen dem oieisler und dem rat ze Strasburg enbul ich Juhans » 
M&rli underhkntvogt min dienst. Als ir mir verschriben hant von dero von Schleis* 
stat wegen, daa han ich wol verstanden. Da IrÖste ich f6r die von Sclilelzstat, daz 
jwt sf. si den Aweren tag gebeut unte se sant Johans tag und den namcn (kh uff das 



> «r. 1008. 



1373 



823 



selb zil witltT kerctiil uml och die wil frid mit ücli und den üwcren liabcn sollen. 
Also wrl es da zwschcut i:nt hcrirlit, daz sich dennc die gefangnen morndes na<li 
sanl Johans tag so nechsl kuinjit wider aiilwrlend mit dem namc, so si deiiue us- Juni at. 
geben babent, mil dem gediage, das D6kli das selb gegen inen och lA und den 
> treo tag gebe und öch den nftme widerkere in der masae, als des richa boUaa mil 
ücb gerel band von beden teilen ane alle geferde. Mit urbAnde dissz briefes. 
Geben ae Fribuig an «alag ae abenl in der pfingslwchen anno 73.* 

Str. 8t. A. Q. V. "P, iMi, VL mr. ek tu. e. aig, i» V, imfr. <M 

1083. Johans Mürli unlerlaiidvogt zu Stliwaben und itn Etsasz an iiicisler und 

10 rat zu Ölraszburg: Aui ihr schreiben, dusz der von V'inslingeu zu rede gebracht habe, 
dasB berr Hans Erbe gern tag leisten wolle, Ifisst er wissen, cwas üch und den 
Stetten dar inne wol gefeit, das mir das bch wol gchlt, wand die botsebaft, die ir 

dar umb tatend, die Hess ich die von Fribiirg sechen.» Sic kam ihm montag nach« «/mit?, 
niillof^ zu. «Und . . . rat wcrdonl ulTdom tag ze Krslein. dns i>l niin pftler [wille. 

11 Gegeben]* ze Fribuig an sinslag noch sanl Jobans tag». [laJS Ju$U »HJ JTrv^urg, 

Ar. fit. .i. 0. ü. P. lad. SS. «r. cfc. W. dL c m v. impr. JA 

iWi. IMarkgraf ff$m toHBkekiay] <ni StrtUütay, Bas^f Freihtrg ». «. w. .• 
erU&tt das so» eiuem Fairende» äusgeiprenffte Oeriekit naeA de» er den Städte» 
des Merlisheimer ßundee feindlich tein mll, für mwaAr. [1973 Avgutt 19.J 

M Ifinen dienst le vor. Meister und rdte der siette Strasburg, Basel, Friburg, 
Brisach, Sletsslat, Ehenhein, Rossbein, Nuwenbnrg, Kensingen, Mülnlinsen, Key- 

sersperg und Münster. Alz ir mir versdiriben hant, daz üch die von Golmer geseil 
haubenl, daz in Meyger ein farcnde man gesoit habe, daz ich .süUe gesprochen han, 
ich welle aller der vigent sin, die gewall in den .Stetten habeiil und bi den nH»'n 

u sinl gewesen, da die gclal ze lieriishein ergangen ist, laszc ich ücli wissen, daz 
icb des unsdiuldig bin und das der selbe Meyger lüget als ein bAsewibt. Wolle 
tuih aber bie mil nüt beoügen, so bescheiden mir einen dag gen Brisach ungeverlicb. 
Da wil icb gerne hin z& öch komen und wil mich der rede also enlslahen, daz ich 
getruwe, daz üch begnögen süUe. Datum in sabbato post Laur[enciiJ. Uwtf ant- 

w würl lant mich wissen. 

Ar. ft. ^ tr. lad. 74.* «isp. dk. eoMt . 
■i) Utk m Ayir/. 

' Au (I'-mieU-rn Ta'jf hntlr- sich Jnhrtnn Murli lirrn't rrklirt iii tn'stcn für die von Schletzstat in aller 
der masse, als ir nur vcrschribcii haut aiie alle gevt-rde, si sag«>nt üch duntie an dornctag {Juni 9.) bi 
W der tagzit abe, dea ich inen mit getrüuu. Und wil Ach gerne hic zwgclieut nf tag koiMii, ob mA 
mag vor knokheit mit libec läbendmUMtt «r. cA. lU. d. e »ig. in 9. impr. deL 

* AsrtodM moA omkre Uermif ktSfilicte Brii/e, atu imm Ar JKhm de$ Abtcndera und da» 



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834 



1378 



liras. Meister und Hai iemmeu «Aerein, daß die gegen Joiann Brbe an^e^ 
tproekeue Adil mAa Jahre gehalten werde. ist» Auguat IS, 

Uiiscro liorren nicislfr nnd nil sint uhon in kuimncn vuri der urlcile wegen, als 
hcrrn Juliatise Erben eiuie riller disc slal zehcn gaulze jare verleill bl, uaibe das 
er meisler und rate und iren gchullen ungehorsam was. das onch die selbe urteile > 
die Torgenanten sehen jare us gegen dem selben herrn Johan Erben stete und in 
ircn krcrien bliben sol. Und were es das der vorgenante her Johans Erbe in den 
Sellien ziln in unser slal zu Slrnszhiirg oder burghan kome und dar innc ergriflen 
wurde, so sullciil ineisler und rat, die denne zu zilrn viiil, von ime lun rihten als 
von evrnc eclitcr." Doch mag er in den burgbaii tiuinei), obe er wil, und sol iuie lo 
dar an uit scbudun. Und sullcnl uucli alle die. die qu zu male in den raten sini 
oder har nach dar in koroem, dise urteil uf den eyt heimdich bi in lassen bliben, 
und sol ouch dise urteil alle jare ein rat dem andern rate in den eil geben. Aolum 
feria quinla proxima post festuni assumplionis beale Hari^ virginis. Und söUenl 
oncb die vorgenniile zehun jart- uf den s("!l)en tag anfabeu anno doniini 137;^. Swure u 
ouch dor vurgt iiüiik her Johau Erbe, diu egcuanle besseruuge und sile xu lislleude, 
so sul dise urteile abe bin. 

Nadt dem Dntek bei Wmdcer, di9giti$. tk «Mftmy. IM. 



1086. Uischuf Lamprecht au, iilvalibttrg : beriditcl iiliff den Frieden rnn Fiirslcn- 
ycatde. [1373 Auf/wt Itt] FUrat^nwuld«, » 

Lamprecht blschofl* v.h Strasburg. 

Lieben geln'nven. Wir bind iueb wlzzen, daz unser her der kciscr mit mark- 
prnfTen Ollen von Briin(l< iil)tirf; und lierrzof; Fridricben von Beiern IVünllii lit n über- 
Awj. ii,. cm kouien und gericblct ist, also daz an unser froweu lag der schidung der selb 
markgrafle OUo s(ü ym komen in sin here für Fürsleowalde und Fridrich voi^nant » 
mit ym, und bat der mari^raße dem hocbgeborn Wentslawen kAnig s& Behem und 
siuen brudern die mark sft Brandenburg mit allen rechten und herschafft nit wenn 
die kur und daz erczcamerer nmpir 7ÄS sinen leptagcn usgenomen abgelretlen und an 
sii- erlx'i lich und ewiclich unti an ir erben gewisel. l'nd dar umb gil ym unser ber 
der keiser binwider elliclie lande und sebloz zii Beiern, als bie nach geschriben slal: » 
Flozze, Ilirsawe, Sullzbach, Rosemberg, Üuchperg. Liechtenstein, Liechtenegge, 
Brailenslein halb, ein teil an Richenegg, Kitstein, Herspmg und LauiF, ob er erben 
gewinne msnnes geschlecht. Geschehe aber das nil, so mägen sie und ir erben 
käng z& Bebeni diu selben seboss nach sinem lodc wider lösen von den berlzogeo 
von Beiern umb hundert lusent guldin. Er gil yin ijcb driulusenl scliok järlicber » 
guUe von Bcbem, die '""■h ledig werdenl, ob er slirbel än erben nKinsgcsrlilt ibk-. 
und zwrhunderl luscul guldin uti lege, als daz begritien ist, und ])iianlscbalil für 

•) ftitiricifm : nit Uem tmit» t fm Jtanie sugrfigt : doch -~ »chaUm. 



825 



hundert tusent guldiu. Und rit ielzol und der küng luil und niinct liuldung von 
Iieren und von Stetten yn. Geben s& FAratenwalde in der Marke am dunrslag 
nach unser iWmen tag dem voiigeoanten. 

[/» verso] Den erbem wisen 16ten den meiatem und den bürgern gemeinlich 
* sft Strassburg. 

8lr.at.A.Ak tM6w tr. th. m A e, mg. m 9. im^. 

Mmdi WmteUr, Vfor- xa. Sieiel, eod. Bnmd. 21, 539. — Suber rtg. JMcftM. nr. STB, 



!0R7. Meister und rat von Colm.'ir on nx/islcr und ral zu Slriis/.lmrg : «Als 
ir wol wissenl, wie wir üch me geschriben hant von der bolschaft wegen, so ir 

n und die Mette alle, die sb dem bnnde gehArent gen) Herlishein, tOin aftUent und 
mftsaent, nach dem als wir ans alle versprochen hant und oucb beret ist, zft 
dem hochgebomen forsten hertiog Albreht gen Ösleridi, also känden wir üch, 
daz (los riclis sielte bi einander gewesen sinl zö SIelzstal uf eimc tage als gester. 
Und siiit von der selben saclic wegen eins bollen überkoninicn gen Üslerich zu 

Ii varende, und ist daz der fromme rilter her Cünlzman zem Rusl unser scliullheisz, 
der euch gar kürlzlich sin sol zu Schafhusen bi der bolscbafl, so lierlzog Lüpolt 
von öslerich oucb umb die sache tftnde wArt an den vorgenanlen sioen br&der». 
Bitten, auch von seilen Strassbui^ den boten zu b^laubigeo. «Datum feria sexta 
posl assumpcionem beste Marie Virginia». 

I» Postscript im au/ anf9i^Mm Zettel : h<rr Cunizman soll Sonntag Stt nacht oder a n. 
montag fnili -/.m SoliafThausen sein. Btllen deshalb um beschleunigting, «wan er ouch ^«»-m. 
glöbsbriefe von den richsslelteu hal>. ^1.97^ Aug%ut 19,} 

fltr. flk. O. U. P. licL S9. «w. (JL JÜ cL e. ng. In «. i$»fr. mmI. 



I0U15. Hagenau an Straszbnrg : h- klagl sich, da-'/ Symunl von Lielilenberg das 
»i ihm vom kaiseri. hofgerichl zugesprochene herbergsrecht iu den dorfern Halten, 
Rfltersbofen und den sweien Beiensdorf ungebAhrlich ausnfitst. «Dalum in oolava 
fiesti assnmpcionis gloriose Virginia Marie a. d. 1373.» Aut^ 99, 

Str. St. A. AA lOUa or. mb. Ut. d. c atg, in v. myr. iO. 

1089. Die VerhM%deten ton Herliskeim komme» Hierein, Jeden ihrer Ängc 
M körigen, der Werlin von Haitstatt «nd Johann Erbe beistehe» \cRrde, auf zehn 
Jahre s» tierbannen. isjs aeptombor 13, 

In gots Dämmen amen. Ich Jobaos MArlin ritter undeilantvoget an mins 
berren kern RftdolSi» stat von Waise, des lantvogtes in Swoben und in Elissss, 
von unsrer herschafl wegen von Österich und wir die burgermeistere und die röte 

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1373 



und bürgere geiociDlich der .stelle . . von Ölrazburg . . von Basel . . und der ricLes 
sielte von Gdmer, Sletistal, Elienheim, Roshdm, Keyscrspcrg, MtUnbnsen, T&ria« 
kein, Münster und dar s& der sielte in BrisgAwe von Friburg, Brisach, Nuwenburg 
und Kenlzingen tftnl kunl allen den, die nu oder hie nach disen brier ansebentoder 

luVenl kst ii und die es an gat sft wissende: Als wir uns vormals zA sammen ver> * 
J>iinil(Mi liiilji nl \on dos gerihlcs und der {:o>^(Miil!l wegen, so zu Ilerlishcim er- 
gangen isl, enundcr gi-lruwelich beraten und beliolllen zii sinilc wider ulle die, die 
uns oder die unseru iemer von der selben sacbeu und gescinliL wegen uoligen, ao- 
griffen oder schedigen woUenl oder sich sin an nemmen oder naderslan wollent, es 
sfi endende oder i& rechende an uns oder an den, die uns gehArenl, als och m 
die liricfe vulleelicfi wisent, die dar ülier versigell geben und gemulil sint, und bar 
über bern Werlin von Iladeslut und bt ni Jobans Erbe und ir belirer uns und die 
unsern und duz laut unreilelicb kriopciil v(jn der selben saeben und gesebiht wcpcn, 
do ist 2Ü wissende, duz wir do cinbellcclich und gemeinlicb von notdurfl wegen 
der selben unsrer stelle und des landes und aller der, die sft uns gehöreot, " 
mitenander Aber ein kcnnmcn und zft rate worden sinl, das wir ein gebot gemäht und 
uff gesetsel haut und machenl, setzen! uf und globcnt es ouch mit disem gegen* 
verligen briefe fAr uns und unser nachkommen z& hallende ungeverlich bi den ejrden, 
so wir dar umb gcsworn bant : also were es das icman wer der were, er were edel 
oder unedel, der in den vorgennnlen unsorn stellen wonet oder sesbafl were oder n 
dar in geborle, sich von uns ziige oder mable und den vorgcuunleu heru Werliu 
von Hadeslat und hern Johans Erben oder iren helffera oder ieman wer der were, 
der sich nu oder hie nach der vorgenanlen geachihi oder Sachen an nemmen wolle, 
z5 legendi", bcraU n oder bebolfTcn were m'il reten oder gelelen, lieiralich oder ofTen- 
licb und duz künllicb von im wurde, das der zeben jar die nehisten nacbenandcr » 
US der selben stat, do er in gt borte, und ocb us den andern unsern stellen allen 
do vorgenant sin und bessern sol anc alle gnade, und das oucb sin wip, sine kiül 
und sin gesiude do zwuschenl ouch die selben unser sielte myden und dar in sAl 
kernen afinl ane gev^e. Und sol ouch denne die slal, do er s& geborte, das den 
andern alelteu allen do voi^nant verkünden, das er das gebot also Aber fhren » 
habe ane gcvcrde. Were es och das der selbe scbuldige, der dat gebot also Aber' 
faren bette, dar über in der vorgenanlen sielte dcbeine in den vorgenanton zeben 
jaren kerne, den sol unrb die sidbe stat ane allen verlzon- und sniiieins ungritFeu 
und von im ribleu als von eim ebler. Lud was bresteu do von ul erstünde, do zu 
Söul wir och alle bi dem genanten ^de euander beraten und behdiTen sin mit • 
gAlen truwen glicher wise als von des egenanten bnndes und der gescbthl vrcgen 
s& Herllsheim ane alle geverdc. Und des alles zA uilcAnde So hanl ich vor- 
genante Jobans Mürlin min ingesigel und wir die burgerineislere und die rete der 
vorgenanlen sielte unser iegelicb ir stelle ingesigel gehenket an disen brief. Der 
wart geben an des heiligen crüees abenl, als es erbebet wart, in dem jare do mau *» 
zalte von golz gebArte drutzehenhundert jar und drü und sibehlzig jar. " ' 

Str. St. A. Q. D. P. Ind. 1». or. mb. c. 16 ug. patd., jptom» t (Kamiigtm) deU 
Otint^ ftet ITencfar, disquU, #« wcfriny. 126 ff. 



I 



1378 



827 



1090. Der landvogt graf Rudolf von Habsbuig an meister uod rat su Strasz- 

burg : mahnt sie «des bundes ze Ilerlishein, daz ir f&rderlich und unvenogenlicb 
sendet gen Beforl iiwer anzal der glof«>n und sclu'itzen. noch dem als wir, uwer 
und der andern .stelle botlen zc Heforl mit eiiandcr über iMri kriiin nl», und liillct 
» ihre boten zu haben "uulsaml der andern slellpn Imllen ze Driburg iiI disrn nfclisti-n 
sunoentag ze nacht bi ünserm hcrrea herzog Lupalt. Und geLcul iius och uf dem ocl >. 
aelben tag da voll antwürl von Chftural Tielrichs wegen« nach dem als wir ze 
Colmar nn aa neehst mit üwern botten gerett haut. Geben ae Friburg an man- 
tag nach aant Hichela tag». £ia78 OMer 8} Frti^mp* 

M 8tr. 8t. A. 0. 0. P. lad. 88. or. A. Ut. ä. e sig. in v. impr. del. 

1091. Die Let^ßHuter Xiroltau ton s. Thomm vni Qdtze r»H s. .Varlin tinin 
knnd, (}(tß sie //einrieb ron Sac/isrn rt^rsproeken habe», iArm Pfnrrkindc-n die Beichte 
bei dm BtllehnÖnchen :n gexlatten. 1373 Ortober 3 StrtiHHburg, 

No8 . . Nicülaus sancli Thome et Gotzo sancti Martini ecch-siarum parrochialiura 
•r. Arponlinensium . . plcbani nolum facimus lenore prescncium universis, quod nos coram 
perilo viro et domino . . magislro Ilcinrico de Saxonia canonico ecdesic Basiliensis, 
judice . . quatuor ordiuum mcndicancium subscriptorum super quibusdam spcciali» 
bua artictdia contra qniAdam plebanos de confcssionibus aadiendis et aeeramentia 
ecdeai« minialrandia peraönia flratribus ipsorum quatuor ordinum oonfeaaia et volenti- 

M bua conHteri in episcopatii Argcntincnsi, videlic« t prr licalorum, Tratnim minomm, 
hercrailarurii Auguslinrnsium et frnlnnn saiiclf Marif de tnnnle Carmeli, in prescncia 
eciam religiosorum virorum dictornm quatuor (irdiiium inferius nominatorum, scihcet 
fralruin Nicolai dicli Blcnkclin prioris, Johannis zu dem Riet, Dictrici dicti K61belin 
canaidici et Priderici de Eialelten oonventualtum ordinis predicatoruro, item Jacobi 

» coatodia, llarkwardi lectoria, Nicolai dicti VAltcsebe et Ilogonia dicti Klainherre 
conventualiuui ordinis fralrum nünonun domorum Argcntinensium, item Joliaunis 
prioris et Francisci k'cluris secundarii ordinis fralrum hercmilarura An^usliniMisium, 
item Johannis de Gluwel prioris el Ilenuanni de Canibus ordinis sanclc .Marie de 
monle Carmeli convenlualium domuum extra muros Argenliueuses, coram prefato du- 

» mino Ileinrico ipsorum judice similiter oonatituloruro promiaimm et promiltimus per 
presenles, quod personla nostrorom aubditorom parrccbialium petentibua aen petituria 
hnmilitatia eanaa licenciam eonStendi fratribna dictornm qoatnor ordinum habentibtta 
licenciam audiendi confeasimieap licenciam ipaam libcre concedere et donare. Se- 
cnndo cciani promiltimus personas ipsas non pelentes vel peliluras a nobis lir^n- 

*^ ciam caudem nullalenns in aliquo gravan» nec eiis verhis vel fuclis qiiomodolibet 
perturbarc aul hoc fieri procurare, sed per.sonis eisdem sacrauieula ecclesie leuipore 
inGmiitatia et aanitatia confeire aine contradioeione et impcdimento quibuacunque. Et 
in evidena teatimonium premisaonim preaentem paginam prerati domini . . licinrici 
diotorum quatuor ordinum judicis in premissis arliculi» sigilli appcnsionc rogavimua 

m communiri. Noa igitur . . Ueinricua de Saxonia canonicus ecclesie üasilteoais, pre- 



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828 ld7d 

^c^iplu^um quutuur urJiuuiu judex preooroitiatiiä, quia ouinia et siugt a prescripla 
coram nobis nie et Icgilimo sant peracia, idcirco noslrum sigUlum ad ic tlantem peli- 
cionem . . Nicolai saucti Tliome . . Gfttsonis sancU Martini eoclesiarum plebanonim, 
priorum ulque fratram omnium prescriplorum in evidens leslimonium premissomai 

presenlihus diiximiis apjn'ndt'ndiim. HaUiiii Argcnline in doniü habil iciunis nostre » 
in caincrn iiiRTiori donius ejusdcm, foriii srriuitla pruxinia jKist fcslnin .ancli Micha» 
lieiis archangeli stiii anuu douiui inillcMiiiu trccenlcsimo äepluagei>imo Lercio. 

Str. Thum A. duiuiiiic. lait. 7 fasc. It iir 21'). 3 or. inb. e. »ig fduL 
JürwuhHl bei Ch. üvhmuU, hiit, da <Jmj^. de ». J'/umvs Ji7, 

1092. Die meialer und die rite von Strassburg, Freiburg, Golmir, Breisadi, » 

Schlellsladt, Koy.ser.sI)etg, Ehcnheim und Rosheim und Julians Mijrli unlerlandvogl 
zu Scliwahen und int Klsasz an bürgcrmeisler und rat zu Bii.st ] : sind lieule zu Schlell- 
sladt ziuamiiien gewesen und haben den Basler briel erhiilleii. In der Ilerlisheimer 
Sache, «da von lag dar waz geuiachtt, ist nichlä gerichlel wurden. IJa der friede 

Ott. 13. aonntag nacht ausgeht, so siud sie überkommen, daas man die summe der age> u 
spannen glefen, die warten sollent, und ftch der rillenden gtefen, die man zA nehiat 
ablieaxt videir haben sol als vor bisx sunnenlag zft nacht, ab der fryde Aagat, und 
das mit nninen die rillenden glefen alle bi einander sullenl sin uff die selben naht 
zü Slelzslat und da zü von ieglicljer slall crbcre bollen niil vollem gow nll umh des 

Ort. u. willen, daz man an den» menlag früg dar ülier sitze und geli'ige, wie beide mit gutem » 
rat und veslcr getat den krieg uudcrstande und die v^gende gscbedege, woud wir 
soltche red und mer ervam bant, daz ir und vir des z& rechter not bedörffenU 
Und do von so lassent nAl, ir habent öch Awertk gespanneuA glefen biss uff die 
egenanten zil und denne üwer erbern hotten und anzal der ritlendeu glefen 5ch also 
ufT dem obgenanten tag». Biltea um anlwort. Scbletlsladt siegelt von aller städte ■ 
wegen, der unterlandvogt für sich. «Geben z& Slelzslat an cinstag nacli Galli». 

[137:t October IS] ScJiltttstadt, 

Str. St. A. (]. U. P. lad. 2S. eng. ch. coaat. Witt Adrtau rn^f EüdueiU und KendUdbiiv*» 

109:J. Johans Erbe vcrsprichl den fiir ihn von dem rilter berrn Lnlolt Beger 
versprochenen frieden gegen Johans Marlin, die slädto Slrazburg, Basel, die reicbs- » 
Studie Colmar, Scbletlsladt, Ebenheim, llosbeim, Ka^'sersberg, Mülhausen, Türkbeim 
und Münster, die herrschaft Oesterreich und deren städte im Breisgau, Freiburg, 
Breisaeh, Neuenburg und Kenzingen, dazu mit dem ritter Eppen von Hadestat. seinen 
söhnen, mit GilntaeUn von Hadeatat. mit herm Bly von Witlenheim und den ihren 
lfm.*, von Sonntag nach s. Lucas tage zu ntwhl bis über 11 tage zu hallen. Johans Erbe » 
siegelt. «Datum feria sexta proxima post diem s. Galli confessoris a. d. i;!7:u. 

1379 Oetober 21. 

Sir. St. A. 0. V. P. lad. tt. or. eh. ht foL c. «y- '»i"'- dA 



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1094. Zur Beratung tonulegeii auf dem Tage des Jlerliskeimer Bundes. 

[1S78 «wr ^«MOMtar 10.] 

Um mnt die stdcice, dar uff man sich beraten und wider i& tag sol kommen 
geio Colmar. * 

» Ilem als der teil drü sint zfi di-r saclicn von lU^rlislK^itn !:,ir, daz man do der 

boltt-n, die liiiiiiiinluriiiL' uf die sach rillen oder dar mur Irgiulingen snüfiil, iniiire 
macii dcnnc vor, und daz icgclich teil zwcu dar zu sende und die alle gewait habenU* 
Item wie man rihluug uf nemme von her Johans Erben. 
Item von den xwetn gefangen, als sA ir ding versichern mit btirgen s5nt, das 
w iegelich teil ciucn do zö setz z5 erkennen über den bruch. 

llom it r:i Hcli teil sin glOfen do zö haben umbe ein obersten houbtraan zö über- 
kommen, und duz sich die soldener bindenl zö dem krieg den hobllüten z& warten 
und nieman anders, und sich die bindent den krieg zö triben fiirderlich. 

Item Bilstein zö verbuwende und mit ernest in die sauh zu grifTendc, es si 
u wider herren oder ander lüt, die xft den Sachen gebellende den viglnden Ustendig 
aint und den Mnden von hellenl oder die hindemt. 

Ilem umbe die rede, als die gesellen mit der wannen an dte Stette hanthraht, 
frÜQtschaft mit in ze hande und daz laut lielfeii zu schirmende. 

Hein umbe die sm li /wischcnt graf Walram von Tycr^U in und den von Friburg,* 
M Ilem daz legeiich stal ir röcbenung mit ir bring und man um})e dis alles ein 
ende mach uf den tag. 

Und vor allen dingen umbe botlen sft nnserm herren dem Iceyaer.* 

Str. St. A. Ordnnngen tom. 21 f. 198 conc. sh. 



1099. Entwurf einet Frieäem $wisdun den VerMndaen von Herlükeim einer- 
n und Johann Erbe, Hannemann Mnmkard und Dietrich von ffungerelein andrerteüs. 

[1373 vor Novemher lO.] 

Es ist zA wissende, das eine gelruwe, göte, stete söne berelde und zugeguugeu 
ist zwiscbenl dem lanlvogle in Elsas, den herren, den frien stellen, des riches stellen, 
der herschaft von östmrich Stetten in Brisgowe mit namen den und den etc. und dar 
XU mit hem Eppen von Hadeslat und nnen sAnen und Gftntsen von Hadestat und 
allen den iren, allen Iren hel£brn, dienern und den iren einsite und andersite mit 
hern Johans Erben, Uannemanoe Murnharte und Dielheriohe von Hungerstein, allen 

t) Miwurf $tur. «M dif USL tlbr «igm. 



> VfL nr. 109f. 

» « Vgl. nr. 1100. 

* Weneker, ditquit. 4t maAurg. gMt 8, 134 «hm ebenfails auf Johann Erbe hesüglkhe Bataver- 
Ordnung au» etwa» früherer Zeit: Die nehateo botten, di« sam lantrogte vorent, snllcnt mit ime reden, 
daa es nuUe wore, das luau \on «]< h lai^des ncgcn gcmcinliche ein ^umciti gebut uf horra .lohan 
ELtbcn wUe gelt zu gobeude and das man dos ia allen »tatton yerkande nud du nwa oach sicher 
M aiidw, ob kuHui dlas filt gniknigf das M d«B ooeh ward. 



830 



1373 



iren ArAnden, dienern nnd helflfem uf die andersile von aller der slAase and misse» 
helle wegen , sv zft bcidcnsiten inilenander gehchl hant nntze uF disca bi^Ügen 
dag, und sundcrliche von dcz gcrililos, di r gefcngniisze und aller gcschihle wegen, 
so vor Ilerli^sht'im geschehen isl, und dar zu suuderliche von der gefenguiisze wegen, 
SO uns dem vorgeuunlcu lldunemau Muruhartc und Dielheuche vou Iluugcrsleiu ^ 
gesdiehen ist, und von alles des schaden. Icumbers, smachdte nnd arbeite wegen, 
so vir da von gebebt und gditten hant, in wdhen weg das ist ane alle gevade. 
So ist Och me in diire selben sftnen beretde ond uj^tragen, das die voigenanten her 
Johana Erbe, Ilanneman Hwnhart lind Dielhrich von Hungerstein, alle ire frunde. 
dienere nnd helfere die vorgenanle geschilil und gotäl nicmer gerochen süUent noch v 
schatlVn gi tan werden heimeliche noch offeuliche, noch nieman enlhallen, husen 
noch hufen suileiiL noch gcrüten noch Leholfcn sülienl sin, der sich der vorgeuan- 
ten gctät annemmen wolle n& oder hamach in denbeinea weg ane alle geverde; 
und das dar sft aller schade, der sft beidensiten geschehen isl von ^rre missebelle 
we<>^(;n in weihen weg der geschehen ist sfl beidensiten, genlzUche ehe sin sei. Und » 
süUenl 'ich dar uf die vorgenanten Ilanneman Murnhart und Dielherich von Hunger- 
slein irre gefengnusze ledig sin, und sol ?ich ich der vorgenante Johans Erbe hem 
Ilanneman Biy von Wiltenheim siure gefengnusze ledig sagen, also das er mir eine 
urfehte swcre, also gew6ulich isl. Werc es 5ch daz wir der vorgenanle Johans 
Erbe, Hanneroan llumharl und DieUierich von Hungerslem Uan& deobdne anspräche, *• 
die wile das wir gelehent, binnanfArder gehaben widlenl an die voigenanten herren, 
dienstl6kc oder an die vorgenanlen stelle oder an die, die da vorgeschriben stänt, 
gemeine oder Lesunder. dar umbc siillent sie uns dcz rehten gehorsam sin z& Iftnde 
anlwcder vor dem role zu llagenowe, der danne ist, oder vor des bischofes von 
Slrazburg vilzl&m, der danne isl, wedcrlhalp danne die wellcnl, an die wir danne <a 
die anapriohe hetlent, und sAItent sie uns Adi Jiallen, was die selben dar unbe m- 
sprechent. Zik glicher wise sAllent wir in und iegliehen under in das sdhe ftdi ver- 
bunden und gehorsam sin zfi t&nde, da sie anspr&che sn uns hetlent ftne alle ge- 
verde. Dar zö so isl öch vürbaz in dirre sftnen beretde und bedinget, was gölere 
wir hern Johans Erben verboUen hant mit geribte oder äne gerihle, die sülienl wir » 
die vorgenanten, lierrcn und stelle hern Johonse Erben entslahen und ledig s;igen 
und in ungeirret läszen an sinem teile an den dortlern Grafensladcn, Illekirche und 
lUewickersheim und in die sdihen sine teile lAssen niesaen nadi der mSsaen, alse et 
mit sinen graidnem sn den selben dArffern 6berkommen ist, uzgenomen des varea 
sft Grafenstaden. Dos sul also hüben slflnde, also das er nnd sine gemeinere es nit n 
nieszen süllent, und sülienl die lianlnte daselbes varen, alse sie von aller her ge- 
tan hanl, doch uuschedeliche in zu beidensiten zu iren rehten unlze an die stunde, 
das es mit dem rehten uzgetragen wirl in die wise, alse hie nach geschriben stüt. 
Daz ist also zu verslande, wenne ein bischof zQ Slrazburg oder ein lanlvogt zCi 
Elsas bar sft lande komment, so sAUent wir die von Sirasburg bi unsern eyden, « 
so wir den reten daselbes getAn hant, nnversogenliche und ich der vorgenanle 
Johans Erbe bi minem eide, den ich dar umbe geswftrn habe an den heiligen, dar 
nach v&r sie beide kommen oder vür aiUwedern under in, welro danne sAm ersten 



1373 



831 



har lande komcn isl, und sie beide oder eiaen under in, woiro daiiuc daz ist, 
erobllicbc billen, daz sie beide oder einrc uuder in beiden der sachc von dez vurge- 
nanlen vares wegen sich annemmenl and die selbe sache nach ainre Torderunge und 
nadi unaerre enlwurte na<^ dem rehtea uzribtenl. Und wie t&t beide oder einre 

* under in besunder die aelbe sacke usriblent nacb dem rehten, das sADenl wir fleh 
z& beidensiten bellen und vollefuren &nc alle gercrde. Und wennc sie beide oder 
einre under in, welre dnz ist, sich der sachen angenimel nzznrilitende, so süUent 
wir zii bcidensileu sie beide oder den und^r in, der sich sin angenomen hei, bi 
unseru eyden bitten und unser bestes dar zu tun, daz sie oder der selbe under in 

** die selbe nebe nsrihlenl, so sie oder der selbe aUer ▼Arderlicbeat mag Ane alle 
geverde. MQbtent aber wir sie beide oder dnen under in, velre das were, in einem 
vierteil jares nit erhillenl, daz sie beide oder dore under in sicli der selben sachen 
annement uzzörihlonde von des vares wegen, und sie beide odur ii glicher under in 
besunder des sich iiit wollent atinemmen uzzörihlende und ez uns abeseitenl, so 
süllent \^ir nach dem selben abesagende in dem nehsten vierteil jares z& beidensiten 
die selbe .sache sieben und dar umbe kommeo vür unsem herren den Rftmschen 
keyser. Und wie der sdbe unser berre der keyser die sacbe nsribtet oder v6r wen er 
uns a& beidensiten dar umbe wisel» das sAlIent wir öch s& beidensiten halten und 
vollefliren Ine alle geverde. Geschelie es 8ch das Im vorgenanten hem Jobaos 

*> Erben daz vorgeschriben var zfl Grafensladen mit dem rchlcn geviele vor den vor- 
genanten herren oder vor woderni herren daz werc oder vor wem d.iz %vpn\ vür 
den ez der keyser wisete, nach dem alse da vor ist bescheiden, waz daune nutzes 
von dem selben vare gefallen ist sider der sil, das sidi der vorgenanle krieg erbebi 
het, ixt dnen gemeinem oder den banl6ten worden were, an sftlichem nutae s&Uent 

> dem- voi^enanten hern Jobans Erben alle sine rehle behalten sin nach der maigsal 
an sine gemeinere der vorgenanlen dörffere und an die banlikte da selbes Ane alle 
geverde. 

Ütr. 8t, Ä. 0. D. P. lad. 2)i. cotic. cJt. mit cop. du coacv. wh deiseibeH Hand, 



lODh. Der landvogl Johans Mürly und die slädtebotcn von Slraszburg, Basel, 
M Freiburg, Colmar, Scbletlsladl, Breisach, Neuenbürg, Ehcuheim, Rosheim, Münster, 
Kaysersberg und TOrkheim an meister und rat sa Strassburg: sind heute su Colmar 
susammen gewesen und haben dort caoliohe heftige möre» von der Herlisheimer 
that wegen gehört, dass davon das land und die verbündeten «in groszen kumber, 
schade und arbeil komen mnlilf^nti. Deshalb haben .sie auf den eid erknniil, dasz 
M alle drei teile, die zu dem bündnis gehören, ihre volle summe und zahl aller glefen, 

jeder teil also 40, «süUenl haben zü Colmer au zinstagc nü nehest ze naht, die ge- ao». ts. 
rüstet sient swene manod wt atonde». Darum nuhnen sie Slnssburg, seinen ganzen 
teil der glefen am genannten tag^ su Colmar su haben. Besiegdt von aller wegen 
mit deS: landvogtes und.Cglmars jai^i, «Uf sant Martins abent des byschofes.» 
^ [1373] Jf^vem^ 10, 

Str. 8t. A. 0. D. P. Iftd. 22. or. ch, lit. d. e. ä sig. in o. impr. mut. 



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1373 



1097. /o^m» Erbe tcAwffri den MUgliedem des Merliikeimer £wtdes Urfehde 
und einigt sieh mit Straßhirf leegm der F&kre ton Oraftmttaden. 

1373 November 10. 

Ich Johans Erbe von Slraszhurg riller tön kunl allen den, die disen brief 
iemer angeschenl oder hArenl lesen, und vergib umb die sacbe alz zu Herlisbein » 
ein gelal gescbacb, dar in vil lüles und mil namen ich viclenl mil gewall, da von 
dez ricbcs und di^r hcrscbafl von Ostericbe lanlvogi in Swabeu und Elsasz mit iren 
landen, lAlen und mit disen nachgenanlen stellen von Strasxburg, Basel» Friburg, 
Colmar, Slelnlat» Briaaoh, Ehenheim, Rossheim, MAnster, MAInhuaen, Kejsersperg, 
Kcntzingcn und Tbürcnkein zügelcnt und viclenl für Herlisbein, es gewunnent und m 
rilitelenl von drr rin teile, die da in frevenlich gevallen und knmmen worenl, da 
bekenne ich, daz ich umb die selben sacbe ein riblnng mit inen allen uf ban ge- 
nommen, also daz icb ban gelopt und gelobe bie gegenwerlcklich für micb, mine 
erben, alle mine firAnde, dienere, belfere und die roinen hy minem eyde, den ich 
daromb geavorn bab mit nfgehepler hanl und geslabten Worten Upiich sft den heüi- m 
gen, ein laier, siebte, gelrüwe, veste, ewige s&ne und urveht xft ballende und se 
habende nft und icmcrme mit und gegen dem riebe, da sü gegen dez ricbes und gegen 
der egenanlen berscbafl von Oslericb lant und lülen und gegen allen den vorge- 
nanlen stellen, allen iren burgern und mit namen gegen liern E|ipen von Hade- 
stat, C&nUien von Hadestat, heru Kppeu suuen und allen andern lülen, ritleren » 
und knehten oder weiht gewesen sinl vor Herliahdn» als voigeeobriben stal, was 
lAles odw war a& aiol, die da sft geholfen, gerflten oder Atsit getan haut, and g^n 
allen den iren dieneren und belferen und nemmelich gegen mengelicbera von der 
Sache, gelal, dez gerihles und aller dinge wegen, ez sicnl kriege, lotslege, gevang- 
nüsze, schalzunge, schade, kosle, verlusl oder waz ez welle, daz dar usz gerürel, » 
erwabsen, uferslauden ist oder da har verloden bilz uf dü»en hütigeu tag oder hin- 
nanthin dar nss rfirende« erwahsen, uferstan oder verloflen mAcbte, also das barumb 
weder räche, laster, Idt, Übels noch aiges niemerme aol beachehen von mir, minen 
erben, fr&nden, dieneren, beUBren oder den minen, da ich oder ieman under uns 
schulde an haben nnMilenl, mit worten, wercken, reiten oder geleiten. Und wer der •• 
were, der i'ilzil raclien, laster, leit, Übels oder arges da zQ tön wAlte, dem sollen 
wir weder geraten noch bcliolfen sin oder ützit da zö tön oder uns dar an kcren 
in deheiuen weg, denne wir sollen die obgenanle süue und urveht, alz sü da vor 
bescheiden sinl, gelrüwelicb und eweklieh von der aache wegen halten und volle- 
fftren, ich der egenante Johans Erbe by dem vorgeswomen minon eyde Ane aller- » 
slaht geverde. Und söUenl euch umb die suche, als ich hem Johans Bly von Wit- 
leiilieim gcvangen helle, ich und der seihe her Johans von der gelal wegen mitlcn- 
aiiiier gerihtet und sol er der gevcnguüsze genlzlich lidig sin. Wann icb dar uf 
und uf allez daz, daz krieges oder andrer stück halb, waz usser allen den vorge- 
nanlen sadben und gescbihten ergangen und basdiehen ist, geutilicli und «Uenklidi «t 
ban verzigen und da s& sunderlingen uf das, was mir die von Strasdmrg des minen 
genommen haut phenninge oder phenningcs wert, und uf den schaden, den sü mir an 
minem huse se nienkircb getan baut, diss sol alles gentslicb ab ain und sol sin 



1893 ^ 

niemenne gedahl werden, dch verspriche ich mich der vorgenanle Johana Erbe, 
das der bresle und alosse xwAaehenl den von Slraszburg und mir umb das var uf 
der lUen zfi Graven.staden sul bcliben stände, also d<iz ich davon nützil niessen 

sol noch ocii Tniiie f^emeiner dpz lu'U niessen s511enl. Aber die durfürite und anslös- 
t ser mogent varen und mit wondchinge hehhen by dem var, ez in ircwer und nutz 
haben, alz dsz von aller har kommen ist, bitz uf die zil, daz der älossc und bresle 
uazgerihleC virt In die wiae, ate Ue nach geadkiiboi stat» wo es ein ende sei nemen. 
Dtts ist se wiasende, wenne hinnanför me mine herre der byschoflb von Sirassburg, 
der nfl le mol naaer lande iat oder ein andrer, Ab er von dem bjstüm kemme ane ge- 

10 verde, küramet ze lande oder ob ein andrer des ricbeS lanlvogl zö Elsas/, denne der 
ietzuiil ist gein.'u lit't ntir! pl•^('lz(•t wirl, wenne dnz ci-'^i'liiht, daz ein h\ sc hof oder 
lantvoj^l, sü beide otltT ir einre, also ze lande konmiet und sich hur ^»'tuL^fl, m slunt 
dar nach so sol ich dar umb werbende und slelleude sin mit nuuiu getritweu, 
flias und emal uf minen eyl und ere mit minem allem besten vermAgende an die 

u selben einen byaebof oder einen lanlvogt» veler denne der erst «e lande ist» das sA 
beide oder ir einre, der willc stat x.ii inen, sich der sache an nemea und s6 9ob 
uszlragc nach der zil, alz er sich ir angenimmet fürderlich, so er aller schieresl 
mag, also daz disz die von Straszbiirg och werbende sienl in die seihen m'i5se. Vor 
dem verspriche ich mich umb dise saclie von dez vares wegen in dez rehlen ge- 

M Lursam ze sinde zü nemende und ze gehende, also daz er beide teil verhören sol 
und s& beidesit vorderuug und antw&rt mAgent dar legra nach sinem erkennen und 
sprechende sAm nebten ane allerslaht geverde. Ich sol öch nAt samen noch bindern, 
das die Sache by eins hyschofTes oder eins lantvogtz h<inl also belibe und er sA 
uszrihte, denne ich sol ez werbende sin, daz ez geschehe alz vor geschrihen slal. uf 

a» minen eyt und ere getrüwelicli ane allerslaht gevcrdf. Gefugt ez sirli alior daz ein 
h^scliof oder eiu lanlvogl, sü beide oder ir einlwcdet rer, ze laude kemmeul, alz vor 
bescheiden ist, und kAnde man sA nAt dar sA briugeu, das sA steh der Sachen 
- nach den vorbesdieiden «orten also au wollent nemen, wenne denn so sA beide 
dammb gratslichen abgesagent, ao ist den von Slraszburg nnd ftch mir behalten 

so daz dar uach in dem nehsten vierteil jarcs und s<Mlcnt dez gebunden sin es SO 
lünde, wir beide teil oder weles teil sin begerende ist, daz der selbe teile, ez sient 
die von Siriiszburg oder ich, wol vor unserin licrren dem keyser sine rclil umb die 
üachc von dez vares wegen wol mag suchen und du nach stellende sin, daz im du eiu 
ende und usztrage widervar und beschehe nach siner noldurft ane geverde ; doch 

w das es ein teil dem andern verkAnde, ob er dar wolle oder of wdbi sit und wenne. 
öch alao wenne es da sA kommet, daz ich der obgenanle Johans Erbe nach den 
Worten, alz vor geschrihen stat, deheinerhande reht zA dem var gewinne, hell mir denn 
von dem var iemanl ützit nutzes in genommen, ez sient mine gemeiner oder ander 
lüle, gegen den sollent mir allü mine rchl sin behalten ane alleine, daz ez die von 

40 Slraszburg in der gemeiude uulzil uu gange, allez uue geverde. Och sol man vor 
allen dingen wissen, das die von Sirassburg und Ach ich, alz ichofTenlich gihlig bin, 
mittenander g&Uioh gerihtei und gentslkh Abertragen sint von aller slAsse und miss- 
helle w^n, was wir umb daz var vormols ie milieuander haut gewunnen und ge> 

to» 



834 



1878 



hept M tftnde, also das dcz genlxliohen sol vergessen sin uT die rifatange, diehinaan« 
fdir me darnmb sv&aclient uns geschehen sol, als vor geschriben atat, vor eim byachoT, 
eim lantvogt oder nnaerm berren dem k^ser, &b ez sc schulden kemme. Denne das 

sol an irne selber beliben und volle gon nach den Vorbescheiden worlen Seh one 
geverdc. Waz na da vor von mir Jolinns Erben geschriben slal, duz lian ich der- * 
selbe Jübatis gelopl zü balleiule. xü volli rurciHie gelri'iwelich und da wider niemer 
ze lüudc in dehcincrhandc weg anc allersluhl gcverdc und verzihe mich für mich und 
mine erben gelich in dem namen, als ich da vor redende bin, aller gerihte, schirme, 
finde, friiebeit, helfe, rehle, gcselsde, gewonheit der herren, des landes und der stelle 
und da zQ gemeinlich aller dinge über ul, waz hie wider iemcr IcunimcD oder gesin >* 
niuchle in deheineii weg. Mil Urkunde disz briefes versigell mit minem eygonen 
anhangende ingesigel, da zu ich gebcllen ban die frommen bern Rüdoit von IlyUen- 
dorf rillcr und Bercbtoll Schenken einen cdehi knehl zü merrem Urkunde mil iren 
iugesigelen disen brief öch bcsigeieu. Daz wir die selben swein in dem namen und 
nfdie wisen getan hant dnrch sine bette und in s& besagende, ah wir gihtig sint *t 
an disem briefe. Der geben wart an sanl Ifarlins obent in dem jar, do man salt 
noch Grist geb&rt dr&sehenhnnderl und drA und syhenizig jare. 

A Str. St. A. G ü. P. lad. 22. or. mb. t. 3 »ig. ptnd. 

B Ebmia niäim. mh. von 1374 OeUtber ». mageileat auf VerUuiffen tk$ Herrn RiMhun 
ZorDoni» alUt de Bfilach nnncnpatu milM MolUtiiB civitatis Arg. in sacristi;t t c m 
olcsia s. UuÜDi durch die Notare B&dolfoa diotin da Rynach clericu« Cons-ancicn6iti 
«md Wslnumn 4« BaH» LtodiiiM i dyooMi«. 

OtimM fMck A M IfMcicr, Otipiia, ie «Mtary. iJO/. 



1098. Bischul' Lamprecht au meisler und rui: (Wir lanl uch wiszen, das uns 
fQr war gcseil ist, das der beri/uge von Lftlriogen unserm herren dem herlsogen ts 
sft Oslerricli wiedirbotten babo den tag, den sft halwen wolteal uff dieara nehesten 
t>9, *». sünlag; ' und wan in got beraten babe eines s&oes, dar umb so möge er uff den tag 
nit sft ime Icummen. Scriptum Oob[iobenstein] feria quinla posl Lucic virginis». 

[1373 Doctmber igj Dachstein. 
Str. 8L A. AK 1106. or. eh. M. d. c. tig. i» v. Mi|>r. so 



1<I99. Ratsbeukluß über ^rlSseie» de» BürgerreeUe der ÄiMrger wtd St» 
neueruAff deteeUeu, t879 DMemter m 

Welre herre oder edelman unserre ussburgere in zwein Jaren, darnach so sine 
zile von eines burgrehtes wegen uszgegangen sint, sin hurgreht nit anderwarbe 
empl&het und sweret, da sol Icein ral nnulit bn)>en, den oder die »iburgern wider- » 
umbe SU empi&bendc, sie woUenl es dauue köffen. Und wenne man einen herren 



1 FfL «r. uoo. 



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oder eineo eddman su buiig«r empAhel oder so sie anderwarbe swerent, so sol- 
lent sie zeben jare sweren barger so ainde, und aot fegUcber ander in einen ver- 
aigdlen brief mit sinem liongcndcn iogcsigil dammbe über sidi geben. Actum* 
ferla aeeanda poal Lade virginis anno 1373. 

JVdek im Dmdt bH IFcmbr, <b fp/aOiiry. 117. 

liOU. Die Lolcn der zum Ilerlisheiraer bunde gehörigen sliidLc an ineiüler und rat 
zu ^raadmrg: atnd hente in Scblellstadt bei einander gewesen» wie das auf dem 
leisten tage sa Brdaaeb bestimmt war und den Slraasbnrgem von ibren boten wohl 
gesagt ist. Die von Scblettstadt beben ihnen beute den Slrasaburger brief vofgß- 

N lesen, cwie das der lag, als die hocbgeboriien fursten die zwcne hertzogen von 
Dstcrricli iiiul von Luhlringen zQ saimnen suUrtil sin koinmon, nngeslageu si unlz zu 
dem heiligen sibenden läge zu winnuhlen. Und dar uniht- so hahonl ir ('tcli tiwfr erhern D<e.n. 
bolleu do uidcnan behebt, das uns cllewas uuibiUich hei, wand sü wüI wiäseul, das 
es ein grosse noldarft were dem lande und den aletten, die stücke und aachoi na 

u ae tragende. Und annderlich so lassent wir udi wissen, das ettewaa bresten ge- 
fiillen isl in die sache, als der edel herre graiT RudüIfT von Ilabspurg den friden 
verlroslel solto han iinlz iinsorr fr'won (nt^ der liehlnics zö nehisl und den srilion jfJJ' 
tag eillon fnr <!if' edvAii lierron grutl W'aliMtlrn \mi 'I'icrslrin den jungen und grall" 
Jubaus sjueu briider und für heru Werniiu vun lludeslal, das er du für die selben 

tD herren von Tierstein den friden vertröstet het. Aber er meinet in für den vorge- 
nanlen hem Wemlin nAl ze vertrOslende. Doch so iat her Wernlin von Uunwilr 
bi uns gewesen und het mit uns geret, das her Ulrich von Rappoltsslein des friden 
f&r hern Wernlin vim Iladeslal also vcrlnVslen welle. Und also haut wir dch dem 
vorgenanlen lierren grafT RTidolf von Ilabspurg versrhrihen und in gebellen, den 

K> friden ucli glicber wis für üch und uns ze verlrosleiide, wand er öoh den von Gol- 
mer veräcliribeu lial, dos er es gerne lüu wullc. Und hcl uch heru W'erulin von 
Hunwilr für hern Wernlin von Hadealal und die sinen verlrAstet. das es hie swAscbent 
in gAten dingen sol stan, unls die briefe also vollendet werdent.i Sie «nd eines 
neuen tages fQr alle sachcn und slücke überkommen auf den siebenten tag zu weih« ott.»u 

SD nachten nach Schlellsladl und bitten, dasz Straszburg seine holen, die es vordem 
zu Breisach gehabt habe, <uic!i (l i'.iin schicke und sie eine volle anlwort wissen 
lasse von Cänral Dietrichs wegen. «Geben an dem mentag vor sanl Tlidinans 
tege». Scblettstadt siegelt für alle. [i:t73 iMicember lu.j 

Str. St. Ä. 0. U. P. lad 22. or. cA. lit. cL e. tig. m v, imgr. dd. 

» llOi. Der edelkneoht Hanneman Hurnltarl, der in Herliaheim gefangen wcmlen 
ist, schwört bei seiner freilassung sflhne und urfchdc Straszburg und allen, die vor 
Herlisheim gelegen haben. Zur grösseren Sicherheit giebt er als bQi^en Dyeball 

•} Da* Dötim «crff M yifmfktr tf dem Srnnh. 



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137d 



Muriiharl vuu Nortkus, S^iuuul Stuhel vuu Weslhüfea und Cunlze Syfril edele 
kndile. «Also wo deheinen teil oder iemanne darinne dnhte, das &e da von xft 
klagende und da nacli ze vorderende helle, dar xh linl iets drie vesle man erlcosen 
und erweli, von iegltdiem teil einre, in der von Strasburg nameo her JohansZomt 

in der von Basel und der vier stelle in Hrisn;owe und der die zfl in gelifirent namen • 
her Ilnniieman von Ranisirin -/A Biis.1, und in der richos .slelle zu Elsas und der 
die /AI in ^eliurent alsc vor slat naineii Julians liolzlioim dir schullheisz zä Slelz- 
stal. Diso drie süllenl gebunden sin uz ze rihlendc und zu voUefurcnde, zü er- 
kennen und sprechende daz reht uf ir gesworn eyde, so verre sie sich verslanl« und 
sich ftoh zft den saehen xHk fAgende, wenne sie dar in berftffet und dnunb ermant lo 
werdcnt, alse ]>\r nach ^«vscliriben slal. iDas isl merkende, kerne ienier darxA, 
daz gol versehe, dus die ohgcnanl suiie, urfehl und Waz da vor von mir Hanne- 
man Murnliart fr> schrilM'n slal ülKrlarn und nül {Tohallen wurde oder ülzil dar an 
verbroclieu, wo danne lenian under den dneu teilen da von meyude ze klagende, der 
mag ez künden den cgenaolen drien. Und isl der klcger under dem teil der von it 
Slrazhurg, so s5nt sä zft samcn kummon gen Strazhurg in die slal, isl er under dem 
teil der von Basel und der vier sielte in Brisgowe, so aont sie zA samen kommen gen 
Nuwcmburg in die slal, isl aber er under dem teil dcz riches stellen, so sollent .sie 
zii sanien komen g»Mi Colitinr in die und sol daz geschehen uf einen da^. den 
sü drie einander hcscliLidcn süUenl, su sie aller scliieresl mügenl. uf ir eyde, dar- » 
naeh als cz au sii gevordert wirl. Den lag sü verkünden soul dem, von dem denue 
geklagel ist, und Ach den kl^er dar berftffen. Und vrenne die bdden teile vur die 
drie zA gegen koment, so s&llenl die selben drie, die hie genemmet staut, oder drie an- 
dere, daz were ob SÜ tot und abgegangen werenl, daz man su eiideru müste, oder 
ob deuhein teil von ime selber den sinen etidern wolle, des sie doeh alle und ieglich » 
teil wol mahl haut zft lunde, wenne ez sie geluslel ; doch weire geenderl wirl, daz 
der nachgande swere und sich binde zu dirre saclie, alse der vorder gelAn hall, und 
wo danne ieman under den, die die vorgeuanten diog sollent gehalten hau, schuldig, 
bftswirdig oder brAchig funden virt nach klage und antvurta beider teil und nadi 
erkanlnusxe der egenanten drier oder dez merren teiles under in, oder were daz » 
einre, von dem klaget were, nül zCi läge kerne, so ez ime verbotschafl wurde, und 
dez ungehorsam were, da mit were er aber brüchig. Wenne denne so der selbe bnielüg 
und wir die eiri'nanlen drie hiir^eu da nacl» dar unibe {ietuaul werdeiit zii liu->e, ze 
hofu oder under ugeii mit holten oder mit briefen von wegen dez teiles, gegen dem 
denne Aberforn und nit gehalten ist, so sfiUent wir uns alle der brAchig und die drie u 
bArgen bi unsern geswornen eiden in den nehsten ahte dagen nach der manunge uns 
mit unsers selbes Üben antwurten und legen under den vorgenanlen drien stellen 
in eine, die da geüegOl ist in dem teile, da danne verbrochen isl, da z& leistende an 
offenen wurlen ze veilem koffe nnverdin'el naeli rehler, ungevarlicher, getrüwer 
giselschafl gewonheit und uienier da von zü laszende noch dannen ze komeuiie bi m 
den selben unsern eiden denne mit willen, wiszeude und urlob dez teiles, gegen dem 
denne veriirochen ist, oder ime sie aber vorhin ufgerihtet und abgeleil der bruche 
nach erkaolnusie dar drier, alse vorgeschriben slal, getruwdi^ ftne geverde. Were 



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aber daz wir Lrcchonl und also nül leislelent, da vor gol sie, wolre denne breche, 
der were vor ab mevncidig und erlös, und mülileiil dar zu dez selbcMi libe und gQte 
und ooknne erben, obeerenwere« die digenanlen leile aUA dr& saroentbafl oder gc- 
snnderl und dar sft alle ire belfere angrifTen und pfenden mit gerihle und Ane ge- 
i rillte an allen stellen» wie und wo sA wellenl, so liuig und als vil hSiz ganta und gar 
virt tt^rililel und vcrgolli n »Irr bruch, also vor stal, so donne verschull und darumb 
gemant worden isl, und da niil aller sclünle niul koste, der sulielies aiij^titres und 
pfeiuleiHlcs liall) har nf gicnge oder gaiir^cii were, naeli nuigcliclien dingen äiie po- 
verde, umb den selben schadeu und koslen zu gelobende der, die denne den aiigriüe 

M gettn haut, einfaltigen werten Ane andere bewern&ne dch ungeverlich. Were Ach das 
der b&rgen vorgenanl einre abe gieiige und stürbe, daa got lange wende, alse dicke 
und wenne daz geschiht, so sollcnl ich der egennnie Ilauneman Murnbarl, mine 
erben und wir die üherigen liürgcn, so danne noch lehenl, in dem nehslen nionat da 
nach, so es an uns geini^tel wirl nül einre mannnge alse vor geschriben stal von den 

t» egenanlen drien teilen allen oder ieglichem teil brsunder, die niogent uch wol dar 
umbe maneii, einen alse gülen an des abgangen slal geben, der sichere hafl und ver- 
bunden sie sft dirre sache glieber wise» alse der vArder gewesen bt, oder sWeni aber 
sft stunde leisten und giaelscbafl balten, alse voigescbriben stat, bi der selben penen 
Ane gcverde. Und obe wir brechent, so mag man uns aber angriffen nach den vor- 

W bescheiden worton, hilz darninlie voIlelAn wirl. rinl snl vor allen vorgesehriben 
dingen m'il sin schirmen, friden norh helfen denheine genlile, schirm, fride, friheit, 
helfe, denhein rehl, gcselzde, gewonheil der berren, dcz lundcs oder der stelle noch 
aus ddidn ander ding überaU wand des alles und sonderlichen des rebten, das 
da sprichel gemdne versibunga verfahe nil.** Hanneman Uumbart und aeine drei 

M bürgen siegeln. cGegeben an dem ersten dunrestdage nadi sant Tbomans dage 
des heiligen swaUbotten» 137a I97a Decanher 92, 

A. 8tr, 81. Ä. 0. 0. F. lad. 23. «r. mdb. e. 4 «jgr. JMmI, qmonm 3. und 3. M. 
B ebenda «ep. eh. «vom «II dem J)ghm: an aaat Uartiat »bant 1873. (Kak 10.) 



1102. CMnar an Straszburg : Als die Straszburger boten zu Colmar waren, «do 
•0 der lag gewesen solle sin ze Tanne umb sache von liern \\'<Tlins wegen von Ilade- 
stat, der wider holten wart», hal man beschlossen, den iiller herrn Waltlier vou 
Bebelnhein zum laadvogl zu schicken. Der isl am heiligen ubeud zurückge- orcus. 
kommen, und dar landvogl bat einen lag nach Mülhausen verhftndel «uf den ahtesten 
dag fri&ge»» dass sie da ihre landwehr haben sollen, «wand er e se tagen n6t j^U//. 
» komen möge von ernsUich notsache wagen unsrer bertschalt von österrich». Basel 
bemerkt iedoch, «das der dag sft ussganden friden ae k6tz sie» und adilSgt den 



1 NaA SroMBii Stab«! tob Wutbofca mid Cftntm Sjrfrito 7We frrfm ab JMryM <*" Jobana bavf • 

grafe von Doroltzheint dem man i>(M iclict Weger und R&lin von Virdcnheim edelknechte. Qtgaboi 
•a d<in «nUn dooreitdAg« nach taut Aath«ntendag« (Jan. 30) 1379. Ebenda. Trantfix. 



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1873—1874 



0M.»k atldten des Herlisheimer bundes eine vorberalung auf Däehsten doonerstsg xa. 
Golinar yw, «das nacn se rate werde, wie wir uns sft dem kriege rihlen sAUenC, 
e die stallungc uszgange». Sie bitten Siraasburg aeine boten da su haben. «Da- 
tnm die beali Stepfani martyris.» £1379} Dteemiier 26» 

Ar. SIL X O 0. P. lad 9». or. tk. Ut. 0. c »S§. in «. «vr. be». • 

1103. Bischof Lampn chl und Grosfrilsche von Iloiligi'nslein der meislcr und der 
ral vou Ölraszburg enlschciden als